Matjes-Salat mit Kartoffeln und grünen Bohnen

Ich habe momentan ganz wenig Zeit, da ich neben Vollzeitjob intensiv mit einem Kurs über maschinelles Lernen mit scikit-learn beschäftigt bin. Dieser Salat, der gestern Abend in der Küche entstanden ist, musste aber unbedingt auf meine Rezept-Liste kommen. Ein Foto gibt es nicht. Schade, er sah sehr lecker aus.

Der Ehemann hatte am Freitagabend auf dem Weg nach Hause am Viktualienmarkt in Pasing gehalten und spontan Matjes mitgebracht. Daraus hatte er uns schon einen Salat seiner Kreation an dem Abend gemacht, der mir ein bisschen zu sehr nach dem Fisch geschmeckt hatte. Aus den letzten Filets habe ich meine eigene Idee von einem Matjes-Salat entworfen.

Matjes sind für mich etwas Exotisches, das ich sonst eher mit einer Mischung aus Skepsis und Ekel betrachte. Das ist doch roher Fisch, das für ein paar Tage vor sich hin verwest. Muss ich wirklich das essen? In meiner früheren Postdoc-Zeit waren wir ein paar Male mit Kollegen in der Mittagspause über die Grenze nach Vaals gefahren, und einmal hatte ich Matjes-Brötchen probiert. Das war’s.

Überhaupt, mit Fisch habe ich eine komplizierte Geschichte. Als Kind wollte ich gar keinen Fisch essen. Nicht mal Fischstäbchen. Die hatte ich meiner jüngeren Schwester gerne von meinem Teller zu Ihrem gegen ihr Gemüse geschmuggelt, wenn gerade keiner der Eltern aufpasste. In der Kantine der Grundschule war es immer ein Riesendrama, wenn es Fisch auf dem Speiseplan gab[1]. Den Grund für meine Abneigung hatte mir meine Mutter erzählt, als ich schon nicht mehr im Familienhaus wohnte. Ich selbst kann mich nicht daran erinnern, ich war zu klein. Damals liebte ich Fisch, sagte meine Mami. Mein Vater war damals häufig mit einem meiner Onkeln nachtsüber im Mittelmeer fischen gegangen. Mit heutiger Sicht frage ich mich, wie legal das Ganze war, aber das bringt jetzt nichts zur Geschichte. Fische, die er nach Hause gebracht hatte, hielten wir einige Tage am Leben, bevor sie meine Mutter zubereiten konnte. Ich hatte mich scheinbar mit den Fischen angefreundet und sie nicht mit dem Fisch auf dem Teller in Verbindung gebracht, bis mir mein Vater einmal beim Essen strahlend erzählte, es wäre mein Freund, der da vor mir auf dem Tisch zerlegt war. Meine Mami sagte, ich hätte fürchterlich geweint und seit dem Tag nie wieder Fisch essen wollen. Mein Vater ist wirklich immer ein Trottel gewesen. Erst in der Uni habe ich wieder angefangen, Fisch zu essen. Gut, dass ich jetzt mein Kindheitstrauma überwunden habe. Ich liebe wieder Fisch. Und na ja, mit Matjes könnte es vielleicht was werden.

Jetzt zum Rezept.

Die Zutaten

Zu zweit war es eine gute Hauptmahlzeit. Wir haben dazu nur eine Scheibe Brot gegessen. Als Vorspeise könnte man sicherlich sechs Portionen daraus machen.

  • 2 Matjesfilets[2]
  • 2 gekochte Eier
  • 6 kleine Kartoffeln (400 g)
  • 150 g grüne Bohnen
  • 8 längliche Radieschen
  • 1 kleine Zwiebel
  • Glatte Petersilie, 6 Stangen
  • Saft einer halben Zitrone
  • 2 Esslöffel weißes Balsamico
  • 2 Esslöffel Traubenkernöl
  • Salz
  • Pfeffer

