Gähn

Wir mussten heute ganz früh aufstehen. So kurz vor fünf. Um elf waren wir schon im Bett, aber ich war nicht müde genug zum Einschlafen. So gegen zwölf muss es geklappt haben. Und danach bin ich sowieso jede Stunde aufgewacht. Das letzte Mal um viertel nach vier.

Ich habe darauf gewartet, dass der Radiowecker den Ehemann weckt, und bin sofort duschen gegangen. Kaffee und Banane geschluckt. Am Abend gepackte Taschen geholt. Und runter zur Tiefgarage.

Zum Glück hat mich der Ehemann zum Flughafen gebracht. Denn sonst hätte ich noch früher aufstehen müssen. Die S8 fährt zwar gleich um die Ecke, aber sie braucht über eine Stunde bis zum Flughafen. Mit dem Auto spare ich eine gute halbe Stunde, um die Uhrzeit. Gut, der Ehemann muss dann zurück nach Hause fahren, und mit dem Stau mit Blaulicht, den wir in die andere Richtung gesehen haben, wird es kein Spaß.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

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Migräne, mal wieder

Gestern habe ich die erste Migräne des Jahres bekommen. Gerade zwölf Tage habe ich durchgehalten.

Es hat nicht geholfen, dass ich wenig schlafen konnte. Um elf war ich am Samstagabend im Bett. Der Ehemann hatte noch oben am Rechner zu tun und ich bin um zwei Uhr morgens kurz aufgewacht, als er sich endlich ins Bett gepackt hat. Um sechs hat mich sein Schnarchen aus dem Schlaf gerissen.

Die Nacht davor hatte ich schon nicht sonderlich viel geschlafen. Ich war noch zu sehr von der langen Rückfahrt aus der Arbeit gestresst, um früh einschlafen zu können. Bin ich froh, dass der Ehemann mich in Westkreuz abholen konnte, als die S-Bahn völlig versagte! Sonst hätte ich mir irgendwo ein Zimmer suchen müssen. Kein toller Start ins Wochenende.

Gestern habe ich mich jedenfalls den ganzen Tag nicht so toll gefühlt. Gegen vier habe ich den Wind wahrgenommen. Es hatte schon die ganze Zeit leicht geregnet, wobei auch Flocken zu sehen waren. Ich habe leichte Kopfschmerze bekommen, die nach einer heißen Schokolade verschwunden sind.

Bis halb sieben, wo sie mit voller Wucht zurück gekommen sind. Geräusch- und Lichtempfimdlichkeit. Übelkeit. Die linke Schläfe schmerzte und pochte. Wie immer. Aspirin eingenommen, keine Wirkung. Der Ehemann hatte ganz lieb für uns gekocht, und ich habe mich beim Essen nur elend gefühlt. Konnte meinen Teller nicht aufessen. Um nicht mal neun habe ich mich im Dunkel auf die Couch hingelegt, als der Ehemann noch am Essen war. Er hat mich zugedeckt.

Um halb zwei werde ich vom Gewitter wach. Es weht ganz stark, und ich kann teilweise nicht sagen, ob ich Donner oder Wind höre. Der Regen prasselt gegen die Außenjalousien. Um zwei hört der Gewitter auf, es regnet weiter.

Ich stehe auf und putze mir die Zähne, was ich vor dem Einschlafen auf der Couch nicht geschafft habe. Die Migräne ist vorübergehend weg. Ich ziehe eine Jalousie im Wohnzimmer aus Neugier hoch und sehe: Der ganze Schnee, der gestern noch da auf dem Dach lag, ist weg. Auf dem Bürgersteig jedoch noch nicht. Es ist unglaublich, welche Menge an Schnee jetzt geschmolzen ist.

Wenigstens hat die Bahn keine Ausrede mehr, um nicht zu fahren. Ich frage mich, in welchem Zustand der Bahnsteig sich befindet. Voll mit hart getretenem Schnee, auf dem es jetzt ganz viel geregnet hat? Es wird kein Spaß.

Ich hoffe, ich kann noch ein bisschen schlafen. Ich habe gerade höchstens fünf Stunden geschlafen.


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Schlaflos

Verflucht nochmal.

Ich bin erschöpft von der Arbeit nach Hause gekommen. Das habe ich gleich dem Ehemann mitgeteilt, als er mich mit dem Auto abgeholt hat. Die Nacht davor konnte ich nach dem Konzertbesuch erstaunlicherweise durchgehend schlafen, aber es gab auf Arbeit viel zu tun, und ich bin wieder fast zehn Stunden im Büro geblieben. Ich war schon beim Kochen müde und hatte leicht Kopfschmerzen, was dem Ehemann auch nicht entgangen ist, und bin knapp um halb zehn auf der Couch eingeschlafen, während er oben im Arbeitszimmer beschäftigt war.

