Wochenplan, KW11

So schnell ist eine Woche rum!

Montag

Hähnchenbrustfilets* mit Möhren und Dinkel. Kein Rezept dazu. Ich hatte noch Dinkel übrig von der Bohnensuppe, und habe Lust bekommen, ein Gericht mit Hähnchen und Möhren daraus zu machen. Einfach und schnell am Sonntagabend gemacht. Es hat für zwei Mahlzeiten für zwei Personen gereicht.

Dienstag

Überbackene Chicorée mit Schinken. Ich habe vier Portionen am Montagabend zubereitet. Die Chicorée aus dem Markt müssen größer als beim letzten Mal gewesen sein, weil ich gerade zwei Chicorée in einer Auflaufform packen konnte. Die vier Portionen musste ich in zwei Ladungen backen, um für Montagabend und Dienstag in der Mittagspause genug zu haben. Oder ich brauche eine größere Auflaufform.

Mittwoch

Tian de courgettes. Ohne Ziegenkäse. Ich hatte es lange nicht mehr gemacht. Wieder ein recht kalorienarmes Gericht, das lange satt macht. Das Rezept wurde für sechs Personen geschrieben, aber zu zweit haben wir es auch am Dienstagabend und Mittwoch mittags verputzt.

Donnerstag

Hummus und Tomatensalat, frisch am Donnerstag vor der Arbeit zubereitet. Dazu zwei Scheiben Brot. Vom Hummus ist genug geblieben, um noch am Donnerstagabend zu zweit zu essen.

Freitag

Dal mit Chana-Linsen und Spinat, stand auf dem Plan. Eines hatte ich dabei vergessen: Man sollte vorher die Chana-„Linsen“ (halbierte Kichererbsen) einige Stunden in Wasser einweichen. Wir haben daher das Gericht erst am Samstag gekocht. Für die Mittagspause am Freitag gab es dann wieder einen schnell gemachten Tomatensalat mit Petersilie, einen geschnibbelten Kolhrabi und eine Orange. Der Kolhrabi wurde mir zu viel, ich habe nur die Hälfte geschafft.

* Mein Firefox hat eine Rechtschreibprüfung. „Hähnchenbrustfilets“ wird nicht erkannt. Wenn ich mit Rechtklick schaue, was mir Firefox stattdessen vorschlagen möchte, steht „Teilchenbeschleuniger“. Warum?


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

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Wochenplan, KW10

Wieder eine Woche, wo der Ehemann teilweise unterwegs war.

Montag

Ich stehe früh auf und fange an, den Grapefruit-Avocado-Salat für die Mittagspause zuzubereiten. Ich fühle mich leider noch nicht ganz fit und mir ist beim Waschen vom Rucola schwindelig. Ich arbeite besser von zu Hause aus. Der Chef ist einverstanden. Den Salat essen wir mittags im Wohnzimmer, da der Ehemann noch da ist.

Dienstag

Rindergehacktes mit Lauch und Reis. Es hatte beim letzten Mal so gut geschmeckt. Diesmal war ich nicht so zufrieden. Ich wollte ein bisschen mehr Reis, um für Montagabend und meine Mittagspause am Dienstag etwas zu haben, und das Fleisch kam mir zu wenig vor. Dazu hat beigetragen, dass ich in der Fleischerei am Viktualienmarkt in Pasing zwar 300 g bestellt habe, aber am Ende waren es nur 285 g, als ich vor dem Kochen das Fleisch gewogen habe. Wie es eigentlich auf dem Kassenzettel stand. Blöd.

Mittwoch und Donnerstag

Da der Ehemann unterwegs ist, um das frisch gekauftes neues Auto bei Kiel abzuholen, koche ich nur für mich. Spaghetti mit Aubergine und Ricotta. Ich mache mir vier Portionen, von Dienstagabend bis Donnerstag für die Mittagspause. Zugegeben, am Donnerstag hat es mir nicht mehr so gut geschmeckt. Es ist besser, wenn ich jeden Tag etwas Anderes esse.

