USB-Stick plötzlich nur noch lesbar

Ich habe seit Anfang des Jahres viele Fotos mit meiner Kamera gemacht. Meistens ging es mir darum, meiner weit entfernten Familie über Facebook meine neue Umgebung zu zeigen. Bevor ich die Fotos hochlade, bearbeite ich sie kurz mit Gimp. Ich habe noch kein Bild aufgenommen, bei dem das Nachschärfen keine Verbesserung gebracht hat.

Gimp kann man auf allen gängigen Betriebssystemen installieren. Seitdem meine Windows-Festplatte den Geist aufgegeben hat, bearbeite ich jedoch alle meine Bilder unter Ubuntu. Ich habe einen MacBook, aber das Bearbeiten von Bildern ist damit ein Graus. Den MacBook habe ich von meiner alten Arbeitsstelle übergangsweise geliehen bekommen, um Nachfragen über Programm#1 zu beantworten, bis ein Nachfolger gefunden wird. Ich hasse ja Mac. Der MacBook kommt jedoch häufig zum Einsatz, weil mein Ubuntu-Rechner nicht WLAN-fähig ist. Ich benutze immer noch mein Handy als Hotspot.

Was ich also mit meinen Fotos mache:

  1. sie aus der Kamera-Karte zum Ubuntu-Rechner kopieren,
  2. sie dort mit GIMP bearbeiten,
  3. sie nach Bearbeitung auf einem USB-Stick kopieren,
  4. sie vom Stick zum MacBook kopieren, und anschließend
  5. sie auf sozialen Medien hochladen.

Nun der Hacken: Plötzlich hat Ubuntu behauptet, ich könnte nichts auf USB-Sticks kopieren, weil alle schreibgeschützt wären. Das stimmt gar nicht, auf dem Mac kann ich alles drauf schreiben, was ich will. Warum es plötzlich alle meine USB-Sticks betrifft, weiß ich nicht. Vielleicht mag es Ubuntu nicht, wenn die Sticks auf so vielen Betriebssystemen benutzt werden. Mac hinterlässt auf Sticks jede Menge Müll in Form versteckter Dateien. Formattieren konnte das Problem nicht beheben: Weil die Sticks angeblich schreibgeschützt sind, kann Ubuntu sie nicht formattieren. Auf dem MacBook formattieren habe ich nicht probiert. Ich habe zuerst nach einer nicht so radikalen Lösung gesucht. Die habe ich hier gefunden.

Mit dem befehl lsblk kann man sich im Terminal alle verbundenen Laufwerke anzeigen lassen. Das Ergebnis sah bei mir so aus (der Nutzername wurde durch user ersetzt):

NAME MAJ:MIN RM SIZE RO TYPE MOUNTPOINT
sda 8:0 0 931,5G 0 disk
├─sda1 8:1 0 100M 0 part
├─sda2 8:2 0 292,9G 0 part
├─sda3 8:3 0 345,6G 0 part
├─sda4 8:4 0 1K 0 part
└─sda5 8:5 0 97,7G 0 part
sdb 8:16 0 1,8T 0 disk
├─sdb1 8:17 0 15,9G 0 part
│ └─cryptswap1 252:0 0 15,9G 0 crypt [SWAP]
├─sdb2 8:18 0 1K 0 part
├─sdb5 8:21 0 77,7G 0 part /
└─sdb6 8:22 0 1,7T 0 part /home
sdc 8:32 1 3,8G 0 disk
└─sdc1 8:33 1 3,8G 0 part /media/user/kamera_karte
sdd 8:48 1 57,7G 0 disk
└─sdd1 8:49 1 57,7G 0 part /media/user/usb_stick
sr0 11:0 1 649,5M 0 rom /media/user/LARIAN_DIV3
sr1 11:1 1 1024M 0 rom

wodurch ich erfahren habe, dass mein Stick, mit dem Pfad /media/user/usb_stick, den internen Namen sdd1 trägt. Das kann sich immer ändern, daher ist dieser erster Schritt wichtig.

