Migräne nochmal

Der Wecker hat uns um halb sieben geweckt. Wie immer. Ich habe mich nicht gut gefühlt. Nicht ausgeschlafen. Kopfschmerze. Schon wieder, nach Montag und Dienstag. Ein Vorbote vom nächsten Sturm?

Ich kann mich nicht erinnern, so häufig in Berlin Migränen gehabt zu haben. Es ist hier häufiger geworden. Und heftiger. Dass ich mich bei Migränen übergebe, hatte ich vorher kaum erlebt. Heute geht’s zum Glück noch, mit dem Magen.

Ich habe zwei Paracetamol geschluckt. Ich merke, es bringt nicht viel und so kann ich unmöglich den ganzen Tag den Bildschirm vom Laptop anstarren. Lichtempfindlichkeit. Wie soll ich programmieren? Ich melde mich krank. Ich habe letzte Woche eh fünfzig Stunden geleistet.

Währenddessen sitzt der Ehemann im Zug nach Berlin. Er hätte gestern schon fahren sollen. Am Bahnhof hatte er die Meldung bekommen, der Zug würde wegen der Folgen vom Sturm nur bis Erfurt fahren, also hat er sich auf dem Weg zurück nach Hause gemacht. Gerade als der Zug abgefahren ist, hieß es, er würde doch bis Berlin normal fahren. Er hatte sich Karten für die Berlinale geholt. Gut, dass seine erste Vorstellung erst heute Nachmittag ist.

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Gedanken im Zug

Ingolstadt.

Ich sitze am Tisch und nasche am Schokoladenstück, das uns der Kontrolleur mitgebracht hat. In unserem Abteil ist es angenehm. Wir sitzen nur zu zweit und die Temperatur ist gerade richtig eingestellt. Ich hatte ein Pulli gepackt, weil ich es schon ganz anders erlebt habe, im Zug im Sommer. Das wäre doch egal gewesen, da wir im Abteil selber die Temperatur regeln können.

Wir sind unterwegs nach Berlin. Der Anlass ist nicht fröhlich. Der Ehemann hatte auf den Sommer gesetzt, in der Hoffnung, dass die Corona-Fallzahlen wie letztes Jahr genug sinken und sich mehr Leute treffen können, um die Trauerfeier für seinen Vater zu organisieren. Das ist wichtig, weil so viele von seinen Freunden im hohen Alter sind. Inzwischen sind die meisten von ihnen vollständig geimpft.

Gerade sind wir aus Nürnberg weiter gefahren. Wir haben die Dame vom Bistro glücklich gemacht. Ab heute gibt es nämlich wieder gastronomischen Service in der ersten Klasse, und bis zu unserem Abteil wollte niemand von ihr etwas haben. Die Leute haben sich an die Monate ohne Service gewöhnt. Ich freue mich aber immer auf einen schwarzen Kaffee.

Da die Mietwohnung vom Schwiegervater jetzt neu vermietet wurde, haben wir uns ein Hotelzimmer gebucht. Bei Christina, seiner Cousine in Berlin, meint der Ehemann nicht gut schlafen zu können. Berlin fühlt sich nicht mehr wirklich wie zu Hause an. Ich habe lange die Hauptstadt vermisst, aber nach über einem Jahr Home Office ist es mir egal geworden, wo ich lebe. So lange die Vermieterin die Miete nicht erhöht. Da trauere ich unserer Eigentumswohnung schon nach. Aber ich habe gemerkt, es hat was, nicht mehr in einer Hauptstadt zu leben. Die ärztliche Versorgung ist besser. Das ist ein wichtiger Punkt. Jünger wird man nicht. Man muss hier nicht Monate warten, um einen Termin zu bekommen. Wenn ich ein Problem habe, gehe ich zu meiner Hausarztpraxis, und dort wird bei den Kollegen telefoniert, ob ich gleich an dem Tag ran komme, wenn ich zu einer Fachpraxis überwiesen werden muss. In Berlin hatte ich selbst nach einem von meinen vielen Spontanaborten keine Gynäkologie-Praxis in meinem neuen Kiez gefunden, nach dem Umzug mit dem damals noch nicht Ehemann, die mich als neue Patientin annehmen wollte.

Mist. Auf einmal wird es mir viel zu warm. Dabei trage ich nur einen kurzen Jeansrock und ein T-Shirt. Ich frage den Ehemann, ob es ihm auch zu warm ist. Nein, sagt er. Es muss die Menopause sein. Meine letzte Regelblutung liegt jetzt fast drei Monate her. Oder liegt es an der Schokolade-Kaffee-Kombination am frühen Morgen? Der Ehemann hat ganz lieb die Temperatur runter gestellt.