Die Zubereitung

  • Die Kartoffeln ungeschält etwa zwanzig Minuten in kochendem Wasser kochen. In kaltem Wasser abkühlen lassen, schälen und in mundgerechte Halbscheiben schneiden.
  • Die grünen Bohnen waschen, die Enden abschneiden, die Bohnen halbieren und zehn Minuten in einem Topf mit einem Esslöffel Traubenkernöl anbraten. Abkühlen lassen.
  • In der Koch- und Abkühlzeit:
    • Die Matjesfilets in kleine Würfel schneiden.
    • Die Radieschen waschen und in sehr dünne Scheiben schneiden.
    • Die Zwiebel schälen und klein schneiden.
    • Fisch, Radieschen und Zwiebel in eine große Salatschüssel, mit dem Zitronensaft, dem Essig, ein bisschen Salz, Pfeffer und dem Öl marinieren lassen, bis die Kartoffeln und Bohnen abgekühlt und geschnitten sind.
    • Die Petersilienblätter abwaschen und grob abscheiden, dann in die Salatschüssel geben. Umrühren.
    • Die gekochte Eier schälen, vierteln und zum Salat geben.
  • Die Kartoffelstücke und grüne Bohnen zum Salat geben und eine Stunde unter einem sauberen, trockenen Tuch bei Raumtemperatur ziehen lassen. In der Zeit, dreimal gut umrühren.

Nährwertangaben

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 474,5 949
Eiweiß (g) 20 40
Kohlenhydrate (g) 38,9 77,8
davon Zucker (g) 8,1 16,2
Fett (g) 24,1 48,2
Ballaststoffe (g) 9 18

[1] Ich rede von Anfang Achtzigern, wo Kinder theoretisch eigentlich besser behandelt wurden, könnte man meinen, aber wir mittags gezwungen wurden, den Inhalt unserer Teller aufzuessen und die Schuldirektorin gerne Schüler am Ohr gepackt hatte und sie so am Ohr ziehend durch den ganzen Schulhof zur ersten Klasse gebracht hatte, um allen zu zeigen, dass sie sie für zu blöd hielt, wenn sie ihre Ansprüche nicht erfüllten. Dass man Kinder nicht mit Gewalt erziehen sollte, war damals in Frankreich schon bekannt aber in der Praxis nicht umgesetzt. Nicht in meinem Dorf.

[2] So umgeht man die Frage, „was ist die Singularform von Matjes“?

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Flammkueche mit roter Beete und Walnüssen

Dieses Rezept „Flammkueche“ zu nennen dehnt den Begriff extrem. Wie gut, dass Elsässer nicht mitlesen. Der Schmand wird durch Ziegenkäse ersetzt, der Speck durch rote Beete und Walnüsse. Einzig unverändert bleibt der Teig, wobei ich mich schon bei meinem ersten Flammkueche-Rezept gefragt hatte, wie sich Olivenöl in ein elsässisches Rezept verlaufen konnte. Ich weiß leider schon nicht mehr, woher ich die Zutatenliste für den Teig habe.

Das erste Mal, dass ich dieses Rezept ausprobiert habe, letzte Woche, war der Ehemann überrascht, weil er dachte, wir hätten keinen Speck im Haus mehr gehabt, wo hätte ich den gefunden? Er war noch mehr überrascht als ich sagte, es ist doch kein Speck drin.

Eine rote Beete war übrig geblieben, ich habe die Flammkueche diese Woche nochmal gemacht. Und es wieder verpennt, ein Foto zu machen.

Die Zutaten (für vier Portionen)

  • Für den Teig
    • 250 g Weizenmehl
    • 130 mL Wasser
    • 2 Esslöffel Olivenöl
    • 1/2 Teelöffel Salz
  • Für den Belag
    • Ein Becher Ziegenkäse zum Streichen (150 g)
    • 1 rote Zwiebel
    • 1 rote Beete (170 g)
    • Eine Handvoll Walnusskerne
    • Pfeffer nach Geschmack

Die Zubereitung

  • Die Zutaten für den Teig zusammen kneten. Eine Kugel bilden und diese in Frischhaltefolie gewickelt eine halbe Stunde im Kühlschrank lassen.
  • Die Zwiebel in ganz dünne Halbringe schneiden.
  • Die rote Beete schälen und in kleine Stifte schneiden.
  • Die Walnusskerne klein hacken.
  • Den Backofen bei 220 °C vorheizen.
  • Den Teig auf einem Stück Backpapier ganz flach ausrollen und mit einer Gabel stechen.
  • Das Backpapier mit dem Teig auf einem Backblech transferieren.
  • Den Ziegenkäse auf dem Teig glatt streichen, einen Rand von etwa einem Zentimeter lassen. Gut pfeffern.
  • Die rohen, halbierten Zwiebelringe auf dem Käse verteilen, dann die Stifte der roten Beete und die gehackten Walnüsse obendrauf.
  • Für etwa dreizehn Minuten backen lassen (220 °C Umluft), das kann je nach Ofen variieren.

Dazu passt ein grüner Salat.

