Traum am Samstagvormittag

Es war ein sonniger Vormittag. Der Ehemann und ich haben beschlossen, bei einer uns noch unbekannten kleinen Bäckerei zu frühstücken. Als wir ankamen, war aber niemand hinter der Theke. Außer uns war überhaupt niemand im Laden. Wir haben gestanden und gewartet, bis eine andere Kundin herein kam und den Ehemann grob schubste, um sich vorzudrängeln. Ich habe protestiert, aber die Frau hat es einfach ignoriert und sich noch ungefragt zu uns hingesessen, als das Warten zu lange wurde, obwohl andere Tische frei waren.

Wir saßen zu zweit an einem Holztisch in einem kleinen Biergarten. Es war sonnig. Der Ehemann wollte zur Toilette und meinte, er würde sich auf dem Weg dahin noch ein Bier bestellen. Bevor er zurück kam, brachte ein Kellner eine Cranberry-Schorle zu unserem Tisch. „Mein Mann wollte doch ein Bier“, sagte ich. „Bier haben wir leider nicht mehr“, antwortete der Kellner. Als er weg ging, kamen neue Leute an, die sich an einen Nachbartisch hinsetzen wollten. Der Kellner sagte ihnen, sie müssten weg von hier, weil es zu viele Gäste gäbe, er käme nicht mehr dazu, sie alle zu bedienen. Die Leute haben den Biergarten beleidigt verlassen. Der Ehemann kam zurück und wunderte sich über die Schorle. Die wollte er nicht haben. Bevor wir gingen, sollte ich doch zur Toilette, meinte er, es wäre hübsch angerichtet. Ich ging, konnte die richtige Tür hinter der Bar aber nicht finden. Es gab viele ganz kleine Türe, durch die eine erwachsene Person unmöglich gehen konnte. Als ich die paar Stufen runter zur Bar ging, um zurück nach draußen zu gehen, bin ich ausgerutcht. Statt aber auf dem Rücken zu landen, habe ich angefangen in der Luft zu schweben. Wie geil ist das denn?

Ich bin aufgewacht. Menno, gerade als es interessant wurde! Der Ehemann lag wach neben mir und ich habe ihm meinen Traum erzählt.

Wir gingen eine Straße entlang in der Stadt. Wir waren gerade bei einer Tram-Haltestelle. Rechts Schienen, links Schienen. Vereinzelte Autos fuhren an uns vorbei. Es war ein sehr ruhiger Sommertag. Die Sonne schien, der Himmel war blau. Auf einmal sah ich einen riesigen Greifvogel weit über uns kreisen. Ich zeigte ihn dem Ehemann, der mit seiner Kamera begeistert anfing, wild zu fotografieren. Als der Vogel näher kam, wurde er größer und größer. Er landete hinter der Haltestelle und als seine Flügel noch breit gestreckt waren, konnte ich sehen, dass seine ganze Brust voll mit Krallen bedeckt war. Der Vogel stand da, fast ganz schwarz, und war so groß wie ein Mann. Mir wurde es zu unheimlich und ich lief davon, während der Ehemann noch fotografierte.

Ich ging die Straße weiter hoch, als eine große Katze mich überholte. „Och, Katze, süß“, dachte ich zuerst, bevor ich merkte, dass sie völlig aufgeregt war. Sie fauchte und grollte, was das Zeug hielt, und rennte weiter weg. Ich folgte ihr und kam zu drei anderen kampfbereiten großen Katzen, zu denen die, die mich überholt hatte, sich zugesellte. Vorsichtshalber bin ich zur anderen Straßenseite gegangen. So ein Verhalten kannte ich bei Katzen nicht. Mehr und mehr Katzen kamen an und plötzlich war ein großer, schwarzer und beängstigter Hund von den Bestien umgezingelt, die ihn am Kragen packten und zur Straße ziehten. Armer Hund.

Weiter bin ich gegangen. Der Ehemann kam zu mir und ich musste ihm das Geschehen mit den Katzen und dem Hund erzählen, weil er nichts davon mitbekommen hatte. Manchmal denke ich, er geht wie ein Blinder durch die Welt. Wir sind links zu einer Treppe gekommen, wo viele andere Leute waren. Unsere Gäste. Wir hatten sie zur Einweihung unserer Wohnung eingeladen. Als wir in die Wohnung rein kamen (die ich sonst im Leben gar nicht kenne), habe ich ganz schnell aufgeräumt und die Türe von Schränken geschlossen, die auf Kopfhöhe halb offen waren. Das sah so unordentlich und gefährlich aus! Die Gäste sind herein gekommen, und da wir nicht genug Platz auf der Garderobe hatten, haben sie die Schränke wieder geöffnet, um ihre Jacken an den Türen zu hängen. Einige sind sofort zur Toilette am Ende von Gang hinter mir gelaufen. Ich wollte auch hin und dachte, wie gut, dass wir eine zweite Toilette neben der Eingangstür haben. Aber dorthin wollte ebenfalls der Schwiegervater, der zu den Gästen zählte.

Das Telefon vom Ehemann hat uns vom Schlaf gerissen. Elf Uhr morgens. Unglaublich, wie lange ich geschlafen habe. Das passiert mir sonst nie.

Advertisements

Explorationstraum

Ich bin heute Nacht mehrfach aufgewacht. Wie fast jede Nacht in der neuen Wohnung. Die Heizung im Schlafzimmer macht leise Geräusche. Ich bin nicht mehr daran gewöhnt, da wir in Berlin eine ganz bequeme Fußbodenheizung mit Fernwärme haben. Jedesmal denke ich, ich brauche ewig, um wieder einzuschlafen. Das stimmt nicht. Von kurz nach vier wurde es plötzlich halb sechs. Zu früh, um schon aufzustehen. Versuche doch, weiter zu schlafen.

Ich kann nicht mehr schlafen. Doch besser aufzustehen. Ich mache die kleine Lampe neben dem Bett an, die ich am Wochenende von zu Hause mitgenommen habe. Sie ist so bequem zu bedienen, man braucht nur den Sockel anzufassen, damit sie leuchtet. Die Lampe habe ich mangels Möbel am Boden neben dem Bett gestellt. Ich finde den Sockel und berühre ihn mit den Fingern. Nichts passiert. Die Kugel der Lampe liegt abseits vom Sockel. Komisch. Ich sehe, dass die Lampe unten kleine Kontakte hat, die offensichtlich in das Gitter vom Sockel einzustecken sind. Es war mir noch nie aufgefallen, dass sie so gebaut ist! Ich stecke die Lampe wieder in den Sockel ein und berühre diesen. Die Lampe geht nicht an, dafür der Fernseher, der auf dem kleinen Tisch neben dem Bett steht. Fernseher? Kleiner Tisch? Nichts davon habe ich! Es muss ein Traum sein. Wach auf!

