Schlaflos durch die Nacht

Nee, ich bin keine Fan von Helene Fischer. Schuld an der Titelfindung ist die Schlaflosigkeit. Mal wieder.

Blöd ist, ich war heute, oder gestern, je nachdem, wie man es sieht, jedenfalls am Dienstag, richtig müde.

Beim Sport am Montagabend habe ich mich ausgetobt, um zehn Uhr abends war ich dann im Bett.

Am Dienstag hat mich der Wecker um halb sieben geweckt. Ich habe mich beim Aufstehen recht fit gefühlt. Das hat bis etwa 15:00 angehalten.

Ute hat mal wieder genervt. Weil ich meine Kopfhörer zu Hause vergessen hatte, dachte sie, ich wäre für jeden Scheiß ansprechbar. Tim ist gerade in Elternzeit und wir sind nur noch zu zweit im Büro. Mein Pech. Ihr Problem ist, obwohl sie eine der ältesten Mitarbeiter in der Firma ist, ist sie nicht in der Lage, selbstständig Entscheidungen zu treffen, und sie muss uns ständig nach unserer Meinung fragen. Selbst für die unwichtigsten Lappalien. Das ist ätzend, wenn man beim Programmieren beschäftigt ist.

Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass ich für die Mittagspause notgedrungen auf Obst und Kuchen greifen musste. Ich habe gegen 15:00 wieder Hunger bekommen, und kurz danach sind Kopfschmerze gekommen. Ein jüngerer Kollege hat mich noch besucht, um nach Hilfe bei einer Programmieraufgabe zu fragen. Da er mich unterstützen soll, musste ich durch. Meine eigene Aufgabe für den Tag habe ich erst um halb sechs fertig gekriegt. Vor der Heimreise habe ich Paracetamol geschluckt.

Auf dem Weg nach Hause habe ich mir bei der Bäckerei vor dem Bahnhof in Pasing eine Kleinigkeit zum essen geholt. Es hat nicht geholfen. Einmal zu Hause, bin ich auf der Couch liegen geblieben. Der Ehemann ist aus seinem Vorstellungsgespräch mit der nächsten S-Bahn zwanzig Minuten nach mir angekommen. Er hat mir nochmal Paracetamol gegeben und für uns Abendstulle vorbereitet.

Mir ging’s danach geringfügig besser. Wir haben zusammen für die Mittagspause von Mittwoch gekocht, nachdem ich große Schwierigkeiten hatte, mich von der Couch zu lösen. Danach bin ich wieder auf der Couch vor dem Fernseher gefallen, und von halb neun bis halb zwölf habe ich gedöst und geschlafen.

Um halb zwölf hat mich der Ehemann geküsst, bevor er aufgestanden ist, um ins Bett zu gehen. Ich bin aufgewacht, habe Zähne geputzt und bin auch ins Bett gegangen. Einschlafen konnte ich bis jetzt nicht.

Nach einer Stunde habe ich mir eine heiße Milch mit Honig gemacht, weil es mich während der Krankheit schön schläfrig gemacht hatte, aber heute klappt’s nicht.

Um zwei bis ich zurück zur Couch gegangen. Die Augen sind noch nicht müde. Morgen wird es hart auf Arbeit. Ich meine, heute.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Werbeanzeigen

Die erste schlaflose Nacht des Jahres

Mal wieder liege ich schlaflos im Bett.

Nach dem Abendessen haben wir die Doku über Fjorde gesehen. Bei der folgenden Sendung Hart aber Fair schlafe ich schon auf der Couch ein. Kurz nach 21:00.

Um halb eins wache ich auf. Der Ehemann hat sich noch einen Film angeschaut, der gerade zu Ende geht. Ich stehe auf, putze mir die Zähne und gehe ins Bett.

Und warte auf den Schlaf. Der kommt nicht mehr. Ab und zu schubse ich den Ehemann leicht, wenn ich ihn nicht mehr atmen höre. Er schnarcht dann leise. Alles gut.

Um 04:00 fange ich an zu glühen. Mir ist plötzlich viel zu warm.

Ich denke, ich könnte einfach um sechs aufstehen, duschen und früh zur Arbeit fahren. Aber wie ich mich kenne, werde ich bestimmt kurz davor einschlafen und völlig fertig sein, wenn der Wecker klingelt.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Schlaflos

Verflucht nochmal.