Freitag

20190308_NachtischAm Donnerstagabend kommt der Ehemann zurück, und mir ist doch nicht danach zu kochen. Wir essen am Abend Stulle. Ich gönne mir ein Mittagsmenü im lokalen Restaurant aus dem Guide Michelin. Denn seitdem ich nicht mehr mit Tim mittags essen gehe, gebe ich unter der Woche kaum noch Geld aus. Das bisschen mehr Geld, das ich für den wöchentlichen Einkauf jetzt ausgebe, liegt deutlich unter dem, was ich vorher pro Woche für den täglichen mäßigen Mittagstisch bezahlt hatte. Die Kichererbsen mit Chorizo essen wir am Freitagabend.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Wochenplan, KW8

Diese Woche ohne schwarzes Brett.

Letzte Woche gab es gar keinen Wochenplan, da der Ehemann nach unserem Wochenende beim Schwiegervater bis Mittwoch in Berlin geblieben ist. Er ist ja ein absoluter Fan von der Berlinale. Und da wir am Wochenende nicht hier waren, hatten wir auch kein frisches Gemüse vom Markt.

Diese Woche bin ich wieder drei Tage alleine, der Ehemann kommt heute Abend zurück. Aber ich habe mich immerhin motivieren können, für meine Mittagspausen Selbstgekoches mitzubringen, nicht wie letzte Woche.

Montag

Den Kaninchen haben wir schon am Sonntagabend zu zweit aufgegessen. Ich bereite mir für Mittag einen Salat mit Feldsalat, Radicchio und Tomaten vor. Dazu ein Stück Brot und ein Apfel.

Dienstag

Ich mache einen Salat mit grünen Bohnen, Schalotte und Tomaten. Dazu eine Scheibe Brot.

Mittwoch

Der Ehemann hat uns vor seiner Abreise am Dienstagabend Gnocchi mit Kürbis und Rosenkohl gezaubert. Es bleibt genug für meine Mittagspause übrig.

Donnerstag

Ich bereite mir einen Salat mit Radicchio, Thunfisch, Schalotte und Tomaten vor. Dazu eine Rogen-Semmel.

Freitag

Mein heutiger Salat besteht aus Kichererbsen, Tomaten und dem Rest Radicchio. Ich habe zu viel Salat gemacht, und es triff sich gut, denn ein Kollege hatte keine Zeit, essen zu gehen. Dazu, ein Stück Brot und ein Apfel.


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Wochenplan, KW6

Montag

Tartiflette. Weil es am Sonntag so viel geschneit hat, habe ich mich spontan für eine Tartiflette am Abend entschieden. Ich hatte es noch nie für den Ehemann gemacht und zuletzt vor fünf Jahren gekocht, als mein Bruder mit seiner Freundin zu Besuch nach Berlin gekommen war. Den Speck für die Quiche Lorraine kann ich ja unter der Woche nochmal einkaufen gehen. Ich habe die Menge für vier Portionen angepasst. Dazu am Montag, der Apfel von letzter Woche, der noch auf meinem Schreibtisch lag.

Dienstag

Linsensalat mit Tomaten, Zwiebeln und Mozzarella, als Abwechslung vom Linsensalat mit Feta der vorherigen Woche. Am Montagabend zubereitet. Dazu ein Stück Brot mit Harzer Käse und ein Apfel.

Mittwoch

Tomaten-Gurken-Mais-Salat, mit einem Löffel Olivenöl und dem Saft einer halben Zitrone als Vinaigrette. Am Mittwoch früh zubereitet. Den Mais habe ich glatt vergessen, und durch die Tomaten und Gurken ist so viel Saft zusammen gekommen, dass ich Dinkel gekocht und rein getan habe. Ich hatte die Packung für die weiße Bohnensuppe besorgt und noch viel Dinkel im Vorratsglas übrig. Mit ein paar schwarzen Oliven verbessert. Dazu ein Apfel.

Donnerstag

Ich hatte den Ehemann darum gebeten, den Mürbeteig am Mittwoch tagsüber zu vorbereiten. Als Arbeitsloser dachte ich, das kriegt er hin, Zeit hat er und es dauert nicht lange. Nein. Kurz bevor ich nach Hause komme, schreibt er mir, er hätte den Teig vergessen. Ob wir stattdessen heute Abend Nudeln mit Pesto machen könnten? Na gut, soll er kochen. Aber nicht zu viel. Pustekuchen, er ignoriert meine Anweisung. Wenn er eine Packung aufmacht, ist er der Meinung, man könnte sie auch gleich auf einmal kochen. Wozu haben wir denn all diese Vorratsgläser im Schrank?

