Ich will nicht krank werden

So wie es sich anfühlt, habe ich keine Wahl. Als ich nach Hause angekommen bin, habe ich mich zuerst auf der Couch hingelegt. Mir ging’s nicht gut, ich hatte den ganzen Tag Bauchschmerzen. Nach dem kurzen Nickerchen ging es mit dem Bauch besser, dafür habe ich Gliederschmerzen bekommen. Mir wurde es zu kalt und ich musste eine dicke Sporthose und meine Thermosocken anziehen. Dabei haben wir fast 26 °C in der Wohnung. Also Fieber, genauer gesagt 38 °C. Und mein Bauch schmerzt doch noch ein bisschen.

Vielleicht liegt es daran, dass ich gestern zu leicht angezogen war. Im Radio hatten sie etwas von 26 °C erzählt. Die hatten wir in meinem Arbeitsviertel definitiv nicht. Ich habe es schon bereut, als ich das Haus in meinem kurzen Kleid verlassen habe, konnte leider nicht mehr zurück. Ich hatte einen Termin auf Arbeit und musste ganz früh und pünktlich vor Ort sein. Tagsüber war es in meinem Büro zu warm, da ich jetzt im letzten Stock auf Südseite bin (ach ja, ich bin wieder umgezogen), aber draußen habe ich ständig gefroren. Abends auf dem Heimweg war es nach dem Aussteigen aus dem Bus deutlich wärmer und nicht so windig. Wahnsinn, was zwanzig Kilometer Abstand in einer so flachen Stadt für einen Unterschied machen können.

Ich war gestern Abend mit dem Ehemann bei unserer Stammkneipe verabredet. Da er jetzt ganz nah von zu Hause aus arbeitet, habe ich ihn darum gebeten, mir eine Hose und eine Strickjacke mitzubringen. Die habe ich direkt beim Ankommen in der Kneipe angezogen. Leider gab es gestern Abend ausnahmsweise keine Band, die Musik gespielt hat. Das hat man an der viel geringeren Anzahl von Gästen gemerkt. Wir haben beide Brown Ale getrunken. Dazu habe ich mir Hirtenkäse mit Oliven bestellt. Ich hatte eine kleine Platte Käse mit Oliven erwartet und habe einen Riesensalat mit Käse und Oliven bekommen. Und eine Vinaigrette, die selbst mir zu sehr nach Essig geschmeckt hat. Vielleicht habe ich sie nicht so gut ertragen. Ich musste heute häufig zu Toilette und hatte am Morgen leichten Durchfall.

Oder liegt es an meiner Periode? Die hatte ich schon vermisst. Die letzte hatte sechs Wochen her statt gefunden. Komisch nur, dass alle meine Schwangerschaftstests negativ ausfielen, selbst heute Morgen. Ob es sich um eine extrauterine Schwangerschaft handeln könnte? Beim letzten Mal waren die Testergebnisse negativ, weil das Schwangerschaftshormon in solchen Fällen nicht so schnell ansteigt. Ich bin also um acht Uhr morgens zur Sprechstunde meiner Gynäkologin angekommen. Sie liegt praktischerweise ganz nah zur Arbeit, unpraktischerweise eine Stunde ÖPNV von zu Hause aus. Was soll’s, wenigstens habe ich eine gefunden, die mich als frische Berlinerin in ihrer Praxis angenommen hat. Nicht so einfach. Sie wollte gerade die Untersuchung anfangen und hatte mir den zylindrischen Metallteil in die Scheide eingeführt, als sie sagte, „aber da liegt doch eine Blutung vor!“ Ich habe mich ganz blöd gefühlt. Die Periode muss im Wartezimmer angefangen haben. Die Ärztin hat die Untersuchung abgebrochen, und mir ist lediglich eine Blutprobe „zur Beruhigung“ abgenommen worden. Und da viele Ärzte dazu neigen, Patienten in Schubladen zu stecken, bin ich jetzt die „Möchte-gerne-Mutter, die sich zu viel Stress deswegen macht“. Nur weil ich angemerkt habe, dass meine Temperatur seit der letzten Periode außergewöhnlich niedrig geblieben war und vermutlich kein Eisprung statt gefunden hatte. Ich dachte, es könnte eine nützliche Information sein. Jetzt soll ich „aufhören, alles so genau zu analysieren“. Es wird doch empfohlen, mit dem täglichen Messen der Temperatur den Zeitpunkt vom Eisprung zu bestimmen, um die Chancen einer Schwangerschaft zu erhöhen… Seit der Fehlgeburt weiß ich nicht mehr, wann es sein sollte. Das ist vor allem schwierig, wenn mein Zyklus nicht mehr regelmäßig ist. Dabei ist mein Schwangerschaftswunsch nicht mal so ausgeprägt, wie die Ärztin es zu glauben scheint. Ich versuche es nur dem Ehemann zuliebe, der gerne Kinder hätte. Wobei es kein Drama wäre, keine zu haben.