Nährwertangaben

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 411 1644
Eiweiß (g) 12 48
Kohlenhydrate (g) 51,4 205,6
davon Zucker (g) 6 24
Fett (g) 16,4 65,7
Ballaststoffe (g) 3,8 15,1

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Petersilienwurzel-Paprika-Suppe mit Fourme d’Ambert

Seit Montag habe ich viele Suppen essen müssen. Kreativität ist gefragt. Der Ehemann isst zur Unterstützung mit. Zugegeben, ich war am Anfang von der Idee, den Käse in die Suppe zu tun, nicht überzeugt, obwohl sie von mir stammt, aber ich hab’s trotzdem probiert. Die Suppe hat dem Ehemann sehr gut gefallen, trotz der reingeschmuggelten Stangensellerie.

Das Rezept reicht locker für vier Personen, wenn man etwas anderes dazu isst. Das war bei uns nicht der Fall, wir haben den Topf zu zweit leer gegessen. Um meine Kalorieneinnahme aufzustocken, habe ich kleine Brotstücke in meinem Teller aufgeweicht.

Die Zutaten (für vier Portionen)

  • 4 mittlere Kartoffeln
  • 2 große Petersilienwurzeln
  • 2 rote Spitzpaprika
  • 1/3 einer Scheibe Fourme d’Ambert (etwa 60 g)
  • 1/2 Stange Sellerie
  • 1 große Knoblauchzehe
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • Wasser

Die Zubereitung

  • Das Gemüse waschen, schälen (außer für die Sellerie und Paprika) und in Stücke schneiden.
  • Das Olivenöl in einem Topf erhitzen.
  • Das Gemüse in den Topf geben und fünf Minuten scharf anbraten. Gelegentlich rühren.
  • Den Topf mit Wasser so füllen, dass das Gemüse fast unter Wasser steht.
  • Kurz aufkochen lassen, dann auf schwacher Hitze zwanzig Minuten lang mit Deckel lassen.
  • Den Käse in die Suppe geben. Er schmilzt recht schnell und duftet dabei ganz lecker.
  • Topf von der Hitzequelle nehmen.
  • Die Suppe mit einem Pürierstab ganz fein prozessieren. So fein, dass der Ehemann nicht merkt, dass drin Sellerie steckt.

Nährwertangaben

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 165,5 662
Eiweiß (g) 5,7 22,8
Kohlenhydrate (g) 13 52,1
davon Zucker (g) 3,7 14,9
Fett (g) 9,2 36,6
Ballaststoffe (g) 4,2 16,6

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Banane-Schoko-Shake

Das perfekte Frühstück, wenn man auf weiche Kost angewiesen ist.

Ich hatte früher gerne Banane-Schoko-Shakes zum Frühstück zubereitet, als wir noch in Berlin wohnten und ich regelmäßig Sport trieb. Das ist lange her.

Übrigens ein Getränk, das meine Mami niemals freiwillig trinken würde. Sie hasst den Geschmack von Milch und Bananen.

Die Zutaten (für eine Portion)

  • Eine Banane
  • 2 Teelöffel Kakaopulver (ungesüßt)
  • 330 mL Vollmilch

Die Zubereitung

  • Die Banane in Stücke schneiden und in ein hohes Pürierglas geben.
  • Das Kakaopulver dazu geben.
  • Ein kleines bisschen Milch geben, mit dem Pürierstab prozessieren, bis eine homogene Paste entsteht, dann den Rest der Milch geben und gut zusammen weiter prozessieren.

Nährwertangaben

fürs Rezept
Energie (kcal) 407
Eiweiß (g) 16,6
Kohlenhydrate (g) 42,3
davon Zucker (g) 36,3
Fett (g) 17
Ballaststoffe (g) 8,7

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Quatre-quarts mit grünem Tee

Auf dem Teller mit Clementine, zum Farbvergleich. Beide harmonieren geschmacklich sehr gut.

Ich hatte Lust, einen Kuchen mit Matcha-Pulver zu backen. Matcha ist die japanische Bezeichnung für grünen Tee. Woher die Lust kam, weiß ich gerade nicht. Vielleicht, weil ich zu viele Animes auf Netflix[1] während meiner Quarantäne geguckt habe. Auf Japanisch mit Untertiteln.

Der erste Kuchen, der mir für einen Versuch einfiel, war der Quatre-quarts. Das Ergebnis hat uns sehr gut gefallen.

Ich habe es wieder nicht geschafft, mich an die offizielle Mengenangabe zu halten, und habe nur 200 g statt 250 g Zucker genommen. Es schmeckt so schon süß genug, finde ich, genau richtig.