Ich bin erschöpft von der Arbeit nach Hause gekommen. Das habe ich gleich dem Ehemann mitgeteilt, als er mich mit dem Auto abgeholt hat. Die Nacht davor konnte ich nach dem Konzertbesuch erstaunlicherweise durchgehend schlafen, aber es gab auf Arbeit viel zu tun, und ich bin wieder fast zehn Stunden im Büro geblieben. Ich war schon beim Kochen müde und hatte leicht Kopfschmerzen, was dem Ehemann auch nicht entgangen ist, und bin knapp um halb zehn auf der Couch eingeschlafen, während er oben im Arbeitszimmer beschäftigt war.

Und was fällt ihm ein, als er kurz vor Mitternacht beschließt, ins Bett zu gehen? Mich von der Couch zu wecken, damit ich auch ins Bett gehe. Ist doch klar, dass ich dadurch wach werde. Während er sich also bei mir einkuschelt, entspannt und beim Einschlafen anfängt, leise vor sich hin zu scharchen, fährt mein Körper immer noch hoch und ich kann nicht mehr schlafen.

Ich bin also wieder auf der Couch. Schlafen kann ich immer noch nicht mehr, aber wenigstens kann ich mich beschäftigen, statt mich nur sinnlos im Bett hin und her zu wälzen. Dabei wäre es mir echt egal, ob der Ehemann dadurch aufwacht. Warum kann er mich nicht einfach weiter auf der Couch schlafen lassen, wenn er weiß, ich bin erschöpft und sieht, dass ich doch so gut am Schlafen bin?


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Halb drei

Mittlerweile ist es mir gelungen, meine Schlafstörung zu begrenzen. Die Lösung ist nicht schön, hilft aber sehr. Der Ehemann und ich schlafen in getrennten Zimmern. Nur so lange ich nicht richtig schlafen kann.

Ich wache immer noch mitten in der Nacht auf. Genauer gesagt um halb drei. Jede verdammte Nacht. Unabhängig davon, um wie viel Uhr ich ins Bett gehe, das ist nicht immer gleich. Und ich habe danach Probleme, wieder einzuschlafen, weil jede Störung mich vom Schlaf hält. Wenn er schnarcht, oder sich umdreht. Das passiert immer genau dann, wenn ich spüre, dass ich endlich dabei bin, einszuchlafen. Und dann fängt es wieder mit der Schlafsuche an, und es nervt.

Ich stehe nun lieber gleich auf und gehe zur Couch im Wohnzimmer, die wir jetzt abends für den Notfall mit Bettzeug beziehen. Und kann besser schlafen, als wenn ich im Schlafzimmer bleibe. Oder der schläft abends gleich dort ein, wenn er sowieso länger als ich wach bleiben will.

Was wir jedenfalls festgestellt haben ist, dass wir beide um halb drei aufwachen. Nur dass er viel schneller als ich einschlafen kann. Was ist um diese Uhrzeit bloss los? Irgendein Geräusch habe ich vor dem Aufwachen nicht besonders wachgenommen. In der vorletzten Nacht klang es, als ob etwas gefallen wäre. Ich bin aufgewacht. Punkt halb drei. Der Ehemann murmelte gleich, „war ich das?“, und ich hatte keine Ahnung. „Ich glaube, das Glas von der Brille ist gefallen,“ sagte er, und mir wurde klar, dass er noch halb im Traum war. Seine Träume können schwer mitzuerleben sein. Mit seinem Handy hat er den Nachttisch und den Boden beleuchtet. Nichts war gefallen.

Heute Nacht bin ich auch um halb drei aufgewacht. Und um halb fünf, und um sechs. Ich habe gestern Nachmittag ausnahmsweise auf der Couch ein Nickerchen gemacht. Andererseits bin ich am frühen Abend beim Sport gewesen. Ich hätte müde genug sein sollen. Ich frage mich, ob es am Wochenende auch so sein wird, oder ob ich wie am letzten Wochenende die zwei Nächte durch schlafen kann. Vielleicht hat jemand in der Nachbarschaft einen neuen Job, um muss so früh aufwachen, was uns auch weckt?


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Schlafstörung

Ich kann seit einer Woche nicht mehr richtig schlafen. Angefangen hat es, als ich noch im Urlaub war.