Ein halbes Kilo Farfalle kocht er auf einmal. Das Ergebnis: Viel zu viele Nudeln. Wir essen am Mittwochabend Nudeln mit Pesto, ich bereite für die nächste Mittagspause den Nudelsalat mit Rucola, getrockneten Tomaten, Feta, gerösteten Pinienkernen und schwarzen Oliven, mit ein bisschen Knoblauch gewürzt, ganz klein geschnitten, und davon bleibt noch reichlich für Freitagmittag. Die Quiche muss ich vom Plan streichen, wir haben jetzt ein Stück Speck übrig zu viel und die schon geöffnete Sahne muss auch länger im Kühlschrank warten. Wir sind am Wochenende weg und bis Mittwoch bin ich Strohwitwe.

Freitag

Wieder Nudelsalat mit Rucola, getrockneten Tomaten, Feta, gerösteten Pinienkernen und schwarzen Oliven. Dazu ein Apfel, wie am Donnerstag.

Fazit

Den Ehemann muss ich fern von der Küche halten, wenn ich sicher gehen will, dass wir den Wochenplan einhalten, auf den wir uns eigentlich geeinigt hatten.


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Wochenplan, KW5

Montag

Ich koche am Sonntagabend den Reis mit Hähnchen, Möhren, Champignons und Erbsen, den ich letzte Woche nicht machen konnte. So toll wurde es am Ende doch nicht. Ich habe den Reis leicht überkocht, die Erbsen auch, das Hähnchen hätte ich separat braten sollen, es hat viel Wasser raus gelassen, obwohl wir es auf dem Markt gekauft haben, und geschmacklich war es in Ordnung, aber kein kulinarischer Höhepunkt. Trotzdem besser als im Café. Dazu ein Apfel.

Dienstag

Den Linsensalat mit Feta und Tomaten bereite ich am Montagabend zu. So kann der Salat über Nacht schön in der Vinaigrette marinieren. Das Ergebnis war toll. Dazu eine Vollkornsemmel und ein Apfel.

Mittwoch

Am Dienstagabend koche ich die weißen Bohnen mit Miesmuscheln. Ich war am Anfang von der Kombination skeptisch, als ich es gelesen hatte. Im Urlaub habe ich es für meine Mami gekocht, das Rezept hat sich als sensationell entpuppt. Statt Sofrito gab es Poivronade aus dem Markt. Dazu hätte es einen Apfel gegeben, aber eine Kollegin verabschiedet sich und hat ganz viel Kuchen mitgebracht. Leckere Kuchen.

Donnerstag

Den Hachis Parmentier bereite ich am Mittwochabend vor. Die Kartoffeln koche ich, bevor wir meine in der S-Bahn vergessenen Sachen abholen fahren. Den Rest mache ich danach. Wir essen die Hälfte am Mittwochabend, ich nehme mir meine Portion am Donnerstag zur Arbeit mit. Dazu ein Joghurt. Der Apfel von gestern bleibt auf dem Schreibtisch liegen, ich habe zu viele Meetings am Nachmittag und keinen richtigen Hunger.

Freitag

Die Garnelen mit Spinat und Reis mache ich am Donnerstagabend. Den Spinat hat der Ehemann frisch vom Markt besorgt. Eine Stunde verbringe ich stehend, um ihn zu waschen. Mein Ischias schmerzt. Aber es schmeckt. Dazu ein Joghurt. Der Apfel von Mittwoch wird bis Montag warten müssen, denn ich habe Migräne und bleibe zu Hause.


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Wochenplan, Bilanz

Montag

Den Kichererbsensalat mit Thunfisch bereite ich am frühen Morgen zu, während mein Kaffee kalt wird. Ich habe dazu eine ganz klein geschnittene grüne Paprika gegeben. Für die Mittagspause nehme ich ein Naturjoghurt und einen Apfel mit.

Beim Essen denke ich, ich hätte mehr Zitronensaft tun sollen, und teile dies dem Ehemann mit, der zu Hause noch nicht gegessen hat. Er soll entweder mit Zitronensaft oder Sumach nachwürzen, empfehle ich ihm. Schriftlich. Er schafft es trotzdem, mich zu missverstehen und tut stattdessen die Za’atar Mischung aus Israel rein, die er mir im Mai mitgebracht hat. Es hat ihm aber auch so geschmeckt, sagt er.

