Blauer Bildschirm des Todes

Seit vorgestern kam mir mein Rechner komisch vor. Ich starte ihn normalerweise morgens beim Aufstehen, noch bevor ich die morgendliche Toilette anfange. Dann mache ich Kaffee und komme zum Rechner zurück. Seit vorgestern fand ich es merkwürdig, dass er so lange braucht, um zum Anmeldebildschirm zu kommen, weil er noch nicht damit fertig war, als ich zurück kam. Auch gestern Nachmittag nach dem Sport. Einmal meinte ich sogar, ich hätte mich schon angemeldet, aber so ganz sicher war ich es mir nicht. Nur komisch, dass ich nach der Anmeldung ein Fenster bekommen habe, ähnlich wie unten, mit der Nachricht, dass Windows nach einem unerwarteten Herunterfahren wieder ausgeführt wurde:

Heute Morgen bin ich die ganze Zeit dabei geblieben, und habe erkannt, dass es ein größeres Problem gab. Denn ich habe mich angemeldet, und habe gewartet, bis der Rechner benutztbar wurde (es dauert unter Windows 7 recht lange, bis alle Prozesse gestartet sind und ich etwas erledigen kann, obwohl CCleaner zum Einsatz kommt). Soweit kam es nicht, weil ich plötzlich einen blauen Bildschirm des Todes bekommen habe. Und kurz danach ist der Rechner wieder hochgefahren worden, und hat dabei gefragt, in welchem Modus er denn hochgefahren werden soll. Wäre ich wie üblich nicht vor dem Rechner gewesen, hätte er eine halbe Minute gewartet, bis er im normalen Modus gestartet hätte. Deswegen dauerte das Hochfahren seit vorgestern so lange. Und das hat er nicht nur einmal gemacht. Beim zweiten Hochfahren ist der blaue Bildschirm zurück gekommen, noch bevor ich mich angemeldet habe. Und beim Dritten. Gruselig. Ich hatte blaue Bildschirme so lange nicht mehr gesehen, ich dachte, sie wären aus der Welt geschafft worden. Nein.

Beim vierten Hochfahren habe ich beschlossen, Windows im geschützten Modus zu starten, und da ging es. In dem Fenster mit der Meldung zum unerwartetem Herunterfahren gab es noch Hinweise über Dateien, die mehr Informationen enthalten könnten. Alle Dateien unter C:\Windows\Minidump waren zwar binär und für mich unlesbar, aber aus deren Entstehungsdatum konnte ich erkennen, dass die Probleme vorgestern angefangen haben. Einem Vorschlag des Ehemannes folgend, habe ich den Rechner auf einen früheren Status von vor zwei Wochen wiederhergestellt. Wiederherstellungspunkte werden ja automatisch bei jedem Windows-Update kreiert. Das ist das erste Mal, dass ich eine Wiederherstellung benutzt habe. Nach dem nächsten normalen Neustart schien es in Ordnung zu laufen, außer dass Java ein Fenster öffnete, weil er eine bestimmte Datei nicht mehr finden konnte. Ja, stimmt, ich hatte doch diese Woche ein Java-Update gemacht, einfach, weil die automatische Meldung dazu kam. Vorgestern oder am Tag davor. Wozu brauche ich Java denn eigentlich? Es gab eine wissenschaftliche Software, die auf Java basiert, die ich aber seit meinem Institutswechsel nicht mehr brauche. Weg damit. Java deinstalliert. Der Rechner wurde nochmal neu gestartet, um die letzte Updates durchzuführen. Bis jetzt sieht es gut aus. Hoffentlich ist das Problem behoben.

Irritiert

Mit meinem Vortrag für Donnerstag habe ich seit gestern keinen großen Fortschritt geschafft. Mein PC ist gerade vier Monate alt, und ich habe anscheinend erst gestern zum ersten Mal Powerpoint benutzt, weil er mir beim Starten diese Fragen zur online Benutzung der Hilfe usw. gestellt hat. Wieso auch, so häufig brauche ich Powerpoint nicht mehr, meine Bewerbungen schreibe ich mit Word (geht für mich doch schneller als LaTeX) und mein Bewerbungsstand für die Arbeitsagentur mache ich mit Excel.