Einschlafen ist schwierig geworden. Selbst wenn ich abends müde auf der Couch vor dem Fernseher neben dem Ehemann einschlafe, bin ich im Bett wieder munter und brauche ewig, um einzuschlafen. Jede kleinste Störung reißt mich aus dem Schlaf. Wenn er schnarcht. Wenn er im Traum schreit. Oder heute morgen, als um viertel vor fünf jemand mit einer Schaufel den Schnee vom Weg geräumt hat. Musste es so früh sein? Zählt es nicht noch als Ruhestörung?

Ich habe zuerst gedacht, die Schlafstörung läge an der bevorstehenden Arbeitslosigkeit. Mein Vertrag läuft bald aus. Winfried ist zuversichtlich, mich noch bis Ende des Jahres anstellen zu können. Trotzdem habe ich mich als Arbeitssuchende angemeldet. Mit etwas Verspätung, muss ich zugeben, weil ich in Dezember so viel auf Arbeit zu tun hatte, dass es mir komplett aus dem Kopf gegangen war.

Aber nein, ich glaube jetzt, die Ursache ist eine ganz andere. Denn mein Bauch zieht ganz leicht und hat Wasser eingelagert. Ich wiege knapp 500 g mehr als vor Weihnachten, also kann man nicht wirklich von einer Zunahme sprechen, aber die Hose spannt. Die Brust auch. Und wichtiger: Die Periode, die ich diese Woche erwartet hatte, ist bis jetzt noch nicht aufgetreten. Stattdessen habe ich die charakteristische Einnistungsblutung beobachtet. Morgen besuche ich meine Gynäkologin während der Sprechstunde.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Schlaflosigkeit

Ich bin heute Nacht wieder gegen halb drei aufgewacht. Es ist ziemlich ätzend. Und es passiert zum zweiten Mal diesen Monat. Hoffentlich ist es kein frühes Zeichen von Menopause. Da wir früher als sonst im Bett waren, habe ich gerade drei Stunden geschlafen.

Kurz vor vier ist Martin aufgewacht. Ich habe davon profitiert, um mir eine kleine Tasse Milch warm zu machen und zu trinken. Es sollte helfen, heißt es. Ich habe nur zum wiederholten Mal festgestellt, dass es bei mir keinen Einfluss hat. Schon komisch, wenn man bedenkt, dass ich sonst so stark auf Koffein reagiere und abends gar nicht einschlafen kann, wenn ich nach vier Uhr nachmittags Kaffee trinke. Ach so, stimmt. Lindenblättertee sollte ich mir besorgen.

Jetzt habe ich aufgegeben. Statt mich ständig im Bett herum zu wälzen, bin ich aufgestanden und lasse Martin schlafen. Er muss zur Arbeit. Vielleicht liegt meine Schlaflosigkeit auch daran, dass ich gestern den ganzen Tag zu Hause geblieben bin und mich kaum bewegt habe. Obwohl. Ich habe gestern mit dem Hochzeitskleid angefangen. Zuerst Stoff gemessen und geschnitten. Ich habe es am Boden gemacht. Mit dem häufigen Knien und Aufstehen habe ich einen leichten Muskelkater im Gesäß und unteren Rücken bekommen. Ich brauche mehr Sport.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Dienstag

Mir geht’s schon viel besser. Das hätte ich nach heute Nacht nicht erwartet. Mit Kopfschmerz gegen elf ins Bett, um halb drei aus irgendeinem Grund wieder wach. Unruhig. Ständig gewälzt. Um halb sechs habe ich noch den Wecker geschaut. Um sieben hat er mich plötzlich aus einem heißen lesbischen Traum gerissen. Am frühen Morgen nach langer Schlaflosigkeit sind meine Träume immer sehr merkwürdig.

Als ich auf dem Weg zur Arbeit in die Straßenbahn eingestiegen bin, war Winfried auch drin. Er wohnt ein bisschen weiter weg auf der gleichen Linie. Wir haben uns während der Fahrt über die Entwicklung meines Projektes unterhalten. Wenn Uschi nicht da ist, übernimmt er ja seine Funktion als Chef. Ich habe wieder im Büro meiner Kollegen gesessen und versucht, mein Programm auf einer frischen Installation von openSUSE 13.1 zum Laufen zu bringen. Vergeblich. Qwt5 kann nicht gefunden werden, obwohl ich alle Pakete installiert habe. Google hat mich im Stich gelassen. Die Kaffeemaschine hat erneut gestreikt. Martin war wegen eines Termins den ganzen Vormittag nicht da. Er ist kurz vor der Mittagspause angekommen. Mittags waren wir nicht alleine. Ich bin dafür mit ihm nachmittags im Labor geblieben, aber natürlich ging’s primär um die Arbeit. Keine süße Zärtlichkeit wie am Wochenende. Um fünf war er schon weg, um zum Sport zu gehen. Mist.

