Doch wieder die Pille


Ich dachte, ich würde nie wieder die Pille nehmen. Jetzt habe ich ein Rezept für vier Monate bekommen. Heute Morgen in Anwesenheit vom Ehemann die erste Pille geschluckt, direkt nachdem ich aus der Gynäkologie-Praxis raus kam.

Es war nicht leicht, aber die Entscheidung musste ich doch treffen. Erstmal aus gesundheitlichen Gründen. Ich bin es satt, dass meine Periode seit der Fehlgeburt so unregelmäßig geworden ist. In meinem Kalender habe ich Kreise an den Tagen mit extrem starken Blutungen gemacht. Der Höhepunkt der Periode, sozusagen. Gestern war so ein Tag. Davor war vor 23 Tagen. Und der vorherige Zyklus war 18 Tage lang. Der Zyklus noch davor 38 Tage. Ich dachte schon, ich wäre wieder schwanger, aber meine morgendliche Temperatur war die ganze Zeit genau zwischen „vor dem Eisprung“ und „nach dem Eisprung“, und die drei Tests, die ich gemacht habe, sind negativ ausgefallen. Wenn ich gucke, wie lange meine Zyklen seit der Fehlgeburt waren: 23, 18, 38, 24, 26, 25, 27, 41, 24, 33 Tage. Vor der Schwangerschaft war ich wie eine Uhr eingestellt, alle 28 Tage. Jetzt weiß ich gar nicht mehr, wann der Eisprung dran wäre, und die Temperatur hilft nicht, weil sie sich nicht mehr so binär wie vor der Schwangerschaft verhält. Vorher waren es etwa 36,0°C vor dem Eisprung, 36,5°C danach. Seit einiger Zeit bleibt es um die 36,2°C.

Vielleicht ist etwas dran, was die Gynäkologin heute Morgen sagte. Die Menopause fängt an. In meinem Alter kann es schon sein, auch wenn es bei meiner Mutter viel später passiert ist. Oder die Fehlgeburt hat mein Zyklus durcheinander gebracht, wie Kate meinte, oder vielmehr ihre Mutter, die Gynäkologin ist. Die Pille würde dann helfen, den Zyklus wieder in Ordnung zu bringen. Damit wäre es mit dem Kinderwunsch auch vorbei, sagte meine Gynäkologin heute Morgen. Nicht, weil die Pille nach dem Aussetzen Unfruchtbarkeit bringt, sondern weil ich danach einfach ein paar Monate älter bin, und nach vierzig kann man sich sehr glücklich schätzen, schwanger zu werden. Der Kinderwunsch kommt aber vor allem vom Ehemann, und ich denke, er kann auch damit leben, wenn wir keine Kinder bekommen.

Man könnte auch den Zyklus mit anderen Mitteln als mit der Pille korrigieren. Aber verhüten will ich jetzt auch, und der Ehemann hat keine Lust mehr, wieder Kondome zu benutzen. Denn ab Januar fange ich eine neue Arbeit an. Der Vertrag ist jetzt angekommen. Heißt, ich habe wieder eine sechsmonatige Probephase zu bestehen. Schwanger werden ist keine Option. Ich meine, in München? Mit der Pendlerei? Während der Ehemann noch in Berlin ist und nach einer neuen Arbeit zum Umziehen sucht? Wo ich das Doppelte von ihm verdiene? Wenn ich dann ausfalle, wird es kein Spaß, bei den Preisen für Wohnungen.

Und dann kommt der Schwindel dazu. Diese Woche recht heftig. Es hat am Montag angefangen, kurz vor Feierabend. War ich froh, dass der Ehemann mich von der Arbeit mit dem Auto abgeholt hatte! Beim Aufstehen musste ich mich plötzlich gegen die Wand im Büro fest halten, weil alles schwankte. Am Mittwochabend, an der Haltestelle, dachte ich plötzlich, dass die Bank, neben der ich stand, total am wackeln war. Ich habe sie angefasst und versucht zu bewegen, aber sie war fest verankert und bewegte sich nicht. Die Frau neben mir hat mich ganz schief geschaut. Die Gynäkologin meinte heute, es könnte eine Folge der Unregelmäßigkeit meiner Periode sein. Vielleicht habe ich Eisenmangel? Eine Blutprobe wurde genommen, aber eigentlich habe ich es schon vor einem Monat beim neuen Hausarzt gemacht, und er meinte, alles wäre in Ordnung. Vielleicht bin ich einfach erschöpft.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Werbeanzeigen

Unwohl

Heute bin ich zu Hause geblieben. Es gibt genug Überstunden, die ich abbauen kann. Das Wochenende war hart, ich war nach dem Horror-Samstag zum letzten Mal um drei Uhr morgens von den Nutzern angerufen und aus dem Schlaf gerissen worden. Natürlich konnte ich danach nicht so schnell wieder einschlafen und war am Sonntag platt. Damit war der Tag im Eimer, auch für den Ehemann, und wir haben nichts unternommen.

