Telekom Hotspot im ICE — Die volle Verarschung

Ich bin wieder mal richtig geärgert. Dazu braucht es nur, mit der Bahn zu fahren. Letzte Woche war schon kein Spaß.

Ich hätte eigentlich zur Tagung fliegen können. Die Bahnstrecke kostet mir zeitlich einen ganzen Arbeitstag. Es war günstiger, was die Finanzabteilung von meinem Arbeitgeber vor allem interessiert, aber das Fliegen wäre schneller gewesen und hätte vielleicht eine Übernachtung überflüssig machen können. Ich habe gedacht, die lange Reisezeit könnte dadurch kompensiert werden, dass ich im Zug am Tisch mit dem Laptop arbeiten kann und das HotSpot-Angebot der Telekom benutzen könnte.

Während es letzte Woche, bei meiner allerersten Benutzung von einem Telekom-HotSpot, halbwegs ging, war die aufgebrachte Leistung bei der Rückfahrt heute absolut katastrophal. Beim Losfahren habe ich einen Tagespass für 5€ erworben. Wie letzte Woche. Es ging gerade eine Stunde lang, danach wurde die Internetverbindung ständig abgebrochen und war nicht mehr zu benutzen.

Ich habe die Kontrolleure darauf aufmerksam gemacht, dass der WLAN nicht mehr ging. Am Anfang haben sie versucht, ihre Router oder was auch immer neu zu starten. Danach meinte ein Kontrolleur, im Ruhebereich wäre der WLAN Signal nicht verstärkt, was zu Probleme führen würde. WLAN sollte man in anderen Wagen benutzen. Prompt war mein gegenüber sitzender Nachbar (der auch trotz offenen Sandalen stinkende Füße mitgebracht hatte) dabei, mit einem süffisanten Lächeln, dem Kontrolleur nach zu plappern und mir zu sagen, „Sie hätten bei der Reservierung besser aufpassen sollen“. Pure Schadensfreude (oder 100% Boche, wie mir immer in solchen Momenten durch den Kopf geht). Der Ehemann hat sich für mich von zu Hause aus schlau gemacht, das mit dem Ruhebereich stimmt gar nicht. Auf der Webseite der Bahn steht, dass WLAN überall zur Verfügung steht. Außerdem saß ich letzte Woche schon dort und hatte fast kein Problem — also, verglichen mit heute hatte ich doch kaum Gründe, mich zu beschweren.

Am Anfang war der Zug so voll, dass ich an meinem reservierten Platz im Ruhebereich bleiben musste. Danach habe ich einen freien Tischplatz außerhalb vom Ruhebereich gefunden. WLAN ging. Wenigstens konnte ich arbeiten, dachte ich. Ich habe einige Emails bearbeitet. Dafür musste ich die Sitzplatzreservierung aufgeben. Aber eine Stunde später ging das Internet wieder nicht mehr. Entgültig. Die darauf angesprochene Kontrolleurin war schon genervt und hat jede Schuld oder Verantwortung von der Bahn erstmals grundsätzlich zurück gewiesen. Die Telekom ist schuld. Die Telekom kann nicht wissen, dass wir eine andere Strecke als ursprünglich geplant fahren und kann dadurch ihre Leistung nicht bringen. Das war letzte Woche doch kein Problem, obwohl wir auch eine abweichende Strecke gefahren sind. Die Startseite vom ICE-Portal selbst sagt dabei die ganze Zeit: „Leider ist das ICE Portal im Augenblick nicht erreichbar. Wir bitten Sie um etwas Geduld.“ Wenn das schon mal nicht geht, geht gar nichts. Nach über sieben Stunden Fahrt ist meine Geduld definitiv aufgebrochen.

Ich werde mich bei beiden Gesellschaften schriftlich beschweren. Ich glaube nicht, dass ich eine Antwort bekommen werde. Sollte ich mich doch irren, teile ich die dadurch entstandene Erheiterung hier mit.

Dazu kommt noch, dass wir schon wieder fast aber nicht ganz eine Stunde Verspätung haben. Wie letzte Woche. Verständnis dafür kann ich nicht mehr aufbringen. Man muss wenigstens zugeben, die Deutsche Bahn kann eines richtig gut: Die Verspätungen konsistent so knapp unterhalb einer Stunde halten, dass man keinen Anspruch auf Entschädigung hat.

