Gestern am Starnberger See

Gestern waren wir zum ersten Mal seit langem wieder auf dem Starnberger Wochenmarkt. Einiges hat sich geändert. Unser Stamm-Gemüsestand ist verschwunden. Die Betreiber sind in Rente gegangen.

Natürlich gibt es keinen Marktbesuch in Starnberg ohne Frühstück auf den Bänken der Seepromenade. Wir haben uns Gebäck bei der französischen Bäckerei geholt. Es waren andere, unbekannte Leute hinter der Theke. Der Franzose war nicht da. Schade. Ich fand es immer nett, mit ihm in der Muttersprache zu plaudern.

Eindimensionaler Möwen-Quasikristall am Anlegesteg.

Die Möwen waren gestern sehr aufgeregt. Als ich ankam, während der Ehemann Cappuccini holte, war ein Streit im Gange. Möwengeschrei zum taub werden. Es ging darum, wer auf der Promenade vor den sitzenden Seebesuchern paradieren durfte. Nur die Möwe unten rechts, die alle anderen Möwen weg gejagt hat. Als der Ehemann zu mir kam, ist sie scheinbar uninteressiert aber doch zielstrebig in unsere Richtung gegangen. Vergeblich. Ich habe meine Brioche für mich behalten und im Cappuccino eingeweicht aufgegessen.

Nach der Stärkung habe ich mich direkt ans Wasser am Boden hingesessen, um Fotos zu machen. Ich musste dafür ganz viele Steinsplitter gegen Glätte weg fegen. Einen habe ich übersehen, wie ich schmerzhaft merken musste, als ich mich mit der Hand am Boden stützte. Ohne Handschuh. Unglaublich, wie scharf die Dinger sind. Ich muss jetzt einen breiten Pflaster auf der Handfläche tragen, sonst kann ich nichts anfassen. Natürlich, als Rechtshändige betrifft es die rechte Hand.

Kleine Fotoauswahl.

Es war ein schöner, frühlingshafter Vormittag, obwohl recht kalt.

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Ich bin dran

Ich hatte es am Donnerstag geahnt. Wenn der Ehemann eine Krankheit aus der Arbeit nach Hause schleppt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis es mich erwischt. Corona ist es nicht. Wir sind zwar beide geimpft, aber ich hatte den Ehemann darum gebeten, trotzdem ein Test zu machen, und das Ergebnis war negativ.

Am Freitag habe ich mich nicht so toll  gefühlt. Nachdem ich meine Aufgaben erledigt habe, habe ich relativ früh den Laptop zu geklappt. Ich hatte den ganzen Tag viel niesen müssen, das war deutlich mehr als meine übliche Morgensallergie, die ich immer noch habe. Ich konnte mich nicht mehr richtig konzentrieren. Zum Fernsehen hat es bis zehn gereicht. Leichte Unterhaltung, Kalkhofes Mattscheibe[1]. Die Sendungen, die er parodiert, kenne ich nicht, die Pseudo-Promis auch nicht, ich hab’s schon versucht, aber Trash-TV habe ich nie aushalten können. Lustig finde ich die Sendung trotzdem. Der Abgrund vom Fernseher und vom Internet, wie ich ihn sonst nicht erlebt hätte. Bei der ich weiß nicht wievielten Werbepause habe ich doch ausgeschaltet und bin zum Gästezimmer auf der Etage gegangen, wo ich seit Montag schlafe, da der Ehemann krank war. Dem Ehemann ging’s am Freitag besser und er war zu einem Kumpel nach Berlin gefahren, aber die Nachbarn haben wieder Party gemacht[2] und oben kriege ich davon nichts mit.

Gestern habe ich mich zuerst relativ gut gefüllt. Ich bin vormittags einkaufen gegangen und habe mich riesig gefreut, mit der Kiezkatze geschmust zu haben. Sie ist erst einige Monate alt aber die Besitzer lassen sie tagsüber raus. Sie war noch ziemlich klein, als ich sie zum ersten Mal vor dem Friseursalon getroffen habe. Sie saß unter dem Baum. Ich war in die Hocke gegangen und hatte meine Hand in ihre Richtung gestreckt, sie hatte kurz „Mrrr?“ gesagt und war dann gekommen, um meine Hand zu schnuppern. Ich durfte sie schmusen, und als wir fertig waren, war sie zum Ehemann gegangen, der ein bisschen weiter weg stand, hatte ihn angemiaut und hoch zu ihm geschaut, damit er sie auch schmust. Das hatte er trotz Allergie gemacht. Seitdem treffen wir uns regelmäßig, und sie hat sich viele andere Freunde im Viertel gemacht.