Ich liege im Bett. Jetzt reicht’s. Ich stehe auf und gehe zum Fenster. Dabei umgehe ich den kleinen Tisch neben dem Bett, auf dem wenigstens kein Fernseher mehr steht. Ich mache das Fenster auf. Die frische Luft wird mir mit dem vielen Schnee gut tun. Komisch, es fühlt sich doch gar nicht so kalt an. Ich stehe da in meiner Leggin und meinem waagerecht gestreiften blauen langarmigen Nachthemd, der mir doch für einen kurzen Moment ungewohnt vorkommt. So ein Nachthemd habe ich tatsächlich nicht. Vereinzelte Männer gehen auf dem verschneiten großen Platz unter mir vorbei. Wo ist denn die Schule? Ich beschließe, zur Toilette zu gehen, und nehme dabei den braunen Kleiderschrank mit Spiegel wahr, der vor der Tür steht. Ich habe doch keinen solchen Schrank! Ich vermeide den Blick in den Spiegel und versuche, den Lichtschalter vom Schlafzimmer zu tätigen. Mehrmals drücke ich ihn, aber nichts geschieht. Nicht schon wieder! Wach auf! Wach auf! Ich höre eine leise weibliche Stimme, die irgendwo schreit.

06:25. In fünf Minuten klingelt der Wecker. Ich mache die kleine Lampe an. Alles gut.

Wie ich diese Art von Träumen hasse, wo die gewohnte Umgebung verzerrt wird! Es hat etwas Gruseliges. In Träumen ist es mir sehr bewusst, daher vermeide ich es grundsätzlich, in Spiegeln zu gucken, selbst wenn es mir nicht klar ist, dass ich träume. Wer weiß, was da zurück raus guckt. Solche Explorationsträume habe ich häufig nach einem Umzug bekommen. Als ob ich das Bedürfnis hätte, meine neue Umgebung im Traum nochmal zu untersuchen.

Wie damals, als ich zurück nach Deutschland gekommen war. Knapp eine Woche nach meinem Einzug, träumte ich eines Morgens davon, wie ich mich in der Wohnung bewegte. Es war Sommer, die Wohnung hatte ganz früh Tageslicht. Nur der Lichtschalter im Flur ließt sich nicht bewegen, und ich stand da und strengte mich vergeblich an, das Licht doch anzumachen…

Sturmbedingte Migräne

Friederike habe ich nicht kommen sehen. Ich bin momentan ziemlich abgeschnitten, was Nachrichten angeht. Im Hotel hatte ich schon kaum Fernsehen geguckt. Jetzt in der neuen Wohnung habe ich noch keinen Fernseher, bis der Ehemann zuzieht, und bin froh, wenigstens das Handy zu haben, um ein bisschen surfen zu können.

So lange bin ich abends sowieso nicht dabei. Die Vermeterin war so lieb, mir eine Grundausstattung auszuleihen: Klappstuhl, kleiner Tisch, elektrisch aufblasbares Bett. Ich war am Montag mit der Isomatte und dem Schlafsack angekommen, so lässt es sich doch besser schlafen. Am Tisch mit dem Laptop zu sitzen ist aber nicht so bequem. Und kalt ist es, in der Wohnung. Ich habe eine zentrale Steuerung für die Temperatur, die ich über den Tag programmieren kann, aber wie ich inzwischen gelernt habe, ist die Temperatur im Raum drei Grad kühler als auf dem Heizkörper, und sie braucht recht lange, um abends wieder zu steigen. Ich muss zwei Stunden bevor ich ankomme auf 22°C regeln, um 19°C zu haben (18,5°C, sagt mir gerade der Thermometer). Daher war ich gestern einkaufen und habe mir zwei Leggins bei C&A besorgt. Der Onesie bei Hunkemöller kam mir übertrieben und nicht so sexy vor, aber vielleicht hätte ich doch zuschlagen sollen. Oder wenigstens bei den Hausstiefeln. Meine dicken Thermosocken über die dünneren Strumpfhosen reichen nicht. So bleibe ich jedenfalls nicht lange am Tisch und tüte mich früh in den Schlafsack ein. Vielleicht geht es besser, wenn die Wohnung möbliert wird.

Meine einzige Sorge gestern und heute morgen galt also der Kälte und dem vorgesehenen Schnee. Ich und Glätte… Es war zum Glück halb so schlimm wie befürchtet, und ich bin heil zur Arbeit angekommen. Ich konnte sogar ein bisschen das Gehen auf Glätte mit dem matschigen Schnee üben. Ich bewundere all die Leute, die auf dem nicht gefegten Bahnsteig so schnell unterwegs waren, selbst mit glatten Sohlen, und scheinbar kein Problem hatten. Mir wird schon schwindelig, wenn ich nur zusehe, wie jemand mit dem Fuß zwei Zentimeter beim Gehen rutscht… Na ja, so richtig glatt war es auch nicht, heute morgen. Was meine App nicht erwähnt hatte, war die Sturmwarnung. Windows halt, keine vernünftige App mehr…

Im Laufe des Tages ging es mir zunehmend schlechter, und ich musste drei Paracetamol-Tabletten einnehmen, ohne eine große Linderung zu spüren. Dabei hatte ich mich letzte Woche schon gewundert, dass ich in diesem Zyklus noch keine Migräne bekommen hatte und mich ausnahmsweise so lange so toll fühlte. Der Wind ist schuld, habe ich zuerst gedacht. Dass es so ein starker Sturm war, hatte ich im Büro trotz pfeifendes Windes nicht mitbekommen, bis ich die Nachrichten heute Abend gelesen habe. Kein Wunder, dass mein Kopf sich so anfühlt, als ob es explodieren möchte. Schon wieder ist es die linke Schläfe, die am stärksten schmerzt. Der Burger beim Asado auf dem Umweg nach Hause hat geholfen. Ich hoffe, dass der Sturm morgen nicht mehr so stark ist, damit ich nach Hause fahren kann. Am Abend soll die Bahn wieder funktionieren, heißt es.

Wohnungssuche in München

Darüber sollte ich ein Buch schreiben, meinte CEO#2 heute.

Am Anfang habe ich mich beschwert, dass ich keine Rückmeldung auf meine Anfragen auf Immobilienscout24 bekommen habe. Ich hatte mir eine Suche eingerichtet und alle Anbieter kontaktiert, die eine dazu passende Wohnung hatten. Mir ist inzwischen klar geworden, dass einige Makler es nicht ernst mit der angebotenen Wohnung meinen. Die Wohnungen dienen nur als Köder, um Leute dazu zu bringen, sich auf die Immobilienportale der Makler selbst anzumelden. Datenkraken.

Ich habe zwischen Weihnachten und Neujahr immerhin zwei Wohnungen besichtigt. Beide wurden nichts. Letzte Woche ging es dann aufwärts. Ich hätte mir denken können, dass man zwischen den Jahren nicht viel erwarten kann. Ein paar Absagen sind jetzt angekommen, alle für Wohnungen, die mich nicht mehr interessieren. Ich dachte zuerst, ich nehme eine kleine Wohnung bis der Ehemann kommt, und danach suchen wir eine Größere für uns beide. Jetzt suche ich von vorne rein eine größere Wohnung. Den Stress will ich mir nicht zweimal antun.

Für die Wohnung von Dienstag habe ich nichts gehört. Vermutlich denkt der Makler, wenn ich nicht nachfrage, bin ich nicht interessiert. Ich habe nicht abgesagt, weil ich dachte, besser die Wohnung nehmen als gar nichts haben, sollte sie doch länger verfügbar bleiben.