Dienstag

Auf dem Plan stand Hähnchen mit Reis, Möhren, Champignons und Erbsen. Die Hälfte davon schon für Montagabend.

Als ich zu den Möhren greifen will, berühre ich eine Aubergine für die Ratatouille von Freitag und stelle fest, sie ist weich. Bei genauerer Betrachtung sind Schimmelspuren auf der Schale zu sehen. Ich schneide sie auf, um den Zustand drin zu prüfen, und sie ist im Inneren braun. Weg damit. Der Ehemann vermutet, dass sie auf dem Markt Frostschäden bekommen hat. Keine Ahnung. Sie fühlte sich am Samstag nicht so an. Die Möhren sind nach zwei Tagen schon gummiartig.

Planänderung also. Die zweite Aubergine sieht gut aus. Es gibt Zucchini. Am Ende wurde es eine mediterrane Hähnchen-Gemüse-Pfanne mit Reis, ohne die Paprika. War lecker. Wie am Montag habe ich mir ein Joghurt und einen Apfel mitgenommen.

Mittwoch

Der Ehemann hat uns am Dienstagabend eine fantastische Tortilla mit Kartoffeln und Champignons gemacht. Ich habe mir dazu einen kleinen Tomatensalat mit Zwiebeln und Schnittlauch fürs Büro gemacht. Joghurt und Apfel dazu.

Donnerstag

Am Mittwochabend mache ich die gefüllten Paprikas. Als ich nach den Kartoffeln suche, stelle ich fest: Es gibt keine mehr. Der Ehemann hat scheinbar alles für die Tortilla benutzt. Dabei hatte ich ihn am Wochenende gefragt, wieviele Kartoffeln er braucht, um genug auch für die Paprikas zu haben.

Planänderung. Statt Kartoffeln nehme ich Süßkartoffeln. Die hatte ich an dem Tag gekauft, als ich zur Arbeit nicht ankommen konnte. Falls es so viel schneien sollte, dass wir nicht mehr raus gehen können. Passt auch. Mit Thymian und Sumach gewürzt. Da ich vorher Hercule Poirot auf One gucken wollte, ist es erst um 00:15 fertig geworden. Dazu Rinderschinken zwischen zwei eingesenften Scheiben Brot und ein Apfel. Den Joghurt habe ich schon zum Frühstück mit Maronnencreme und einer Banane verspeist.

Freitag

Ich wollte ursprünglich Ratatouille mit Lachs machen. Aber Lachs im Büro… Gekochte Eier tun’s auch. Als ich aber am Donnerstagabend nach Hause komme, ist mir wirklich nicht danach zu kochen. Und den Lachs hätte ich noch einkaufen gehen müssen. Es gibt noch zwei gefüllte Paprikahälfte, nachdem der Ehemann mittags seine Portion gegessen hat, ich nehme sie am Freitag zur Arbeit mit. Dazu, ein Joghurt und ein Apfel. Die Ratatouille gibt’s am Abend, ich habe ja früh genug Feierabend gemacht.

Fazit

Jeden Tag für die nächste Mittagspause zu kochen ist aufwendig. Ich finde es schwer, sobald ich die Wohnung nach der Arbeit betrete sofort mit dem Kochen anzufangen. Ich will es aber erstmal weiter probieren. Was wäre, wenn wir Kinder hätten? Dann müsste ich mich viel mehr mit Haushalt beschäftigen, und wäre noch müder. Ab morgen besuchen wir wieder das Fitnessstudio, vielleicht bin ich danach dynamischer.


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Wochenplan

Ich habe beschlossen, dass ich ab jetzt mein Essen für die Mittagspause selber mache und zur Arbeit mitbringe. Ein verspäteter Neujahrsvorsatz. Mal schauen, wie lange es anhält.

Auslöser war mein letzter Besuch bei einem Café in unserer Nähe. Mensa-artig, man kommt mit einem Tablett und Besteck zur Theke an und kriegt das Essen sofort auf Tellern serviert. Wir sind in letzter Zeit häufiger dahin gegangen, weil es schnell geht. Tim hat immer weniger Zeit für die Mittagspause zur Verfügung. So toll ist es leider nicht. Ich sage ja immer: „Wir gehen zum not-so-fresh-maker“, und ja, ich weiß, Resteverwertung kann toll sein, zu Hause, aber wenn, dann sollte man Reste richtig verwerten können, und als Café-Betreiber vielleicht auch dafür sorgen, dass der Gast es nicht merkt. Vor allem, wenn der Name vom Café etwas ganz anderes suggeriert (oder handelt es sich um bayerischen Humor?). Und nein, Quantität ist kein Ersatz für Qualität.

