Päckchen bekommen

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Weihnachten kommt schneller als man denkt. Ich habe beschlossen, für die jungen Nichten vom Ehemann Ketten zu basteln. Die Armbänder, die ich vor zwei Jahren gemacht hatte, sind sehr gut angekommen.

Die Perlen sind vor drei Tagen bestellt worden. Gestern habe ich die Email von Rayher bekommen, die die Sendung der Ware nach Erhalt der Bezahlung bestätigt hat. Und heute war das Päckchen schon da! Daumen hoch für Rayher. Daumen runter für DHL. Vormittags wurde bei uns geklingelt. Wir waren schnell dran, aber unten vor der Haustür war schon auf der Kamera niemand mehr zu sehen. Später haben wir den Zustellbrief im Briefkasten gefunden. Der Postbote hat nicht mal die fünf Sekunden gewartet, bis wir zur Sprechanlage gekommen sind, und hat das Päckchen bei einem Nachbar gelassen.

Ich habe eigentlich noch nie erwähnt, dass ich hobbymäßig gerne Schmuck aus Perlen bastle. Wenn ich nicht mit irgendwelchen MOOCs beschäftigt bin. Jetzt ist es raus. Unten sind einige meiner Kreationen. Die meisten habe ich verschenkt.

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Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Ordnung geschafft

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Lange habe ich den Chaos auf dem Schreibtisch wachsen lassen. Kontoauszüge sind ungelesen in eine Ecke gestapelt worden. Den Zustand meiner Konten sehe ich eh immer online. Der Stapel ist gewachsen und mir mit der Zeit unangenehm geworden. So unordentlich und ungemütlich auf dem Schreibtisch. Seit Jahren läuft es so. In einer Schublade lagen noch ältere Briefe der Bank. So gut in Ordnung halten war ich nie.

Nun, das war vorher. Jetzt habe ich mir einen neuen Ordner besorgt (bzw. den Ehemann dazu beauftragt, mir einen neuen Ordner zu bringen). Den ganzen Abend habe ich damit verbracht, Kontoauszüge zu sortieren. Nicht selten musste ich zuerst den Briefumschlag öffnen. Wozu den Brief überhaupt öffnen, ich weiß ja, was auf dem Konto passiert.

Tja. Heute ist mir aufgefallen, dass nicht alle Briefe von der Bank Kontoauszüge sind. Häufig ist es auch Werbung. Manchmal ist es ernster. Wie die Transaktion Ende August, die von der Bank gesperrt wurde. Ich habe den Brief darüber erst heute Abend gelesen. Ich hatte damals über die Webseite einer Tagung ein Hotelzimmer buchen wollen. Beim Bestätigen der Zahlung kam eine Fehlermeldung, mit dem Hinweis, dass meine Bank die Transaktion gesperrt hätte. Verwirrt, hatte ich sofort meine Bank angerufen und ein Mann hat mir erklärt, dass ich meine Identität in einem Pop-up nicht bestätigt hätte, daher die Sperrung. Mein Browser hatte wahrscheinlich den Pop-up blockiert. Die übliche Warnung oberhalb der Seite hatte ich aber nicht bekommen. Vielleicht war ein der Ad-Blocker schuld. Egal, der Mann am Telefon hatte für diese Transaktion die Identifikationsanfrage deaktiviert und ich hatte beim Hotel buchen können. Dass zusätzlich ein Brief geschickt wurde, war mir nicht bewusst. Es ist am Ende gut gegangen, weil im Brief stand, ohne Maßnahme meinerseits würde die Transaktion doch stattfinden.

Wie gut, dass ich jetzt einen Ordner für Post aus der Bank habe. Das hätte ich mir viel früher anschaffen sollen. Jetzt werde ich die Briefe öffnen müssen, bevor ich sie ungelesen im Ordner hefte, und dabei wird es mir auffallen, wenn es sich ausnahmsweise nicht um einen Kontoauszug handelt.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Preiswillkür bei der Deutschen Post?

