Faul

Schuld ist das Wetter. Wer will schon bei dem Regen irgendwas unternehmen? Also, ich nicht. Starken Dauerregen schaue ich mir lieber zu Hause aus dem Fenster mit einer gemütlichen Tasse heißer Schokolade an.

Dabei war ich in letzter Zeit voll Energie und Motivation. Seitdem ich eines Morgens fast zwei Stunden zur Arbeit gebraucht habe, weil irgendwelche Deppen die S-Bahn-Verkabelung in Brand gesetzt haben, bin ich wieder regelmäßig aufs Rad gestiegen. Wenn ich am Tag hin und zurück radle, habe ich 42 Kilometer in den Beinen. Fast 1000 kcal, meint fddb. Das mit dem weiter Abnehmen klappt aber nicht. Weil ich seit Monaten keinen Bock mehr habe, alles einzutragen, was ich esse. Ich dachte, es ginge, ich hätte jetzt einen guten Überblick darüber, was ich essen sollte, aber mein Gewicht bleibt konstant. Immerhin.

Fahrrad will ich aber nicht bei jedem Wetter fahren. Erst recht nicht, wenn es regnet. Vor zwei Wochen bin ich kurz vor Ankommen auf Arbeit von einem Gewitter erwischt worden. Ich dachte, ich würde es noch rechtzeitig schaffen. Ich wollte zu den Fahrradständern vor unserem Gebäude langsam abbiegen. Weil es plötzlich angefangen hatte, so stark zu regnen, habe ich nicht gemerkt, dass die Räder schon total naß waren. Die Bremsen haben nur gequietscht. Ich war schon am Lenken und habe gespürt, wie die Reifen auf dem Asphalt keinen Halt mehr hatten und wie das Fahrrad seitlich gerutscht ist. Es war zum Glück kein Auto auf der Straße, als ich dort gelandet bin. Auf dem linken Ellbogen, der den Schock doch gut überstanden hat. Nur Schürfwunden, und ein großer blauer Fleck in der Innenseite vom linken Oberschenkel, wo der Sattel geknallt hat. Heute ist schon nichts mehr davon zu sehen.

Ich bin auch wieder regelmäßig zum Fitnessstudio gegangen. Ich war seit Mai ständig am Wochenende verreist und bin nur seit drei Wochen fleißig bei der Wassergymnastik am Samstagvormittag dabei. Die Kursleiterin, die vorher da war und einen schönen runden Bauch hatte, ist jetzt wahrscheinlich in Mutterschutz. Ich fand ihren Kurs gut, aber jetzt, wo ich ihre Vertretung kenne, will ich sie gar nicht mehr zurück haben! Die Vertreterin hat ein ganz anderes Programm, mit Übungen, die man wie beim Intervall-Training wiederholt, acht Mal zwanzig Sekunden, mit zehn Sekunden Pausen zwischendurch. Am Anfang fühlt sich die Übung ganz leicht an, aber nach der dritten Wiederholung wird es schon super anstrengend. Meine Lieblingsübung ist die, wo man sich am Beckenrand mit den Armen hoch hebt und langsam runten ins Wasser gleiten lässt. Einfach der Hammer. Vorher hatte ich kein Problem, zwei Kurse hintereinander zu machen. Jetzt bin ich schon mit dem Ersten völlig fertig und habe wirklich den Eindruck, etwas geleistet zu haben.

Nun, heute ist mir nicht danach. Schuld ist das Wetter, das mich diese Woche von Radeln abgehalten hat. Und dieser Wind! Ist Berlin immer so windig gewesen? Ich habe es anders in Erinnerung. Zum Fitnessstudio wollte ich bei dem Regen auch nicht, da man nur beim Rüberqueren der Straße schon durchnässt wird. Und mit der Periode, die gerade abklingt, wollte ich nicht ins Schwimmbad. Wir wollten eventuell dieses Wochenende eine Radtour nach Potsdam machen, aber da die Wettervorschau nur Regen angekündigt hat, bleiben wir zu Hause. Die Wohnung muss eh mal geputzt werden.

Sonntagsradeln

Dank Fieselfux bin ich auf die Idee gekommen, heute das Fahrrad aus der Tiefgarage zu holen und mit dem Ehemann zum Fliegeberg zu fahren. Von zu Hause aus brauchen wir nicht mal eine halbe Stunde. Es war das erste Mal seit meinem Armbruch, dass ich mein Fahrrad wieder angefasst habe. Fahrrad gefahren bin ich dieses Jahr sonst schon, in Finnland. Leihweise. Bilder dazu kommen noch.

