Saint-Félicien, gebacken mit grünem Salat

Es braucht nicht viel, um den Ehemann glücklich zu machen. Dieser Gericht ist keine Kunst, schmeckt aber mit minimalem Aufwand wunderbar.

Mit einem Glas argentinischen Rotweins (Malbec) ist der Abend perfekt.

Die Zutaten (für 2 Personen)

Für den Käse

  • 2 Stücke Saint-Félicien à 180 g
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 4 Zweige Thymian

Für den Salat

  • 2 Esslöffel Heidelbeeressig
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Teelöffel Senf
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz nach Geschmack
  • 1/2 Mini Romana
  • 8 Blätter Radicchio

Dazu: 6 Scheiben Walnussbrot

Die Zubereitung

Saint-Félicien wird schon in einer praktischen Schale für den Backofen verkauft.

  • Backofen bei 180 °C vorheizen.
  • Auf jedem Stück Käse, einen Zweig Rosmarin und zwei Zweige Thymian leicht eindrücken.
  • Zwanzig Minuten lang bei 180 °C Umluft backen lassen.
  • Anschließend mit oberer Grillfunktion so lange backen, bis sich eine schöne goldene Kruste gebildet hat.

Während der Käse bäckt, den Salat vorbereiten:

  • In einer großen Salatschüssel, Essig, Öl, Senf und Salz zu einer Vinaigrette rühren.
  • Die Knoblauchzehe in kleine Stifte schneiden und in der Vinaigrette marinieren lassen.
  • Die Salatblätter gründlich waschen, in Mundgerechte Stücke reißen und trocken schleudern.
  • Die Blätter in der Schüssel in der Vinaigrette gut wälzen.

Nährwertangaben

Ohne Wein gerechnet

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 930 1860
Eiweiß (g) 41,4 82,7
Kohlenhydrate (g) 43,4 86,7
davon Zucker (g) 4,3 8,6
Fett (g) 65,3 130,5
Ballaststoffe (g) 9,6 19,1


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Belle de Sancerre

Im Viertel haben wir einen kleinen französischen Laden[1]. Ein wahrer Schatz. Drin ist vieles vorhanden, was ich sonst nicht so einfach bekomme. Ich habe keine Lust, bis zu den Galeries Lafayette in Friedrichstraße mit der S-Bahn zu fahren, nur um Flageolets zu kaufen, zum Beispiel. Die finde ich auch in dem Laden. Sowie natürlich ganz viel Wein und Käse.

Ich gehe normalerweise selten dorthin, weil ich mit der Arbeit unter der Woche nicht dazu komme. Morgens ist es noch zu, nach Feierabend ist es schon zu. Am Wochenende geht es nur, wenn wir nicht etwas anderes zu tun haben, und wenn wir daran denken. Eigentlich schade.

Gestern auf dem Rückweg vom Arzt habe ich den Laden besucht. Der Besitzer ist auch ein Franzose. Es tut gut, sich mal mit jemandem in der Muttersprache zu unterhalten. Ich hatte Lust auf Käse und wollte einen aus Ziegenmilch, der mit Asche bedeckt ist. Wir kaufen den gelegentlich gerne bei ihm. So sieht er aus:

Belle_de_Sancerre

Ich kann mich aber nie daran erinnern, wie der Käse heißt. Und es gab keine Schilder. Da es der einzige war, der mit Asche bedeckt war, habe ich nach dem cendré gefragt. Das hat er nicht verstanden. Dabei reden wir dieselbe Sprache. Ich habe den Käse gezeigt. „Ach so, Belle de Sancerre heißt er“, meinte er. Gut. Jetzt weiß ich Bescheid. „Die Leute merken sich den Namen nie und sagen immer Buse [sein] dazu, weil er so aussieht“, fügte er hinzu. „Eine Buse, eine Buse“, machte er seinen deutschen Kunden nach. Er hat mir wirklich nicht gut zugehört, wenn er sein statt cendré verstanden hat. Aber egal. Ich fand es irgendwie lustig und bin den Rest vom Weg gut gelaunt nach Hause gegangen.

