Pfingstmontag

Ein toller Tag heute. Und was habe ich gemacht? Zu Hause geblieben.

Heute Morgen haben wir auf der Terrasse gefrühstückt. Die Sonne war ab und zu durch dicke Wolken versteckt, aber es war trotzdem angenehm warm. Bienen haben unsere Blumenkasten besucht. Die Mischung „Bienenfreude“ war offensichtlich eine gute Wahl. Im Kasten links davon wachsen die Tomatenstauden. Nur die Hälfte hat überlebt, nachdem wir sie von den Vögeln geschützt haben müssen. Die Katze hat sich kurz zu uns gesellt, geschuppert und fand es doch besser im Wohnzimmer. Wir hatten nichts interessantes für sie auf dem Frühstückstisch.

Ich habe die Wohnung weiter geputzt. Staub gewischt. Mit der Katze gespielt. Die letzten Vorlesungen vom Kurs Java für Einsteiger gehört, da die Frist für die Abgabe der Tests verlängert wurde. Der Workshop ist nach September verschoben worden. Es gab viele technische Probleme bei der Plattform für die Übungen, die für den Kurs anscheinend neu entwickelt wurde. Den Stoff der Vorlesungen direkt in Programmieraufgaben zu bearbeiten fand ich toll. Nicht die häufigen „Leider ist ein Fehler aufgetreten“ Meldungen bei der Bewertung der Übungen. Die letzten Bonus-Aufgaben haben Spaß gemacht. Man musste eine LED-Matrix steuern, um ein bestimmtes Muster zu erzeugen. Ein schön symmetrisches Muster mit drei konzentrischen Quadraten verschiedener Größen und Farben… Beim Ausführen hat man ein Foto von der Matrix geschickt bekommen, die irgendwo in den Büros von openHPI durch eine Webcam überwacht wird. Mein Lösungsansatz hat die Symmetrie des Musters benutzt und zu einer zyklomatischen Komplexität von 6 geführt, während die „einfache“ Methode mit drei doppelten for Schleifen, die im Forum diskutiert wurde, eine zyklomatische Komplexität von 7 besitzt. Ich bin schon stolz darüber, selbst wenn es für die Bewertung nichts bringt. Insgesamt sehr zufrieden. Java gelernt, Objekte und Klassen endlich richtig verstanden. Und das hat Spaß gemacht, wenn man den Frust mit der Programmierungsplattform vergißt.

Martin hat in der Zeit eine Spazierfahrt mit dem Motorrad gemacht. Ich bin noch nie mit ihm gefahren. Die Ausrüstung fehlt mir. Und, na ja, es muss nicht sein. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, am Wochenende zum Fitness-Studio zu gehen. Nach der Woche auf dem Fahrrad habe ich aber Lust auf Erholung und kein Bock mehr gehabt. Gestern sind wir eh schon zum seinem Vater geradelt.

Zum Abendessen gab’s eine asiatische Rindfleischpfanne. Nun, Sojasprossen hatte ich beim Edeka nicht gefunden, als ich am Samstag dort war, dafür gab’s eine Sprossenmischung. Reis hatten wir doch nicht, ich habe den Rest von der Packung Dinkel gemacht. Und statt Chiliflocken habe ich eine rote Schotte klein geschnitten und mitgebraten. Sie war nicht so scharf. Martin war auf jeden Fall begeistert.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