Am Nachmittag hat dann meine Nase angefangen, unaufhörlich zu laufen. Ich habe Inhalationen mit den Tropfen gemacht, die ich am Dienstag für den Ehemann gekauft hatte, es hat nichts gebracht. Meine Nase ist auf der rechten Seite völlig gestopft, heute immer noch. Mein rechtes Auge weint ständig und es bildet sich Schaum am unteren Rand. Wegen der Verstopfung? Ich ertrage kein grelles Licht mehr, vom Bildschirm auch nicht, ich kann nicht länger als fünf Minuten etwas am Rechner machen. Ich mache viele Pausen beim Schreiben. Computerspielen kommt nicht in Frage. Und ständig läuft die Nase. Klar und sehr flüssig. Die Haut ist vom vielen Naseputzen wund geworden. Es ist so weit gekommen, dass ich gefaltete Taschentücher am Tisch liegen lasse und die Tropfen einfach so drauf fallen lasse, Plic, Ploc, Plic, Ploc, es nervt aber ich kann nicht mehr, ständig Nase putzen, Hände waschen, zurück zum Tisch, Nase putzen, Hände waschen, eincremen, Hände waschen, Augen trocken wischen, nochmal zurück, so schlimm habe ich frühere Erkältungen nicht in Erinnerung. Heute ist noch Fieber dazu gekommen.

Meine erste Collage[5]
Ich sitze den größten Teil der Zeit an meinem Hobbytisch und bastle. Das Einzige, was für meine Augen nicht zu anstrengend ist. Momentan schaue ich mir alte Zeitschriften an und schneide interessante Bilder heraus. Das mache ich seit einigen Monaten, ich habe mein Kleinteilemagazin dafür umgewidmet, um die Bilder zu sortieren. Ganze Seiten behalte ich in einer Mappe. Bis gestern hatte ich noch nichts damit angestellt, jetzt ist meine erste Collage als Technikübung entstanden. Der Hintergrund oben stammt von einem Wahlkampfprospekt der Grünen, zu sehen ist die Folge der Überschwemmung vom Sommer. Im unteren Bereich vom Bild war ein brauner See, ich habe ihn herausgeschnitten und durch Himmel ersetzt. Wo ich den sitzenden Mann her habe, weiß ich schon nicht mehr. Aus der Zeitschrift Jazz thing[1,3]? Ich habe sonst ganz viele Motorradzeitschriften vom Ehemann und meine Ausgaben vom Physik Journal[1] zerschnibbelt. Nicht wirklich die üblichen Collage-Zeitschriften.

[1] Unbezahlte Werbung, da Namensnennung und/oder Verlinkung.

[2] Das machen sie zum Glück recht selten.

[3] Die Zeitschrift habe ich letztes Jahr abonniert, als es hieß, die Hälfte der Einnahmen würde zur Unterstützung von Künstlern fließen. Wir hatten ein Streaming-Angebot vom A-Trane[1,4] geguckt, und die Zeitschrift wurde verlinkt. Glaube ich.

[4] Ich vermisse Berlin. Im A-Trane[1] am Savignyplatz waren wir auch ein paar Male.

[5] Na gut, meine erste analoge Collage. Digital hatte ich schon ein Versuch für eine Traum-Illustration gemacht.

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Murnauer Moos und Staffelsee

Einen schöneren goldenen Herbsttag hätten wir uns nicht aussuchen können. Am Sonntag gehen wir früh morgens aus dem Hotel raus und kaufen belegte Semmeln für den Tag ein. Der Ehemann will mit dem Auto[1] zum Münter-Haus fahren, um dort zu parken und abends nicht zurück in die Stadt laufen zu müssen, aber es sind nur zehn Minuten Fußweg dahin, ich finde es besser, das Auto auf dem eh kostenlosen Parkplatz zu lassen. Recht habe ich. Um das Münter-Haus gibt es kaum Parkmöglichkeiten.

Wir hatten zusammen zuletzt das Murnau Moos im Frühling vor dreieinhalb Jahren besucht, was mir viel zu wenig vorkommt, so zauberhaft die Landschaft ist. Kein Wunder, dass so viele Maler hier Inspiration gefunden haben. Im Herbst wirkt die Kottmüller-Allee ganz anders und am frühen Morgen mit dem Rest Nebel ist die Aussicht zu den Alpen wunderschön. Wir laufen, wie beim letzten Mal, am Ähndl vorbei und biegen rechts die Ramsach entlang ab.

Nach zwei Kilometern verlassen wir den Weg rechts zum Panoramaweg, anstatt wie beim letzten Mal weiter die Ramsach entlang zu laufen. Ich werde von der Landschaft nicht satt. Ich beneide die Rinder, die es sich hier gut gehen lassen. Na ja, nicht ganz. Schlachten würde ich mich nicht lassen wollen.

Wir erreichen den Bahnhof Seeleiten-Berggeist, laufen über die Schienen, überqueren die Staatsstraße und gehen durch ein Stück Wald bis zum Staffelsee. Dort war ich zuletzt vor drei Jahren mit der Arbeitskollegen geradelt. Eine Joggerin ist vor uns unterwegs, wir treffen sie mehrmals.

Der Weg am Seeufer ist im Schatten, mir wird kalt. Trotzdem teste ich die Wassertemperatur. Die Badesaison ist wirklich vorbei. Am Ende vom Uferweg kommen wir zu einem Biergarten und setzen uns auf Liegestühle. Ein Schiff legt an und lädt Passagiere aus. Enten kommen in regelmäßigen Abständen zwischen den Tischen, drei Paare, Männchen und Weibchen getrennt aber zielstrebig, sie wirken wie eine organisierte Bettlerbande. Wir setzen unseren Weg fort und machen nochmal Pause an einem Aussichtspunkt auf einem Hügel, wo wir unsere Semmeln essen.