Am Donnerstag hatte ich einen vierten Termin. Eine Stunde Fahrt von der Arbeit. Die Wohnung hat mir sehr gut gefallen. Ich war aber nicht die einzige Interessentin. Ich habe ein bisschen mit einem Inder gequatscht, der von einer Hilfsperson begleitet war und der mir sympatisch vorkam. IT-Ingenieur, spricht noch kein Deutsch, seit drei Monaten in München. Immer noch keine Wohnung gefunden. Er wartet darauf, um endlich seine Familie bei sich zu haben. Autsch, wie lange werde ich noch warten müssen? Ich fange erst jetzt richtig an zu suchen.

Am Freitagnachmittag gab es zwei neue Termine. Die erste Wohnung liegt ebenfalls eine Stunde von der Arbeit entfernt. So südlich, dass es nicht mehr München ist. Es wäre nicht weit, bis zu den Seen und Bergen. Als ich die Wohnung betreten habe, hat sie mir den Atem beraubt. Wie schön! Auf zwei Etagen verteilt, unter dem Dach, mit Balkon vor der Küche. Die Eigentümer, die selber drin gewohnt haben, haben praktische Aufräummöglichkeiten unter den Dachschrägen gelassen. Ich habe mich auf der Stelle völlig verliebt. Dazu kommt, dass es keine Einbauküche gibt. Wir könnten unsere problemlos mitbringen. Der Preis ist höher, aber für so eine Wohnung lohnt es sich. Wir würden nicht so schnell ausziehen wollen, und der Ehemann kann bestimmt damit rechnen, in München besser als in Berlin zu verdienen. Es wird schon. Ob die Maklerin und die Eigentümer auch davon überzeugt sind? Immerhin beträgt die Miete die Hälfte meines Nettogehalts. Es heißt, über ein Drittel sollte es nicht werden. Aber ab einem bestimmten Gehalt bleibt trotzdem immer noch genug übrig, um gut leben zu können. Und das Gehalt vom Ehemann kommt dazu, und unsere Wohnung in Berlin werden wir vermieten können, da bin ich mir ganz sicher. Schön war auf jeden Fall, dass sich die Frau der Agentur so viel Zeit genommen hat, um Einzeltermine anzubieten. So konnte ich in Ruhe staunen.

Die zweite Wohnung am Freitag hat mir wiederum gar nicht gefallen. Mit der Raumteilung wirkte sie sehr unbequem. Direkt nach der Eingangstür kommt man ins riesige Wohnzimmer, das sich verwinkelt über die Breite der Wohnung erstreckt. Ich habe mich schon beim Eintreten unwohl gefühlt. Kein gemütlicher Eingangsbereich. Das Schlafzimmer ist riesig lang, und ich könnte mir nicht vorstellen, drin gut schlafen zu können. Viel zu groß. Dafür gibt es ein kleineres Kinder- oder Arbeitzimmer, das direkt am Treppenhaus liegt, also ungeeignet, um selber drin zu schlafen, und das man durch eine Wand in zwei teilen könnte, erzählte stolz der Makler. Die Fenster sind alle sehr breit aber nicht hoch. Und es gibt eine Einbauküche, die man nicht raus nehmen darf. Dafür, dass die Wohnung viel näher zur Arbeit liegt, bräuchte ich eine halbe Stunde ÖPNV, mit einem Bus pro Stunde. Nee, sie kann nicht ernsthaft in Frage kommen, obwohl sie günstiger ist. Aber doch besser als gar nichts. Ich habe meine Bewerbungsunterlagen hinterlassen.

Am Samstag konnte ich gemeinsam mit dem Ehemann zur siebten Wohnung fahren. Sie ist schön, wenn auch nichts Besonderes. Nach der ersten Wohnung am Freitag war es schwer, mich für normalere Wohnungen zu begeistern. Die Eigentümer sind sehr nett und haben sich die Mühe gemacht, einen Termin extra für uns anzubieten, weil ich am ursprünglich vorgesehenen Termin nicht anwesend sein konnte. Sie melden sich, sobald der geplante Termin statt gefunden hat.

Am frühen Sonntagnachmittag hätte es einen achten Termin geben sollen. Die Vermieter, ein Paar, hatten mich am Freitag angerufen, als ich unterwegs zur ersten Wohnung war. Ob ich reden könnte, wollte der Mann wissen. „Ja,“ habe ich gesagt. „Ich bin unterwegs“. Es wäre blöd, mit dem Handy. Gäbe es keine Festnetznummer, unter der ich angerufen werden könnte? „Ich bin unterwegs“, habe ich wiederholt. „Draußen.“ Der Mann sagte, ich könnte mir am Sonntag um zwei die Wohnung anschauen. „Geht nicht, ich habe schon am Sonntag um zwei einen Termin. Ginge es um zwölf?“ Nein, aber um eins könnten die Vermieter da sein. Sie kommen aus Regensburg, früher ginge es nicht. Um eins hätte ich aber unmöglich Zeit, die Wohnung ausführlich zu besichtigen und pünktlich zu meinem schon länger geplanten Termin mit ÖPNV zu fahren, habe ich erklärt. Wo müsste ich denn hin, wollte der Mann wissen. „Ach, bis dahin brauchen Sie nur eine Viertelstunde, Frau Doktor“, meinte er dann, als ich seine Neugier gestillt habe. Wie hat es mich genervt, dass er mich bei jedem Satz bei Namen mit Frau Doktor angesprochen hat! „Na gut, wenn es stimmt, nehme ich den Termin an.“ Unterwegs beim Telefonieren konnte ich es schlecht prüfen, ich hätte das Handy dafür nutzen müssen. Es gäbe aber einige Sachen, die in meiner schon geschickten Selbstauskunft korrigiert werden müssten, sagte der Mann. Da ich inzwischen zu meinem Termin angekommen war, habe ich ihn darum gebeten, mich eine halbe Stunde später zurück zu rufen.

In der Zwischenzeit hatte ich mich in die Traumwohnung verliebt… Der Rückruf kam. „Kann ich Sie auf eine Festnetznummer anrufen, Frau Doktor?“ „Ich bin immer noch unterwegs!“ Wie blöd kann man denn sein… Ob ich schreiben könnte? „Ich bin unterwegs!“ Unterwegs zu meinem zweiten Termin. „Wie unterwegs? Mit dem Auto?“ meinte er. Er klang dabei ein bisschen frech, als ob er sich noch über mich lustig machen wollte. „Nein, zu Fuß, auf dem Weg zur S-Bahn. Worum geht es denn?“ Also, ich hätte in der Selbstauskunft die Liste der Kinder leer gelassen. Hätte ich denn keine Kinder? „Nein.“ „Dann streichen Sie es bitte durch, damit ich es verstehe, Frau Doktor,“ verlangte er. Auch für die Frage über eventuelle andere Personen, die zum Aushalt gehören würden, und viele andere belangslosen Kleinigkeiten… Niemand hat sich je so penibel bei einer Selbstauskunft verhalten. Wenn ich das Kätschen „keine Kinder“ ankreuze, warum soll ich irgendwas in der Liste drunter schreiben? Ist doch klar… Als ich später feststellen konnte, dass ich mindestens fünfzig Minuten von einem Termin zum anderen brauchte, habe ich dem Paar abgesagt. Ohne Reue. Wenn sie sich schon so blöd anstellen, will ich nicht wissen, wie ein Mieter-Vermieter-Verhältnis aussehen würde.