Gestern war ich auf Arbeit, wenn nur, um das Rufbereitschaftshandy los zu werden. Befriedigend war das nicht. Bis zum Ende des Jahres haben wir ab dieser Woche keinen Nutzerbetrieb mehr. Die Kollegen dürfen ab jetzt einfach für die Rufbereitschaft bezahlt werden, ohne dass sie dafür wirklich etwas leisten, denn automatische Anrufe aus unserer Alarmanlage sollte es kaum geben. Na ja, das gab es auch vor Kurzem, dass es ernsthafte technische Probleme gab, und ich war auch dran, und dazu noch an einem Wochenende… Selbst wenn ich es unerwähnt ließ, trug es obendrauf zu meiner Unmut bei. Irgendwie muss ich Pech anziehen.

Gestern Abend habe ich mich jedenfalls körperlich sehr schlecht gefühlt. Vielleicht hat es mit dem ganzen Stress zu tun. Ich hatte starke Bauchschmerze und Rückenschmerze, als ob ich meine Periode bekommen würde. Die hatte ich zuletzt vor zweieinhalb Wochen. Sie war plötzlich ganz heftig gekommen, und schon dermaßen verspätet, dass ich dachte, wieder schwanger zu sein. Vor allem, weil ich eines Abends dachte, meine Brust wäre dicker geworden. Nein. Alle Tests sind negativ ausgefallen. Dass meine Temperatur leicht erhöht war, lag vermutlich an die Blasenentzündung.

Und jetzt, die kriege ich wirklich wieder, die Periode! Heute mit extra Portion Schwindelgefühl. Morgen habe ich meinen Termin beim neuen Arzt für den Gesundheitscheck, ich weiß nicht, ob es eine so gute Idee ist. Die Urinprobe kann ich schon mal nicht liefern. Das konnte ich letzte Woche auch nicht, als ich zur Blutabnahme hin gegangen bin. Ich war noch dabei, meine Mykose, die als Folge der Breitbandantibiotika gegen die Blasenentzündung gekommen ist, zu behandeln. Das hatte ich schon mal wegen der letzten Periode abbrechen müssen. Und jetzt auch wieder. Ob ich diese Mykose jemals los werde? Seit der Blasenentzündung verzichten wir auf Geschlechtsverkehr, das reicht jetzt langsam!

Das mit dem Stress wird jedenfalls länger dauern. Am Wochenende muss ich zu einer Tagung nach England fliegen, und am Tag meiner Rückkehr geht es gleich weiter nach München zum Vorstellungsgespräch. Wofür ich noch eine Präsentation vorbereiten muss. Bezahlbare Flüge zwischen Berlin und München gibt es schon nicht mehr, ich muss mit der Bahn fahren. Es wird knapp, von Schönefeld zum Hauptbahnhof zu fahren. Das heißt, ich werde gar nicht dazu kommen, zwischendurch den Ehemann zu sehen.

Wenigstens was Schönes: Kate nimmt auch an der Tagung teil. Einen Tisch bei NOPI[1] habe ich uns schon für den letzten Abend gebucht. Darauf freue ich mich riesig!

[1] Unbezahlte Werbung, da Verlinkung.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Nicht fit

Zur Zeit fühle ich mich nicht so toll. Ich mache immer noch Sport, leider nicht so häufig, wie ich es mir wünsche. Und so pendelt mein Gewicht, ohne dass ich es schaffe, weiter nach unten zu kommen. Zum Kalorienzählen habe ich wieder keine Lust. Wenn man fddb glaubt, bin ich gerade oberhalb der Mitte vom Normalgewicht, bei einem anderen BMI-Rechner bin ich eher knapp vor leichtem Übergewicht. Klar ist, fünf Kilogramme könnten noch locker runter, wenn ich mich bemühen würde. Tue ich nicht.

Ich hatte es zeitweise geschafft, nach einer kurzen Frust-Phase, mein Gewicht von vor der Schwangerschaft endlich wieder zu erreichen. Das war vor dem Urlaub in Frankreich. Es war von vorne rein klar, dass ich dort schlemmen würde, deswegen war es mir wichtig, vorher abzunehmen. Wie sollte ich auch diesen perfekt zubereiteten blutigen Steaks widerstehen? Limousin, Charolais… Nirgendwo in Deutschland habe ich solche zart schmelzenden Fleischstücke serviert bekommen. Hiesige Steakhäuser können das nicht. Vielleicht war ich einfach noch nicht in den richtigen Restaurants. Und den besten Nizza-Salat überhaupt habe ich in Cap Breton gegessen, obwohl ich am Anfang skeptisch war, so weit weg von Nizza. Mit einem halb gegrillten Stück Thunfisch-Steak obendrauf, ein Traum. Ja, also, dass ich nur mit anderthalb Kilo zurück nach Hause gekommen bin, verdanke ich wahrscheinlich all den Zeiten, die wir barfuß am Strand entlang gegangen sind, und den Beach-Volley-Ball-Spielen, die uns trotz Wind sehr viel Spaß gemacht haben. Das haben wir eine Zeit lang nach unserer Rückkehr im Park gemacht, aber jetzt haben wir so abrupt Herbst bekommen, dass die Lust, draußen Ball zu spielen, nachgelassen hat. Und das Fahrrad hat den Winterschlaf im Keller schon begonnen.