Die Zutaten (ergibt 16 Stücke von nicht ganz zwei Zentimeter Dicke)

  • 4-5 Eier (250 g)
  • 250 g Weizenmehl
  • 250 g Butter
  • 200 g brauner Zucker
  • 10 g Matcha-Pulver

Die Zubereitung

  • Den Backofen bei 180°C vorheizen.
  • Das Mehl in eine Schüssel wiegen, dann eine Backform mit einem Stück der 250 g Butter einfetten und ein bisschen vom Mehl in die eingefettete Backform wälzen. Überschüssiges Mehl zurück in die Mehl-Schüssel geben. Ich habe früher das Einfetten und Einmehlen der Backform immer nach der Vorbereitung vom Teig gemacht, wenn ich kein Backpapier benutzt habe, aber so rum spart man an Mehl, oder besser gesagt, schmeißt man nicht unnötig Mehl weg. Die vielleicht zwei Gramm Mehl, die dadurch nicht in den Teig gehen, sind für die Konsistenz vom Kuchen vernachlässigbar. Dass es mir erst heute eingefallen ist…
  • Den Rest Butter bei kleiner Hitze zur Schmelze bringen, dann von der Hitzequelle nehmen.
  • Die Eier mit dem Zucker und dem Matcha-Pulver schaumig rühren.
  • Zuerst Mehl, dann die Butter in den Teig geben und gut rühren.
  • Den Teig in die Backform gießen.
  • Den Kuchen zehn Minuten bei 180°C backen lassen.
  • Nach den zehn Minuten, die Form aus dem Ofen nehmen. Den Ofen bei 140°C einstellen.
  • Mit einem scharfen Messer, einen Schnitt mittig im Kuchen einschneiden.
  • Den Kuchen weitere vierzig Minuten bei 140°C backen lassen.
  • Den Kuchen gut auskühlen lassen, bevor man ihn aus der Backform nimmt.

Nährwertangaben

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 240 3837
Eiweiß (g) 3,5 56,5
Kohlenhydrate (g) 23,6 378,2
davon Zucker (g) 12,4 198,3[2]
Fett (g) 14,6 233,3
Ballaststoffe (g) 0,4 6,9

[1] Unbezahlte Werbung, da Namensnennung und/oder Verlinkung.

[2] Interessant. Ich merke erst jetzt, dass 100 g brauner Zucker nicht ganz 100 g Zucker laut fddb[1] entsprechen.

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Flammkueche mit Räucherlachs

Flammkueche auf dem Backblech.

Diese Flammkueche habe ich vor einigen Tagen gebacken. Der Rest Räucherlachs vom Sylvesterabend musste aufgebraucht werden. Das Rezept ist angelehnt an die Flammkueche mit roter Paprika.

Die Zutaten (für vier Portionen)

  • Für den Teig
    • 250 g Weizenmehl
    • 130 mL Wasser
    • 2 Esslöffel Olivenöl
    • 1/2 Teelöffel Salz
  • Für den Belag
    • 150 g Schmand
    • 1 rote Zwiebel
    • 3 Scheiben Räucherlachs
    • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • Zum Servieren
    • Saft einer halben Zitrone

Die Zubereitung

  • Die Zutaten für den Teig zusammen kneten. Eine Kugel bilden und diese in Frischhaltefolie gewickelt eine halbe Stunde im Kühlschrank lassen.
  • Die Zwiebel in ganz dünne Halbringe schneiden.
  • Den Räucherlachs in Stücke schneiden.
  • Den Backofen bei 220 °C vorheizen.
  • Den Teig auf einem Stück Backpapier ganz flach ausrollen und mit einer Gabel stechen.
  • Das Backpapier mit dem Teig auf einem Backblech transferieren.
  • Den Schmand auf dem Teig glatt streichen, einen Rand von etwa einem Zentimeter lassen. Leicht salzen und gut pfeffern.
  • Die rohen, halbierten Zwiebelringe auf dem Schmand verteilen, dann die Räucherlachsstücke obendrauf.
  • Für etwa dreizehn Minuten backen lassen (220 °C Umluft), das kann je nach Ofen variieren.
  • Beim Servieren, ein bisschen Zitronensaft auf die Flammkueche geben.