Als zweiter Schritt hebt man mit dem Befehl sudo hdparm -r0 /dev/sdd1 den Schreibschutz auf. Was dieser Befehl raus spuckt:

/dev/sdd1:
setting readonly to 0 (off)
readonly = 0 (off)

Es scheint also ohne Problem zu klappen, aber das Kopieren von Dateien lief bei mir in Nautilus mit der Maus immer noch nicht.

Es könnte sein, dass einige Sektoren auf dem Stick beschädigt sind. Das prüft man mit dem Befehl sudo fsck /dev/sdd1 und repariert es wenn nötig mit dem interaktiven Output:

fsck from util-linux 2.27.1
fsck.fat 3.0.28 (2015-05-16)
0x41: Dirty bit is set. Fs was not properly unmounted and some data may be corrupt.
1) Remove dirty bit
2) No action
? 1
There are differences between boot sector and its backup.
This is mostly harmless. Differences: (offset:original/backup)
3:53/4d, 4:59/53, 5:53/57, 6:4c/49, 7:49/4e, 8:4e/34, 9:55/2e, 10:58/31
, 91:fc/33, 92:31/c9, 93:c9/8e, 94:8e/d1, 95:d1/bc, 96:bc/f8, 97:76/7b

[Geschnitten weil es sonst zu lang wird]

, 501:00/4f, 502:00/4f, 503:00/54, 504:fe/20, 505:02/53, 506:b2/59
, 507:3e/53, 508:18/00, 509:37/00
1) Copy original to backup
2) Copy backup to original
3) No action
? 3
/System Volume Information
Has a large number of bad entries. (85/93)
Drop directory ? (y/n) y
Reclaimed 2 unused clusters (65536 bytes).
Free cluster summary wrong (1810971 vs. really 1810973)
1) Correct
2) Don't correct
? 1
Perform changes ? (y/n) y
/dev/sdd1: 998 files, 78197/1889170 clusters

Es waren also ganz schön viele Fehler, die ich entfernt habe. Das Kopieren von Dateien auf dem Stick klappte danach im Nautilus immer noch nicht und erfolgte nur durch den Terminal:

cp -r ~/Pictures/20180408 /media/user/usb_stick/

zum Beispiel, wo ich das ganze Verzeichnis 20180408 mit vielen Bildern drin rekursiv auf dem Stick kopiere.

Damit ist das Problem leider nicht für immer gelöst, weil Ubuntu bei der nächsten Benutzung vom Stick wieder behauptet, der Schreibschutz wäre aktiv. Vermutlich ist es ein Zeichen, dass die Sticks alt werden und irgendwann gar nicht mehr zu benutzen sind.

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Das Wochenende in Bildern

Der Ehemann ist am Wochenende gekommen.

Ich hatte die Idee, am Samstag zum Ammersee zu fahren. Es war die ganze letzte Woche so kalt, die Temperaturen sind nie über null Grad gekommen. Es müsste doch toll sein, am gefrorenen See spazieren zu gehen. Ja, der Spaziergang war es.

Abgesehen davon, dass die S8 momentan wegen Bauarbeiten nur alle vierzig Minuten fährt, und man am Bahnhof nicht mal darüber informiert wird, dass der Zug nicht am richtigen Bahnsteig ankommt, sondern falsch rum fährt… Ich sage nur, gut, dass der Fahrer uns alle wegrennen gesehen und gewartet hat, bis wir die Treppen runter und hoch gerannt sind, um zum anderen Bahnsteig zu gelangen (und das auf dem neuen frischen Schnee, über dem alten gefrorenen Schnee, der natürlich wie immer gar nicht geräumt wurde). Sonst hätten wir weitere vierzig Minuten in der Kälte stehen müssen. An dieser Stelle vielen Dank an die Münchener, die sich vor den optischen Sensoren der Türe vom Zug stellen, wenn sie sehen, dass jemand noch einsteigen will. So ein hilfreiches Verhalten habe ich in Berlin nie erlebt. Die Leute dort bleiben nur direkt nach dem Einsteigen neben der Tür stehen, weil sie zu blöd sind, um zu denken, dass die Leute hinter ihnen vielleicht auch rein möchten. Sensoren gibt es an den Türen der Berliner S-Bahn nicht, oder nur, wenn die Tür nicht zu geht, weil jemand gerade eingequetscht wird.

