Eine gefälschte O2 Email?

Oder vielleicht nicht?

Lieber O2 Kunde,

uns fehlen wichtige Informationen. Bitte lesen Sie dazu die beigefügte pdf-Datei.

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Freundliche Grüße

Ihr O2 Team

Die Email ist von dsl-kundenservice@cc.o2online.de geschickt worden. Im Empfang steht „o2 DSL Auftrag: Postretoure (Kundennummer  DEXXXXXXXX)“ und die angegebene Kundennummer ist wirklich meine. Die Ansprache „Lieber O2 Kunde“ löst bei mir aber gleich den Spam-Virus-Phishing-Alarm aus. Und dann habe ich gemerkt, dass alle meine Rechnungen auch auf dieser Weise geschickt werden. Ich habe mich daran gewöhnt und nur bei dieser unüblichen und unerwarteten Email gemerkt, dass es bei O2 völlig unprofessionell gemacht wird. Diese neue Email und die Rechnungsemails haben den gleichen Ursprung: Received: from esifpa01 (unknown [10.242.13.62]) by mailgate03.hansenet.com, so steht’s im Quelltext der Email.

Wahrscheinlich geht’s um meinen DSL Vertrag. Ich habe ihn nicht gekündigt. Tomasz, mein Nachmieter (der auch mein Nachfolger bei der Arbeit ist und mir gegenüber im Büro sitzt) benutzt ihn und überweist mir die Rechnung jeden Monat. Der Vertrag läuft eh nur noch bis Juni. Seit einigen Wochen will O2 mich dazu bringen, meinen vermeintlich alten Router tauschen zu lassen. Was ist, wenn ich es mache, und sie es als Anlass sehen, meinen Vertrag zu verlängern? So läuft’s gut, meint Tomasz, es kann sicherlich bis Juni reichen. Dann schließt er seinen eigenen Vertrag ab.

Sicher ist sicher. Ich werde die PDF Datei im Anhang erst unter Ubuntu öffnen.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

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Das hat mir heute nicht gefallen

Und das schreibe ich hier nieder.

  • Bei unserem Donnerstag-Meeting habe ich gesehen, wie die Kaffeemaschine auf einmal die automatische Spülroutine vor dem Ausschalten gestartet hat, und drunter stand ausnahmsweise kein Glas, um die Flüßigkeit zu sammeln. Ich habe tatenlos von meinem Stuhl aus gesehen, wie das Wasser in den dafür vorgesehenen Behälter gefallen ist. Ok, nichts schlimmes. Aber man möchte die Kaffeemaschine doch nicht so häufig auseinander nehmen, um das Behälter zu leeren. Daher das Glas, das heute fehlte.
  • Unsere IT-Kollegin hatte heute angekündigt, um 15:00 unsere ganze Software-Installation zu einem anderen Server umzuziehen. Ab dann konnte man also voraussichtlich nicht mehr mit den Programmen arbeiten. Ich war nicht begeistert zu merken, dass sie schon eine Viertelstunde vor der angegebenen Zeit mit dem Umzug angefangen hatte, wo ich doch dachte, bis 15:00 Zeit für meine Arbeit zu haben.
  • Ich bin kein bisschen weiter in meinem Vortrag für nächste Woche gekommen. Winfried wollte die Präsentation spätestens morgen sehen. Ich muss heute Abend zu Hause dran sitzen.
  • Auf dem Weg zur S-Bahn habe ich einen Fahrradfahrer übersehen. Ich war mit Kate. Wir haben gewartet, dass ein Auto von links an der kaum befahrenen Kreuzung abbiegt, und den Fahrer hinter dem Auto gar nicht bemerkt. Vielleicht war er gerade vom Rand meiner Brille versteckt gewesen. Kate war rechts von mir und hat anscheinend auch nichts gesehen. Ich bin nach dem Auto über die Straße gegangen und habe dann ein Gebrüll von links wahrgenommen. Eigentlich war der Fahrradfahrer am Anfang doch nicht so nah gewesen. Er hatte wohl gemerkt, dass wir ihn übersehen haben. Außerdem war er bei dem schwer bewölkten Himmel und mit seiner grauen Kleidungsauswahl selbst beim genaueren Betrachten schwer vom Asphalt zu differenzieren. Statt Maßnahmen zu ergreifen, um uns zu vermeiden (ein wenig bremsen hätte schon gereicht) hat er sich lieber aufgeregt. Er war mehr damit beschäftigt, seine perfekte Kurve auf hohem Tempo hinzukriegen als vorsichtig zu fahren. Alle andere Verkehrsteilnehmer sollen bitte schön zur Seite springen, wenn er vorbei fährt. Das Verhalten hat mich so genervt, dass wir einfach weiter gegangen sind. Den Ausweichbogen musste er doch machen.
  • In der Bahn habe ich eine Nachricht von O2 bekommen. Mein maximales Datenvolumen ist erreicht, ab jetzt habe ich für die kommenden 20 Tagen nur noch maximal 1% der maximal mögliche Geschwindigkeit für Datentransfer. Gut, dass ich zu Hause und bei der Arbeit auf WLAN zugreifen kann.

Aber um sich gut zu fühlen, sollte man in einem Tagebuch eher über gute Erlebnisse schreiben. Das habe ich in 59 seconds gelernt.

