Begegnung mit einer Kröte

Auf dem Feierabend-Weg getroffen…

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Fasching steht vor der Tür

Als frischgebackene Bayerin weiß ich noch gar nicht, was auf mich zu kommt. Karneval in Köln und Aachen fand ich beeindruckend genug, und da ich mich in dichten Menschenmengen unwohl fühle, habe ich es immer so weit es ging vermieden. In Berlin hatte ich inzwischen fast vergessen, dass es etwas wie Karnaval gibt.

Wobei wir in Nizza auf unser Carnaval durchaus stolz sind. Eine meiner jüngsten Erinnerungen findet in Nizza während Carnaval statt. Ich sitze auf den Schultern von meinem Vater. Um uns herum ganz viele Leute. Ein junger, unbekannter Typ neben uns meint, mir mit einem Luftrüssel voll laut ins Ohr pfeifen zu müssen. Die Folge war klar: Heulanfall, ab nach Hause, enttäuschte aber immerhin verständnisvolle Eltern. Blöder Typ.

Gerade eben bin ich auf dieses Foto aus meiner Kindheit gestossen. Passend für die Jahreszeit. Ich bin erstaunt, wie gut das Foto ist, obwohl es aus den Achtzigern stammt. 1981 oder 1982, schätze ich. Es müsste in der Grundschule sein. Ich kann mich leider auf viele meiner Kommilitonen nicht mehr erinnern. Eine damalige Freundin, die ich nach so vielen Jahren zufällig am Tag meiner Hochzeit bei der Kosmetikerin im Dorf getroffen habe, meine ich zu erkennen. Die Anderen kann ich nicht mehr zuordnen. Mein Schwarm? Gesicht vergessen, übrig sind nur unsere Lachanfälle im Klassenzimmer geblieben.

Rosenbesucher

Die Wanze sehe ich zum ersten Mal. Die Spinne ist länger da. Sie war mir am Dienstag aufgefallen, als ich den Marienkäfer auf ein Blatt setzen wollte. Das Blatt war schon besetzt. Ich habe die Spinne erst im letzten Moment gemerkt, und es ist kein Wunder, bei ihrer Farbe. Ich habe den Marienkäfer zu einem anderen Blatt gebracht, um Zwietracht zu vermeiden. Ich habe ihn nicht mehr gesehen. Die Spinne schon. Sie scheint ihr Zuhause auf diesem Blatt eingerichtet zu haben. Ich mag Spinnen nicht, aber so lange sie da bleibt, ist es in Ordnung. Sie ist auch winzig.

Schon wieder ein sinnloser Akt

Wir lesen ständig solche schreckliche Nachrichten. Diese trifft mich besonders, da ich von dort komme. Quasi. Meine Eltern haben sich in Nizza kennen gelernt. Sie sind als Kinder im gleichen Hochhaus groß geworden. Viele meiner Verwandte leben dort. Und ich habe dort studiert.

Hier ist ein friedlicheres Bild der Prom‘. Mit den blauen Stühlen.

La_Prom

Ich bin wenigstens erleichtert, meine Familie in Nizza wohlauf zu wissen.