Am Sonntagnachmittag kam deshalb erst der bisher achte Termin zustande. Sammeltermin. Wie am Tag davor, nette Leute, schöne Wohnung, nichts besonderes, groß genug, aber arg kleine Küche, unsere Küchenmöbel passen niemals rein. Unterlagen wurden trotzdem hinterlassen.

Ich habe am Abend weitere Kontaktanfragen über Immobilienscout24 geschickt. Prompt kam eine Antwort zurück, mit der Bitte, eine angehängte Excel-Tabelle auszufüllen:

Ich möchte Sie darum bitten, den angehängten Fragebogen auszufüllen und mir kurzfristig per E-Mail zurückzusenden. Entschuldigen Sie bitte, wenn Sie hier Informationen angeben sollen, die Sie mir ggf. bereits bei Ihrer Kontaktaufnahme genannt haben. Durch die Nutzung der Excel-Datei kann ich jedoch die Informationen der Interessenten besser konsolidieren.

Im nächsten Schritt könnte ich Ihnen einen Besichtigungstermin am Samstag (13.01.2018) in der Zeit von 10:00 bis 16:40 Uhr anbieten. Ich führe mit jedem Interessenten ein Einzelgespräch. Planen Sie hierfür ca. 20 Minuten ein. Hätten Sie Zeit? Ich würde Ihnen zeitnah einen Termin bestätigen.

Sie müssen im Vorfeld auf keinen Fall finanzielle und weitere persönliche Daten preisgeben. Dies erfolgt erst durch das Ausfüllen einer Mieterselbstauskunft nach der Wohnungsbesichtigung, wenn sich Ihr Interesse bestätigt.

Ist der Mann ernsthaft naiv, oder handelt es sich um einen Infizierungsversuch? Das kennt man schon lange von „Bewerbern“ auf Stellenangeboten, die Viren als Anhang in ihren Unterlagen verstecken. Und wie kann man davon ausgehen, dass Bewerber für eine Mietwohnung privat Microsoft Office installiert haben? Ich habe nicht geantwortet. Die Wohnung liegt eh eine Stunde von der Arbeit entfernt und sah von weitem nicht so schön wie die Traumwohnung von Freitag aus. Seufz…

Gestern kam ein Anruf von der Makleragentur für die zweite Wohnung am Freitag. Die merkwürdige, ungemütlich verteilte Wohnung, bei der mich der Eindruck nicht verlässt, dass sie ursprünglich für gewerbliche Zwecke gebaut wurde, und ohne Verstand als Wohnung versucht wurde umzubauen. Ich wäre die glückliche Auserwählte. Ob ich noch Interesse hätte? „Äh… Ich muss mit meinem Mann reden… Wie lange können wir es uns überlegen?“ wollte ich wissen, um Zeit zu gewinnen. „Morgen mittag wollen wir den anderen Bewerbern eine Antwort geben.“ Ich habe sofort eine Email zur Agentur#1 für die Traumwohnung geschickt. Ich hatte schon in der Danke-Email betont, wie sehr ich die Wohnung mochte. Ob sie mir zeitnah sagen könnte, wie es mit der Entscheidung aussähe? Am Abend kam eine Email vom Leiter der Agentur#2 persönlich an.

Wie mein Kollege Ihnen bereits mitteilte würden wir uns freuen, wenn Sie sich für die Wohnung entscheiden würden.

Wir haben noch weitere Interessenten, welchen wir morgen Mittag gerne zu oder absagen würden.

Nachdem Sie allerdings unsere „Favoriten“ sind, würden wir uns über ein positives Feedback freuen.

Na ja, wenn ich mich an die Mitinteressenten erinnere, kann ich mir nicht vorstellen, dass sie hoch auf der Warteliste stehen. Als sie (verspätet) herein gekommen sind, war mein ersten Gedanke, „Ach du Scheiße!“ Der zweite: „Haben die sich verlaufen? Was haben die hier zu suchen?“ Der Mann, mitte fünfzig, hochnäsig, im dunklen Anzug, mit den halbgrauen Haaren voll mit Gel nach hinten gekämmt (Würg!), der mich zuerst für eine Mitarbeiterin der Makleragentur gehalten und mir die Hand gestreckt hat. Die Frau, wie man so viele im Fitness-Studio sieht, vollgeschminkt, blond mit einem langen, strengen, hoch gezogenen Pferdeschwanz, um die Wangen noch dünner erscheinen zu lassen, als sie es schon sind, die mit ihren hohen Absätzen auf dem Parkettboden und dem Mini-Dackel an der Leine ging. Mein dritter Gedanke: „Da haben sich zwei super Narzissten gefunden.“ Dazu hatten sie ein frisches Säugling dabei, was in sich erstmal schön ist, aber die Art, wie die Frau es in seinem Babykorb mitten im Wohnzimmer gelassen und gar nicht mehr beachtet hat… Wie ein Objekt, das man zur Schau rum trägt. Mein vierter Gedanke: „Wo hat sie es denn gekauft? Hat sie es geliehen bekommen?“ Es kam mir völlig unnatürlich vor, wie wenig sie sich für das anscheinend gerade geborene Säugling interessiert hat. Als es irgendwann anfing zu weinen (ja, wirklich ganz frisch), hat der Mann den Babykorb auf den Arm genommen. Warum interessieren sie sich für die Wohnung? Sie wirkten total fehl am Platz. Ja, irgendwo müssen sie auch wohnen… Oder der Mann sucht eine Wohnung für seine Geliebte, um sie zu unterhalten… Als wir den Keller besichtigt haben, der genau so groß wie unser aktueller Wohnzimmer in Berlin ist, meinte der Mann, man könnte daraus ein Kinderzimmer machen. Lustig ist anders. Also, als Maklerin oder Eigentümerin würde ich denen keine Wohnung vermieten wollen.

Heute kurz vor der Mittagspause hatte ich noch nichts von Agentur#1 gehört. Schweres Herzens habe ich der blöden Wohnung von Agentur#2 zugesagt. Besser als nichts, und wir könnten ja immer noch umziehen. Nachmittags kam dann ein Anruf von Agentur#1. Wenn ich die Wohnung will, kann ich sie haben! Schnell Agentur#2 abgesagt. Wenn alles gut geht, unterschreibe ich am Freitag den Mietvertrag, und am Montag ziehe ich in die Traumwohnung ein. Und das nach nur zwei Wochen in München! Es ging doch viel einfacher als bei meiner Ankunft in Berlin! Ich werde zuerst ohne Möbel in der Wohnung stehen, aber egal. Ich nehme am Wochenende Schlafsäcke von zu Hause mit.

Eine Woche ist rum

Auf Arbeit ist noch nicht viel passiert. Scheinbar. Ich habe eine Aufgabe bekommen und lerne dabei viel. Ich muss mich jetzt mit Access und Visual Basic vertraut machen, um mehr Funktionalität in dem Programm von meinem Chef zu bringen. Sein Programm ist aber recht kompliziert geschrieben, und mein Chef selber kann teilweise nicht mehr nachvollziehen, warum der Code an manchen Stellen so aussieht. Wie gut, dass ich wenigstens vor fünf Jahren Grundlagen von Datenmanagement mit SQL gelernt hatte! Einiges ist noch gut genug in meinem Kopf erhalten, dass ich wenigstens die Datenbankabfragen verstehe.