Ich habe jedenfalls Paracetamol geschluckt, Honigtee getrunken und packe mich ins Bett. Das ist blöd, wir wollten am Wochenende eine Freundin in Mittelfranken besuchen, die ich seit einer Ewigkeit nicht mehr gesehen habe. Wenn es mir morgen nicht besser geht, muss ich absagen. Nicht nur, dass es mir unangenehm wäre, in dem Zustand so lange im Auto zu sitzen. Ich will ihre ganz junge Kinder nicht anstecken.

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Gut geschlafen, und Arztgeschichten

Kurz vor zwölf im Bett, um halb neun heute aufgewacht. Unglaublich. So was passiert mir so selten. Ich hatte seit Anfang des Jahres Schlafprobleme, aber selbst vor der Schwangerschaft konnte ich nie so lange schlafen. Ein paar mal bin ich aufgewacht, um halb sechs, wie häufig in letzter Zeit, um sieben, und zuletzt um halb neun, weil der Ehemann mir aus seiner Dienstreise eine „guten Morgen“ Nachricht geschickt hat. Meine kleine innere Stimme behauptet ganz frech, ich hätte vielleicht nicht so gut geschlafen, wenn er zu Hause gewesen wäre. Wegen schnarchen und so. Womöglich hat sie recht.

Heute Nacht tat gut, und das kann ich momentan echt gebrauchen. Gestern fühlte ich mich noch so schlapp. Ich habe mich ins Fitnessstudio geschleppt, wie am Sonntag, weil Sport gut für die Seele sein soll, aber es war ein Kampf. Ich habe seit der Fehlgeburt Schwierigkeiten einzuschlafen. Bin häufig bis zwei, drei Uhr morgens oder später wach geblieben. Wie gut, dass ich krank geschrieben bin.

Am Montag war ich beim Arzt. Ich sollte nochmal die Konzentration vom β-HCG Schwangerschaftshormon im Blut prüfen lassen. Entweder bei meiner Frauenärztin, wofür ich zwei Stunden hin und zurück mit ÖPNV bräuchte, oder im Krankenhaus, zwanzig Minuten von zu Hause aus. Ich dachte, ich frage mal zuerst beim Hausarzt. Ich hatte schon bei ihm eine Blutabnahme machen lassen, aber speziell für β-HCG konnte er nichts machen.

Also bin ich zum Krankenhaus gefahren. Ich bin dort über drei Stunden geblieben, was nicht anders zu erwarten war, da Notfälle Vorrang haben. Ich habe am Schal vom Ehemann weiter gehäkelt. Als die Ergebnisse der Blutuntersuchung bekannt wurden, bin ich von einer anderen Ärztin untersucht worden. Der β-HCG Wert ist gut gefallen. Sie hat noch eine Echographie gemacht. Das war die unsanfteste Untersuchung, die ich je erlebt habe. Die Sonde hat sie in allen Richtungen gedreht, was recht unangenehm war. Die Gebärmutter scheint in Ordnung zu sein, Blutungen sollten noch nicht so schnell aufhören. Irgendwann meinte sie, „Ihr Darm ist gerade am Arbeiten, ich sehe Flüssigkeit“. Häh? Erstens will ich hoffen, dass mein Verdauungssystem funktioniert. Mir ist da nichts aufgefallen. Aber ich dachte, sie prüft meine Gebärmutter, was hat sie beim Darm zu suchen?

