Traum am Samstagvormittag

Es war ein sonniger Vormittag. Der Ehemann und ich haben beschlossen, bei einer uns noch unbekannten kleinen Bäckerei zu frühstücken. Als wir ankamen, war aber niemand hinter der Theke. Außer uns war überhaupt niemand im Laden. Wir haben gestanden und gewartet, bis eine andere Kundin herein kam und den Ehemann grob schubste, um sich vorzudrängeln. Ich habe protestiert, aber die Frau hat es einfach ignoriert und sich noch ungefragt zu uns hingesessen, als das Warten zu lange wurde, obwohl andere Tische frei waren.

Wir saßen zu zweit an einem Holztisch in einem kleinen Biergarten. Es war sonnig. Der Ehemann wollte zur Toilette und meinte, er würde sich auf dem Weg dahin noch ein Bier bestellen. Bevor er zurück kam, brachte ein Kellner eine Cranberry-Schorle zu unserem Tisch. „Mein Mann wollte doch ein Bier“, sagte ich. „Bier haben wir leider nicht mehr“, antwortete der Kellner. Als er weg ging, kamen neue Leute an, die sich an einen Nachbartisch hinsetzen wollten. Der Kellner sagte ihnen, sie müssten weg von hier, weil es zu viele Gäste gäbe, er käme nicht mehr dazu, sie alle zu bedienen. Die Leute haben den Biergarten beleidigt verlassen. Der Ehemann kam zurück und wunderte sich über die Schorle. Die wollte er nicht haben. Bevor wir gingen, sollte ich doch zur Toilette, meinte er, es wäre hübsch angerichtet. Ich ging, konnte die richtige Tür hinter der Bar aber nicht finden. Es gab viele ganz kleine Türe, durch die eine erwachsene Person unmöglich gehen konnte. Als ich die paar Stufen runter zur Bar ging, um zurück nach draußen zu gehen, bin ich ausgerutcht. Statt aber auf dem Rücken zu landen, habe ich angefangen in der Luft zu schweben. Wie geil ist das denn?

Ich bin aufgewacht. Menno, gerade als es interessant wurde! Der Ehemann lag wach neben mir und ich habe ihm meinen Traum erzählt.

Wir gingen eine Straße entlang in der Stadt. Wir waren gerade bei einer Tram-Haltestelle. Rechts Schienen, links Schienen. Vereinzelte Autos fuhren an uns vorbei. Es war ein sehr ruhiger Sommertag. Die Sonne schien, der Himmel war blau. Auf einmal sah ich einen riesigen Greifvogel weit über uns kreisen. Ich zeigte ihn dem Ehemann, der mit seiner Kamera begeistert anfing, wild zu fotografieren. Als der Vogel näher kam, wurde er größer und größer. Er landete hinter der Haltestelle und als seine Flügel noch breit gestreckt waren, konnte ich sehen, dass seine ganze Brust voll mit Krallen bedeckt war. Der Vogel stand da, fast ganz schwarz, und war so groß wie ein Mann. Mir wurde es zu unheimlich und ich lief davon, während der Ehemann noch fotografierte.

Ich ging die Straße weiter hoch, als eine große Katze mich überholte. „Och, Katze, süß“, dachte ich zuerst, bevor ich merkte, dass sie völlig aufgeregt war. Sie fauchte und grollte, was das Zeug hielt, und rennte weiter weg. Ich folgte ihr und kam zu drei anderen kampfbereiten großen Katzen, zu denen die, die mich überholt hatte, sich zugesellte. Vorsichtshalber bin ich zur anderen Straßenseite gegangen. So ein Verhalten kannte ich bei Katzen nicht. Mehr und mehr Katzen kamen an und plötzlich war ein großer, schwarzer und beängstigter Hund von den Bestien umgezingelt, die ihn am Kragen packten und zur Straße ziehten. Armer Hund.