Und was fällt ihm ein, als er kurz vor Mitternacht beschließt, ins Bett zu gehen? Mich von der Couch zu wecken, damit ich auch ins Bett gehe. Ist doch klar, dass ich dadurch wach werde. Während er sich also bei mir einkuschelt, entspannt und beim Einschlafen anfängt, leise vor sich hin zu scharchen, fährt mein Körper immer noch hoch und ich kann nicht mehr schlafen.

Ich bin also wieder auf der Couch. Schlafen kann ich immer noch nicht mehr, aber wenigstens kann ich mich beschäftigen, statt mich nur sinnlos im Bett hin und her zu wälzen. Dabei wäre es mir echt egal, ob der Ehemann dadurch aufwacht. Warum kann er mich nicht einfach weiter auf der Couch schlafen lassen, wenn er weiß, ich bin erschöpft und sieht, dass ich doch so gut am Schlafen bin?


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Sonntag zu Hause

Das Wochenende habe ich alleine verbracht. Ich bin letzte Woche erst am Montagabend zurück nach München gefahren, und diese Woche ist in Bayern der Donnerstag ein Feiertag. Dank Brückentag kann ich schon am Mittwochabend nach Berlin. Es hätte sich nicht wirklich gelohnt, wenn der Ehemann zwischendurch gekommen wäre. Reisestress und Geld gespart. Dafür hat er sein Spaß gehabt, konnte zum ersten Mal seit ewig Motorrad fahren und hat den heutigen Tag mit Freunden verbracht. Bald zieht er hierher um, und seine Kumpels wird er nicht mehr so einfach sehen können.

Ich habe den Tag damit angefangen, dass ich meine Mami angerufen habe, während ich mich um die Blumen auf dem Balkon gekümmert habe. Anders als im Rest der Welt, ist heute in Frankreich Muttertag, am letzten Sonntag im Mai. Es war zehn Uhr morgens, mein Bruder war schon bei ihr, und die Blumenverkäuferin im Dorf hatte ihr gerade den Strauß gereicht, den ich ihr geschickt hatte. Sie hat sich darüber sehr gefreut.

Das Wetter sah nicht so toll wie gestern aus, der Himmel war bedeckt, meine App sagte, es würde den ganzen Tag so bleiben, und ich habe deswegen eine Hose angezogen, bevor ich mich auf den Weg zur Bäckerei im Stadtzentrum gemacht habe. Als ich dort auf der Terrasse saß, haben sich jedoch die Wolken aufgelöst, die Sonne hat voll geknallt, und mir wurde viel zu warm. Nach dem leckeren Frühstück aus Bruschetta mit Rührei konnte ich einem Stück Karotten-Kuchen für den Nachmittag nicht widerstehen, und an dem Erdbeeren-Stand beim Kreisverkehr musste auch eine Schachtel mit nach Hause.

Zu Hause angekommen, habe ich als erstes ein leichtes Kleid angezogen. Dann wurde geputzt. Staub gewischt und gesaugt. Das konnte ich gestern wegen Migräne nicht tun. Und da das Wetter weiterhin schön sonnig blieb, habe ich mich eingecremt, ein Bikini angezogen und mich auf dem Balkon mit einem Buch und einem Glas Wasser zum Sonnen hingesessen. Es war schön, bis eine Hummel über mich flog und ich plötzlich etwas naßes auf dem Arm spürte. Regen? Nein. Die Hummel war’s, die ihren Darm geleert hatte. Ein dünner, länglicher Pollen-gelber Fleck war halb auf dem BH und halb auf meinem Arm gelandet. Igitt. Ich habe den Sonnenbad beendet, da ich sowieso schon länger da saß, und habe gebadet, um den Schweiß und die klebrige Creme los zu werden.

Den Rest des Tages habe ich müde auf der Couch lesend verbracht. Ich glaube, von zu viel Sonne bekomme ich momentan Kopfschmerzen. Gestern war ich auch lange in der Sonne, und ich musste im Fitnessstudio mein Training abbrechen, weil nach den intensiven Übungen meine linke Schläfe so stark gepocht hatte. Oder der Schlafmangel ist Schuld. Richtig gut schlafen kann ich zur Zeit nicht.


