Spaziergang am Tegeler See

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Der botanische Garten in Cambridge

Bevor die Tagung anfängt, habe ich mir ein bisschen Zeit genommen und den botanischen Garten besucht. Die wichtigsten Touristenattraktionen hatte ich schon bei meinem ersten Aufenthalt in der Gegend besucht, und auch wenn es schön war, wollte ich etwas anderes sehen. Also ab zum botanischen Garten, der auch noch nicht weit vom Hauptbahnhof liegt.

Den ersten Eingang zum botanischen Garten konnte ich nicht benutzen, weil ich zeitgleich mit einer Militärparade die Bahnhofstraße runter gegangen bin, und der Eingang direkt hinter einem Denkmal für die gefallenen Soldaten im ersten Weltkrieg liegt. Heute gab es vor dem Denkmal eine Zeremonie, mit Schweigeminuten und Gedichten und Hymnen, das Publikum hat sogar mitgesungen. Aber deswegen war der Eingang zum botanischen Garten gesperrt. Ich habe den Eingang von der Bateman Street benutzt.

Der Garten selbst ist sehr schön und ordentlich angelegt. Von weitem nicht so groß wie in Berlin, jedoch gab es viele Pflanzenarten und Bäume die ich noch nicht kannte. Die Skabiosen, die ich auch bei uns auf der Terrasse gepflanzt haben, scheinen sich hier recht wohl zu fühlen. Einige Bäume sind für Kinder mit Augen am Stamm gekennzeichnet, und sie werden dazu aufgefordert, Samen oder Äste zu sammeln, um sich einen Zauberstab zu basteln. Wie die Buche, die aus zwei Buchen „gebastelt“ wurde.

Die wunderschöne Katze, die mehrmals an mir vorbei gerauscht ist, hat sich anscheinend ihr Zuhause im botanischen Garten gemacht. Während meines ganzen Besuches hörte ich von überall kleine Kinder, die plötzlich so aufgeregt „Kitty! Kitty!“ gerufen haben. Wenn sie wüssten, wie die Katze ein graues Eichhörnchen einen Baum hoch gejagt hat…

In Cambridge ist es gerade nicht sehr warm, seit gestern bin ich nur am Frieren, und nach einer Weile musste ich zu den Gewächshäusern gehen. Bei den Kakteen hat mir der „Hasenohrenkaktus“ besonders gefallen. Ganz viele atemberaubenden Blumen waren zu sehen, zu viele, um alle zu zeigen. Vor allem die, die wie ein bunter Vogelkopf aussieht und deren Namen ich mir nie merken kann. Sie darf in keinem botanischen Garten fehlen. Das Gebäude selbst wirkt recht gemütlich, aus Holz und mit genug Sitzplätzen, um in Ruhe und in der Wärme zu entspannen.

Zum Schluß gab es noch eine Tasse Kaffee mit Pastry im Café des Gartens, und schnell zurück zum Hotel. Mittlerweile ist es sehr winding und bedeckt geworden. Mir ist es so kalt hier!

Selfie mit Mückenstich

Oder: Autoportrait à la piqûre de moustique.

Den Mückenstich habe ich heute Morgen beim Aufwachen gemerkt. Besser gesagt, beide Mückenstiche. Ein am Dekolleté[1], oder fast am Hals, und ein am linken Oberarm, dicht am Ellbogen. Wir müssen eine Mücke im Schlafzimmer gehabt haben, obwohl ich sie gar nicht gehört habe. Normalerweise nerven sie mich nachtsüber total, wenn sie am Ohr rum fliegen. ZzzzzzzzZZZZZZzzzzzzz…. Oder sie sind gestern Abend über mich hergefallen, als wir auf der Terrasse nach dem Sport ein wohlverdientes alkoholfreies Bananenweizen getrunken haben.

Ich habe die Stiche natürlich sofort mit meinem tollen Gerät erhitzt[2]. Das Gerät habe ich auf Arbeit mitgenommen und mehrmals am Tag angewendet. Es klappt, wie immer, die Stiche jucken nicht. Das scheint aber die allergische Reaktion nicht zu hindern. Am Hals geht es, am Ellbogen habe ich schon eine beachtliche Beule bekommen. Sie fühlt sich ganz warm an. Der Ehemann hat gerade einen Schreck bekommen, als ich mich auf der Couch neben ihm hingesessen habe.