Apropos Gesundheit, ich frage mich, warum es keine Möglichkeit gibt, sich im Zug testen zu lassen. Ich meine nicht den Kanton Zug in der Schweiz, das ist nämlich das, was ich als Ergebnis bekomme, wenn ich „Corona Schnelltest im Zug“ in Suchmaschinen eingebe. Wir haben für heute Abend einen Tisch in einem Restaurant reserviert, und müssen ein negatives Testergebnis vom Tag vorweisen. Heute früh sind wir durch den ganzen Hauptbahnhof in München gelatscht und haben keine einzige Apotheke gefunden. Wir kommen nachmittags in Berlin an und an einem Samstag kann ich mir vorstellen, dass die Leute Schlangen stehen werden, um sich testen zu lassen. Wenn wir keinen Test bekommen, holen wir uns ein Sandwich. Dabei sitzen wir gut viereinhalb Stunden im Zug. War es in all den Monaten nicht möglich, ärztliches Personal an Bord einzustellen, um Schnelltests anzubieten? Von mir aus nur an den Haltestellen, wenn es nicht wackelt. Oder hat keiner dran gedacht? Selbst wenn es teurer als in Apotheken gewesen wäre, hätte ich das Angebot heute gerne wahrgenommen. Da hat die Bahn die Gelegenheit verpasst, Geld zu verdienen.

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Bilder vom Wochenende in Berlin

Wir sind am Freitag mit dem ÖPNV unterwegs gewesen. Zufällig genau an dem Tag, an dem die neue U5 in Betrieb genommen wurde. Blitzeblanke Bahnhöfe. Schicke Rolltreppen mit blauer Beleuchtung und durchsichtiger Bekleidung, die das Innenleben offenbart. Viele Besucher, mit Kameras und sogar Stativen, die die neuen Bahnhöfe bestaunen. Wie lange sie wohl noch so sauber aussehen werden?

Am Samstag waren wir in Charlottenburg. Der Ehemann hatte in seinem ehemaligen Kiez Sachen zu erledigen. Der Tag hatte schön sonnig angefangen, aber am frühen Nachmittag wurde es grau. Nah am Schloss habe ich einen Meilenstein entdeckt. Er ist so schwarz, dass man die Inschrift kaum noch sieht: „I Meile von Berlin“. So häufig muss ich daran vorbei gelaufen sein, ohne zu merken, dass es sich um einen Meilenstein handelt.

Trotz der Kälte sind wir im Garten vom Schloss spazieren gegangen. Wir waren früher sonntags da gejoggt, als ich den noch nicht Ehemann in seiner Wohnung besucht hatte. Das war noch bevor wir uns eine Wohnung gekauft haben. Das Schloss wirkte traurig, wenn man weiß, dass normalerweise auf dem Platz vorne ein Weihnachtsmarkt statt findet. Im Park waren nicht so viele Leute unterwegs, außer am Karpfenteich, wo Familien die Enten gefüttert haben. Gänse und, natürlich, freche Spatzenbanden, waren auch dabei. Am hinteren Ende vom Garten befindet sich der Obelisk zum 11. März, ein beliebiger Tag ohne besondere historische Vorkommnisse, wenigstens aus der Sicht von Braco Dimitrijević[1], als er 1979 das Kunstwerk schuf. Wir sind am Fürstenbrunner Graben, mit derzeit wunderschönen Farben, vorbei gelaufen, und über die Brücke zum Bahnhof Jungfernheide.

Auf dem Weg zum Bahnhof fallen mir alte Plakate von vor der Pandemie auf. Diese sind besonders, da wir dafür Karten gekauft hatten. Schade. Da fällt mir wieder etwas auf, worüber ich früher geschrieben haben wollte. Das BKA-Theater[1], wo die Veranstaltung geplant war, betreibt einen YouTube-Kanal, auf dem Auftritte kostenlos übertragen werden und danach verfügbar bleiben. Dazu werden im Online-Shop „BKA Antivirus-Livestream-Tickets“ verkauft, der Betrag bleibt den Käufern zur Auswahl. Obwohl ich nicht gerne so ausdrücklich Werbung mache, erscheint es mir eine gute Möglichkeit, die Künstler in diesen schwierigen Zeiten zu unterstützen.

Am Abend laufen wir an eine dieser neuen öffentlichen Toiletten vorbei, und ich widerstehe der Versuchung gar nicht, ein Foto davon zu machen. Auf dem Bild ist der Innenraum überbelichtet, aber man sieht schon gut, was man eigentlich nicht sehen sollte. Und jetzt im Winter (ja gut, offiziell ist es noch Herbst) muss es da drin zusätzlich fürchterlich ziehen.