Ich war schon vor Weihnachten richtig angeekelt gewesen, nachdem eines Tages das Café für eine private Weihnachtsfeier geschlossen wurde. Tage danach sind Deko-Reste auf den Tischen liegen geblieben, was an sich nicht so schlimm wäre, wenn es sich nicht um frisches Obst handeln würde… Nach zwei Tagen sah das Obst schon nicht mehr so frisch aus, nach einer Woche hatten die Mandarinen richtig angefangen zu schimmeln und klebten fest an den Tischdecken. Ich bin nicht mehr dahin gegangen, bis Tim am Anfang des Jahres fragte, ob wir dort essen gehen könnten.

Gestern war ich aus Zeitgründen alleine hin gegangen und hatte mir „asiatische Nudeln mit Teriyaki-Gemüsestreifen“ bestellt. Ein Schuss ins Blaue, denn es das einzige Gericht war, das nicht sichtbar hinter der Theke war. Es lag in einem Kessel. Ich hätte es besser wissen sollen, aber es klang gesünder als der Schnitzel mit Pommes, dessen Fett ich förmlich beim gucken spüren konnte. Ich habe eine riesige Portion auf einem tiefen Teller geschaufelt bekommen, an der sich drei Personen satt essen könnten. Die Masse wirkte gar nicht appetitlich, und schmeckte einfach eklig. Überkochte Nudeln, pampig, kaum Geschmack. Ich hab’s liegen lassen und beschlossen, das war’s, ich gehe nicht mehr hin.

Ab nächster Woche gibt’s also meinen eigenen Speiseplan. Von der Portionierung und der Zubereitung her dürfte es viel gesünder und sogar günstiger sein, als was ich sonst mittags kriege. Wenn wir eh abends für uns kochen, können wir mehr für die folgende Mittagszeit machen. Ich stelle also vor:

Das schwarze Brett in der Küche ist neu und hängt über dem Herd. Ich muss auf Zehnspitzen gehen, und drauf zu schreiben. Daher ist die Schrift nicht so regelmäßig. Egal. Der Ehemann hat sich über den Plan gefreut.


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Samstag in London

Gemeint ist Samstag vor einer Woche. Der Ehemann ist auf langer Motorragtour und besucht bei der Gelegenheit einige Freunde, bevor unser Umzug statt findet. Daher haben wir uns am letzten Wochenende in England getroffen.

Ich bin am Freitagabend von München aus nach Stansted geflogen. Ich dachte, ich hätte mit Lufthansa gebucht, aber sie haben mir einen Flug mit Eurowings angedreht. Der kam eine Stunde später als geplant. Ich hatte schon nachmittags leichte Kopfschmerze im Büro gehabt. Im Flugzeug wurde es zu einer richtigen Migräne mit Übelkeit und allem. Zum Glück hatte die Stewardess Aspirin. Gepriesen sei diese Frau. Nochmal zum Glück hatte ich einen Sitzplatz in der allerletzten Reihe und keine Sitznachbarn, obwohl das Flugzeug recht voll war. Ich konnte mich hinlegen und schlafen. Beim Aussteigen ging es schon besser.

Die Freunde leben in Cambridge und ich bin mit dem Zug dahin gefahren. Wir haben in der Stadt bei einem Vietnamesen gegessen und sind dann schlafen gegangen. Es war spät. Am Samstag wollten wir den Tag in London verbringen.

Am Vormittag waren der Ehemann und ich alleine unterwegs. Nach ein bisschen Shopping sind wir in Richtung Carnaby Street gegangen. Der Ehemann wollte unbedingt hin. Auf dem Weg sind wir an NOPI vorbei gegangen. Schöne Fotos konnte ich nicht machen, weil sich davor viele Kontainer mit Müll von der Baustelle um die Ecke angereiht hatten. Egal, ich hatte uns einen Tisch für den Abend reserviert.