Es bleibt immer noch das Fitnessstudio. So regelmäßig gehe ich seit dem Urlaub nicht mehr hin. Gerade einmal die Woche schaffe ich es. Zum einem liegt es daran, dass ich auf Arbeit wieder Rufbereitschaft und Wochenendeinsatz bekommen habe, da ich nicht mehr schwanger bin. Zwei Samstage konnte ich deswegen nicht zur Wassergymnastik gehen. Ich vermisse die Kurse. Die anderen Samstage waren wir entweder verreist, ober ich hatte meine Periode. Seit der Fehlgeburt ist mein Zyklus übrigens kürzer geworden. Statt 28 Tage, nur noch 25. Dafür verblute ich länger, es dauert jetzt über eine Woche. Und dazu sind noch Blutungen um den Eisprung gekommen. Es ist alles sehr lästig. Die Periode ist auch schmerzhaft geworden. Ich kannte es vorher nicht so, aber jetzt hindern mich die Krämpfe wirklich daran, Sport zu machen. Vorher war es mir einfach nur unangenehm.

Und nun habe ich seit letzter Woche Dauerkopfschmerzen. Das ist auch etwas, was mir neu ist, und wenn es nicht weg geht, muss ich zum Arzt. Ich bin an heftigen Migränen gewöhnt, die mich einen Tag lang lahm legen, aber am nächsten Tag verschwunden sind. Die Migränen waren in letzter Zeit sehr selten geworden. Letzte Woche habe ich es zweimal erlebt, und zwischendurch diese leichte Kopfschmerzen. Wie heute. Mit Schwindel und Druckgefühl um die Augen bin ich den ganzen Tag auf Arbeit gewesen. Viel getrunken, das hat aber nicht geholfen. In dem Zustand will ich nicht zum Sport, ehe ich dort umkippe. Ich fühle mich ständig müde, obwohl ich genug schlafe. Es könnte daran liegen, dass das Badezimmer letzte Woche fertig renoviert wurde. Die Maler waren zuletzt da. Ob es irgendwas in der Farbe gibt, das ich nicht vertrage? Vom Geruch her nehme ich nichts wahr. Der Ehemann glaubt nicht daran, obwohl er auch seit letzter Woche Kopfschmerzen hat. Schwanger bin ich sicherlich nicht, meine Temperatur ist dafür zu niedrig, und mit den Kopfschmerzen, na ja…

Hoffentlich wird es bald besser. Wir sind am Wochenende wieder zwecks Familienbesuch in Frankreich unterwegs, und direkt danach habe ich eine Konferenz in Polen, erst ab Oktober kann ich ausatmen.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Ich will nicht krank werden

So wie es sich anfühlt, habe ich keine Wahl. Als ich nach Hause angekommen bin, habe ich mich zuerst auf der Couch hingelegt. Mir ging’s nicht gut, ich hatte den ganzen Tag Bauchschmerzen. Nach dem kurzen Nickerchen ging es mit dem Bauch besser, dafür habe ich Gliederschmerzen bekommen. Mir wurde es zu kalt und ich musste eine dicke Sporthose und meine Thermosocken anziehen. Dabei haben wir fast 26 °C in der Wohnung. Also Fieber, genauer gesagt 38 °C. Und mein Bauch schmerzt doch noch ein bisschen.

Vielleicht liegt es daran, dass ich gestern zu leicht angezogen war. Im Radio hatten sie etwas von 26 °C erzählt. Die hatten wir in meinem Arbeitsviertel definitiv nicht. Ich habe es schon bereut, als ich das Haus in meinem kurzen Kleid verlassen habe, konnte leider nicht mehr zurück. Ich hatte einen Termin auf Arbeit und musste ganz früh und pünktlich vor Ort sein. Tagsüber war es in meinem Büro zu warm, da ich jetzt im letzten Stock auf Südseite bin (ach ja, ich bin wieder umgezogen), aber draußen habe ich ständig gefroren. Abends auf dem Heimweg war es nach dem Aussteigen aus dem Bus deutlich wärmer und nicht so windig. Wahnsinn, was zwanzig Kilometer Abstand in einer so flachen Stadt für einen Unterschied machen können.

Ich war gestern Abend mit dem Ehemann bei unserer Stammkneipe verabredet. Da er jetzt ganz nah von zu Hause aus arbeitet, habe ich ihn darum gebeten, mir eine Hose und eine Strickjacke mitzubringen. Die habe ich direkt beim Ankommen in der Kneipe angezogen. Leider gab es gestern Abend ausnahmsweise keine Band, die Musik gespielt hat. Das hat man an der viel geringeren Anzahl von Gästen gemerkt. Wir haben beide Brown Ale getrunken. Dazu habe ich mir Hirtenkäse mit Oliven bestellt. Ich hatte eine kleine Platte Käse mit Oliven erwartet und habe einen Riesensalat mit Käse und Oliven bekommen. Und eine Vinaigrette, die selbst mir zu sehr nach Essig geschmeckt hat. Vielleicht habe ich sie nicht so gut ertragen. Ich musste heute häufig zu Toilette und hatte am Morgen leichten Durchfall.