Nach der Rast besuchen wir das Münter-Haus und laufen dann zurück in die Stadt. Vor einer Eisdiele am Untermarkt stehen Leute Schlange, und wir stellen uns auch an. Eine Berliner Gewohnheit, habe ich mir sagen lassen. Es lohnt sich, das Eis ist vorzüglich.

Der Spaziergang war elf Kilometer lang, ich habe es kaum gemerkt, obwohl wir zwischendurch noch viel gestanden haben. Meine Wangen werden doch rot und warm, als wir im Auto auf dem Rückweg sind.

[1] Ich hatte ursprünglich in Erwägung gezogen, mit der Bahn nach Murnau zu fahren. Dafür hätten wir mit der S8 nach Pasing fahren müssen, um dort in die Regionalbahn umzusteigen. Am Wochenende gab es aber mal wieder Änderungen im Betriebsablauf, der Ehemann war am Freitagabend schon genervt von der Arbeit nach Hause gekommen, weil er in Pasing umsteigen wollte und wie immer erst im allerersten Moment angekündigt wurde, dass die S8 ab einem abweichenden Gleis abfährt, das nicht mehr rechtzeitig zu erreichen war. Ergebnis, zwanzig Minuten auf die nächste S8 warten. Eigentlich der Grund, warum ich lieber in Westkreuz umsteige, dort ist nur ein Bahnsteig.

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Am Schlossmuseum Murnau

Der Eingang vom Museum, vorne. Links, Kartenverkauf.

Anlaß für den Besuch am letzten Samstag war die Sonderausstellung[1] „Punkt, Linie, Fläche – Die Kinderzeichnung und der Expressionismus„, die als Teil der Ausstellungsreihe MuseenLandschaft Expressionismus[1] bis zum 7. November läuft.

Die Ausstellung ist nicht sehr groß, sie belegt drei Räume im Erdgeschoß vom Schloss. Im ersten Raum sind Gemälde von Künstlern um den Blauen Reiter[2] zu sehen, die alle gemeinsam haben, dass sich die Maler für ihre Bilder von Kinderzeichnungen inspirieren lassen haben. Häufig sind sie direkt neben diesen Kinderzeichnungen ausgestellt. Die Kinder, die sie angefertigt haben, sind entweder Verwandte der Maler, oder Kinder aus den Familien, die im Münter-Haus gelebt hatten, als Gabriele Münter ihr Haus vermietet hatte, da sie nach der Trennung von Kandinsky[3] einige Jahre in Skandinavien verbracht hatte. In den nächsten Räumen sind Werke von  späteren Malern aufgehängt.

Auf der ersten Etage befindet sich eine große Sammlung von Hinterglasmalereien, die Teil der Dauerausstellung vom Museum ist. Hinterglasmalerei ist etwas, das ich als Technik bis jetzt nie bewusst wahr genommen hatte. Das ist jedenfalls schwer zu fotografieren, weil es ständig Lichtreflexion gibt. Ich habe die Bilder teils sehr schräg von der Seite fotografiert und später dank der Perspektive-Transformation in Gimp einigermaßen rechteckig zurück gedehnt.

Weiter oben ist eine Dauerausstellung über Gabriele Münter, was nicht überraschend ist, da sie in Murnau gelebt hatte. Auf der zweiten Etage findet man Skizzen von ihr, und einen etwa dunkel gehaltenen Raum, der Malern aus der Gegend gewidmet ist, die Berglandschaften gemalt haben. Davon habe ich nichts fotografiert, weil meine Kamera selbst mit ausgeschaltetem Blitzlicht Licht benötigte, um zu fokussieren, und ich wollte es den Gemälden nicht antun. Dafür habe ich das Katalog beim Verlassen vom Museum gekauft. Die dritte Etage enthält viele Gemälde von Münter und Kollegen. Es ist interessant zu sehen, wie sich ihr Stil mit den Jahrzehnten entwickelt. Auf einer Seite vom Raum hat man eine wunderschöne Aussicht auf die Mooslandschaft vor den Alpen, aber man durfte das Fenster nicht öffnen.

Ganz oben unter dem Dach ist noch eine Dauerausstellung über Ödön von Horváth, das wurde mir jedoch zu viel.

[1] Unbezahlte Werbung, da Namensnennung und/oder Verlinkung.

[2] Ob sich solche Namen auch deklinieren lassen?

[3] Irgendwie sieht meine Aufnahme von seinem 1911 Bild Reiter (Lyrisches) ganz anders als auf Wikimedia Commons aus. Die Farben stimmen gar nicht.

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Wochenende in Murnau

Die Entscheidung, das Wochenende in Murnau zu verbringen, war recht spontan. Wir waren am vorherigen Wochenende im Buchheim Museum und hatten die Ausstellung „Farben der Avantgarde“ besucht, die Teil der Ausstellungsreihe MuseenLandschaft Expressionismus[1] ist. Einige dieser Ausstellungen sind nur noch für kurze Zeit verfügbar, wie die im Schlossmuseum Murnau[1], die in zwei Wochen schließt. Grund genug, dort einen Mini-Urlaub übers Wochenende zu verbringen. Samstag Kunstprogramm, Sonntag Spaziergang am Murnauer Moos und am Staffelsee. Mehr dazu demnächst.