Die Rückfahrt am Sonntag verlief ruhig, der Zug war deutlich unterbelastet, selbst in der zweiten Klasse. Den Aufpreis zur ersten Klasse hätten wir uns sparen können. Allerdings war es am Hauptbahnhof in Berlin noch chaotischer als für die Hinfahrt: Nicht nur der gebuchte Wagen fehlte, sondern der ganze Zug. Gebucht hatten wir ICE 1711 nach München, aber nur ICE 1709 nach München war da. Wir sind am laut ausgehängtes Zugplans richtigen Bahnsteigabschnitt eingestiegen und haben an einem nicht reservierten Tisch gesessen. Vermutlich kam der Zug 1711 verspätet aus Hamburg, da wir kurz vor der verspäteten Abfahrt ein Ruckeln gespürt haben. Mir war nur nicht danach, zurück zum Bahnsteig zu gehen und auf den richtigen Zug zu warten. Es gab, wie inzwischen üblich, keine Information, ob ein anderer Zug ankommen würde. Es hätte genau so gut sein können, dass wir auf dem Bahnsteig stehen bleiben, ICE 1711 nie kommt und ICE 1709 ohne uns abfährt. Das Risiko wollte ich nicht eingehen.

[1] Unbezahlte Werbung, da Namensnennung und/oder Verlinkung.

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Im Zug nach Berlin

Über den Anlass werde ich ein anderes Mal schreiben.

Der Ehemann hat uns gestern Abend Fahrkarten reserviert. Erste Klasse, wie immer. Einen Abteil hat er sich ausgesucht. Nicht alle Sitzplätze waren bei der Buchung reservierbar, aber das liegt vermutlich an Corona-Maßnahmen. Die Auslastung vom Zug wurde als sehr gering angezeigt. Höchstwahrscheinlich sind wir alleine im Abteil.

Wir haben heute Glück und die S8 ist pünktlich. Sicherheitshalber sind wir eine S-Bahn früher als nötig abgefahren, zwanzig Minuten früher also, und selbst das ist im Münchner Raum kein Garant dafür, dass man pünktlich für eine Anschlussverbindung ankommt. Heute klappt’s. Wir kommen vierzig Minuten vor Abfahrt vom ICE am Hauptbahnhof an.

Wir warten stehend am Gleis 23. Heute ist die erste Klasse im Abschnitt A. Für mich außergewöhnlich, da ich sonst bisher immer den ganzen Bahnsteig laufen musste, um in die erste Klasse zu kommen. Der Ehemann meint, eigentlich sollte es immer so sein, dass man in erster Klasse nicht viel zu laufen hat. Das macht Sinn, entspricht aber nicht meiner Erfahrung.

Das Glück hält nicht an. Gegen zwanzig vor zwei fährt der Zug ein. Wir haben unsere Sitzplätze im Wagen 12. Der Wagen ist leider nicht vorhanden. Es sind nur die Wagen 14, 11 und 9 da. Wir lassen uns in einen leeren Abteil nieder. Einige Leute laufen genau so verwirrt wie wir den Gang hin und zurück. Ihr Wagen ist auch nicht da.

Darauf angesprochen, meint der Schäfner nach der Abfahrt, die Deutsche Bahn würde ihre Züge momentan abspecken, bei der geringen Auslastung. Schön wär’s, wenn vorher geprüft worden wäre, ob Reservierungen für die betroffenen Wagen vorliegen, und wenn das Fehlen von Wagen wenigstens angekündigt worden wäre. Nichts davon ist eingetroffen. Kein Hinweis am Gleis, kein Hinweis in den Durchsagen, und bei jedem Halt verwirrte Reisenden.

Und jetzt erinnere ich mich, gelesen zu haben, dass die Bahn zusätzliche Züge für die Weihnachtszeit einsetzen will. Ich hatte mich gefragt, woher denkt die Deutsche Bahn diese Züge zu holen? Das ist vermutlich die Antwort. Aus einem Zug macht man zwei, wenn man die Anzahl der Wagen halbiert. Dass dabei keine zusätzliche Kapazität entsteht, scheint schon für die Deutsche Bahn gehobene Mathematik zu sein. Oder ist der Plan, vor dem 18. Dezember auf dieser Art die Kapazität zu reduzieren, damit es danach aussieht, als ob man mehr Plätze hätte?

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Ab in den Urlaub

Der letzte Urlaub ist gar nicht so lange her, aber Erholungsbedarf habe ich schon wieder dringend. Seit Anfang Juli betrug meine mittlere wöchentliche Arbeitszeit um die fünfzig Stunden. Endlich, endlich kriegen wir Verstärkung im Team. Mein Eindruck ist, dass man in der freien Wirtschaft super lang am Anschlag arbeiten muss, bis die Leitung denkt, jetzt lohnt es sich, neue Kollegen einzustellen.