Ich bin danach zu Fuß nach Hause gegangen. Das Wetter war am Vormittag toll gewesen, jetzt war es dicht bewölkt. Zum Glück ohne Regen. Laut Navi-App hätte ich eine knappe Stunde brauchen sollen. Es wurden doch nur fünfig Minuten, und ich war zwischendurch bei einer Pommesbude. Es war schon nachmittags, und mir war danach. Pommes mit Mayo. Den Rest des Tages habe ich mit Schmerzen im Bauch und im unteren Rücken zu Hause verbracht, obwohl ich seit der Fehlgeburt so gut wie keine gespürt hatte. Ich habe gedacht, ich könnte mir gut vorstellen, dass man nach einer Vergewaltigung solche Schmerze spürt. Nur am nächsten Morgen sind sie verschwunden. Es muss von der Untersuchung gekommen sein. Verflucht sei diese Frau.

Weihnachtsfeier

Ich liebe die Weihnachtsfeier bei der Arbeit, aus einem guten Grund: Danach kann man endlich richtig entspannen.

Das Ende des Jahres war sehr stressig. Ich musste viele Beiträge für verschiedene Veranstaltungen vorbereiten, einige Vorträge halten und hatte keine Minute zur Ruhe gefunden. Ich bin kaum dazu gekommen, ein paar Zeilen hier in meinem Tagebuch zu schreiben. Zu Hause gibt es auch viel zu tun. Ich glaube, ich habe mir mit den Geschenken für die Mädels zu viel vorgenommen, obwohl ich dachte, lange genug im Voraus angefangen zu haben. Jetzt aufzugeben wäre echt blöd. Ich habe noch eine Woche, um anderthalb Ketten zu basteln, bevor wir zur Familie fahren. Das Wochenende wird hart. Diese Situation kommt mir bekannt vor  😀

Nun, gestern hatten wir unsere Weihnachtsfeier. Danach sind viele Kollegen im Urlaub, die Geräte werden ausgeschaltet, und die Arbeit wird weniger. Wir haben unter uns gefeiert, nachdem wir es bei meiner ersten Weihnachtsfeier in der Gruppe doch nicht so toll fanden, den Abend mit kaum bekannten Kollegen aus anderen Abteilungen zu verbringen.

Wir hatten beschlossen, zu Fuß zu einem Restaurant zu gehen und dort zu wichteln. Das war schon unser Plan letztes Jahr. Vorher haben wir Glühwein getrunken. Wir brauchten gut drei Stunden, um das Restaurant zu erreichen. Das fand ich eine tolle Idee, weil man dadurch ganz viele Kalorien verbrennt und ohne Sorge danach lecker essen kann.

Der Weg ging bis zur Hälfte der Strecke sehr gut. Ich fühlte mich in Form, obwohl ich schon länger nicht mehr im Fitnessstudio war. Danach habe ich Bauchschmerze bekommen. Meine Blase war voll. Ich hatte es nicht so früh erwartet, da ich absichtlich die Toilette besucht hatte, bevor wir los gegangen sind. Ich habe versucht, das Problem zu ignorieren. Mit der Zeit wurde es schmerzhafter und ich habe Blähungen bekommen. Als wir an einem Café vorbei gegangen sind, habe ich die Gruppe darum gebeten, auf mich zu warten. Um dann auf der Toilette zu merken, dass ich nicht nur eine sehr volle Blase hatte, sondern auch Durchfall. Das hatte ich nicht nötig. Eine halbe Stunde später haben wir unser Ziel erreicht, und ich musste nochmal zur Toilette. Unglaublich, wie schnell meine Blase sich wieder gefüllt hat. Und nochmal Durchfall.

Warum auf einmal? Weil der Stress endlich abgebaut wird? Wegen des Glühweins vor dem Gehen? Wegen der Kälte beim Gehen und der ungewöhnlichen körperlichen Anstrengung? Wegen der Periode? Wegen der neuen, engeren Hose, die ich mir zur Belohnung für die Abnahme geschenkt hatte? Sie ist doch sehr bequem, wie alle Hosen bei BiBA. Oder habe ich das Mittagessen nicht vertragen? Ein bisschen von allem? Der Rest vom Abend verlief zum Glück gut, aber seit dem Aufstehen habe ich heute wieder Bauchschmerze und Durchfall. Ich bleibe zu Hause. Wenn es morgen nicht besser wird, muss ich zum Arzt. Es wäre sehr blöd, so kurz vor dem Urlaub krank zu werden.

Sonntag

Sportlich bin ich mit dieser Woche nicht zufrieden.