Nährwertangaben

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 384,5 1538
Eiweiß (g) 11,2 44,6
Kohlenhydrate (g) 48,6 194,2
davon Zucker (g) 2,5 9,8
Fett (g) 15,8 63,1
Ballaststoffe (g) 2,1 8,4

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Milchreis

Heute früh gab es kein Brot mehr zu Hause. Brot selber zu backen hätte zu lange gedauert. Wir hätten auch zur Bäckerei gehen können, sie liegt aber zwanzig Minuten zu Fuß entfernt – oder fünf Minuten mit der S-Bahn, aber sie fährt nur alle zwanzig Minuten. Mit dem Schnee und dem Wind, kein Bock. Weil ich schon lange beschlossen habe, dass ich zur nächst gelegenen Bäckerei nicht mehr hin will, und das halte ich durch.

Also habe ich Milchreis gemacht, was sehr selten vorkommt. Für mich alleine wäre es egal gewesen, ein Latte macchiato hätte mir gereicht. Der Ehemann hat aber von seinem Teamleiter Home Office für den Rest der Woche zugesagt bekommen, heimlich vom Firmenleiter. Wer weiß, vielleicht kriegt der das nicht mal mit. Daher brauchte der Ehemann Frühstück.

Dieses Rezept ist nichts Besonderes. Ich schreibe es mir hauptsächlich auf, um die richtige Menge für den Ehemann und mich zu behalten. Heute hatte ich zu viel gemacht, es hätte für drei Personen gereicht. Ich habe also fürs nächste Mal umgerechnet.

Die Zutaten (für zwei Personen)

  • 100 g Reis
  • 50 cL Milch (Vollmilch)
  • Anderthalb Esslöffel Zucker
  • Vanille, frisch gemahlen
  • Zimt

Die Zubereitung

Die Milch mit dem Reis und dem Zucker in einem Topf kurz aufkochen lassen und dann bei kleiner Hitze vierzig Minuten lang köcheln lassen. Dabei quasi ständig mit dem Holzlöffel umrühren, damit nichts am Boden klebt und anbrennt. Am Ende soll der Reis weich, und sämig werden, und fast die ganze Milch aufgesaugt haben. Der Rest Milch soll dickflüssig geworden sein.

Auf Teller verteilen und mit Zimt bestreuen.

Nährwertangaben

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 381 762
Eiweiß (g) 12,4 24,8
Kohlenhydrate (g) 59,3 118,5
davon Zucker (g) 22,7 45,3
Fett (g) 9,9 19,7
Ballaststoffe (g) 1,1 2,2

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Rucolapesto mit Walnüssen und Feta

Pesto mal anders.

Die Zutaten

  • 2 Bünde Rucola
  • 25 g Walnusskerne
  • 90 g Feta (eine halbe Packung)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 8 Esslöffel Olivenöl
  • Salz nach Geschmack

Die Zubereitung

Alle Zutaten in einen hohen Becher zusammen tun und mit dem Pürierstab prozessieren. Alle Zutaten passten bei mir nicht rein, ich habe sie durch vier geteilt und nach und nach das Vorratsglas gefüllt. Am Ende nochmal gut mit einem langen Löffel umrühren.

Nährwertangaben

fürs Rezept
Energie (kcal) 2333
Eiweiß (g) 50
Kohlenhydrate (g) 17,1
davon Zucker (g) 12,9
Fett (g) 223,1
Ballaststoffe (g) 14,9

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Quiche mit Champignons und Karotten

Die fertig gebackene Quiche.
Diese Quiche ist als Resteverwertung von einem Kürbisteig kreiert worden. Der Kürbisteig selbst ist das Ergebnis eines misslungenen Versuchs, Kürbis-Gnocchi zu machen. Das war am Anfang vom Herbst. Der Teig war mir viel zu klebrig, um Gnocchi daraus zu machen, ich hatte deshalb viel zu viel Mehl rein getan und am Ende frustriert beschlossen, statt Kürbis-Gnocchi wird es Quiche mit dem Teig geben. Es wurde so viel Teig, dass genug für eine zweite Quiche übrig blieb, und ich hatte den Rest in Frischhaltefolie im Tiefkühlfach aufbewahrt. Ein neues Rezept musste noch her. Hier ist es.

Ursprünglich wollte ich ein vegetarisches Rezept machen. Dem Ehemann war nach Speck. Also sind die Würfel drin gewandert. Ich bin mir ziemlich sicher, ohne schmeckt es auch super.

Die Zutaten (für 4 Portionen als Hauptspeise)

Die crème fraîche. Neuerdings meine Lieblingssorte, zum Beispiel statt Schmand für Flammkueche. Unbezahlte Werbung.