Wir haben die Fahrräder am Eingang vom Park gelassen und sind zu Fuß herum gegangen. Das Wetter war fantastisch, volle Sonne und schön warm, schon am frühen Morgen. Kaum Leute unterwegs, obwohl es schon nach zehn Uhr war. Der Ehemann hat erzählt, er war früher als Kleinkind häufig mit seinen Eltern hierher gekommen, als sie noch in der Nähe wohnten. Seitdem sie umgezogen sind, ist er nie wieder zurück gekommen. Es war schön für ihn, den Park mit mir neu zu entdecken. Hinter dem Wasserbecken sieht man den künstlichen Fliegeberg, den Otto Lilienthal für seine Flugversuche benutzt hatte.

Nach einer kurzen Umrundung des Teiches rechts vom Fliegeberg sind wir zu unserem nächsten Ziel geradelt. Die Sternfahrt. Mich hatte die Idee gelockt, mit dem Fahrrad auf der Autobahn fahren zu dürfen. Wie geil ist das denn? Leider wurde nichts daraus.

Nachdem wir uns dem Zug an einem U-Bahnhof angeschlossen haben, sind wir in Richtung Autobahnzufahrt Grenzallee mitgeradelt. Um dann eine Stunde dort zu verhaaren. Die Zufahrt war gesperrt, keiner kam durch. Wieso, wusste keiner. Wir haben uns eine Stelle im Schatten in einer Querstrasse gefunden und haben erstmals gewartet. Nun, nach einer Weile tat mein Ischias weh, und es war ziemlich langweilig. Ab und zu kam eine Welle Gedrängel, wo Leute mit ihren Fahrrädern einfach nach vorne gefahren sind, aber vorne ging es trotzdem nicht weiter. Irgendwann hat jemand durch ein Mikrofon die Leute dazu aufgerufen, stehen zu bleiben, was völlig ignoriert wurde, da, nachdem ein Krankenwagen sich den Weg durch die Menge gebannt hatte, viele Leute wieder gedrängelt haben. Irgendeine Information, warum wir da standen und wann es endlich los gehen würde, wurde nicht mitgeteilt. Klar ist, ich mache beim nächsten Mal nicht mit.

Nach über einer Stunde hatte es uns gereicht. Wir sind umgedreht und stattdessen nach Tempelhof gefahren. Bei dem tollen Wetter an einem Sonntag war das Feld unglaublich menschenleer. Wir haben auf den Liegestühlen vom Biergarten entspannt. Einige Meter von uns entfernt, unter anderen Bäumen, saßen zwei Frauen mit einem Kleinkind, das vielleicht zwei Jahre alt war. Das Kind trug nur eine kurze Hose, die ihm doch bis zu den Knien reichte und zu groß war, da sie ihm beim Laufen unter dem Po gerutscht war. Ich glaube, er hat es nicht gemerkt. Irgendwann hat er sich die Hose komplett ausgezogen und ist ganz nackig und fröhlich durchs Grass mit der Hose in der Hand gelaufen. Herrlich. Zwei Männer haben vor den Tischen hinter uns Musik gespielt und gesungen, Country oder so, das hörte sich toll an. Ich habe gedacht, ich will gar nicht weg von Berlin, es lebt sich hier so schön. Tja…

Sportlich und doch nicht fit

Die Migräne ist wieder da. Kein Wunder, bei dem Wetter.

Trotz der guten Nacht habe ich mich beim Aufwachen matschig gefühlt, und zwar bevor ich die Nachrichten im Radio gehört habe. Zum Frühstück gab es eine Banane und einen Kaffee. Martin ist früher zur Arbeit gefahren. Er hat sein Fahrrad mitgenommen, obwohl es kurz vorher noch geregnet hat. Ich wollte doch so gerne auch Fahrrad fahren. Das letzte Mal war am Montag. Laufen am Mittwoch ist wegen Migräne ausgefallen. Wenn ich abnehmen will, muss ich mehr tun. Aber diese blöde Migräne, die nicht los lässt! Und der Schwindel dazu! Wenigstens ist die Periode vorbei. Ich habe mich fürs Radeln angezogen und saubere Kleider in den Rucksack gepackt. Noch einen Kaffee getrunken. Dabei habe ich mich zwischendurch gefragt, ob ich mich nicht krank melden sollte, um zu Hause zu bleiben. Aber vielleicht wäre Bewegung genau das richtige, um mich besser zu fühlen?

Es hat tatsächlich geklappt. Mittags bin ich mit den Kollegen essen gegangen. Beim Kaffee danach ging es mir langsam aber merklich schlechter. Wieder Kopfschmerz und Schwindel. Ich habe arbeiten können. Um vier Feierabend. Auf dem Rückweg war das Radeln schwieriger. Eine gute halbe Stunde lang hat mein Kopf gepocht, wenn der Radweg nicht ganz eben war. Also, die ganze Zeit, mit den Berliner Radwegen. Dann gab es ein bisschen Regen. Windig war es ständig. Gegenwind natürlich. Ich würde sogar sagen, es war stürmisch. Echt kein Spaß. Dazu kam, dass so viele Leute den Radweg missachtet haben und drauf spazieren gegangen sind. Taube Leute, die auf meine laute Klingel nicht reagiert haben. Eine Frau mit Kinderwagen ist mir entgegen gekommen und hat mich auch noch trotzig angeschaut, bevor sie beschlossen hat, mitten im schon engen benutzungspflichtigen Radweg zu gehen. Der Bürgersteig war drei Meter entfernt und durch eine Wiese vom Radweg getrennt. All diese Leute heute sahen irgendwie südländisch aus, und ich habe mich gefragt, ob Flüchtlinge überhaupt erklärt bekommen, was ein Radweg ist. Den Eindruck habe ich nicht. Dazu muss ich sagen, dass ich selber bei meiner Ankunft in Deutschland lernen musste, dass es Radwege auf dem Bürgersteig gibt. Das kannte ich damals nicht.

