Gefülltes Gemüse

Ich hatte schon lange kein gefülltes Gemüse (légumes farcis) mehr gemacht. Der Aufwand lohnt sich. Wir haben heute alles aufgegessen, weil es aus diversen Gründen kein Mittagessen gab. Sonst kann man einzelne Gemüsehälfte zum Mitnehmen auf die Arbeit einfrieren (bei der Zucchini braucht man eine recht lange Dose).

Die Zutaten (für 2 Personen mit großem Hunger)

  • 1 große gelbe Zucchini
  • 1 große Gemüsezwiebel
  • 1 rote Paprika
  • 400 g Hackfleisch vom Rind
  • 1 Hühnerei
  • 60 g Parmesan
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Teelöffel Salz
  • Pfeffer
  • Olivenöl

Die Zubereitung

  • Backofen bei 175 °C vorheizen.
  • Die Zucchini in der Länge halbieren, das innere Fruchtfleisch mit einem Löffel heraus nehmen und beiseite legen.
  • Die Paprika ebenfalls in der Länge halbieren und entkernen.
  • Die Zwiebel halbieren und alle Schichte außer die zwei Äußere von der Mitte heraus nehmen. Dazu zwei Gedanke:
    • mit Schwimmbrillen sieht man beim Zwiebel schneiden bescheuert aus, heult aber nicht die ganze Zeit,
    • ich weiß nicht, was besser ist, äquatorial oder senkrecht dazu die Zwiebel zu halbieren. Ich habe es äquatorial gemacht und die Löcher, die an die Polen entstanden sind, mit einem breiteren Schichtstück bedeckt. Senkrecht dazu entstehen keine Löcher, dafür hat man keine ebene Fläche, auf der die Zwiebelhälfte stabil im Backofen bleiben können.
  • Die Gemüsehälfte auf ein geöltes Backblech legen.
  • Das Fruchtfleisch der Zucchini im Mixer pürieren.
  • Die herausgenommenen Schichte der Zwiebel in kleine Würfel scheiden.
  • Parmesan reiben.
  • Gewaschene Petersilienblätter grob mit einem scharfen Messen hacken.
  • In einer Salatschüssel, Hackfleisch, Ei, Zucchinipüree, Zwiebelstücke, Parmesan, Salz, Pfeffer und Petersilie mit der Hand zusammen mischen.
  • Die Gemüsehälfte großzügig mit der Mischung füllen.
  • Gemüse im Backofen vierzig Minuten bei 175 °C backen lassen.

Beim Servieren, ein bisschen Olivenöl über das Gemüse geben.

Aufbesserungsidee: Wie wär’s mit gerösteten Pinienkernen in der Fleischmischung?

Nährwertangaben

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 738 1476
Eiweiß (g) 60,9 121,8
Kohlenhydrate (g) 21,6 43,1
davon Zucker (g) 17,8 35,5
Fett (g) 50,4 100,7
Ballaststoffe (g) 9,6 19,2


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Auberginen in Minze-Joghurt-Sauce

Ich übe gerade ein paar Rezepte für ein geplantes Abendessen mit Freunden. Jeder soll was kochen. Thema ist „indische Küche“.

Die Zutaten (für 4 Personen)

  • 2 große Auberginen
  • 1 mittelgroße ZwiebelWP_20160124_10_31_26_Pro
  • 2 Esslöffel Sonnenblumenkernöl
  • 1 Esslöffel Sesamöl
  • 1 Teelöffel Kreuzkümmelsamen
  • 1/2 Teelöffel Chilipulver (ursprünglich war 1 Teelöffel angegeben, aber es wurde meinem Liebster zu scharf)
  • 1 Teelöffel Salz
  • 4 Esslöffel Joghurt
  • 2 Teelöffel Minzsauce (aus dem asiatischen Supermarkt, oder selbstgemacht)

Die Zubereitung

  • Backofen bei 160 °C vorheizen.
  • Auberginen waschen und in eine Auflaufform tun.
  • Auberginen 45 Minuten backen, dann abkühlen lassen.
  • Auberginen der Länge nach halbieren und das Fruchtfleisch von den Schalen trennen. Schalen entsorgen.
  • Fruchtfleisch von den Auberginen in mundgerechten Stücken schneiden.
  • Zwiebel in großen Stücke schneiden.
  • Öl in einem Topf erhitzen.
  • Zwiebel und Kreuzkümmelsamen im Öl fünf Minuten unter Rühren anbraten.
  • Joghurt, Minzsauce, Chilipulver und Salz zu den Zwiebeln geben und gut umrühren.
  • Auberginenstücke hinzufügen und 10 Minuten bei immer noch starker Hitze kochen. Gelegentlich umrühren.

Dazu einfach gekochten Reis servieren.

Nährwertangaben (ohne Reis)

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 173 692
Eiweiß (g) 3,8 15
Kohlenhydrate (g) 6,8 27,2
davon Zucker (g) 6,3 25,2
Fett (g) 13,9 55,6
Ballaststoffe (g) 2,5 10,1


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Beim Kaiser’s

Nach der Arbeit bin ich auf dem Weg nach Hause zum Kaiser’s gegangen.