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Feiertag

Ich sitze alleine auf der Couch im Wohnzimmer meiner sonst immer noch fast leeren Wohnung und genieße die freie Zeit. Mal nichts zu tun muss auch sein. Kein Pendeln. Morgen arbeite ich. Das Wetter ist nicht so toll, mal Sonne, mal graue Wolken, frisch ist es, windig, und es soll noch regnen. Ich bleibe lieber zu Hause. Vielleicht schaffe ich es, die zahlreiche Fotos, die ich bei unseren Wanderungen in den letzten Wochenenden gemacht habe, fertig zu bearbeiten und einige davon hochzuladen. Wir hatten echt tolle Zeiten, das will ich hier fest halten.

Der Ehemann ist jetzt auf Reise mit seinen Kumpeln. Nicht für Vatertag. Ein Schulfreund hat Geburtstag und will in seiner Heimat groß feiern. Ein halbes Jahrhundert ist es wert. Die Jungs sind heute Nacht in Tel-Aviv gelandet und scheinen Spaß zu haben. Sei es ihnen gegönnt.

Spät schlafen konnte ich heute Morgen nicht. Einerseits mache ich mir immer Sorgen, wenn der Ehemann fliegt. Andererseits kann ich morgens eh schlecht schlafen, wenn Licht ins Schlafzimmer kommt. Trotz Außenjalousien wird es früh hell.

Gestern Abend war ich sowieso schon nach Feierabend auf der Couch eingeschlafen. Bestimmt zwei Stunden lang lag ich da, bis der Ehemann sich kurz vor Boarding meldete. Eine Migräne hatte ich bekommen, die erste seit längerer Zeit. Ich vermute, das Wetter war schuld. Wir haben Gewitter bekommen, und seit mittags fühlte ich mich im Büro unwohl. Der Himmel war sehr schwer mit bedrohlichen dicken grauen Wolken, zum Glück ist der Regen nicht so stark geworden.

Schon blöd, weil wir auf Arbeit eine Grillparty veranstaltet hatten. CEO#2, Mitgründer der Firma, der mein Vorstellungsgespräch geführt und die Entscheidung über meine Einstellung getroffen hatte, verlässt die Firma. Ganz freiwillig war das nicht, obwohl er versucht hat, es so darzustellen, als er uns vor drei Monaten informiert hatte. Seit der Übernahme der Firma vor einigen Jahren hatte er nur noch einen befristeten Vertrag, und dieser wurde einfach nicht verlängert. Stattdessen haben wir eine vom Mutterkonzern ausgewählte Frau bekommen, die sicherlich auch gut ist. Dass CEO#2 uns verlässt hat aber viele von uns überrascht und traurig gemacht, meinen direkten Chef deutlich spürbar.

Um mich bei CEO#2 für meine Einstellung zu bedanken, habe ich Taboulé für die Grillparty gemacht – nicht wie mein Salat mit Petersilie und Tomaten, sondern richtig im Ottolenghi-Tamimi-Stil, mit ganz dünn geschnittener Petersilie und Minze. War das vielleicht aufwendig! Das Waschen der Kräuter allein hat schon lange gedauert. Ich habe Krämpfe in der linken Hand bekommen, die die gestapelten Blätter die ganze Zeit zusammen gehalten hat, damit ich sie mit dem scharfen Messer vorsichtig schneiden konnte. Über drei Stunden habe ich gebraucht. So sorgfältig war ich beim letzten Mal nicht. Dank Wasserkocher konnte ich sogar ein kleines bisschen Couscous rein mischen. Das Ergebnis war jedoch geschmacklich nicht ganz zu meiner Zufriedenheit. Dafür hätte ich mehr Gewürze gebraucht, die alle noch in meiner Küche in Berlin sind. Das native Olivenöl Extra von Kristal aus dem türkischen Gemüseladen hat meine Erwartungen nicht erfüllt. Trotzdem ist der Salat sehr gut angekommen, der Zitrone sei Dank.

Die Migräne habe ich gestern Abend mit Paracetamol und Süßigkeiten versucht zu vertreiben. Schlafen hat offenbar am besten geklappt. Heftige Krämpfe habe ich nach dem Aufwachen auf der Couch in den Waden und Füßen bekommen, obwohl ich regelmäßig Magnesiumcitrat einnehme, seitdem ich wieder so viel Sport treibe. Ich glaube, ich schlafe nicht genug.