Zu Hause angekommen, habe ich geduscht und viel Wasser getrunken. Martin ist kurz nach mir gekommen, ebenfalls mit dem Fahrrad. Ein Aspirin musste noch her. Ich habe großen Hunger bekommen. Die Suppe mittags war schon längst verbraucht, sowie der Grießpudding. Martin hat uns ein Pizza geholt. Ich habe mich überreden lassen, obwohl ich dagegen war. Er unterstützt mich beim Abnehmen wirklich nicht. Er hat meine Lieblingssorte gebracht, mit Kochschinken und Champignons. Ich habe meine Hälfte verschlungen. Pizza und Abnehmen passen bekanntlich nicht gut zusammen. Die heutigen 44 Kilometer Fahrrad machen es wieder gut, sicherlich.

Von Abnehmen kann momentan keine Rede sein. Ich nehme seit einer Woche langsam aber stets wieder zu. Ich versuche, darauf zu achten, was ich esse, wirklich. Keine Zwischenmahlzeit, obwohl es diese Woche beim ständigen Hunger nachmittags nicht einfach war. Ich weiß, dass ich zu viel rein stopfen muss, wenn ich zunehme. Kalorienzählen geht leider nicht, wenn ich mittags mit den Kollegen esse. Ab und zu nehme ich mir etwas mit, das isoliert mich aber von der Gruppe. Ich bin schon zu einem anderen Gebäude umgezogen und habe dadurch viel weniger Kontakt mit den Kollegen. Mein mitgebrachtes Mittagessen im Lokal zu essen würde bei den Betreibern nicht gut ankommen. Also nehme ich zu. Das lustige dabei ist, dass meine Kleider zu breit werden. Ich habe mich heute gefragt, ob meine Hose mir nicht runter fallen könnte. Sie hält sich noch fest, aber es ist deutlich, dass sie früher enger saß. Ich habe am Po-Bereich viel an Fett verloren. Wenn die Figur sich ändert, ist es doch ein gutes Zeichen.

Voll motiviert

Mein Gewicht war heute Morgen höher als am Freitag. Er ist am Wochenende schon konstant geblieben, seitdem Martin zurück von seinen Dienstreisen ist. Ständig fragt er mich, ob ich  mir nicht ein Bier mit ihm teilen möchte (immerhin alkoholfrei), oder kommt mit Chips an… Ich kann mich nicht so gut beherrschen, wenn er so zu mir kommt. Es ist auch schön, auf der Terrasse mal zu sitzen und ein kühles Bier zu genießen. Alleine würde ich das auch machen, aber mit einem Glas Sprudel. Vielleicht mit Antésite. Am Samstag hat er für uns gekocht. Gestern haben wir mit Freunden gegrillt. Es gab auch die Zitronenmuffins, die ziemlich gut geworden sind. Ich hatte nur einen davon.

Gestern vormittags sind wir wieder gelaufen. Diesmal mit Pulsuhr. Um unnötig hin und her zu fahren, hatte ich am Freitag auf dem Weg zur Arbeit beim Saturn bei mir direkt bei der Eröffnung angerufen, um mich zu erkundigen, ob sie Pulsuhren verkaufen. „Prinzipiell ja, aber bei uns nicht“, meinte der Mann. Wir haben eine am Samstag bei Karstadt Sport gefunden. Das FT1 Modell von Polar. Eine ähnliche Uhr hatte ich schon vor Jahren benutzt, aber nach meinen Ischias-Problemen hatte ich sie einer Freundin geschenkt, da ich davon überzeugt war, nie wieder joggen zu können. Mir geht es doch viel besser. Nach dem Laufen gestern hatte ich nur einen kleinen Stich mittig in der linken Pobacke gespürt, der nach der Entspannung zu Hause schnell verschwunden ist.