Übernachtet haben wir am Hotel Griesbräu[1]. Murnau liegt keine Stunde Auto von zu Hause aus entfernt, aber mit einer Übernachtung vor Ort war es entspannter. Was der Webseite vom Hotel nicht zu entnehmen war: Die Brauerei ist momentan wegen Urlaub geschloßen, und es gibt nicht mal warme Küche, wie uns die schlecht gelaunte Frau an der Rezeption informierte. Unfreundlich war zum Glück nur sie, die anderen Mitarbeiter vom Hotel haben einen besseren Eindruck hinterlassen. Enttäuschend war trotzdem, dass die Brauerei geschlossen war, vor allem für den Ehemann. Dabei war das Hotel gut besucht, wie wir am nächsten Morgen beim Frühstück feststellen konnten.

Wir sind den Untermarkt hoch und runter gelaufen, mit seinen ganz niedlichen Brunnen und interessanten, leider schon geschlossenen Boutiquen. Eine Brauerei hatte geöffnet, aber ein Schild mit „heute geschlossene Gesellschaft“ stand vor der Tür. Am Hotel Angerbräu[1] hat uns die freundliche Dame an der Rezeption enttäuschen müssen, weil sie auch keine Gastronomie anbieten konnte: Es mangelt an Personal. Vermutlich eine Folge der Pandemie. Einen guten Rat wusste sie doch: Wir sollten beim griechischen Restaurant versuchen, einen Tisch zu bekommen, der Fisch wäre richtig gut. Das hat sich sowas von gelohnt! Ich bin von der Küche begeistert, auch wenn wir keinen Fisch bestellt haben. Der Kataifi als Nachtisch war umwerfend und ich bin froh, sehr wenig am Tag gegessen zu haben, so hatte ich noch ausreichend Platz dafür. Bei der Größe wäre es sonst ein Nachtisch zum Teilen.

[1] Unbezahlte Werbung, da Namensnennung und/oder Verlinkung.

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Das Buchheim Museum

Bilder vom letzten Sonntag. Das Wetter war schön und wir haben beschlossen, den verschobenen Besuch vom Buchheim Museum der Phantasie[1] nachzuholen.

Das Museum liegt in einem großzügigen Park Bernrieds direkt am Starnberger See. Ein Geheimtipp zum Baden ist es nicht: Der Zugang zum Wasser wird durch Zäune unmöglich gemacht.

Schon draußen wird man von Kunstwerken begrüßt, wie der Hubschrauber, der von Street-Art-Künstlern aus München bemalt wurde.

Im Museum finden mehrere Ausstellungen statt. Direkt neben der Garderobe versteckt sich hinter undurchsichtige Türe die Expressionismus-Austellung „Farben der Avantgarde“, die Teil einer größeren Ausstellungsreihe in verschiedenen Museen ist. Allein dort verbringe ich anderthalb Stunden. Der Ehemann ist viel schneller durch. Ich bin manchmal verwundert, wie schnell man an Gemälde vorbei laufen und meinen kann, etwas davon mitzubekommen. Ich stehe gerne länger vor einem Bild und schaue mir Details an, mal ganz nah, mal von weiter weg mit halb zusammengekniffenen Augen, die Eindrücke sind ganz anders. Und ich lese mir die Texte durch.

An der Etage im selben Raum sind Werke von gegenwärtigen Künstlern aus der Münchner Umgebung zu entdecken. Besonders die Pastel-Arbeiten von Monika Grashäuser[1] haben mich angesprochen.

Es ist schon fast zwei Uhr nachmittags, als ich mit dem Raum fertig bin. Der Ehemann ist wieder bei mir und ich schlage vor, etwas essen zu gehen. Ich brauche eine Pause. Die Terrasse vom Café ist voll, wir sitzen an einem Tisch drin. Es ist mir lieber, die Sonne scheint zwar, aber es ist nicht so warm und das Essen würde schnell abkühlen. Wie bestellen beide den Basilikum-Risotto mit Wolfsbarsch, das Gericht ist hervorragend und die Portionen genau richtig, nicht zu viel. Ich denke, ein Nachtisch geht noch und bestelle eine Bayrisch Creme. Das kannte ich noch nicht. Das ist auch sehr lecker, leider viel zu viel, die Hälfte hätte locker gereicht. Das hätte ich aus der Portionsgröße vom Hauptgang nicht vermutet, sonst hätten wir uns den Nachtisch geteilt. Der Ehemann ist von seiner Schokoladenmousse am Ende nicht mehr begeistert, weil es bei ihm auch zu viel war.

Wir setzen den Besuch fort und ich bin von den Blätterbildern der Ditti (Diethild Buchheim, Frau von Lothar-Günther Buchheim, der das Museum gegründet hat) entzückt.