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Java für Einsteiger

Morgen fängt es an, für vier Wochen. Danach kommt ein zweiwöchiger Workshop. Ich habe mir den Termin schon lange notiert. Diesmal mache ich den Kurs nicht alleine, Martin ist auch daran interessiert. Mit Java habe ich noch nie gearbeitet. Vor einigen Jahren hatte ich einen autodidaktischen Versuch gestartet, der erfolglos blieb. Vielleicht war es zu viel auf einmal. Ich kannte damals nur Fortran. C hatte ich längst vergessen, seitdem ich mit meinem (jetzt schon verstorbenen) Diplom-Vater gearbeitet habe, der nur Fortran 77 benutzen wollte. Von Objektorientierung hatte ich keine Ahnung. Zum Scheitern hat auch die Programmierumgebung einen großen Beitrag geleistet. Mit Fortran hatte ich ganz normal in einem Texteditor gearbeitet (Emacs) und in der Kommandozeile die Kompilierung gestartet. Selbst für LaTeX fand ich es mit Emacs bequemer als MikTeX zu benutzen. Mit Java kam Eclipse, und ich musste damit arbeiten, um die auf Internet gefundene Tutorials machen zu können. Ich habe es gehasst und aufgegeben. Es ist um die zehn Jahre her gewesen.

Es ist eigentlich unüblich, dass ein Kurs bei openHPI anfängt, bevor der vorherige Kurs zu Ende geht. Ich habe noch eine Woche Lernmaterial über Automated Visual Software Analytics zu bearbeiten. Es wird knapp. Wir wollten heute Abend mit Martin vor dem Fernseher entspannen. Aber da er noch eine Bewerbung fertig schreiben will (immer noch keine Aussicht auf einen neuen Job) und ewig zum Formulieren braucht, kann ich weiter lernen. Es ist sowieso sehr einfach, obwohl ich im Kurs schon eine Menge gelernt habe. Ich habe nicht den Eindruck, dass die Veranstalter sich viel bemüht haben. Die Vorlesungen sind zwar gut und verständlich vorbereitet, aber die Tests sind sehr oberflächlich, und die Hausaufgaben enthalten teilweise genau dieselben Fragen. Die Herausforderung habe ich noch nicht gefunden.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Das hat mir heute nicht gefallen

Und das schreibe ich hier nieder.

  • Bei unserem Donnerstag-Meeting habe ich gesehen, wie die Kaffeemaschine auf einmal die automatische Spülroutine vor dem Ausschalten gestartet hat, und drunter stand ausnahmsweise kein Glas, um die Flüßigkeit zu sammeln. Ich habe tatenlos von meinem Stuhl aus gesehen, wie das Wasser in den dafür vorgesehenen Behälter gefallen ist. Ok, nichts schlimmes. Aber man möchte die Kaffeemaschine doch nicht so häufig auseinander nehmen, um das Behälter zu leeren. Daher das Glas, das heute fehlte.
  • Unsere IT-Kollegin hatte heute angekündigt, um 15:00 unsere ganze Software-Installation zu einem anderen Server umzuziehen. Ab dann konnte man also voraussichtlich nicht mehr mit den Programmen arbeiten. Ich war nicht begeistert zu merken, dass sie schon eine Viertelstunde vor der angegebenen Zeit mit dem Umzug angefangen hatte, wo ich doch dachte, bis 15:00 Zeit für meine Arbeit zu haben.
  • Ich bin kein bisschen weiter in meinem Vortrag für nächste Woche gekommen. Winfried wollte die Präsentation spätestens morgen sehen. Ich muss heute Abend zu Hause dran sitzen.
  • Auf dem Weg zur S-Bahn habe ich einen Fahrradfahrer übersehen. Ich war mit Kate. Wir haben gewartet, dass ein Auto von links an der kaum befahrenen Kreuzung abbiegt, und den Fahrer hinter dem Auto gar nicht bemerkt. Vielleicht war er gerade vom Rand meiner Brille versteckt gewesen. Kate war rechts von mir und hat anscheinend auch nichts gesehen. Ich bin nach dem Auto über die Straße gegangen und habe dann ein Gebrüll von links wahrgenommen. Eigentlich war der Fahrradfahrer am Anfang doch nicht so nah gewesen. Er hatte wohl gemerkt, dass wir ihn übersehen haben. Außerdem war er bei dem schwer bewölkten Himmel und mit seiner grauen Kleidungsauswahl selbst beim genaueren Betrachten schwer vom Asphalt zu differenzieren. Statt Maßnahmen zu ergreifen, um uns zu vermeiden (ein wenig bremsen hätte schon gereicht) hat er sich lieber aufgeregt. Er war mehr damit beschäftigt, seine perfekte Kurve auf hohem Tempo hinzukriegen als vorsichtig zu fahren. Alle andere Verkehrsteilnehmer sollen bitte schön zur Seite springen, wenn er vorbei fährt. Das Verhalten hat mich so genervt, dass wir einfach weiter gegangen sind. Den Ausweichbogen musste er doch machen.
  • In der Bahn habe ich eine Nachricht von O2 bekommen. Mein maximales Datenvolumen ist erreicht, ab jetzt habe ich für die kommenden 20 Tagen nur noch maximal 1% der maximal mögliche Geschwindigkeit für Datentransfer. Gut, dass ich zu Hause und bei der Arbeit auf WLAN zugreifen kann.

