Vitello tonnato

Das habe ich vor einigen Wochen für ein großes Abendessen mit Freunden gemacht. Endlich komme ich dazu, das Rezept zu schreiben. Es war so lecker, das mache ich definitiv nochmal, wobei es sich eher lohnt, wenn man viele Gäste beim Essen hat.

Das Rezept habe ich mir möglichst original ausgesucht, und daher auf der Webseite Giallo Zafferano gefunden. Es hilft, dass ich im Gymnasium Italienisch gelernt habe.

Die Zutaten (für 14 Personen)

  • 600 Kalbfleisch am Stück
  • 6 hart gekochte Eier
  • 1 Karotte
  • 1-2 Stangen Sellerie
  • Sardellen in Öl
  • 2 Dosen Thunfisch in Olivenöl
  • 1 Zwiebel, halbiert
  • 3 Knoblauchzehen
  • 500 mL trockener Weißwein
  • Kapern
  • Gemüsefond
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • Rosmarin
  • 5 Lorbeerblätter
  • 5 Nelken
  • Salz
  • Pfeffer

Die Zubereitung

  • Das Fleisch kochen:
    • In einem großen Topf, das Fleisch mit Karotte, Zwiebel, Knoblauch, Sellerie, Nelken, Lorbeer, Rosmarin, Olivenöl und ein bisschen Salz legen.
    • Weißwein und dem Gemüsefond in den Topf so gießen, dass alles bedeckt wird. Eventuell mit Wasser nachfüllen.
    • Für anderthalb Stunden bei schwacher Hitze bedeckt köcheln lassen und kalt stellen.
  • Die Thunfisch-Paste machen:
    • In einer Küchenmaschine, Thunfisch mit den hart gekochten Eiern, 30 Kapern und 12 Sardellen zusammen pürieren.
    • Um die Konsistenz cremiger und nicht zu trocken zu haben, sollte schon, nach Gefühl, ein bisschen von der Kochflüssigkeit vom Fleisch hinzugefügt werden. Kein Öl hinzufügen, ich fand, dass der Thunfisch und die Sardellen schon fett genug waren.
  • Alles zusammen zum Servieren arrangieren:
    • Wenn das Fleisch kalt ist, mit einem langen scharfen Messer vorsichtig in dünnen Scheiben schneiden. Auf Giallo Zafferano wird empfohlen, ein bisschen Balsamico auf das Fleisch zu geben. Ich habe darauf verzichtet. Meine Scheiben waren etwa halb so dick wie auf den Abbildungen in der Anleitung, daher hat es für 14 Personen gereicht. Ich finde die auf den Abbildungen viel zu dick.
    • Die Scheiben auf einer oder zwei großen Servierplatten arrangieren und mit der Thunfisch-Paste decken.
    • Mit Kapern dekorieren.

Mit dem Gemüse vom Fleisch kann man danach nicht viel anfangen. Ich habe es mir als Beilage am nächsten Tag gemacht, weil ich ungern weg schmeiße. Es war aber ziemlich weich gekocht.

Nährwertangaben

Die Angaben entsprechen nicht der Zutatenliste, weil nicht alles davon auf dem Teller landet.

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 173,8 2433
Eiweiß (g) 15,7 220,2
Kohlenhydrate (g) 0,6 8,8
davon Zucker (g) 0,4 5,9
Fett (g) 11,5 161,4
Ballaststoffe (g) 0 0,3


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Caponata

Von diesem sizilianischem Gericht gibt es viele Variante. Ich kenne die von der (jetzt verstorbenen) Mutter meines Patenonkels, die selber Sizilianerin war und keine Tomaten benutzt hatte. Im Sommer hat es bei meinem Patenonkel immer frische Caponata als kalte Vorspeise gegeben.

Die Zutaten

  • Olivenöl
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Glas Sardellen
  • 2 Auberginen
  • 1/2 Glas Essig (10 cL, weiß)
  • 6 Stangen Sellerie
  • 1 kleines Glas Kapern
  • Schwarze Oliven, etwa 20
  • Pfeffer, Kräuter der Provence

Mit der Menge habe ich genug für 2-3 Tage als Hauptspeise mit Brot. Wem es zu viel wird kann die lieben Arbeitskollegen überraschen und zur Mittagspause eine kleine Portion mitbringen (ich hab’s auch manchmal gemacht).

Die Zubereitung

  • Die klein geschnittenen Zwiebel und Knoblauch mit den Sardellen und den Kräutern in einem großen Topf mit Olivenöl blond anbraten. Am Ende bleibt von den Sardellen nichts mehr zu sehen, nur winzige Stücke und die kleinen Gräten. In einer vegetarischen Variante kann man auf die Sardellen verzichten.
  • Als nächste kommen die Auberginen-Würfel. Ich gebe dazu gleich das halbe Glas Essig und decke zu.
  • Die Sellerie-Stangen werden in Scheiben geschnitten und hinzugefügt. Wenn die Blätter schön sind, sollten sie auch geschnitten mit in den Topf.
  • Die schwarzen Oliven sollen naturgereift sein. Ich hab’s schon irgendwo erwähnt, lasst die Finger von den künstlich gefärbten Oliven! Die schmecken ekelhaft nach Seife. Man erkennt sie an ihrer wirklich schwarze Farbe und glatte Oberfläche, wie mit Botox gefüllt. Echte naturgereifte Oliven haben eine eher violette/braune Farbe, sind befleckt und haben den echten Oliven-Geschmack. Die Oliven entkernen und halbiert mit den Kapern hinzufügen. Mit Pfeffer ein bisschen würzen, zu decken.

Das war’s schon, ich warte, bis die Aubergine-Stücke durch sind und lasse die Caponata vorm Servieren schön abkühlen.

Wichtig: Kein Salz benutzen! Durch die Sardellen und Kapern gibt es schon genug davon!

Nährwertangaben

fürs Rezept
Energie (kcal) 520
Eiweiß (g) 17,9
Kohlenhydrate (g) 28
davon Zucker (g) 20,4
Fett (g) 39
Ballaststoffe (g) 16,4


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.