Ich habe Steam für mich entdeckt

Daher heißt es ab jetzt endgültig: Tschüß Windows!

Seitdem meine Windows-Festplatte letztes Jahr den Geist aufgegeben hat, hatte ich mit Divine Divinity ein paar Sachen unter Ubuntu ausprobiert, und war beim Wine stehen geblieben. Nachteil: Ich konnte das Spiel nicht im Vollbildmodus spielen, weil es recht instabil war. Das Spiel ist häufig abgestürzt, bis ich beschlossen habe, lieber in dem kleinen Fenster zu spielen.

Ich hatte lange gedacht, ich sollte dann weiter mit der Installation von anderen Spielen in Wine vorgehen, wie Baldur’s Gate. Eine Anleitung hatte ich mir sogar ausgesucht, aber dazu bin ich doch nie gekommen. Zu aufwendig.

In letzter Zeit dachte ich, ich sollte mir vielleicht einen neuen Rechner mit Windows 10 kaufen. Um zu schauen, ob ich meine alte Spiele noch drauf installieren kann. Wenn die CDs noch heil sind. Das ist auch etwas, was mir ein bisschen Sorgen macht. CD-Laufwerke wird es nicht immer geben. Und wenn die CDs unlesbar werden, was mache ich aus meinen Spielen?

Und eigentlich, die ganze Zeit gab’s schon Steam! Wo ich meine Lieblingsspiele auch für Linux herunterladen kann!!! Gut, der Nachteil ist, dass man die Spiele neu kaufen muss. Obwohl ich die schon habe. Aber sie auf CDs für Windows zu haben, und deswegen nicht mehr spielen zu können, ist, wie wenn ich die CDs nicht mehr hätte. Bei Steam sind die Spiele immer verfügbar, selbst wenn ich Ubuntu neu installieren muss. Die Spiele bleiben in meinem Konto (so lange es Steam gibt).

Ich habe Baldur’s Gate Enhanced Edition getestet. Die Installation lief in Steam unglaublich schnell und unkompliziert. Als angenehme Überraschung: Das Spiel wurde noch verbessert! Ja, klar, Enhanced Edition halt, der Name sagt es schon. Das Spielen ist komfortabler geworden, zum Beispiel löst jetzt das Öffnen vom Inventar die Pause aus (vorher konnte man währenddessen angegriffen werden)… Und es gibt neue Charaktere.

Es kann also gut sein, dass ich mich hier rar mache. Wenn ich nicht fleißig mein MVV-Tagebuch pflege, beseitige ich das Chaos in Faerûn. Es ist eh zu warm, um etwas anderes zu unternehmen.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Werbeanzeigen

Divine Divinity unter Ubuntu spielen

Es geht! Ohne vorher Windows aus der VirtualBox zu starten! Und wenn es mit den anderen Spielen auch so einfach geht, sage ich Tschüß Windows, die Festplatte wird für Ubuntu neu formatiert, Tschüß VirtualBox, Hallo Wine! Ich habe gerade Wine komplett entfernt und reinstalliert, um mir die nötigen Schritte festzuhalten und um eine Einweisung zu haben, damit ich die andere Spiele installieren kann. Die Einleitung basiert zum größten Teil auf diese.

Wine ist ein Programm, mit dem man andere Programme, die für Windows geschrieben wurden, auch unter Linux zum Laufen bringen kann. Und begeistert bin ich auch, weil Programme, die mit Wine laufen, von weitem nicht so langsam sind wie unter Windows in der VirtualBox. Ich merke einen leichten Unterschied zu Divine Divinity unter nativem Windows, aber man kann damit leben.

Wie man Wine unter Ubuntu installiert, ist super einfach: sudo apt-get install wine im Terminal eingeben. Dabei wird ein neues verstecktes Verzeichnis .wine im Home-Verzeichnis angelegt. Ich habe nach der Wine-Installation den Rechner neu gestartet, weil ich die Empfehlung dazu von Ubuntu selbst bekommen habe. Gemäß dieser Anleitung habe ich noch Änderungen an den Einstellungen von Wine vorgenommen, mit dem Befehl winecfg:

Der nächste Schritt ist, den Inhalt der drei CDs vom Spiel in einem Verzeichnis zu kopieren. In Prinzip könnte man dieses Verzeichnis egal wo erstellen, aber es hat bei mir während der Installation vom Spiel nicht geklappt, wenn es nicht als Unterverzeichnisse von .wine angelegt wurde. Also habe ich unter .wine das Verzeichnis DD angelegt, und dort den Inhalt meiner CDs kopiert. Einfach durch „drag and drop“ von einem Fenster zum anderen. Die Spiel CD habe ich zuletzt kopiert, weil sie sich während der Installation explizit im CD-Laufwerk befinden muss.