Oder liegt es an meiner Periode? Die hatte ich schon vermisst. Die letzte hatte sechs Wochen her statt gefunden. Komisch nur, dass alle meine Schwangerschaftstests negativ ausfielen, selbst heute Morgen. Ob es sich um eine extrauterine Schwangerschaft handeln könnte? Beim letzten Mal waren die Testergebnisse negativ, weil das Schwangerschaftshormon in solchen Fällen nicht so schnell ansteigt. Ich bin also um acht Uhr morgens zur Sprechstunde meiner Gynäkologin angekommen. Sie liegt praktischerweise ganz nah zur Arbeit, unpraktischerweise eine Stunde ÖPNV von zu Hause aus. Was soll’s, wenigstens habe ich eine gefunden, die mich als frische Berlinerin in ihrer Praxis angenommen hat. Nicht so einfach. Sie wollte gerade die Untersuchung anfangen und hatte mir den zylindrischen Metallteil in die Scheide eingeführt, als sie sagte, „aber da liegt doch eine Blutung vor!“ Ich habe mich ganz blöd gefühlt. Die Periode muss im Wartezimmer angefangen haben. Die Ärztin hat die Untersuchung abgebrochen, und mir ist lediglich eine Blutprobe „zur Beruhigung“ abgenommen worden. Und da viele Ärzte dazu neigen, Patienten in Schubladen zu stecken, bin ich jetzt die „Möchte-gerne-Mutter, die sich zu viel Stress deswegen macht“. Nur weil ich angemerkt habe, dass meine Temperatur seit der letzten Periode außergewöhnlich niedrig geblieben war und vermutlich kein Eisprung statt gefunden hatte. Ich dachte, es könnte eine nützliche Information sein. Jetzt soll ich „aufhören, alles so genau zu analysieren“. Es wird doch empfohlen, mit dem täglichen Messen der Temperatur den Zeitpunkt vom Eisprung zu bestimmen, um die Chancen einer Schwangerschaft zu erhöhen… Seit der Fehlgeburt weiß ich nicht mehr, wann es sein sollte. Das ist vor allem schwierig, wenn mein Zyklus nicht mehr regelmäßig ist. Dabei ist mein Schwangerschaftswunsch nicht mal so ausgeprägt, wie die Ärztin es zu glauben scheint. Ich versuche es nur dem Ehemann zuliebe, der gerne Kinder hätte. Wobei es kein Drama wäre, keine zu haben.

Ich habe jedenfalls Paracetamol geschluckt, Honigtee getrunken und packe mich ins Bett. Das ist blöd, wir wollten am Wochenende eine Freundin in Mittelfranken besuchen, die ich seit einer Ewigkeit nicht mehr gesehen habe. Wenn es mir morgen nicht besser geht, muss ich absagen. Nicht nur, dass es mir unangenehm wäre, in dem Zustand so lange im Auto zu sitzen. Ich will ihre ganz junge Kinder nicht anstecken.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Dysmenorrhoe

Heute war es furchtbar. Ab Mittag habe ich starke Bauchschmerze bekommen, und der untere Rücken hat sich auch unangenehm angefühlt.

Dabei sind meine Periode in diesem Zyklus sehr ungewöhnlich gewesen. Vor zehn Tagen hatte ich den starken Eindruck, dass es diesmal geklappt haben könnte, und ich wieder mal schwanger sein könnte.

Offensichtlich doch nicht. Vor einer Woche habe ich leichte Blutungen bekommen. Ein bisschen rosa, deswegen ich zuerst dachte, das mit einer Schwangerschaft könnte wirklich stimmen. Seit gestern sind die Blutungen stärker geworden, und heute in einem Maße, bei dem kein Zweifel mehr bestehen kann. Nicht schwanger. Aber der Zyklus war viel kürzer als sonst. Nur fünfundzwanzig Tage seit den letzten starken Blutungen.

Blöderweise war ich heute den ganzen Tag bei einer Veranstaltung. Im Anschluß war ein Abendessen geplant, und ich hatte vor, gar nicht daran teil zu nehmen, sondern direkt nach Hause zu fahren und mich zu erholen. Einen Vortrag musste ich nun noch halten, und dabei sind die Schmerze verschwunden. Unglaublich. Bei Menstruationsbeschwerden muss man also Vorträge halten. Danach geht es besser.

So ganz traue ich meinem Körper aber nicht. Meine Basaltemperatur ist nicht wie sonst gesunken. Sobald ich kann, und es wird erst in einer Woche sein, muss ich meine Gynäkologin besuchen. Ich will nicht wieder so eine böse Überraschung wie letztes Jahr erleben.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Vorübergehend vorbei

Der Urlaub war sehr anstrengend. Wir sind ständig unterwegs gewesen. Über Weihnachten waren wir bei seinen Verwandten in Frankfurt. Ich hatte schon kurz davor angefangen, Bauchschmerze zu spüren, vor allem abends. Ich hatte Angst, dass es sich um eine extrauterine Schwangerschaft handeln könnte. Außer Martin und meiner Mutter hatte ich niemandem davon erzählt, weil ich es noch für zu früh hielt. Ich konnte also die Cousinen von Martin nicht nach Rat fragen, obwohl beide mehrfach Mütter sind. Häufig habe ich auch Kopfschmerze bekommen. Die Kinder waren laut. Ich fürchte, die Familienmitglieder haben mich jetzt als ungewöhnlich empfindlich eingeordnet, obwohl ich normalerweise einiges durchhalten kann.