Ernährungstagebuch

Genau das habe ich mir ewig gewünscht. Dass es schon längst existiert wusste ich gar nicht. Obwohl ich das Buch Fettlogik überwinden lese. Erst heute habe ich die Seite fddb entdeckt. Ich bin so was von begeistert.

Zuerst habe ich mir ein Profil angelegt. Anhand meiner Daten (Alter, Größe, Aktivitäten und Gewicht) habe ich einen Tagesbedarf von 1945 kcal und einen BMI-Wert von 25,7 gerechnet bekommen. Boah nee, wieder im leichten Übergewicht, habe ich mir gedacht. Das würde stimmen, wenn ich zehn Jahre jünger wäre. Jetzt bin ich eigentlich im Normalbereich. Ich fühle mich trotzdem zu fett.

Ich habe in meinem Ernährungstagebuch alles, was ich heute gegessen habe, peinlich genau gewogen und eingetragen. Die Datenbank von Lebensmitteln ist riesig, ich habe noch keinen Produkt gefunden, der nicht eingetragen ist. Den Spaziergang im botanischen Garten (234 kcal) habe ich berücksichtigen lassen. Zum Frühstück hatte ich Magerquark mit einer zerstückelten Banane und Honig. Mittags zwei Scheiben Graubrot mit Rinderbraten und Ziegenkäse. Einen Grießpudding dazu. Nachmittags eine leckere Tasse heißer Schokolade. Heute Abend habe ich Kichererbsen mit Chorizo gekocht (Chorizo zu schneiden war mit dem kaputten linken Arm nicht einfach). Der Ehemann ist von seiner Dienstreise spät zurück nach Hause gekommen und hat sich darüber sehr gefreut. Das Tolle ist, man kann sich Rezepte in einer Zutatenliste speichern und eine Portion direkt ins Tagebuch eintragen lassen. Dadurch erhält man gleich alle Nährwertangaben. Für heute habe ich mir ein Defizit von 633 kcal geschafft. Ich hätte es nie geglaubt, wenn ich die Zahlen nicht vor Augen hätte. Ich hätte meine Energiezufuhr zu hoch geschätzt. Gehungert habe ich definitiv nicht.

Ich habe angefangen, alle meine Rezepte einzutragen. Dabei ist mir aufgefallen, dass die von mir erstellten Tabellen für Nährwertangaben systematisch gefälscht sind. Ich habe tendenziell zu wenige Kalorien und zu viele Proteine gezählt. Es ist mir lieber, zu viele Kalorien als zu wenig in meiner Tageseinnahme zu rechnen. Da es mit fddb sowieso viel bequemer ist, die Nährwertangaben rechnen zu lassen, und Fehler weniger wahrscheinlich sind, habe ich angefangen, bei meinen Rezepten die Tabellen zu korrigieren. Es wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Was man auch machen kann ist, sein Gewicht täglich einzutragen. Die Daten werden gespeichert und man kann sich eine zeitliche Kurve erzeugen lassen. Datenpunkte kann man nachträglich eingeben. Ich hatte es bis jetzt immer mit gnuplot gemacht. Genau wie bei meiner morgendlichen Temperatur. Der Vorteil von gnuplot ist, dass ich die Daten während meiner Periode farblich anders darstellen kann. So kann ich sehen, ob es bei mir einen Einfluss auf das Gewicht hat.

Eine gefälschte O2 Email?

Oder vielleicht nicht?

Lieber O2 Kunde,

uns fehlen wichtige Informationen. Bitte lesen Sie dazu die beigefügte pdf-Datei.

Hinweise zum PDF-Format:
Zum Lesen, Drucken und/oder Speichern von PDF-Dateien benötigen Sie das Programm Acrobat Reader von Adobe. Sollte der Acrobat Reader noch nicht auf Ihrem Computer installiert sein, können Sie ihn hier kostenlos herunterladen: http://www.adobe.de/products/acrobat/readstep2.html

Noch ein Tipp: Wenn Sie die Datei sofort auf Ihrem Rechner abspeichern möchten, verwenden Sie einfach die rechte Maustaste, wählen „Ziel speichern unter“ und anschließend ein Verzeichnis auf Ihrem Rechner, in dem die Datei abgespeichert werden soll.