  • Heute Morgen auf dem Weg zur Bahn habe ich mir ein leckeres Croissant geholt. Wir haben ja die beste Bäckerei Berlins quasi um die Ecke.
  • Dank meiner IT-Kollegin bin ich früher als sonst zu Hause angekommen und es war noch hell. In meinem Stadtteil konnte man sogar die Sonne sehen.
  • In der Bahn habe ich eine weitere Vorlesung vom aktuellen openHPI-Kurs über Automatic visual software analytics hören können. Daher die Nachricht von O2, nehme ich an. Ich werde in Zukunft auf dem PC die Vorlesungen hören. Ein spannendes Thema. Der Kurs hat erst diese Woche angefangen und ich hoffe, ich kann bis zum Schluss mitmachen. Bei vorherigen Kurse hatte meine freie Zeit nicht immer gereicht. Nächste Woche bin ich schon wieder für eine Tagung unterwegs.
  • Zu Hause angekommen, habe ich gesehen, dass Martin heute das Spülbecken und die Spülmaschine in der Küche ans Wasserrohr angeschlossen hat. Endlich frei vom Geschirr spülen! Obwohl, ehrlich gesagt, das macht er jetzt selber, seitdem er arbeitslos ist. Er macht sogar das Staubsaugen, kümmert sich um die Wäsche und versorgt/verwöhnt die Katze nebenbei. Ich weiß nicht, ob ich mich freuen soll, wenn er wieder arbeitet. 😛


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Mein Router zickt

Seit einiger Zeit geschehen seltsame Ereignisse mit meinem Router. Die Sache vom letzten Monat mit dem voreingestellten Schlüssel sehe ich noch ein. Es gab sogar einen Hinweis auf der Webseite von O2, die ich wie immer zu spät besucht habe, weil ich das Problem schon selber gelöst hatte.

Letzte Woche ist es mir passiert, dass ich plötzlich keine Internetverbindung mehr hatte. Am Router leuchteten doch die LEDs ganz normal. Ich habe zur Sicherheit einen Filter für MAC-Adressen eingerichtet, und das Passwort für die Konfiguration von Router geändert. Über Firefox. Irgendwie habe ich den Verdacht, dass es mit diesem Browser nicht so gut funktioniert, weil ich keine Bestätigung über die Änderung vom Passwort bekommen habe. Statt dessen kamen jedes Mal erneut die blanken Felder für die Passwortänderung.

Gestern hatte ich bei einer Google-Suche eine merkwürdige Nachricht, die ich sonst nie gesehen hatte.

Our systems have detected unusual traffic from your computer network. This page checks to see if it’s really you sending the requests, and not a robot.

Ich hatte nur mein Handy als zusätzliches Gerät. Ausgeschaltet. PC wieder hochgefahren: Google weigerte sich immer noch, Suchanfragen durchzuführen. Festplatte mit Virenscanner geprüft: Nichts gefunden. Was am Ende geholfen hat, war, den Cache vom Browser zu löschen. Trotzdem seltsam. Ich habe die Nacht bei Martin verbracht und zur Sicherheit den Router ausgeschaltet, bevor ich zu ihm gefahren bin.

Heute Morgen war ich wieder in meiner Wohnung. Rechner hochgefahren, einige Sachen erledigt, und plötzlich wieder kein Internet. Obwohl die LEDs ganz normal blinkten, was laut Handbuch bedeutet, dass Datentransfer statt fand. Ich habe die Übersicht der Netzwerke geöffnet und ganz überrascht festgestellt, dass es neben meinem „O2-WLAN99“ einen neuen „O2-WLAN99 2“ gab, mit dem gleichen SSID. Den habe ich definitiv nicht selber eingerichtet. Ich habe mir einen sehr langen Netzwerkkabel besorgt und versucht, eine direkte Verbindung vom Router zum Rechner herzustellen, was fehlgeschlagen ist. Mit dem Kabel durfte ich nicht mit dem Router sprechen. Das kann doch nicht sein…Was ich am Ende gemacht habe: Mit dem Reset-Knopf die Routereinstellungen zurück gesetzt, über WLAN einen sehr komplizierten neuen Schlüssel eingestellt, dann den Kabel zum PC eingesteckt, und Wunder, ich konnte diesmal über LAN eine Internetverbindung aufbauen. WLAN habe ich erstmal komplett ausgeschaltet.


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Freitag

Heute war ich wieder bei der Arbeit. Ich musste sogar ganz früh dort sein, da ich einen Termin hatte. Schwierig, nach dem ich gestern Abend so spät ins Bett gegangen bin.

Ich hatte es nicht vor gehabt. Ich war gerade dabei, einige Dateien hochzuladen, als ich plötzlich keine Internetverbindung mehr hatte. Auf das Symbol für Drahtlosnetzwerkverbindungen geklickt und versucht, mich wieder zu verbinden: Fehlgeschlagen. Router genauer angeschaut: Er sah zuerst ganz brav aus. Ich habe im Adressfeld des Browsers o2.box eingegeben, um das Konfigurationsprogramm vom Router zu starten. Da war eine neue Meldung rechts, die sagte, ich hätte den voreingestellten WLAN-Schlüssel nicht geändert, was ein Sicherheitsproblem wäre. Wahrscheinlich deswegen meinte die Box, ohne Vorwarnung plötzlich zu streiken und mir keine Internet-Verbindung mehr zu liefern. Ich habe unter Firefox versucht, einen neuen Schlüssel im Konfigurationsprogramm zu setzen: Die LED für Internet an der Box wurde rot, was bedeutet, dass meine Zugangsdaten falsch sind. Es hat eine Stunde gedauert, bis ich den Schlüssel erfolgreich ändern konnte. Die Hilfe war dabei nicht sehr hilfreich, da nicht klar beschrieben wurde, in welcher Reihenfolge wie was gemacht werden sollte. Hier also zusammengefasst:

  1. Im Internet Explorer mit o2.box das Konfigurationsprogramm der Box gestartet.
  2. Bei leuchtender WLAN-LED den Taster „WLAN/WPS“ an der hinteren Seite der Box mindestens fünf Sekunden lang gedrückt.
  3. Im Konfigurationsprogramm unter „Internet“ war eine Eingabemaske für den neuen Schlüssel, den ich angegeben habe. Wahrscheinlich habe ich noch auf „Verbinden“ geklickt.
  4. Nochmal den WLAN-/WPS-Taster kurz gedrückt.
  5. Auf das Symbol für Drahtlosnetzwerkverbindungen geklickt und erneut mit dem Router verbunden, unter Angabe des neuen Schlüssels.