Allgemein mag ich diese Supermarktkette nicht besonders. Ich finde selten alles, was zu meiner Grundernährung als Südfranzösin gehört: Auberginen und Zucchini sind kaum vorhanden, selbst im Sommer, und Kichererbsen habe ich dort nie gesehen. Zu exotisch für die Betreiber? Mangos und asiatische Produkte bieten sie doch ständig an. Wahrscheinlich liegen sie geographisch schon so weiter weg von dem Südeuropäischen Raum, dass Kaiser’s keine Gefahr sieht, unerwünschte Bewohnergruppen anzuziehen… Nur mein Verdacht, aber ich finde es schon seltsam, dass bestimmte Lebensmittel grundsätzlich nicht angeboten werden, weder in Berlin noch in Aachen. Außerdem dürfte Kaiser’s der teuerste Anbieter von Katzenfutter und Leckerlies sein. Andererseits sind sie jetzt direkt vor der Haustür an der Haltestelle. Beim Aussteigen ist es bequemer, bei ihnen einzukaufen, statt zehn Minuten bis zum Edeka zu gehen, nur um Brot und Schinken zu holen. Und bis vor kurzem hatten sie eine tolle Marke von frischen Suppen verkauft, die völlig frei von Konservierungsmitteln und Geschmacksverstärkern war. Anscheinend ein Flop, ich habe wahrscheinlich den größten Teil vom Angebot selber gekauft. Die letzten Packungen waren im Preis bis 60% heruntergesetzt, und danach gab’s die Suppe nicht mehr. Ich muss wieder zum Kaufhof für gute schnelle Suppen, und das bedeutet jedesmal Dreiviertelstunde Busfahrt.

Heute war ich also beim Kaiser’s. Nach dem langen Tag Arbeit habe ich leicht geistesabwesend an der Kasse gestanden. Zwei Personen waren vor mir. Als der (trotz Bemühungen von Kaiser’s) offensichtlich Südeuropäer noch am bezahlen war, interpellierte die Frau vor mir (eine kurzhaarige Blonde, um die 50) den jungen Angestellte, der zufällig hinter der Kasse vorbei ging. In einem aggressiven Ton fragte sie ihn, ob er ihr die Freundlichkeit erweisen könnte, einen von mir akustisch nicht verstandenen Gegenstand am oder vor dem Eingang zu entfernen, der seit drei Tagen da läge und gefährlich wäre, weil man drauf treten könnte. Ich fand es seltsam, da ich täglich vorbei gehe und nichts gemerkt habe. Die Gegend ist sehr sauber, Haufen gab es keine. Der Kunde an der Kasse hat etwas gesagt, ich weiß nicht was. Die Frau hat ihn daraufhin angebellt, sich noch bei der Kassiererin beschwert, und sich in meine Richtung umgedreht. Vielleicht hatte sie sich Unterstützung erhofft. Bei ihrem unhöflichen Verhalten konnte sie aber keine Sympathie von mir erwarten. Es war wieder diese typische deutsche Zickenart, die ich so abscheulich finde. Nein, ich meine nicht, dass alle Deutsche zickenartig sind. Diese Verhaltensweise habe nur ich erst hier überhaupt beobachtet, und leider nicht so selten wie Auberginen bei Kaiser’s. Sie hat sich mich also angeschaut, gemerkt, dass ich mit meinen dunklen lockigen Haaren nicht wie eine Deutsche aussehe, und mir sofort ohne Wort den Rücken wieder zugekehrt. Endlich hat sie ihre Packung Zigaretten bezahlt und den Laden verlassen. Beim rausgehen habe ich mich extra umgeschaut und wirklich nicht gesehen, was so viele Aufregung verursachen konnte. Vielleicht war’s einfach Zickentag.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Caponata

Von diesem sizilianischem Gericht gibt es viele Variante. Ich kenne die von der (jetzt verstorbenen) Mutter meines Patenonkels, die selber Sizilianerin war und keine Tomaten benutzt hatte. Im Sommer hat es bei meinem Patenonkel immer frische Caponata als kalte Vorspeise gegeben.

Die Zutaten

  • Olivenöl
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Glas Sardellen
  • 2 Auberginen
  • 1/2 Glas Essig (10 cL, weiß)
  • 6 Stangen Sellerie
  • 1 kleines Glas Kapern
  • Schwarze Oliven, etwa 20
  • Pfeffer, Kräuter der Provence

Mit der Menge habe ich genug für 2-3 Tage als Hauptspeise mit Brot. Wem es zu viel wird kann die lieben Arbeitskollegen überraschen und zur Mittagspause eine kleine Portion mitbringen (ich hab’s auch manchmal gemacht).

