Mir fällt die Decke auf den Kopf

Also bin ich raus gegangen. Das Wetter sah heute Morgen schön aus, hat sich aber schnell geändert.

Ich habe zuerst unsere Pflanzen auf dem Balkon gewässert und habe die Nachbarin unter uns auf ihrem Balkon gesehen. Da sie uns gefragt hatte, Pflanzen während ihres Urlaubs zu pflegen, bin ich zu ihr gegangen, um den Schlüssel zu holen. Sie hat mir ihre Pflanzen gezeigt und erklärt, welche Pflanzen wie viel Wasser brauchen.

P1110819Dabei konnte ich sehen, dass das Wort „Messie“, das die Frau bei der Hausverwaltung benutzt hatte, um unsere Nachbarn zu beschreiben, gar nicht passend ist. Ich wünsche, unsere Wohnung würde so schön aufgeräumt wie die unten aussehen. Wir haben Möbel, die aus zwei Wohnungen zusammengefügt wurden und nicht unbedingt zueinander passen, der Ehemann neigt dazu, seine Zeitschriften überall rum liegen zu lassen, mein Schreibtisch ist chaotisch… Das einzige ist das Auto unserer Nachbarn, das sich seit unserem Umzug nie vom Parplatz bewegt hat. Drin ist jede Menge Müll. Das sieht man jetzt nicht, weil die Frontscheibe so dreckig ist, und die Blätter vieles verstecken. Ursprünglich war das Auto überall rot.

Ich habe mich danach entschlossen, im botanischen Garten spazieren zu gehen. Ich kann mit dem linken Fuß wieder normal gehen. Das war eine gute Entscheidung. Entspannend. Kaum Besucher waren da. Mitten in der Woche ist es vielleicht normal, und das Wetter war doch nicht so schön. Zweimal hat es Schauer gegeben.

Die Hummeln waren fleißig am Werk. Die hat man schon am lustigen Geräusch erkannt. Bienen waren auch unterwegs. Merkwürdige Früchte hingen in den Bäumen. Und Pilze sind schon auf der Wiese geschossen.

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Der Arzt hatte mir am Montag vorgeschlagen, den Arm aus der Schlinge zu nehmen und beim Gehen hängen zu lassen. Das habe ich gemacht. Die Schlinge benutze ich seit Montag nicht mehr. Ich habe sie trotzdem in die Tasche gepackt. Ich kann den Arm immer noch nicht strecken, heben geht schwer. Ich kann ihn kaum benutzen, wirklich. Immerhin kann ich mich jetzt alleine an- und ausziehen, seitdem der Gips weg ist. Wenn ich mit der rechten Hand den linken Arm zu meinem Kopf hoch hebe, bin ich in der Lage, mir einen Pferdeschwanz oder einen Knoten zu machen. Das ist gut, weil der Ehemann wieder unterwegs ist. Diesmal in Belgien. Ich sehe sonst keine Verbesserung am Arm seit Montag. Es fühlt sich an, als ob der Knochen sich von seiner normalen Lage verschoben hätte, was die Bewegungen einschränkt. Ich denke, ein Eingriff wird nötig sein. Hoffentlich wird sich der Arzt bis morgen die Tomographie-Bilder angeschaut haben.

Ich bin eine Stunde am botanischen Garten geblieben, und dann zum Boulevard Berlin mit dem Bus gefahren. Shopping. Mir war doch nicht so richtig danach. Zu viele Menschen. Ich habe nur ein Buch bei Hugendubel gekauft. Mieses Karma. Das hörte sich von der Beschreibung her lustig an. So lange der Laden nicht zurück zur anderen Straßenseite umzieht, werden keine englischsprachige Bücher angeboten. Ich war enttäuscht.

Mein Ellbogen hat am Ende weh getan, und ich habe die Schlinge wieder benutzen müssen. Zu Hause habe ich gemerkt, dass mein linker Fuß an der Außenseite doch ein bisschen schmerzt. Den Ischias spüre ich auch.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

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Jetzt ist der Fuß dran

Es ist am Sonntagabend passiert. Wir sind nach der Geburtstagsfeier mit dem Bus nach Hause gefahren. Beim Aussteigen habe ich ein paar Schritte gemacht und plötzlich einen lauten Knall im rechten Fuß gespürt, obwohl ich ganz normal gegangen bin. Danach ging’s, wir sind gut zu Hause angekommen und ich habe nicht mehr daran gedacht. Manchmal knackt’s leise und es stört nicht weiter.