Heute Abend mache ich mir einfach Couscous mit roher, frisch geschnittener Möhre und Paprika. Minze kommt noch rein, die ich vom Taboulé übrig habe. Ein Bier habe ich mir bei unserem Indthailiener hinter dem Bahnhof geholt – so von uns schmunzelhaft benannt, weil er Küche aus der ganzen Welt in seiner elend langer Menükarte anbietet. Trotzdem ist das Essen dort in Ordnung, wenn man keine Küche hat. Günstig auf jeden Fall.

Ach ja, Bier darf ich wieder trinken. Das Problemchen hat sich wie erwartet von alleine gelöst, was mich ehrlich gesagt sehr erleichtert. Auch im wahrsten Sinne des Wortes. Die drei Kilogramme, die ich trotz Sport und vorsichtiger Ernährung unfassbar schnell auf der Waage bekommen habe, sind wieder weg.


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Ich bin völlig erschöpft

Ich weiß nicht warum. Ich meine, ich weiß, letzte Woche in England war anstrengend, aber diese Art von Dienstreisen mache ich nicht zum ersten Mal. Am Wochenende konnte ich richtig gut ausschalten.

Es hat sicherlich mit der Arbeit zu tun. Gestern hatte ich beim Aufstehen schon deutliche Anzeichen einer Erschöpfung. Auf dem Weg zur Arbeit habe ich einen starken Druck um die Augen und in der Stirn gespürt, bis zur Nase, begleitet von einem Schwindelgefühl. So habe ich mich schon früher gefühlt, wenn ich extrem unter Druck stand oder etwas mich sehr geärgert hat. Wenn ich lange über etwas grüble oder wütend bin. Das passiert recht selten. Und momentan? So überlastet bin ich doch nicht. Ich treibe Sport, und es sollte doch Stress abbauen. Bis auf heute Nacht habe ich auch gut geschlafen, obwohl ich zur Zeit alleine bin. Der Ehemann ist seit Montag auf Dienstreise.

Geärgert hat mich in letzter Zeit die Geschichte mit meinem neuen Rechner sehr. Ich habe ihn am Anfang des Sommers bestellt, als ich zum neuen Büro umgezogen bin. Mein Testrechner war zu alt geworden und hatte zu viele Probleme verursacht. Der neue Rechner kam ziemlich schnell an, ist aber bei der IT-Abteilung in Empfang genommen worden. Zahlreiche Emails, um zu diskutieren, was genau drauf installiert werden soll. Kein Windows, Programm #1 ist nicht dafür vorgesehen. Dafür zwei verschiedene Linux-Distributionen, mit denen ich Programm #1 testen und weiterentwickeln soll. Ich habe gleich angeboten, mich um die Installationen zu kümmern, aber das wollten die Leute bei der IT-Abteilung ausdrücklich selber machen. „Weil interne Spähsoftware installiert werden,“ meinte ein Kollege. Keine Ahnung, ob es stimmt.

Danach habe ich gewartet und nichts mehr gehört. Eine höfliche aber deutlich ungeduldige Email habe ich noch geschickt, um mich zu erkundigen, ob jemand wüsste, was inzwischen aus dem Rechner geworden war. Keine Antwort. Letzte Woche bin ich dann informiert worden, dass er zur Abholung bereit stünde. Yeah! Keine Entschuldigung für die lange Wartezeit. Sofort den Rechner abgeholt, zu meinem Zimmer getragen, hochgefahren: Windows. Ich konnte es nicht fassen. Die Leute bei der IT-Abteilung haben in den vier Monaten, in denen der Rechner bei ihnen lag, gar nichts gemacht. Ich habe nachgefragt, da ich zuerst gutmütig dachte, den falschen Rechner bekommen zu haben: Nein, es war wirklich mein Rechner, der war halt schon mit Windows standardmäßig geliefert worden. „Warum die ganzen Emails, um die Installation der Betriebssysteme zu diskutieren?“ wollte ich wissen. Keine Antwort. Faule Säcke.

