Wochenendrückblick

Das Wochenende hat, wie jedes Wochenende, mit einem Besuch des Pasinger Viktualienmarkts begonnen. Frühstück bei Banandi’s Deli. Den ganzen Winter waren wir quasi die einzigen Gäste, die draußen gegessen haben, seit einigen Wochen ist auf einmal die Terrasse überfüllt. Gestern ging es wieder, dem schlechteren Wetter sei Dank. Wir sind diesmal mit der S-Bahn statt mit dem Auto gefahren, weil wir nicht vor hatten, wie sonst nach dem Einkaufen zum Sport zu fahren. Der Ehemann hat sich vor einer Woche beim Skifahren den Ellbogen gestaucht und wollte noch kein Sport machen, und da ich wegen Dienstreise die ganze kommende Woche nicht dazu kommen werde, haben wir das Training auf morgen verschoben. Auf dem Weg zurück zum Bahnhof ist mir dieser Baum mit den Blüten aufgefallen. Ich habe Lust auf Blumen bekommen, und zurück in unserem Kiez, habe ich bei der Blumenhändlerin dieses hübsche Arrangement mit der tollen Tulpe gekauft.

Die Tulpe ist nicht lange auf dem Couchtisch geblieben, denn wir haben gedacht, ihr geht’s doch bestimmt besser auf der Terrasse. Mit den anderen Blumen. Vielleicht zieht sie auch Bienen an. Als ich gestern auf dem Balkon stand, habe ich doch keine Insekte zur Tulpe fliegen gesehen. Sie sind alle mächtig von den Tannenbäumchen angezogen, die uns die Vermietern in den Blumenkasten gelassen haben. Das eine Bäumchen in der Mitte tropft total auf dem Schutzblech, und vor allem die Wespen haben ihr Spaß. Ich weniger, Wespen machen mich immer nervös, so gerne sie dicht an uns vorbei fliegen. Entspannte Nachmittage in der Sonne auf dem Balkon kann ich vergessen, vor allem, seitdem der Ehemann alle seine Pflanzen aus Berlin hierher gebracht hat. Und ich rede lieber gar nicht von gemütlichen Mahlzeiten in der frischen Luft. Wespen kommen sofort an, und ich gehe dann rein und vergesse lieber, dass wir einen Balkon haben.

Was am Nachmittag noch geschah, kann ich wegen Jugendschutz nicht erzählen. Für den Abendessen hat uns danach der Ehemann Spinat-Gnudi gekocht. Das war ein Rezept, das er auf Bayern2 gehört hatte, aber ich denke, es hat eigentlich nichts mit dem originalen Rezept zu tun. Das müssen wir jetzt nachholen.

Heute gibt es kein Foto. Wir sind am späten Vormittag zum Sport gefahren, und ich habe an Präsentationen gearbeitet, die ich bei meiner Dienstreise halten muss.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

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Was treiben sie denn hier?

Wespen haben einen von unseren Nadelbäumen auf dem Balkon erobert[1]. Von der Küche aus konnte ich weitaus mehr Wespen beobachten, es war mir unheimlich, so nah dran zu kommen, um sie mit dem Handy zu fotografieren. Ich frage mich, was hier so interessant sein soll, und warum sie die anderen Nadelbäume links und rechts herum nicht mal anrühren.

Wespen mitten im November…

[1] Die Bäume haben wir von den Vermietern geerbt.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Wespenplage

Gestern dürfte wohl der letzte Sommertag des Jahres gewesen sein. Der Ehemann ist früh von seiner Dienstreise zurück gekommen und hat mich bei der Arbeit abgeholt. Wir haben beschlossen, zu einem Biergarten in der Nähe unserer Wohnung zu gehen. Er hat sich an der Theke angestellt, um unsere Biere zu bestellen, während ich mir einen Tisch ausgesucht habe.

Der Biergarten war gut besucht, aber nicht so voll wie am Anfang der Saison. Es gab noch viele freie Tische, vor allem am Eingang vom Biergarten, neben dem Kinderspielplatz und dem Müllcontainer. Ich habe mich an einem Tisch ein bisschen abseits vom Rest der anderen Kunden hingesessen. Ich wollte vor allem Zigarettenrauch vermeiden.

