Am botanischen Garten

Wir haben den schönen Eingang zum botanischen Garten benutzt. Nicht den Haupteingang in der Menzinger Straße, sondern erstmal durch den Park vom Schloß Nymphenburg. Dort gibt es Enten und Gänse, die ich in Berlin noch nie gesehen hatte. Es war schon warm und eine Pause am Biergarten musste sein. Mit alkoholfreiem Bier, denn kurz vor zwölf ist es mir viel zu früh, um „echtes“ Bier zu trinken. Eine Bayerin werde ich wohl nicht.

Auf dem Weg zum botanischen Garten stoßen wir auf eine künstliche Ruine, wie die Romantiker sie gerne im neunzigsten Jahrhundert in Gärten bauen lassen haben.

Wir spazieren gemütlich durch den botanischen Garten. Ich habe uns gleich Jahreskarten besorgt. Wie in Berlin kann man an der Kasse nur bar bezahlen, Kartenleser haben sie nicht. Im Garten sind nicht so viele Leute, außer am Café, wo wir um zwei Uhr nachmittags ankommen. Der Ehemann hat Durst. Er bestellt sich ein Aperol Spritz. Ich nehme lieber einen schwarzen Tee und ein Stück Panna Cotta Kuchen mit Heidelbeeren. Das Stück ist bestellt, bevor mein Gehirn überhaupt sagen kann, „Halt, du wolltest doch abnehmen!“. Der Ehemann isst mit. Zu meiner Überraschung kommt die Bedienung bei der überfüllten Terrasse sehr schnell. Wir müssen kaum warten.

Um halb drei machen wir uns auf den Weg nach Hause.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

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Radtour zum Weßlinger See

Der Ehemann musste ungewöhnlich früh zum Flughafen. Er war schon seit Donnerstag hier, weil er am Freitag ein Vorstellungsgespräch hatte. Das Gespräch ist zwar gut gelaufen, aber die Firma hat ihn nicht wirklich überzeugt.

Ich hatte den Wecker auf meinem Handy für sieben gestellt, was für einen Sonntag recht hart ist. Wir sind schon nicht früh eingeschlafen. Und wir haben völlig vergessen, dass die Sommerzeit am Wochenende anfängt. Dementsprechend noch weniger geschlafen, obwohl es mir beim Aufwachen nicht aufgefallen ist. Gut, dass mein Handy die Uhrzeit automatisch anpasst. Als der Ehemann auf Boarding wartete, schrieb er mir, „Kann es sein, dass wir heute Nacht zur Sommerzeit gewechselt sind?“ Ich: „Nee, ich hätte es schon vorher mitbekommen“. Tja.

Das Wetter sah morgens fantastisch aus. Endlich ist der Schnee übers Wochenende weg geschmolzen, oder fast. Auf dem Weg zum Bäcker war es mir doch kalt. Ich habe beschlossen, erst am Nachmittag Fahrrad zu fahren. Die erste Radtour des Jahres. Ich bin nicht weit gefahren, weil ich nicht sicher war, ob mit dem Fahrrad alles in Ordnung ist. Das vordere Rad wirkte beim Fahren ziemlich platt. Ich habe es nicht geschafft, die Kappen vom Ventil aufzumachen, um die Reifen aufzupumpen. Der Ehemann muss sich bei seinem nächsten Besuch darum kümmern. Vermutlich ist er es selber gewesen, der die Kappen so fest zu gedreht hat.

Nach einer halben Stunde bin ich am Weßlinger See angekommen. Es waren schon viele Leute unterwegs. Ich habe das Rad geschoben und bin zu Fuß um den See gelaufen. Der Weg war teilweise eng und matschig, aber es war schön. Ich bin meinem ersten Zitronenfalter des Jahres begegnet. Eine kleine Imbiss-Bude gibt es, direkt am Wasser. Es wäre übertrieben, von einem Biergarten zu sprechen. Das war der meist besuchte Ort am See. Alle Tische waren überfüllt. Sonst war der Spaziergang ruhig. Der Weßlinger See ist ganz klein und ökologisch bedroht. Viele Plakate hängen, um zu erklären, dass man zum Beispiel die Enten und Schwäne nicht füttern darf. Baden kann man nur an bestimmten Stellen. Es gibt in der Gegend sowieso größere Seen, den kleinen hier könnte man komplett in Ruhe lassen. Nach einer Stunde war ich zurück zu meinem Ausgangspunkt gekommen, und ich bin nach Hause geradelt.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Frühlingsvorbereitungen

Wir haben den regnerischen Sonntagnachmittag auf dem Balkon verbracht. Der Ehemann hat neue Blumenkästen geholt, um endlich die alten, undichten Kästen von den vorherigen Eigentümern der Wohnung zu ersetzen. In der Zeit habe ich einen anderen Erbstück beseitigt, eine Kletterpflanze, die schon bei unserem Umzug ganz vertrocknet war. Wir hatten uns bis jetzt nicht um diese Ecke des Balkons gekümmert. Nun sollen Bohnen dort eingepflanzt werden. Sie klettern auch ganz schön.

Meinerseits hatte ich schon letzte Woche erste Vorbereitungen getroffen. Im Samenladen um die Ecke habe ich mir ein kleines Gewächshaus und Quelltabletten für die Züchtung von Pflanzen besorgt. Vorgesehen sind Thai-Basilikum, Skabiosen und Schokoladenblumen. Letztere sollen nach Schokolade riechen und Schmetterlinge und Bienen anziehen. Ich bin gespannt. Die ersten Keimlinge strecken schon den Hals:

Platz für einen Basilikum ist schon neben dem umgepflanzten Oregano vom letzten Sommer vorgesehen. Ich hoffe, der Oregano wird dieses Jahr wieder kommen. Ich weiß nicht, ob ich den richtig geschnitten habe. Der zweite Basilikum soll in einen Topf kommen.