  • Teig, man kann den wie zum Beispiel für diese andere Quiche machen
  • 1 Zwiebel, geschält und geschnibbelt
  • 2 Karotten, geschält und geschnibbelt
  • viele kleine Champignons, geputzt und halbiert
  • 1 Glas Rotwein
  • Speck, gewürfelt
  • 1 Esslöffel Traubenkernöl
  • Glatte Petersilie, gewaschen
  • 2 gehäufte Esslöffel crème fraîche
  • 2 große Eier
  • Salz

Die Zubereitung

  • Den Backofen bei 180°C vorheizen.
  • Die Speckwürfel in einem kleinen Topf gold anbraten.
  • In einem größeren Topf, das Öl erhitzen. Die Zwiebel drin glasig dünsten, die Karotten und Champignons dazu geben, kurz scharf anbraten, dabei kräftig rühren, dann mit dem Wein ablöschen. Speckwürfel hinzufügen. Hitze reduzieren und so lange köcheln lassen, bis fast keine Flüssigkeit mehr vorhanden ist. Gelegentlich umrühren. Zum Schluß, den Topf von der Hitzequelle nehmen und die Petersilienblätter untermischen.
  • Während das Gemüse vor sich hin köchelt, eine runde Backform gut einfetten. Mehl drin überall walzen. Überschüssiges Mehl heraus klopfen. Den Teig in die Form verteilen und einen Rand bilden. Mit einer Gabel mehrfach den Teig stechen. Bei 180°C vorbacken, bis der Teig leicht gold wird.
  • Den Teig aus dem Backofen nehmen. Den Inhalt vom Topf drauf verteilen.
  • Die crème fraîche mit den Eiern und Salz rühren. Homogen auf die Quiche verteilen.
  • Ich hatte noch ein bisschen Teig übrig und habe den ganz flach gerollt und Streifen daraus gemacht, die ich auf der Quiche geflochtet habe. Mit einer Pastamachine hätte es besser ausgesehen.
  • Fünfundzwanzig Minuten bei 180°C Umluft backen lassen.
  • Mit einem grünen Salat servieren.

Nährwertangaben

Diesmal keine Angaben, weil ich nichts gewogen habe.

Zucchini-Suppe

Was gibt es Besseres als eine Suppe, wenn man krank[1] ist? Vor allem, wenn man sie selber kocht, es geht so einfach und man hat kaum was zu tun. Der Ehemann hätte sie auch machen können, aber er kam gestern relativ spät von der Arbeit und um sechs knurrte mein Magen, als er mir „Feierabend“ auf Signal[2] schrieb. Ich rechne vier gute Portionen für das Rezept. Wir hatten gestern Abend nur die Suppe als warme Speise und den Topf leer gegessen. Danach gab’s Brot und Käse.

Die Zutaten (für 4 Portionen)

  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 sehr große Zucchini
  • 3 mittelgroße Kartoffeln
  • Basilikumblätter, gewaschen
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • 40 g Parmesan
  • Salz
  • Wasser (Gemüsefond war alle)

Die Zubereitung

  • Das Gemüse schälen, außer bei der Zucchini, und schneiden.
  • In einem Topf, das Olivenöl erhitzen und die Zwiebelstücke mit der Knoblauchzehe anschwitzen.
  • Die Kartoffeln und die Zucchini dazu geben und bei erhöhter Hitze fünf Minuten scharf anbraten. Gelegentlich rühren, damit die Stücke an Boden nicht anbrennen.
  • Salzen und mit Wasser ablöschen. So viel Wasser hinzufügen, bis das Gemüse fast bedeckt ist, aber nicht ganz.
  • Zwanzig Minuten köcheln lassen. In der Zeit, Parmesan reiben.
  • Topf vom Herd nehmen, die Basilikumblätter dazu geben und mit einem Pürierstab prozessieren.
  • Die Suppe servieren und Parmesan drauf streuen.

Nährwertangaben

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 149 595
Eiweiß (g) 6,7 26,7
Kohlenhydrate (g) 12,6 50,5
davon Zucker (g) 3,3 13,1
Fett (g) 7,7 30,6
Ballaststoffe (g) 2,8 11

[1] Ich kann immer noch schlecht Licht ertragen und bin nicht in der Lage, selbst ein Rezept an einem Stück am Rechner zu notieren. Scrollen ist für die Augen am Schlimmsten. Ich bin die ganze Woche krank geschrieben. Ich fürchte, die Dauer ist wirklich gerechtfertigt.

[2] Unbezahlte Werbung, da Namensnennung und Verlinkung.