Gefroren war der Ammersee am Samstag nicht, dafür ist er viel zu groß. Hätte ich mir denken können. Trotzdem war der Spaziergang sehr schön. Nach dem verschneiten Park kommt man zum Ufer, wo eine Seejungfrau auf einem Waller sitzt. Die Skulptur wurde von der Bildhauerin Hilde Grotewahl angefertig und der Gemeinde Herrsching geschenkt. Leider war von der Sonne, über die wir uns beim Verlassen von München gefreut hatten, nicht viel übrig. Mit dem Nebel aus dem See wirkt das Bild von den Enten und Blässhühnern mit dem Steg im Hintergrund fast surrealistisch.

Ich wäre gerne weiter nach Süden am See entlang gegangen. Einen Teil der Strecke mussten wir über die Straße gehen, und nach dem Schloß Milfelden haben wir den Weg zum Ufer gefunden. Leider war er unter dem frischen Schnee viel zu gefroren und glatt, um darauf laufen zu können. Wir sind umgekehrt, und haben dabei ganz viele süße Fußstapfen von Vöglein am Boden entdeckt.

Was soll’s, Andechs ist auch nicht weit, wir könnten dahin gehen. Das Kloster ist ja berühmt. Da der Fußweg aber genau so glatt wirkte, sind wir zurück zur Bushaltestelle gelaufen und von dort mit der 951 hin gefahren. Inzwischen war der Nebel verschwunden, und in Andechs haben wir sogar ein bisschen Sonne gesehen. Dass hier Bier gebraucht wird, sieht man fast an jeder Ecke. Wir sind um die Mittagszeit am Gasthof angekommen und obwohl der Empfang recht kühl war (unsere Begrüßung wurde beim Betreten des Raumes von den Mitarbeitern nicht mal erwidert, so dass wir uns erstmals fragten, ob es doch noch zu früh war), hat sich der Besuch gelohnt. Das Bergbier war hevorragend, und ich habe zum ersten Mal Obazda gegessen. Was soll ich sagen? Hmm, so lecker!

Nach einem kurzen Spaziergang sind wir weiter mit dem Bus nach Starnberg gefahren. Nachdem ich die Wohnung von Airbnb doch nicht bekommen habe, war ich auf den Starnberger See neugierig, der in der Nähe liegt. Die Idee war dabei auch, das Problem mit der schlecht fahrenden S8 zu vermeiden, und mit der S6 zurück über die Stadt zu kommen, wo wir noch einkaufen wollten. Die Kaffeepause am Ufer hinter dem Bahnhof war mit der wärmenden Sonne so gemütlich, dass wir fast auf der Stelle eingeschlafen wären. Nach einem letzten Spaziergang sind wir müde nach Hause gefahren. An dem Tag sind wir über zehn Kilometer zu Fuß gelaufen.

Heute Morgen habe ich beschlossen, einen faulen Tag einzulegen. Nachdem wir lange ausgeschlafen haben, sind wir zum Café Glockenspiel gefahren, um dort zu frühstücken.