Nach weiteren erfolglosen Versuchen mit Qwt5 bin ich zum Fitness-Studio gegangen. Mein Training lief super. Zwei Stunden, wie immer. Ich werde beim nächsten Mal das gleiche machen, aber es wird danach wieder Zeit, einige Gewichte zu erhöhen, damit es anstrengend genug bleibt. Ich habe fast die 70kg verlassen. Das Gewicht hatte ich ewig nicht mehr erreicht, obwohl ich nicht besonders auf meine Ernährung aufpasse. Döner-Box mit Pommes gibt’s relativ häufig. Selbst als ich vor drei oder vier Jahren täglich trainiert hatte, vor meinem Ischias-Problem, war ich nie unter 74kg gekommen. Ich muss zum Arzt gehen, um meinen Zustand prüfen zu lassen. Ich habe seit dem Sommer zu schnell abgenommen, und ich erinnere mich an mein Diploma-Jahr, als ich wegen der ganzen Paukerei super dünn geworden war und den Sommer danach mit Eisen- und Magnesium-Tabletten verbringen musste, weil erhebliche Mängel durch eine Blutspende zufällig ans Tageslicht gekommen waren.

Aber jetzt fühle ich mich toll. Das Training hat Spaß gemacht. Mein Ischias verhält sich fast wieder, als ob nie etwas gewesen wäre. Morgen gibt’s ein enges Kleid mit Pumps. Vielleicht kann ich Martin überzeugen, etwas am Abend zu unternehmen. Ohne dass meine (deutlich ältere) Kollegin Mieke es mitbekommt. Ich mag es nicht, wie sie sich manchmal mit ihm verhält, vor allem, da sie sich vor kurzem von ihrem Mann getrennt hat. Als ich das letzte Mal mit Martin zum Weihnachtsmarkt verabredet war, hatte sie es irgendwie erfahren und wollte sich einmischen. Etwas hatte sie doch im letzten Moment daran gehindert. Es war ein bisschen der Grund, warum ich zum Labor mit ihm heute Nachmittag gegangen bin, da er zum ersten Mal dort arbeitet und sie ihn vorher einweisen musste. Ich habe selber nie im Labor etwas gemacht, ich konnte dadurch meine Absicht gut tarnen. Vielleicht bilde ich mir nur etwas ein. Mit mir verhält sie sich auch überfreundlich.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Ich kann nicht schlafen

Ich liege im Bett und kann nicht einschlafen. Mir ist warm, trotz geöffnetes Fensters. Ich höre aus dem nächsten Zimmer, wie meine Mami mit sehr leisem Fernseher schläft. Normalerweise hilft es mir beim Einschlafen, nur heute nicht.

Morgen fliege ich nach Deutschland zurück. Wie immer ist der Urlaub zu kurz gewesen. Das Wetter war toll. Allerdings nur seit ich hier bin. Das Mittelmeer war für die Jahreszeit ungewöhnlich kalt, gerade 19°C. Ich habe es trotzdem genossen, drin zu schwimmen und am Strand zu liegen. Ich habe viele Spaziergänge gemacht. Ich bin wieder in der kurzen Zeit „unverschämt braun“ geworden, wie meine Freundin Astrid es mir mal gesagt hatte. Ich liebe das Gefühl, wenn man wie heute das Haus verlässt und plötzlich von der trockenen Hitze draußen erschlagen wird. Jedes Mal frage ich mich, warum ich diese Gegend verlassen habe. Dennoch freue ich mich, meine Katze bald wieder zu sehen. Und ich sehne mich nach leichtem Essen. Meine Eltern haben mich wie immer voll gestopft.

