Eine glückliche Hummel

Unsere Petunien auf dem Balkon scheinen ihr zu gefallen.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

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Sonntag zu Hause

Das Wochenende habe ich alleine verbracht. Ich bin letzte Woche erst am Montagabend zurück nach München gefahren, und diese Woche ist in Bayern der Donnerstag ein Feiertag. Dank Brückentag kann ich schon am Mittwochabend nach Berlin. Es hätte sich nicht wirklich gelohnt, wenn der Ehemann zwischendurch gekommen wäre. Reisestress und Geld gespart. Dafür hat er sein Spaß gehabt, konnte zum ersten Mal seit ewig Motorrad fahren und hat den heutigen Tag mit Freunden verbracht. Bald zieht er hierher um, und seine Kumpels wird er nicht mehr so einfach sehen können.

Ich habe den Tag damit angefangen, dass ich meine Mami angerufen habe, während ich mich um die Blumen auf dem Balkon gekümmert habe. Anders als im Rest der Welt, ist heute in Frankreich Muttertag, am letzten Sonntag im Mai. Es war zehn Uhr morgens, mein Bruder war schon bei ihr, und die Blumenverkäuferin im Dorf hatte ihr gerade den Strauß gereicht, den ich ihr geschickt hatte. Sie hat sich darüber sehr gefreut.

Das Wetter sah nicht so toll wie gestern aus, der Himmel war bedeckt, meine App sagte, es würde den ganzen Tag so bleiben, und ich habe deswegen eine Hose angezogen, bevor ich mich auf den Weg zur Bäckerei im Stadtzentrum gemacht habe. Als ich dort auf der Terrasse saß, haben sich jedoch die Wolken aufgelöst, die Sonne hat voll geknallt, und mir wurde viel zu warm. Nach dem leckeren Frühstück aus Bruschetta mit Rührei konnte ich einem Stück Karotten-Kuchen für den Nachmittag nicht widerstehen, und an dem Erdbeeren-Stand beim Kreisverkehr musste auch eine Schachtel mit nach Hause.

Zu Hause angekommen, habe ich als erstes ein leichtes Kleid angezogen. Dann wurde geputzt. Staub gewischt und gesaugt. Das konnte ich gestern wegen Migräne nicht tun. Und da das Wetter weiterhin schön sonnig blieb, habe ich mich eingecremt, ein Bikini angezogen und mich auf dem Balkon mit einem Buch und einem Glas Wasser zum Sonnen hingesessen. Es war schön, bis eine Hummel über mich flog und ich plötzlich etwas naßes auf dem Arm spürte. Regen? Nein. Die Hummel war’s, die ihren Darm geleert hatte. Ein dünner, länglicher Pollen-gelber Fleck war halb auf dem BH und halb auf meinem Arm gelandet. Igitt. Ich habe den Sonnenbad beendet, da ich sowieso schon länger da saß, und habe gebadet, um den Schweiß und die klebrige Creme los zu werden.

Den Rest des Tages habe ich müde auf der Couch lesend verbracht. Ich glaube, von zu viel Sonne bekomme ich momentan Kopfschmerzen. Gestern war ich auch lange in der Sonne, und ich musste im Fitnessstudio mein Training abbrechen, weil nach den intensiven Übungen meine linke Schläfe so stark gepocht hatte. Oder der Schlafmangel ist Schuld. Richtig gut schlafen kann ich zur Zeit nicht.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Mir fällt die Decke auf den Kopf

Also bin ich raus gegangen. Das Wetter sah heute Morgen schön aus, hat sich aber schnell geändert.

Ich habe zuerst unsere Pflanzen auf dem Balkon gewässert und habe die Nachbarin unter uns auf ihrem Balkon gesehen. Da sie uns gefragt hatte, Pflanzen während ihres Urlaubs zu pflegen, bin ich zu ihr gegangen, um den Schlüssel zu holen. Sie hat mir ihre Pflanzen gezeigt und erklärt, welche Pflanzen wie viel Wasser brauchen.