Freundliche Grüße

Ihr O2 Team

Die Email ist von dsl-kundenservice@cc.o2online.de geschickt worden. Im Empfang steht „o2 DSL Auftrag: Postretoure (Kundennummer  DEXXXXXXXX)“ und die angegebene Kundennummer ist wirklich meine. Die Ansprache „Lieber O2 Kunde“ löst bei mir aber gleich den Spam-Virus-Phishing-Alarm aus. Und dann habe ich gemerkt, dass alle meine Rechungen auch auf dieser Weise geschickt werden. Ich habe mich daran gewöhnt und nur bei dieser unüblichen und unerwarteten Email gemerkt, dass es bei O2 völlig unprofessionell gemacht wird. Diese neue Email und die Rechungsemails haben den gleichen Ursprung: Received: from esifpa01 (unknown [10.242.13.62]) by mailgate03.hansenet.com, so steht’s im Quelltext der Email.

Wahrscheinlich geht’s um meinen DSL Vertrag. Ich habe ihn nicht gekündigt. Tomasz, mein Nachmieter (der auch mein Nachfolger bei der Arbeit ist und mir gegenüber im Büro sitzt) benutzt ihn und überweist mir die Rechnung jeden Monat. Der Vertrag läuft eh nur noch bis Juni. Seit einigen Wochen will O2 mich dazu bringen, meinen vermeintlich alten Router tauschen zu lassen. Was ist, wenn ich es mache, und sie es als Anlass sehen, meinen Vertrag zu verlängern? So läuft’s gut, meint Tomasz, es kann sicherlich bis Juni reichen. Dann schließt er seinen eigenen Vertrag ab.

Sicher ist sicher. Ich werde die PDF Datei im Anhang erst unter Ubuntu öffnen.

Wieder eine dubiose Email

Und wieder ein Spam als Telefonrechnung verkleidet (heute ist ja Karnevalbeginn). Der vermutete Zweck: Empfänger dazu bringen, sich einen Trojaner herunter zu laden.

Diesmal stammt die Email aus info@debitas.de, wobei ich nicht glaube, dass DEBITAS dahinter steckt. Das erfährt man aber nur, wenn man sich den Inhalt der Email anschaut, weil Thunderbird mir den Absender als „Vodafone-OnlineRechnung“ anzeigt. Der Betreff: „Ihre Festnetz-Rechnung für November 2014“.

Bei Vodafone war ich nie Kundin, und einen Festnetzvertrag habe ich zur Zeit nicht mehr. Deswegen hatte ich diese Email gestern schon sofort gelöscht, bevor sie heute erneut ankam. Na gut, ohne Anhang kann ich mir den Inhalt anschauen. Auf Linux riskiere ich eh so gut wie nichts. Ich erfahre also, in einem perfekten Deutsch, dass meine Rechnung (232,83€) unter einem Link namens Mobilfunk-Rechnung_für_November_2014_(RG35232-81893).zip einzusehen ist, was jedem sofort suspekt vorkommen sollte (warum man keine zip Datei aus einer Email öffnen sollte, kann man sich zum Beispiel hier anlesen). Außerdem genügt es, mit der Maus über den Link zu verweilen, um in der Statuszeile vom Email-Programm zu sehen, wo man danach landen würde: Irgendeine sehr lange Adresse auf hvanbuul.nl mit vielen Ziffern dahinter, die sicherlich nichts mit Vodafone zu tun hat.

Also, man kann es nie genug wiederholen, Finger weg von solchen Emails!

Mein Router zickt

Seit einiger Zeit geschehen seltsame Ereignisse mit meinem Router. Die Sache vom letzten Monat mit dem voreingestellten Schlüssel sehe ich noch ein. Es gab sogar einen Hinweis auf der Webseite von O2, die ich wie immer zu spät besucht habe, weil ich das Problem schon selber gelöst hatte.

Letzte Woche ist es mir passiert, dass ich plötzlich keine Internetverbindung mehr hatte. Am Router leuchteten doch die LEDs ganz normal. Ich habe zur Sicherheit einen Filter für MAC-Adressen eingerichtet, und das Passwort für die Konfiguration von Router geändert. Über Firefox. Irgendwie habe ich den Verdacht, dass es mit diesem Browser nicht so gut funktioniert, weil ich keine Bestätigung über die Änderung vom Passwort bekommen habe. Statt dessen kamen jedes Mal erneut die blanken Felder für die Passwortänderung.

