Windows aus der VirtualBox

Ich weiß nicht, was ich für einen Mist gebaut haben muss, aber gestern konnte ich plötzlich Windows 7 nicht mehr starten. Der Mainboard-Bildschirm erschien beim Hochfahren vom Rechner wie gewöhnt, danach hatte ich den schwarzen Bildschirm mit der Meldung, „Windows wird gestartet“, und dann wurde der Bildschirm ganz schwarz, mit dem Mauskursor in der Mitte, und dann passierte nichts. Gar nichts. Selbst nach zehn Minuten. Mir blieb nichts anderes übrig, als den Power-Knopf so lange zu drücken, bis der Rechner aus ging.

Beim nächsten Hochfahren ging es genau so. Und beim Nächsten. Irgendwann bekam ich die Auswahl zwischen normalem Start oder Starthilfe. Der abgesicherte Modus war komischerweise nicht vorhanden. Die Starthilfe wurde gewählt, aber sie konnte das Problem nicht beheben und alles, was man danach machen konnte war, den Rechner ausschalten zu lassen. Toll. Die Systemwiederherstellung, die ich vor einem Monat gemacht hatte, konnte ich also nicht nochmal durchführen.

Was ich noch machen konnte war, bevor Windows tut, als ob es hochfahren würde, die F11-Taste so lange zu drücken, bis ich ins Bootmenü komme. Von dort aus kann ich die Festplatte, wo Ubuntu installiert ist, auswählen, und Ubuntu starten. Ich denke, es war damals eine geniale Überlegung von mir, Ubuntu grundsätzlich auf eine neue, getrennte Festplatte zu installieren, obwohl die Windows-Festplatte noch viel Platz hat. Ubuntu funktioniert immer noch einwandfrei, und ich kann problemlos auf die Windows-Partitionen zugreifen und die Dateien lesen — selbst die vom Ehemann, die unter seinem Konto liegen und auf die ich unter Windows keine Leseberechtigung habe. Also scheint die Festplatte noch in Ordnung zu sein. Vielleicht ist der Boot Master Record beschädigt, und ich könnte versuchen, ihn mit dieser Anleitung wieder in Ordnung zu bringen. Vorausgesetzt, ich schaffe es, eine minimale Windows-Version mit Terminal zum Laufen zu bringen. Es erschien mir als eher unwahrscheinlich.

„Brauche ich wirklich Windows?“ habe ich mich gefragt. Ich benutze es nur noch, weil meine Lieblingsspiele auf Linux-Systemen nicht laufen. Ich gebe zu, ab und zu spiele ich immer noch sehr gerne super altmodische Spiele wie Baldur’s Gate, Neverwinter Nights oder Divine Divinity zum Beispiel. Alle mindestens fünfzehn Jahre alt, aber heutzutage findet man keine Rollenspiele mit solchen vielfältigen Geschichten mehr — sagte vor kurzem noch selbst der junge HiWi, der in unserer Gruppe arbeitet. Und wenn Diablo I nicht so schlecht mit den heutigen Grafikkarten aussehen würde, würde ich es auch noch spielen. Nachdem ich eine Sicherheitskopie von Spielständen auf der Ubuntu-Festplatte gemacht habe, habe ich mich mit virtuellen Maschinen auseinandergesetzt. Fertig bin ich noch nicht. Was ich bis jetzt gemacht habe, mit Hilfe dieser tollen YouTube-Anleitung (auf Englisch):

  • VirtualBox auf Ubuntu installiert: sudo apt-get install virtualbox (Version 5.0.40, nicht so aktuell wie die aktuellste Version auf https://www.virtualbox.org/wiki/Downloads).
  • VirtualBox Extension Pack für die VirtualBox Version 5.0.40 installiert (wenn man die aktuellste Version aufs Versehen installiert, bekommt man eine Fehlermeldung).
  • Eine geeignete ISO Datei für meine Windows-Version heruntergeladen. Die Installations-CD hatte ich zwar immer noch, aber ich fand es bequemer so. Dafür braucht man auch einen Lizenz-Schlüssel, den man beim Kauf vom Windows bekommen hat. Es liegt bei mir schon fünf Jahre her, ein Wunder, dass ich den Schlüssel trotz zwei Umzüge noch finden konnte.
  • Windows 7 in der VirtualBox gemäß der YouTube-Anleitung installiert, mit der Ausnahme, dass ich meinen Lizenz-Schlüssel eingegeben habe. Windows habe ich auf Englisch installiert, also sollte man für deutsche Versionen eventuell die Begriffe unten übersetzen. Da ich acht Prozessoren habe, habe ich vier davon Windows gegeben (unter „Settings“). Ich habe ebenfalls die Hälfte vom Speicher für Windows frei gegeben, und den ganzen Video-Speicher erlaubt. Man muss aufpassen, dass dem Host-Betriebssystem (Ubuntu) genug Ressourcen zu Verfügung stehen, um weiter laufen zu können. Sonst habe ich die automatisch ausgewählten Einstellungen benutzt.
  • Den Extension-Pack braucht man, um das Windows-Fenster maximieren zu können, sonst hat man ein Minifenster, mit dem man unmöglich spielen kann. Dafür muss man Windows in der VirtualBox im abgesicherten Modus starten können, und es funktioniert beim Drücken der F8-Taste beim Hochfahren nicht. Was man dafür machen muss (die vorgeschlagene Vorgehensweise auf der YouTube-Anleitung ab 12:07 hat bei mir nicht geklappt):
    • sich in Windows einloggen,
    • „Start“ klicken, dann im Suchfeld „run“ eingeben und die Eingabetaste betätigen,
    • im dadurch neu geöffneten Fenster, „msconfig“ eingeben,
    • im dadurch neu geöffneten Fenster, zum „Boot“-Tab wechseln und das Häkchen bei „Safe Boot“ unter „Boot options“ setzen,
    • „Apply“ klicken und Neustart zulassen,
    • dann, weiter wie in der YouTube-Anleitung ab 12:39 machen.
  • Die wichtigen Windows-Updates installieren.