Die Zubereitung

  • Die klein geschnittenen Zwiebel und Knoblauch mit den Sardellen und den Kräutern in einem großen Topf mit Olivenöl blond anbraten. Am Ende bleibt von den Sardellen nichts mehr zu sehen, nur winzige Stücke und die kleinen Gräten. In einer vegetarischen Variante kann man auf die Sardellen verzichten.
  • Als nächste kommen die Auberginen-Würfel. Ich gebe dazu gleich das halbe Glas Essig und decke zu.
  • Die Sellerie-Stangen werden in Scheiben geschnitten und hinzugefügt. Wenn die Blätter schön sind, sollten sie auch geschnitten mit in den Topf.
  • Die schwarzen Oliven sollen naturgereift sein. Ich hab’s schon irgendwo erwähnt, lasst die Finger von den künstlich gefärbten Oliven! Die schmecken ekelhaft nach Seife. Man erkennt sie an ihrer wirklich schwarze Farbe und glatte Oberfläche, wie mit Botox gefüllt. Echte naturgereifte Oliven haben eine eher violette/braune Farbe, sind befleckt und haben den echten Oliven-Geschmack. Die Oliven entkernen und halbiert mit den Kapern hinzufügen. Mit Pfeffer ein bisschen würzen, zu decken.

Das war’s schon, ich warte, bis die Aubergine-Stücke durch sind und lasse die Caponata vorm Servieren schön abkühlen.

Wichtig: Kein Salz benutzen! Durch die Sardellen und Kapern gibt es schon genug davon!

Nährwertangaben

fürs Rezept
Energie (kcal) 520
Eiweiß (g) 17,9
Kohlenhydrate (g) 28
davon Zucker (g) 20,4
Fett (g) 39
Ballaststoffe (g) 16,4


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Ratatouille

Die Sonne scheint und erhellt mein Wohnzimmer, es ist sogar ein bisschen warm, es wird Zeit, mal wieder Ratatouille zu kochen! Genau wie es meine Mami mir beigebracht hat.

Die Zutaten

  • Olivenöl (kaltgepresst)
  • 1 große Zwiebel
  • 3-4 Knoblauchzehe
  • 1 gelbe Paprika
  • 1 rote Paprika
  • 1 große Aubergine
  • 2 kleine Zucchini
  • 2-3 Tomaten
  • Thymian und Rosmarin

Die Zubereitung

Tipp: Beim Kochen einer Zutatengruppe halte ich den Topf bedeckt und schneide schon die nächsten Gemüse, das spart viel Zeit. Vor allem die Reihenfolge ist wichtig.

  • In einem großen Topf den Boden mit Olivenöl decken (nicht zu viel, nur so, dass die Zwiebel danach nicht angeklebt wird).
  • Zwiebel fein schneiden und mit dem ebenfalls geschnittenem Knoblauch auf mittlerer Hitze blond anbraten.
  • Paprika in kleine Würfel schneiden und dazu geben.
  • Als nächste kommt die Aubergine, die Stücke dürfen schon größer als bei der Paprika sein, sonst hat man am Ende nur Brei. Beide harte Ende entfernen, in der Länge schneiden, dann für beide Seiten noch mal parallel zum ersten Schnitt halbieren, dann in die zwei anderen senkrechten Richtungen als Stücke schneiden (ich sollte besser über Geometrie schreiben).
  • Ein halbes Glas Wasser (10cL) dazu geben.
  • Danach die Zucchini klein geschnitten, dann die gewürfelten Tomaten (ich lasse immer die Haut dabei), die Kräuter, Salz (ich brauche immer viel mehr, als ich denke), Pfeffer, zudecken und warten, bis die Aubergine schön weich wird, dann ist der Rest auch ok.

Genießen

Die Ratatouille wird am besten kalt gegessen.

Dazu kann man hervorragend ganz einfach in Wasser gekochte Lachsfilet essen, oder gebratene Rotbarschfilet, oder fest gekochte Eier. Mit Baguette. Weiße Brötchen tun’s auch.

Eine Freundin hat sich beschwert, dass sie trotz handgeschriebener Anleitung von mir den tollen Geschmack von meiner Ratatouille nicht bekommen konnte. Es könnte am Olivenöl liegen, ich liebe kräftige aromatische Öle, oder an die Qualität der Gemüse. Die Tomaten sollten gut riechen, sonst schmecken sie meistens auch nicht.

Ach ja, und ein Rosé-Wein dazu.

Nährwertangaben

Die Menge an Olivenöl beeinflusst massiv die Kalorienanzahl und den Fettgehalt. Ich habe mit zwei Esslöffeln Olivenöl gerechnet. Pro zusätzlicher Esslöffel kommen insgesamt 108 kcal und 12 g Fett dazu.

pro 100 g fürs Rezept
Energie (kcal) 43 588
Eiweiß (g) 1,9 25,6
Kohlenhydrate (g) 5 68,6
davon Zucker (g) 4,3 58,4
Fett (g) 1,4 19,7
Ballaststoffe (g) 2,3 30,9


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.