Wir haben die Einladungen zur Hochzeit vor einigen Tagen geschickt. Eigentlich wissen schon alle unsere Gäste über Datum und Ort Bescheid, aber ein schönes Kärtchen musste es noch sein. Weiß und rot. Wir haben sie online erstellt und bestellt, samt roten Briefumschlägen und Aufklebern mit unserer Adresse. Für die Firma will ich allerdings keine Werbung machen. Die haben nicht mal gemerkt, dass das Datum auf der ersten Seite der Karte und drin nicht übereinstimmt. Vorne haben wir unseres Hochzeitsdatum richtig eingetragen. Drin ist noch das Datum vor der Vorlage der Karte, das fast wie unser Datum aussieht, aber mit 2015. Ich sehe vor meinen Augen, wie ich beim Durchlesen vor der Bestellung dieses Datum noch im letzten Moment korrigiert habe. Es muss nicht richtig gespeichert worden sein, und nach dem Zahlvorgang konnte ich die Karte nicht mehr sehen. Wir haben sie alle mit einem Aufkleber per Hand korrigieren müssen.

Ich hatte zuerst Karten zu meinen beiden Trauzeuginnen und meinen Eltern geschickt. Ich bin eines Morgens vor der Arbeit zur großen Postfiliale in meinem Viertel gegangen. Die Frau am Schalter hat die Briefe gewogen: 0,70€ nach Deutschland, 0,90€ nach Frankreich. Bevor ich reagieren konnte, hat sie weiße Aufkleber mit Labelfreimachungen gedruckt und meine schöne Briefumschläge damit optisch ruiniert. Die Dinger sind so riesig und hässlich. Gut, dass ich so wenig Einladungen dabei hatte. Ich habe beschlossen, für die nächsten Einladungen Briefmarken zu kaufen. Ich musste an dem Tag auch meiner Mami Dokumente schicken, die ich in einem separaten Briefumschlag gepackt hatte. Vier A4 Seiten, definitiv unter 50g. Da wir zu Hause nur lange Briefumschläge mit Fenster haben, habe ich einen schöneren DIN B5 Briefumschlag benutzt. Dafür hat die Zustellung 3,70€ gekostet. Eine Frechheit. Es muss mit dem Format vom Briefumschlag zu tun haben. Die Umschläge für die Einladungen haben den normalen DIN C6 Format. Die Briefe sind alle innerhalb von zwei Tagen bei den Empfängern angekommen.

Für die anderen Einladungen wollte Martin ein Infoblatt mit Stadtplan und Adressen von Hotels in den Briefumschlägen hinzufügen. Die hat er drucken lassen. Wir haben einige Einladungen damit vorbereitet und er ist zur gleichen Postfiliale gegangen, um sich über den Preis der Zustellungen zu informieren, da die Briefe durch das Infoblatt schwerer geworden sind. Nach einer Wartezeit von Dreiviertelstunde in der Schlange hat er die Information am Schalter bekommen: 0,70€ nach Deutschland, 0,90€ nach Frankreich. Also kein Unterschied. Er hat dementsprechend Briefmarken gekauft und Einladungen geschickt. Einige davon nach Frankreich.

Am nächsten Tag habe ich auch Einladungen vorbereitet. Sie sind in den Briefkasten bei uns auf der Straße geschmissen worden. Heute kamen zwei meiner Einladungen nach Frankreich zurück, jeweils vorne mit einem riesigen gelben Aufkleber auf dem Adressenfeld, und hinten noch schwarz befleckt. Der Grund: Angeblich fehlen 0,60€ Porto, was den Gesamtpreis auf 1,50€ pro Einladung bringt. Die habe ich aber nicht anders vorbereitet als Martin, der Inhalt ist exakt gleich. Seine Einladungen nach Frankreich, die er aus der Filiale geschickt hat, sind nicht zurück gekommen. Meine Briefumschläge sind also wieder ruiniert, und ich behaupte, die Rücksendung ist fehlerhaft. Laut meiner Küchenwaage wiegt ein Brief nicht mal 30g, also müssten die 0,90€ reichen. Ich lasse Martin sich darum kümmern, wenn er zurück kommt. Ich habe häufig gemerkt, dass er als deutscher Mann anders und ernster genommen wird als ich, sei es beim Arzt oder sonst wo. Und reklamieren kann er gut.

Post-Rücksendung

Wir hätten eine Rundmail schicken können. Das hatte damals meine Trauzeugin Sabrina bei ihrer Hochzeit gemacht. Dann wären wir noch 300€ (!) reicher und hätten keinen solchen Ärger bekommen.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.