Wir sind gestern nicht schneller als die andere Male gelaufen. Ich bin diesmal nur 53 Minuten gelaufen. Mein Puls war am Anfang niedrig, dann ist er stets gestiegen. Ich hatte den maximalen Puls von 160 in der Uhr gespeichert. Werkeinstellung. Dieser Wert ist eigentlich schon zu hoch. Als mein Puls höher wurde, hat die Uhr gepiept. Ich habe versucht, langsamer zu laufen. Der Puls ist hoch geblieben, und so habe ich beschlossen, nicht weiter zu laufen. Er ist bei den anderen Malen bestimmt auch so hoch gewesen. Nun, laut lauftipps.ch sollte mein Puls beim Training nicht höher als 141 werden. Dafür müsste ich echt wie eine Schnecke laufen. Und irgendwie hatte ich es vor Jahren doch geschafft, als ich mit Kollegen mittags regelmäßig gelaufen war. Meine Kondition ist zu schlecht, ich müsste häufiger als einmal pro Woche trainieren. Am Mittwochabend laufen wir wieder.

Heute bin ich mit dem Fahrrad zur Arbeit hin und zurück gefahren. Das sind 44 Kilometer. Heute Morgen habe ich 80 Minuten gebraucht, heute Abend mit Gegenwind 90 Minuten. Laut fittrechner.de habe ich dadurch knapp über 1000 kcal gebrannt. Ob das mit den vielen Pausen wegen Ampeln noch stimmt, glaube ich eher nicht. Meine Geschwindigkeit war höher als die mit Zeit und Abstand gerechnete, aber es gab viele unerwünschte Pausen. Für die Laufstrecke von gestern habe ich knapp über 400 kcal verbraucht. Wobei ich so langsam laufe, dass meine Geschwindigkeit für die Rechnung nicht verfügbar war, die 400 kcal sind aus meiner Zeit für 8 Kilometer pro Stunde grob herunter geschätzt.

Gegessen habe ich heute normal. Ein Muffin und ein Pfirsich mit Kaffee zum Frühstück. Mittags gab es beim Lokal Ratatouille mit Gnocchi und Hänchenbrustfilet. Das Eis danach hätte nicht sein müssen. Abends habe ich 100 g Schinken mit einer Scheibe Vollkornbrot gegessen. Dazu eine Banane mit Milch püriert. Seitdem ich häufiger Bananen esse, sind die Krämpfe verschwunden.

Jetzt muss ich morgen das Fahrrad zu Hause lassen und mir einen Tag Regenerierung für die Muskeln gönnen. Keine schöne Vorstellung, in der S-Bahn mit den üblichen schlecht gelaunten Reisenden und stinkenden Bettlern und Alkoholikern und lauten Musikanten zu fahren, wenn man weiß, wie angenehm und stressfrei eine Radfahrt sein kann. Oder ich nehme den Bus, selbst wenn es länger dauert. Dafür hat man meistens seine Ruhe.

Freier Dienstag

Ich hatte Freizeitausgleich. Kein Luxus, nach der Insomnie von gestern und den Überstunden von letzter Woche.

Ich bin um halb neun aufgewacht. Das kriege ich sonst selbst am Wochenende nicht hin. Temperatur und Gewicht gemessen. Jubel. Seit letzter Woche sind schon zwei Kilogramme gepurzelt. Zum Frühstück gab’s eine Banane mit Orangensaft und Kaffee. Letzterer schwarz und ohne Zucker, wie immer. Die Banane, weil ich in letzter Zeit wieder Krämpfe habe. Immer in der linken Wade.

Meinen letzten Traum hatte ich noch in Erinnerung. Ich war in einem Supermarkt und hatte Durst. Auf dem Weg zu den gekühlten Getränken habe ich einen Schokoriegel geholt und verputzt. Ich habe mir Sorgen gemacht, ob man mich als Diebin festhalten würde, und die Verpackung behalten, um sie an der Kasse zu zeigen. Der Geschmack von der Schokolade hat mir noch schlechtes Gewissen gegeben, weil ich abnehmen will. Bei den Getränken bin ich vor der riesigen Auswahl stehen geblieben, um dann zu einer mit Früchten aromatisierten Wassersorte zu greifen. Alle Sachen, die ich im echten Leben nie kaufe! Gut, die Schokoriegel kauft mein Mann, und er soll sie gefälligst nicht vor meiner Nase essen. Aromatisiertes Wasser? Unnötig Zucker trinken? Kommt nicht in Frage.

Am späten Vormittag habe ich mein Fahrrad in die S-Bahn genommen und bin zum Konsulat gefahren. Mein aktualisierter Pass mit meinem Ehenamen lag zur Abholung bereit. Danach habe ich mich auf dem Weg nach Dussmann gemacht. Von der Wilhelmstraße zur Friedrichstraße sollte es nicht schwer sein. Aber nein, ich bin trotz Navi auf dem Handy zuerst in die falsche Richtung gefahren und musste umkehren. Ich habe mir dort das Buch von Nadja gekauft. Endlich. Als es am Anfang nur als E-Book verfügbar war, konnte ich es nicht, da ich mich weigere, Amazon-Kündin zu sein. Danach hat es lange gedauert, bis ich mal Zeit hatte und mich daran erinnert habe, wenn ich in der Nähe einer Buchhandlung war.