Aber um sich gut zu fühlen, sollte man in einem Tagebuch eher über gute Erlebnisse schreiben. Das habe ich in 59 seconds gelernt.

  • Heute Morgen auf dem Weg zur Bahn habe ich mir ein leckeres Croissant geholt. Wir haben ja die beste Bäckerei Berlins quasi um die Ecke.
  • Dank meiner IT-Kollegin bin ich früher als sonst zu Hause angekommen und es war noch hell. In meinem Stadtteil konnte man sogar die Sonne sehen.
  • In der Bahn habe ich eine weitere Vorlesung vom aktuellen openHPI-Kurs über Automatic visual software analytics hören können. Daher die Nachricht von O2, nehme ich an. Ich werde in Zukunft auf dem PC die Vorlesungen hören. Ein spannendes Thema. Der Kurs hat erst diese Woche angefangen und ich hoffe, ich kann bis zum Schluss mitmachen. Bei vorherigen Kurse hatte meine freie Zeit nicht immer gereicht. Nächste Woche bin ich schon wieder für eine Tagung unterwegs.
  • Zu Hause angekommen, habe ich gesehen, dass Martin heute das Spülbecken und die Spülmaschine in der Küche ans Wasserrohr angeschlossen hat. Endlich frei vom Geschirr spülen! Obwohl, ehrlich gesagt, das macht er jetzt selber, seitdem er arbeitslos ist. Er macht sogar das Staubsaugen, kümmert sich um die Wäsche und versorgt/verwöhnt die Katze nebenbei. Ich weiß nicht, ob ich mich freuen soll, wenn er wieder arbeitet. 😛


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Internetworking mit TCP/IP

Nachdem ich den letzten online Kurs vom openHPI über Parallelprogrammierung erfolgreich abgeschlossen habe (das Zertifikat lässt noch auf sich warten), dachte ich, ich könnte mit dem nächsten Kurs weiter machen. Es geht diesmal um Internetprotokolle. Nicht, dass ich es für die Arbeit brauche, aber als allgemeine Bildung kann es nicht schaden. Die erste Woche hat gerade angefangen.

Der Kurs ist wieder auf Englisch gestaltet. Der Dozent hat offensichtlich große Probleme damit. Es ist für mich mühsam, ihn zuzuhören, da er häufig zwischendurch seufzt und so viele typisch deutsche Fehler in der Aussprache macht. Nach einiger Zeit kann man sich daran gewöhnen. Diesmal ist das Niveau des Kurses höher geschraubt. Ich fühle mich viel mehr beansprucht. Die Darstellung des Protokollstapels war so abstrakt, dass ich sie mir zwei Mal anhören musste. Die Vorlesungen dauern insgesamt länger als beim letzten Kurs, ich muss noch mehr Zeit einplanen. Momentan schwierig, da ich bei der Arbeit viel zu tun habe. Mal schauen, wie lange ich mithalten kann.


