Fehlkonstruktion


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

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Erster Arbeitstag

Fast wäre ich ins Bett gegangen, ohne meinen ersten Arbeitstag in meinem Tagebuch fest zu halten.

Viel gibt es eigentlich nicht zu berichten. Die meisten neuen Kollegen sind noch im Urlaub. Ich habe vormittags kurz mit dem Chef und Tim, meinem Zimmerkollegen, Kaffee getrunken, und danach haben wir meinen Arbeitsplatz fertig eingerichtet. Ich habe mich ein bisschen eingearbeitet. Die richtige Arbeit fängt noch nicht an. Morgen haben wir eine längere Diskussion, um meine Tätigkeiten besser zu planen. Ich habe immer noch die Sorge, dass mein Chef viel höhere Erwartungen an mich hat, als was ich wirklich bringen kann. Ich muss mich daran erinnern, wie erstaunlich schnell ich doch in meiner letzten Stelle produktiv werden konnte, obwohl ich bei meiner Anstellung noch nicht mal mit Python programmieren konnte.

Vor der Arbeit bin ich mit dem Ehemann zu einer Wohnungsbesichtigung gefahren. Die Wohnung ist toll, hat leider keine Tiefgarage, und schon eine Einbauküche. Da unsere Küche recht hochwertig ist, aus Massivholz und Granit, wollen wir sie auf jeden Fall mitnehmen können. Sie war teuer genug, wir wollen sie nicht irgendwelchen unbekannten Mietern auch nur zeitlich überlassen. Wir könnten sie auch eine Zeit lang irgendwo lagern… Diese Punkte hätten wir im Voraus berücksichtigen können, aber der Ehemann ist auch widersprüchlich in seinen Angaben… Mal ist die Tiefgarage nur ein Wunsch, mal ist es doch sehr wichtig, dabei haben wir nicht mal ein Auto, er will nur sein Motorrad unterbringen. Wir benutzen nur das Auto vom Schwiegervater, wenn er es nicht braucht.

Was mich vor allem an der Wohnung gestört hat, ist die Lage. In sich toll. Leider an der Spitze eines Hügels, und ich kenne mich, sobald ich alleine bin und es ein bisschen glatt wird, verfalle ich in Panik. Ich bin in der Lage, einfach am Straßenrand verkrampft stehen zu bleiben und zu heulen, was für Anderen gar nicht nachvollziehbar ist. Vor allem, wenn die Straße eine Neigung hat. Ein Taxi anrufen kann ich nicht jedesmal. Der Bus, der sonst direkt vor der Haustür fährt, kommt gerade einmal pro Stunde. Wenn es mal ausfällt, was im tiefen Winter durchaus passieren kann, bin ich dann eine Stunde zu spät auf Arbeit. Oder ich müsste mir schnell ein kleines Auto zulegen. Mit Fahrstunden, da ich zuletzt vor zwanzig Jahren gefahren bin, und einer dementsprechend teuren Versicherung, und den anderen Kosten, die dazu kommen… Der Preisvorteil von der Wohnung schwindet. Wir könnten gleich mitten in München wohnen.

Ich habe also den Abend im Hotelzimmer damit verbracht, neue Anzeigen auf Immobilienscout zu suchen und Kontaktanfragen zu schicken. Bei der miesen Internetverbindung ist es kein Spaß. Vielleicht sollte ich mir ein prepaid-Stick ohne Vertrag für Internet besorgen. Mit dem Hotel bin ich insgesamt nicht wirklich zufrieden. Das Bett ist unbequem, mir tun schon die Schulter weh. Man kriegt alles mit, was in den Nachbarzimmern passiert. Wenn jemand im Klo die Spüle tätigt, macht es einen Höllenlärm. Fernseher oder Radio hören sich an, als ob sie aus dem eigenen Zimmer kämen. Die Lüftung im Badezimmer ist unglaublich laut. Und ab fünf Uhr morgens werden Mülltonnen vor meinem Fenster gerollt… Ich vermute, das ist was man bei dem Preis erwarten kann… Und sowas muss ich aushalten, solange ich keine Wohnung habe.