Gestern hatte ich bei einer Google-Suche eine merkwürdige Nachricht, die ich sonst nie gesehen hatte.

Our systems have detected unusual traffic from your computer network. This page checks to see if it’s really you sending the requests, and not a robot.

Ich hatte nur mein Handy als zusätzliches Gerät. Ausgeschaltet. PC wieder hochgefahren: Google weigerte sich immer noch, Suchanfragen durchzuführen. Festplatte mit Virenscanner geprüft: Nichts gefunden. Was am Ende geholfen hat, war, den Cache vom Browser zu löschen. Trotzdem seltsam. Ich habe die Nacht bei Martin verbracht und zur Sicherheit den Router ausgeschaltet, bevor ich zu ihm gefahren bin.

Heute Morgen war ich wieder in meiner Wohnung. Rechner hochgefahren, einige Sachen erledigt, und plötzlich wieder kein Internet. Obwohl die LEDs ganz normal blinkten, was laut Handbuch bedeutet, dass Datentransfer statt fand. Ich habe die Übersicht der Netzwerke geöffnet und ganz überrascht festgestellt, dass es neben meinem „O2-WLAN99“ einen neuen „O2-WLAN99 2“ gab, mit dem gleichen SSID. Den habe ich definitiv nicht selber eingerichtet. Ich habe mir einen sehr langen Netzwerkkabel besorgt und versucht, eine direkte Verbindung vom Router zum Rechner herzustellen, was fehlgeschlagen ist. Mit dem Kabel durfte ich nicht mit dem Router sprechen. Das kann doch nicht sein…Was ich am Ende gemacht habe: Mit dem Reset-Knopf die Routereinstellungen zurück gesetzt, über WLAN einen sehr komplizierten neuen Schlüssel eingestellt, dann den Kabel zum PC eingesteckt, und Wunder, ich konnte diesmal über LAN eine Internetverbindung aufbauen. WLAN habe ich erstmals komplett ausgeschaltet.

Freitag

Heute war ich wieder bei der Arbeit. Ich musste sogar ganz früh dort sein, da ich einen Termin hatte. Schwierig, nach dem ich gestern Abend so spät ins Bett gegangen bin.

Ich hatte es nicht vor gehabt. Ich war gerade dabei, einige Dateien hochzuladen, als ich plötzlich keine Internetverbindung mehr hatte. Auf das Symbol für Drahtlosnetzwerkverbindungen geklickt und versucht, mich wieder zu verbinden: Fehlgeschlagen. Router genauer angeschaut: Er sah zuerst ganz brav aus. Ich habe im Adressefeld des Browsers o2.box eingegeben, um das Konfigurationsprogramm vom Router zu starten. Da war eine neue Meldung rechts, die sagte, ich hätte den voreingestellten WLAN-Schlüssel nicht geändert, was ein Sicherheitsproblem wäre. Wahrscheinlich deswegen meinte die Box, ohne Vorwarnung plötzlich zu streiken und mir keine Internet-Verbindung mehr zu liefern. Ich habe unter Firefox versucht, einen neuen Schlüssel im Konfigurationsprogramm zu setzen: Die LED für Internet an der Box wurde rot, was bedeutet, dass meine Zugangsdaten falsch sind. Es hat eine Stunde gedauert, bis ich den Schlüssel erfolgreich ändern konnte. Die Hilfe war dabei nicht sehr hilfreich, da nicht klar beschrieben wurde, in welcher Reihenfolge wie was gemacht werden sollte. Hier also zusammengefasst:

  1. Im Internet Explorer mit o2.box das Konfigurationsprogramm der Box gestartet.
  2. Bei leuchtender WLAN-LED den Taster „WLAN/WPS“ an der hinteren Seite der Box mindestens fünf Sekunden lang gedrückt.
  3. Im Konfigurationsprogramm unter „Internet“ war eine Eingabemaske für den neuen Schlüssel, den ich angegeben habe. Wahrscheinlich habe ich noch auf „Verbinden“ geklickt.
  4. Nochmal den WLAN-/WPS-Taster kurz gedrückt.
  5. Auf das Symbol für Drahtlosnetzwerkverbindungen geklickt und erneut mit dem Router verbunden, unter Angabe des neuen Schlüssels.

