Erster Kurstag vorbei

Ich muss meine Meinung ändern: Der Kurs ist für meine Arbeit sehr passend. Nicht nur inhaltlich, der Kontakt mit den anderen Teilnehmern ist auch interessant. Zum Beispiel konnte ich einige Flyers über mein Programm und unsere Geräte unter Leute verteilen, die unsere Aktivitäten in Berlin noch nicht kannten. Die Flyers haben wir erst vor einem Monat für das letzte Meeting machen lassen. Eine Idee von mir, die Uschi sofort gefallen hatte. Diesmal kann ich die Flyers nicht so öffentlich verteilen, weil die Organisatoren des Kurses etwas wie Konkurrenten von uns sind. Ich habe sie in meiner Tasche parat gehalten und bei Bedarf während privaten Diskussionen raus geholt. Einen neuen Kunden aus Italien habe ich schon gewonnen.

Das Programm für heute war schon anstrengend. Was mir nicht so gut gefallen hat, ist, dass die Rechner durch virtuelle Maschinen auf den selben Server zugreifen, und wir alle auf einmal die gleichen CPU-intensiven Jobs gestartet haben, was nicht so glatt lief. Anscheinend wurde nicht im Voraus getestet, ob die Übungen mit 30 Teilnehmern auszuführen sind. Außerdem lief in dem Raum die Klimaanlage die ganze Zeit, was das Tragen von Kontaktlinsen sehr unangenehm gemacht hat. In der Mittagspause musste ich sie kurz ausziehen und in Flüssigkeit tauchen, weil sie so trocken waren, dass sie drohten, von alleine runter zu fallen. Morgen werde ich meine alte Brille tragen, die ich als Notlösung immer überall rum schleppe.

Nach dem Abendessen habe ich mit einer kleinen Gruppe die Kneipe des Konferenzzentrums besucht. Wir haben den ganzen Abend Dominos gespielt. Ich habe mir ein Stout bestellt. Der Mann hinter der Theke sah nicht fit aus und musste sich festhalten, jedesmal, wenn er nicht am Sitzen war. Ich hatte den Eindruck, er wäre schon so besoffen, dass er nicht mehr stehen konnte. Den größten Teil des Abends hat er mit einem Buch auf einem Hocker vor einem Ventilator verbracht. So warm war es wirklich nicht. Martin hat mich angerufen, aber da ich für den Kurs das Handy auf leise gestellt hatte, habe ich es nicht gemerkt. Jetzt schläft er bestimmt, dort ist es eine Stunde später. Mein Handy hatte ich übrigens gestern Abend aufgeladen, und die Batterie ist jetzt schon leer. So schnell.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

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Blöde Kontaktlinsen

Ich probiere sie seit zwei Tagen. Als ich letzte Woche zur Optikerin gegangen war, hatten wir Tageslinsen probiert. Es ging unglaublich schnell, um sie anzuziehen. Nicht so mit den Monatslinsen. Oder das erste Mal war einfach Glück.

Ich habe meine Sportkleidung von heute Morgen in die Waschmaschine gesteckt und ein kurzes Programm gestartet. Eine halbe Stunde. Da ich erst abends mit Martin verabredet bin, habe ich den ganzen Tag meine Brillen an gehabt. Ich habe mich am Tisch vor meinem runden Spiegel hingesessen. Zuerst das rechte Auge probiert. Es ging nicht. Ich habe die Wimpern mit zwei Fingern festgehalten, aber das Auge hat trotzdem gezuckt. Zugefaltete Linse, auf dem Tisch gefallen, mit Flüssigkeit gespült… Wenn ich das Auge treffen konnte, dann hat sich die Linse um meinen Finger rum gewickelt, statt ums Auge. Ich habe nach dem zigsten Mal eine kurze Pause gemacht und gegoogelt, woran man erkennt, dass die Linse richtig rum auf dem Finger sitzt. Eigentlich genau wie ich dachte. Es diente vor allem, die Zeit zu haben, mich zu entspannen, bevor ich weiter machen konnte. Ich wollte fast aufgeben, aber kuscheln mit Brillen ist nicht toll. Beim nächsten Versuch habe ich das linke Auge probiert. Zwei Versuche, zack, rein. Beim rechten Auge hat es noch gedauert. Es war mir irgendwann egal, wie rum die Linse sitzt. Hauptsache, sie sitzt. Es ging wie gestern Morgen. Links super schnell, rechts die Geduldprobe. Ich war endlich fertig, als meine Waschmaschine[1] ihr Lied am Ende ihres Ganges gesungen hat. Eine halbe Stunde.

Martin hatte sich noch nicht gemeldet. Ich dachte, wehe, ich tue mir den ganzen Stress an, und er meint, wir treffen uns doch nicht. Ich wäre richtig sauer gewesen. Er hat angerufen. Wir gehen ins Kino. Mal schauen, was heute noch geschieht. Wie ich ihn kenne, werde ich bestimmt spät heute Nacht alleine nach Hause zurück fahren. Ich habe trotzdem ein Not-Kit eingepackt, falls ich bei ihm übernachte und mehr.

Oh, mir fällt ein, ich habe seit dem knappen Frühstück nichts gegessen.

[1] Unbezahlte Werbung, da Verlinkung.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.