Ich sitze im ICE nach Berlin, wo der Ehemann schon seit gestern ist. Es war nicht ganz der Plan gewesen. Der Schwiegervater hat am Donnerstag auf dem Weg zum Arzt, wo er vom Pflegeheim aus unbedingt alleine zu Fuß gehen wollte, einen Schwächeanfall bekommen und liegt jetzt im Krankenhaus. Also hat sich der Ehemann den Freitag zusätzlich frei genommen und ist gestern mit dem Auto hin gefahren. Im Prinzip hätte ich, rein von den Arbeitsstunden für diese Woche her, gleich mitfahren können, wenn ich nicht dringend nach einer geeigneten Vertretung für meine laufende Projekte suchen musste. Theoretisch hätte Arndt, mein Chef, für mich einspringen sollen. Ich hatte ihm vor Wochen gesagt, dass ich im September Urlaub habe und er mich bei einem Kundenmeeting vertreten müsse. Ich habe ihn stets ins CC bei jeder Kommunikation mit den Kunden über die Projekte gesetzt. Als ich ihn am Donnerstag wieder daran erinnerte, dass er mein Vertreter ist, meinte er, das könne er nicht tun, er hätte keine Ahnung über meine Projekte. Dabei gibt es wirklich nicht viel zu tun. Es war für mich ein starkes Stück. Er hat die ganze Zeit seine Aufgaben als mein offizieller Vertreter gar nicht wahrgenommen. Ich frage mich, ob er überhaupt meine Emails gelesen hat. Zum Glück hat ein anderer Kollege jetzt zugesagt, das Meeting zu übernehmen, die Erklärung der Projekte hat gerade eine Viertelstunde über Skype[1] in Anspruch genommen, und die Leitung der Firma sucht für mich nach einem anderen dauerhaften Vertreter, denn Arndt kann es offensichtlich nicht sein.

Wir hatten vor, im Urlaub zuerst nach Berlin zu fahren. Eine Freundin vom Ehemann wollte ihren Fünfzigsten feiern. Das hat sie dann vor zwei Wochen Corona-bedingt abgesagt. Wir wollten danach, wie inzwischen jedes Jahr, zu meiner Schwester fahren, um den Geburtstag vom Neffen zu feiern. Das müssen wir jetzt absagen, die Region PACA ist seit zwei Wochen als Risikogebiet eingestuft worden und dem Ehemann drohen Gehaltsverkürzungen, wenn er wissentlich in ein Risikogebiet Urlaub macht. Mir nicht, ich arbeite ja seit März ausschließlich von zu Hause aus, es sei denn, ich muss etwas persönlich abholen, eine Quarantäne hätte keinen Einfluß auf meine Arbeit. Ich habe inzwischen durch den neuen Kollegen sowieso keinen regulären Arbeitsplatz mehr, er sitzt an meinem Schreibtisch und benutzt meine Rechner. Wir bleiben also in Deutschland und werden den Neffen zum Geburtstag über Skype[1] gratulieren.

Diese Fahrt nach Berlin dauert ganz schön lange. Als ich vorgestern nach Verbindungen geschaut hatte, gab es gerade nur zwei Züge, die ohne Umstieg fahren, und beide dauern über sechs Stunden. Wir sind über Fulda gefahren. Ich habe die Nachrichten lange nicht mehr geguckt, vielleicht gab es in Thüringen Hochwasserschäden wegen des starken Regens in letzter Zeit. Gut, das mit der Covidioten-Demo letzte Woche in Berlin habe ich schon mitbekommen. Meiner Meinung nach sollten Leute, die sich, trotz alles verfügbaren Wissens, an solchen Veranstaltungen freiwillig anstecken, ihren Anspruch auf intensive Behandlung verspielt haben, wenn der Verlauf der Krankheit sich doch schlecht entwickelt. Sie können auch einfach Globuli verabreicht bekommen, wenn sie glauben, der Virus wäre eine reine Erfindung. Ethisch ist diese Ansicht zwar nicht vertretbar, aber für Ethik interessieren sie sich auch nicht, wenn sie das Recht anderer Personen auf körperliche Unversehrtheit derart zertrampeln wollen.

Wenigstens funktioniert das WLAN im Zug heute gut, und ich habe mir Videos angeschaut, die ich länger auf meiner Liste hatte, aber für die ich bis jetzt keine Zeit gefunden hatte. Dieses Video von Arte[1,2] war nicht auf meiner Liste, sondern am rechten Rand, und ich hatte keine Ahnung, worum es ging. Ich fand diesen Beitrag beeindruckend, spiegelt es doch sehr meine derzeit pessimistische Ansicht über die Menschheit. Zitat: „[der Mensch] meint alles zu beherrschen und beherrscht nicht einmal sich selbst„. Mir scheint, als ob sich unser Planet nur auf Dauer von den menschengemachten Schäden erholen kann, wenn die Menscheit vernichtet wird, ob aus eigener Schuld oder durch externe Ereignisse. Nachdem ich auch dieses Video[1,3] vor einigen Tagen gesehen habe, denke ich, wir werden es schon selber schaffen. Ich bin deswegen doch recht froh, dass uns das Elternsein erspart geblieben ist.