Nach dem Monstermuskelkater, der sich bis Dienstagabend spürbar gemacht hat, bin ich am Mittwoch nach der Arbeit zum Fitnessstudio gegangen. Ein bisschen früher als sonst, weil ich keine Lust hatte, schon wieder erst nach neun Uhr abends zu Hause zu sein. Ich fühlte mich an dem Tag sehr gut und voll motiviert. Bei einigen Geräten konnte ich das Gewicht leicht erhöhen. Leider war das Fitnessstudio extrem voll. Dass ich stehen und warten musste, um an Geräten zu kommen, hatte ich noch nie erlebt. Flexibel bin ich, aber wenn alle fünf Geräte, die ich noch auf dem Plan habe, und alle ihre Alternativen, belegt sind, geht es mir massiv auf dem Keks. Ich habe auf die drei letzten Übungen verzichtet und die abschliessende halbe Stunde auf dem Cross-Trainer verbracht. Als ich fertig war, war der Geräte-Raum schon viel leerer. Ich war einfach zu früh angekommen.

Ursprünglich wollte ich am Freitagabend zurück zum Sport. Wir haben uns aber bei der Arbeit fürs Feierabend zum Bier trinken getroffen, und das war’s mit dem Vorhaben. Immerhin habe ich es geschafft, mir auf dem Weg nach Hause ein Springseil zu besorgen. Durch Übungen könnte ich meine Muskeln bestimmt trainieren, die am Anfang der Woche so geschmerzt hatten. Ein Versuch ist es wert.

Ich bin gestern zurück zum Fitnessstudio gegangen. Motiviert war ich nicht, das Wetter lud nicht nach draußen ein, und ich habe mich dort nur verschleppt. Für meine übliche verbrauchte Anzahl von Kalorien am Cross-Trainer musste ich in der gleichen Zeit mit einem erhöhten Puls treten. Krafttraining war schwer, obwohl ich die gleiche Gewichte wie am Mittwoch benutzt habe. Zwischendurch habe ich das Springseil ausprobiert. Es war ein Fehler. Ich weiß nicht, wie ich es angestellt habe, aber ich habe vom Anfang an Schmerze im rechten Bein bekommen, und habe natürlich sofort aufgehört. Nur noch den Oberkörper trainiert. Sportvorhaben wieder nicht vollständig durchgeführt. Vielleicht sind die Schuhe, die ich beim Training an habe, nicht zum Springen geeignet. Oder ich bin zu schnell gewesen. Jetzt heißt es, wieder humpeln. Was weh tut ist der Fußgelenk, an der Außenseite, der Peroneus Brevis und hinter dem Knie spüre ich auch was.

Nach dem Fitnessstudio habe ich mit schmerzendem rechten Bein möglichst kurz eingekauft. Was zum essen, ich plane für heute eine Kartoffel-Tortilla, und neue Socken für den Winter. Beim TK Maxx habe ich tolle „Heat Holders“ Socken entdeckt, und ich kann schon sagen, sie halten ihr Versprechen. Jetzt ist Schluß mit kalten Füßen.

Heute schmerzt das rechte Bein immer noch, trotz Voltaren über Nacht. Besser nicht laufen, ehe es schlimmer wird. Ich arbeite an den Ketten weiter, eine ist schon fast fertig, und hole nebenbei meine Verspätung beim aktuellen Python-Kurs (auf Französisch) nach. Ich habe Python durch Bearbeitung vom Code meines Vorgängers gelernt, aber nie so systematisch studiert. Es ist unglaublich, was ich alles in den letzten drei Jahren so programmieren konnte, ohne wirklich zu wissen, was dahinter steckt. Ich weiß nicht, wie mein Vorgänger die Programmiersprache gelernt hat, aber mir wird immer bewusster, dass es im Code viel Verbesserungsbedarf gibt. Wenn ich Zeit dafür hätte. Ich soll die Funktionalität von Programm#1 verbessern und erweitern, aber was vor allem nötig ist, ist was man refactoring nennt — keine Ahnung, wie es auf Deutsch heißt. Ach so, Restrukturierung. Ich hoffe, ich kriege es hin, bevor ich das Baby an meinem eventuellen Nachfolger überreiche, wann auch immer es sein wird. Eine mündliche Zustimmung von Winfried für eine Weiterbeschäftigung bis Ende 2017 habe ich schon bekommen.