Ich bin nach Hause geradelt. Laut Google maps hätte ich Dreiviertelstunde für die Strecke gebraucht. Ich fahre aber kaum durch Mitte und habe mich mehrmals verfahren. Irgendwann bin ich am Bahnhof Zoo gelandet, obwohl ich genau diese Stelle vermeiden wollte. Bauarbeiten, Verkehrschaos…

Mit Krämpfen in den Füßen habe ich Halt in einem Supermarkt gemacht. Ich wollte zuerst den Chiasamen-Pudding nachmachen. Der Preis von den Chiasamen hat mich ein wenig geschockt, vor allem, da diese sogenannte Superfood nichts anderes als ein Marketing-Trick sind und sich nur wage auf wissenschaftliche Basis stützen. Ich habe beschlossen, stattdessen Buchweizengrüze und geschrotete Leinsamen zu benutzen. Mit Mandelmilch getränkt und pürierten Himbeeren bedeckt. Das hat mit dem ursprünglichen Chiasamen-Pudding nichts mehr zu tun. Ich habe noch keine schöne Gläser dafür und habe Teetassen benutzt. Das Ergebnis sieht so aus:

20160705

Um viertel vor drei war ich zu Hause. Ich hatte Glück, weil es kurz danach richtig gegossen hat.

Mit dem Fahrrad nach Hause

Das habe ich lange vor mir hergeschoben. Letztes Jahr hatte ich sogar früher damit angefangen, obwohl die Temperaturen dieses Jahr so mild gewesen sind.

Heute Morgen bin ich mit dem Fahrrad in der S-Bahn gefahren. Um gemütlich zu reisen, bin ich eine Stunde später als sonst von zu Hause aus gegangen. Es hat sich gelohnt. Die Bahn war quasi leer. Viel besser, als mit dem Fahrrad in einen überfüllten Zug einsteigen zu wollen. Das kann ich mir aber nur leisten, weil ich einige Überstunden auf dem Konto habe.

Angeblich hätte es heute Abend stark regnen sollen. Ich habe mich nicht davon abhalten lassen. Ab morgen wird es wieder kühler, und meine Motivation wäre zurück gefallen. Ich habe um halb sechs die Arbeit verlassen. Die Strecke kenne ich noch gut. Ich habe mich am Anfang nur zweimal verfahren, und es war nicht so schlimm, weil ich dadurch nur Parallelstraßen zu meiner üblichen Route benutzt habe. Das Wetter war doch angenehm, ich hätte die Regenjacke gar nicht mitnehmen müssen.

Ich werde nicht lügen, es hat sich hart angefühlt. Ich habe eine Stunde und vierzig Minuten für zweiundzwanzig Kilometer gebraucht. Es ging mal flotter. Ich muss meine Kondition wieder aufbauen. Problematisch wurde es vor dem letzten Viertel der Strecke, als ich plötzlich ohne erkennbaren Grund Krämpfe in beiden Füßen bekommen habe. Vielleicht habe ich nicht die richtigen Schuhen zum langen Raddeln angezogen. Ich bin vom Fahrrad ausgestiegen und habe meine Füße gestreckt. Ich habe das Fahrrad auf dem Bürgersteig geschoben. Irgendwann ging es besser und ich bin weiter gefahren.

Der Anfang war also mühsam. Trotzdem bin ich froh, dass ich es geschafft habe. Es kann nur besser werden.

Fahrradklingel

Heute, auf dem Weg nach Hause. Es ist spät, ich bin bis halb acht im Büro geblieben. Um die Uhrzeit ist das Radeln entspannt. Sehr wenige Autos auf der Straße. Die meisten Leute sind beim Abendessen. Die Radwege vor den Läden sind ungewöhnlich frei. Selbst der Bahnhof Lichterfelde Ost wirkt ruhig. Kurz danach fahre ich die Königsberger Straße herunter. Von weitem sehe ich zwei älteren Herren im Anzug nach einer Bushaltestelle, die in aller Ruhe auf dem Radweg spazieren gehen (neben dem noch viel breiterem Gehweg). Sie sehen beide über 70 Jahre alt aus. Ich denke, besser ganz früh klingeln, damit sie Zeit haben, darauf zu reagieren. Sie sind gut 30 Meter vor mir entfernt, wenn ich die Klingel betätige. Keine Reaktion. Ein bisschen schwerhörig, die Opas. So alt ist meine Klingel nicht. Ich verlangsame mein Tempo und fange an, ununterbrochen Radau zu machen. Irgendwann werden sie doch die Klingel hören müssen. Nein. Ich bin jetzt schon ganz nah hinter ihnen, vielleicht knapp zehn Meter. Zum heftigen Klingeln rufe ich noch laut „Haaallooo!“, während ich weiter bremse. Beide Herren zucken plötzlich und gehen zur Seite. Der Radweg ist wieder frei. Ich überhole sie. Hinter mir ruft dann ein der beiden Herren in einem vorwurfsvollem Ton: „Klingeln!“ Marktlücke: Fahrradklingel mit tieferen Tönen für Hörgeschädigte. Bei der immer älter werdenden deutschen Bevölkerung wird es dringend nötig.