Und das war’s, wenn ich im Nachhinein nichts vergessen habe. Ich habe allerdings nicht gefunden, wie ich den WLAN-Schlüssel der Box in meinem Handy (Nokia C5) ändern kann, das heißt, ich kann mein Festnetz-WLAN erstmal nicht mehr aufs Handy zu Hause benutzen, um das mobile Datenvolumen zu verringern. Heute Abend nach dem Hochfahren vom PC war ich vom Router getrennt und musste wieder Punkt 5 ausführen. Aber eine gute Nachricht: Nach monatelanger Störung funktioniert meine Telefonverbindung plötzlich wieder, ohne dass ich mich darum gekümmert habe. Ich vermute, dass O2 versucht hat, mich zu erreichen (zwecks Werbung, was sonst), und festgestellt, dass ich nicht anrufbar bin. Martin hat mich letzte Woche zu meiner Überraschung von seinem Festnetz aus angerufen, und mit meinem Handy geht’s auch. Ich habe sogar mit meiner Mami telefonieren können.

Apropos Martin. Seit gestern Abend nach unseren gute-Nacht-Nachrichten habe ich gar nichts mehr vom ihm gehört. Er ist bestimmt bei seiner Wandertour zu sehr beschäftigt. Oder er hatte einen Unfall. Oder David ist dabei, hat ihm von unserer Beziehung vor fünfzehn Jahren erzählt, und jetzt schmollt er. Oder er hatte was heute Nacht mit Floriane, seiner ehemaligen und sehr ledigen Kollegin, bei der er gerade übernachtet hat, und traut sich nicht mehr, sich zu melden. Keine Panik. Vielleicht hat er einfach gerade kein Netz.

Um 16:00 habe ich Feierabend gemacht. Ich bin mit dem Fahrrad nach Hause gefahren. Zwei Straßen von meiner Wohnung entfernt, als ich gerade gebremst hatte, um Kinder nicht zu überfahren, die direkt vor mir über die Straße gelaufen sind, fing plötzlich ein heftiger Schauerregen an. Ich bin durchnäßt in die Wohnung angekommen und habe mich zuerst ausziehen müssen. Pfff. Gestern bin ich auch unter Regen gefahren, da ich entschieden habe, von Tegel aus wieder nach Hause zu fahren. Insgesamt 36km, ich habe mich ab dem Aquarium verfahren. Nach Schöneweide habe ich mich müde gefühlt und kurz danach einen Krampf im linken Fuß gespürt. Und heute Morgen wog ich 300g mehr als gestern.

Ein leichter Kopfschmerz droht, da ein der Kinder im Hause (es sind zwei, noch im Kinderwagenalter) gerade auf die tolle Idee kam, Flöte im Treppenhaus zu spielen. Allerdings schlecht und nur ein Ton, der gar nicht klar gespielt wurde. Ich dachte, es geht schnell vorbei, bis es zu seiner Wohnung ankommt, aber anscheinend fühlte es sich gerade auf meiner Etage wohl. Nach leichtem Klopfen an die Wohnungstür (ich wollte mich nicht dafür wieder anziehen) meinte eine erwachsene weibliche Stimme direkt dahinter etwas wie „Ups“, und kurz danach hörte das nervige Pfeifen auf.


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O2 Freischalttermin

Lange habe ich darauf gewartet. Gestern war es soweit.

Den Termin hatte ich mir lange notiert. Vor einem Monat habe ich eine Email mit einer Erinnerung bekommen. Am Sonntagabend haben wir die neue Box angeschlossen. Die Verbindung zum Router konnte problemlos mit der mitgelieferten CD erstellt werden. Danach hieß es, abwarten, bis die Freischaltung erfolgt. Gestern Abend haben wir dann festgestellt, dass es immer noch keine Internetverbindung gab. Mir war schon klar, dass ich irgendwo meine Zugangsdaten eingeben musste. Laut der begleitenden Kurzanweisung konnte ich das von meinem Browser aus unter der Adresse o2.box machen. Firefox gestartet, Adresse eingetippt, und da erschien das Konfigurationsprogramm der Box. So weit, so gut. Im Menüpunkt „Internet“ stand:

Um eine Internetverbindung aufzubauen, benötigen Sie Ihre o2-Zugangsdaten. Diese wurden Ihnen mit der Auftragsbestätigung mitgeteilt.

Da ich eine lokale Kopie meiner Emails auf dem Rechner habe, konnte ich diese aus der PDF-Datei kopieren, Benutzername und Passwort. Beim Speichern sah es komisch aus. Eine Internetverbindung konnte immer noch nicht erstellt werden. Martin meinte, wir sollten noch warten. In der Email zur Freischaltung stand, dass die Einrichtung bis maximal 90 Minuten nach Ende des Termins (18:00) erfolgen würde, und es war schon 21:00. Ich habe beschlossen, heute zum O2-Shop zu gehen.

Dort waren wir in der Mittagspause. Martin hätte nicht mitkommen müssen, aber er hatte sich spontan angeboten. Um mir, bei unseren Fahrrädern angekommen, mitzuteilen, dass es vielleicht keine gute Idee wäre und ich doch die Hotline anrufen sollte. Das ist etwas, was mich nervt, wenn er sich ständig kurzfristig umentscheidet. Ich habe ihm gesagt, er könnte gerne bei der Arbeit bleiben und mit den Kollegen essen gehen, ich würde alleine zum Shop fahren. Er ist mitgekommen. Der Händler hat mir dort die Nummer der Hotline in die Hände gedrückt (08005251378). Es war klar. Ich habe es nur lieber, wenn ich mit Personen vor mir rede, bevor ich irgendeine Hotline anrufe.