Mit der Installation der Betriebssysteme bin ich noch nicht fertig. Bei openSUSE ging es gut, für Ubuntu war es die Hölle. Das größte Problem lag in der Erstellung eines funktionierendes bootfähiges USB-Sticks unter Linux. Ich weiß nicht, wie vielen Anleitungen ich gefolgt bin, ohne Erfolg. Entweder wurde der Stick nicht erkannt, oder die Maschine meinte, es gäbe kein Betriebssystem auf dem Stick. Bei anderen Programmen zur Erstellung von bootfähigen Sticks gab es schon Fehlermeldungen beim Formattieren vom Stick. Am Ende hat nur Rufus unter Windows geholfen. Ich habe die Sticks zu Hause gemacht, weil ich Windows auf dem neuen Rechner schon mit openSUSE platt gemacht hatte. Ich hatte zwischendurch auch versucht, die CD von zu Hause zu benutzen, um Ubuntu zu installieren, und musste nach der erfolgreichen Installation feststellen, dass es jetzt zu spät war, um ein Update von 15.04 auf 16.04 zu machen. Pfff. Jetzt läuft Ubuntu 16.04 endlich, dank Rufus, openSUSE habe ich „verloren“. Ich muss schauen, wie ich sein GRUB wieder erstellen kann, weil der von Ubuntu die andere Partition mit openSUSE anscheinend nicht sieht, und ich nur noch Ubuntu starten kann.

Das Ganze hat mich jedenfalls sehr genervt. Vor allem, weil Kollegen aus der Arbeitsgruppe, die solche Sachen besser als ich wissen müssten, jegliche Hilfe verweigert haben, nach dem Motto „nicht mein Problem, ich habe anderes zu tun“ (so ausgedruckt war es nicht, aber so kam es deutlich rüber), und ich blöde Kuh bin immer für Anderen da, wenn sie Probleme haben. Mich nervt es, dass ich die Arbeit der IT-Abteilung erledige, und es dabei nicht schaffe, mich um viel wichtigere Angelegenheiten zu kümmern, wie zum Beispiel meinen DFG-Antrag fertig zu schreiben. Vielleicht ist das der Grund, warum ich in letzter Zeit kein Bock mehr auf Arbeit habe. Und das macht mich krank.

Gestern auf dem Weg zur Arbeit fühlte ich mich jedenfalls richtig mies. Dazu kam, dass eine Frau mit einer Katze in einem Transportkäfig unweit von mir saß, und sich ihre Katze lauthals darüber beklagte, transportiert zu werden. Ich musste an Chipie denken, und habe für den Rest der Fahrt nur noch gegen Tränen gekämpft. Die Arbeit ging, ohne große Begeisterung. Wenigstens läuft jetzt Ubuntu.

Am Abend bin ich mit Kate von der Arbeit aus shoppen gegangen, und ich habe gemerkt, wie die ganze Müdigkeit bei jeder Haltestelle in der S-Bahn geringer wurde. Beim Glühwein war der Druck völlig weg. Das Schwindelgefühl war noch da. Ich habe mir ein toll duftendes Schaumbad gekauft und gleich zu Hause ausprobiert. Es war schön, aber nicht entspannend genug. Ich habe mich danach hellwach bis mindestens halb fünf im Bett gewälzt. Trotz Erschöpfung.

So kann es nicht weiter gehen. Morgen muss ich früh zur Arbeit, ausnahmsweise an einem Samstag, und nächste Woche bin ich für Rufbereitschaft mal wieder dran. Da werde ich noch mehr unter Druck sein.


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Wieder müde

Ich glaube, dass ich heute Nacht doch ein bisschen geschlafen habe. Ganz wenig, ich bin lange mit offenen Augen liegen geblieben. Ich konnte keine bequeme Lage finden. Mein Kopfkissen hat genervt. Erholsam war die Nacht nicht. Beim Aufstehen waren meine Augen rot. Ich bin um halb sechs aufgestanden und habe mich gefragt, warum ich momentan so schlecht schlafe.

Vielleicht ist es ein Magnesiummangel. Das hatte ich schon im Studium. Ich war ständig müde und konnte trotzdem nicht schlafen. Der Arzt hatte mir Nahrungsergänzungsmittel mit Magnesium verordnet, und danach ging’s wieder. Oder Proteinmangel? Ich fühle mich ab und zu schwindelig in letzter Zeit, schon seit bevor ich beschlossen habe, dass ein konstanter BMI von 26 zwar nicht viel Übergewicht ist, aber trotzdem zu viel ist. Ich habe meine täglich eingenommene Menge an Protein in den letzten Tagen gerechnet und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich viel zu wenig davon esse. So kann ich nicht effektiv trainieren. „Oder du bist schwanger,“ meinte Martin heute Morgen (er ist gestern Abend ganz spät zurück nach Hause gekommen, um heute wieder woanders hin zu fliegen). Oder ich brauche neue Kopfkissen.