Von lauter Aufregung habe ich am ersten Arbeitstag glatt vergessen, die Pille einzunehmen. Und das in der ersten Woche nach der Periode, was am gefährlichsten ist. Ich habe es am nächsten Tag gemerkt, als ein komisches Gefühl sich in meinem Bauch bemerkbar machte. Ich habe sie also mit etwa zwölf Stunden Verspätung eingenommen, und weiter gemacht wie geplant. Tja, ob ich jetzt schwanger werde? Nach all den Versuchen seit der Fehlgeburt, wo es nicht geklappt hat, wäre es ziemlich blöd, ausgerechnet jetzt, wo ich meine neue Stelle in der teuresten Stadt Deutschlands eingetreten habe. Hoffen wir, dass es nicht dazu kommt. Daraus lerne ich, es ist besser, die Pille morgens statt abends einzunehmen. Da hat man mehr Zeit, in so einem Fall wieder daran zu denken, statt gut sieben Stunden durch Schlaf zu verlieren. Als der Ehemann mich am Wochenende besucht hat, habe ich ihn darum gebeten, Kondome mitzubringen.

Es traf sich gut, dass er am Wochenende gekommen ist, denn es gab weitere Wohnungsbesichtigungen. Jetzt ist es mir aber zu spät, um darüber zu berichten. Morgen stehe ich früh auf, um die ganze Zeit nachzuholen, wo ich letzte Woche zu Besichtigungsterminen fahren musste.

Wir haben noch keine Wohnung, aber eins haben wir geschafft: Ein Jahresabo zum Deutschen Museum zu erwerben. Gar nicht so teuer: 52€, sogar für uns beide! Wir haben den ganzen Samstagnachmittag dort verbracht. Am Abend waren wir im Kino, und ich kann Loving Vincent wärmstens empfehlen. Das Wochenende haben wir heute vor dem letzten Besichtigungstermin mit einem schönen Spaziergang an der Isar abgerundet. Was nötig war, da wir es uns auch gut gehen lassen haben. Am Freitagabend hatte ich uns einen Tisch am Jagdschlössl gebucht. Ich hatte gute Kritik über ihren Fisch gelesen, und es stimmt, mein Saibling auf Kürbis-Risotto war einfach fantastisch. Nachdem der Ehemann sich heute auf dem Rückweg zum Flughafen gemacht hat, habe ich das Fitnessstudio besucht, da ich überall in Deutschland in der Kette trainieren darf. Ich war aus Zeitmangel ewig nicht mehr sportlich tätig gewesen und habe daher als Neueinstieg nicht zu viel gemacht. Vielleicht schaffe ich es, morgen zur Wassergymnastik zu gehen.

Erster Arbeitstag

Fast wäre ich ins Bett gegangen, ohne meinen ersten Arbeitstag in München in meinem Tagebuch fest zu halten.

Viel gibt es eigentlich nicht zu berichten. Die meisten neuen Kollegen sind noch im Urlaub. Ich habe vormittags kurz mit dem Chef und Tim, meinem Zimmerkollegen, Kaffee getrunken, und danach haben wir meinen Arbeitsplatz fertig eingerichtet. Ich habe mich ein bisschen eingearbeitet. Die richtige Arbeit fängt noch nicht an. Morgen haben wir eine längere Diskussion, um meine Tätigkeiten besser zu planen. Ich habe immer noch die Sorge, dass mein Chef viel höhere Erwartungen an mich hat, als was ich wirklich bringen kann. Ich muss mich daran erinnern, wie erstaunlich schnell ich doch in meiner letzten Stelle produktiv werden konnte, obwohl ich bei meiner Anstellung noch nicht mal mit Python programmieren konnte.

Vor der Arbeit bin ich mit dem Ehemann zu einer Wohnungsbesichtigung gefahren. Die Wohnung ist toll, hat leider keine Tiefgarage, und schon eine Einbauküche. Da unsere Küche recht hochwertig ist, aus Massivholz und Granit, wollen wir sie auf jeden Fall mitnehmen können. Sie war teuer genug, wir wollen sie nicht irgendwelchen unbekannten Mietern auch nur zeitlich überlassen. Wir könnten sie auch eine Zeit lang irgendwo lagern… Diese Punkte hätten wir im Vorraus berücksichtigen können, aber der Ehemann ist auch widersprüchlich in seinen Angaben… Mal ist die Tiefgarage nur ein Wunsch, mal ist es doch sehr wichtig, dabei haben wir nicht mal ein Auto, er will nur sein Motorrad unterbringen. Wir benutzen nur das Auto vom Schwiegervater, wenn er es nicht braucht.

Was mich vor allem an der Wohnung gestört hat, ist die Lage. In sich toll. Leider an der Spitze eines Hügels, und ich kenne mich, sobald ich alleine bin und es ein bisschen glatt wird, verfalle ich in Panik. Ich bin in der Lage, einfach am Straßenrand verkrampft stehen zu bleiben und zu heulen, was für Anderen gar nicht nachvollziehbar ist. Vor allem, wenn die Straße eine Neigung hat. Ein Taxi anrufen kann ich nicht jedesmal. Der Bus, der sonst direkt vor der Haustür fährt, kommt gerade einmal pro Stunde. Wenn es mal ausfällt, was im tiefen Winter durchaus passieren kann, bin ich dann eine Stunde zu spät auf Arbeit. Oder ich müsste mir schnell ein kleines Auto zulegen. Mit Fahrstunden, da ich zuletzt vor zwanzig Jahren gefahren bin, und einer dementsprechend teuren Versicherung, und den anderen Kosten, die dazu kommen… Der Preisvorteil von der Wohnung schwindet. Wir könnten gleich mitten in München wohnen.

Ich habe also den Abend im Hotelzimmer damit verbracht, neue Anzeigen auf Immobilienscout zu suchen und Kontaktanfragen zu schicken. Bei der miesen Internetverbindung ist es kein Spaß. Vielleicht sollte ich mir ein prepaid-Stick ohne Vertrag für Internet besorgen. Mit dem Hotel bin ich insgesamt nicht wirklich zufrieden. Das Bett ist unbequem, mir tun schon die Schulter weh. Man kriegt alles mit, was in den Nachbarzimmern passiert. Wenn jemand im Klo die Spüle tätigt, macht es einen Höllenlärm. Fernseher oder Radio hören sich an, als ob sie aus dem eigenen Zimmer kämen. Die Lüftung im Badezimmer ist unglaublich laut. Und ab fünf Uhr morgens werden Mülltonnen vor meinem Fenster gerollt… Ich vermute, das ist was man bei dem Preis erwarten kann… Und sowas muss ich aushalten, solange ich keine Wohnung habe.