[1] Unbezahlte Werbung, da Namensnennung und/oder Verlinkung. Edit vom 03.06.2021: Das Video ist eh nicht mehr aufrufbar, weil Arte gerne Videos auf YouTube nach einiger Zeit löscht und neu hoch lädt. Was ich daraus lerne: Verlinke nie wieder ein Arte-Video von YouTube.

[2] Titel der Doku: „Eine überschätzte Spezies“.

[3] Es ging um gesundheitliche Probleme, die durch den unbedachten Einsatz von neuen synthetischen Molekülen im alltäglichen Leben verursacht werden.


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Ab nach Frankfurt

Wie mittlerweile jedes Jahr.

Der Ehemann ist schon gestern abgereist. Nach Berlin. Sein Vater traut sich nicht mehr, eine lange Reise mit Gepäck alleine zu unternehmen. Ihm geht’s mit dem Alter nicht mehr so gut. Der Ehemann holt ihn also ab. Die Beiden fahren mit der Bahn zusammen nach Frankfurt.

Ich habe mich heute recht früh auf den Weg zum Münchner Hauptbahnhof gemacht. Mein ursprünglicher Plan war, die Zeit in der DB-Lounge zu verbringen, bis der Zug los fährt. Ich habe viel Wartezeit eingeplant, weil man nie weiß, was mit der S-Bahn alles schief gehen kann. Wie Ute mir erzählte, selbst mit einer Stunde Puffer ist es hier möglich, seinen Anschluss zu verpassen. Es ist ihr mal auf dem Weg in den Urlaub passiert. Die S-Bahn blieb einfach so zwischen zwei Bahnhöfen stehen und nichts mehr ging.

Am Eingang der Lounge bin ich darüber informiert worden, dass ich mit meiner Sparpreisfahrkarte für die erste Klasse nicht mehr rein darf. Dass es bei Supersparpreis der Fall ist, wusste ich schon. Diese weitere Einschränkung ist mir neu. „Es ist aber schon seit September bekannt“, sagt mir die Frau, immerhin freundlich, als sie mir den Zettel mit den geänderten Nutzungsbedingungen der Lounge reicht. Drin steht, seit dem 15. Dezember ist es so. „Es steht ganz dick draußen“, fügt sie hinzu. Bei meinem letzten Besuch Anfang November war es mir nicht aufgefallen. Dem Ehemann auch nicht. Weil ich ihn nach dem Verlassen der Lounge informiert habe, und er genau so überrascht reagiert hat. Daran merkt man, Plakate sind als Informationsmaterial längst nicht mehr effektiv. Es gibt viel zu viel Werbung überall, man nimmt nichts mehr wahr.

Die Frau wollte mich aus Kulanz trotzdem in die Lounge rein lassen, aber ich konnte von oben sehen, dass mein Zug schon am Gleis stand, und bin dahin gelatscht. Und gelatscht. Und gelatscht. Die Fahrkarte hatte mir der Ehemann schon vor einigen Wochen besorgt. Drauf stand meine Reservierung. Wagen 28. Ich schaue auf dem Plan am Bahnsteig: Abschnitt G oder H. Ganz weit vorne. Ich habe Zeit und laufe hin. Es sind zwei Zugteile. Ganz vorne trägt der Zugteil meine ICE Nummer. So weit so gut. Ich laufe bis zum allerersten Wagen und finde den Wagen 28 nicht. Die einzigen Wagen der ersten Klasse sind 38 und 39. Menno. Ich prüfe meine Fahrkarte: Immer noch Wagen 28. Ich laufe zurück, aber der zweite Zugteil trägt eine ganz andere Nummer. Ich laufe wieder nach vorne und entdecke einen getarnten DB-Mitarbeiter. Unter seiner Jacke habe ich das DB-Logo gesehen. Ich frage ihn, und er zeigt mir den Weg ganz vorne, wo ich ursprünglich war. „Aber dort stand 38“, sage ich ihm. Ich laufe trotzdem zurück und sehe, die Nummer wurden geändert. Jetzt ist mein Wagen da. Nach fünf Minuten Wartezeit werden die Türe entriegelt, und ich steige ein, eine Viertelstunde vor Abfahrzeit. Gemütlich.

Wir erreichen Frankfurt pünktlich und ohne Unannehmlichkeit.

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Kein Wochenplan, KW18

Seit halb elf sitze ich im Zug zurück nach München. Zeit, meinen nicht so wöchentlichen kulinarischen Rückblick zu verfassen.