Heute Abend war ich alleine, da Martin mit einem Freund verabredet war. Ich habe die Hotline angerufen. Das Stimmenband meinte, ich sollte die 1 drücken, falls ich einen Ausfall melden möchte, sonst die 2 für andere Fälle, die ich nicht verstanden habe. Ich habe die 1 gedrückt. Ich wurde aufgefordert, meine Telefonnummer einzutippen. Moment mal, in der PDF-Datei nachschauen… 030, wie ging’s weiter? Nach drei Sekunden ohne neues Eintippen, als ich noch beim Nachlesen der Telefonnummer war, sagte die Stimme, die angegebene Nummer wäre nicht gültig. Ich habe aufgelegt und wieder angefangen. Als es mir gelang, meine Telefonnummer anzugeben, kam ein Tonband mit Musik, mit der Ankündigung, die voraussichtliche Wartezeit würde 10 Minuten betragen. Ich glaube, dass sagen sie immer, egal um welche Uhrzeit angerufen wird. Ich habe das Handy am Rechner angeschlossen, um die Batterie zu laden, habe den Lautsprecher aktiviert und mich gleich für die verdoppelte Zeit eingestellt. Ich hatte recht: Es hat 20 Minuten gedauert, bis ein Mann sich meldete. Von der ununterbrochenen Musik habe ich Kopfschmerze bekommen. Schrill, mit zwischendurch Schießgeräuschen wie in den Computerspielen von den ’80, furchtbar.

Anscheinend hatte der Mann von der Hotline, geschätzt über 50 Jahre alt, große Schwierigkeiten, mich zu hören. Ich musste die ganze Zeit am Telefon schreien. Ich habe ihm den Zustand der Box beschrieben. Er meinte, ich sollte Internet Explorer öffnen. Er meinte ausdrücklich, auf gar keinen Fall Firefox oder Chrome benutzen, es würde sonst nicht funktionieren. Das kam mir komisch vor, aber gut. Ich habe Internet Explorer im Startmenü gesucht und gestartet. Der Mann sagte, der Browser würde nun versuchen, eine Verbindung aufzubauen, und wenn eine Fehlermeldung kommen würde, sollte ich mich melden. Es hat lange gedauert. Als die Fehlermeldung da war, meinte er, ich sollte den Eingabefeld für die Adresse leeren und statt dessen 192.127.1.1 eingeben. Aha… Ich habe mir Bemerkungen gespart. Er konnte mich sowieso schlecht hören. Das Konfigurationsprogramm von der Box erschien, genau wie am Tag davor mit Firefox, als ich meine Zugangsdaten angeben wollte. Mit einem Unterschied: Der Mann sagte, ich sollte kein Passwort angeben. Und plötzlich hatte ich eine Internetverbindung. Was für ein Blödsinn.

Erleichtert, wollte ich gleich nach dem Gespräch Martin anrufen. Mit meinem Festnetz-Telefon. Der funktioniert aber noch nicht. Stimmt. Ich meine, seitdem ich O2 beauftragt hatte, meinen Anschluss von der deutschen Telekom zu übernehmen, hat mein Telefon aufgehört, richtig zu funktionieren. Es gab ja schon das Problem mit der verschwundenen Internetverbindung, als die deutsche Telekom in Kenntnis gesetzt wurde, dass ich mir einen anderen Anbieter ausgesucht hatte. Um das Festnetz-Telefon habe ich mich nie gekümmert. Ich konnte von zu Hause aus anrufen, Martin konnte mich von seinem Festnetz aus anrufen, aber von meinem Handy aus heißt es immer, „Der gewünschte Gesprächspartner ist zur Zeit nicht erreichbar“. Jetzt kann ich nicht mal von zu Hause aus anrufen. Die Hotline erneut zu kontaktieren war mir zu aufwendig. Ich habe das Handy benutzt. Auch bei O2. Zwei mal habe ich Martin angerufen. Jedes Mal haben wir einige Wörter ausgetauscht, vielleicht 10 Sekunden lang, bis ich plötzlich nichts mehr hörte, gefolgt von einem Störungsdreiton und einer Anzeige wegen Verbindungsfehler am Display. Boah das nervt. Ich weiß nicht, wie häufig es in letzter Zeit passiert ist. So häufig hänge ich nicht am Telefon. Früher kannte ich das Problem gar nicht. Erst seitdem ich den neuen Vertrag fürs Handy gemacht habe, häufen sich diese Verbindungsprobleme. Egal, wen ich anrufe: Mei, die auch bei O2 ist, meine Mutter in Frankreich, oder Martin… Aber am Handy kann es nicht liegen, sonst hätte ich nicht gerade über 25 Minuten mit der Hotline telefonieren können (vier Fünftel davon wartend).


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Telefonwerbung

Vor einem Monat habe ich auf dem Handy einen Anruf von 034133173063 bekommen, eine mir völlig unbekannte Nummer. Ich war überrascht, da sehr wenige Leute meine Nummer kennen, bin aber dran gegangen. Am Telefon war eine Frau, die sich als O2 Mitarbeiterin identifiziert hat. Da ich in dem Moment mein Büro verlassen musste, um zu einem Meeting zu gehen, habe ich ihr gesagt, ich hätte gerade keine Zeit. Ich wollte aber wissen, worum es ging. Anrufe von O2 bekomme ich sonst nie.

Nachdem sie mir zwecks Identifizierung meinen vollen Namen, sogar mit mittlerem Vornamen, nannte, sagte sie, ich hätte ja zugesagt, über Angebote von O2 und Partner informiert zu werden. Das mit dem „Partner“ kam mir merkwürdig vor. Ich kann mich nicht daran erinnern, O2 die Erlaubnis erteilt zu haben, meine Telefonnummer an Dritte weiter zu geben. Die Frau meinte, sie hätte ein tolles Angebot für eine Versicherung. Ich habe ihr gesagt, da ich gleich weg musste, könnte sie mir eher eine Email schicken, da ich meine Adresse bei meinem neuen Vertrag angegeben hatte, mit dem Hintergedanke, die Email meinem Junk-Filter hinzuzufügen und meine privaten Einstellungen bei O2 sofort zu ändern. Gleichzeitig habe ich mich gefragt, seit wann O2 mit Versicherungen zu tun hat. Die Frau hat geantwortet, es wäre ein Angebot, das nur heute und nur übers Telefon gehen würde. Ich habe wiederholt, dass ich gerade keine Zeit hatte, und habe das Gespräch beendet. Die Nummer habe ich mit „O2 Werbung“ in meinem Telefonbuch gespeichert und ich bin zum Meeting gegangen. Es hat so lange gedauert, dass ich das Telefongespräch gleich wieder vergessen habe.