Von dem neuen Arbeitsvertrag in Berlin habe ich nichts mehr gehört. Er hätte heute fertig werden sollen. Ich rufe besser am Montag an und erkundige mich. Eine temporäre Wohnung für Juli konnte ich in der Nähe des Arbeitsortes finden. Ich wollte sonst eine Wohnung besichtigen und habe explizit in der Anfrage gesagt, dass ich erst ab Montag (17.06.) einen Termin wahrnehmen kann. Die haben mir am Dienstag (11.06.) eine Email für einen Termin am Mittwoch (12.06.) geschickt. Es wird wohl eine andere Wohnung sein.

Ich habe sonst einen neuen Termin für ein Vorstellungsgespräch im Forschungszentrum in Karlsruhe am Dienstag bekommen. Da ich noch nichts Unterschriebenes von Berlin in der Hand habe, werde ich dahin fahren. Diesmal ist kein Vortrag vorgesehen. Ich werde zu Hause in meinen Unterlagen suchen müssen, ich weiß nicht mehr genau, worum es bei dieser Stelle ging, ich weiß nur noch, dass es gut zu meinem Profil passte.

Meine Mami hat den Fernseher ausgeschaltet und schläft wieder. Ich fühle mich nicht müde. Wir haben heute Abend in einem Lokal gegessen, und ich hatte einen „Deca“ bestellt. Hat mir die Frau stattdessen einen normalen Kaffee gebracht? Morgen werde ich total fertig sein.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Heute Nacht

Ich habe wieder schlecht geschlafen. Ich bin kurz vor 04:30 aufgewacht und konnte danach nicht mehr einschlafen. Woran könnte es liegen? Ich habe gestern die seltenen Sonnenstrahlen ausgenutzt und bin zu den Thermen gegangen. Blauer Himmel, keine Wolken bis 14:00, ich habe mich nach dem Mittagessen auf der Sonnenterrasse hingelegt und einen leichten Sonnenbrand bekommen. Der Sonnenbrand schmerzt aber nicht. Vielleicht habe ich mich so viel entspannt, dass ich kein großer Schlafbedarf hatte. Oder ist es, weil ich abends großen Hunger hatte und mehr als sonst gegessen habe? Ich bin um 04:30 also aufgestanden und habe ein Glas Wasser getrunken. Zurück ins Bett, konnte ich mich nur noch umdrehen, es war mir unbequem geworden, die Daunendecke wollte nicht richtig liegen, ich habe Rücken- und Bauchlage probiert, der Kopfkissen hat mich auf einmal genervt, ich habe ihn weggeschoben, und wenn ich mal richtig liegen konnte, wurde es mir zu warm…

Meine kleine Süße hat dann ihre Lage bei meinen Füßen verlassen, sich neben meinem Kopf hingelegt und angefangen, mir mit ihrer rauen Zunge die Wange zu lecken. Ich denke, um mich zu beruhigen. Ich lag gerade wieder auf Rückenlage mit beiden Armen über den Kopf, da hat sie sich bequem auf meinem linken Arm hingelegt, ich habe ihre Krallen beim Schnurren gut spüren können, und sie hat geschlafen. Toll, total süß, aber ich konnte mich nicht mehr bewegen. Langsam wurde es hell im Schlafzimmer.

Ich saß vor meinem Rechner und schaute gerade eine Seite auf Internet. Als ich die Titel gelesen habe, haben sie keinen Sinn ergeben. Sie waren voll mit getauschten Buchstaben und Tippfehlern. Und wenn ich die Seite aktualisiert habe, waren die Titel anders, aber immer noch fehlerhaft. Und da habe ich es erkannt: Es war gar nicht real, ich war am Träumen! Ich habe dann laut gesagt: „Es ist ein Traum“. Auf Deutsch. Das Sprechen war mühsam, meine Lungen haben dabei Druck überwinden müssen. Dann habe ich es auf Französisch wiederholt: „C’est un rêve“. Ich habe es jedem erzählt, dem ich im Traum begegnet bin. Gleichzeitig hat es mich erleichtert, denn es bedeutete, dass ich es doch endlich geschafft hatte, wieder einzuschlafen.

Wie der Traum weiter ging, habe ich leider vergessen. Ich habe auch nicht in dem Moment daran gedacht, die Chance des luziden Traumes zu nutzen. Ich bin um 10:30 aufgewacht.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Stress und Körper

Oder wie überrascht ich bin, dass so viele Sachen sich gegen meinen Willen und trotz besseres Wissens auf meinem Körper widerspiegeln.