Zum Frühstück habe ich das Buchweizen-Leinsamen-Pudding von gestern gegessen. Ich kann also sagen: Nachmachen lohnt sich nicht. Es war nicht süß genug, die Samen waren noch zu hart, ich habe es eher runtergewürgt als genossen. Obwohl ich sagen muss, dass ich mich danach den ganzen Vormittag ungewöhnlich fit gefühlt habe, trotz Schlafmangel. Ich werde den Rest der Packungen in selbst gebackenes Brot verarbeiten.

Auf dem Weg zur Arbeit habe ich mir beim Kaufland eine Packung Schinken und ein Mehrkornbrötchen für die Mittagspause geholt. Falls ich an Proteinmangel leide. Dazu gab’s eine Banane. Falls ich an Magnesiummangel leide. Ich habe auch Chiasamen gefunden, und gar nicht so teuer wie beim Edeka gestern, also habe ich zugeschlagen. Ich weiß immer noch nicht wie die schmecken. Ich habe heute Abend zwei Esslöffel in einem gerade Whiskey-Glas getan, und das Glas zur Hälfte mit Haselnussmilch gefüllt. Die ist süßer als Mandelmilch. Unglaublich, wie schnell die Mischung eine feste geleeartige Konsistenz bekommen hat. Ich hätte mehr Haselnussmilch geben können. Obendrauf werde ich morgen pürierte Papaya hinzufügen.

Bei der Arbeit gab es zum Glück keine komplizierte Sachen zu tun. Programmieren hätte ich nicht gut geschafft, also habe ich mit meiner IT-Kollegin Performance-Tests bei unseren Servern gemacht, die uns seit einiger Zeit Probleme bereiten. Eine Datenbank gepflegt. Kleinkram. Email-Anfragen von Nutzern meines Programms werde ich erst morgen beantworten.

Heute Abend gehe ich früh ins Bett. Ich hatte zum „Abendbrot“ Papaya, weil ich sie so sehr liebe, und 250 g Magerquark für die Proteine. Ich könnte mir auch eine Banane mit Milch mixen, das soll den Schlaf fördern.


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Schlaflose Nacht

Das letzte Mal war drei Wochen her. Nach dem Laufen gestern hätte ich es nicht erwartet.

Wir sind früh ins Bett gegangen. Zu früh für mich, aber Martin ist die ganze Woche dienstlich unterwegs und musste um vier aufstehen, um zum Flughafen zu fahren. Ab zehn Uhr abends habe ich Druck gemacht, damit er ins Bett kommt. Das Spiel war eh vor der ersten Halbzeit entschieden, und hat meinen Traum nach einem Sieg für Island vernichtet. Kurz nach elf war er im Bett. Ich lag schon seit zehn und habe gelesen.

Der Schlaf ist nicht gekommen. Stressgedanke hatte ich eigentlich nicht, aber ich habe doch gemerkt, dass ich im Kieferbereich ziemlich angespannt war. Unbequem war es mir im Bett nicht, zu kalt oder zu warm auch nicht. Ich hatte am Abend nicht zu viel gegessen und gar nichts Süßes gehabt. Ein kleines Glas Rotwein hatte ich mir gegönnt. Kein Kaffee, den Fehler macht ich schon lange nicht mehr. Zumindest wissentlich. Es kann ein Mangel an Magnesium gewesen sein.

So komisch wie es nach dem langen Laufen klingt, ich war einfach nicht müde genug. Ich habe versucht, mich die ganze Nacht nicht zu häufig und zu heftig zu wälzen, weil Martin so früh aufstehen musste. Er hat auch nicht gut geschlafen. Ich habe mehrmals mitbekommen, wie er kurz aufgewacht ist. Geschnarcht hat er nicht mal. Hätten wir doch Sex gehabt… Ich weiß, dass er gut zwei Stunden Schlaf pro Nacht mehr als ich benötigt und wollte ihm die Nacht nicht kürzer als nötig machen.

Er war noch vor dem Wecker wach und ist aufgestanden. Jetzt ist es hell, selbst im Schlafzimmer, wo wir dunkle Jalousien haben. Die Vögel singen lauthals. Und ich bin immer noch nicht müde genug, um zu schlafen. Für heute heißt es also: Keine morgendliche Temperatur messen, der Wert wird nicht zuverlässig sein. Ich habe sowieso schon den Eisprung gesehen. Und kein Fahrrad fahren. Es ist mir zu gefährlich, wenn mir eine ganze Nacht Schlaf fehlt. Ich weiß auch, dass es mich im Laufe des Tages einholen wird. Die Arbeit wird hart.


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Schlaflos

Ätzend. Es hat am Wochenende angefangen.