Am Samstag nach Weihnachten habe ich plötzlich keine Schmerze mehr gehabt. Ich habe mich kurz gefreut, dann kamen wieder Zweifel. Ich hatte mir Sorgen wegen der Schmerzen gemacht; jetzt, ohne Schmerze, machte ich mir neue Sorgen. Am nächsten Tag habe ich einen Test gemacht, der wieder positiv war. Gleichzeitig habe ich Blutungen bekommen. Es soll nicht ungewöhnlich sein, bis zu einem gewissen Grad. Am Montag, als wir zu meiner Familie nach Südfrankreich geflogen sind, waren die Blutungen genau so stark wie während der Periode, wenn ich am meisten Blut verliere. An solchen Tagen habe ich den Eindruck, dass ich einen voll geöffneten Hahn im Inneren habe. Es dauert meistens ein bis zwei Tage. Diesmal habe ich fünf Tage lang extrem viel Blut verloren. Der Test danach war eindeutig negativ. Ich bin nicht mehr schwanger. Es hat gerade vier Wochen gedauert. Martin war sehr enttäuscht. Ich weniger, auch wenn es komisch klingt.

Bei einer so frühen Fehlgeburt muss ich mir wahrscheinlich keine Sorge machen, aber es heißt, man soll immer sofort untersucht werden. In Frankreich schwierig, vor allem bei meiner Mutter. Nicht unbedingt, weil ich nicht in Frankreich versichert bin. Zwei Frauenärzte sind dort gestorben und es gibt keine Vertretung. Was soll’s, ich könnte auf meine Rückkehr nach Deutschland eine Woche später warten. Ich bin gerade umgezogen und wollte mir sowieso in meinem neuen Viertel eine Praxis suchen. Nahezu unmöglich, wie es aussieht. Am Telefon bekomme ich Termine erst in einem Monat. Als ich nach Sprechstunden fragte, antwortete mir eine Sekretärin[1], dass die Ärzte sowieso kaum hinter ihren Terminen kämen. Es gibt mir keine besondere Lust, dort Patientin zu werden, wenn die Untersuchungen aus Zeitmangel verschlampt werden. Bestimmt wäre es nicht so schwierig, wenn ich Privatpatientin wäre. Ich könnte es tun. Ich bin nur aus Prinzip dagegen. Es ist eine Unverschämtheit, dass Ärzte sogar dedizierte Sprechstunden für Privatpatienten ankündigen. Martin meinte, wenn man mit akuten Beschwerden zur Praxis geht, dürfen Ärzte niemanden zurückweisen. Eine Fehlgeburt sollte schon berechtigen, untersucht zu werden. Weggeschickt wird man trotzdem, wie ich heute Morgen erfahren durfte. Ich bin zu einer Praxis[1] während der Sprechstunde gegangen, um mir erzählen zu lassen, dass sie keine neue Patientin aufnehmen wollen. Ich sollte doch bei der Praxis auf der anderen Seite der Straße probieren: Die mit den überforderten Ärzten. Nein, danke. Ich bin zur Praxis gegangen, die ich letztes Jahr besucht hatte. Neben der Arbeit. Ich brauche eine Stunde mit der Bahn, um dahin zu fahren. Untersucht bin ich noch nicht geworden. Eine Frauenärztin hatte vor kurzem einen Unfall, eine Vertretung wird noch gesucht. Ich sollte am Freitag vorbei kommen. Immerhin meinte die Sekretärin, dass ich natürlich kommen dürfte, falls ich wieder schwanger werden sollte. Es ist nicht ausgeschlossen.

[1] Unbezahlte Werbung, obwohl sie das echt nicht verdienen, da Verlinkung.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Test: Negativ

Es war merkwürdig. Eigentlich passen wir schon auf. Ich trage jeden Morgen meine Temperatur ein und weiß, wann wir besser Kondome benutzen sollen. Ich habe nicht wirklich geglaubt, schwanger zu sein. Wenn es nicht dieses komisches Gefühl in der Nase gegeben hätte, das mir ständig den Eindruck gibt, gerade geniest zu haben. Das hatte ich noch nie. Bei einer Google-Suche bin ich gleich auf Forums für Schwangere gestossen. Andere „Symptome“ hätten sich auch dadurch erklären lassen.

Zeitlich könnte es nicht schlechter passen, ganz abgesehen von dem geplanten Tauchurlaub in drei Wochen. Ich habe gerade den Arbeitgeber gewechselt und bin wieder in der Probezeit. Ich weiß, dass keine Gefahr besteht, nach den sechs Monaten nach einer Arbeit suchen zu müssen. Aber mit einem Baby im Bauch? Da könnte ich glatt für mehrere Monate meine ganze experimentelle Arbeit liegen lassen, auf die ich mich so gefreut habe. Wie Uschi darauf reagiert hätte, kann ich mir sehr gut vorstellen. Er hat schon erzählt, wie er für eine ausgeschriebene Stelle bei uns eine Bewerberin absagen musste, weil sie ihm zugegeben hatte, schwanger zu sein. Wir arbeiten mit ionisierender Strahlung. Schwangere dürfen gar nicht an Experimenten teilnehmen. Er hätte sie umsonst eingestellt. Außerdem hat sich Martin gerade eine Wohnung gekauft, wir ziehen bald zusammen ein. Mit der Rückzahlung hat er schon eine hohe Belastung. Ich wollte mich an den laufenden Kosten beteiligen. Einen Gehalt würde ich aber nicht mehr lange beziehen, wenn ich schwanger werden sollte.