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Endlich ist die Woche vorbei

Äh? Es ist erst Montag!

Ich meine die vierte Woche des online Kurses vom openHPI zum Thema Parallelprogrammierung. Montagabends ist die Frist für die Hausaufgabe. Wie immer habe ich sehr wenig Zeit gehabt, mir die Vorlesungen täglich anzuhören, was mit dem Release meines Programms und das Wochenende mit Martin zu erklären ist.

Letzte Woche ging’s um Beschleuniger. Eigentlich ein spannendes Thema, aber die Vorlesungen wurden von einem neuen Dozenten vorgetragen. Tja. Beim ersten Teil hatte ich schon keine Lust mehr, an dem Kurs teilzunehmen. Meine Schmerzgrenze ist erreicht. Mehr Pausen und Ähms pro Minute ertrage ich nicht. Ich habe häufig den Eindruck bekommen, der Dozent würde den Inhalt der Folien mit den Zuhörern gleichzeitig entdecken. Bei der dritten Vorlesung bin ich gestern Abend eingeschlafen. Obwohl es noch nicht mal 22:00 war und ich extra am Rechnertisch saß, statt mir wie sonst die Vorlesungen im Bett auf dem Laptop anzuhören. Sie mir nochmal anzuschauen kam nicht in Frage. Mitten in der vierten Vorlesung habe ich heute den Rechner verlassen und mich um mein Abendessen gekümmert – was mich nicht daran gehindert hat, mit ein bisschen Nachdenken volle Punkte beim Selbsttest zu bekommen. Die Hausaufgabe habe ich ohne Begeisterung und ohne große Mühe gemacht. Kein Bock mehr.

Wie kann man Vorlesungen solcher schlechten Qualität auf eine Lernplattform hochladen, wenn man sie im Prinzip mehrmals aufnehmen und verbessern könnte? Zum Glück kriegen wir diese Woche den ersten Dozenten wieder. Sonst würde ich es nicht mehr aushalten.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Parallelprogrammierung

Die Meldung kommt ein bisschen spät, aber wer sich für dieses Thema interessiert, kann sich noch für den kostenlosen online Kurs beim openHPI anmelden. Die erste Woche ist fast abgelaufen, der Termin für die erste Hausaufgabe ist heute Abend. Man sollte für den Kurs mit einer Programmiersprache vertraut sein, was vor allem bedeutet, wissen, wie man programmiert, und Englisch beherrschen, da der Kurs diesmal nicht auf Deutsch statt findet.

Ich hätte es selbst fast vergessen, obwohl ich schon seit einigen Wochen darauf warte. Nachdem Martin mich gestern Abend von der Berlinade zurück nach Hause gefahren hat, habe ich mir die erste Hälfte der Vorlesungen letzter Woche angehört. Wie ich nach meinem ersten Kurs bei ihnen über Datenmanagement mit SQL erwartet hatte, ist der Stoff der ersten Woche wirklich nicht wild, das kann man schnell erledigen. Es geht darum, Vokabel fest zu legen und die Motivation hinter Parallelprogrammierung zu lernen. Das (empirisch festgelegte) mooresche Gesetz kannte ich schon, dazu kommen die ganzen physikalischen Beschränkungen für die immer effizientere Durchführung von Programmen, wie die Leistung- oder Speicherbarrieren (von mir frei übersetzt, keine Ahnung, ob es auf Deutsch wirklich so heißt).