Ich denke jetzt dran, weil ich gerade gegessen habe. Ein sehr mäßiges Hähnchen-Sweet-Chili Sandwich. Den habe ich mir selber geholt, weil, obwohl ich in 1. Klasse sitze, bisher niemand bei uns für Bestellungen erschienen war, und ich hatte einen riesigen Hunger. Warum habe ich mir eigentlich kein leckeres Sandwich an der S-Bahn-Station gekauft? Ich hatte Zeit, in Friedenau, und die Auswahl ist dort im Shop am Gleis doch viel ansprechender als im Zug. 12:10 trinke ich aus der ebenfalls im Bistrowagen erworbenen Apfelschorle-Flasche, als eine DB-Mitarbeiterin vom Bistro zu unserem Abteil kommt. Zu spät. Mein Nachbar bestellt sich ein Cappuccino. Um 12:45 hat er sich gerade zum schlafen bequem gemacht, als die Frau ihm sein Cappuccino bringt. Geduld muss man haben, heute. Scheinbar ist der Zug sehr ausgelastet. Und das, bei den horrenden Preisen. Ich meine, die Strecke ist noch teurer geworden, seitdem ich nicht mehr pendeln muss.

Der letzte Wochenplan war schon vor einem Monat. Klar, die Woche danach war ich drei Tage lang auf Dienstreise, ein Wochenplan hätte sich nicht gelohnt, dann war Ostern, Tim war eh aus Elternzeit zurück und ich wollte mittags mit ihm essen gehen, und da wir am Osterwochenende unterwegs waren, haben wir auf dem Markt nicht einkaufen können. Diese Woche hatte ich mir Montag und Dienstag frei genommen, und der Ehemann ist schon am Donnerstag nach Berlin gefahren, wo wir am Wochenende auf eine Feier eingeladen wurden. Also wieder kein Wochenplan. Immerhin haben wir gekocht. Ohne Plan, wir hatten nach Lust und Laune am Markt eingekauft.

Für Samstagabend habe ich uns Spargelrisotto mit grünem Spargel gemacht.

Unser Sonntagsmenü war großartig. Da ich einen großen Bund Radieschen zum Naschen gekauft hatte und die Blätter so toll aussahen, ist mir in den Kopf gekommen, eine Radieschenblättersuppe als Vorspeise zu machen. Der Ehemann ist unser Fleischexpert und hat eine Entenbrust zubereitet. Bei 300 Gramm reicht ein Stück für zwei Personen. Dazu gab’s grüne Bohnen. Und ein Stück Rhabarber-Blechkuchen als Nachtisch.

Am Dienstag habe ich mich erstmalig ans Rezept von Senfeiern mit Kartoffelpüree gewagt. Ein Stück Berlin auf dem Teller. Der Ehemann war begeistert, aber das Rezept war viel zu viel (ja, ich hatte für zwei Personen umgerechnet). Ich meine, die geben ein ganzes Kilogramm Kartoffeln für vier Personen an! 250 g pro Person! Ich hätte auch mein Gehirn einschalten können.

Für Mittwochabend gab es die zweite Entenbrust, asiatisch, spontan zusammen gereimt. Der Ehemann hat das Fleisch zubereitet, ich habe das Gemüse (rote Paprika, Möhren, Soja- und Bambussprossen) in der Pfanne angebraten. Mit Reis dazu. Eine Portion konnte ich mir für die Mittagspause am Donnerstag sichern, was schwer war, da es so gemundet hat. Ein Rezept muss noch her.

Am Donnerstagabend habe ich mir eine Omelette mit grünem Spargel und Tomaten zubereitet. Die Idee war natürlich, die Hälfte davon für die Mittagspause am Freitag mitzunehmen, aber dadurch, dass ich am Morgen schon an meine Wahlbenachrichtigung denken musste, um Briefwahlunterlagen am Rathaus abholen zu gehen, ist die Omelette im Kühlschrank vergessen worden. Am Freitagabend hat sie auch geschmeckt.


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Ab in den Urlaub

Ich sitze in dem Zug nach Frankfurt, zur Familie vom Ehemann. Die BahnCard hat sich noch gelohnt. Wir sind kurz vor Neustadt an der Aisch und es schüttet wie aus Eimern. Ich fühle mich nicht besonders gut, was an den Sturm von heute Nacht liegt. Ständig bin ich aufgewacht, obwohl ich sehr müde und mit Migräne ins Bett gegangen war. Der Wind war so stark, dass ich dachte, ein Flugzeug würde übers Haus fliegen. Wir wohnen nicht weit vom Flughafen Oberpfaffenhofen, wobei man eigentlich kaum etwas fliegen hört. Aber nein, es war der Wind. Um halb sechs bin ich zuletzt aufgewacht, und ich konnte nicht mehr einschlafen. Zum Glück gab es keine Auswirkung vom Unwetter auf meine Bahn-Strecke.

