Erkältet

Das bin ich mal wieder. Ich dachte, ich würde verschont bleiben, da der Ehemann die ganze letzte Woche erkältet war und deswegen auch krank geschrieben wurde, und mich nicht angesteckt hatte. Gestern habe ich erste Anzeichen bekommen, und heute noch mehr. Halskratzen und Schupfen. Immerhin kein Fieber. Ich vermute, es kommt vom Kochustensilien-Händler auf der anderen Straßenseite, bei dem ich am Freitag nach der grünen Woche war, um ein neues Nudelholz zu kaufen. „Ich bleibe fern, ich bin krank,“[1] hatte er uns begrüßt. Tja.

Immerhin werden die Kollegen morgen sehen, dass ich diese Woche „wirklich“ krank war. Das war meine beste Krankschreibung überhaupt. Und es traf sich gut, dass wir beide zu Hause waren. Der Arzt hatte aus „Schutzgründen“ irgendeinen Infekt eingetragen, weil der Arbeitgeber nicht gleich wissen muss, dass ich schwanger bin. Jetzt habe ich auch den Infekt.

Auf Medikamente will ich verzichten, weil ich nicht weiß, ob es als Schwangere eine gute Idee ist. Ja, ich könnte danach suchen. Aber solange die Beschwerden so mild bleiben, brauche ich keine Tablette. Stattdessen habe ich mir mein Power-dich-auf-Tee gemacht. Ganz einfach:

  • 1 kleines Stück Ingwer schälen und in kleinen Würfeln schneiden.
  • Ingwer in eine Tasse geben und mit heißem Wasser bis 2 cm vor dem Rand füllen.
  • Einen großzügigen Teelöffel Honig hinzufügen (Rosmarinhonig oder Salbeihonig am liebsten).
  • Saft einer halben Zitrone pressen und zum Tee gießen.
  • Gut rühren und sehr warm trinken.

Es schmeckt super, und man fühlt sich danach ganz schön warm.

[1] „Je reste loin, j’ai la crève.“ Noch so ein Franzose 🙂


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

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Einschlafen

Ich habe heute Nacht schlecht geschlafen. Ich konnte einfach nicht einschlafen, bis etwa 03:00. Und heute Morgen, wie jeden Dienstag, bin ich kurz nach 07:00 von der Müllabfuhr geweckt worden.

Der Grund fürs schwierige Einschlafen ist mir um 02:30 klar geworden. Meine chinesische Freundin Mei hat mich gestern angerufen und wollte nach der Arbeit in die Stadt. Sie ist mit einer anderen chinesischen Frau, Li, gekommen, die in Kürze ihre Doktorarbeit anfangen wird, und die ich seit einigen Monaten kenne. Sie haben vorgeschlagen, zu einem kleinen Lokal zu gehen, wo man Bubble Tea trinken kann. Bubble Tea kannte ich noch nicht und habe es also zum ersten Mal probiert. Ich habe danach nicht mehr dran gedacht. Aber Tee nach 17:00 zu trinken, wie Kaffee, Cola oder Orangensaft, ist bei mir eine sehr schlechte Idee. Es gab eine Zeit, als ich mit Kollegen jeden Tag nach dem Mittagessen Kaffee getrunken hatte. In dieser Zeit hatte ich extreme Schwierigkeiten beim Schlafen. Ich habe aber nicht sofort gewusst, woran es lag. Erst als ich ein paar Mal ausnahmsweise keinen Kaffee getrunken hatte und direkt danach gut schlafen konnte, habe ich mit der Gewohnheit nach dem Mittagessen aufgehört. Morgens kann ich aber ohne Problem Kaffee trinken. Kein Wunder also, dass ich heute Nacht nicht früh schlafen konnte.

Andererseits ist es gut, dass ich lange wach geblieben bin. Gegen 02:30 habe ich wieder an den Kater meiner Vermieterin gedacht. Sie ist aus ihrem kurzen Urlaub noch nicht zurück gekommen. In der Woche brauche ich mich nicht um den Kater zu kümmern, da die Kollegin meiner Vermieterin in der Praxis tagsüber da ist, sie versorgt ihn schon. Wie war das noch? Abends soll ich ihn in die Praxis wieder rein lassen, stimmt… Ach du Sch…! Steh auf, zieh dich wieder an, mach ganz leise die Tür auf, geh die Treppe runter bis zum Erdgeschoss, öffne die Tür der Praxis, mach die Tür zum Garten auf, der Kater kommt sofort angerannt, mach die Tür und die Rollladen zu, Entschuldigungsschmusen, gib ein paar Leckerlies, mach die Tür wieder zu, gehe die vier Etagen leise wieder hoch, zurück in die Wohnung, ausziehen, zurück ins Bett… Und dann, nach ein bisschen Lesen, bin ich endlich eingeschlafen.

Ich habe sonst gestern etwas von meinem Bearbeiter beim Jobcenter doch gehört. Er hat versucht, mich anzurufen, als ich beim Fitness-Studio war. Zurück rufen konnte ich nicht, die Nummer wurde nicht angezeigt. Als ich wieder zu Hause war und Thunderbird geöffnet habe, habe ich eine Email von ihm gefunden. Er hat mir eine vom Arbeitsamt bezahlte Weiterbildung für Qualitätsmanagement ab Juni in meiner Stadt angeboten, mit anschließender TÜV-Zertifizierung. Da bin ich sofort auf die Gelegenheit gesprungen und habe mein Interesse angekündigt. Es gibt immer wieder Stellenanzeigen für QM, da könnte ich eine sinnvolle neue Fähigkeit erwerben. Die Weiterbildung soll nun drei Monaten Vollzeit dauern. Ich habe gleich angemerkt, dass man bei einem solchen Zeitaufwand nicht erwarten kann, dass ich mich so intensiv wie jetzt bewerben werde. Er hat mich für die Weiterbildung vermerkt, ich hoffe, ich kann tatsächlich daran teilnehmen.

Und heute Nachmittag habe ich einen Termin bei einer Fotografin in meinem Viertel, um neue Bewerbungsfotos zu machen. Ich denke, mit meinen zurzeit vermerkten Stellenanzeigen werde ich warten, bis ich das neue Foto habe. So lange wird es nicht dauern, sie meinte, bis nächster Woche sollten sie fertig sein. Wir machen gleich eine Serie von Fotos und ich soll danach entscheiden, welche ich behalten will. Der Preis ist schon hoch, aber ich habe ihre Arbeiten auf ihrer Internet-Seite gesehen und bin begeistert.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.