Wir sind durch die engen Straßen geschlendert und zum Kingly Court gekommen. Ein Hof voll mit Restaurants. Mich interessierte in dem Moment vor allem die Toiletten, und ich muss sagen, ich habe selten welche gesehen, die dreckiger waren als dort. Von vier waren zwei völlig unbenutzbar, und die dritte war besetzt. Was bringt Frauen dazu, sich so ekelhaft zu verhalten? Der Ehemann erlebt sowas nie.

Von Carnaby Street war der Ehemann enttäuscht. Die Straße hat viel von ihrem ursprünglichen Charakter verloren. Jetzt findet man nur noch mainstream Läden, wie überall. Die Schlange vor dem Cupcake Laden war beeindruckend. Ein Kunde in der Schlange trug sogar ein T-Shirt vom Laden. Hardcore Cupcake Fan. Auf den Fotos sind die Leute ohne erkennbare Gesichter, Datenschutz oblige.

Wir sind einfach so ohne Ziel gelaufen. Auf dem Weg zum Piccadilly Circus sind wir am italienischen Restaurant von Jamie Oliver vorbei gelatscht. Kurz danach haben wir die Demo zum „Exit From Brexit“ getroffen. Es waren sehr viele Leute da, ich schätze, noch mehr als beim March For Science letztes Jahr in Berlin.

Am alten War Office konnte man das London Eye sehen und ich habe vorgeschlagen, dahin zu gehen. Auf dem Weg ging’s durch die Whitehall Gardens (klein). Die Themse haben wir über die Golden Jubilee Bridges überquert. Auf der anderen Seite der Brücke war viel los. Hier ist die Touris-Ecke. Die Schlange zum Riesenrad war auch riesig, und ich habe beschlossen, dass es doch nicht so spannend sein kann. Es war sowieso wolkig, die Aussicht konnte nicht so toll sein. Dazu kommt die Umweltverschmutzung, die in London beachtlich ist und die Luft noch trüber macht.

Wir haben uns auf den Weg zum Hyde Park gemacht, wo wir uns mit den Freunden vom Ehemann treffen wollten. In dem Park leben viele Tiere. Die Eichhörnchen fand ich süß. Die bunten Sittiche hatte ich nicht erwartet. Auf der Arche von Henry Moore ist ein Reiher gelandet.

Beim überqueren der Serpentine ist uns das letzte Werk von Christo aufgefallen, eine schwebende ‚Mastaba‘, die aus über 7000 Ölfässern besteht. Auf der anderen Seite der Brücke sind wir zum Diana Memorial gekommen. Der Anblick von den Kindern, die bei der Hitze im Wasser gespielt haben, war zu verlockend. Ich habe die Ballerinas ausgezogen und bin auch im Wasser geplatscht.

Wir haben anschließend ein Glas in einem Kneipengarten getrunken. Es gab viele Familien von Enten, Schwänen und Blässhühnern mit putzigen Kindern unterwegs. Die Kastanien waren am blühen. Ziemlich spät. Ich erinnere mich, dass wir mal im Biergarten am chinesischen Turm Ende April waren, als die Kastanien in München geblüht hatten.

Endlich war es Zeit, essen zu gehen… Auf dem Weg haben wir uns das Albert Memorial angeschaut. Um das Memorial befinden sich vier Gruppen von Statuen, eine pro Kontinent. Äh. Kurze Pause. Ich hatte doch in der Schule von fünf Kontinenten erzählt bekommen… Ach so. Nicht mal Wikipedia ist sich einig, wie viele es gibt.

Als ich vor Europa stand, kam eine kleine Gruppe von Jugendlichen vorbei. „Also, mit Europa hat das nichts zu tun“, meinte einer autoritativ auf Englisch, der offensichtlich noch nie was von griechischer Mythologie gehört hat.

Zum Schluß, das, worauf ich mich die ganze Zeit gefreut hatte: Abendessen bei NOPI! Es war nicht so voll. Ich hatte spät gebucht, aber ich hätte mehr Gäste erwartet. Vielleicht sind sie jetzt alle beim ROVI. Ich war schon mal hier essen, in November mit Kate, aber damals hatte mich der Akku von meinem Handy im Stich gelassen. Diesmal hatte ich die Kamera dabei. Für Aufnahmen bei schwachem Licht ist sie leider nicht gut. Ich wollte auch nicht mit Blitz Fotos machen, wir waren primär zum essen da und die anderen Gäste wollte ich nicht stören.