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Ab nach München

Die Nacht war kurz. Wir haben den gestrigen Abend mit Freunden in einem Restaurant verbracht und sind noch früh nach Hause gefahren. Mit Taxi, weil Leute schon seit 18:00 am Böllern waren und ich es hasse, dabei draußen unterwegs zu sein. Ich musste sowieso meinen Koffer packen, weil wir uns Fahrkarten für einen frühen Zug nach München gebucht hatten. Um Mitternacht haben wir unter dem Glasdach vom Treppenhaus die viele Feuerwerke bewundert. Schön geschützt, warm und ohne Rauchbelästigung. Unglaublich, was da alles geknallt ist. Wie fühlen sich wohl Obdachlosen, wenn sie sehen, wie viel Geld die Leute einfach so verpulvern? Gegen 01:00 haben die Feuerwerke nachgelassen und wir haben uns ins Bett gepackt, aber einige Idioten meinten, hinter dem Haus noch dicke laute Böller bis fünf Uhr morgens anzünden zu müssen – es knallte wie Bomben. Da kann man geistig nicht mehr ganz dicht sein, wenn man so lange dran Spaß hat.

Um acht aufzustehen war also hart. Kurz geduscht, die letzten vergessenen Sachen noch eingepackt, und ab zum Bahnhof. Der Ehemann fährt mit, weil ich morgen früh, noch bevor ich den ersten Arbeitstag erlebe, einen neuen Termin für eine Wohnungsbesichtigung habe. Für die erste Wohnung, die ich am Donnerstag besucht habe, ist eine Absage gekommen. Es erleichtert mich doch, weil mir die Teilung der Räume nicht wirklich gefallen hatte. Wegen Zeitdruck hätte ich sie vermutlich angenommen, wenn die Entscheidung vom Vermieter positiv gefallen wäre, um es danach doch zu bereuen. Dem Ehemann hätte die Wohnung bestimmt nicht so gut gefallen. Am nächsten Sonntag habe ich einen anderen Besichtigungstermin. Es scheint entscheidend zu sein, so schnell wie möglich auf neue Anzeigen zu reagieren. Ich habe einen Suchagent am Laufen umd kriege Emails, wenn neue Wohnungen auf Immobilienscout angeboten werden. Die letzte zustande gekommenen Termine sind alle Wohnungen, bei denen ich sofort nach der automatischen Email eine Kontaktanfrage geschickt habe.

Ich habe mir jetzt für die nächsten zwei Wochen ein günstiges Hotelzimmer gebucht. Es kostet nicht mehr als eine Wohnung, und ich kriege Frühstück und Putzpersonal. In zwei Wochen sehe ich dann weiter, wo ich übernachte. Wenn ich die zweite Wohnung von Donnerstag bekomme, könnte ich direkt einziehen. Von der Lage her würde mir die Wohnung von morgen besser gefallen. Sie liegt in der Nähe vom Starnberger See, ist aber erst ab Februar frei. Wenigstens ist mir ein Stein vom Herzen gefallen: Die Frau von der Airbnb-Wohnung am Starnberger See hat am Ende die Buchung selber storniert, so dass mir keine Kosten entstanden sind.

Ich bin auf jeden Fall froh, dass wir uns eine BahnCard zugelegt habe, vor allem jetzt, wo die Strecke zwischen Berlin und München schneller geworden ist. BahnCard 25 für erste Klasse. Die hat sich schon mehr als gelohnt. Im Nachhinein hätten wir sogar die BahnCard 50 nehmen sollen. Ich konnte mehrmals günstig dank Sparpreis erste Klasse fahren, und da merkt man richtig den Unterschied: WLAN funktioniert einwandfrei! Das ist in zweiter Klasse meistens nur zum Verzweifeln. So kann ich meine Zeit sinnvoll nutzen und weiter nach Wohnungen suchen.


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Auf Tagung

Dafür habe ich schon wieder das ganze Wochenende gearbeitet, um meinen gestrigen Vortrag zu verbessern. Ich wollte neuere Ergebnisse zeigen. Es hat sich gelohnt, ich habe gute Rückmeldungen bekommen, aber jetzt bin ich ziemlich müde. Es liegt auch daran, dass ich aus irgendeinem Grund morgens extrem früh aufwache. Bestimmt ein Wecker in der Nachbarschaft.