An der Etage befinden sich Objekte zum Thema U-Boot-Krieg im zweiten Weltkrieg, die mich weniger interessieren, außer die Enigma Maschine (unten links, leider unter Glas mit extremer Lichtreflexion). Wir kommen danach zu einem großen Bereich, der eine Rekonstruktion vom Haus der Buchheim ist, wenn ich richtig verstanden habe – meine Aufnahmefähigkeit war nach so viel Zeit begrenzt. Es sind unglaublich viele Sammlungen von Objekten zu sehen, wie die kleinen Figuren im Regal, oder Briefbeschwerer. Alle Wände und Türe sind mit Bleistift angemalt. Die bunten Küchenmöbel sind putzig. Ich verbringe einige Zeit im Kaleidoskop-Raum und drehe am Rad, um Bilder zu erzeugen. In einem anderen Raum sind PiPaPop-Postern an einer Wand nebeneinander aufgestellt. Ganz schön schrill.

Weitere Gegenstände auf der Etage. Der Herr Buchheim hatte wohl ein Faible für Karussells.

Der Ehemann meint, wir haben nicht alles besucht, aber ich bin platt, als wir um fünf aus dem Gebäude kommen. Wir laufen noch ein bisschen um die Wiese, bevor wir zurück nach Hause fahren. Den Rest schauen wir uns ein anderes Mal an.

[1] Unbezahlte Werbung, da Namensnennung und/oder Verlinkung.

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Wochenende zu Hause

Wir haben endlich das erste schöne Wochenende seit langem. Diese Woche sind die Temperaturen hochsommerlich geworden. Endlich könnte man etwas draußen für längere Zeit unternehmen.

Der Ehemann ist leider nicht da. Er besucht übers Wochenende einen Freund in der Schweiz. Ursprünglich wollte er mit dem Motorrad hin und ich bin froh, dass er sich doch fürs Auto entschieden hat, und zwar unabhängig davon, dass er gestern schon gefahren ist und es Gewitter gegeben hatte. Das wär’s gewesen, zuerst den Bruder und dann den Ehemann zu verlieren.

Dass der Ehemann nicht zu Hause ist hindert mich natürlich nicht daran, selber alleine etwas zu unternehmen. Ich hatte schon geschaut, wie ich mit dem Bus nach Starnberg fahren könnte, um in den See zu schwimmen. Und ich hatte mir heute früh überlegt, was ich alles einkaufen müsste, um zum Beispiel Ratatouille zu machen, die ich im Sommer neben Caponata (die der Ehemann wegen Sellerie nicht mag) immer wieder gerne koche. Beide Gerichte esse ich im Sommer kalt. Ich packe davon kleine Portionen, die im Kühlschrank eine gute Woche halten. Perfekt für die Mittagspausen.

Am besten ganz früh einkaufen gehen, bevor es zu heiß wird. Es ist kurz nach acht schon sehr warm. Alle Fenster waren über Nacht gekippt und es hat keine Abkühlung gebracht, außer, dass man die Jugendlichen draußen bis spät in der Nacht beim Feiern schreien hören konnte. Ich höre lieber Gewitter als das, nachtsüber.

Ich gehe also heute früh aus der Wohnung raus, laufe die Treppe runter, öffne die Haustür… Da flietzt was auf der langen, dunklen Fußmatte von der Tür weg in meine Richtung. Etwas schwarzes, riesiges, ganz klar achtbeiniges und super schnell. Unwillkürlicher Schrei. Ich laufe ein paar Schritte rückwärts, Richtung Nachbartür, das Monster scheint mich ins Visier genommen zu haben. Als es droht, mir zwischen den Beinen zu kommen, mache ich einen großen Sprung drüber nach vorne, greife die Tür, die noch offen ist, und komme raus.

Die Tür klappt zu. Ich stehe da angewurzelt und denke, ich kann jetzt unmöglich einkaufen gehen. Wenn ich zurück komme weiß ich nicht, wo die Spinne ist, und ich traue mich nicht mehr rein. Selbst wenn ich durch die Tiefgarage komme, muss ich da lang laufen.

Symbolbild. Edvard Munch, Der Schrei.
Skizze vom Hauseingang.

Ich sehe durch die Glastür, wie sich die Spinne auf der Fußmatte bewegt. Die Matte ist grauschwarz und teilweise sieht man die Spinne gar nicht. Nach einer kurzen Pause kommt sie links zur Wand und fängt an, diese schräg Richtung Scharniere hoch zu laufen. Ich denke, ich könnte die Tür öffnen, wenn sie raus will, wäre es am besten für uns beide. Als ich die Tür vorsichtig öffne, läuft sie auf einmal zurück die Wand runter und wenige Zentimeter vom Boden lässt sie sich neben dem Türhalter fallen, der am Boden geschraubt ist. Sie muss sich in einem Spinnennetz gefangen haben, weil sie kurz Schwierigkeiten hat, da raus zu kommen, man sieht, wie Beine stecken bleiben. Sie befreit sich, läuft nochmal auf der Matte, jetzt nach rechts. Ich mache die Tür ganz auf und klemme sie in den Halter rein, damit sie raus kommen kann – immer noch von draußen aus, versteht sich. Es sieht zuerst aus, als ob sie stattdessen Richtung Treppe zur Tiefgarage gehen würde, aber als sie den Rand der Stufe prüft, beschließt sie, zum orangenfarbenen Sack zu gehen, der schon seit einer Woche gegen die Glasscheibe neben der Tür liegt. Eine Lieferung für einen Nachbarn, der zur Zeit nicht da ist.