Weiter bin ich gegangen. Der Ehemann kam zu mir und ich musste ihm das Geschehen mit den Katzen und dem Hund erzählen, weil er nichts davon mitbekommen hatte. Manchmal denke ich, er geht wie ein Blinder durch die Welt. Wir sind links zu einer Treppe gekommen, wo viele andere Leute waren. Unsere Gäste. Wir hatten sie zur Einweihung unserer Wohnung eingeladen. Als wir in die Wohnung rein kamen (die ich sonst im Leben gar nicht kenne), habe ich ganz schnell aufgeräumt und die Türe von Schränken geschlossen, die auf Kopfhöhe halb offen waren. Das sah so unordentlich und gefährlich aus! Die Gäste sind herein gekommen, und da wir nicht genug Platz auf der Garderobe hatten, haben sie die Schränke wieder geöffnet, um ihre Jacken an den Türen zu hängen. Einige sind sofort zur Toilette am Ende von Gang hinter mir gelaufen. Ich wollte auch hin und dachte, wie gut, dass wir eine zweite Toilette neben der Eingangstür haben. Aber dorthin wollte ebenfalls der Schwiegervater, der zu den Gästen zählte.

Das Telefon vom Ehemann hat uns vom Schlaf gerissen. Elf Uhr morgens. Unglaublich, wie lange ich geschlafen habe. Das passiert mir sonst nie.

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UFO-Bruchlandung

Ich war in London unterwegs. Zu Fuß. Das Wetter war toll: Sonne und blauer Himmel. Ich ging an einem großen Garten vorbei. Am Himmel war was zu sehen. Ich dachte zuerst, ein Flugzeug würde ungewöhnlich ganz nah über die Stadt fliegen. Kein Flugzeug war das, sondern ein Schiff. Ein Riesending. Es sah zuerst aus, als ob es ganz tief über den Garten und mich fliegen würde, aber plötzlich kippte es und fiel runter. Ich habe mich zum Boden geworfen, mit der kleiner Hecke vom Garten als einziger Schutz. Blöd. Ich hätte zurück laufen und mich hinter dem großen Gebäude stellen müssen, habe ich dann gedacht, als die riesige Staubwolken mit der Schockwelle zu mir kamen.

Nach der Bruchlandung bin ich ohne Kratzer aufgestanden und habe mich um mich geschaut. Totale Zerstörung. Viele Gebäude standen nicht mehr oder waren extrem beschädigt. Einige Wolkenkratzer standen doch, und das Schiff, das mit der Nase im Boden stecke, war fast genau so hoch wie sie. Ob jetzt Außerirdische heraus strömen würden? Nichts derart geschah. Es war einfach still. Ich bin weiter gegangen.

Wo war denn der Ehemann? Wir waren noch vor meinem Spaziergang zusammen, und ich hatte ihn gehetzt, damit er zum Flughafen geht, weil er sonst seinen Flug zurück nach Berlin verpassen würde. Seitdem hatte ich nichts von ihm gehört. Nachrichten geschickt, keine Antwort.

Wie auch immer, bin ich in die Wohnung von einem älteren Paar gekommen. Die Leute kannte ich nicht, aber ihr Haus stand noch. Sie wohnten ganz oben im vierten Stock. Was war los gewesen, fragte die Frau. Ein Erdbeben? Sie hätten sich gerade das Haus gekauft, ihr Pech, wenn es gleich zerstört wird. Nein, kein Erdbeben, ein UFO hatte einen Unfall, habe ich ihr erklärt. Sie glaubte es mir nicht. Ich sagte, wir könnten ihre Straße runter gehen, von dort würde man noch das Schiff sehen können. Während sie sich fertig machte, um raus zu gehen, kritzelte ich ins Telefonbuch. Als wir raus wollten, musste ich feststellen, dass ich doch nichts anzuziehen hatte. Wo war meine Sporttasche? Durch die Aufregung hatte ich sie verloren. Ich trug nur mein langes weißes T-Shirt zum schlafen, mehr nicht, und mein Po würde man sehen. Egal, es waren außergewöhnliche Umstände. Wir sind die Straße runter gegangen, aber vom Schiff war nur noch ein bisschen zu sehen.

Belästigung

Ich befand mich am Gleis einer S-Bahn-Station. Ich war gerade aus einem Zug ausgestiegen. Außer zwei Männer, die da rum standen, war niemand zu sehen.

Ein der beiden Männer, in hellgrauer Joggingshose, kam zu mir. Ich sollte mit ihm vögeln, meinte er. Ich habe beschlossen, den Typ zu ignorienen. Keine Zeit für eine Anzeige wegen sexueller Belästigung bei der Polizei. Er hätte einen King-Size Penis, rief er hinterher, als ich an ihm vorbei ging, viele Männer hätten nur Size One, diese einmalige Chance würde sich nicht zweimal anbieten. Ist ja klar. Behaupten die doch alle von selbst.