Ich bin gespannt auf die kommenden Wochen.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Kleiner Erfolg

Ich meine hiermit den online Kurs vom openHPI über Datenmanagement mit SQL. Heute Abend war die Frist für die Abgabe der letzten Hausarbeit, und bis nächster Woche kann man die Klausur bearbeiten. Es gab 6 Hausarbeiten, eine pro Woche, die insgesamt zur Hälfte der Punkte für den Zertifikat beitragen. Die Klausur macht mit 220 Punkten die zweite Hälfte. Zusätzlich gab es für 40 extra Punkte eine Bonus-Aufgabe, die nicht pflichtig war, wo man mit einer Beispieldatenbank SQL Anfragen probieren konnte. Und ich habe gerade die Ergebnisse für die letzte Hausarbeit und für die Bonusaufgabe bekommen: Im Grunde könnte ich es mir sparen, die Klausur zu schreiben, denn ich schon über die Hälfte der Punkte gesammelt habe! Natürlich werde ich die Klausur schreiben. Ich hätte sonst den Eindruck, nicht mein Bestes gegeben zu haben. Aber dieser kleine Erfolg zwischen den ganzen Absagen bei Bewerbungen freut mich sehr, auch wenn es vom Niveau gerade einer Einführungsveranstaltung im Bachelor entspricht.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Neue Woche

Schlechter als letzte Woche kann sie nicht anfangen. Die nächste „wichtige“ Stellenanzeige, für die ich sehr gut passe, hat ihre Bewerbungsfrist am 1. Mai, also noch ein bisschen Geduld, bevor ich etwas höre. Der Vorteil wäre, dass die Stelle in München ist, und diese Stadt gefällt mir sehr. Ich will auch meine Wochenenden im Englischen Garten verbringen. Ach ja, ich habe mich auf eine andere Stelle dort beworben, als zweite Kontaktwissenschaftlerin für ein Großforschungsgerät, aber obwohl ich sehr gut geeignet wäre, erwarte ich dort nichts. Ich habe mich nur beworben, weil die Stelle in der Jobbörse der Arbeitsagentur stand, ich will Vorwürfe vermeiden. Diese Stelle war schon letztes Jahr in Februar ausgeschrieben. Ich bin sogar Ende April zum Gespräch eingeladen worden. Und dann nichts, keine Rückmeldung, oder keine direkte Rückmeldung. Mein damaliger Chef war später dienstlich dort und hat mit dem Leiter des Forschungszentrums gesprochen, und der hat ihm gesagt, die Stelle wäre noch zu besetzen. Von allen Kandidaten, die sich beworben hatten, haben sie niemanden genommen.

Heute scheint die Sonne. Ich habe gleich um 09:00 einen Termin mit einem Trainer aus meinem Fitness-Studio. Ich war wegen meines Ischias sehr lange nicht mehr dort, hatte das Abo aber nicht gekündigt, weil ich nicht einsehen wollte, dass es so lange dauern würde. Sie haben viele neue Geräte in dieser Zeit gekauft, die muss ich kennen lernen, bevor ich sie benutze. Ich bin wieder regelmäßig dort. Und brauche gut 8kg los zu werden. Ich will mein BMI wieder im grünen Bereich haben und einen Sicherheitsabstand zur oberen Grenze haben. Ich will wieder eine super Ausdauer haben, so dass ich nach einem Sprint zum Bus nicht fünf Minuten lang noch brauche, um meinen Atem zum normalen Niveau zu bekommen. Und ich will wieder meine Muskeln trainieren.

Ich hoffe sehr, dass das regelmäßige Sport-Training mir mehr seelische Kraft gibt, um Absagen bei wichtigen Stellen besser zu verkraften. Als ich am Wochenende das Geschirr aus der Spülmaschine raus holen und aufräumen wollte, bin ich auf einmal und völlig überraschend zusammen gebrochen. Fast hätte ich den Gegenstand in meiner Hand weg geworfen, ich wollte plötzlich alles in die Gegend rum schmeißen. Das hat mich sehr erschrocken, ich konnte mich nur noch an der Spüle fest halten und erstmal heulen. Blödes Verhalten. Es war wie ein Impuls, an einem Moment stehst du da und hast nur Aufräumen im Kopf, am nächsten Moment flippst du aus. Dabei dachte ich, mir ging’s schon besser. Ich traue mich nicht, in diesem Zustand andere Menschen für längere Zeit zu sehen. Vor allem Menschen, die über meine Bewerbungsversuche informiert sind. Ich habe kein Bock auf Nachfragen. Und kein Bock auf billiges nicht wirklich gemeintes Mitleid.