Ich beschließe, jetzt zurück zur Wohnung zu laufen. Ich gehe blitzschnell rein, mache die Tür wieder zu, laufe die Treppe hoch und barrikadiere mich in die Wohnung. Bis der Ehemann am Montag wieder kommt. Ich kann mich fürs Wochenende von unserem Lieblingsitaliener liefern lassen.

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Das Wochenende in Bildern

Es ist Dienstag, es ist noch nicht zu spät.

Das Wochenende fängt wie jedes Wochenende, wenn wir zu Hause sind, mit einem Besuch des Samstagsmarktes in Starnberg an.

Am Samstag hätten wir den Marktbesuch fast verpennt, weil wir, nachdem wir bei der Bäckerei[1] frühstücken und bei dem Fischladen[1] einkaufen, in den See schwimmen gehen. Erst zum dritten Mal in diesem Jahr. Ich werde übermütig und meine, ich könnte von einem Steg zum Anderen hin und zurück schwimmen. Das habe ich noch nie gemacht und am Samstag schaffe ich das auch nicht. Schon ganz am Anfang spüre ich Krämpfe. Kurz nach dem Ruder- und Segelverein drehe ich um. Ich bin vielleicht insgesamt ein Kilometer geschwommen, und als ich wieder aus dem Wasser komme, weigern meine Füße das Gehen. Krämpfe. Ich humple irgendwie von der Leiter zu einer ruhigen Stelle am Steg und lasse mich dort fallen, bis die Krämpfe aufhören. Der Ehemann meint, es wäre wegen der Kälte des Wassers, ich wäre zu lange drin geblieben. Dabei ist er die ganze Zeit mit mir geschwommen, Krämpfe hat er nicht bekommen. Beim Liegen in der Sonne steigen die Krämpfe zu den Waden und den hinteren Oberschenkelmuskeln. Am besten bleibe ich sitzen.

Bis es mir besser geht, ist es kurz vor halb zwölf, und bis wir zum Markt ankommen, fangen die Händler schon an zu packen. Gemüse kriegen wir noch. Am Tibetan Deli[1] Stand holen wir uns Momos, die wir am Seeufer auf einer Bank bei der Schiffsanlagestelle verspeisen. Bin ich froh, vorher darüber gelesen zu haben! Sonst wären wir wie immer direkt vom Einkaufen bei den üblichen Verkäufern nach Hause gefahren und hätten das verpasst. Besonders die vegane Variante finde ich lecker, wobei sie mehr nach Spinat als nach Rapsblüten schmeckt. Andererseits hatte ich Rapsblüten noch nie gegessen. Vielleicht schmecken sie wie Spinat.

Nach dem Essen ist dem Ehemann nicht danach, den Heimweg anzutreten, und wir laufen zur Seebar[1], um ein Bier auf den Liegestühlen zu trinken. Wie schön, Urlaubsgefühl am Wochenende.

Die Blässhuhnfamilie schwimmt hin und her an uns vorbei. Die Küken, acht davon zählen wir, haben ihre roten Federn abgeworfen und sind nicht mehr so flauschig, jetzt können sie selber tauchen, um nach Nahrung zu suchen. Trotzdem werden sie noch von den Eltern gefüttert.

Clafoutis aux cerises.

Zu Hause angekommen, backe ich uns ein Clafoutis mit Kirschen, mit den Kirschen vom Markt. Das letzte Mal war so lange her, ich weiß nicht mehr, wann das war. Am Abend grillen wir auf dem Balkon, bevor der angekündigte Regen kommt. Ich bereite Spieße mit Paprika, Zitrone, Gambas und Jakobsmuscheln vor, der Ehemann grillt sie. Dazu gibt’s mediterranes Gemüse.

Am Sonntag machen wir einen kleinen Spaziergang. Der dauert über zwei Stunden, was nichts im Vergleich mit den sieben Stunden (mit Pausen) vom letzten Wochenende ist. Wir laufen von zu Hause aus an einem Feld vorbei, unter die Autobahn, wo wir die Raupe vom schwarzen Schwalbenschwanz entdecken, zwischen weiteren Feldern, und kommen zur Straße nach Weßling, wo wir bei den Kühen links zur S-Bahn-Strecke abbiegen. Auf einem der Fotos unten sieht man das DLR-Gelände. Von der Riesen-Bärenklau sollte man übrigens die Finger lassen. In einem kleinen Streifen mit wilden Blumen am Feldrand sehen wir viele Schachbrettfalter, die sich um die Skabiosen streiten. Für die anderen Blumen interessieren sie sich gar nicht.