Wir sind am Montag mit dem Zug zusammen gereist – Kate, Uschi, Winfried und ich. Andere Kollegen sind mit Auto gefahren. Vom Bahnhof aus dachten wir zuerst, dass man zu Fuß zum Hotel laufen könnte. Die Strecke war aber lang, es war warm, und Uschi und Winfried sind so schnell vor uns gelaufen, dass wir hinter ihnen mit Gepäck kaum mithalten konnten. Das war ihnen egal. Beim Hotel angekommen war mein erster Gedanke, zu duschen und mich umzuziehen, weil ich zu sehr verschwitzt war und bei dem Geruch nicht in einem Hörsaal sitzen wollte.

Natürlich haben Uschi und Winfried zuerst eingecheckt. Als Kate und ich an der Rezeption dran kamen meinte die Frau, es gäbe keinen freien Zimmer mehr. Es hätte plötzlich einen Ansturm an Gästen gegeben, und wir mussten warten, bis ein Zimmer frei geputzt wurde. Sie schien überrascht zu sein, dass wir da waren, obwohl wir schon seit Wochen reserviert hatten. Lange warten konnten wir nicht, da Kate gleich am Nachmittag einen Vortrag halten musste. Wir haben darauf gewartet, dass Uschi und Winfried aus ihren Zimmern zurück kamen. Unsere Versuche, sie anzurufen, haben sie völlig ignoriert. Zum Glück kamen noch zwei anderen Postdocs aus unserer Gruppe, die schon einen Zimmer hatten, und wir durften bei ihnen duschen und das Gepäck lagern, das sie noch so lieb für uns hoch getragen haben. Einchecken konnten wir erst am Abend.

Von dem Hotel bin ich völlig enttäuscht. Die drei Sterne verdienen sie sicherlich nicht. Im Eingang stehen auf jedem Tisch billige Stoffblumen, die in kleinen Gläsern in einem harten durchsichtigen Gel stecken. Das hätten sie sich sparen können. Auf meiner Etage hängt ein schwerer kalter Zigarettengeruch in der Luft. Der Türrahmen von meinem Zimmer trägt Spuren vom schweren Schlüsselträger, der dagegen schlägt, wenn man die Tür rücksichtslos öffnet. Der Schloss selbst ist sehr schwer zu bedienen. Einmal drin, sieht das Zimmer in Ordnung aus. Die Wände sind leider nicht so schalldicht, und ich habe einen Nachbar, der den ganzen Abend laut vor sich hin furzt. So hört es sich jedenfalls an. Das freie WLAN funktioniert sonst kaum, ist extrem langsam und wird ständig unterbrochen. Dafür zahle ich knapp über 100€ pro Nacht. Es ist gerade Messezeit, daher die Preiserhöhung. Das hat die Frau an der Rezeption einer Kundin als Erklärung gegeben, als diese sich beschwert hatte, weil ihr Zimmer geöffnet war, als sie zurück kam. Und mein Kollege hat mehrmals nach einem Bügeleisen gefragt und diesen trotz Versprechungen nie gesehen. Auf Englisch. Die Frau an der Rezeption war völlig überfordert. Das einzige, was ging, war der Frühstück. Obwohl. Die Sauberkeit vom Geschirr fand ich mangelhaft. Astoria kann ich nun wirklich nicht weiter empfehlen.


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Aus dem Airporthotel

Da ich die Schlüssel meiner Wohnung erst im Laufe der Woche bekomme, hatte ich mir gestern einen Hotelzimmer gebucht. Das Übernachten bei der Arbeit ist zwar kostenlos, aber so toll kann man auf einer Luftmatratze mit Rückenschmerzen nicht schlafen, vor allem, wenn die Wache die ganze Nacht alle Türe prüft.