Eine Überraschung haben wir erlebt, als wir die wilde Blumenmischung für Bienen umgepflanzt haben. Ein Neuling hatte sich im Kasten unbemerkt eingeschlichen. Beim Anfassen vom Kasten ist mir der Geruch von Thymian stark in die Nase gekrochen. Thymian? Wir hatten mal einen Topf auf dem Balkon, aber die Pflanze war uns eingegangen. Dieser muss von den Bienen oder Spatzen hierher transportiert worden sein. Dass er uns bis jetzt noch nicht aufgefallen war!

Einige Blumen hat der Ehemann ebenfalls ganz lieb mitgebracht und gleich eingepflanzt, weil ich mich am Samstag nicht so gut gefühlt hatte:

Über die Kuhschellen mit Schachbrettmuster habe ich mich besonders gefreut. Sie werden in ihrem Topf bleiben.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Ich musste mal raus

Nach einer Weile halte ich es nicht mehr aus. Heute Morgen hatte ich noch Fieber. Den ganzen Tag habe ich mich schwindelig gefühlt. Aber irgendwann brauche ich Bewegung und frische Luft, mag der Arzt sagen, was er will. Den Müll raus zu bringen hat nicht gereicht.

Um halb fünf bin ich zum Reichelt gegangen. Zehn Minuten hin zu Fuß. Es war gar nicht so kalt. In der Wohnung ist es zu warm. Ich habe das ganze Wochenende zu Hause gefroren. Ein Vorzeichen von der Erkrankung. Auf dem Weg zum Supermarkt bin ich an vielen Büschen und Bäumen vorbei gegangen. Manche haben schon Blüten, obwohl die Blätter noch gar nicht raus sind. Bei vielen habe ich Knospen gesehen. Ein Baum hinter dem Haus ist schon ganz weiß davon. Der Busch bei unseren Mülltonnen hat sogar kleine Blätter.

Auf dem Rückweg sind mir zwei alte Weihnachtsbäume aufgefallen. Sie lagen zwischen Bäumen und Hecken, neben dem Bürgersteig. Schon ausgetrocknet und gelblich. Ich frage mich, wie lange sie noch da liegen bleiben werden.

Ich habe für heute Abend und morgen Lebensmittel eingekauft. Ich koche am liebsten mit möglichst frischen Zutaten, daher kaufe ich häufig ein. Ich habe heute tolle Bilder gesehen und Lust auf ein pochiertes Ei mit geriebenen Möhren bekommen. Ein bisschen Balsamico, Olivenöl und Salz dazu. Toll. Weil es bei einer Erkrankung doch ein spärliches Abendessen war, gab es danach noch eine dicke Scheibe Brot mit Käse (Langres). Ich habe dabei festgestellt, dass ich heute kaum Hunger hatte und nicht genug gegessen habe.

Morgen kommt Martin zurück. Ich werde uns eine Variante von Schafskäseschnitten mit Spinat machen. Die Kräuter lasse ich ganz weg und werde Zwiebel und Knoblauch benutzen. Statt Filoteig habe ich Blätterteig. Wenn ich ihn dünner aufrolle, geht er vielleicht nicht so stark auf.

Ich hatte bis heute noch nie von Filoteig gehört. Das hat mich zum Nachdenken gebracht. Ist Filoteig nicht dasselbe wie Blätterteig? Ich kenne ja Phyllosilikate, „phyllo“ heißt „Schicht“ in Mineralogie, oder „Blatt“ auf Griechisch, alles klar, Filoteig ist einfach falsch geschrieben, dachte ich. Ich habe es trotzdem nach gegoogelt und wieder was gelernt. Das erinnert mich ein bisschen an Brik. Brik-Taschen hatte uns mein Vater häufig gemacht. Das sollte ich bei Gelegenheit nachmachen und hier festhalten.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Der Frühling lässt grüßen

Seit Kurzem als neue Suchbegriffe in meinen Blog-Statistiken erschienen:

  • zweites date
  • verliebtheit lächeln
  • verlassen wegen kollegin wie lange dauert die verliebtheitsphase
  • wie lange dauert verliebtheit verlassen wegen kollegin (der selbe?)
  • kollegin hat nur mit mir gespielt nichts ernstes
  • ich war völlig nackt
  • wie abmelden bei erkältung arbeit (eine Folge vom Letzteren?)
  • wassergeraeuschs sit ups
  • nasse oma (davon will ich nichts wissen, und wie kommt man damit hierher?)

Sonst noch:

  • mit welchem u bahn ich kann zum schufa institut fahren im dusseldorf (Google Maps fragen)
  • traum über ausländeramt (den Trauma verstehe ich)
  • reblochon kaese mist geruch (da bin ich anderer Meinung)
  • rewe online kurs lösungen (gibt’s hier nicht)
  • vorstellungsgespräch promoviert biologie anziehen, kann nicht beurteilen wie vorstellungsgespräch verlaufen ist, stellenausschreibung row arbeitsamt
  • ich habe überall meckerei, was ich kann machen


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Hallo Frühling!

Das Wetter ist so herrlich, dass ich es mir gegönnt habe, bei meinem Stammcafé spät frühstücken zu gehen, und für ein paar Stunden die Sonne zu genießen.

Gegenüber von der Terrasse steht auf der Wiese ein wunderschöner Baum:

Baum mit BlumenBaum
Und auf dem Rückweg gab’s eine schöne Überraschung:

Kirschblüten
Es wurde aber Zeit!


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.