Ab nach München

Die Nacht war kurz. Wir haben den gestrigen Abend mit Freunden in einem Restaurant verbracht und sind noch früh nach Hause gefahren. Mit Taxi, weil Leute schon seit 18:00 am Böllern waren und ich es hasse, dabei draußen unterwegs zu sein. Ich musste sowieso meinen Koffer packen, weil wir uns Fahrkarten für einen frühen Zug nach München gebucht hatten. Um Mitternacht haben wir unter dem Glasdach vom Treppenhaus die viele Feuerwerke bewundert. Schön geschützt, warm und ohne Rauchbelästigung. Unglaublich, was da alles geknallt ist. Wie fühlen sich wohl Obdachlosen, wenn sie sehen, wieviel Geld die Leute einfach so verpulvern? Gegen 01:00 haben die Feuerwerke nachgelassen und wir haben uns ins Bett gepackt, aber einige Idioten meinten, hinter dem Haus noch dicke laute Böller bis fünf Uhr morgens anzünden zu müssen – es knallte wie Bomben. Da kann man geistig nicht mehr ganz dicht sein, wenn man so lange dran Spaß hat.

Um acht aufzustehen war also hart. Kurz geduscht, die letzten vergessenen Sachen noch eingepackt, und ab zum Bahnhof. Der Ehemann fährt mit, weil ich morgen früh, noch bevor ich den ersten Arbeitstag erlebe, einen neuen Termin für eine Wohnungsbesichtigung habe. Für die erste Wohnung, die ich am Donnerstag besucht habe, ist eine Absage gekommen. Es erleichtert mich doch, weil mir die Teilung der Räume nicht wirklich gefallen hatte. Wegen Zeitdruck hätte ich sie vermutlich angenommen, wenn die Entscheidung vom Vermieter positiv gefallen wäre, um es danach doch zu bereuen. Dem Ehemann hätte die Wohnung bestimmt nicht so gut gefallen. Am nächsten Sonntag habe ich einen anderen Besichtigungstermin. Es scheint entscheidend zu sein, so schnell wie möglich auf neue Anzeigen zu reagieren. Ich habe einen Suchagent am Laufen umd kriege Emails, wenn neue Wohnungen auf Immobilienscout angeboten werden. Die letzte zustande gekommenen Termine sind alle Wohnungen, bei denen ich sofort nach der automatischen Email eine Kontaktanfrage geschickt habe.

Ich habe mir jetzt für die nächsten zwei Wochen ein günstiges Hotelzimmer gebucht. Es kostet nicht mehr als eine Wohnung, und ich kriege Frühstück und Putzpersonal. In zwei Wochen sehe ich dann weiter, wo ich übernachte. Wenn ich die zweite Wohnung von Donnerstag bekomme, könnte ich direkt einziehen. Von der Lage her würde mir die Wohnung von morgen besser gefallen. Sie liegt in der Nähe vom Starnberger See, ist aber erst ab Februar frei. Wenigstens ist mir ein Stein vom Herzen gefallen: Die Frau von der Airbnb-Wohnung am Starnberger See hat am Ende die Buchung selber storniert, so dass mir keine Kosten entstanden sind.

Ich bin auf jeden Fall froh, dass wir uns eine BahnCard zugelegt habe, vor allem jetzt, wo die Strecke zwischen Berlin und München schneller geworden ist. BahnCard 25 für erste Klasse. Die hat sich schon mehr als gelohnt. Im Nachhinein hätten wir sogar die BahnCard 50 nehmen sollen. Ich konnte mehrmals günstig dank Sparpreis erste Klasse fahren, und da merkt man richtig den Unterschied: WLAN funktioniert einwandfrei! Das ist in zweiter Klasse meistens nur zum Verzweifeln. So kann ich meine Zeit sinnvoll nutzen und weiter nach Wohnungen suchen.

Von Wohnungssuche und Schuften

Nach einem einwöchigen Familienbesuch bei den Verwandten vom Ehemann in Hessen habe ich den heutigen Tag auf Wohnungsbesichtigungen in München verbracht. Aus allen meinen Anfragen bei Immobilienscout24 habe ich bis jetzt nur ganz wenige Antworten bekommen. Zwei davon waren Termine für Besichtigungen, die ich heute wahrnehmen konnte.

Die erste Wohnung ist in Ordnung. Der Schnitt der Zimmer ist nicht optimal, dafür liegt die Wohnung nicht weit von der Arbeit und hat einen Tiefgarageplatz, einen schönen großen Keller und einen gemütlichen, wenn auch vollen, abgeschlossenen Fahrradraum. Die zweite Wohnung sieht super aus, hat zwei Balkone, liegt leider so weit nach Osten, dass ich wieder mit einer Mindestfahrzeit von einer Stunde zur Arbeit rechnen müsste. Die Lage gefällt mir auch nicht, soweit ich es an einem dunklen kalten Abend mit ungefegtem glattem Schnee beurteilen kann: Nein, in Neuperlach möchte ich nicht leben. Parkplatz und Fahrradabstellraum gibt es sowieso nicht, und der Keller ist winzig.

Für die erste Wohnung wollte sich der Besitzer morgen melden, für die zweite weiß ich erst nächste Woche Bescheid. Wenn es nicht klappt, muss ich vermutlich den ersten Monat im Hotel wohnen, etwas anderes wird nicht mehr zustande kommen. Nicht mal Pensionen haben auf meine Anfragen reagiert!

Über eine andere Rückmeldung habe ich mich gar nicht gefreut. Vorgestern kam eine Email über eine Wohnung, die fast zu schön aussah, um wahr zu sein: Vier Zimmer, 84 Quadratmeter, 850€ Kaltmiete (das Angebot ist mittlerweile deaktiviert). Ein Schäppchen! Natürlich habe ich über Immobilienscout24 den Anbieter kontaktiert und nach einem Besichtigungstermin gefragt. Das war am 22 Dezember. Die Email vom Anbieter ging über meine private Adresse, statt über Immobilienscout. Es hätte eine Warnung sein sollen. „Oscar“, der vermutlich in Wirklichkeit anders heißt, schrieb:

Hallo ,

Ich bin sehr froh, dass Sie daran interessiert sind, meine Wohnung zu mieten. Es tut mir leid, aber ich spreche kein sehr gut deutsch, also wenn du wirklich interessiert bist, antworte mir bitte auf Englisch, wie ich ursprünglich aus Italien bin. Ich arbeite als ingenieur eine grüne Energieunternehmen. Ich habe keinen Grund, so bald nach Deutschland zurückzukehren, und aus diesem Grund habe ich beschlossen, meine Wohnung zu mieten, man kann die Wohnung ohne Limit mieten. Der Preis für die monatliche Miete beträgt 850 Eur Parkplatz, Wireless Internet, Kabel-TV). Die Wohnung befindet sich in der Brieger Strasse 21 , 80997 München ist in sehr gutem Zustand und benötigt keine zusätzlichen Reparaturarbeiten. Bitte beachten Sie, dass diese Wohnung in der Nähe unseres Herzens liegt, nicht nur, weil wir Geld investiert haben. Wir bitten Sie daher, die Wohnung komplett zu warten und zu behandeln. Bitte senden Sie uns eine kurze Selbstbeschreibung (ID Fotokopie oder SCHUFA), einschließlich der anderen Personen, die in der Wohnung wohnen würden. Wenn Sie interessiert sind, schreiben Sie mir bitte eine E-Mail für weitere Informationen.