Ich ging die Treppe hoch, zum Ausgangsbereich vom Bahnhof. Dort waren mehrere Menschen. Der Belästiger war mir hierher gefolgt und versuchte noch, mich zu überreden. Ich ging zu zwei Männern, die nur da rum standen, und sagte dem einen, „Dieser Mann belästigt mich“, und zeigte gleichzeiteig zum Belästiger. „What did you say?“ fragte der Mann. Stimmt, ich war in die USA gereist! „This man is harassing me,“ sagte ich. Er hat sich an den Belästiger gewandt, aber diesem schien es egal zu sein, er belästigte mich weiter.

Den Nachbarn von meinem Helfer fragte ich ebenfalls um Hilfe. „If you give me money, I can help you“, antwortete er. Ich sagte ihm kurz, dass ich es nicht so ehrenhaft fand, dass er nur gegen Geld helfen würde. Andererseits hatte ich ihn aktiv um Hilfe gebeten, ich könnte mich auch dafür bedanken. „OK, if you need money, I can give you money. Just help me,“ sagte ich ihm. Er ging zum ersten Helfer. Dem Belästiger wurde es zu viel. Er ergriff die Flucht. Mist, habe ich gedacht, somit könnten wir doch gar nicht bei der Polizei sagen, wer das überhaupt gewesen war. Andererseits hatte ich keine Zeit für die Polizei.

Der zweite Helfer wollte jetzt sein Geld haben. Klar, sagte ich, weiter auf English. Es gäbe nur ein kleines Problem, ich hätte keine Dollars dabei. Nur Euros. „What?“ „European currency,“ sagte ich. „Ah, ok“. Ich ging zu meiner Handtasche, die weiter weg neben einem Aufzug lag. Aus meinem Portemonnaie nahm ich 40 € raus. Es gab noch viel mehr Scheine drin, selbst ein 1000 € Schein, ich konnte es mir echt leisten und kam mir dreist vor, ihm nur 40 € zu geben. Aber er schien zufrieden zu sein.

Explorationstraum

Ich bin heute Nacht mehrfach aufgewacht. Wie fast jede Nacht in der neuen Wohnung. Die Heizung im Schlafzimmer macht leise Geräusche. Ich bin nicht mehr daran gewöhnt, da wir in Berlin eine ganz bequeme Fußbodenheizung mit Fernwärme haben. Jedesmal denke ich, ich brauche ewig, um wieder einzuschlafen. Das stimmt nicht. Von kurz nach vier wurde es plötzlich halb sechs. Zu früh, um schon aufzustehen. Versuche doch, weiter zu schlafen.

Ich kann nicht mehr schlafen. Doch besser aufzustehen. Ich mache die kleine Lampe neben dem Bett an, die ich am Wochenende von zu Hause mitgenommen habe. Sie ist so bequem zu bedienen, man braucht nur den Sockel anzufassen, damit sie leuchtet. Die Lampe habe ich mangels Möbel am Boden neben dem Bett gestellt. Ich finde den Sockel und berühre ihn mit den Fingern. Nichts passiert. Die Kugel der Lampe liegt abseits vom Sockel. Komisch. Ich sehe, dass die Lampe unten kleine Kontakte hat, die offensichtlich in das Gitter vom Sockel einzustecken sind. Es war mir noch nie aufgefallen, dass sie so gebaut ist! Ich stecke die Lampe wieder in den Sockel ein und berühre diesen. Die Lampe geht nicht an, dafür der Fernseher, der auf dem kleinen Tisch neben dem Bett steht. Fernseher? Kleiner Tisch? Nichts davon habe ich! Es muss ein Traum sein. Wach auf!