Letzte Woche hatte ich eine ganz andere Erfahrung. Ich fuhr in Britz schon einige Zeit hinter einer Frau mit Kopftuch auf dem Radweg. Sie selbst fuhr hinter einem etwa dreijähriges Mädchen auf einem pinken Fahrrad. Sie waren extrem langsam. Ich war nicht in Eile und habe gewartet, dass es genug Platz zum überholen gab, bevor ich meine Absicht mit einem Klingelton ankündigte (ich hatte am Abend davor einiges über Verkehrsrecht auf der Seite vom ADFC gelesen). Ganz langsam geklingelt, damit es nicht zu schrill und erschreckend wirkt. Die Frau hat eine völlig unerwartete Reaktion gezeigt: Vollbremse gemacht, mitten im breiten Weg gehalten, sich böse umgedreht und etwas gesagt wie ich sollte nicht so drängeln, sie wäre ja mit einem Kleinkind zusammen. Ich habe sie beruhigen müssen (mit Lächeln, ganz wichtig) und erklärt, dass es nicht böse gemeint war, sondern zu den Regeln fürs Fahrradfahhren gehört. Sie hat sich etwas entspannt und zugegeben, dass sie den Klang sehr stressig findet. Ich will nicht wissen, was man erlebt haben muss, um so panisch auf eine Fahrradklingel zu reagieren.

Wind

Ich hasse es. Seit gestern weht es aus dem Westen durch Berlin in starken Böen. Ich kriege massiven Gegenwind auf dem Weg nach Hause. Ich merke, wie schnell meine Geschwindigkeit sinkt, wenn ich kurz nicht mehr trete. Heute Abend an der Ampel hätte mir der Wind fast den Lenker auf den Händen gedreht. Und die Leute sind gereizt.

Heute morgen wäre ich kurz vor Lichterfelde West von einem abbiegenden weißen Transporter aus der anderen Richtung überfahren worden, wenn er nicht im letzten Moment mitten auf der Kreuzung notgebremst hätte. Es war merkwürdig. Ich bin an der Kreuzung bei Gelb gefahren. Die Ampel ist gerade gelb geworden, als ich (rechts von einem Auto) noch ziemlich schnell auf dem Radweg vorbei gefahren bin. Kein Grund, plötzlich zu bremsen, es wäre eher gefährlich gewesen. Die Kreuzung ist aber lang, und ich bin langsamer als das Auto links von mir gefahren. Ich vermute, es wurde hinter mir rot, als der Transporter nach dem Auto mit vollem Schwung angefangen hat, abzubiegen, und mich (absichtlich?) „übersehen“ hat. Obwohl es kein Fehler war, bei Gelb nicht zu halten, weil es so kurzfristig gewechselt hatte, habe ich mich geärgert. Und noch mehr, als der Transporter-Fahrer angefangen hat zu brüllen, weil er offensichtlich dachte, ich wäre bei rot gefahren. Vielleicht sollte man anregen, an der Kreuzung eine separate Ampel für Radfahrer anzubringen, die früher rot wird.

Später bin ich wie immer am Lidl in der Gutschmidtstraße vorbei gefahren. Es war noch früh. Sehr wenige Leute waren unterwegs. Kein Mensch auf dem Parkplatz rechts von mir, keine Fußgänger auf dem geteilten Rad- & Gehweg. Ich konnte gut fahren. Plötzlich habe ich aus der hinteren Ecke vom Parkplatz einen beeindruckenden Staubwirbel mit Blättern wahrgenommen, der sich schnell zu mir bewegte. Ein Zusammentreffen schien unvermeidlich. Ich habe den Kopf leicht nach links gedreht und die Augen gekneift, um nichts davon zu bekommen. Meine Augen sind mit dem Wind zur Zeit genug gereizt. In dem Moment ist ein Auto von der Straße aus zum Lidl abgebogen. Ich war im Weg, der Fahrer musste warten, dass ich vorbei fahre. Es schien Grund genug zu sein, um ihn aufzuregen. Weil irgendwas angemeckert werden musste, aber doch nicht, dass ich auf dem Radweg war, wie es sich gehört, meinte er durch sein Fenster, ich sollte rechts und nicht links beim fahren schauen. Äh? Rechts war Funkstille. Stimmt. Kate hatte mir erzählt, die Berliner müssen einen immer belehren, selbst wo kein Bedarf / Anlass besteht. Kann ich nur bestätigen. Vielleicht lag es auch daran, dass ich eine Frau bin, oder dass ich offensichtlich nicht deutscher Abstammung bin, oder was weiß ich. Der Berliner hält sich häufig für überlegen. Ich habe ihn reden lassen und bin weiter gefahren.