Bevor man dann mit der Installation startet, sollte man noch unter Wine WinRAR installieren, weil es vom Installer von Divine Divinity benötigt wird. Auf der Download-Seite kann man die richtige Version für die Architektur vom Rechner und die gewünschte Sprache vom Programm wählen. Ich habe die Datei winrar-x64-550.exe unter meinem ~/Downloads/ Verzeichnis gespeichert. Dann im Terminal zu diesem Verzeichnis wechseln: cd ~/Downloads und WinRAR für Wine installieren: wine winrar-x64-550.exe. (Der letzte Punkt ist das Ende vom Satz und kein Teil vom Befehl.) Ich hatte selber dabei eine kryptische Fehlermeldung: err:winediag:SECUR32_initNTLMSP ntlm_auth was not found or is outdated. Die anderen (vielen) fixme Zeilen im Output von Wine kann man sonst ignorieren, aber eine Zeile die mit err anfängt mag ich gar nicht. Google hat mir verraten, dass ich vorher winbind hätte installieren sollen: sudo apt-get install winbind, und danach nochmal wine winrar-x64-550.exe ausgeführt, und alles war gut. Danach kann man winrar-x64-550.exe unter ~/Downloads/ löschen.

Jetzt kann es mit der Installation von Divine Divinity weiter gehen. Dafür, zuerst zum Verzeichnis DD wechseln: cd ~/.wine/DD, und den Befehl wine Setup.exe ausführen. Im Installationswizard sollten alle Standardeinstellungen behalten werden, außer zum Schluß, wo beide Häkchen für die Erstellung einer Verknüpfung und die Installation von DirectX weg genommen werden sollten. Das Spiel sollte nach der Installation noch nicht gestartet werden. Da meine Spielversion schon 1.0034A ist, brauchte ich den Patch nicht zusätzlich zu installieren. Es trifft sich gut, weil der Patch nicht mehr zu finden ist. Zum Schluß sollte man einige Zugriffsrechte richtig setzen. Zum Run-Verzeichnis von Divine Divinity wechseln: cd "~/.wine/drive_c/Program Files (x86)/Divine Divinity/Run" (die " Zeichen sind wichtig, weil unter Windows Leerzeichen Teil vom Pfad sein dürfen, was in Linux gar keine gute Idee ist). Dann: chmod +rw -R *. Als letzte Aktion habe ich, immer noch im Run-Verzeichnis, die Konfiguration vom Spiel gesetzt: wine configtool.exe. Dann erscheint das Fenster, das man sonst beim ersten Starten des Spieles sieht. Ich habe meine Auflösung auf 1024×768 mit Direct 3D gestellt. Es scheint damit gut zu funktionieren.

Zum Spielen habe ich mir ein Alias in meiner ~/.bashrc Datei gesetzt: alias play_divine_divinity='cd "~/.wine/drive_c/Program Files (x86)/Divine Divinity/Run"; wine div.exe'. Ich brauche nur noch im Terminal play_divine_divinity einzugeben, und das Programm startet. Es ist noch nicht perfekt, weil man dafür die Spiel-CD im Laufwerk braucht. Ist sie nicht da, wird man beim Starten vom Spiel danach gefragt, aber nach dem Einschieben der CD startet Divine Divinity immer noch nicht, und meine einzige Lösung war, aus einer anderen virtuellen Konsole (Ctrl+Alt+F1) das Spiel zu killen, zurück zu meiner Konsole (Ctrl+Alt+F7) zu gehen, festzustellen, dass ich mit einer unbrauchbaren Bildschirmauflösung nichts mehr machen konnte, und wieder in der anderen virtuellen Konsole den Rechner neu zu starten (shutdown -r now) — nicht wirklich optimal. (Das war bevor ich in den Einstellungen von Wine ein Häkchen bei Emulate a virtual desktop gesetzt habe.) Am besten ersetze ich bei Gelegenheit die Ausführung vom Alias durch ein kleines selbst-geschriebenes Skript, das vorher fragt, ob die Spiel-CD im Laufwerk ist, bevor das Spiel gestartet wird.