[1] Unbezahlte Werbung, da Verlinkung.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Mozarella

Ich habe den Ehemann gefragt, nach der Arbeit zum Supermarkt zu gehen. Es geht mit meinem Arm ja momentan schwer, selber einzukaufen. Und da ich auf mein Gewicht achte, habe ich ihm geschrieben, er sollte Mozzarella Light mitbringen. Ich wollte uns einen Salat damit machen.

Normalerweise vermeide ich fettreduzierte Produkte. Zum Beispiel bei Fruchtjoghurten, da das entfernte Fett durch noch mehr Zucker ersetzt wird. Oder bei der Milch. Ich hatte mal vor vielen Jahren Magermilch beim Delhaize gekauft. Das hatte mir so eklig geschmeckt, dass ich am Ende die halb volle Packung wegschmeißen musste. Dann lieber noch keine Milch trinken, als dieses Zeug.

Mozzarella Light hatte ich noch nie probiert. Es war ein Versuch wert. Dabei war mir bewusst, dass es sich bei einem fettreduzierten Produkt nur um gefälschte Mozzarella mit Kuhmilch handeln konnte. Wir kaufen sonst immer Büffelmozzarella, und die habe ich im Supermarkt nie als fettarmes Produkt gesehen.

Büffelmozzarella erkennt man schon daran, dass sie sich beim Schneiden gerne wehrt und zerbröselt, so dass die Scheiben nicht so toll aussehen. Aber es schmeckt super. Wir haben uns in der Küche an der Arbeit gemacht. Ich habe alles gemacht, was einhändig ging. Der Ehemann hat die Mozzarella geschnitten. „Man merkt, dass die Mozzarella aus Kuhmilch besteht“, habe ich ihm gesagt, als ich die schönen Scheiben gesehen habe. Voll in seiner Tätigkeit versunken, hat er nicht geantwortet.

Als wir uns zum Essen hingesessen haben, fand ich das Ergebnis nicht so schmackhaft. „Liegt es daran, dass es Mozzarella aus Kuhmilch ist, oder dass es fettreduziert ist?“ habe ich ihn gefragt. Er hat erstaunt geschaut. „Das ist doch normale Mozzarella“, meinte er. „Aus Büffelmilch, wie immer“. „Wie, hast du keine Mozzarella Light gekauft?“, habe ich enttäuscht wissen wollen. „Light?“ Ach so. Das hatte er in meiner Nachricht überlesen. Oder nicht lesen wollen.

Aus Büffelmilch war die Mozzarella definitiv nicht. Die leere Packung wurde aus dem gelben Sack wieder geholt. Edeka Eigenmarke, Mozzarella aus Kuhmilch. „Aber drauf steht Bio“, sagte er entsetzt. Mag sein, dass die Kuhmilch Bio ist. Bio heißt lange nicht, dass ursprüngliche Herstellungsverfahren für Rezepte beachtet werden. Jetzt sind wir also sicher, es hat nicht geschmeckt, weil es Mozzarella aus Kuhmilch war. Es ist vielleicht gut, dass er doch keine fettreduzierte Produkte gekauft hat.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Überbackene Chicorée mit Schinken

Ein Klassiker aus meiner Kindheit. Auf Französisch heißt es endives au jambon. Verwirrend. Chicorée heißt endive auf Französisch (und hat nichts mit Endivien zu tun). Die Ch’tis und frankophonen Belgier sagen chicon oder chicorée de Bruxelles dazu. Im Westen von Frankreich kann man übrigens Römersalat als chicon bezeichnen. Wikipedia sagt, bei der endive handelt sich um eine Varietät von chicorée amère, die auf Deutsch auch Zichorie benannt wird.

Hauptsache, es schmeckt. Mir ist es im Salat ein bisschen zu bitter und ich esse es selten, aber so überbacken finde ich es toll.