Mein Chef hatte mir dieses Hotel empfohlen, unser Forschungszentrum sollte dort einen Vertrag für kostengünstigere Übernachtungen haben und der Frühstück wäre inklusiv. Ich bin gerade deswegen hin gegangen. Gut, dass ich nur für eine Nacht gebucht habe. Ich muss meinem Chef Bescheid sagen, dass die Konditionen für uns sich geändert haben. Frühstück ist nicht mehr dabei. Ich werde beim Kaufland frühstücken gehen. WLAN ist vorhanden, günstiger als bei Dorint, auf der anderen Seite der Straße, wo ich für den Vorstellungsgespräch übernachtet hatte, weil sie einem einfach eine 24h Karte für t-online HotSpot in die Hände drücken. Die Signalstärke ist sehr niedrig, es dauert ewig, um eine Seite aufzurufen, und manchmal wird die Verbindung unterbrochen. Wenn ich heute noch keinen Zugang zu meiner Wohnung bekomme, gehe ich also direkt gegenüber. Die hatten beim letzten Mal immerhin ein tolles Frühstücksangebot. Teuer sind sie auch, aber ich werde den Stress mit der Zimmertür nicht mehr haben. Mann, ich war gestern so frustriert, als ich da mit Rucksack vor der Tür stand und vergeblich versuchte, mit der Karte die Tür zu öffnen! Ich habe es irgendwann aufgegeben und die junge Dame darum gebetet, mir zu helfen. Sie hat auch mehrmals versucht, bevor sie es geschafft hat. Wer auch immer dieses System entworfen hat, gehört gefeuert. Direkt an der Straßenbahn gibt es ein viel günstigeres Hotel, mit kostenlosem WLAN, und die junge Dame am Empfang war viel sympathischer. Aber es ist schon laut und die Zimmer sind winzig.

Eine gute Nachricht gibt es sonst: Mein Vater wurde aus dem Krankenhaus entlastet und ist gestern Abend mit Flugzeug und Krankenwagen nach Hause gebracht worden. Sein Wohnwagen kommt nach. Seine Freundin war mit dem Zug gefahren und ist schon einige Stunden vor ihm angekommen. Ich hoffe, sie hat die Wohnung geputzt und alle Flaschen und Zigaretten entsorgt.


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Am Hotel

Ich bin Montag spät nachmittags zum Hotel angekommen. Es war angenehm warm und die Sonne schien. Die Frau an der Rezeption hat mich freundlich empfangen und mir den Schlüssel zu meinem Zimmer gegeben (eine Magnetkarte).

Das Zimmer selbst hat mir gefallen. Ich habe einen Moment gebraucht, um zu verstehen, wie man das Licht anmacht. Den Schalter zu betätigen hat nicht funktioniert. Bis ich das Kästchen neben der Tür bemerkt habe, wo drauf stand, dass die Magnetkarte rein sollte. Ich habe sie rein gesteckt und das Licht ging an. Gerne hätte ich das Fenster geöffnet, weil ein leichter muffiger Geruch in der Luft hing. Die Klimaanlage war an, ich habe es also geschlossen gelassen – und gleich die eingestellte Temperatur gesenkt. 22°C sind doch viel zu warm in einem Schlafzimmer. Ich habe meine Sachen ausgepackt und meine Handtasche leichter gemacht, weil ich abends vor hatte, ein bisschen in Berlin spazieren zu gehen und das noch schöne Wetter zu genießen.

Ich wollte mich vor dem Spaziergang kurz auf Facebook einloggen und berichten, dass ich gut gelandet war, vor allem, damit sich meine Mami keine Sorgen macht, aber es hat mit dem WLAN im Hotel nicht funktioniert. An der Rezeption meinte die Frau, dass ein anderer Gast berichtet hatte, dass es extrem langsam ging. Bei mir hatte ich im Browser nicht mal die Registrierungsseite fürs WLAN bekommen. Ich habe beschlossen, später abends noch mal zu probieren. Immerhin, es ist das einzige Hotel, das ich in letzter Zeit besucht habe, das WLAN nicht kostenlos zur Verfügung anbietet. Für eine Stunde verlangen sie schon über 3€. Geht’s noch geiziger? Ja, die halbe Liter Wasserflasche auf dem Schreibtisch, die zwischen zwei Gläsern stand, trug einen Schild, auf dem 3,90€ stand. Kaufland liegt auf der anderen Seite der Straße.