Und das war’s, wenn ich im Nachhinein nichts vergessen habe. Ich habe allerdings nicht gefunden, wie ich den WLAN-Schlüssel der Box in meinem Handy (Nokia C5) ändern kann, das heißt, ich kann mein Festnetz-WLAN erstmals nicht mehr aufs Handy zu Hause benutzen, um das mobile Datenvolumen zu verringern. Heute Abend nach dem Hochfahren vom PC war ich vom Router getrennt und musste wieder Punkt 5 ausführen. Aber eine gute Nachricht: Nach monatenlanger Störung funktioniert meine Telefonverbindung plötzlich wieder, ohne dass ich mich darum gekümmert habe. Ich vermute, dass O2 versucht hat, mich zu erreichen (zwecks Werbung, was sonst), und festgestellt, dass ich nicht anrufbar bin. Martin hat mich letzte Woche zu meiner Überraschung von seinem Festnetz aus angerufen, und mit meinem Handy geht’s auch. Ich habe sogar mit meiner Mami telefonieren können.

Apropos Martin. Seit gestern Abend nach unseren gute-Nacht-Nachrichten habe ich gar nichts mehr vom ihm gehört. Er ist bestimmt bei seiner Wandertour zu sehr beschäftigt. Oder er hatte einen Unfall. Oder David ist dabei, hat ihm von unserer Beziehung vor fünfzehn Jahren erzählt, und jetzt schmollt er. Oder er hatte was heute Nacht mit Floriane, seiner ehemaligen und sehr ledigen Kollegin, bei der er gerade übernachtet hat, und traut sich nicht mehr, sich zu melden. Keine Panik. Vielleicht hat er einfach gerade kein Netz.

Um 16:00 habe ich Feierabend gemacht. Ich bin mit dem Fahrrad nach Hause gefahren. Zwei Straßen von meiner Wohnung entfernt, als ich gerade gebremst hatte, um Kinder nicht zu überfahren, die direkt vor mir über die Straße gelaufen sind, fing plötzlich ein heftiger Schauerregen an. Ich bin durchnäßt in die Wohnung angekommen und habe mich zuerst ausziehen müssen. Pfff. Gestern bin ich auch unter Regen gefahren, da ich entschieden habe, von Tegel aus wieder nach Hause zu fahren. Insgesamt 36km, ich habe mich ab dem Aquarium verfahren. Nach Schöneweide habe ich mich müde gefühlt und kurz danach einen Krampf im linken Fuß gespürt. Und heute Morgen wog ich 300g mehr als gestern.

Ein leichter Kopfschmerz droft, da ein der Kinder im Hause (es sind zwei, noch im Kinderwagenalter) gerade auf die tolle Idee kam, Flöte im Treppenhaus zu spielen. Allerdings schlecht und nur ein Ton, der gar nicht klar gespielt wurde. Ich dachte, es geht schnell vorbei, bis es zu seiner Wohnung ankommt, aber anscheinend fühlte es sich gerade auf meiner Etage wohl. Nach leichtem Klopfen an die Wohnungstür (ich wollte mich nicht dafür wieder anziehen) meinte eine erwachsene weibliche Stimme direkt dahinter etwas wie „Ups“, und kurz danach hörte das nervige Pfeifen auf.

Neulich in meiner Mailbox

Heute kam in meine t-online Mailbox eine Rechnung der deutschen Telekom. Dachte ich zuerst. Sie sah genau so aus, aber eigentlich hatte ich meine Einstellungen so gewählt, dass meine Rechnungen zu einer anderen Email-Adresse geschickt werden. Außerdem bin ich seit letzter Woche nicht mehr Kundin bei der deutschen Telekom. Und im Betreff stand „Ihre Telekom Mobilfunk RechnungOnline Monat Juni 2014 (Nr.: 9134823797050)“, was definitiv nicht stimmen konnte, da ich nie bei der deutschen Telekom einen Handy-Tarif hatte, nur Festnetz. Der Spam/Phishing-Verdacht war also groß, als ich mir die Email genauer angeschaut habe. Der Betrag der Rechnung betrug 162,99€. Enorm. Wäre ich Handy-Kundin der deutschen Telekom gewesen, wäre ich gleich zur Decke gesprungen. Wenn die Email tatsächlich von der deutschen Telekom gestammt hätte. Die Absender-Adresse war celine.hess@ebos.lu, nicht rechnungonline@telekom.de. Außerdem war der Betreff falsch, dennn drin hätte „Buchungskonto“ stehen sollen. Und statt der üblichen PDF-Datei, war eine zip-Datei im Anhang vorhanden. Bestimmt mit einem Virus versehen. Ich habe es nicht versucht, sie zu öffnen. Die Nachricht wurde gleich gelöscht.