Am Samstag musste ich mal wieder arbeiten. Nicht nur ein paar Stunden morgens wie sonst samstags, sondern von abends bis mitten in der Nacht. Wir haben an der langen Nacht der Wissenschaften teilgenommen. Offizieller Schluss war um halb eins. Danach mussten wir aufräumen. Es war halb drei, als ich zu Hause im Bett lag.

Am Sonntag war ich so platt, dass ich bis kurz vor Mittag geschlafen habe. Und am späten Nachmittag lag der Ehemann für ein Nickerchen auf der Couch — das macht er häufig, seitdem er blutdrucksenkende Medikamente einnimmt. Ich habe mich ausnahmsweise neben ihm hingelegt und zwei Stunden geschlafen. Hätte ich nicht machen sollen. Ich konnte in der folgenden Nacht bis fünf Uhr morgens gar nicht einschlafen. Als der Wecker am Montag um sieben los ging, habe ich beschlossen, noch zwei Stunden im Bett zu bleiben. Davon habe ich eine Stunde schlafen können. Ich wusste, dass ich an dem Tag sowieso spät im Labor bleiben musste. Erst um acht habe ich Feierabend gemacht.

Am Montagabend bin ich um elf ins Bett gegangen. Ich musste gestern ganz früh bei der Arbeit sein. Einschlafen konnte ich gut, nachdem der Ehemann den Fernseher ausgeschaltet hat und ebenfalls ins Bett gekommen ist. Es war schon Mitternacht. Kurz vor vier bin ich aufgewacht. Der Ehemann fummelte gerade mit der Verpackung von einem Tablett und hat anschließend von seiner Wasserflasche getrunken. Er hatte Sodbrennen bekommen, hat er mir gestern erklärt. Ich konnte danach nicht mehr schlafen. Erst wurde es mir zu warm, dann, als ich beim Einschlafen war, hat er angefangen zu schnarchen. Um fünf habe ich beschlossen, den Rest der Nacht auf der Couch im Wohnzimmer zu verbringen. Schlafen konnte ich trotzdem nicht mehr. Ohne Unterlage ist die Leder-Couch nicht gut zum schlafen geeignet. Um viertel von sechs bin ich aufgestanden. Ich musste eh um sieben aus dem Haus.

Ich hatte also große Hoffnungen, diese Nacht meinen Schlaf einzuholen. Pustekuchen. Um drei hat mich der Gatte mit einem Schreck geweckt. Er ist auf einmal aus dem Bett gesprungen. Richtig gesprungen. Ich habe gedacht, er spinnt total. Ich habe im dunklen Raum seine Silhouette beim Stehen neben dem Bett gesehen. „Was ist los?“ habe ich ihn gefragt. Er hat geseufzt, etwas von seiner Kopfstütze erzählt, und sich wieder hingelegt. Mir wurde schon wieder zu warm zum Schlafen. Ich habe ihn gefragt, mir die dünne Decke von der Couch zu bringen, da er schon mal aufgestanden war. Aber es hat nicht geholfen, weil ich zuerst noch aufgeregt war, und danach das Schnarchen wieder kam. Zurück zur Couch im Wohnzimmer. Diesmal habe ich mir eine andere Decke zur Unterlage mitgenommen. Ich konnte trotzdem nicht schlafen, weil die dünne Decke nicht lang genug ist, und die Couch nicht breit genug, um bequem zu liegen — ich hätte sie auseinander nehmen sollen, und mitten in der Nacht war mir nicht danach.

Um fünf habe ich aufgegeben. Es war schon länger hell, die Plissés sind nicht so abdunkelnd wie im Schlafzimmer, und die Vögel waren so laut auf der Terrasse. Ich werde wieder wie ein Zombie durch den Tag gehen. Mit Schwindelgefühl und Herzrasen beim Gehen, wie gestern. Seit drei Tagen habe ich nur vier Stunden Schlaf pro Nacht geschafft, das ist mir viel zu wenig. Heute Nacht räume ich den Rest vom Nähkram auf meiner Couch in meinem Arbeitszimmer auf und schlafe drauf. Alleine. Und hoffentlich durch. Ich finde, er könnte ruhig mal für die Arbeit wieder auf Dienstreisen geschickt werden.


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Kurze Nacht

Wir waren gestern Abend sehr früh im Bett. Um zehn, hatte ich gesagt. Um elf haben wir es geschafft. Es kommt selten vor, aber Martin musste heute für die Arbeit um sechs am Flughafen sein. Den Wecker hat er um halb fünf gestellt.