Die Fahrt mit der S8 war ekelhaft. Man hatte echt den Eindruck, in einer Mülltonne zu fahren. Die Bahn war noch relativ leer, als wir angekommen sind, und wir konnten uns einen sauberen Sitzplatz aussuchen. Das Entsetzen der späteren Fahrgäste war nicht zu überhören. Der Müll, der da rum lag, konnte aber unmöglich erst am Sonntagvormittag entstanden sein. Ich vermute, dass es sich um Reste vom Samstagabend handelt, und dass die Bahn einfach nicht geputzt wurde. Es ist ja schwer, jetzt, wo die Bahn nur alle vierzig Minuten fährt, Zeit zu finden, um sie zu reinigen… 🙄

Wir sind eine halbe Stunde nach der Eröffnung vom Café angekommen, und nicht zu früh. Ich habe den letzten freien Tisch ergattern können, während der Ehemann hinten zwei Männern stecken geblieben war, die nach einem freien Tisch fragen wollten. Das habe ich erst nach dem Hinsetzen gemerkt, als die Männer enttäuscht reagiert haben, dass es plötzlich keinen Tisch mehr gab. Wie der Kellner ihnen sagte, sie hätten sich direkt selber einen Platz aussuchen sollen.

Nach dem leckeren Frühstück sind wir zum Englischen Garten gegangen. Zuerst zum südlichen Teil, wo wir in einem Fußgängertunnel am Friedensengel tolle Kunstwerke entdeckt haben.

Wir sind dann am Bayerisches Nationalmuseum vorbei gegangen, um weiter zum anderen Teil vom Garten zu kommen. Dort standen einige Schaulustige, um die Surfer zu betrachten, die trotz Verbotsschilder ihren Spaß hatten. Wir haben zum Schluß am Biergarten in der Sonne gesessen, während der schmelzende Schnee aus dem Turm auf dem anderen Ende von unserem Tisch herunter tropfte. Danach musste der Ehemann zurück zum Flughafen. Ich bin schwimmen gegangen.

Fasching steht vor der Tür

Als frischgebackene Bayerin weiß ich noch gar nicht, was auf mich zu kommt. Karneval in Köln und Aachen fand ich beeindruckend genug, und da ich mich in dichten Menschenmengen unwohl fühle, habe ich es immer so weit es ging vermieden. In Berlin hatte ich inzwischen fast vergessen, dass es etwas wie Karnaval gibt.

Wobei wir in Nizza auf unser Carnaval durchaus stolz sind. Eine meiner jüngsten Erinnerungen findet in Nizza während Carnaval statt. Ich sitze auf den Schultern von meinem Vater. Um uns herum ganz viele Leute. Ein junger, unbekannter Typ neben uns meint, mir mit einem Luftrüssel voll laut ins Ohr pfeifen zu müssen. Die Folge war klar: Heulanfall, ab nach Hause, enttäuschte aber immerhin verständnisvolle Eltern. Blöder Typ.

Gerade eben bin ich auf dieses Foto aus meiner Kindheit gestossen. Passend für die Jahreszeit. Ich bin erstaunt, wie gut das Foto ist, obwohl es aus den Achtzigern stammt. 1981 oder 1982, schätze ich. Es müsste in der Grundschule sein. Ich kann mich leider auf viele meiner Kommilitonen nicht mehr erinnern. Eine damalige Freundin, die ich nach so vielen Jahren zufällig am Tag meiner Hochzeit bei der Kosmetikerin im Dorf getroffen habe, meine ich zu erkennen. Die Anderen kann ich nicht mehr zuordnen. Mein Schwarm? Gesicht vergessen, übrig sind nur unsere Lachanfälle im Klassenzimmer geblieben.

Ein Hauch von Frühling mitten im Winter

Gestern hatten wir einen fantastischen Tag in Berlin. Wer würde bei dem herrlich sonnigen Wetter zu Hause bleiben wollen? Wir haben, wieder einmal, den botanischen Garten besucht. Es wird nie langweilig. Trotz der Kälte blüht es fröhlich rum. Über die Winterlinge hatte ich mich vor drei Wochen gefreut. Die Schneeglöckchen sind dazu gekommen. Die Rhododendren prahlen schon, die Krokusse sind bald soweit. Und wieder ein bisschen BUNT statt GRAU.