Die Zutaten (für 4 Personen)

  • 4 Chicorées (500 g)
  • 4 großen Scheiben Schinken (200 g)
  • 100 g Emmentaler oder Gruyère, gerieben
  • 4 Portionen Sauce Béchamel
  • Butter

Die Zubereitung

  • Backofen bei 175 °C vorheizen.
  • Die Chicorées zehn Minuten lang in kochendem Wasser kochen.
  • Sauce Béchamel vorbereiten.
  • Auflaufform mit Butter einfetten.
  • Jede Chicorée in eine Scheibe Schinken einwickeln und in die Auflaufform legen.
  • Sauce Béchamel auf die Chicorées gleichmäßig verteilen.
  • Mit dem geriebenen Käse bedecken.
  • Eine halbe Stunde bei 175 °C in der Auflaufform backen lassen.

Nährwertangaben

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 398,3 1593
Eiweiß (g) 24,7 98,8
Kohlenhydrate (g) 21,1 84,3
davon Zucker (g) 8,9 35,5
Fett (g) 23,6 94,2
Ballaststoffe (g) 2,4 9,6


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Tartiflette

Dieses Rezept habe ich bei einer Freundin in Lothringen kennen gelernt, aber es kommt aus Savoyen. Ich finde es bei kalten Winterabenden hervorragend (und bei der aktuellen Wetterlage könnte man es jetzt fast noch genießen). Aufgepasst, es ist von weitem kein Diätrezept!

Die Zutaten (für 6 Personen)

  • 1 ganzer Reblochon (eine Käsesorte aus Savoyen)
  • 1 kg Kartoffeln
  • 200 g Zwiebeln
  • 200 g Speck
  • Pfeffer

Die Zubereitung

  • Die Kartoffeln in Salzwasser ein wenig vorkochen (sie sollten am Ende ein bisschen weich sein) und in Scheiben schneiden.
  • Speck und Zwiebelringe mit Pfeffer in einer Pfanne kurz anbraten.
  • In einer mit Butter eingefetteten Auflaufform, abwechselnde Schichten von Kartoffeln und Speck mit Zwiebeln aufeinander stapeln.
  • Reblochon waagerecht halbieren und oben drauf mit der Kruste nach oben legen.
  • Das Ganze im vorgeheizten Backofen bei 180 °C während 20 Minuten backen. Der Käse soll gut geschmolzen und die Kruste braun geworden sein.

Genießen
Die Tartiflette wird warm mit einem grünen Salat serviert. Dazu eignet sich ein trockener Weißwein.

Nährwertangaben

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 512,8 3077
Eiweiß (g) 25,2 151,3
Kohlenhydrate (g) 26,7 160,3
davon Zucker (g) 3 17,9
Fett (g) 32,9 197,6
Ballaststoffe (g) 4 23,8


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Cake mit Schinken und Oliven

Ein leckeres Rezept, das sich bei mir bewährt hat. Zum Aperitif, beim Grillen oder bei Partys ist es immer gut angekommen. Das tolle ist, man kann dieses Rezept beliebig variieren, solange die Mengen für den Grundteig stimmen.

Die Zutaten

Grundteig

  • 150 g Mehl
  • 3 Eier
  • 1 Päckchen Hefe
  • 10 cL Milch
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • 100 g geriebener Emmentaler oder Gruyère

Noch dazu

  • 200 g dicker Schinken, am besten schon in Würfeln geschnitten
  • etwa 20 entkernten grünen Oliven
  • Salz und Pfeffer ganz wenig, nach Geschmack

Die Zubereitung

  • Backofen bei 175 °C vorheizen.
  • In einer Salatschüssel, Mehl, Hefe, Eier, Salz und Pfeffer zu einer homogenen Masse rühren. Olivenöl hinzufügen. Milch erwärmen und mit dem geriebenen Käse unter dem Teig rühren.
  • Schinken und Oliven schneiden, zum Teig hinzufügen.
  • Alles in einer rechteckigen Backform gießen. Bei 175°C drei Viertelstunden lang backen lassen. Ich benutze unten in der Backform gerne Backpapier, um das Rausholen des Cakes nach dem Abkühlen zu erleichtern.
  • Cake in Scheiben schneiden und servieren.

Nährwertangaben

pro 100 g fürs Rezept
Energie (kcal) 250,2 1930
Eiweiß (g) 13 100,9
Kohlenhydrate (g) 15,9 122,8
davon Zucker (g) 1,4 11,1
Fett (g) 14,3 110,4
Ballaststoffe (g) 0,7 5,6


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.