Ich liege im Bett. Jetzt reicht’s. Ich stehe auf und gehe zum Fenster. Dabei umgehe ich den kleinen Tisch neben dem Bett, auf dem wenigstens kein Fernseher mehr steht. Ich mache das Fenster auf. Die frische Luft wird mir mit dem vielen Schnee gut tun. Komisch, es fühlt sich doch gar nicht so kalt an. Ich stehe da in meiner Leggin und meinem waagerecht gestreiften blauen langarmigen Nachthemd, der mir doch für einen kurzen Moment ungewohnt vorkommt. So ein Nachthemd habe ich tatsächlich nicht. Vereinzelte Männer gehen auf dem verschneiten großen Platz unter mir vorbei. Wo ist denn die Schule? Ich beschließe, zur Toilette zu gehen, und nehme dabei den braunen Kleiderschrank mit Spiegel wahr, der vor der Tür steht. Ich habe doch keinen solchen Schrank! Ich vermeide den Blick in den Spiegel und versuche, den Lichtschalter vom Schlafzimmer zu tätigen. Mehrmals drücke ich ihn, aber nichts geschieht. Nicht schon wieder! Wach auf! Wach auf! Ich höre eine leise weibliche Stimme, die irgendwo schreit.

06:25. In fünf Minuten klingelt der Wecker. Ich mache die kleine Lampe an. Alles gut.

Wie ich diese Art von Träumen hasse, wo die gewohnte Umgebung verzerrt wird! Es hat etwas Gruseliges. In Träumen ist es mir sehr bewusst, daher vermeide ich es grundsätzlich, in Spiegeln zu gucken, selbst wenn es mir nicht klar ist, dass ich träume. Wer weiß, was da zurück raus guckt. Solche Explorationsträume habe ich häufig nach einem Umzug bekommen. Als ob ich das Bedürfnis hätte, meine neue Umgebung im Traum nochmal zu untersuchen.

Wie damals, als ich zurück nach Deutschland gekommen war. Knapp eine Woche nach meinem Einzug, träumte ich eines Morgens davon, wie ich mich in der Wohnung bewegte. Es war Sommer, die Wohnung hatte ganz früh Tageslicht. Nur der Lichtschalter im Flur ließt sich nicht bewegen, und ich stand da und strengte mich vergeblich an, das Licht doch anzumachen…

Der gestohlene Kleiderständer

Mein Traum von vorletzter Nacht.

Ich war mit Kate in meinem Heimatdorf unterwegs. Wir gingen die Hauptstraße hoch bis zur Wohnung meiner Mami. Es war sonnig. Als wir auf halber Höhe der Straße waren, bemerkte ich einen kleinen Laden. Vor seiner geöffneten Tür stand ein Wäscheständer, der mir sehr bekannt vor kam. Es war meiner! Auf den Bügeln hingen sogar meine eigene Kleider, die ich nach dem Waschen zum Trocknen gehangen hatte und die jetzt von dem Laden zum Verkauf angeboten waren! Eine Unverschämtheit.

Ich habe den Wäscheständer genommen und ihn bis zur Wohnung geschoben. Kate folgte mir. Dort stand meine Mami mit meinem Bruder vor dem Haus. Mein Bruder war gleichzeitig mein Mann. Ich habe ihnen erzählt, dass ich meinen Wäscheständer gerade vom Laden zurück genommen hatte. Mein Bruder fügte hinzu, dass wir noch 50€ Pfand bezahlen mussten, um den Ständer zurück bringen zu können, obwohl er uns gehört.

Ich habe beschlossen, mit meinem Bruder zurück zum Laden zu gehen und die 50€ zu verlangen. Dort angekommen, hatte sich der Laden inzwischen in ein gut besuchtes Restaurant umgewandelt. Die Verkäuferin war jetzt Kellnerin und tat so, als ob sie so beschäftigt wäre, dass sie uns gar nicht wahrnehmen konnte. Es war natürlich nur gespielt, sie hatte uns ankommen gesehen und war zu ihrem Mann hinter der Theke gegangen, um ihn zu fragen, wie sie uns los werden könnte.

Ich habe nicht vor gehabt zu warten, bis sie sich entscheidet, mit uns zu reden. Ich habe mir die Dekoration vom Restaurant genau angeschaut und gesehen, dass ganz viel Holz für die Wände und die Decke verwendet wurde. Ich habe mit den Fingern das Holz gefühlt. Es war so reich bearbeitet wie die Balken, die man in alten Schlössern sehen kann, an der Loire zum Beispiel, mit Goldfarbe. Bestimmt würde es gut brennen können. „Lass uns die Bude abfackeln!“, habe ich meinem Bruder laut gesagt.

Ich bin aufgewacht.

Rufbereitschaft

Diesen Traum hatte ich gestern Nacht.