Unten die Hinterlassenschaft der Besucher vom der Fast-Food-Kette, die an der Autobahnausfahrt vor dem Bahnhof zu finden ist. Nicht nur haben die Kunden offensichtlich keinen Sinn für gutes Essen, an Respekt für die Umwelt mangelt es ihnen auch. 😦

Wieder zu Hause, schaue ich in den Blumenkasten. Die Blütenknospe hat sich inzwischen geöffnet. Pl@ntNet besteht immer noch darauf, dass es sich um eine Kamille handelt. Eine gelbe Kamille. Dass sie nicht in bester Gesundheit aussieht, liegt daran, dass sie schon vor dem Blühen von Blattläusen umzingelt war. Das Immergrün zeigt lustige Früchte, sowie der Klee, der seit einigen Tagen blüht. Wir genießen auf dem Balkon ein alkoholfreies Gespritztes mit Fassbrause, die der Ehemann aus einer seinen vielen Fahrten nach Berlin mitgebracht hatte. Das kennen die nicht, in Bayern.

Am Abend koche ich uns Grünkern mit Erbsen, Karotten und gegrillte Hähnchenbruststreifen als Eintopf. Die trockenen Grünkern und Erbsen hatte ich die ganze Nacht davor in Wasser eingeweicht.

[1] Unbezahlte Werbung, da Namensnennung und/oder Verlinkung.

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Von Karlsfeld nach Dachau

Am Sonntag haben wir unsere Würm-Wanderung fortgesetzt. Wir sind mit der Bahn nach Karlsfeld gefahren und bis zur Mündung der Würm in die Amper gegangen. Somit haben wir in vier Etappen die Würm auf ihren fast vierzig Kilometern von ihrer Quelle aus begleitet, wobei wir insgesamt weitaus mehr als vierzig Kilometer gelaufen sind. Von Starnberg nach Gauting (gut, wir sind andersrum gelaufen, und die ersten Kilometer der Würm aus dem Starnberger See durchs Leutstettener Moos sind für Fußgänger nicht zugänglich), von Gauting nach Pasing, von Pasing nach Karlsfeld und jetzt von Karlsfeld nach Hebertshausen[0].

Der Himmel war bedeckt, als wir um halb elf den Bahnhof Karlsfeld verlassen haben. Kalt war es nicht. Das perfekte Wetter für eine Wanderung. Der Ehemann hatte unsere Route auf Komoot[1] geplant. Nach keinen fünfhundert Metern mussten wir schon wegen einer Brückensperrung nach einem alternativen Weg suchen. Der Umweg über den Parkplatz war nicht lang und ich habe mich über den Buchfinken im Baum gefreut, den ich mit stärkster Vergrößerung fotografiert habe. Diesmal ohne die Halos um die hellen Stellen, die mich bei unserem letzten Spaziergang gestört hatten. Wir sind der Würm gefolgt, und nicht dem Würmkanal. Unterwegs sind wir an eine Kita mit einem süßen Rutschboot vorbei gekommen. Am Eichinger Weiher lud eine Bank für eine kurze Pause ein. Ein Stückchen weiter lagen viele Rehe auf einer eingezäunter grüne Fläche – das Eichinger Wäldchen. Nach der Brücke der Bayernwerkstraße haben wir einen Topf Honig am Automaten von einem Bauernhof gekauft. Auch etwas, das ich erst seitdem ich in Bayern lebe kenne.

Langsam hat die Sonne die Wolken vertrieben. Der Weg war weiterhin absolut flach und ohne Herausforderung, trotzdem fing mein Ischias schon an, sich zu melden. Die intensive Putzaktion am Tag davor mit dem Ehemann war vermutlich schuld, ich war schon mit Ischias-Schmerzen ins Bett gegangen.

Kurz vor dem letzten Foto begegnen wir einer Schwanfamilie, links versteckt vom Weg bei der schlecht riechenden Müllverbrennungsanlage. Sechs Küken, fünf grau, ein weiß. Ich hatte immer geglaubt, kleine Schwäne wären alle grau.

Nachdem wir Dachau erreicht haben, sind wir über die Straße rechts dem Weg gefolgt, anstatt durch die Stadt zu gehen. Es gab einen Schild für einen Gasthof oder Biergarten, so genau habe ich nicht verstanden, der Ehemann wollte dahin. Wir haben die Wirtschaft leider nicht gefunden und sind einem Weg links gefolgt, bis wir wieder an der Würm waren. Dort wurde sie gezähmt und sie sah total gelangweilt aus. Floss sie vorher fröhlich um Kurven rum, schien sie hier sich kaum zu bewegen. Lieblos haben Leute an ihrem Ufer Flaschen Bier liegen laßen. Nicht mal lokales Bier. Nach einer kurzen Strecke an Feldern vorbei sind wir überraschenderweise zu einer Filmkulisse vom Bayrischen Rundfunk gekommen. Andere freundliche Fahrradfahrer sind zeitgleich angekommen und haben sich den gefakten[2] Ortskern durch das Tor angeschaut. Ein Stückchen weiter haben wir bequeme Liegebänke gefunden, und haben dort Mittagspause gemacht. Ich hatte Zucchini-Manouri-Krapfen mit Sauerrahm-Kardamom-Koriander-Dip mitgebracht, die ich am Tag davor aus einem Rezept meines NOPI Kochbuches[1] gemacht hatte.