So sieht jetzt der linke Ellbogen aus[3]:

Zum Vergleich, der rechte Ellbogen:

Sale bête.

[1] Komische Schreibweise.

[2] Seit der Anschaffung vor gut drei Jahren habe ich die Batterie immer noch nicht wechseln müssen. Es ist gut so, ich bin nicht sicher, wie ich dafür das Ding öffnen sollte.

[3] Es ist nicht der Winkel, unter dem die Beule am dicksten aussieht. Es ist gar nicht so einfach, den eigenen Ellbogen mit dem Handy zu fotografieren. Es klappt aber besser, als ihn zu lecken 😀

Balkon-Update

Von den Buchen hat es nur eine geschafft. Die im Forsythien-Topf ist eingegangen. Die andere haben wir umgepflanzt. Heute Morgen habe ich eine neue Überraschung entdeckt: Zwischen den Blumen, die der Ehemann liebevoll gepflanzt hatte, ist eine Eiche aufgetaucht!

Eine neue Blume hat den Weg zum Forsythien-Topf gefunden. Keine Ahnung, wie sie heißt, aber sie gefällt mir!

Unseren Rosen hat das blöde Wetter mit den vielen Gewittern in letzter Zeit gar nicht gut getan. Ich freute mich schon auf die viele neuen Knospen, um dann letzte Woche das Massaker zu entdecken:

Alle Knospen sahen so aus. Dem Rat der Verkäuferin in der Gärtnerei unten folgend, haben wir sie alle geschnitten. Ein Jammer.

Bei meinen selbst gepflanzten Blumen bin ich mit dem Ergebnis nicht so zufrieden. Von allen Schokoladenblumen ist nur eine groß genug gewachsen, und sie hat eine einzige Blume gemacht. Sie riecht tatsächlich nach Schokolade! Einige Skabiosen machen sich fertig, sie nehmen sich aber richtig viel Zeit, um endlich ihre Pracht zu zeigen.

Mehr Glück haben wir mit unseren Garten-Experimenten. Die Tomaten wachsen wie jedes Jahr. Der neue Oregano aus dem Staudenmarkt blüht richtig und zieht alle Bienen und Hummeln an. Und die Erdbeeren duften himmlich, haben ein unglaublich leckeres Aroma, sind leider so klein, dass die Ausbeute jedes Mal recht mager ist. Sie breiten sich gerne aus und ein Zweig hat das Weite aus dem Gitter nach unten zu den Nachbarn gesucht. Vielleicht kriegen sie auch mal Erdbeeren auf ihrem Balkon.

Neu dazu sind dieses Jahr die Bohnen gekommen, die wie wild um das Gerüst klettern. Sie haben ganz viele schöne rote Blüten gemacht, und die ersten Bohnen zeigen sich schon. Als Neben-Effekt werden wir viel Schatten auf der Terrasse bekommen. Wenn es mal wieder Sonnig wird. Nicht, dass ich mich über zu viel Sonne jemals beschweren würde. Der Ehemann aber schon.

Der letzte Thai-Basilikum, der von den Spatzen nicht zerfetzt wurde, ist nicht besonders hoch gewachsen. Es wird noch dauern, bevor er in der Küche verwendet wird. Die Minze dagegen hat sich sehr schön entwickelt. Mojitos und Aprikosen-Minze-Milkshake haben wir schon genießen können.

Ein Hauch Winter mitten im Frühling

Mein zweiter Tag in Oulu ist deutlich kälter geworden. Die Temperaturen waren knapp über null Grad, aber es hat den ganzen Tag geschneit. In dieser Zeit bereitete sich Deutschland zur zweiten Sommerhitzewelle vor (in März hatten wir ja schon eine). Es war vor drei Wochen.

Ich habe mich vom Wetter nicht beeindrucken lassen und bin am frühen Morgen spazieren gegangen. Durch die helle Nacht konnte ich nicht lange schlafen und habe die Gelegenheit genutzt. Ich bin nördlich vom Hotel zu den kleinen Inseln bis zum Staudamm und zurück spazieren gegangen. Bei der Kälte haben meine Finger beim Fotografieren geschmerzt.

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Erster Abend in Oulu

Bei der verspäteten Anreise dachte ich naiv, ich würde von der Stadt nicht viel sehen können. Weit gefehlt! Es war ohne mit den schon recht langen Nächten zu rechnen. Der Himmel war an dem Tag fantastisch blau.