BUNT statt GRAU

Ich schließe mich Glasperlenfee an, um ein bisschen Lebensfreude ins dunkle Januar zu bringen:

Dafür muss ich nicht mal in alten Urlaubserinnerungen nach Fotos suchen. Dieses süße Rotkehlchen haben wir gerade vor zwei Wochen am botanischen Garten in Berlin getroffen:

Der botanische Garten in Cambridge

Bevor die Tagung anfängt, habe ich mir ein bisschen Zeit genommen und den botanischen Garten besucht. Die wichtigsten Touristenattraktionen hatte ich schon bei meinem ersten Aufenthalt in der Gegend besucht, und auch wenn es schön war, wollte ich etwas anderes sehen. Also ab zum botanischen Garten, der auch noch nicht weit vom Hauptbahnhof liegt.

Den ersten Eingang zum botanischen Garten konnte ich nicht benutzen, weil ich zeitgleich mit einer Militärparade die Bahnhofstraße runter gegangen bin, und der Eingang direkt hinter einem Denkmal für die gefallenen Soldaten im ersten Weltkrieg liegt. Heute gab es vor dem Denkmal eine Zeremonie, mit Schweigeminuten und Gedichten und Hymnen, das Publikum hat sogar mitgesungen. Aber deswegen war der Eingang zum botanischen Garten gesperrt. Ich habe den Eingang von der Bateman Street benutzt.

Der Garten selbst ist sehr schön und ordentlich angelegt. Von weitem nicht so groß wie in Berlin, jedoch gab es viele Pflanzenarten und Bäume die ich noch nicht kannte. Die Skabiosen, die ich auch bei uns auf der Terrasse gepflanzt haben, scheinen sich hier recht wohl zu fühlen. Einige Bäume sind für Kinder mit Augen am Stamm gekennzeichnet, und sie werden dazu aufgefordert, Samen oder Äste zu sammeln, um sich einen Zauberstab zu basteln. Wie die Buche, die aus zwei Buchen „gebastelt“ wurde.

Die wunderschöne Katze, die mehrmals an mir vorbei gerauscht ist, hat sich anscheinend ihr Zuhause im botanischen Garten gemacht. Während meines ganzen Besuches hörte ich von überall kleine Kinder, die plötzlich so aufgeregt „Kitty! Kitty!“ gerufen haben. Wenn sie wüssten, wie die Katze ein graues Eichhörnchen einen Baum hoch gejagt hat…

In Cambridge ist es gerade nicht sehr warm, seit gestern bin ich nur am Frieren, und nach einer Weile musste ich zu den Gewächshäusern gehen. Bei den Kakteen hat mir der „Hasenohrenkaktus“ besonders gefallen. Ganz viele atemberaubenden Blumen waren zu sehen, zu viele, um alle zu zeigen. Vor allem die, die wie ein bunter Vogelkopf aussieht und deren Namen ich mir nie merken kann. Sie darf in keinem botanischen Garten fehlen. Das Gebäude selbst wirkt recht gemütlich, aus Holz und mit genug Sitzplätzen, um in Ruhe und in der Wärme zu entspannen.

Zum Schluß gab es noch eine Tasse Kaffee mit Pastry im Café des Gartens, und schnell zurück zum Hotel. Mittlerweile ist es sehr winding und bedeckt geworden. Mir ist es so kalt hier!

Selfie mit Mückenstich

Oder: Autoportrait à la piqûre de moustique.

Den Mückenstich habe ich heute Morgen beim Aufwachen gemerkt. Besser gesagt, beide Mückenstiche. Ein am Dekolleté[1], oder fast am Hals, und ein am linken Oberarm, dicht am Ellbogen. Wir müssen eine Mücke im Schlafzimmer gehabt haben, obwohl ich sie gar nicht gehört habe. Normalerweise nerven sie mich nachtsüber total, wenn sie am Ohr rum fliegen. ZzzzzzzzZZZZZZzzzzzzz…. Oder sie sind gestern Abend über mich hergefallen, als wir auf der Terrasse nach dem Sport ein wohlverdientes alkoholfreies Bananenweizen getrunken haben.