Damit habe ich den Großteil von meinem sonnigen Sonntagnachmittag verbracht. Was mir noch fehlt:

  • die Auflösung vom Bildschirm richtig einstellen, vermutlich fehlt mir der Treiber der Grafikkarte,
  • Zugriff zu den externen Laufwerken (DVD…) bekommen,
  • Spiele installieren und testen, ob ich damit zufrieden bin.

Wenn alles klappt, mache ich die Windows-Festplatte platt und benutze nur noch Ubuntu und Windows in der virtuellen Maschine.

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Blauer Bildschirm des Todes

Seit vorgestern kam mir mein Rechner komisch vor. Ich starte ihn normalerweise morgens beim Aufstehen, noch bevor ich die morgendliche Toilette anfange. Dann mache ich Kaffee und komme zum Rechner zurück. Seit vorgestern fand ich es merkwürdig, dass er so lange braucht, um zum Anmeldebildschirm zu kommen, weil er noch nicht damit fertig war, als ich zurück kam. Auch gestern Nachmittag nach dem Sport. Einmal meinte ich sogar, ich hätte mich schon angemeldet, aber so ganz sicher war ich es mir nicht. Nur komisch, dass ich nach der Anmeldung ein Fenster bekommen habe, ähnlich wie unten, mit der Nachricht, dass Windows nach einem unerwarteten Herunterfahren wieder ausgeführt wurde:

Heute Morgen bin ich die ganze Zeit dabei geblieben, und habe erkannt, dass es ein größeres Problem gab. Denn ich habe mich angemeldet, und habe gewartet, bis der Rechner benutztbar wurde (es dauert unter Windows 7 recht lange, bis alle Prozesse gestartet sind und ich etwas erledigen kann, obwohl CCleaner zum Einsatz kommt). Soweit kam es nicht, weil ich plötzlich einen blauen Bildschirm des Todes bekommen habe. Und kurz danach ist der Rechner wieder hochgefahren worden, und hat dabei gefragt, in welchem Modus er denn hochgefahren werden soll. Wäre ich wie üblich nicht vor dem Rechner gewesen, hätte er eine halbe Minute gewartet, bis er im normalen Modus gestartet hätte. Deswegen dauerte das Hochfahren seit vorgestern so lange. Und das hat er nicht nur einmal gemacht. Beim zweiten Hochfahren ist der blaue Bildschirm zurück gekommen, noch bevor ich mich angemeldet habe. Und beim Dritten. Gruselig. Ich hatte blaue Bildschirme so lange nicht mehr gesehen, ich dachte, sie wären aus der Welt geschafft worden. Nein.

Beim vierten Hochfahren habe ich beschlossen, Windows im geschützten Modus zu starten, und da ging es. In dem Fenster mit der Meldung zum unerwartetem Herunterfahren gab es noch Hinweise über Dateien, die mehr Informationen enthalten könnten. Alle Dateien unter C:\Windows\Minidump waren zwar binär und für mich unlesbar, aber aus deren Entstehungsdatum konnte ich erkennen, dass die Probleme vorgestern angefangen haben. Einem Vorschlag des Ehemannes folgend, habe ich den Rechner auf einen früheren Status von vor zwei Wochen wiederhergestellt. Wiederherstellungspunkte werden ja automatisch bei jedem Windows-Update kreiert. Das ist das erste Mal, dass ich eine Wiederherstellung benutzt habe. Nach dem nächsten normalen Neustart schien es in Ordnung zu laufen, außer dass Java ein Fenster öffnete, weil er eine bestimmte Datei nicht mehr finden konnte. Ja, stimmt, ich hatte doch diese Woche ein Java-Update gemacht, einfach, weil die automatische Meldung dazu kam. Vorgestern oder am Tag davor. Wozu brauche ich Java denn eigentlich? Es gab eine wissenschaftliche Software, die auf Java basiert, die ich aber seit meinem Institutswechsel nicht mehr brauche. Weg damit. Java deinstalliert. Der Rechner wurde nochmal neu gestartet, um die letzte Updates durchzuführen. Bis jetzt sieht es gut aus. Hoffentlich ist das Problem behoben.