Am nächsten Tag habe ich Anrufe von der gleichen Telefonnummer bekommen, die ich einfach ignoriert habe. Ich habe nach der Nummer gegoogelt und fand heraus, dass es sich gar nicht um eine Nummer von O2 handelte. Nach einem Vorschlag im O2 Forum habe ich meine Einstellungen für die Nutzung meiner persönlichen Daten geprüft und gesehen, dass drin tatsächlich stand, dass O2 meine Daten weiter geben darf. „Das ändere ich jetzt“, dachte ich. Ging aber nicht. Jedes Mal, wenn ich auf „Jetzt ändern“ geklickt habe, ist nichts passiert. Genau das Problem hatte ich, als ich meine neue private Adresse nach meinem Umzug angeben wollte. Ich habe gedacht, ich müsste zurück zum O2-Shop gehen, und habe es natürlich wieder vergessen. Die Nummer hat eine Zeit lang nicht mehr angerufen.

Ende März ging’s wieder los. Anscheinend wurden nicht genug Versicherungen verkauft und die Leute in Leipzig haben angefangen, mich mehrmals am Tag anzurufen. Am Montag ab 10:30, Dienstag ab 09:30, Mittwoch ab 08:30, als ob verzweifelt getestet wurde, um wie viel Uhr ich endlich dran gehen würde. Ich habe gleich wieder versucht, vom Büro aus meine Einstellungen zu ändern, ohne Erfolg. Bis ich eine geniale Idee bekommen habe: Den Browser zu wechseln. Ich arbeite immer mit Firefox, aber auf meiner Maschine habe ich auch Opera installiert, was ich nie benutze. Gedacht, probiert, und Wunder, auf einmal ging’s. Die Anrufe haben noch ein paar Tage gedauert und vor zwei Wochen aufgehört. Hoffentlich endgültig.


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Erleichtert

Da ich von der Deutschen Telekom seit letzter Woche nichts gehört habe, bin ich heute Morgen zum Shop gegangen. Als ich dran war, war nur die Frau Becher verfügbar. Ich habe mir kurz überlegt, ob ich nicht tun sollte, als ob ich mir nur Handys anschauen würde und die Leute hinter mir vor lassen, damit ich einen anderen Berater bekomme, aber ich wollte nicht zu lange im Shop bleiben. Ich habe ihr den Brief mit dem Umschalttermin für den anderen Anbieter in zwei Jahren gezeigt, und habe gesagt, ich würde es nicht verstehen, da mein Vertrag nur bis Juni läuft. Ich habe mich gefragt, was sie mir diesmal als Vorwürfe am Kopf werfen würde, aber es kam nichts. Sie hat lediglich auf ihrem Rechner nachgeprüft und gesagt, der Fall wäre schon seit letzter Woche in Bearbeitung, und es wäre ein Fehler gewesen, natürlich ginge die Umschaltung ab dem 15.06.2014. Ich bräuchte nur noch auf die schriftliche Bestätigung zu warten, die in Kürze ankommen sollte, um O2 Bescheid zu sagen. Der gelangweilte Berater von O2 meinte, es wäre kein Problem, der Vertrag würde dann direkt anfangen. Nicht in zwei Jahren. Es würde also genau so laufen wie ursprünglich geplant. Blöde Telekom, so viel Stress umsonst.

Als ich nach meinem Besuch bei der Telekom im O2-Shop wartete, habe ich einen anderen Fall mitbekommen, der sich schlimm anhörte. Ein Paar stand vor mir und diskutierte mit dem Berater, der heute ausnahmsweise gut drauf war. Vielleicht fand er einfach die Geschichte lustig. Das Paar auf jeden Fall nicht. Jemand hätte vor einigen Tagen ihrer Tochter ein Smartphone geschenkt, mit dem Hinweis, dass sie damit Internet benutzen könnte. Seitdem würde es die Tochter die ganze Zeit benutzen. Es fiel den Eltern aber noch ein, dass der Handy-Vertrag der Tochter keine Internet-Benutzung enthielt – genau wie mein alter Genion-Vertrag. Sie standen also völlig entsetzt da und erklärten dem Berater das Problem. Laut ihrer eigenen Schätzung würde die Rechnung bestimmt um die 150€ sein, was schon eine beeindruckende Summe ist. Der Berater, dem es anscheinend Spaß machte, dem Paar Angst einzujagen, meinte, wenn die Tochter tatsächlich die ganze Zeit Internet benutzt hätte, könnte die Rechnung (Taschenrechner geholt)  bis zu 650€ für die fünf Tage steigen. Aus welchem Grund auch immer, konnte er den genauen Betrag der aktuellen Rechnung nicht prüfen. Die Frau war von der Summe völlig schockiert. Damit hatte es der Berater leicht, denen einen neuen Vertrag mit Internet-Benutzung zum Unterschreiben zu geben. Mit der unpassenden Bemerkung, dass das Paar eh bestimmt mehr Geld als er armer Berater verdienen würde und sich die einmalige hohe Rechnung leisten könnte. Ich meine, er kriegt, was er verdient. Mir würde es stinken, einen Mitarbeiter mit einer solchen arroganter Art zu bezahlen. Danach meinte er, wenn der Betrag tatsächlich so hoch wäre, sollten sie zu ihm zurück kommen, er könnte bestimmt die Rechnung senken lassen.


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O2 – Fortsetzung

Oder Geschichte einer Verarschung. Es soll als Warnung für andere potentiellen Kunden dienen. Gerade aus dem Sport nach einer harten Arbeitswoche, habe ich einen Brief von O2 in meinem Briefkasten entdeckt. Ich glaube, ich kriege die Krise.

