Limonade

Genau das richtige, um das Urlaubsgefühl nach der Rückkehr zu verlängern.

Die Zutaten (für 5 Gläser)

  • 2 Esslöffel Braunzucker
  • 10 große Blätter Minze
  • Anderthalb Zitronen
  • 1 Liter Sprudelwasser (bei Raumtemperatur)
  • Eiswürfel

Die Zubereitung

  • Braunzucker zum Boden einer Wasserkaraffe gleiten lassen. Unsere Wasserkaraffe ist 1,5 Liter groß, was ich für 1 Liter Limonade sehr empfehle, da das Hinzufügen vom Sprudel danach sehr schäumt.
  • Saft der Zitronen heraus pressen[1] und mit dem Zucker in der Karaffe rühren.
  • Minzeblätter in groben Stücke schneiden und hinzufügen.
  • Ein bisschen Wasser in die Karaffe geben und rühren (Kreisbewegungen mit der Hand in die Mischung erzeugen, wie damals im Chemieunterricht). Wahnsinn, wie es schäumt, nee? Wenn nötig, mehr Wasser geben, bis der Zucker komplett aufgelöst ist.
  • Eine halbe Stunde kalt stellen.
  • Den Rest vom Sprudel ganz vorsichtig in die Karaffe geben (es schäumt wirklich sehr) und mit einem langen Löffel rühren.
  • Mit Eiswürfeln servieren.

[1] Das hat der Ehemann erledigt, ich bin aus dem Urlaub mit viel zu vielen kleinen Verletzungen an den Fingern zurück gekommen — Schnitte beim Kochen, beim Beach-Volley-Ball Spielen, beim Bücher Lesen… Urlaub ist gefährlich!

Nährwertangaben

pro Glas fürs Rezept
Energie (kcal) 19,6 98
Eiweiß (g) 0,06 0,3
Kohlenhydrate (g) 4,26 21,3
davon Zucker (g) 4,24 21,2
Fett (g) 0,06 0,3
Ballaststoffe (g) 0,02 0,1


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

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Antésite

AntesiteIch habe dieses Getränk als Kind sehr gerne getrunken, und erst vor Kurzem wieder entdeckt.

Als es Anfang Juni angefangen hat, wieder warm zu werden, habe ich vermehrt Minze-Sirup mit Wasser getrunken. Still oder Sprudel. Sehr erfrischend. Ich habe mich dann daran erinnert, dass es das Lieblingsgetränk meiner Mutter im Sommer war. Als Kind mochte ich Minze nicht so sehr.

Dafür hatte ich etwas anderes getrunken, man musste nur wenige Tropfen davon mit Wasser gemischt. Es hatte nach Süßholz geschmeckt. Vor einigen Jahren hatte Sebastian zum Institut eine Flasche davon aus Kamerun mitgebracht. Wie hieß es nochmal, Ante-irgendwas, klang es nicht irgendwie wie ein Mineralname? Gegoogelt, gefunden: Antésite. Da Martin kurz davor war, nach Frankreich zu reisen, habe ich ihn gefragt, eine Flasche zu kaufen. Ich wüsste nicht, wo man es in Deutschland finden könnte. Bei den Galeries Lafayette in der Friedrichstrasse habe ich noch nicht geschaut.

Es ist nicht die Flasche, die ich in Erinnerung habe (aber der Geschmack schon). Damals gab es eine spezielle Öffnung, die die Flüßigkeit tropfenweise gespendet hatte. Diese hier hat keine. Man kann stattdessen einen Strohhalm benutzen, wenn man keine Pasteurpipette hat: Zwei oder drei Millimeter in die Flüßigkeit sinken lassen, oberes Ende mit dem Finger abdichten, gefangenen Tropf ins Glas fallen lassen. Zwei Tropfen in einem großen Glas Wasser sind für mich genau die richtige Menge.

Ursprünglich ist Antésite mit Anis aromatisiert. Seit der Erfindung des Getränkes 1898 sind andere Geschmäcke dazu gekommen, die ich noch nie probiert habe. Wichtig ist, vor Gebrauch die Flasche gut zu schütteln, weil sich Phasen sonst trennen. Die Tropfen verursachen einen leichten Fettfilm an der Oberfläche vom Wasser, das ist normal. Allerdings sollte man nicht zu viel davon trinken, da es in zu starken Mengen Hypokaliämie verursachen kann (der Artikel dazu ist nicht frei zugänglich).


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.