Dysmenorrhoe

Heute war es furchtbar. Ab Mittag habe ich starke Bauchschmerze bekommen, und der untere Rücken hat sich auch unangenehm angefühlt.

Dabei sind meine Periode in diesem Zyklus sehr ungewöhnlich gewesen. Vor zehn Tagen hatte ich den starken Eindruck, dass es diesmal geklappt haben könnte, und ich wieder mal schwanger sein könnte.

Offensichtlich doch nicht. Vor einer Woche habe ich leichte Blutungen bekommen. Ein bisschen rosa, deswegen ich zuerst dachte, das mit einer Schwangerschaft könnte wirklich stimmen. Seit gestern sind die Blutungen stärker geworden, und heute in einem Maße, bei dem kein Zweifel mehr bestehen kann. Nicht schwanger. Aber der Zyklus war viel kürzer als sonst. Nur fünfundzwanzig Tage seit den letzten starken Blutungen.

Blöderweise war ich heute den ganzen Tag bei einer Veranstaltung. Im Anschluß war ein Abendessen geplant, und ich hatte vor, gar nicht daran teil zu nehmen, sondern direkt nach Hause zu fahren und mich zu erholen. Einen Vortrag musste ich nun noch halten, und dabei sind die Schmerze verschwunden. Unglaublich. Bei Menstruationsbeschwerden muss man also Vorträge halten. Danach geht es besser.

So ganz traue ich meinem Körper aber nicht. Meine Basaltemperatur ist nicht wie sonst gesunken. Sobald ich kann, und es wird erst in einer Woche sein, muss ich meine Gynäkologin besuchen. Ich will nicht wieder so eine böse Überraschung wie letztes Jahr erleben.

Mein Hals kratzt

Es ist vielleicht nicht überraschend, da die Klimaanlage in den Konferenzräumen so stark eingestellt war, dass man drin nur gefroren hat, während draußen hochsommerliche Temperaturen herrschten. Ich habe mir in einer Mittagspause einen leichten Poncho gekauft, um die Kälte bei den Vorträgen auszuhalten, aber anscheinend hat es nicht gerreicht.

Seit heute Morgen kratzt mein Hals. Dabei ging es mir gestern noch gut, ich war am frühen Vormittag sogar sechs Kilometer gejoggt. Meine Stimme ist jetzt rau geworden, und ein leichtes Schnupfen ist dazu gekommen. Ich trinke nur noch heiße Getränke.

Vielleicht habe ich mich von jemandem anstecken lassen. Gestern Abend habe ich mit ehemaligen Kollegen gegessen, und einer hatte eine erkältete Stimme. Zum Abschied haben wir uns noch umarmt.

Morgen fahre ich zurück nach Hause. Ich hoffe, es geht übers Wochenende vorbei. Ich habe keine Lust, schon wieder krank zu sein. Mir direkt nach Dienstreisen einen Infekt zu holen wird mir jetzt echt viel zu häufig.

Mir fällt die Decke auf den Kopf

Also bin ich raus gegangen. Das Wetter sah heute Morgen schön aus, hat sich aber schnell geändert.

Ich habe zuerst unsere Pflanzen auf dem Balkon gewässert und habe die Nachbarin unter uns auf ihrem Balkon gesehen. Da sie uns gefragt hatte, Pflanzen während ihres Urlaubs zu pflegen, bin ich zu ihr gegangen, um den Schlüssel zu holen. Sie hat mir ihre Pflanzen gezeigt und erklärt, welche Pflanzen wieviel Wasser brauchen.

P1110819Dabei konnte ich sehen, dass das Wort „Messie“, das die Frau bei der Hausverwaltung benutzt hatte, um unsere Nachbarn zu beschreiben, gar nicht passend ist. Ich wünsche, unsere Wohnung würde so schön aufgeräumt wie die unten aussehen. Wir haben Möbel, die aus zwei Wohnungen zusammengefügt wurden und nicht unbedingt zueinander passen, der Ehemann neigt dazu, seine Zeitschriften überall rum liegen zu lassen, mein Schreibtisch ist chaotisch… Das einzige ist das Auto unserer Nachbarn, das sich seit unserem Umzug nie vom Parplatz bewegt hat. Drin ist jede Menge Müll. Das sieht man jetzt nicht, weil die Frontscheibe so dreckig ist, und die Blätter vieles verstecken. Ursprünglich war das Auto überall rot.