Ich war unterwegs, für einen kurzen Urlaub. Es war am Wochenende. Ich befand mich in einem Schlafzimmer in einer Stadt. Es war dunkel, ich war alleine. Das Licht hatte ich nicht angeschaltet und ich konnte teilweise die Fensterkreuzschatten an der Wand sehen. Meine kleine Reisetasche lag auf einer blauen Holzkommode. Ich wollte ins Bett gehen.

Plötzlich ertönte der Klingelton vom Rufbereitschaftshandy. Wie immer, wenn das Handy nachtsüber klingelt, ging mein Puls sofort in die Höhe. Stress. Doch nicht schon wieder ein Problem an den Geräten! Aber Moment mal, ich war doch im Urlaub! Und Rufbereitschaft hatte ich gar nicht! Eine schnelle Suche in meiner Reisetasche ergab doch, dass das kleine weiße Handy sich tatsächlich drin befand. Hatte ich vergessen, es dem nächsten Kollegen zu übergeben? Wer war denn diese Woche für Rufbereitschaft zuständig? Gerne hätte ich im Kalender nachgeprüft, aber ich hatte gerade keinen Zugang. Ich habe aufgelegt. Im Geiste habe ich versucht, meine anderen Kollegen zu kontaktieren, aber keiner war ansprechbar. Was nun? Das Handy fing wieder an zu klingeln.

Ich bin vom Stress aufgewacht. Ich habe diese Woche keine Rufbereitschaft, aber die psychische Belastung ist anscheinend so groß geworden, dass ich auch in ruhigeren Zeiten Alpträume davon bekomme. Ich zucke immer erschrocken, wenn ich diesen Nokia-Klingelton in der Bahn oder sonst wo höre, weil er recht häufig benutzt wird. Ich muss zusehen, dass ich mich weg bewerbe.

Die verletzte Katze

Ich war mit meiner Mutter unterwegs. Wir wollten eine Freundin von ihr besuchen. Sie wohnte in einem Dorf mit sehr steilen Straßen. Die Häuser wirkten alt. Ihre Wände bestanden aus ungerelmäßig geformten dicken Steinen. Wir fuhren eine Straße hochwärts. An einigen Stellen hatte ich Bedenken, dass das Auto es nicht mehr schaffen würde und anfangen würde, rückwärts zu rutschen, aber angekommen sind wir doch. Meine Mutter hat das Auto mitten in einer engen steilen Straße geparkt und wir sind ausgestiegen.

Aus welchem Grund auch immer bin ich zuerst nicht ins Haus gegangen, sondern bin auf der Straße geblieben. Vielleicht, weil ich ein schlechtes Gefühl hatte, weil das Auto mir so nicht sicher geparkt vorkam. Und recht hatte ich, das Auto fing plötzlich an, von alleine die Straße runter zu rollen. An der nächsten Biegung konnte es natürlich nicht wenden. Das Auto ist gegen eine Hauswand geknallt. Chipie, meine Katze, ist aus dem Auto raus gekommen und hat sich auf dem Weg zum Haus der Freundin meiner Mutter gemacht. Ich bin ihr gefolgt. Sie sah gar nicht gut aus, nach dem Unfall. Blut befleckte ihr weißes Fell am Bauch. Sie hat versucht, sich zu lecken, und dabei habe ich gemerkt, dass ihr Bauch offen lag. Ein langer Schnitt war zu sehen.

Ich habe Panik bekommen und meine Mutter gesucht, damit sie einen Tierarzt anruft. Ich wusste nicht wo sie war. Auf meine Rufe hat sie nicht reagiert. Ich bin durch alle Räume der mir unbekanten Wohnung gegangen. Die Wohnung war groß. Es war dunkel. In einem großen Wohnzimmer habe ich sie gefunden. Meine Mutter und ihre Freundin schliefen auf einer langen Eckcouch, jede auf einer Seite der Couch, und waren in Decken kuschelig eingerollt.

Um halb vier bin ich aus dem Traum aufgewacht. Ich bin kurz aufgestanden, um die Toilette zu besuchen und ein Glas Milch zu trinken. Wieder einschlafen konnte ich gut. Ich habe geträumt, wie ich dem Ehemann meinen vorherigen Traum beschrieben habe. „Es war sooo steil!“ habe ich ihm erzählt, und es verdeutlicht, indem ich die linke Hand fast senkrecht gehoben habe.