Ich fange sonst schon die vierte Woche im Kurs Datenmanagement mit SQL an. Letzte Woche ging’s um relationaler Entwurf von Datenbank und Dekomposition. Es war schon ein sehr großes Stück auf einmal, ich musste viele Videos mehrmals schauen, bevor ich die Selbsttests machen konnte. Mal schauen, wie ich diese Woche bei der Hausaufgabe war. Wahrscheinlich nicht so gut wie bei den ersten zwei. Man hat eine Stunde Zeit, ich hatte bei der ersten Hausaufgabe nicht mal zehn Minuten gebraucht, bei der zweiten 23 Minuten. Gestern hat es viel länger gedauert.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Datenmanagement mit SQL

Anlass ist der gestrige Blog-Eintrag von Seelenschwingung. Dass es einfach online kostenlose IT-Grundkurse mit Tests und Zertifikat wusste ich nicht, eine tolle Initiative! Wie gut diese Zertifikate anerkannt sind, weiß ich allerdings nicht.

Der Kurs über Datenbanksystemen (genauer gesagt, „Datenmanagement mit SQL“) fängt heute an und dauert sechs Wochen. Ich habe mich schon gestern angemeldet, aber man kann später einsteigen, wenn man die Zeit hat, den verpassten Stoff zu bearbeiten. Der maximale Zeitaufwand pro Woche beträgt etwa 6 Stunden, es gibt Videos mit Unterricht, Selbsttests und eine Hausaufgabe, die jede Woche gemacht werden soll. Die Punkte für die Hausaufgaben zählen zur Hälfte für das Zertifikat, falls ihr spät einsteigt und trotzdem die Klausur am Ende perfekt schafft, könnt ihr das Zertifikat bekommen.

Also keine Angst, anderthalb Monaten in einem dunklen Zimmer zu sitzen und nur daran zu arbeiten, es ist so zeitlich geregelt, dass man mit einer Stunde abends gut klar kommt. Zu Hause bin ich sowieso die ganze Zeit, da ich nur noch Bewerbungen schreibe. Ach ja, diese Woche darf ich sogar einen wissenschaftlichen Vortrag für ein Vorstellungsgespräch am Donnerstag vorbereiten. Drückt mir die Daumen!

Zum Abschalten beim Mittagessen suche ich mir häufig irgendwelche Videos auf YouTube, wenn ich nicht mit Kolleginnen essen gehe. Dann kann ich die Zeit wunderbar für die Lernvideos benutzen. Der Nachteil, den ich sehe, ist dass der Kurs sehr theoretisch angelegt ist und keine Praxis vorsieht. Deswegen „Grundkurs“. Am Ende kann man behaupten, eine Ahnung vom Thema zu haben, aber man kann keine Erfahrung vorweisen.

Sonst habe ich heute meine Sportkleider angezogen und habe die Hoffnung, es bis zum Fitness-Studio bei mir um die Ecke zu schaffen. Mein ex-Chef hat mich letzte Woche gefragt, wie es mit dem Rücken und Training ging, und ich musste zugeben, dass ich sehr lange nicht mehr beim Studio war. Das Abo läuft trotzdem weiter. Und da meine Katze auf Diät ist, kann ich sie dadurch moralisch unterstützen – auch wenn ich denke, ihr ist es egal, sie braucht meine Unterstützung nicht, aus ihrer Sicht braucht sie gar kein Diät. Auf dem Plan für heute: 30mn leichtes Kardiotraining und eventuell ein bisschen Muskeltraining für Arme und Bauch. Die Sonne scheint und motiviert mich dazu. Ich will’s aber nicht übertreiben, da mein Ischias sich schnell wieder melden kann, selbst wenn es heute gut geht.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.