Ich habe mich danach entschlossen, im botanischen Garten spazieren zu gehen. Ich kann mit dem linken Fuß wieder normal gehen. Das war eine gute Entscheidung. Entspannend. Kaum Besucher waren da. Mitten in der Woche ist es vielleicht normal, und das Wetter war doch nicht so schön. Zweimal hat es Schauer gegeben.

Die Hummeln waren fleißig am Werk. Die hat man schon am lustigen Geräusch erkannt. Bienen waren auch unterwegs. Merkwürdige Früchte hingen in den Bäumen. Und Pilze sind schon auf der Wiese geschossen.

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Der Arzt hatte mir am Montag vorgeschlagen, den Arm aus der Schlinge zu nehmen und beim Gehen hängen zu lassen. Das habe ich gemacht. Die Schlinge benutze ich seit Montag nicht mehr. Ich habe sie trotzdem in die Tasche gepackt. Ich kann den Arm immer noch nicht strecken, heben geht schwer. Ich kann ihn kaum benutzen, wirklich. Immerhin kann ich mich jetzt alleine an- und ausziehen, seitdem der Gips weg ist. Wenn ich mit der rechten Hand den linken Arm zu meinem Kopf hoch hebe, bin ich in der Lage, mir einen Pferdeschwanz oder einen Knoten zu machen. Das ist gut, weil der Ehemann wieder unterwegs ist. Diesmal in Belgien. Ich sehe sonst keine Verbesserung am Arm seit Montag. Es fühlt sich an, als ob der Knochen sich von seiner normalen Lage verschoben hätte, was die Bewegungen einschränkt. Ich denke, ein Eingriff wird nötig sein. Hoffentlich wird sich der Arzt bis morgen die Tomographie-Bilder angeschaut haben.

Ich bin eine Stunde am botanischen Garten geblieben, und dann zum Boulevard Berlin mit dem Bus gefahren. Shopping. Mir war doch nicht so richtig danach. Zu viele Menschen. Ich habe nur ein Buch bei Hugendubel gekauft. Mieses Karma. Das hörte sich von der Beschreibung her lustig an. So lange der Laden nicht zurück zur anderen Straßenseite umzieht, werden keine englischsprachige Bücher angeboten. Ich war enttäuscht.

Mein Ellbogen hat am Ende weh getan, und ich habe die Schlinge wieder benutzen müssen. Zu Hause habe ich gemerkt, dass mein linker Fuß an der Außenseite doch ein bisschen schmerzt. Den Ischias spüre ich auch.

Wieder beim Zahnarzt

Letzte Woche hat ein Zahn oben links angefangen, richtig weh zu tun. Ich habe es am Ostermontag gemerkt. Am Dienstag bei der Arbeit habe ich deswegen auf die Mittagspause verzichtet. Wenn ich zu schnell gegangen bin, habe ich sofort meinen Puls im Zahn gespürt. Es hat bis zum Zahnfleisch vorne gepocht. Ich habe mir am Abend den bösen Zahn im Spiegel angeschaut. Schon wieder G4! Anscheinend ist die Füllung, die vor nicht mal zwei Jahren erneuert wurde, wieder zerbröselt. Das Zahnfleisch war schon entzündet. Es handelt sich bei G4 um einen Milchzahn. Bei dem ist sowieso zu erwarten, dass er irgendwann entfernt werden muss. Genau wie D4. Auch ein Milchzahn, der nie ersetzt wurde.

Ich wollte zu meinem Zahnarzt gehen, der seine Praxis nur fünf Minuten zu Fuß von meiner Arbeit hat, aber er war gerade im Urlaub. Bis heute. Er kennt die Situation mit meinen Milchzähnen sehr gut, deswegen habe ich Wert darauf gelegt, dass er sich das Problem persönlich anschaut. Auch wenn ich dafür eine Woche warten muss. Ich habe zuerst Paracetamol genommen, aber für eine Woche wäre es mir zu viel gewesen. Ich habe mir also mehrmals am Tag die Zähne geputzt und mit Mundspülung (von Rossmann) die gesamte Bakterienkolonie im Mundraum ausgelöscht. Der Schmerz ist recht schnell wieder verschwunden. Der Geschmackssinn auch. Ich weiß wieder, warum ich die Spülung nicht gerne benutze. Ich habe sie vielleicht nicht genug verdünnt. Es ist auf jeden Fall sehr frustrierend, etwas zu essen, ohne den Geschmack wahrnehmen zu können.