Der Ehemann stand noch in der Schlange, als ich merkte, dass viele Wespen um einen Tisch unweit beschäftigt waren, obwohl niemand mehr dort saß. Ich habe mir einen anderen Tisch am Eingang ausgesucht, der von Wespen vernachlässigt aussah. Es war sehr weit weg vom Rest der Gäste, die an langen Tischen mit Bänken saßen. Mein Tisch war klein und rund, genau genug für zwei. Von der Sorte gab es viele, die nicht besetzt wurden. Ab und zu kam mal eine Wespe, um sich umzuschauen und gleich danach weg zu fliegen. Etwas Interessantes für sie hatte ich nicht.

Der Ehemann ist mit unseren Bieren zum Tisch gekommen, und wir haben uns entspannt. Kurz danach kam zum Nachbartisch ein Paar mit Bieren und etwas zum Essen dabei. Bratwurst im Brötchen und ein halbes Hähnchen. Es war unglaublich zu sehen, wie schnell sie von Wespen überfallen wurden. Der Mann hat den Teller seiner Frau mit dem Hähnchen zu einem anderen Tisch gebracht, und herum flogen mindestens zwanzig Wespen. Zwischen Mitte August und Ende September sind sie ja auf Suche nach Fleisch, um den Nachwuchs zu füttern.

Die Frau ist zur Theke gegangen, um sich zu beschweren, und ist mit einem Kännchen voller Rauch zurück gekommen. Was es genau war, weiß ich nicht, aber es hat die meisten Wespen vertrieben. Einige sind trotzdem geblieben und haben weiterhin versucht, Hähnchenstücke zu nehmen. Anscheinend war das Paar kein Einzelfall, wie ich aus den Kommentaren von anderen Gästen mitbekommen habe. Ich verstehe nicht, warum die Bedienung beim Servieren nicht gleich über die Wespen informiert und das Kännchen geliefert hat. Oder warum nicht Wespenfallen benutzen? Das habe ich schon in einem Lokal bei der Arbeit gesehen. Ich war jedenfalls froh, dass wir nichts zum Essen bestellt hatten.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Die Wespe

Ich liege auf dem Bett in meinem viel zu warmen Hotelzimmer. Eine Klimaanlage gibt es nicht, die ich während meines abendlichen Spazierganges hätte anschalten können, und Fenster öffnen geht nicht, weil die Leute unten am Feiern sind. Morgen muss ich früh aufstehen, die Konferenz fängt schon an. Richtig gelesen, an einem Sonntag. Akademiker haben es schwer.

Bevor ich einschlafe, will ich noch kurz über ein Ereignis berichten, das auf dem Weg vom Bahnhof zum Hotel statt gefunden hat. Ich bin zu Fuß gegangen. Ich hätte die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen können, aber zeitlich hätte ich nicht viel gewonnen, und die Bewegung tut doch gut.

Ich ging also auf dem Bürgerteig und schleppte Rollkoffer mit Laptop-Tasche oben drauf hinter mir. Bei der Hitze trug ich ein leichtes Kleid und bequeme offene Schuhe — die, die ich letztes Jahr wegen meiner Stauchung am Fuß gekauft hatte, um mit der Schiene gehen zu können. Plötzlich habe ich etwas Merkwürdiges bei der Innenseite meiner linken Ferse gespürt. Ich habe gehalten und geguckt: Am Rand meines Schuhes klammerte sich eine Wespe fest. Ich habe den Schuh sofort ausgezogen und die Wespe genauer geschaut. Ich weiß nicht, wie sie da gekommen war, aber sie hielt sich mit ihrer ganzen Kraft und stach mehrmals mit Wut die Innensohle vom Schuh. Das hatte sie anscheinend schon so lange gemacht, dass ein kleiner naßer Fleck von etwa drei Millimetern Durchmesser entstanden war. Ich habe die Wespe mit meinem Handy vom Schuh gelöst. Sie ist am Boden gelandet und konnte nur noch im Kreis am Boden kriechen. Vielleicht bin ich beim Gehen versehentlich auf sie getreten.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.