Wenigstens konnte ich noch die Jahresplaner fertig stellen, bevor ich die Wohnung heute morgen verlassen habe. Und ich habe daran gedacht, sie in den Koffer zu packen. Das wär’s noch gewesen. War das vielleicht ein Stress! Hätte ich gewusst, was für ein Aufwand das ist, hätte ich doch etwas anderes als Weihnachtsgeschenk gemacht. Für eine Person geht’s, aber nicht für vier. Der Ehemann ist zuversichtlich, dass es gut ankommen wird. Das will ich hoffen.

Der Ehemann ist auch mit der Bahn nach Frankfurt unterwegs, aber er ist vorher nach Berlin gefahren, um mit seinem Vater zu reisen. In seinem Alter traut er sich nicht mehr, mit Gepäck alleine zu reisen. Alles ist ihm umständlich geworden. Da der Ehemann arbeitslos ist, hat er Zeit. Bewerbungen hat er schon viele geschrieben, seit der Ankündigung seiner Entlassung vor fünf Wochen. Ein Vorstellungsgespräch gab es auch, letzte Woche. So richtig scheint es aber nicht zu passen. Nach Weihnachten tut sich wahrscheinlich mehr.

In Würzburg scheint jetzt die Sonne. Die Fahrt läuft sehr angenehm, was am Komfort der ersten Klasse liegt. Einmal erste Klasse gefahren, nie wieder zweite Klasse fahren, sage ich. Für unsere Verbindung wurde empfohlen, Sitzplätze zu reservieren, aber bei uns sind noch Sitzplätze frei. Der Reisebegleiter hat mir einen tollen Kaffee am Anfang der Fahrt gebracht. Internet funktioniert. Wir sind pünktlich. Ich weiß seit Kurzem, dass alles unter sechs Minuten Verspätung für die Deutsche Bahn als pünktlich gilt, aber wir sind wirklich wirklich pünktlich. Wir waren es zwischendurch nicht, jetzt doch wieder.

Am anderen Tisch neben mir sitzt eine junge amerikanische Familie mit Säugling, auf dem Weg zum Flughafen. Zufällig hat eine andere Amerikanerin den Sitzplatz ihnen gegenüber am Tisch gebucht, und seit München sind sie nur am quatschen. Ununterbrochen. Für mich als Sozialmuffel sehr bewunderswert. Ich kann es nicht, so lange über so viele Sachen diskutieren. Vielleicht kommt es, wenn man ständig ein Säugling an der Brust hängen hat und nichts anderes machen kann.

Ich freue mich auf die nächsten stressfreien Tage. Gut, so stressfrei ist es bei Weihnachtsbesuchen nie, aber endlich mal vom Job auszuschalten ist toll.


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Wochenende in Lindau

Eine Woche vor Adventsbeginn hat schon der Weihnachtsmarkt in Lindau angefangen. Ein guter Grund, endlich diese Stadt zu besuchen. Der Ehemann war in einem früherem Job nach Lindau geschickt worden und seitdem wollte er unbedingt ein Wochenende mit mir dort verbringen.

Am besten erreicht man Lindau mit dem Zug. Daher wollte der Ehemann, dass ich die Sache mit meiner BahnCard regle. Am Ende sind wir nicht mal mit der Deutschen Bahn gefahren, sondern mit Alex. Man fühlt sich wie in die Vergangenheit zurück geschickt. Ich erinnere mich, 2001 in so einem Zug gefahren zu sein, auf dem Weg nach Bayreuth. Alex hat die alten Züge der Deutschen Bahn übernommen, und man merkt, wie sie nicht mehr zeitgemäß sind. Zu klein für die Anzahl an Personen die mitreisen wollen. In München ging’s, aber der Zug ist schnell an seine Kapazitäten gestoßen. Bei dem lächerlich niedrigen Preis wundert es mich trotzdem, dass nicht mehr Leute mitgefahren sind. Vielleicht liegt es an der Unbequemlichkeit, es hat ziemlich gewackelt. Ich würde nicht unbedingt mit den Zügen nochmal fahren wollen.

Das Hotel lag praktischerweise direkt gegenüber vom Bahnhof, und da unser Zimmer bereit war, konnten wir unsere Taschen drin lassen, bevor wir in die Stadt spazieren gegangen sind. Mit dem Wetter hatten wir Glück. Wir haben die westliche Seite der Insel besucht und sind durch Straßen östlich vom Bahnhof geschlendert, bevor wir bei Einbruch der Dunkelheit zum Weihnachtsmarkt gegangen sind. Flammlachs hatte ich noch nie gesehen, und natürlich musste ich probieren. Voll lecker! Es wurde uns kalt, und wir haben den Rest des Nachmittages im Spa-Bereich vom Hotel verbracht, bevor wir zum Restaurant gegangen sind. Ich hatte leider Kopfschmerze und konnte den Abend nicht so richtig genießen.