O2 Freischalttermin

Lange habe ich darauf gewartet. Gestern war es soweit.

Den Termin hatte ich mir lange notiert. Vor einem Monat habe ich eine Email mit einer Erinnerung bekommen. Am Sonntagabend haben wir die neue Box angeschlossen. Die Verbindung zum Router konnte problemlos mit der mitgelieferten CD erstellt werden. Danach hieß es, abwarten, bis die Freischaltung erfolgt. Gestern Abend haben wir dann festgestellt, dass es immer noch keine Internetverbindung gab. Mir war schon klar, dass ich irgendwo meine Zugangsdaten eingeben musste. Laut der begleitenden Kurzanweisung konnte ich das von meinem Browser aus unter der Adresse o2.box machen. Firefox gestartet, Adresse eingetippt, und da erscheinte das Konfigurationsprogramm der Box. So weit, so gut. Im Menüpunkt „Internet“ stand:

Um eine Internetverbindung aufzubauen, benötigen Sie Ihre o2-Zugangsdaten. Diese wurden Ihnen mit der Auftragsbestätigung mitgeteilt.

Da ich eine lokale Kopie meiner Emails auf dem Rechner habe, konnte ich diese aus der PDF-Datei kopieren, Benutzername und Passwort. Beim Speichern sah es komisch aus. Eine Internetverbindung konnte immer noch nicht erstellt werden. Martin meinte, wir sollten noch warten. In der Email zur Freischaltung stand, dass die Einrichtung bis maximal 90 Minuten nach Ende des Termines (18:00) erfolgen würde, und es war schon 21:00. Ich habe beschlossen, heute zum O2-Shop zu gehen.

Dort waren wir in der Mittagspause. Martin hätte nicht mitkommen müssen, aber er hatte sich spontan angeboten. Um mir, bei unseren Fahrrädern angekommen, mitzuteilen, dass es vielleicht keine gute Idee wäre und ich doch die Hotline anrufen sollte. Das ist etwas, was mich nervt, wenn er sich ständig kurzfristig umentscheidet. Ich habe ihm gesagt, er könnte gerne bei der Arbeit bleiben und mit den Kollegen essen gehen, ich würde alleine zum Shop fahren. Er ist mitgekommen. Der Händler hat mir dort die Nummer der Hotline in die Hände gedrückt (08005251378). Es war klar. Ich habe es nur lieber, wenn ich mit Personen vor mir rede, bevor ich irgendeine Hotlline anrufe.

Heute Abend war ich alleine, da Martin mit einem Freund verabredet war. Ich habe die Hotline angerufen. Das Stimmenband meinte, ich sollte die 1 drücken, falls ich einen Ausfall melden möchte, sonst die 2 für andere Fälle, die ich nicht verstanden habe. Ich habe die 1 gedrückt. Ich wurde aufgefordert, meine Telefonnummer einzutippen. Moment mal, in der PDF-Datei nachschauen… 030, wie ging’s weiter? Nach drei Sekunden ohne neues Eintippen, als ich noch beim Nachlesen der Telefonnummer war, sagte die Stimme, die angegebene Nummer wäre nicht gültig. Ich habe aufgelegt und wieder angefangen. Als es mir gelingte, meine Telefonnummer anzugeben, kam ein Tonband mit Musik, mit der Ankündigung, die vorrausichtliche Wartezeit würde 10 Minuten betragen. Ich glaube, dass sagen sie immer, egal um welche Uhrzeit angerufen wird. Ich habe das Handy am Rechner angeschlossen, um die Batterie zu laden, habe den Lautsprecher aktiviert und mich gleich für die verdoppelte Zeit eingestellt. Ich hatte recht: Es hat 20 Minuten gedauert, bis ein Mann sich meldete. Von der ununterbrochenen Musik habe ich Kopfschmerze bekommen. Schrill, mit zwischendurch Schießgeräuschen wie in den Computerspielen von den ’80, furchtbar.