Am Montag bin ich zur Arbeit gegangen, und ich habe einen leichten Schmerz im Fuß gespürt. Am Dienstag ist es schlimmer geworden. Es hat an den außeren Seite vom Fuß geschmerzt und ich musste vermeiden, mit dem Fuß zu rollen, um gehen zu können. Ich hatte aber so viel zu tun, dass ich keine Zeit hatte, mich um einen Arztbesuch zu kümmern. Und wenn ich länger gesessen habe, gab es kein Problem mehr. Ich bin sogar abends schmerzfrei zur S-Bahn nach der Arbeit gegangen und dachte, es wäre vorbei. Als ich ausgestiegen bin, war der Fußweg nach Hause wieder hart, ich konnte nur noch sehr langsam gehen. Am Mittwoch und gestern hat mich Martin mit dem Auto hin und zurück zur Arbeit gefahren. Die untere Seite vom Fuß tut mittlerweile auch weh.

Heute Morgen bin ich zu meiner Orthopädin gegangen. Nottermin um 10:50 telefonisch vereinbart, tatsächlich war ich um 11:50 dran. Es war ein Nottermin, also noch in Ordnung. Die Ärztin meinte, es wäre ein Bänderriss im oberen Sprunggelenk, obwohl ich den Knall unter dem Fuß gespürt hatte. Unterhalb vom Knöchel habe ich einen Bluterguss, und es wäre die Ursache für den Schmerz. Sie hat mich zur MRT geschickt, nachdem mir ein Verband mit Voltaren angefertigt wurde. Sobald ich die Ergebnisse habe, sollte ich einen neuen Termin vereinbaren; es wäre momentan nicht viel los in der Praxis und ich könnte locker in einer oder zwei Wochen zurück kommen. Ich habe die verschriebene Schiene beim Sanitärhaus in der gleichen Straße geholt und befestigt bekommen. Ich konnte dadurch meinen Schuh nicht mehr richtig anziehen. Wir sind schnell nach Hause gefahren, um andere Schuhen zu finden, die mit der ganzen Bastlerei um den Fuß noch passen. Meine Bade-Flip-Flops.

Zur MRT konnte ich schon heute Nachmittag gehen, in dem Krankenhaus, wo ich wegen der Bauchhöhlenschwangerschaft zuerst war. Ursprünglich hatte ich noch vor, nachmittags arbeiten zu gehen, aber es wurde zeitlich nicht mehr realistisch. Ich habe mich als Freizeitausgleich für den Tag gemeldet. Ich habe eh wieder zu viele Überstunden diese Woche gemacht.

Ich habe bei der RMT die Anweisung bekommen, ruhig zu liegen und mich nicht zu bewegen, während den ganzen zehn Minuten, die für die Untersuchung nötig waren. Ich habe mich gewundert, warum ich dicke Kopfhörer um die Ohren bekommen habe, aber es wurde schnell klar. Die Maschine macht einen unglaublichen Lärm. Es war nicht einfach, dabei zu entspannen. Ich habe die Bilder sofort bekommen, der Bericht kommt noch per Post. Der Folgetermin bei der Orthopädin scheint schwieriger zu sein, als sie mir versicherte. Ihre Sekretärin meinte am Telefon, es ginge nicht vor Mitte August, und ich sollte erst den Termin vereinbaren, wenn der Bericht vorliegt. Ich glaube, ich lasse Martin für mich den Termin machen, er kann viel besser als ich handeln.

Dabei hatte ich mich so gefreut, ab dieser Woche wieder zum Fitness-Studio zu gehen. Jetzt muss ich wohl länger warten. Die Orthopädin meinte, es könnte eine Folge der OP sein, da man sich anders als sonst hält und die Belastung auf die Füße anders wird.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.