P1110819Dabei konnte ich sehen, dass das Wort „Messie“, das die Frau bei der Hausverwaltung benutzt hatte, um unsere Nachbarn zu beschreiben, gar nicht passend ist. Ich wünsche, unsere Wohnung würde so schön aufgeräumt wie die unten aussehen. Wir haben Möbel, die aus zwei Wohnungen zusammengefügt wurden und nicht unbedingt zueinander passen, der Ehemann neigt dazu, seine Zeitschriften überall rum liegen zu lassen, mein Schreibtisch ist chaotisch… Das einzige ist das Auto unserer Nachbarn, das sich seit unserem Umzug nie vom Parplatz bewegt hat. Drin ist jede Menge Müll. Das sieht man jetzt nicht, weil die Frontscheibe so dreckig ist, und die Blätter vieles verstecken. Ursprünglich war das Auto überall rot.

Ich habe mich danach entschlossen, im botanischen Garten spazieren zu gehen. Ich kann mit dem linken Fuß wieder normal gehen. Das war eine gute Entscheidung. Entspannend. Kaum Besucher waren da. Mitten in der Woche ist es vielleicht normal, und das Wetter war doch nicht so schön. Zweimal hat es Schauer gegeben.

Die Hummeln waren fleißig am Werk. Die hat man schon am lustigen Geräusch erkannt. Bienen waren auch unterwegs. Merkwürdige Früchte hingen in den Bäumen. Und Pilze sind schon auf der Wiese geschossen.

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Der Arzt hatte mir am Montag vorgeschlagen, den Arm aus der Schlinge zu nehmen und beim Gehen hängen zu lassen. Das habe ich gemacht. Die Schlinge benutze ich seit Montag nicht mehr. Ich habe sie trotzdem in die Tasche gepackt. Ich kann den Arm immer noch nicht strecken, heben geht schwer. Ich kann ihn kaum benutzen, wirklich. Immerhin kann ich mich jetzt alleine an- und ausziehen, seitdem der Gips weg ist. Wenn ich mit der rechten Hand den linken Arm zu meinem Kopf hoch hebe, bin ich in der Lage, mir einen Pferdeschwanz oder einen Knoten zu machen. Das ist gut, weil der Ehemann wieder unterwegs ist. Diesmal in Belgien. Ich sehe sonst keine Verbesserung am Arm seit Montag. Es fühlt sich an, als ob der Knochen sich von seiner normalen Lage verschoben hätte, was die Bewegungen einschränkt. Ich denke, ein Eingriff wird nötig sein. Hoffentlich wird sich der Arzt bis morgen die Tomographie-Bilder angeschaut haben.

Ich bin eine Stunde am botanischen Garten geblieben, und dann zum Boulevard Berlin mit dem Bus gefahren. Shopping. Mir war doch nicht so richtig danach. Zu viele Menschen. Ich habe nur ein Buch bei Hugendubel gekauft. Mieses Karma. Das hörte sich von der Beschreibung her lustig an. So lange der Laden nicht zurück zur anderen Straßenseite umzieht, werden keine englischsprachige Bücher angeboten. Ich war enttäuscht.

Mein Ellbogen hat am Ende weh getan, und ich habe die Schlinge wieder benutzen müssen. Zu Hause habe ich gemerkt, dass mein linker Fuß an der Außenseite doch ein bisschen schmerzt. Den Ischias spüre ich auch.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Auf der Terrasse

Hummel in Kletterrose

Es macht Spaß, mal den ganzen Tag zu Hause zu bleiben und auf dem Balkon zu frühstücken. Seit einiger Zeit bekommen wir Besuch von den Bienen, Hummeln und Wespen (letztere jagen abends die Fliegen, die zu blöd sind, um weg vom geschlossenen Glasdach der Terrasse zu fliegen und immer dagegen schlagen).

Wir haben beschlossen, Kletterrosen seitlich anzubringen. Eine weiße haben wir uns besorgt, die gelbe ist uns geschenkt worden. Ich dachte, die Bienen würden sich drauf stürzen. Aber am meisten haben die Hummel ihre Freude dran. Es ist lustig zu hören, wie sie sich drin wälzen. Heute Morgen hat eine Biene versucht, an der Rose zu schnuppern, und mittendrin ist eine Hummel gelandet. Ihre Rose. Die Biene hat keinen Ärger gesucht und ist woandershin geflogen.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.