Ich bin nach dem Einchecken im Hotel kurz nach acht Uhr abends zum historischen Stadtkern gegangen. Der Weg vom Hotel war recht kurz. Ich bin durch die Straßen geschlendert und habe mich von den kleinen Holzhäusern verzaubern lassen. Kurz vor neun bin ich am Ende vom Marktplatz angekommen und dachte, einen schönen Sonnenuntergang sehen zu können. Nach einiger Zeit hat der Hunger gesiegt und ich bin zu einem italienischen Restaurant gegangen, um Pizza zu essen. Eine Stunde später ging die Sonne immer noch runter. 😀

Gegen Mitternacht bin ich ins Bett gegangen. Es war noch recht hell draußen. Ich habe plötzlich Lust auf eine Nachtwanderung bekommen. Natürlich nicht alleine. Ich sollte mit dem Ehemann mal im Sommer nach Finnland Urlaub machen, um es auszuprobieren. Bei der Helligkeit muss es ein tolles Gefühl sein.

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Bucheninvasion im Blumenkasten

In dem Blumenkasten links ist es ganz eindeutig eine Buche, die Buchecker liegt noch daneben. Letzte Woche hatten wir uns schon gefragt, was da wächst. Im runden Topf mit den Forsythien war mir der zweite Setzling bis heute Morgen gar nicht aufgefallen. Er sieht aber dem anderen sehr ähnlich, daher gehe ich davon aus, dass es sich ebenfalls um eine Buche handelt. Beide sind vermutlich von den Spatzen hierher gebracht worden. Sie haben meine Thai-Basilikum-Keimlinge völlig rücksichtlos zerfetzt, nur ein hat das Massaker überlebt, bevor wir als Gegenmaßnahme ein Gitter um die Töpfe spannen mussten. Dafür schenken sie uns Buchen und Thymian… Wenn die beiden Neulinge größer sind, werden wir sie vermutlich irgendwo umpflanzen. Im Blumenkasten auf unserer Terrasse können sie nicht groß werden.

Frühlingsvorbereitungen

Wir haben den regnerischen Sonntagnachmittag auf der Terrasse verbracht. Der Ehemann hat neue Blumenkästen geholt, um endlich die alten, undichten Kästen von den vorherigen Eigentümern der Wohnung zu ersetzen. In der Zeit habe ich einen anderen Erbstück beseitigt, eine Kletterpflanze, die schon bei unserem Umzug ganz vertrocknet war. Wir hatten uns bis jetzt nicht um diese Ecke der Terrasse gekümmert. Nun sollen Bohnen dort eingepflanzt werden. Sie klettern auch ganz schön.

Meinerseits hatte ich schon letzte Woche erste Vorbereitungen getroffen. Im Samenladen um die Ecke habe ich mir ein kleines Gewächshaus und Quelltabletten für die Züchtung von Pflanzen besorgt. Vorgesehen sind Thai-Basilikum, Skabiosen und Schokoladenblumen. Letztere sollen nach Schokolade riechen und Schmetterlinge und Bienen anziehen. Ich bin gespannt. Die ersten Keimlinge strecken schon den Hals:

Platz für einen Basilikum ist schon neben dem umgepflanzten Oregano vom letzten Sommer vorgesehen. Ich hoffe, der Oregano wird dieses Jahr wieder kommen. Ich weiß nicht, ob ich den richtig geschnitten habe. Der zweite Basilikum soll in einen Topf kommen.

Eine Überraschung haben wir erlebt, als wir die wilde Blumenmischung für Bienen umgepflanzt haben. Ein Neuling hatte sich im Kasten unbemerkt eingeschlichen. Beim Anfassen vom Kasten ist mir der Geruch von Thymian stark in die Nase gekrochen. Thymian? Wir hatten mal einen Topf auf der Terrasse, aber die Pflanze war uns eingegangen. Dieser muss von den Bienen oder Spatzen hierher transportiert worden sein. Dass er uns bis jetzt noch nicht aufgefallen war!

Einige Blumen hat der Ehemann ebenfalls ganz lieb mitgebracht und gleich eingepflanzt, weil ich mich am Samstag nicht so gut gefühlt hatte:

Über die Kuhschellen mit Schachbrettmuster habe ich mich besonders gefreut. Sie werden in ihrem Topf bleiben.