Ich bin heute morgen auf dem Weg zur Arbeit zur Praxis gegangen. Sie war eigentlich noch geschlossen, aber ich bin trotzdem herein gebeten worden. Ich habe das Problem kurz geschildert und meine Handynummer gelassen. Um drei konnte ich schon behandelt werden. Es ist wirklich toll, dass mein Zahnarzt sich so schnell um akute Probleme kümmern kann. Der Zahn musste doch noch nicht weg. Und ich habe nicht mal eine Spritze bekommen, also kein Risiko, dass ich wieder ein Hämatom an der Wange bekomme. Ich hatte mir schon Sorgen wegen Hochzeitsfotos gemacht. Er hat das Loch ein bisschen sauber gebohrt, das war schmerzhaft und sehr unangenehm. Das ging zum Glück schnell. Er hat eine härtere Füllung in das Loch gebracht. Irgend ein Karbid, glaube ich. Ich konnte danach zurück zur Arbeit. Ich freue mich jetzt, die Mundspülung aussetzen zu können und wieder Freude am Essen zu haben.

Drei weitere Tage zu Hause

Das hat mir mein Hausarzt heute Morgen verordnet. „Wie lange möchten Sie krank geschrieben werden?“, hat er mich gefragt. „Nicht zu lange“, habe ich geantwortet.

So schlecht fühle ich mich nicht, es geht mir vor allem darum, meine Kollegen nicht anzustecken. Nach den Halsschmerzen gestern habe ich heute beim Aufwachen Fieber gemessen. Eine Temperaturerhöhung von 1,1°C verglichen mit gestern, und das, nachdem mein Eisprung letzte Woche schon stattgefunden hat. Aber sonst huste ich nicht und habe kein Schupfen. Kein Kopfschmerz. Nur ganz leichte Gliedschmerzen und Schwindel. Nachdem der Arzt in meinem Mund geschaut hat, meinte er, es wäre ein viraler Infekt. Ich soll also zu Hause bleiben und mich schonen. Dreimal Paracetamol am Tag, viel trinken und keine Anstrengung. Das sagt er immer.

Blöd ist, dass ich nun für drei Tage alleine zu Hause sein werde. Martin ist heute für die Arbeit nach Italien geflogen. Seufz. Es wäre mir lieber als der hiesige Regen.

Mein Hals schmerzt

Es hat heute Nachmittag angefangen. Ich hatte mir eine Kanne Früchtetee gemacht und zwei Tassen getrunken. Danach habe ich ein leichtes Kratzen im Hals gemerkt. Vielleicht hätte es etwas im Tee gegeben, das ich nicht gut ertrage, habe ich mir gedacht. Den Tee trinke ich aber nicht zum ersten Mal.

Ich habe uns später ein indisches Dal zum Abendessen gekocht. Das Rezept kommt in Kürze. Mit meiner Mami habe ich zwischendurch telefoniert. Dann haben wir gegessen. Es war sehr lecker, wenn etwas scharf. Ich habe sonst nichts besonders bei mir gemerkt.

Ich habe mich nach dem Essen am Rechner hingesessen und meinen Lebenslauf aktualisiert. Ich habe vor, mich auf eine neue Stelle zu bewerben. Martin hat mich kurz zu seinem Arbeitszimmer gerufen, weil ich ihm etwas vorlesen sollte, was er nicht lesen konnte. Zu klein gedruckt. Er weigert sich, eine Lesebrille zu benutzen. Und als ich reden wollte, hat mein Hals recht weh getan. Ich merkt jetzt auch deutlich Schleim drin, gerade wo es schmerzt. Beim Heben vom Kopf tut es auch weh. Aber von der Farbe her sieht man nichts im Mund, und ich spüre keine Schwellung. Noch nicht.

Ich kann mir doch nicht zu Hause etwas geholt haben. Wir haben gestern eine Ausstellung besucht. Vielleicht war jemand dort krank und hat mich infiziert.