Zusammenfassung: Vor drei Wochen hatte ich mich darüber informiert, ob es ginge, dass O2 meinen bis Mitte Juni 2014 bestehenden Vertrag mit der Deutschen Telekom übernimmt. Da die Konditionen in Ordnung waren, haben wir auch einen Vertrag abgeschlossen. Am 08.11.2013 kam eine SMS von O2 an, in der stand:

wir freuen uns, Ihnen mitzuteilen, dass Sie ab dem 17.09.2013 Ihr Produkt nutzen können.

Schon komisch, da das Datum vorbei war und dem Datum des Telekom-Umzuges entsprach. Am 12.11.2013 erhielt ich einen Brief der Deutschen Telekom vom 08.11.2013, in dem meinen Entschluss, den Anschluss zu kündigen, bedauert wird, wobei gleichzeitig die Information steht, dass der Anschluss erst am 17.09.2015 zum neuen Anbieter umgestellt wird. Was für mich nicht nachvollziehbar ist, da mein Vertrag bis zum 15.06.2014 läuft, ich habe es eben noch im Kundencenter geprüft. Am 10.11. hatte ich auch ohne Vorwarnung gar keine Verbindung mehr zu Hause; dafür eine Aufforderung von O2, die Nummer 0800-5251378 anzurufen, um zu der Störung einen Technikertermin zu vereinbaren. Am 13.11.2013 kam eine neue SMS von O2 an, mit dem selben Inhalt wie am Montag, abgesehen von einem Detail:

wir freuen uns, Ihnen mitzuteilen, dass Sie ab dem 17.09.2015 Ihr Produkt nutzen können.

Was soll der Quatsch? Heißt das, dass ich jetzt einen Vertrag abgeschlossen habe, um erst in zwei Jahren eine Leistung zu bekommen, wenn mein Arbeitsvertrag auslaufen wird und ich sehr wahrscheinlich wieder umziehen muss? So ist es für mich nicht akzeptabel. Laut dem uninteressiert wirkenden Berater im O2-Shop soll es tatsächlich der Fall sein, der letzte Brief wäre rechtswirksam. Obwohl er im gleichen Gespräch meinte, wenn mein Telekom-Vertrag bis Mitte Juni läuft, müsste ich erst ab dem Zeitpunkt bei O2 Kundin werden (da ich einen möglichen Widerruf erwähnte, hatte er sich danach ein bisschen mehr Mühe gegeben, freundlicher zu wirken). Über den Widerrufsrecht bin ich im O2-Shop beim Abschließen des Vertrages gar nicht informiert worden. In dem Vertrag steht auch nichts darüber, so häufig ich drin blättere, es gibt nur Informationen über Laufzeit und Kündigung. Für beide Freischaltungstermine habe ich einen schriftlichen Brief von O2 bekommen, auch ohne Hinweis auf ein mögliches Widerrufen. Ich habe gegoogelt und an verschiedenen Stellen, so wie hier, die Information gefunden, dass man innerhalb von zwei Wochen einen Vertrag widerrufen darf. Es war letzte Woche noch nicht vorbei mit der Frist, ganz davon zu schweigen, dass ich über Widerrufsrecht nicht informiert wurde. Ich habe noch vom 15.11.2013 einen Beleg der Post für die Zusendung meines Widerrufs bekommen, genau 14 Tage nach Abschließen des Vertrages. Der Rückschein war vom 18.11.2013 datiert, aber was zählt ist das Sendedatum. Die täglichen SMS zur Aufforderung von einer Terminfindung mit einem Techniker haben auf jeden Fall aufgehört. Aber es kann sein, wie ich gerade sehe, dass ich doch nicht den Vertrag widerrufen kann, weil ich von mir aus zum O2-Shop gegangen bin, selbst wenn ich ursprünglich einen anderen Grund für den Besuch hatte. Im heutigen Brief:

wir haben Ihren Wunsch zur Kündigung erhalten und bedauern Ihre Entscheidung sehr.

Aufgrund der bestehenden Mindestlaufzeit Ihres Vertrages werden wir die Kündigung nach dem 17.09.2015 zum nächstmöglichen Termin ausführen.

So wie es aussieht, habe ich einen Vertrag mit O2 für zwei Jahren ab dem 17.09.2015 an der Backe. Ob es immer noch so stimmt, wenn sich herausstellt, dass die Deutsche Telekom Unrecht bei der Umschaltung des Anschlusses hat? Wenn mein Vertrag bis Mitte Juni läuft, sehe ich nicht, warum die Umschaltung so lange dauern müsste. Die Beraterin beim Telekom-Shop war auch dieser Meinung und wollte es prüfen lassen. Ich werde mich morgen erneut darüber erkundigen.

Als Fazit der Geschichte: Nie, nie, nie, unter keinen Umständen einen zweiten Anbieter zur Übernahme eines bestehenden Vertrages beauftragen. Am besten: Selber den Vertrag kündigen, dann den neuen Anbieter einschalten. Wenn überhaupt.


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Stress

Morgen früh fängt unser Praktikum an. Ich habe häufig in meinem letzten Job Lehrveranstaltungen betreut. Warum bin ich auf einmal so nervös? Es ist nicht, als ob ich alleine da stehen würde, selbst wenn ich die Verantwortliche für unseren Teil vom Kurs bin. Winfried hat mir versprochen, mir Unterstützung zu geben und bei den Datenauswertungen mit den Studenten dabei zu sein. Ich habe letzte Woche noch geprüft, was ich den Studenten an den Geräten erklären muss und habe gesehen, dass ich die dafür vorgesehenen zwei Stunden gut füllen kann. Ich fühle mich doch irgendwie gar nicht gut vorbereitet. Eine Powerpoint-Präsentation für eine Vorlesung am Mittwoch muss noch fertig werden. Das schaffe ich heute. Den Stoff habe ich schon früher vorgetragen, nur die benutzte Software ändert sich, und die kenne ich jetzt gut. Ich habe für den praktischen Teil selber mit alten Datensätzen gespielt und die Skripte mehrmals durchgelesen. Die habe ich korrigiert und allen Studenten per Email geschickt, zusammen mit praktischen Hinweisen zum Kurs. Bis auf einen Teilnehmer, der auf dem Zettel am Freitag seine Email-Adresse falsch geschrieben hat. Es sind nur neun Teilnehmer. Ich habe sie schon letzte Woche bei den Vorlesungen kennen gelernt. Und ich mag kleine Gruppen, es viel angenehmer, um zu arbeiten. Trotzdem bin ich gestresst.