Schon komisch, dass die Miniaturansicht der Folien auf der linken Seite nicht richtig zu funktionieren scheint, schon direkt nach dem Öffnen der Datei. Wenn ich die Maus drüber halte und ein paar mal rauf und runter scrolle, sehen die wieder richtig aus, aber so bald ich bei den Folien selber scrolle geht’s nicht mehr, die Miniaturansicht wird nicht aktualisiert, friert ein, oder kann sogar ganz weiß werden. Daran merke ich, wie sehr ich diese Ansicht bis jetzt benutzt habe. Ich habe schon Office heute de- und re-installiert, mit dem gleichen Ergebnis. Mist. Ich werde bis Donnerstag damit leben müssen. Es könnte daran liegen, dass ich jetzt Windows 7 und nicht mehr XP habe. Nein. Ich hatte auf meinem Arbeitslaptop bei meiner Beratungsstelle ebenfalls Windows 7 mit Office 2007 benutzt, genau wie jetzt, und hatte gar kein Problem. Und wenn ich überlege zickt Word auch, etwas ist faul mit der automatischen Korrektur, obwohl ich alle Häkchen richtig gesetzt habe.

Ich lasse es für heute Abend sein, ich fühle mich sowieso schwindelig. Vielleicht habe ich mich heute Nachmittag beim Sport überanstrengt. Zu lange Pause, zu viel auf einmal. Meine Verwandlung zum Schweinchen seit meinem Ischias-Problem muss ich aber irgendwann rückgängig machen. Ich habe vielleicht „nur“ 6kg drauf gelegt, aber dichte Muskelmasse durch leichtes Fettgewebe ersetzt, autsch.

Der Vortrag soll eh nur 20mn dauern. Und ich habe erfahren, dass eine ex-Kollegin sich auf diese Stelle auch beworben hatte, und am Freitag dran ist, sie hat’s mir selber erzählt. Hmmm. Ursprünglich ist die Stelle nur für „FH-Diplom/Bachelor“ ausgeschrieben. Gleichzeitig verlangen sie aber Expertise in meinem Gebiet, die man nur nach langjähriger Erfahrung bekommen kann, sprich in unserem Fall nach einer Promotion. Eine konkrete Vergütung haben sie nicht angegeben, deswegen ich im Anschreiben explizit gesagt habe, dass ich mindestens E13 erwarte, was ich sonst früher an der Uni verdient habe. Weniger wäre eine Frechheit. Daher dachte ich, als ich letzte Woche den Anruf bekommen habe, dass sie trotzdem interessiert sind. In der offiziellen Einladung zum Gespräch, die erst heute ankam, hat die Dame mich darum gebeten, meine Gehaltsvorstellung anzugeben. Es riecht nicht gut. Ich werde meinen Wert doch nicht für einen auf nur zwei Jahren befristeten Vertrag in einem öffentlich finanzierten Forschungszentrum (sprich ohnehin schon schlecht bezahlt) sinken lassen. Davon hatte mich sogar meine Beraterin bei der Arbeitsagentur abgeraten – wenn ich eine Person als Beraterin bezeichnen kann, die ich nur einmal gesehen habe und die meine Anfragen per Email unbeantwortet lässt. Wahrscheinlich mache ich den Vortrag umsonst. Ich denke, ein billigerer Kandidat steht schon zur Verfügung, die Stelle musste veröffentlicht werden, und meine ebenfalls promovierte Freundin und ich sind nur eingeladen worden, weil wir Frauen sind („Wir sind an der Bewerbung von Frauen besonders interessiert“) und so nah wohnen, dass keine Reisekosten entstehen. „Sehen Sie, wir haben versucht, Frauen einzustellen, aber sie verlangen zu viel Geld, wir können nichts dafür“. Hoffentlich bin ich einfach zu pessimistisch.