Ich wusste schon vom Anfang an, dass mein Arbeitsvertrag bis Oktober befristet war, und dass das Wissenschaftszeitvertragsgesetz dafür sorgt, dass ich danach nicht mehr so einfach einen befristeten Job an einer Uni bekommen kann. Deswegen habe ich mich schon lange im Voraus auf alle unbefristeten Stellen beworben, die ich gesehen habe. Ich weiß auch, dass es nicht schön ist, arbeitslos zu sein, aber dass es trotzdem nicht das Ende des Lebens bedeutet. Ich mache alles, was ich kann, um eine neue Stelle zu bekommen, und eine neue Stelle werde ich irgendwann bekommen. Bei vielen Bekannten hat es auch fast ein Jahr gedauert, bis sie nach der Uni aus der Arbeitslosigkeit raus gegangen sind, und so lange bin ich noch nicht arbeitslos. Leben kann ich noch, und habe in meinen berufstätigen Jahren genug gespart, um keine zu große Angst vom Hartz IV zu haben.

Anfang August habe ich plötzlich angefangen, aus nicht nachvollziehbaren Gründen sehr früh morgens aufzuwachen. Ich bin selten vor zwölf im Bett, wurde aber immer gegen 05:00 wieder wach und konnte danach nicht mehr schlafen. Das ist mir auch passiert, als mein Vater mit seiner Freundin zu Besuch da war, und sie haben wirklich nichts Besonderes um die Uhrzeit gehört – einfach weiter geschlafen. Ich war noch berufstätig, aber schon als Arbeitssuchende gemeldet. Meine normale Wecker-Zeit war sonst 07:30, weil ich so nah an meiner Arbeitsstelle wohne. Aber sobald ich um 05:00 die Augen geöffnet habe, habe ich nur daran gedacht, ich müsste meine Emails schauen, weil ich automatische Emails von diversen Jobbörsen bekomme. Und habe sofort einen Adrenalin-Schuss bekommen, der verhinderte, dass ich wieder einschlafe. Es hat sehr lange gedauert, bis Februar ungefähr, und hat mich völlig erschöpft gemacht. Wie man sich denken kann, hat es mir bei Vorstellungsgesprächen nicht geholfen. Obwohl ich mir bewusst eingeredet habe, dass die Arbeitslosigkeit nicht so schlimm sein würde, habe ich so früh starke Schlafstörungen bekommen. Manchmal konnte ich morgens länger schlafen, aber nur, weil ich so erschöpft war, dass es so nicht weiter gehen konnte, nach der kurzen Noterholung bin ich wieder sehr früh aufgewacht.

Heute Morgen war ich bei einer Dermatologin, weil ich eine sehr beschädigte Kopfhaut habe und so extrem Schuppen habe, dass es nicht mehr auszuhalten ist. Unabhängig davon, wie häufig ich mir die Haare wasche. Das Shampoo von Eucerin[1] habe ich sogar probiert, erfolglos. Auf der Rückseite des Kopfes ist es so stark, dass ich nur noch flächendeckend eine weiße Kruste habe. Und das Jucken ist furchtbar. Schuppen habe ich immer gehabt, und mit Shampoos gut im Griff bekommen. Ich weiß nicht mehr genau, seit wann es zu diesem riesen Problem geworden ist. Die Dermatologin hat nur eine Sekunde gebraucht, um es sich anzuschauen, und meinte sofort, es wäre Ekzem oder Psoriasis. So ein Mist. Es ist anscheinend so ungewöhnlich verbreitet, dass sie mich fragte, wie ich das aushalten konnte. Das hat mein Vater auch immer gehabt, solange ich mich erinnern kann, bei ihm aber vor allem auf den Händen, Ellbogen und Knien. Die Dermatologin meinte, es wäre erblich und stressbedingt. Es kann sein, dass es sich bei mir kurz vor der Arbeitslosigkeit verschlimmert hat. Diese stark juckende weiße Kruste unterhalb von den Haaren im Nacken hatte ich vorher definitiv nicht. Ich hoffe, die Arzneimittel, die ich heute bekommen habe, werden das Problem lösen. Es ist nicht schön, mit einem mit Schuppen befleckten dunklen Anzug zu einem Vorstellungsgespräch zu gehen, auch wenn ich extra aufpasse, dass es nicht zu merken ist.

[1] Unbezahlte Werbung, da Verlinkung.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.