Ich brauche Ausgleich. Ich bin seit einer Woche nicht mehr zum Fitness-Studio gegangen. Zu viel zu tun. Ich musste ein paar mal früher als sonst aufstehen und wollte am Abend vorher nicht spät nach der Arbeit Sport machen, weil ich sonst häufig gegen 21:00 nach Hause komme. Als ich letzte Woche früh aufgestanden bin, um mit S- und U-Bahn zur Uni zu fahren, wollte ich meine ganzen Sport-Sachen nicht mitnehmen, es wäre mir zu umständlich gewesen. Und es gab noch den Stress mit meiner Internet-Verbindung. Von Martin ganz zu schweigen. Ich war bei der Deutschen Telekom und habe gefragt, warum ich zu Hause keine Leistung mehr hatte. Antwort: „Eine größere Störung in dem ganzen Gebiet“. Es hätte damit nichts zu tun, dass ich den Anbieter wechseln wollte. Dabei hatte ich von O2 seit Mittwoch mehrmals SMS bekommen, um für die aktuelle Störung einen Termin zu vereinbaren. Obwohl ich laut noch laufendem Vertrag bei der Telekom erst ab Juni zu O2 wechseln sollte, und O2 mir den Umschalttermin in zwei Jahren angekündigt hatte. Beim O2-Shop war ein junger Mann, der den Eindruck gab, sich für mein Problem gar nicht zu interessieren und gar nicht versuchen wollte, den ganzen Informationschaos durchzuforschen. Ich habe als Folge dessen vorsichtshalber den Vertrag bei O2 noch fristgemäß widerrufen. Ich will jetzt definitiv keinen Vertrag für in zwei Jahren abschließen, gerade wenn mein Arbeitsvertrag ausgelaufen ist und ich wahrscheinlich wieder umziehen muss. Mein Kündigungstermin bei der Telekom wird auf jeden Fall geprüft. Die Frau im Shop, die diesmal nicht die Frau Becher war und sich viel netter verhalten hatte, meinte, es wäre nicht normal. Seit gestern habe ich wieder Internet. Telefonieren kann ich auch. Ich habe nur gemerkt, dass ich nicht angerufen werden kann. Vom Handy aus bekomme ich die Nachricht, „Der gewünschte Gesprächspartner ist zur Zeit nicht erreichbar“. Dabei stehe ich neben meinem Festnetz-Telefon und er sieht ganz brav wie immer aus. Und gestern hat mich ein Telekom-Techniker anrufen können. Sehr merkwürdig.

Heute will ich zum Sport. Ich könnte auf dem Hin- oder Rückweg zum Fitness-Studio in meinem Büro auf dem Laptop PuTTY installieren. Mir ist gestern Abend beim Einschlafen eingefallen, dass ich morgen nach der ersten Vorlesung meines Chefs eine kurze Einführung in Linux und vi geben soll, und dafür nur meinen Windows 7 Laptop zur Verfügung habe. Ich will keine Vorlesung halten, sondern nur am Beamer zeigen, wie man arbeitet. Es soll schnell gehen. Die Studenten kriegen Zettel mit den wichtigsten Befehlen, die ich noch ausdrucken muss, stimmt. Das heißt, ich muss schauen, wie ich in dem Raum eine Internet-Verbindung bekommen kann, um mit remote desktop an meinem eigenen Rechner im Büro Sachen vorzuführen. Ich muss daran denken, wie mein Chef es mir empfohlen hatte, den Pförtnern meine Handy-Nummer zu geben, falls Studenten verspätet ankommen, um sie selber abzuholen. Ich sollte auch eine Beschilderung vorbereiten (kein großer Aufwand, nur A4-Blätter für den Haupteingang und vor der Treppe). Aber das kann ich mir vielleicht sparen, oder einen anderen Kollegen damit beauftragen. Oh, und ich sollte diese Woche zwischendurch Zeit finden, um aus gegebenem Anlass einen Kuchen zu backen. Es wird anscheinend erwartet. Das heißt, dass ich an dem Tag kein Fahrrad fahren kann, sonst sieht der Kuchen danach nicht so appetitlich aus. Ich werde wahrscheinlich etwas einfaches wie eine Schokoladetorte vorbereiten.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Ein beschissener Tag

Heute bin ich sehr früh aufgestanden, weil ich mir eine Vorlesung an der Uni anhören wollte. Wir haben nächste Woche ein Praktikum, und ich habe gedacht, es wäre nicht schlecht zu erfahren, was die Studenten vorher von den Kollegen erzählt bekommen. Außerdem richtet sich die Veranstaltung an Biologen, und ich hatte gehofft, dadurch nützliche Informationen für mich zu bekommen. Ich hätte es mir sparen können. Der Stoff ist genau das, was ich an meiner früheren Uni für die Materialwissenschaftler unterrichtet hatte, mit dem Unterschied, dass es jetzt für die Biologen weniger Formeln gab. Ich hatte sogar teilweise die gleichen Abbildungen in meinen Präsentationen benutzt. Mein Besserwissergen, den ich normalerweise im Zaun halte, hat mich nicht in Ruhe gelassen, und ich musste während der Pause dem vorlesenden Professor einen grundsätzlichen Fehler in seiner Präsentation erklären. Wobei ich denke, dass die Studenten es gar nicht gemerkt haben. Den Punkt hat er trotzdem am Ende wieder angesprochen und korrigiert. Ich bin beeindruckt, selbst wenn ich mit Takt vorgegangen bin, dass er nicht gereizt reagiert hat.