Wenn alles wie gewünscht läuft, kann man das Verzeichnis ~/.wine/DD löschen, es wird nicht mehr benötigt.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Geschichte eines alten DVD-Laufwerkes

Letztes Jahr hat mich mein Rechner im Stich gelassen. Genauer gesagt war es die Grafikkarte, die sich eines Morgens verabschiedet hatte. Seit einigen Monaten war der Rechner sowieso sehr langsam geworden. Die Textbearbeitung mit Word dauerte ewig, mit einigen Sekunden Totzeit, wenn ich etwas mit der Maus im Menü suchen musste. Da ich wegen Arbeitslosigkeit viele Bewerbungen zu schreiben hatte, war es mir ein großes Problem. Ich habe beschlossen, mir einen neuen Rechner zu kaufen, statt nur die Grafikkarte zu wechseln.

Ich hatte meinen alten Rechner seit sieben Jahren. Ich weiß es noch ganz genau, weil damals Neverwinter Nights 2 rausgekommen war, und mein früherer, allererster Rechner wäre überfordert gewesen. Als er den Geist aufgegeben hat, habe ich mich bei einem lokalen Laden umgeschaut. Sie hatten einige ganz gute komplette Rechner im Angebot. Ich habe mich für einen sehr leisen entschieden, mit einigen Wunschänderungen, was Arbeitsspeicher und Grafikkarte betrifft. Ich hatte mir die Meinung von Jan geholt, einem Kollegen, der sich mit Hardware gut auskennt. Ich habe Windows 7 als Betriebssystem gewählt. Es ging schnell, eine Woche später konnte ich den Rechner schon abholen, kurz vor meinem Weihnachtsurlaub bei meinen Eltern. Mein Ex-Chef, mit dem ich immer noch in Kontakt bin, hatte sich sogar angeboten, um mich mit seinem Auto dahin und nach Hause zu fahren. Es war gut, weil sich herausstellte, dass der Rechner mir zu schwer gewesen wäre.

Ich habe die wesentlichen Programme installiert, die ich für meine Bewerbungen brauchte, sowie einige wissenschaftliche Software. Nach dem Urlaub habe ich beschlossen, meine Spiele neu zu installieren. Auch die ganz alten. Bei einigen war ich überrascht, wie gut es noch ging. Baldur’s Gate hatte ich gekauft, als ich meinen allererster Rechner mit Windows 98 hatte. Ich musste lediglich den Kompatibilitätsmodus für Windows XP aktivieren, und es funktionierte einwandfrei.

Nicht so bei Neverwinter Nights. Ich habe die DVD ins nagelneue Laufwerk gesteckt. Es hat Geräusche von sich gegeben, aber die Installation wurde nie gestartet und der Inhalt der DVD wurde nicht mal angezeigt. Andere DVDs konnte ich problemlos lesen. Es war blöd, weil ich noch vor zwei Monaten auf meinem alten Rechner mit Windows XP eine neue Installation gemacht hatte. Lag es am Betriebssystem, oder am Laufwerk? Ich habe wieder Jan um Rat gefragt. Sein Vorschlag: DVD-Laufwerk aus meinem alten Rechner holen und in den neuen einbauen. Ich hatte bisher nur sehr selten Rechner aufgemacht, und meistens nur, um Staub zu entfernen. So schwierig konnte es aber nicht sein. Schraubendreher geholt, altes Laufwerk raus, neuer Rechner auf… Mist. Ich konnte nicht erkennen, wie ich das Laufwerk anschließen sollte. Ich konnte es mit Strom versorgen, aber nicht mit dem Rechner kommunizieren lassen. Der Anschluss passte nirgendwo. Wieder Jan angerufen. Er meinte, ich hätte wahrscheinlich einen IDE-Anschluss am alten Laufwerk, während der neue Rechner nur noch SATA-Anschlüsse hätte.