Ich habe gedacht, ich warte erstmal ab, ob meine Periode kommt. Sie war letzte Woche fällig, am Donnerstag. Das Wochenende davor waren wir unterwegs, als ich plötzlich starke Schmerze im Bauch und im tieferen Rücken gespürt habe, als ob ich gerade meine Periode bekommen würde. Es kam nichts. Am Dienstag habe ich braune Ausscheidungen bekommen, bis Sonntag. Genau wie ich es über den Verlauf von einer Schwangerschaft gelesen hatte. Meine Brust, die sonst immer kurz vor der Periode angespannt ist, hat nichts anmerken lassen. Ich habe mich schon gefragt, ob ich nicht besser anfangen sollte, nach Kindermöbeln zu suchen, statt einen zweiten Arbeitszimmer einzurichten. Dabei habe ich schon früher angekündigt, mich um die Küche kümmern zu wollen. Wieder viel Geld ausgeben.

Wir waren am letzten Wochenende bei einer Freundin von Martin zu Besuch, die ihren Geburtstag in Südfrankreich feierte. Die Reise war anstrengend, wir sind am Samstag um 04:00 aufgestanden und um 06:00 im Flieger eingestiegen. Bescheuert. Er hat für mich bezahlt, um meine Bedenken zu mildern. Die Feier hat nicht sehr lange gedauert, aber mir ging’s nicht so gut. Ich habe mich schwindelig gefühlt. Am Sonntag nach dem Aufwachen habe ich dann gemerkt, dass ich meine Periode hatte. Sehr stark. Das Schwindelgefühl habe ich den ganzen Tag behalten. Beim Gehen musste ich mich an Martin lehnen, weil ich ständig den Eindruck hatte, gleich umzukippen. Die Schmerze im Bauch waren so stark wie nie. Es war doch nicht normal. Als wir abends in Berlin gelandet sind, sind wir mit Taxi zu mir gefahren. Mit der Bahn konnte ich nicht mehr.

Heute Morgen hatte ich keine Blutung mehr. Ich habe den Schwangerschaftstest gemacht, den ich mir gestern geholt hatte. Negativ. Was das Ganze seit zwei Wochen soll, keine Ahnung.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Bloody Valentine

Nachträglich. Der Titel hört sich wie ein Horrorfilm an.

Ich habe die Nacht bei Martin verbracht. Wir waren am Abend im Kino gewesen. Diesmal nicht Berlinade, sondern reguläres Programm. 12 years a slave, der spät in einem kleinen Kino in Neukölln lief. Auf dem Rückweg zur U-Bahn habe ich Geld am Automat geholt. Martin auch. Eine junge Frau stand am Schalter neben uns, und zwei Obdachlosen schliefen in einer Ecke. Es war schön warm drin. Als wir raus gehen wollten, fragte die Frau Martin, ob er ihr helfen könnte, eine Überweisung durchzuführen. Ich war sehr skeptisch. Entweder ist die Frau extrem naiv und vertraut jedem, oder sie ködert rum und will irgendwas unternehmen, dachte ich. Ich habe seinen Rucksack die ganze Zeit nicht aus den Augen gelassen. Es sah tatsächlich so aus, als ob sie nur Hilfe wollte. Aber irgendwie hat sie nichts von dem verstanden, was Martin ihr erzählt hat. Wir haben gefühlt fast zehn Minuten bei ihr gestanden. Nachdem er ihr zum dritten Mal erklärt hat, was eine IBAN ist und sie ihn mit kleiner Stimme fragte, welche Nummer sie denn eintippen sollte (seine? Er hielt ja seinen ausgedruckten Kontostand zur Erklärung in der Hand…), habe ich die Geduld verloren und gesagt, sie sollte sich doch am nächsten Tag am Schalter bei den Angestellten der Bank erkundigen, die ja dafür ausgebildet und bezahlt sind. Ich dachte, wie sie sich anstellt, macht sie sonst noch ein Fehler und beschuldigt uns dafür. Wir haben die U-Bahn verpasst und sind fast um 01:00 bei ihm angekommen. Wir waren müde und haben nur geschlafen.

Beim Aufwachen habe ich mich bei Martin eingekuschelt. Aufstehen wollte ich nicht. Ich habe es irgendwann geschafft und bin als erste duschen gegangen. Dabei habe ich plötzlich gemerkt, dass ich meine Periode habe. Wie ein offener Hahn ist Blut auf einmal herunter geströmt. Zum Glück habe ich nichts versaut (ich habe später nachgeprüft) und es war noch dunkel im Schlafzimmer. Ich habe meine Kleider und meine Tasche geholt und bin schnell mit zusammen gepressten Beinen zur Dusche gegangen. Er hat davon nichts gemerkt. So schlimm habe ich es seit langer Zeit nicht erlebt. Kein Wunder, dass ich am Tag davor solche starke Schmerze hatte. Ich habe so viel Blut verloren, dass ich mittags noch eine Box Tampons kaufen gehen musste. Die drei, die ich immer in der Tasche parat hatte, waren für den Vormittag nicht genug. Ich habe mich gefragt, warum wir in den Toiletten bei der Arbeit keinen Automat dafür haben.