Nach einem Aperitiv (Jasmine & Edelflower „tea“ für mich), sind wir nach unten gegangen. „Downstairs“ ist die Karte nicht so ausführlich wie „Upstairs“, dafür hat man den Blick zur Küche. Man sitzt an großen Tischen mit anderen Gästen zusammen.

Wir haben uns viele Vorspeisen zum Teilen bestellt, die nicht alle fotografiert wurden. Auf den Kohlrabi-Apfel-Salat war ich sehr gespannt und ich war begeistert! Die getrüffelte Polenta-Stäbchen wollte der Ehemann haben. Die hatte ich schon zu Hause gemacht. Als Nachtisch habe ich die Financiers bestellt. Eigentlich konnte ich nicht mehr. Aber es musste probiert werden. Wir haben sie uns geteilt.

Zum Schluß ein Besuch der Toiletten mit den vielen Spiegeln, viel erfreulicher als am Vormittag in Kingly Court (und ja, das bin ich):

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Das Wochenende in Bildern

Das Wochenende hat am Freitag nach Feierabend angefangen, als ich mich um halb fünf auf den Weg zum Münchener Hauptbahnhof gemacht habe. Ich hatte mehr als genug Zeit, aber man weiß nie, mit ÖPNV. Ich bin eine Stunde vor Abfahrt des Zuges angekommen und habe es mir erstmal in der DB Lounge bequem gemacht. Ich hatte eine Fahrkarte in erster Klasse, also warum darauf verzichten? Dort kriegt man umsonst Speise und Getränke angeboten, und ich hatte Durst. Die Sitzplätze sind in der Lounge leider rar. Bis jetzt hatte ich immer Glück, und am Freitag konnte ich einen Sessel finden. Den letzten freien Sessel.

Die Fahrt selbst war in Ordnung, bis wir bei Zapfendorf eine ziemlich brutale Notbremse erleben durften. Mir gegenüber saß niemand, was gut war, da mein Handy und meine Brille vom Tisch aus zum leeren Sessel geflogen sind. Die Flasche Cola konnte ich gerade noch retten. Der Grund für diesen „außerplanmäßigen“ Aufenthalt: „Signalstörung“. Mein älterer Nachbar, der am Tisch auf der anderen Seite vom Gang saß, hat eine Weile gebraucht, um sich davon zu erholen, seinem lauten, aufgeregten Atem nach zu beurteilen. Die Weiterfahrt war anfangs zögerlich, und wir haben zwanzig Minuten Verspätung gesammelt. Da ich in erster Klasse saß, habe ich nicht mitbekommen, wie voll der Zug war, bis ich mich auf der Suche nach einer freien Toilette gemacht habe. Die Leute haben samt Gepäck mitten in den Fluren gesessen! Der Ehemann hat mich in Südkreuz abgeholt und wir sind direkt nach Hause gefahren.

An nächsten Morgen habe ich mich auf dem Balkon richtig gefreut: Die Nelken, die ich vor drei Jahren eingepflanzt hatte, haben endlich geblüht! Ich hatte schon die Hoffnung aufgegeben. Ich war zuletzt vor einem Monat in Berlin und habe die ganze Entwicklung nicht mitbekommen. Der Ehemann war so lieb und hatte mir zwischendurch Fotos von den Kuhschellen mit Schachbrettmuster geschickt, die dieses Jahr wieder gewachsen sind. Sonst hätte ich sie verpasst, sie sind schon verblüht. Wir sind früh zum Markt gegangen und unterwegs habe ich diese wunderschöne Blumen rechts in einem Garten entdeckt.

Es war ein sonniger Tag. Wir brauchten eigentlich nichts aus dem Markt, da der Ehemann schon eingekauft hatte. Am Abend waren wir zu einer Geburtstagsfeier eingeladen, und ich hatte Hummus versprochen. Mir fiel dann ein, dass wir am Sonntag den Schwiegervater einladen könnten, und dass wir für Montag auch etwas planen sollten. Spargel, Rotbarsch und Gnocchi haben den Weg zur Einkaufstüte gefunden. Auf dem Rückweg nach Hause haben wir eine gemütliche Mittagspause beim Franzose um die Ecke gemacht. Austern für den Ehemann, Pastete für mich. Angestoßen haben wir. Zwei Jahre schon… Und schon das zweite Mal, das wir es versäumen, unseren Hochzeitstag zusammen zu feiern. Letztes Jahr war ich in Finnland, dieses Jahr war er in Israel. Etwas muss sich ändern.