Anscheinend hatte der Mann von der Hotline, geschätzt über 50 Jahre alt, große Schwierigkeiten, mich zu hören. Ich musste die ganze Zeit am Telefon schreien. Ich habe ihm den Zustand der Box beschrieben. Er meinte, ich sollte Internet Explorer öffnen. Er meinte ausdrücklich, auf gar keinen Fall Firefox oder Chrome benutzen, es würde sonst nicht funktionieren. Das kam mir komisch vor, aber gut. Ich habe Internet Explorer im Startmenü gesucht und gestartet. Der Mann sagte, der Browser würde nun versuchen, eine Verbindung aufzubauen, und wenn eine Fehlermeldung kommen würde, sollte ich mich melden. Es hat lange gedauert. Als die Fehlermeldung da war, meinte er, ich sollte den Eingabefeld für die Adresse leeren und statt dessen 192.127.1.1 eingeben. Aha… Ich habe mir Bemerkungen gespart. Er konnte mich sowieso schlecht hören. Das Konfigurationsprogramm von der Box erschien, genau wie am Tag davor mit Firefox, als ich meine Zugangsdaten angeben wollte. Mit einem Unterschied: Der Mann sagte, ich sollte kein Passwort angeben. Und plötzlich hatte ich eine Internetverbindung. Was für ein Blödsinn.

Erleichtert, wollte ich gleich nach dem Gespräch Martin anrufen. Mit meinem Festnetz-Telefon. Der funktioniert aber noch nicht. Stimmt. Ich meine, seitdem ich O2 beauftragt hatte, meinen Anschluss von der deutschen Telekom zu übernehmen, hat mein Telefon aufgehört, richtig zu funktionieren. Es gab ja schon das Problem mit der verschwundenen Internetverbindung, als die deutsche Telekom in Kenntniss gesetzt wurde, dass ich mir einen anderen Anbieter ausgesucht hatte. Um das Festnetz-Telefon habe ich mich nie gekümmert. Ich konnte von zu Hause aus anrufen, Martin konnte mich von seinem Festnetz aus anrufen, aber von meinem Handy aus heißt es immer, „Der gewünschte Gesprächspartner ist zur Zeit nicht erreichbar“. Jetzt kann ich nicht mal von zu Hause aus anrufen. Die Hotline erneut zu kontaktieren war mir zu aufwendig. Ich habe das Handy benutzt. Auch bei O2. Zwei mal habe ich Martin angerufen. Jedes Mal haben wir einige Wörter ausgetauscht, vielleicht 10 Sekunden lang, bis ich plötzlich nichts mehr hörte, gefolgt von einem Störungsdreiton und einer Anzeige wegen Verbindungsfehler am Display. Boah das nervt. Ich weiß nicht, wie häufig es in letzter Zeit passiert ist. So häufig hänge ich nicht am Telefon. Früher kannte ich das Problem gar nicht. Erst seitdem ich den neuen Vertrag fürs Handy gemacht habe, häufen sich diese Verbindungsprobleme. Egal, wen ich anrufe: Mei, die auch bei O2 ist, meine Mutter in Frankreich, oder Martin… Aber am Handy kann es nicht liegen, sonst hätte ich nicht gerade über 25 Minuten mit der Hotline telefonieren können (vier Fünftel davon wartend).

Internetworking mit TCP/IP

Nachdem ich den letzten online Kurs vom openHPI über Parallelprogrammierung erfolgreich abgeschlossen habe (das Zertifikat lässt noch auf sich warten), dachte ich, ich könnte mit dem nächsten Kurs weiter machen. Es geht diesmal um Internetprotokolle. Nicht, dass ich es für die Arbeit brauche, aber als allgemeine Bildung kann es nicht schaden. Die erste Woche hat gerade angefangen.

Der Kurs ist wieder auf Englisch gestaltet. Der Dozent hat offensichtlich große Probleme damit. Es ist für mich mühsam, ihn zuzuhören, da er häufig zwischendurch seufzt und so viele typisch deutsche Fehler in der Aussprache macht. Nach einiger Zeit kann man sich daran gewöhnen. Diesmal ist das Niveau des Kurses höher geschraubt. Ich fühle mich viel mehr beansprucht. Die Darstellung des Protokollstapels war so abstrakt, dass ich sie mir zwei Mal anhören musste. Die Vorlesungen dauern insgesamt länger als beim letzten Kurs, ich muss noch mehr Zeit einplanen. Momentan schwierig, da ich bei der Arbeit viel zu tun habe. Mal schauen, wie lange ich mithalten kann.