Ich habe mich abends noch zum Sport geschleppt und meinen Trainingsplan durchgeführt. Ich hatte mich mit Martin später in der Stadt verabredet. Zu Hause geduscht, parfümiert, und sogar mit Lippenstift leicht geschminkt. Enges Kleid mit Pumps. Die hatte ich seit unserem ersten Kuss gar nicht mehr getragen. Nein, Valentinstag ist mir egal. Es ist mir auch egal, ob er noch weiß, was ich damals getragen hatte. Ich wollte mich einfach nur für ihn wieder schön machen. Ein Volltreffer, seinem Blick nach zu beurteilen. Wir hatten nichts Besonderes geplant und sind ein bisschen spazieren gegangen. Wir haben uns ein Pizza geteilt. Wir wollten noch zur Cocktail-Bar am Anhalter Bahnhof gehen, aber die Türsteher haben uns gewarnt, es wäre schon voll, es wäre ja Valentinstag. Wir haben es nicht probiert und sind zu einem hispanischem Lokal gegangen, bevor wir zu ihm mit Taxi gefahren sind (der Taxifahrer hatte wunderschöne Origami-Stücke für seine Kinder gemacht und mir einen davon geschenkt). Wir sind ins Bett gegangen und haben gekuschelt. Und wieder keinen Sex gehabt. Blöde Tage.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Schlecht gelaunt

Es ist hormonenbedingt. Ich muss mich daran erinnern und mich selber aktiv dagegen aufmuntern, was diese Woche schwierig genug war. Der Monat ist so schnell vorbei gegangen. Und es hat gerade erst angefangen.

Gestern Abend hatte ich nach dem Sport keine Lust, mir etwas zu essen zu vorbereiten. Ich bin zum Pizza-Laden bei mir um die Ecke gegangen. Auf dem Weg hat mich meine Mami angerufen. Ich habe mich gereizt gefühlt, mit dem Fahrrad anhalten zu müssen, um das Handy in meinem Rucksack zu suchen. Ich war zu spät dran und musste zurück rufen. Als ich nach dem Anruf weiter fahren wollte, ist mir aufgefallen, dass die Kette gesprungen war. Ich musste sie im Dunkel wieder in Ordnung bringen und habe mir die Finger versaut. Es war auch kalt. Beim Pizza-Laden angekommen, fragte mich ein junger Mann hinter der Theke als Begrüßung: „Süß oder Sauer?“ Ich hatte keine Ahnung, wovon er redete. Ich wollte bloß ein Pizza bestellen. Das hat er wiederholt. Ich: „Häh?“ Ich hatte Hunger und war schon von meiner Fahrradkette geärgert. Ein anderer Junge hinter der Theke: „Sie versteht dich nicht.“ Ich fand’s sehr frech von ihm. Dann meinte der Erste: „Es ist Halloween“. Ach so… Da ich schon da war, habe ich ein Pizza bestellt, aber ich habe mich ernsthaft gefragt, ob ich in Zukunft noch dahin will. Es gab kein Trinkgeld. Um nicht blöd zu bleiben, habe ich zu Hause auf Google exakt nach dem Ausdruck gesucht. Auf der ersten Ergebnisseite waren nur zwei Links, die etwas mit Halloween zu tun hatten. Man kann also nicht wirklich behaupten, es wäre allgemein bekannt.

Ich bin heute den ganzen Vormittag zu Hause geblieben. Ich hatte auf Ebay eine Kommode bestellt, weil ich es einfacher finde, als in der Stadt stundenlang Läden zu besuchen, und man weiß nie, wie viel es am Ende noch kostet, um Sachen geliefert zu bekommen. Die Lieferung ging sehr schnell. Leider war ich an dem Tag nicht zu Hause. Am Dienstag um 09:17 habe ich auf meiner privaten Email-Adresse eine Nachricht der DPD[1] bekommen, um mich zu informieren, dass die Lieferung gerade ab einer Stunden später statt finden würde. Die spinnen wohl. Um die Uhrzeit war ich schon lange bei der Arbeit, und dort lese ich meine private Emails nicht. Bei den Nachbarn haben sie offensichtlich nicht geklingelt. Ich durfte gnädigerweise einmalig einen neuen Termin für die Lieferung beantragen. Das habe ich am Dienstagabend für heute gemacht. Und am Mittwoch früh sagte mir mein Chef, er hätte heute einen Termin und könnte die Nutzerbetreuung nicht selber machen, ob ich ihn nicht ersetzen könnte. Zum Glück ist sein Termin gestern geplatzt. Ich habe dafür auf meinem Rechner PuTTY und Xming konfiguriert, um von zu Hause aus arbeiten zu können. Ich habe am Anfang nicht verstanden, was ich machen sollte. Als es endlich klappte, musste ich feststellen, dass es wirklich frustrierend ist, weil es immer ewig dauert, wenn ich mit graphischen Fenstern arbeiten will. Emacs brauchte eine gute Minute um zu starten. Die Interaktion mit meinem selbst entwickelten Programm ging genau so schleppend. Ich habe trotzdem etwas schaffen können.