Ein Konverter musste also her. Ich habe mir Preise auf Internet angeschaut, wollte nur nicht zu lange mit einer Bestellung warten. Ich bin zurück zum Laden gegangen, wo ich den Rechner vor einem Monat bestellt hatte. Ich habe dem unmotiviert wirkenden jungen Mann das Problem kurz geschildert und gesagt, ich bräuchte einen Konverter. Seine Antwort: Es würde sich nicht lohnen, das alte Laufwerk anschließen zu wollen, ich sollte doch lieber ein neues Laufwerk kaufen, solche Konverter würden mehr Probleme verursachen als lösen, aber, seufz, wenn ich es unbedingt will, könnte er mir einen Konverter für 21€ bestellen. Ich habe geschluckt. Es war drei mal so teuer wie die Teile, die ich mir auf Internet angeschaut hatte. Sein Vorschlag, ein neues Laufwerk zu kaufen, war für mich nichts, da ich im neuen Rechner schon ein neues Laufwerk hatte, mit dem ich die DVD nicht lesen konnte. Außerdem wirkte der junge Mann die ganze Zeit, als ob er mich für eine blöde Kuh halten würde. Ich bin ohne Bestellung raus gegangen. Auf der anderen Straßenseite war ein anderer Laden. Ich bin hingegangen und habe wieder mein Problem erklärt. Der Verkäufer: Kein Problem, Konverter bestellt, 7€, morgen zur Abholung bereit. Und: Es hat wunderbar geklappt. Mit meinem alten Laufwerk konnte ich Neverwinter Nights installieren. Vom Konverter verursachte Probleme: Keine gesehen.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Traum am frühen Sonntagmorgen

Ich bin kurz vor 06:00 aufgewacht. Da meinte meine Katze, ich müsste aufstehen und sie füttern, es war mir aber zu früh. Sie hat sich nach einiger Zeit im Bett neben mir quer gelegt, hat geschnurrt und ist eingeschlafen. Irgendwann hat sie im Schlaf ihren Unterkörper umgedreht, mit dem Bauch nach oben und eine hintere Pfote auf meiner Hüfte. Total süß 😀

Ich war in unserem früheren Familienhaus, meine Mami war in einem Nachbarzimmer. Ich lag im Bett, rechts von mir war keine Wand sondern eine Öffnung zu einem helleren Raum. An der Wand gegenüber von mir hing etwas komisches… Zwei Spinnen? Ich kreischte. Meine Mami fragte, was los war, und meinte dann, sie würde bald kommen, um die Spinnen zu entfernen. Beim genaueren Betrachten sahen sie eher wie zwei Kalamare aus, eine lag auf der anderen, wie beim Fortpflanzen (wobei ich eigentlich gar nicht weiß, wie Kalamare das anstellen). Als meine Mami kam war nichts mehr auf der Wand zu sehen. Die Öffnung rechts von mir war verschwunden, es war eine normale Wand. Sie fragte, wo die Spinnen waren, und ich sagte, es war bloss ein Traum gewesen. Ich war es mir sicher, weil der Raum im Traum nicht sein normales Aussehen hatte[1]. Meine Mami sagte, sie fände es gruselig, wenn Orte im Traum deformiert werden.

Ich war im Bahnhof mit meiner chinesischen Freundin Mei. Wir haben etwas zum essen dort gekauft und auf die Hand mitgenommen. Ich hatte einen Kartoffelauflauf mit ganz viel Käse drauf. Wir haben beim Gehen ein wenig gegessen, bis Mei einen Laden gesehen hat, wo man dieses Spiel wie auf dem Bend spielen kann, mit einer Kugel, die man auf einer steilen Bahn zu einem Loch werfen muss, um Kamele wie bei einem Rennen vorwärts zu bringen. Das wollte sie unbedingt spielen und hatte schon bei dem Mann an der Kasse bezahlt, bevor ich den Laden überhaupt merken konnte. Ich habe dann dem Mann gesagt, ich möchte das gleiche wie Mei kaufen, um mit zu spielen.

Hier habe ich ein Bild gefunden, falls ihr nicht wisst, was ich meine:

Das Spiel war komisch. Es gab keine Kamele, ich habe mich gefragt, was der Sinn des Spieles sein sollte. Die Löcher waren ganz anders als sonst, statt drei Reihen gab es oben rechts und links zwei kleine Löcher auf Hügelchen. Man bekam nicht eine Kugel, sondern ganz viele Perlen, die alle in die Löcher gebracht werden mussten. Ich habe versucht, sie zu werfen, aber sie rollten nicht so gut, sie waren zu leicht. Irgendwann habe ich es wie der Mann neben mir nachgemacht und zwei Hände voll mit Perlen auf den Hügelchen verteilt. Ich kam mir vor, als ob ich Brüste massieren würde. Das Spiel fand ich albern. Ab und zu habe ich bei meinem Nachbar einen Stück von seinem Kartoffelauflauf geklaut und gegessen, als er nicht aufpasste, obwohl ich noch meinen vollen Teller neben mir hatte.

[1] Hier sei erwähnt, dass in unserem früheren Haus dieser Raum auch gar nicht existierte.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.