Ab drei hat er angefangen, sich im Bett hin und her zu wälzen. Ich bin davon wach geworden. Vermutlich wurde es ihm zu warm, obwohl wir die ganze Nacht das Fenster gekippt hatten. Ich liebe das Geräusch vom Regen, wenn ich im Bett liege. Die Decke ist vermutlich zu dick. Dazu kam die Katze, die gemerkt hat, dass wir wach waren. Sie hat versucht, sich zwischen uns einen Platz zu machen. Ich habe sie zweimal weg geschubst, da sie sich auf meine Füße hinlegen wollte und ich so nicht schlafen kann. Mir wurde es auch warm.

Irgendwie bin ich kurz vor vier wieder eingeschlafen. Ich erinnere mich vage, dass ich im Traum eines Morgens mit Winfried war, und dieser zum Frühstück aus seiner Whisky-Flasche trinken wollte. Daher weiß ich, dass ich geschlafen haben muss. Dann ging der Radiowecker los. Martin hat ihn sofort ausgeschaltet und ihn mir für sieben gestellt. Er hat an seinem Koffer im Dunkel rumgefummelt, vermutlich, um mich nicht zu wecken. Dabei war er aber laut. Ich habe das Licht an meiner Seite eingeschaltet. Er hat seine Kleider geholt und sich im Badezimmer angezogen. Der Wecker von seinem Handy hat währenddessen im Schlafzimmer geklingelt. Ich dachte, er hätte den deaktiviert, als er aufgestanden ist. Vergessen, nehme ich an. Ich bin aufgestanden, um ihn auszuschalten. Kurz nach fünf hat er das Haus verlassen. Und das Licht im Wohnzimmer vergessen auszuschalten. Das habe ich noch gemacht, weil die Schiebetür zum Schlafzimmer immer breit genug offen bleibt, damit die Katze zu uns kommen kann, und dadurch das Licht ins Schlafzimmer kam. Wieder einschlafen ging schwer. Aber es ist mir gelungen, da ich einen anderen Traum hatte.

Ich war ganz früh morgens mit Martin zur Arbeit gefahren. Winfried hat mich komisch betrachtet, und ich habe gemerkt, dass ich in meiner grauen Aerobic-Hose angekommen war, die ich sonst nur am Wochenende zu Hause trage, morgens, bevor ich dusche. Wir sind mit Martin zu meinem Büro gegangen. Es war menschenleer, und drin waren keine Schreibtische, sondern Betten. Doppelbetten mit weißen Metallgittern an Kopf- und Fußseite. Wir haben uns in meinem Bett hingelegt und mit Vorspielen beschäftigt. Als es dann richtig zur Sache ging, ist Kate hereingekommen. Sie war nackt und hat sich neben ihrem Bett, gegenüber von meinem, angezogen. Martin ist aufgestanden und hat sich ebenfalls angezogen. Ich konnte das nicht. Meine Kleider konnte ich nicht mehr finden. Andere hatte ich ja im Kleiderschrank neben mir, aber dann wäre ich anders angezogen, als wenn Winfried mich gesehen hatte, und er hätte sich gewundert. Noch mehr Leute sind ins Zimmer gekommen. Thomas, ein ehemaliger Student von mir, saß an einem weißen Schreibtisch, der mir noch nicht aufgefallen war, mit drei jüngeren Studenten. Sie haben die ganze Zeit geplaudert, und ich konnte nicht aufstehen, weil ich noch nackt war. Nach einiger Zeit haben alle den Raum verlassen. Ich habe versucht, die Tür zum Flur zu zu machen. Es waren viele Gegenstände vor der Tür: Eine Waschmaschine, ein alter Fernseher mit Antenne, ein Wäscheständer… Ich habe damit den Weg zum Zimmer gesperrt. Ich bin zurück zum Bett gegangen und habe mich selbst befriedigt. Dann bin ich aufgestanden und habe zufällige Kleider angezogen. Das enge rot-schwarze Kleid, das ich zuletzt aus Frankreich zurück gebracht habe. Ich wollte noch nach Unterwäschen suchen, aber Kate ist in dem Moment zurück gekommen. Es war schon halb elf, wir haben uns auf den Weg zur Mensa für die Mittagspause gemacht. Das Kleid ist aber kurz (kürzer als in der Realität), und beim Gehen habe ich gemerkt, das mein nackter Hintern zu sehen war.

Dann war’s sieben, und ich bin aufgewacht. Ich habe lange gebraucht, um aufstehen zu können. Mein Kopf fühlt sich unter Druck an.


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