P.S. Hier finden Sie weitere Fotos.

Grüße,

Oscar

Die Antwort auf die Frage nach weiteren Informationen sah dann so aus (die Verlinkungen habe ich gelöscht und ich rate stark davon ab, die Links zu kopieren und im Adressefeld vom Browser einzugeben, HomeAway kann man googeln und deren Adresse ist nicht die, die hier angegeben wird):

Thanks for your notice. After we reviewed your request me and my wife decided to rent the flat to you. You seem to be a nice person and I can assure you we will not have any kind of problems. Everything in the place is in good condition and renovated but just in case repairs are needed I will cover the costs no worries.Obviously you will have to see the apartment before discussing further details because you cannot rent an apartment that you haven’t seen. I am willing to send you the keys so you can visit it and see if it suits your needs.

The delivery for the keys and lease agreement, will be made through HomeAway real estate agency (https: // www . fewo-direkt . de) to make sure that we can trust each other. This is a international rentals company which offer safe rentals solutions in more than 190 countries. More information on this company can be found at (https: // www . fewo-direkt . de/)

You will have to deposit to HomeAway two months rent + one month damage deposit, a total of 2550 euro, all bills included. You don’t need to open an account with HomeAway because this transaction is a long term rental transaction and the Landlord must open the transaction but you need to have online banking option activated on your bank account.

Here is the procedure explained :

1 – To start the process all I need is your full info (full name, shipping address and a cell phone number where you can be reached)
2 – I will  deposit the keys and the contract on your name as the intended receiver.
3 – HomeAway will check the package to see if everything is in order and also the legal papers that will come along with the keys and proof of ownership with their Real Estate Professional Department. They will also confirm with the building management that I’m the legal owner of the apartment I’m renting to you.
4 – HoweAway will send you a delivery notification to let you know they have the keys and the papers in their custody. They will also send you all the payment instructions to complete the rental transaction.
5 – At this point you will have to make a money deposit on the HomeAway for the amount we agreed.
6 – After you make the deposit you will have to send payment details to HomeAway.
7 – HomeAway will verify the transfer and if everything is in order they will start the delivery through licensed shipping company such as DHL or UPS. The delivery will take 2-3 business days.
8 – After you receive the package, you will go and check the apartment and in 5 business days (inspection time) you must contact HomeAway to inform them if you keep the apt or not, if everything is in order you will inform HomeAway to forward the funds to my account. If you don`t like the apartment the payment will be full refunded to you. HomeAway can NOT release the funds without your approval. Also the inspection time of 5 days will start from the moment you will be at the building.

Using HomeAway Online Payments involves three parties: me as owner, you as a potential tenant and HomeAway as a responsible third party authorized to handle this transaction. HomeAway Online Payments works the same way as the escrow account on which you place the deposit when you rent an apartment. Of course, nobody can take that money until you will sign the lease agreement.

You need to know everything about the process before we get this started. I think is right for both of us.

Let me know if you have the funds available (2550 euro) so we can move forward and e-mail me your full information I requested.

Thanks

Wenn DAS kein Betrugsversuch ist! Obviously werde ich nicht darauf eingehen! Ich überlege, ob ich nicht stattdessen die Polizei einschalten sollte.

Eine andere böse Überraschung gab es auf Airbnb. Die Seite wurde mir von meinem zukünftigen Chef empfohlen, um Wohnungen auf Zeit zu finden und mehr Zeit zu haben, die richtige Wohnung vor Ort zu finden. Eine schöne Wohnung wurde schnell gefunden, und ich hatte mich super gefreut, gleich nachdem ich meinen Konto auf Airbnb eröffnet hatte, eine Buchungsbestätigung für den ganzen Januar bekommen zu haben. Kurz danach kam leider eine Email der Gastgeberin, die sich entschuldigte, weil die Wohnung schon für die erste Hälfte von Januar vergeben war, und sie es versäumt hätte, es auf Airbnb im Kalender anzugeben. Da ich dachte, sowieso nicht so schnell eine Wohnung finden zu können, habe ich gefragt, ob man die Buchung nicht einfach um zwei Wochen verschieben könnte. Geht nicht, kam die etwa späte Antwort, sie könnte mir die Wohnung nur vom 16.01. zum 09.02. anbieten, was nicht mal drei Wochen entsprach. Dadurch würde noch die Vergünstigung aufgrund des längeren Aufenthalts entfallen, was mir wiederum zu teuer wurde: 60€ pro Nacht, statt 810€ für den ganzen Monat! Ich habe die Gastgeberin darum gebeten, die Buchung zu stornieren. Schließlich war es ihr Fehler. Heute kam eine neue Email von ihr:

leider klappt das mit der Stornierung für mich als Gastgeber nur unter sehr ungünstigen Umständen. Wäre es für dich möglich zu stornieren? Das wäre nett! Danke 🙂
Herzliche Grüße, Eva

Geht’s noch? Dadurch würde ich auf die Wohnung verzichten und trotzdem die ganze Miete zahlen müssen, weil die Stornierungsbedingungen für Langzeitbuchungen gelten! Dabei ist es nicht mal mein Fehler, wenn die von mir gebuchte Reise nicht möglich ist! Mir ist echt übel von soviel Dreistigkeit. Bevor ich eine Antwort schicke, muss ich mit dem Ehemann in Ruhe diskutieren. Er hat einige Anwälte in seiner Verwandschaft, vielleicht können sie mich auch beraten.

Vielleicht doch keine so gute Idee

Ich habe noch nicht mit dem neuen Job angefangen, und schon bereue ich meine Entscheidung. Eine Wohnung in München zu finden scheint mir unmöglich zu sein. Vor allem, wenn man 600 Kilometer entfernt wohnt und noch berufstätig ist. Mein letzter Arbeitstag ist nächste Woche, und ich soll ab Januar in München arbeiten. Wie soll das gehen? Ich bin heute um drei aufgewacht, und der Stress, immer noch nicht zu wissen, wo ich in drei Wochen wohnen werde, hält mich vom Schlafen ab. Selbst mit der neuen schnellen Strecke zwischen Berlin und München kann ich nicht einfach so zu einem Besichtigungstermin fahren.

Nicht, dass ich einen Vorschlag für einen Termin bekommen hätte. Die Antworte auf meine bisherigen Kontaktanfragen auf Immobilienscout24: Keine. Ein Angebot wurde gelöscht, ohne dass ich informiert wurde. Nur beim Besuchen vom Link aus der Email, die ich bei der Kontaktanfrage automatisch bekommen habe, habe ich es erfahren. Vielleicht sollte ich mir doch ein Konto erstellen. Bei den anderen Anzeigen sind die Objekte noch vorhanden, aber keiner scheint es nötig zu haben, mir eine Antwort zu schicken. Dabei musste ich unheimlich viele persönliche Daten hinterlassen. Eine Maklerfirma habe ich sogar für eine Wohnung kontaktiert, die praktisch nahe an der Arbeit liegt. Sie haben mir mehr Informationen geschickt, aber seit meiner Frage nach einem Besichtigungstermin ist Funkstille. Vermutlich gab es schnellere Interessierte.