Heute Abend habe ich auf dem Rückweg gesehen, wie ein Radfahrer und ein (schon wieder) weißer Transporter sich gerade verpasst haben. Beide haben sich so unverschämt stur verhalten, es hätte krachen sollen, nur, um ihnen eine Lehre zu sein. Doch nicht. Es hätte für den Radfahrer ganz schlimm im Krankenhaus geendet. Ich stand an der roten Ampel, vor der Paul-Schneider-Straße. Links von der Kreuzung standen auch viele Autos. Es war gerade der Moment, wo niemand fuhr. Die Fußgänger-Ampel von links nach rechts vor mir war grün. Der Radfahrer ist wie ein Pfeil geschossen über die Zebrastreifen gekommen. In dem Moment ist der Transporter-Fahrer aus meiner rechten Seite über die Kreuzung gerast, um links abzubiegen. Keiner hat gebremst. Der Transporter-Fahrer hat sich böse umgeschaut, der Radfahrer hat geschimpft. Die sind mir beide aber echt bescheuert vorgekommen.

Wochenrückblick

Eigentlich ist die Woche noch nicht vorbei. Morgen muss ich zur Arbeit.

Ich hatte vor, die ganze Woche mit dem Fahrrad hin und zurück zur Arbeit zu fahren. Am Dienstag ging es schleppend. Ich war langsam, meine Beine konnten nur schwer treten. Es war grau und kalt. Am Abend habe ich Krämpfe in beiden Beinen bekommen (genau als ich dabei war, Martin zu beglücken). Ich passe doch auf, dass ich genug trinke, jeden Tag Magnesium zu mir nehme und eine Banane zum Frühstück esse, seitdem ich so lange Fahrten mache. Vielleicht sollte ich mehr Dehnübungen machen. Ich denke, vor allem die Kälte hat sich bei mir negativ ausgewirkt. Ich hatte letztes Jahr schon gemerkt, dass ich im Sommer viel besser und schneller als im Winter Fahrrad fahre.

Wegen der Krämpfe bin ich am Mittwoch mit der Bahn gefahren. Ich habe an dem Tag endlich mal im Chemielabor hantiert, statt die ganze Zeit zu programmieren, und bin kaum zum Sitzen gekommen. Am Abend hat sich mein Ischias gemeldet. Ich hatte ihn inzwischen fast vergessen. Mein Knie hat ihm kurz danach Gesellschaft geleistet. Ich habe gedacht, gut, dass ich nicht radeln muss. Die Bahn war aber so voll, dass ich es bereut habe, das Fahrrad zu Hause gelassen zu haben.

Gestern habe ich es in der Bahn mitgenommen. Ich hatte einen Termin relativ früh und keine Zeit, vorher bei der Arbeit zu duschen (oder ich hätte um 07:00 das Haus verlassen sollen, was mir viel zu früh war). Wir mussten mit Ronald an einem Gerät Justierarbeiten machen. Mr Keen sollte dabei sein, da er das Gerät noch nicht kennt. Wir haben eine halbe Stunde auf ihn warten müssen (gut, wir haben uns anderweitig beschäftigt, es gibt genug zu tun). Ich hätte doch mit dem Fahrrad kommen können.

Nachmittags habe ich Mr Keen in die Nutzung unserer Geräte eingewiesen, wie Winfried es wollte. Er sollte in der Lage sein, selbstständig Messungen durchzuführen und sie zu auszuwerten, wenn er in Zukunft unsere Nutzer einweisen soll. Eine Geduldprobe. Kate und unsere IT-Kollegin haben sich dazu gesellt. Und da ist etwas passiert, was ich einige Male bei ihm schon beobachtet habe: Wenn ich alleine mit ihm diskutiere, um ihm Sachen zu erklären, hört er mich ernsthaft zu und stellt Fragen. Ganz anders, wenn Kollegen in Hörweite sind. Dann unterbricht er mich ständig ab, betont hochnasig, dass er Festkörperphysik studiert hat und alles versteht, und ich brauche ihm nichts zu erzählen. Blöd für ihn, ich habe nachgehackt und gesagt, er sollte dann seinen beiden Kolleginnen die Ergebnisse erklären, die ich gerade diskutieren wollte. Wechsel der Stimmenlage. Sehr undeutlich hat er einen wirren Satz von sich gegeben, mit zufällig ausgewählten Begriffen und es war allen klar, er hat keine Ahnung, wovon er redet. Dabei waren wir noch bei grundlegenden Konzepten, die ich an der Uni jahrelang Erstsemestlern beigebracht habe. Eigentlich soll er eine sehr verwandte Methode in seinem letzten Institut angewendet haben. Ich vermute, nach dem Prinzip „Klicke hier und das Ergebnis ist da“. Als ich dann endlich seine Ergebnisse ohne Unterbrechung erklären durfte: „Klar, das meinte ich auch“. Ahem. Kate hat mich danach zwei Mal für meine Geduld gelobt.