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Der Sonntag hat mit Nebel angefangen. Lange hat es nicht gedauert, und mir war es sogar in der Sonne am Hafen zu warm, in meinem Mantel. Wir haben den Rest der Insel besucht und sind zum Schluss zurück zum Weihnachtsmarkt gegangen. Der Glühwein hätte nicht sein müssen, ich habe direkt danach wieder Kopfschmerze bekommen. Die habe ich im Zug nach Hause versucht weg zu schlafen, was mir nicht ganz gelungen ist. Trotzdem war es ein schönes Wochenende.

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Das Wochenende in Bildern

Das Wochenende hat mit einem Besuch beim Pasinger Viktualienmarkt angefangen, wie inzwischen jedes Wochenende. Zuerst ein leckeres Frühstück bei Banandi’s Deli[1,2]. Fantastisch leckere Brotscheiben mit Avocado-Frischkäse-Aufstrich, ein Traum, der Tag kann kaum besser anfangen. Gefrühstückt haben wir draußen. Frisch und regnerisch, aber die Terrasse ist überdacht.

Nach dem Einkauf sind wir zurück nach Hause gefahren. Mit der S-Bahn, und ich habe mich darüber geärgert, dass es schön wieder am Wochenende Fahrplanänderungen wegen Bauarbeiten gibt. Die Stammstrecke war teilweise gesperrt. Zu Hause merkt man in den Abfahrzeiten keinen Unterschied, aber in Pasing fahren die Züge fünf Minuten früher als sonst (und von einem anderen Gleis aus), weil sie direkt danach in Westkreuz aus irgendeinem schleierhaften Grund fünf Minuten stehen bleiben. Sprich: Wir haben die S8 am Gleis weg fahren gesehen und durften ganze fünfundzwanzig Minuten auf die nächste S8 warten, weil die mit fünf Minuten Verspätung angekommen ist. Dieses eine Mal wo wir ausnahmsweise S-Bahn statt Auto zum Markt gefahren sind, weil es für die Strecke „zeitlich nichts bringt“, Auto zu fahren! Wir vergeuden viel zu viel Zeit im ÖPNV.

Das Wetter war den ganzen Tag sehr naß und wir sind zu Hause geblieben. Ich habe gebacken.

Heute bin ich viel zu früh aufgewacht. Kurz nach sechs. Ich habe mich am Rechner beschäftigt, bis der Ehemann aufgestanden ist. Das Frühstück war klasse, da wir gestern noch kurz beim orientalischen Pasinger Frischemarkt[2] waren, und ich Rosenkonfitüre gekauft habe. In Berlin hatte ich vergeblich danach gesucht und ich war gestern überglücklich, welche gefunden zu haben. Auf Fladenbrot mit Salzbutter, hmm…

Da es immer noch geregnet hat, bin ich zurück zum Rechner gegangen. Ich habe mich in letzter Zeit mit vielen Online-Kursen beschäftigt. Unter anderen habe ich mir jetzt dank openHPI Kenntnisse in der Programmiersprache Ruby angeeignet. Ruby ist… Komisch. Man kann ganz schnell und kompakt Code schreiben, wofür man in anderen Sprachen mehrere Zeilen benötigen würde, aber die Denkweise liegt mir nicht. Meine Lieblingssprache wird es nicht. Ich habe heute die Abschlussprüfungen geschrieben.

Nachmittags ist mir die Decke auf den Kopf gefallen. Obwohl es immer noch kalt und regnerisch war, bin ich für einen Spaziergang raus gegangen, während der Ehemann seine Unterlagen für unseren Steuerberater zusammen suchen musste. In Richtung Sankt Gilgen, an Feldern vorbei… Die Bauarbeiten an der Kreuzung am Bahnhof Neugilching dauern seit mindestens vier Monaten, und ich sehe seitdem überhaupt keinen Fortschritt. Der Ehemann ist der Meinung, dass viele Baustellen in der Gegend nicht voran kommen, weil es an Geld fehlt.

Den Spaziergang habe ich kurz gehalten, da ich feststellen musste, dass meine Regenjacke dringend neu imprägniert werden muss, und meine Hose schnell durchnässt und eisig wurde. Eigentlich hatte ich mir im Sommer einen Regenponcho für das Freiluftkino besorgt, warum bin ich nicht auf die Idee gekommen, ihn anzuziehen?

Abends habe ich wieder gekocht. Die Pastinaken-Suppe (ohne Speck), mit ein bisschen vom Schinken-Karotten-Cake von gestern. Beim Pürieren von der Suppe ist mir eine kochende Blase in dem Topf hochgekommen und hat so an der Oberfläche explodiert, dass ein Tropf auf meinem Daumen gelandet ist. Das hat sau weh getan, und tut es immer noch. Jetzt habe ich eine dicke Blase.

[1] Anmerkung vom 04.10.2019: Leider hat das Café im Sommer endgültig geschlossen…

[2] Unbezahlte Werbung, da Verlinkung.


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