Der Weg hat uns dann zur Gedenkstätte Dachau geführt. Die Würm läuft durch das ehemalige Konzentrationslager, aber da dieser wegen der Pandemie geschlossen ist, mussten wir einen Umweg finden, um die Wanderung fortzuführen. Allein vor dem Tor vom KZ zu stehen, habe ich Klumpen im Magen und im Hals gespürt. Ich verstehe die Gruppe ausländischer Jugendlicher nicht, die vor uns ständig gelacht und Selfies gemacht haben. Ob die Muslime waren? Selbst wenn, ich verstehe Judenhass nicht. Make hummus, not war.

Nach dem KZ-Gelände sind wir durch das kleine Ort Würmmühl gelaufen. Wir kommen an die Würm nicht mehr ran und laufen bei der Amper, bis wir den Zusammenfluss der Würm und der Amper erreichen. Geschafft. Demnächst fangen wir eine Amper-Wanderung an, weil, warum nicht?

Der Ehemann hatte den Weg nur bis hier geplant. Mein Ischias tat weh und meine Blase war langsam voll. Ich habe vorgeschlagen, bis zur S-Bahn-Station in Hebertshausen zu gehen. Ich hätte mich über einen Biergarten unterwegs gefreut, um mich leichter zu fühlen, aber wir haben keinen gefunden. Hallo? Ich dachte, wir wären in Bayern? Als wir den Bahnhof erreicht haben, hatten wir Zeit, bevor der nächste Zug nach München kam. Wir haben uns kurz die Kapelle St. Maria Walpertshofen angeschaut.

Unterwegs fotografiert:

Am Abend, nachdem wir auf der Couch entspannt hatten, habe ich so starke Muskelkater wie lange nicht mehr bekommen. Ich konnte nicht mehr am Herd für längere Zeit stehen bleiben. Home Office ist schuld. Der Ehemann hat für uns gekocht. Am Montag ging’s mir zum Glück schon viel besser.

[0] Ich merke erst jetzt beim Nachlesen, der Titel vom Beitrag ist ungenau. Wir sind weiter als Dachau gelaufen. Egal, das ändere ich jetzt nicht mehr.

[1] Unbezahlte Werbung, da Namensnennung und/oder Verlinkung.

[2] Vom Duden[1] genehmigt. Schlimm ist das.


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Bilder vom Wochenende

Wir sind am Freitag letzter Woche nach Frankfurt gefahren. Der Ehemann wollte seine Familie besuchen.

Unterwegs hat es ganz viel geregnet. Wir sind zuerst auf der A8 gefahren, aber dem Ehemann machte es so keinen Spaß und der Regenradar[1] sagte, über Würzburg würde es nicht regnen. Wir haben beschlossen, den Umweg zu machen, was laut Google Maps[1] eine halbe Stunde länger dauern sollte. Warum wurde schnell klar: Monsterstau.

Ich habe unterwegs Fotos von den Wolken gemacht. Am Horizont sah es tatsächlich nach blauem Himmel aus. Kurz vor Frankfurt fing es aber wieder an zu regnen.

Am Samstag haben wir einen Ausflug zur Stangenpyramide gemacht. Von dort aus hat man einen wunderbaren Blick auf Frankfurt und den Hochtaunus. Nur im Frühling und im Sommer nicht wirklich, mit den Bäumen. Die Hochhäuser sieht man besser vor der Pyramide als am vorgesehenen Aussichtspunkt. Es war an dem Tag sehr windig, aber seitdem Kerstin und Robert im Home Office sind, gehen sie viel häufiger spazieren, egal bei welchem Wetter, oder fast.

Wir haben am Gasthof Neuhof geparkt und sind am Golfplatz entlang zur Pyramide gekommen. Nach der Pyramide sind wir an Pferde und Felder vorbei gelaufen. Der Wind hat Anregungswellen im Getreide gebildet, die man auf dem Foto nicht erkennt. Hier ist ein schönes Video davon.

Am Sonntag war das Wetter doch zu schlecht, um spazieren zu gehen. Wir haben die Tante und den Onkel vom Ehemann besucht.

Am Sonntag haben wir Hochheim besucht, bevor wir nach Hause gefahren sind. Es war ausnahmsweise ein schöner Tag und ich bewege mich momentan nicht genug. Das Ziel unseres Spazierganges war das Königin-Victoria-Denkmal, mitten in einem Weinberg. Wir sind zwischen Main und Weinfeldern gelaufen. Das Hochhaus hinter dem Berg sieht von hier aus genau so fehl am Platz wie das Hochhaus von Büsum vom Strand aus.

Nach dem Spaziergang haben wir einige Flaschen Wein von Flick[1] in der Altstadt gekauft und uns für die Fahrt leckere Falafel-Sandwiches und Maamoul[1] geholt.

Der Ehemann ist den ganzen Tag mit T-Shirt rum gelaufen und war am Abend knall rot auf den Armen und dem Gesicht. Ich war am Halsrand auch rot, und ein bisschen am Gesicht, das war am nächsten Tag zum Glück verschwunden. Der Ehemann ist blasser Natur, es dauert bei ihm viel länger. Wie doof, dass wir gar nicht an Sonnenschutz gedacht haben.

[1] Unbezahlte Werbung, da Namensnennung und/oder Verlinkung.

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