Nächtliche Party

Wir waren gerade in eine neue Wohnung umgezogen. Die Wohnung war klein, im Erdgeschoß, in einem mehrstöckigen Haus aus dunklem Holz. Wir hatten Freunde zur Einweihungsfeier eingeladen. Unter Anderen war Sascha dabei, ein Schulfreund vom Ehemann. Er hatte seine Gitarre mitgenommen.

Wir waren alle stark alkoholisiert und haben auf die Uhrzeit nicht aufgepasst. Es sah ganz hell aus, durch die Fenster. Die ganze Nacht haben wir gefeiert. Gegen sechs Uhr morgens sind einige Gäste mit Sascha nach draußen gegangen. Um zu rauchen, und um Musik zu spielen, und um zu singen. Um sechs Uhr morgens! Die Nachbarn würden doch gleich ausflippen! Ich habe versucht, die Gäste zurück in die Wohnung zu bringen. Vergeblich.

Als alle endlich weg gingen, kam der Ehemann zu mir. Wir bräuchten uns keine Sorge mehr um die Nachbarn zu machen. Er hätte gerade mit dem älteren Mann oberhalb von unserer Wohnung geredet. Also sich eher heftig gestritten. Der würde bestimmt nie wieder mit uns zu tun haben wollen. Ich war enttäuscht, dass er es geschafft hatte, uns so schnell einen schlechten Ruf im Haus zu geben.

Das Versteckspiel

Ich befand mich in einem großen Raum mit einer anderen Person. Eine dritte Person hatte eben den Raum verlassen. Wir spielten das Versteckspiel.

Wir waren in einem Schlafzimmer. Es war Nacht, der Raum war mit einer Glühbirne beleuchtet, die ein gelbes Licht spendete. Es gab ein großes Bett und einen riesigen Kleiderschrank aus dunklem Holz.

Die andere Person meinte, wir sollten uns jetzt verstecken. Ich stand vor dem Kleiderschrank. Rechts hingen viele Mäntel, ohne Tür. Das letzte Fach rechts war eng, hatte aber eine Tür. Ich habe beschlossen, mich drin zu verstecken. Ich bin aber nicht durch die Tür, sondern unter die Trennwand zu den Mänteln zum Fach gegangen, während die andere Person mit einem Augenzwinkern in meiner Richtung unter dem Bett gerutscht ist.

Ich saß also am Boden im engen Fach vom Kleiderschrank, mit dem Rücken zur Wand, und dachte, so bin ich nicht wirklich versteckt. Jeder würde mich finden. Ich habe also die Trennwand bis zu meinem Schoß herunter gezogen, so dass nur noch meine Beine im Mäntelfach zu sehen waren. Ich konnte jedoch alles im Raum sehen, sowie meine Beine. Ich trug meine allerneueste Hose, zusammen mit den neuen warmen Stiefeln, die ich mir für diesen Winter gegönnt habe.

Die dritte Person ist mit einer Vierten zurück gekommen, um nach uns zu suchen. Sie hat ein bisschen Zeit gebraucht, um meine Beine zu sehen, und ist dann erstmals da vor mir stehen geblieben. Dass da Beine waren, die einer Person gehören müssen, war ihr klar. Aber sie sagte, dass keiner so blöd wäre, um sich so schlecht zu verstecken, und beschließ daher, dass keiner da versteckt wäre.

Ich hatte große Mühe, nicht in Lachen auszubrechen, als die Person zuerst vor mir stand und danach weiter nach uns im Raum suchte. Meine Lippen musste ich ganz fest zusammen pressen, und trotzdem kamen kleine Lachgeräusche durch. Ich bin auch so aufgewacht.

Stressiger Traum

Ich befand mich in einem Raum mit vielen Menschen. Es war ein Hörsaal mit vielen Tischen, die in Reihen angeordnet waren. Leute saßen an den Tischen und schauten auf der Projektionsfläche vorne links an der Wand, neben den Fenstern vom Raum.