In der Einladung zum Vorstellungsgespräch waren auch, neben der Hotelempfehlung, die Email-Adressen meiner drei anderen Mitkandidaten im Header vorhanden. Ich hatte mich am Wochenende gefragt, ob ich sie kontaktieren soll um vorzuschlagen, zusammen den Abend zu verbringen. Ich habe dann gedacht, dass es vielleicht nicht so gut ankommt und die Idee vergraben. Wie ich am nächsten Tag erfahren habe, waren sie eigentlich am Abend schon im Hotel. Ich bin knapp zwei Stunden in der Stadt unterwegs gewesen, habe einige Fotos in der Gegend vom Alexanderplatz für meine Mami aufgenommen (ich bin selber schon für verschiedene Fachtagungen ein paar Male in Berlin gewesen), habe mir eine asiatische Nudelbox am Ostbahnhof mitgenommen und bin zurück zum Hotel gefahren. Ich hatte vergessen, Wasser zu kaufen, aber das Leitungswasser hat noch gut geschmeckt. Ich habe auch meine Bilder auf Facebook hochladen können.

Einschlafen war schwierig. Nicht, dass ich wegen des Vorstellungsgespräches am Dienstag nervös war, weil ich nach so vielen Vorstellungsgesprächen gelassener geworden bin. Aber die Matratze war mir zu hart. Die Klimaanlage war zu laut. Es gab zu viele Lichter im Zimmer. Ich denke, ich habe bis 01:00 gebraucht, um einzuschlafen. Und bin um 06:30 von alleine wieder aufgewacht, obwohl mein Wecker noch nicht geklingelt hatte. Ich habe ein Weilchen im Bett gefaulenzt und bin kurz nach 07:00 aufgestanden. Meinem Rücken hat das Bett nicht gefallen, nach der Dusche ging’s wieder. Ich habe mich für den Tag angezogen und bin in meinem schwarzen Kostüm zum Frühstückszimmer gegangen – ein großer, heller Raum im Erdgeschoss. Ich hatte kein großes Hunger, habe aber verschiedene geräucherte Fischsorten mit Kornbrot, Rührei, Obstsalat und ein kleines Croissant gegessen, mit Kaffee und Orangensaft. Als ich aus dem Frühstücksraum raus ging, ist mir ein älteres Paar entgegen gekommen. Wir haben uns freundlicherweise einen guten Tag gewünscht. Als die Frau vorbei ging, hat mir ihr Mann seine Zimmerkarte gezeigt und Zimmernummer angegeben. Nach zwei Sekunden Ratlosigkeit habe ich gelacht und ihm gesagt, dass ich nicht zum Personal des Hotels gehöre. Der Mann hat sich entschuldigt und meinte, ich würde doch so formal aussehen. Ich habe es nicht übel genommen. Aber ist so eine Verwechslung bei den Männern schon mal passiert, die morgens ebenfalls im Anzug frühstücken? Ich glaube kaum. Ich habe meine Toilette fertig gemacht, ein bisschen geschminkt, habe meine Sachen zusammen gepackt, meine Rechnung bezahlt und das Hotel verlassen.


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Hotelreservierung

Wie manches so schief gehen kann. Ich hatte vor fast zwei Wochen für nächste Woche ein Zimmer in einem Hotel in Berlin reserviert, da ich fürs Vorstellungsgespräch früh morgens dort sein muss. In der Email der Einladung war ein Link für das Hotel angegeben, das bevorzugt werden sollte. Ich bin dem Link gefolgt und habe am Sonntagabend die online Buchung gemacht. Ein bisschen irritiert war ich, weil ich gar keine Bestätigung bekam, als ich auf „verbindlich buchen“ oder Ähnliches geklickt hatte. Durch ein Gespräch mit meiner Vermieterin am nächsten Tag habe ich aber erfahren, dass es normal sei, da ihre Söhne häufig geschäftlich unterwegs sind und das gleiche Problem haben. Ich hatte mir vorgenommen, dort anzurufen, habe es aber bis heute vergessen. Und ich hätte tatsächlich früher anrufen sollen: Die Reservierung ist bei denen gar nicht registriert worden. Ich habe sie also eben am Telefon erneut gemacht, es gab noch freie Zimmer, der Preis ist aber um 20€ gestiegen. Ach, es soll mir egal sein, die Kosten werden zurück erstattet. Ich habe etwas gelernt, man kann sich nicht immer auf diese online Transaktionen verlassen und sollte wirklich nachfragen, wenn keine Bestätigung kommt.


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