Irritiert

Mit meinem Vortrag für Donnerstag habe ich seit gestern keinen großen Fortschritt geschafft. Mein PC ist gerade vier Monate alt, und ich habe anscheinend erst gestern zum ersten Mal Powerpoint benutzt, weil er mir beim Starten diese Fragen zur online Benutzung der Hilfe usw. gestellt hat. Wieso auch, so häufig brauche ich Powerpoint nicht mehr, meine Bewerbungen schreibe ich mit Word (geht für mich doch schneller als LaTeX) und mein Bewerbungsstand für die Arbeitsagentur mache ich mit Excel.

Schon komisch, dass die Miniaturansicht der Folien auf der linken Seite nicht richtig zu funktionieren scheint, schon direkt nach dem Öffnen der Datei. Wenn ich die Maus drüber halte und ein paar mal rauf und runter scrolle, sehen die wieder richtig aus, aber so bald ich bei den Folien selber scrolle geht’s nicht mehr, die Miniaturansicht wird nicht aktualisiert, friert ein, oder kann sogar ganz weiß werden. Daran merke ich, wie sehr ich diese Ansicht bis jetzt benutzt habe. Ich habe schon Office heute de- und re-installiert, mit dem gleichen Ergebnis. Mist. Ich werde bis Donnerstag damit leben müssen. Es könnte daran liegen, dass ich jetzt Windows 7 und nicht mehr XP habe. Nein. Ich hatte auf meinem Arbeitslaptop bei meiner Beratungsstelle ebenfalls Windows 7 mit Office 2007 benutzt, genau wie jetzt, und hatte gar kein Problem. Und wenn ich überlege zickt Word auch, etwas ist faul mit der automatischen Korrektur, obwohl ich alle Häkchen richtig gesetzt habe.

Ich lasse es für heute Abend sein, ich fühle mich sowieso schwindelig. Vielleicht habe ich mich heute Nachmittag beim Sport überanstrengt. Zu lange Pause, zu viel auf einmal. Meine Verwandlung zum Schweinchen seit meinem Ischias-Problem muss ich aber irgendwann rückgängig machen. Ich habe vielleicht „nur“ 6kg drauf gelegt, aber dichte Muskelmasse durch leichtes Fettgewebe ersetzt, autsch.

Der Vortrag soll eh nur 20mn dauern. Und ich habe erfahren, dass eine ex-Kollegin sich auf diese Stelle auch beworben hatte, und am Freitag dran ist, sie hat’s mir selber erzählt. Hmmm. Ursprünglich ist die Stelle nur für „FH-Diplom/Bachelor“ ausgeschrieben. Gleichzeitig verlangen sie aber Expertise in meinem Gebiet, die man nur nach langjähriger Erfahrung bekommen kann, sprich in unserem Fall nach einer Promotion. Eine konkrete Vergütung haben sie nicht angegeben, deswegen ich im Anschreiben explizit gesagt habe, dass ich mindestens E13 erwarte, was ich sonst früher an der Uni verdient habe. Weniger wäre eine Frechheit. Daher dachte ich, als ich letzte Woche den Anruf bekommen habe, dass sie trotzdem interessiert sind. In der offiziellen Einladung zum Gespräch, die erst heute ankam, hat die Dame mich darum gebeten, meine Gehaltsvorstellung anzugeben. Es riecht nicht gut. Ich werde meinen Wert doch nicht für einen auf nur zwei Jahren befristeten Vertrag in einem öffentlich finanzierten Forschungszentrum (sprich ohnehin schon schlecht bezahlt) sinken lassen. Davon hatte mich sogar meine Beraterin bei der Arbeitsagentur abgeraten – wenn ich eine Person als Beraterin bezeichnen kann, die ich nur einmal gesehen habe und die meine Anfragen per Email unbeantwortet lässt. Wahrscheinlich mache ich den Vortrag umsonst. Ich denke, ein billigerer Kandidat steht schon zur Verfügung, die Stelle musste veröffentlicht werden, und meine ebenfalls promovierte Freundin und ich sind nur eingeladen worden, weil wir Frauen sind („Wir sind an der Bewerbung von Frauen besonders interessiert“) und so nah wohnen, dass keine Reisekosten entstehen. „Sehen Sie, wir haben versucht, Frauen einzustellen, aber sie verlangen zu viel Geld, wir können nichts dafür“. Hoffentlich bin ich einfach zu pessimistisch.