Vorne saß Winfried. Gerade lief ein Vortrag. Mein Vortrag. Aber statt vorne zu stehen, stand ich hinten. Ich erzählte und blätterte durch die Folien auf meinem Laptop. Mein Vortrag war teil einer viertägigen Veranstaltung, die ich organisiert hatte und die eine Weiterbildung für Wissenschaftler war. Sie sollten drin lernen, mein Programm#1 zu benutzen. Ich hatte einen Vortrag jetzt und einen am nächsten Tag zu halten. Direkt nach meinem zweiten Vortrag war ein praktischer Teil am Rechner vorgesehen[1].

Mein erster Vortrag stellte die Grundlagen einer Methode zum Auswerten von Daten vor. Ich habe ihn gut gehalten, aber es gab zwischendurch so viele Fragen, dass ich das Ende der Präsentation weg lassen musste, um im Zeitrahmen zu bleiben. Es hat mich geärgert. Danach war Kaffeepause.

Ich wollte raus gehen, als eine Teilnehmerin mich angesprochen hat. Sie sah wie meine chinesische Freundin Mei aus. Sie meinte, ein Mann würde sie belästigen. Ich bin mit ihr zu einem Flur unweit vom Veranstaltungsraum gegangen. Dort, auf einem kleinen Tisch, hatte jemand einen sogenannten Ghettoblaster hingestellt. Das Gerät war schwarz und ovalförmig. Daraus ertönte eine Musik, die man bis zum Hörsaal hören konnte. Der Belästiger von der Frau hatte ganz klar das Gerät mitgebracht. Ich habe auf die Stop-Taste gedrückt und die Kassette aus ihrem Fach geholt. Ich habe vorgeschlagen, das Band von der Kassette heraus zu ziehen und zu vernichten, aber der Mann war wieder auf dem Weg zum Tisch. Ich bin mit der Kassette zur nahgelegenen Toilette geflüchtet und die Frau ist zurück zur Veranstaltung gelaufen.

Ich saß also auf dem Klo mit der Kassette in der Hand. Da ich schon da war, habe ich uriniert. Meine Tür war geöffnet, und ich konnte sehen, wie der Mann am Musikgerät fummelte. Ein anderer Mann ist aus der Toilette auf der anderen Seite vom Flur raus gekommen. Ich habe meine Tür geschlossen.

Zurück im Veranstaltungsraum. Es musste der nächste Tag sein, weil ich den zweiten Vortrag über Programm#1 halten musste. Ich hatte eine halbe Stunde zur Verfügung, danach war Kaffeepause und dann Praxis am Rechner. Irgendwie hat es nicht geklappt und ich konnte nicht mal die Hälfte der Folien zeigen. Nach der Kaffeepause habe ich dann verstanden warum: Anstatt über Progamm#1 zu erzählen, hatte ich wieder die Präsentation vom Vortag erzählt, die viel länger dauerte! Und keiner hat es gemerkt, nicht mal Winfried. Was nun?

Die Teilnehmer kamen schon von der Kaffeepause zurück und starteten ihren Rechner, um an Daten zu arbeiten. Dabei konnten sie gar nicht wissen, wie Programm#1 zu benutzen war[2]. Ich habe Winfried das Problem geschildert und beschlossen, den Vortrag ganz schnell zu halten. Ich habe um Aufmerksamkeit gebeten. Zweimal. Die Leute waren alle am Diskutieren. Ich habe gesagt, dass ich versehentlich den Vortrag von gestern gezeigt hatte und nun ganz schnell über Programm#1 erzählen würde. „Oh, great, brilliant„, meinte begeistert ein Teilnehmer vorne. Die Veranstaltung fand auf Englisch statt. Ich bin zu meinem Laptop hinten gegangen. Ich hatte aber große Mühe, die Leute am Vortrag zu interessieren. Sie plauderten die ganze Zeit, gingen raus und wieder rein, und beachteten mich gar nicht.

Ich bin in Schweiß gebadet aufgewacht. Warum muss ich jetzt, immer noch im Urlaub bei meiner Mami, so einen Traum haben?

[1] Eine solche Veranstaltung habe ich tatsächlich kurz vor unserer Weihnachtsfeier organisiert. Sie war allerdings nur eintägig. Es gab nur Vorträge, keine Praxis. Es wäre bei der großen Anzahl von Teilnehmern unmöglich gewesen.

[2] Eigentlich ist die Benutzeroberfläche sehr intuitiv gestaltet. Wichtiger ist zu wissen, wie man die Ergebnisse interpretiert.