Abends, als ich die Experimentierhalle verlassen habe, habe ich gemerkt, wie dunkel es draußen war und was für einen starken Wind es gab. Fahrrad fahren kam nicht in Frage. Martin meinte, zu Hause würde es strömen. Es war vorbei, als ich angekommen bin. Die Luft war stickig. Wir haben uns auf der Suche nach einer Weinbar gemacht, über die Martin von einem Radiobericht erfahren hatte. Wir haben sie nicht gefunden und stattdessen bei einem Italiener gegessen. Zu Hause angekommen, habe ich meine Steuererklärung gemacht. Blöd ist, dass ich nur eine Lohnsteuerbescheinigung hatte. Die vom neuen Arbeitgeber habe ich nirgendwo gefunden. Zum Glück konnte ich alle Zahlen aus der Gehaltsabrechnung von Dezember übernehmen.

Heute war ich froh, abends wieder Fahrrad fahren zu können. Uschi hat beim Kaffee erzählt, er war diese Woche nur einmal geradelt. Bei ihm hat Mr Keen nichts gesagt, bei mir musste er gleich eine spöttische Bemerkung von sich geben. Ich habe ihm vorgeschlagen, erst zum Thema Fahrrad und Leistungsfähigkeit zu reden, wenn er selber mit dem Fahrrad zur Arbeit kommt (er wohnt nicht weit von mir). Er redet gerne andere klein, wenn es um sportliche Leistungen geht, dabei verrät seine Figur, dass er eher der Couchsportler ist. Dann ist es mir wieder eingefallen. Stefan. Genau so einer war er auch, nicht nur beim Bauchumfang. Ähnliche Stimme, minus das gelegentliche Stötern. Er hatte sich beim Thema Sport häufig beleidigt gefühlt und immer wieder erzählt, wie schlank er früher war und wie gut er beim Fechten trainiert hatte (zehn Jahre her), man musste ihm da nichts vorwerfen. Was frauenfeindliches Verhalten angeht, war er auch sehr ähnlich, er hatte es nie ausgehalten, wenn ich etwas besser wusste. Der einzige Trost ist, das Verhalten von Mr Keen fällt nicht nur mir auf. Im öffentlichen Dienst wird man aber nur in extremen Fällen nach der Probezeit entlassen.

Heute wieder nicht überfahren

Das grenzt langsam an einem Wunder.

Heute Morgen fuhr ich nicht besonders schnell mit dem Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit. Ich habe mir am Wochenende einen neuen Lenker besorgt, um die Schmerze in den Handgelenken zu vermeiden. Das scheint zu klappen, aber ich muss mich an die geänderte Haltung gewöhnen, es fühlt sich nicht mehr so stabil an. Vielleicht ist er zu hoch gestellt. Heute Morgen fuhr ich also hinter einem helmlosen Opa mit weißen Haaren auf dem Radweg, zwischen geparkten Autos und Bürgersteig. Auf einmal ist eine Autofahrerin nach rechts abgebogen, um zu einem Gebäude zu fahren, und hat den Opa erst gemerkt, als er kurz vor ihr war, obwohl das Sichtfeld an der Stelle sehr gut ist. Sie hat halbwegs auf dem Radweg notgebremst, das Auto hat einen leichten Sprung gemacht und der Motor ist ausgegangen. Schreck für den Opa, zum Glück hat sie ihn gerade nicht erwischt. Er ist weiter gefahren. Ich kam einige Sekunden hinterher und dachte, sie muss jetzt gemerkt haben, dass es hier einen Radweg gibt. Nein. Ich war gerade dabei, den Ausweichbogen vor ihrer Haube auf dem Bürgersteig zu machen (kein Rentner in Sicht), als sie den Motor wieder startete und schnell weiter fahren wollte, wieder ohne vorher rechts zu schauen. Wieder notgebremst, erneuter Motorstillstand. Es war sehr knapp. Die blöde Kuh hat noch geschimpft.

Heute Abend war es ein alter Motorrad- oder Scooterfahrer mit dickem weißem Schnurrbart, der mich auf dem Radweg überfahren wollte. Wieder eine Stelle mit sehr gutem Blickfeld, eigentlich, es hätte echt nicht passieren dürfen. Der Mann kam sehr schnell aus der entgegengesetzten Richtung und hat im letzten Moment auf dem feinen Kiesel vor dem Radweg und links von mir gebremst. Fast wäre er ausgerutscht. Sehr wahrscheinlich wollte er zum Scooter-Laden. Ich habe einen großen Schreck bekommen. Selbst die Autos auf der Straße haben kurz angehalten.

Ich frage mich, ob ich die neue Streikperiode der Bahn heil überleben werde. Es fängt erst morgen an.