Heute Abend hat mich Hülya angerufen. Mit einer neuen Telefonnummer, sonst wäre ich nicht dran gegangen. Zugegeben, meine geärgerte Reaktion hat mit meiner Periode nichts zu tun gehabt. Sie hatte sich so lange nicht mehr gemeldet, dass ich dachte, ich wäre frei von ihr und müsste meine Handynummer doch nicht wechseln. Tja. Sie war anscheinend wieder zu meiner alten Wohnung gewesen, da sie mich fragte, wo ich jetzt wohnen würde. Als ich antwortete, dass es ihr nichts angeht, meinte sie, „Ich hab’s verstanden, du willst nichts mehr mit mir zu tun haben“. Es hat aber lange gedauert, dafür, dass ich sie seit Februar vermieden habe. Morgen fahre ich zum O2-Laden. Eigentlich habe ich sofort schauen wollen, ob es möglich wäre, online eine Änderung der Rufnummer zu beantragen. Und habe dabei festgestellt, dass meine alte Adresse noch als Kontaktdaten vorhanden war. Obwohl ich im August schon meine neue Homezone angeben habe. Die sind genau so trottelig wie bei der Deutschen Telekom. Bei den Kontaktdaten in meinem Konto auf O2 gibt es einen Knopf, um die Adresse zu ändern. Es funktioniert gar nicht. Man kann so lange drauf drücken, wie man will, es passiert nichts. Ich habe Pop-ups ausnahmsweise erlaubt. Ghostery[1] hat nichts gesperrt, Adblock Plus[1] auch nicht. Deswegen muss ich morgen früh zum Shop. Wenn die Adresse stimmt. Auf der Homepage von O2 kann man keine Information über Läden finden. Ich habe den Shop in meinem Viertel durch Google Maps gefunden.

Und ich bin noch geärgert, weil ich seit Montag so gut wie nichts mit Martin zu tun hatte. Am Mittwoch und gestern ist er ganz früh von der Arbeit weg gegangen. Heute bin ich erst nachmittags im Büro gewesen, und habe ihn nur kurz gesehen: Als ich bei Ronald war, um Post zu liefern, und aus dem Zimmer raus gehen wollte, bin ich fast gegen ihn geprallt, weil er mit hoher Geschwindigkeit ins Zimmer kam. Das war’s. Als ich kurz vor 18:00 mein Büro verlassen habe, war er nicht mehr da. Ich habe keine besondere Rechtfertigung, ihn anzurufen. Also lasse ich es lieber sein. Er hat anscheinend keine Lust, sich mit mir zu treffen, sonst hätte er etwas unternommen. Ich habe auf dem Weg vom Supermarkt zurück nach Hause ein wenig mit einem jungen Mann geflirtet. Der war viel zu jung. Und irgendwie interessieren mich Männer, die auf der Straße mit Bierflasche in der Hand rumlaufen, überhaupt nicht. Die sehen meistens aus, als ob sie sich dadurch attraktiv machen möchten. Abgesehen davon, dass es nicht gerade für deren Reifegrad spricht, finde ich Alkoholiker gar nicht anziehend.

[1] Unbezahlte Werbung, da Verlinkung.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Wo bleiben die Tage?

Es ist so lästig, darauf zu warten. Ich führe keinen Kalender und habe deswegen nur eine grobe Idee, wann ich wieder dran bin.

Seit einigen Tagen merke ich schon Anzeichen, mal ein bisschen mehr Blut, mal gar nichts mehr, aber bis jetzt sind sie nicht richtig ausgebrochen. Sonst habe ich immer eine oder zwei Nächte, wo ich besonders aufpassen und mit einem Tuch unter dem Becken schlafen muss, weil ich so viel Blut verliere. Ich hatte schon Angst, dass es mich heute Nacht erwischt, da ich im Nachtzug auf einer Liege schlafen werde. Sind die Wechseljahre im Anmarsch? Das wäre willkommen, da ich eh keine Kinder bekommen werde (ich wäre technisch gesehen noch dazu in der Lage, aber bis ich einen Mann kennen lerne und beschließe, dass er seine Gene mit meinen mischen darf, bin ich bestimmt schon im Grab).

Wahrscheinlicher sind die vier Wochen seit dem letzten Mal noch nicht ganz durch, und diese unüblichen Vorzeichen sind nur ein Ausdruck vom Stress. Wegen Umzug, neuer Job, usw. Ich versuche, ruhig zu bleiben, aber im Unterbewusstsein klappt es nicht, sonst hätte ich den ganzen Ärger mit Psoriasis und Schlafstörungen nicht gehabt. Dass ich heute Morgen an einem Sonntag so früh aufgestanden bin hat ein bisschen damit zu tun, aber es liegt vor allem daran, dass die Sonne scheint und es durch die Jalousien ganz hell in meiner Wohnung ist. Wenn es so hell ist meint meine Mieze, ich soll nicht so lange im Bett faulenzen, es wäre sinnvoller, ihr ihre Anti-Hairball Leckerlies zum Frühstück zu geben.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.