Ich habe die Stiche natürlich sofort mit meinem tollen Gerät erhitzt[2]. Das Gerät habe ich auf Arbeit mitgenommen und mehrmals am Tag angewendet. Es klappt, wie immer, die Stiche jucken nicht. Das scheint aber die allergische Reaktion nicht zu hindern. Am Hals geht es, am Ellbogen habe ich schon eine beachtliche Beule bekommen. Sie fühlt sich ganz warm an. Der Ehemann hat gerade einen Schreck bekommen, als ich mich auf der Couch neben ihm hingesessen habe.

So sieht jetzt der linke Ellbogen aus[3]:

Zum Vergleich, der rechte Ellbogen:

Sale bête.

[1] Komische Schreibweise.

[2] Seit der Anschaffung vor gut drei Jahren habe ich die Batterie immer noch nicht wechseln müssen. Es ist gut so, ich bin nicht sicher, wie ich dafür das Ding öffnen sollte.

[3] Es ist nicht der Winkel, unter dem die Beule am dicksten aussieht. Es ist gar nicht so einfach, den eigenen Ellbogen mit dem Handy zu fotografieren. Es klappt aber besser, als ihn zu lecken 😀

Balkon-Update

Von den Buchen hat es nur eine geschafft. Die im Forsythien-Topf ist eingegangen. Die andere haben wir umgepflanzt. Heute Morgen habe ich eine neue Überraschung entdeckt: Zwischen den Blumen, die der Ehemann liebevoll gepflanzt hatte, ist eine Eiche aufgetaucht!

Eine neue Blume hat den Weg zum Forsythien-Topf gefunden. Keine Ahnung, wie sie heißt, aber sie gefällt mir!

Unseren Rosen hat das blöde Wetter mit den vielen Gewittern in letzter Zeit gar nicht gut getan. Ich freute mich schon auf die viele neuen Knospen, um dann letzte Woche das Massaker zu entdecken:

Alle Knospen sahen so aus. Dem Rat der Verkäuferin in der Gärtnerei unten folgend, haben wir sie alle geschnitten. Ein Jammer.

Bei meinen selbst gepflanzten Blumen bin ich mit dem Ergebnis nicht so zufrieden. Von allen Schokoladenblumen ist nur eine groß genug gewachsen, und sie hat eine einzige Blume gemacht. Sie riecht tatsächlich nach Schokolade! Einige Skabiosen machen sich fertig, sie nehmen sich aber richtig viel Zeit, um endlich ihre Pracht zu zeigen.

Mehr Glück haben wir mit unseren Garten-Experimenten. Die Tomaten wachsen wie jedes Jahr. Der neue Oregano aus dem Staudenmarkt blüht richtig und zieht alle Bienen und Hummeln an. Und die Erdbeeren duften himmlich, haben ein unglaublich leckeres Aroma, sind leider so klein, dass die Ausbeute jedes Mal recht mager ist. Sie breiten sich gerne aus und ein Zweig hat das Weite aus dem Gitter nach unten zu den Nachbarn gesucht. Vielleicht kriegen sie auch mal Erdbeeren auf ihrem Balkon.

Neu dazu sind dieses Jahr die Bohnen gekommen, die wie wild um das Gerüst klettern. Sie haben ganz viele schöne rote Blüten gemacht, und die ersten Bohnen zeigen sich schon. Als Neben-Effekt werden wir viel Schatten auf der Terrasse bekommen. Wenn es mal wieder Sonnig wird. Nicht, dass ich mich über zu viel Sonne jemals beschweren würde. Der Ehemann aber schon.

Der letzte Thai-Basilikum, der von den Spatzen nicht zerfetzt wurde, ist nicht besonders hoch gewachsen. Es wird noch dauern, bevor er in der Küche verwendet wird. Die Minze dagegen hat sich sehr schön entwickelt. Mojitos und Aprikosen-Minze-Milkshake haben wir schon genießen können.