Martin war heute Morgen auch dabei. Er hört sich die Vorlesungen seit letzter Woche an. Für mich waren die ersten Stunden viel zu trivial. Ich dachte, es würde erst ab heute interessant sein. Auf dem Weg zurück zur Arbeit in der U-Bahn habe ich Martin wieder das Phasenproblem erklärt, weil es ihm heute nicht klar wurde. Irgendwie seltsam, den Stoff hat er schon im Sommersemester beim letzten Praktikum gehört. Er ist nicht mit mir bis zur Arbeit gefahren, weil er einen neuen Termin für eine Wohnungsbesichtigung bekommen hat. Nachdem er letzte Woche gesagt hatte, dass er jetzt aufgeben würde und sich mit seiner gemieteten Wohnung zufrieden geben würde. Ich musste ihn schimpfen und sagen, dass er nicht weiß, was er will. Es ist mir echt schwer zu ertragen, und es hat nicht nur mit der Art zu tun, wie er mit mir umgeht, mal den Verliebten spielen, mal völlig uninteressiert wirken. Ich mache nicht mehr mit.

Der Nachmittag war frustrierend. Ich habe jetzt die Entwicklung meines Programms gestoppt, da die ersten wichtigsten Änderungen durchgeführt wurden, und das Programm veröffentlicht werden sollte. Ich muss noch die Installation auf verschiedenen Betriebssystemen prüfen. Was für ein Mist. Das Programm greift auf anderen Programmen zu, die die Nutzer schon installiert haben sollten. Mein Vorgänger hat die absoluten Pfade bei unserer Installation benutzt. Das geht natürlich nicht, wenn Nutzer sich das Programm herunterladen und es mit ihren eigenen Installationen benutzen wollen. Natürlich könnte ich in den Anweisungen zur Installation die Nutzer dazu auffordern, selber im Code den richtigen Pfad zu setzen. Das wäre die einfachste Lösung, aber für viele doch ein viel zu komplizierter Schritt. Ich habe stattdessen entschieden, in den Aliasen nach dem richtigen Pfad selber zu suchen. Also: os.system("alias >& " + workdir + "/alias.txt"), dann, abhängig davon, ob bashrc oder tcsh, mir den richtigen Pfad aussuchen und anschließend alias.txt löschen. Das ging nicht. Ich habe das Löschen der Datei auskommentiert: Sie wird erstellt, aber die Datei ist leer. Wenn ich im gleichen Verzeichnis im Terminal alias >& alias.txt eingebe, enthält alias.txt tatsächlich den Output von alias. Ich habe auch den String "alias >& " + workdir + "/alias.txt" in einer Variable gespeichert und die Variable im os.system() benutzt, es hat nichts geändert. Die Variable habe ich im Terminal drucken lassen, beim Copy/Paste im Terminal funktioniert es, aber nicht, wenn der Befehl im Programm gestartet wird.

Irritiert, habe ich gegen halb sechs Feierabend gemacht. Mein Plan war, mich zu Hause auf Internet mit einem Bier zu entspannen. Meine Vorlesungen für nächste Woche wollte ich auch von zu Hause aus vorbereiten, da ich PowerPoint benutzen wollte und durch remote desktop mit PuTTY einfach Snapshopts machen könnte. Als ich zu Hause ankam, hatte ich aber auf einmal weder Internet noch Telefon. Stimmt, da war was. Als ich bei O2 die Übernahme meines Vertrages bei der Deutschen Telekom beantragt hatte, habe ich mehrmals betont, dass mein Vertrag bis zum 15. Juni 2014 noch läuft. Das hatte ich schon seit meinem Umzug selber häufig genug geprüft. Am Montag kam eine Email, in der stand, dass O2 die Umschaltung am 17.09.2013 durchführen wollte, und ich an dem Tag mit Unterbrechungen rechnen müsste. Was völlig Quatsch ist, da das Datum längst vorbei ist. Es ist eigentlich das Datum, an dem die Umschaltung wegen Umzug bei der Deutschen Telekom stattgefunden hat. Die Deutsche Telekom selber hat mir gestern einen Brief geschickt, in dem mein Entschluss, nicht mehr Kundin zu bleiben, bedauert wird. Und drin steht, dass die Umstellung zum neuen Anbieter am 17.09.2015 erfolgen wird. Gestern kam eine ähnliche SMS von O2 mit dem gleichen Datum an. Was soll der Mist? Es ist doch rechtswidrig, den Vertrag bei einem Umzug zu verlängern. Und heute Abend habe ich gar keine Verbindung mehr. Eine SMS von O2 kam an, indem ich aufgefordert wurde, für meine aktuelle Störung eine 0800… Nummer anzurufen. Ich werde morgen zum O2 Shop gehen müssen.

Mein Handy hat seit gestern ein Problem: Ich kann kaum andere Leute hören. Meine frühere Vermieterin in Aachen hat mich gestern angerufen, und wir konnten nicht reden. Ich musste sie aus meinem dienstlichen Telefon zurück rufen. Sie hat mir erklärt, dass die Renovierungsarbeiten meine ganze Kaution aufgefressen haben (die Arbeiten sind schon seit zwei Monaten abgeschlossen). Wie kann man über 1200€ für das Wechseln eines Teppichbodens und das Streichen von Wänden ausgeben? Belege hätte sie nicht, weil die Leute, die sie dafür beauftragt hatte, nicht deklariert gearbeitet haben. Die Frau ist übrigens Rechtsanwältin. Ich komme mir sehr verarscht vor. Das hatte ich noch nötig. Ich habe heute Abend testweise Mei mit dem Handy angerufen. Wir konnten nur sprechen, weil ich die Lautsprecher benutzt habe. Sie war übrigens auch der Meinung, dass Martin sich unverschämt mit mir verhält. Es hat mir gut getan, endlich ein Ohr zu haben, um meinen ganzen Frust raus zu lassen.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.