Natürlich kommt dazu der Schock von den Mietpreisen. Man weiß es ja, München ist extrem teuer. Bei vielen Portalen findet man keine Ergebnisse, wenn man mindestens 50 Quadratmeter unter 700 € Kaltmiete sucht. Ich habe schon Einzimmerwohnungen in Betracht gezogen, aber der Ehemann will es bequem haben, wenn er mich besucht. Ich frage mich, wo wohnen die normalen Menschen, die in München arbeiten? Und die Studenten? Die interessante Angebote, die ich vor einem halben Jahr gesehen hatte, in Fahrrad-Entfernung von der Arbeit, scheinen aus dem Markt verschwunden zu sein. Vielleicht liegt es an der Jahreszeit. Wenn ich die Preise für Wohnungen sehe, und ich suche im Radius außerhalb der U-Bahn Strecke, also gar nicht mal in der Innenstadt, dann merke ich, es wäre sogar günstiger, auf Dauer im Hotel zu wohnen. Dafür würde auch noch jemand für mich täglich putzen. Eine erste Anfrage bei einer Pension habe ich für Januar geschickt. Sie werben damit, dass sie Zimmer ab 600 € pro Monat anbieten können. WLAN und Nebenkosten inklusiv. Wohngemeinschaft? Vergiss es. Meine Privatsphäre ist mir zu wichtig. Und günstiger ist es eh nicht!

Die teure Miete in München ist nicht alles, was auf mich zu kommt. Es gibt die Pendlerei nach Berlin. Wenn wir uns mit dem Ehemann am Wochenende sehen wollen, macht das jedes Mal 120 € Fahrtkosten mit der Bahn. Es ist besser, ich fahre hin, als er kommt, wenn ich in Pension lebe, sonst macht es noch mehr Kosten. Alles in allem, wenn es mit der Pension auf 700 € hoch kommt, werde ich trotz üppiger Gehaltserhöhung monatlich netto 600 € weniger haben als mit meiner jetzigen Arbeit. Die Wohnung hier will noch finanziert werden. Ich hätte mehr Gehalt handeln sollen. Mit der Gefahr, zu viel zu verlangen und doch keinen Arbeitsvertrag zu bekommen…

Bis der Ehemann eine neue Stelle in München findet, könnte ich in Pension wohnen. Dann müssen wir uns eine gemeinsame Wohnung suchen, die kleiner als die Jetzige ist, den Umzug organisieren, und die Wohnung in Berlin mieten. Klar, vieles kann man bei der Steuererklärung absetzen. Bis wir was vom Geld wieder sehen, dauert es anderthalb Jahre. Vielleicht kommen wir sowieso nach zwei oder drei Jahren zurück nach Berlin. Mit meiner allerersten Erfahrung außerhalb der öffentlichen Forschung könnte ich sicherlich einfacher eine Arbeit finden.

Handwerker zu Hause

Es ist so weit, die Renovierung vom großen Badezimmer hat angefangen. Den Auftrag hatten wir schon Ende April erteilt, aber die Handwerker konnten erst ab dieser Woche bei uns arbeiten.

Da wir beide arbeiten müssen, blieb uns keine andere Wahl als die Handwerker den ganzen Tag alleine zu Hause zu lassen. Die ganze Renovierung soll zehn Tage dauern, das ist alles, was ich an Urlaubstagen für dieses Jahr noch übrig habe, und davon brauche ich noch etwas, um eventuell zu Vorstellungsgesprächen zu gehen oder für andere Gelegenheiten. Ich verlasse mich auf den Ehemann, der meint, man kann denen schon vertrauen. Ich habe die Handwerker selber noch nicht mal zu Gesicht bekommen, da ich momentan beschlossen habe, morgens ganz früh zur Arbeit zu fahren, um am späten Nachmittag  früher zum Sport zu gehen, oder um die letzten schönen Sommertage zu genießen.

Als wir gestern Abend nach Hause kamen, nach dem ersten Arbeitstag der Handwerker, war der Anblick im Badezimmer recht beeindruckend. Es war schon alles weg, die häßlichen Fliesen, die uns von vorne rein gestört haben, die Badewanne, das Klo, der viel zu große Waschbecken… Alles anderes in der Wohnung wurde mit einer dünnen Kunststofffolie als Schutz gegen Staub bedeckt. Selbst der Rahmen der Tür zu meinem Arbeitszimmer, direkt neben dem Badezimmer. Klasse, habe ich mir gedacht. Als ich jedoch rein kam, um an meinem Rechner zu sitzen, begrüßte mich der Duft von billiger deutscher Salami, den ich völlig verabscheue. Der Ehemann merkte aber nichts besonderes, und ich habe mir eingeredet, dass der Gestank imaginär war. Einmal kräftig durchlüften, und vorbei war’s. Komisch aber auch, dass mein Sessel unter dem Schreibtisch so verklemmt war, als ich mich hinsetzen wollte, ich musste ihn mit Kraft heraus ziehen. So weit stecke ich meinen Sessel nie unter dem Tisch. Vielleicht war’s der Ehemann, da er später als ich die Wohnung verlassen hatte, nachdem die Handwerker mit der Arbeit angefangen hatten? Er konnte sich nicht mehr daran erinnern. Über den Zustand vom Klo im Gästebadezimmer habe ich mich leider nicht gefreut. Vertrocknete Urintropfen und Haare am Rand der Klobrille, obwohl ich den Ehemann gebeten hatte, die Handwerker explizit zu fragen, sich äußerst sauber zu verhalten. Ich hatte schon eklige Erfahrungen mit Handwerkern gemacht, als ich alleine wohnte. Zum Beispiel gab es die frisch gewaschenen weißen Bettwäschen, die auf dem Ständer in einer Ecke trockneten, und die ich an einem Abend nach einem Besuch von Handwerkern mit dicken schwarzen Daumflecken gefunden hatte…

Heute Abend war der Fortschritt im Badezimmer nicht wirklich zu erkennen. Irgendwas müssen sie gemacht haben, weil es im Treppenhaus noch dreckiger war. Beim Öffnen meiner wieder zugeklebten Tür kroch mir diesmal der Geruch von Käse in die Nase. Selbst dem Ehemann wurde es bewusst. Und mein Sessel war wieder völlig unter meinem Schreibtisch verklemmt. Ich fasse es nicht, aber anders kann ich es mir nicht erklären: Diese Schurken erlauben sich, in unserer Abwesenheit sich an meinem Schreibtisch auf meinem Sessel vor meinem Rechner hinzusetzen, um ihre Mittagspause da zu verbringen! Dabei haben wir eine richtig große Küche und eine Terrasse, beide mit einem großen Tisch und genug Stühlen, was haben sie in meinem Arbeitszimmer zu suchen? Wenigstens funktioniert Windows immer noch nicht, ich habe mich nicht weiter darum gekümmert, und um Ubuntu zu starten, muss man zuerst durch Drücken einer Taste zur anderen Boot-Festplatte wechseln, das macht man nicht, wenn man nicht Bescheid weiß. Wenigstens war das Klo heute sauber.

Morgen werden wir alle Zimmer, die die Handwerker für ihre Arbeit nicht betreten müssen, abschließen und die Schlüssel mitnehmen. Sie werden wohl nicht auf die Idee kommen, die Türe aufzubrechen, oder?