Als wir nach der Mittagspause zu Fuß weiter gegangen sind, ist mir dieser Baum mit dem Riesenpilz am Fuß aufgefallen.

Auf der Geburtstagsfeier sind wir nicht sehr lange geblieben. Um elf Uhr abends waren wir zu Hause. Müde, und meine Periode war so stark… Eine ganze Woche zu früh. Seitdem ich die Pille nicht mehr einnehme, ist mein Zyklus wieder durcheinander. Vermutlich die Wechseljahre.

Am Sonntag wussten wir zuerst nicht, was wir machen wollten, bis ich vom Karneval der Kulturen gelesen habe. Ich mag keine Menschenmenge, aber gegen mittags war es noch angenehm. Was sich vom Namen her zuerst interessant anhörte, hat sich am Anfang nur als großer Markt mit einer Sammlung von unauthentisch „authentischen“ Berliner Hipster-Buden mit Superfood entpuppt. Ich hatte irgendwie andere Erwartungen. Das Gelände der Veranstaltung ist ziemlich groß und nach einer Weile war das Angebot doch abwechslungsreicher. Bei einer afrikanischen Bude habe ich ein paar Leckereien probiert, und die Verkäuferin war erfreut, dass ich Französisch spreche. Auf einer Bühne konnte man Kinder einer Musik-Schule beklatschen, die auf Spanisch gesungen haben. Es gab sogar ein Stand mit polnischer Wurst.

Als es mir zu viele Leute wurden, sind wir gegangen. Kurz vor dem Umzug. Wir haben den alten St.-Matthäus-Kirchhof besucht, den ich noch nicht kannte. Dort sind viele bekannte Persönlichkeiten begraben, wie zum Beispiel die Brüder Grimm. Oder der Chemiker Eilhard Mitscherlich. Die Ruhe vom Friedhof war willkommen. Trotzdem konnte man von dort ganz schön laut den Umzug hören. Beim Verlassen des Friedhofs konnte ich mir noch unbekannte Wandmalereien bewundern. Berlin ist voll von solchen Schätzen. Es hat übrigens am Wochenende zum allerersten Mal den Berlin Mural Fest zum Thema gegeben. Habe ich zu spät erfahren. Wie immer.

Am Abend habe ich den Risotto mit Spargelduo für den Schwiegervater gekocht, und der Ehemann hat den Fisch gebraten. Wir waren alle vom Ergebnis begeistert. Und es gab wieder Anlass zum Anstoßen, denn der Ehemann hat endlich eine Stelle in München gefunden! Gut, ich wusste es, der Schwiegervater aber noch nicht. Der Vertrag muss noch unterschrieben werden, und wenn es wie geplant läuft, fängt er im August an. Gekündigt hatte er sowieso schon, für seine aktuelle Stelle, da wir herausgefunden haben, dass er Anspruch auf Arbeitslosengeld hätte, wenn er wegen mir umzieht. So wird jetzt der Umzug entspannter. Ich rechne damit, dass ich hier spätestens im Juli meine Küche habe. Ich vermisse sie. Den Ehemann auch, das dürfte klar sein.

Da es noch Spargel gab, habe ich sie alle für Montagmittag in einem leckeren Spargel-Orangensalat verarbeitet. Dazu gab’s die Rote-Bete-Gnocchi mit Mascarpone-Füllung aus dem Markt. Das Wetter war wieder toll und wir konnten den Balkon genießen.

Die Rückfahrt nach München lief ohne Problem. Fast. Es gab keine Gastronomie an Bord. Als ich es erfahren habe, war es zum Glück früh genug, um mir ein Sandwich und eine Flasche Apfelschorle in Südkreuz zu besorgen. Kontrolleure gab es anscheinend auch nicht, niemand hat nach Fahrkarten gefragt. Ob das Zugpersonal gestreikt hat? Kurz nach zehn war ich am Hauptbahnhof, und wegen zwei Minuten Verspätung durfte ich zwanzig Minuten lang auf meine nächste S-Bahn warten. Elf Uhr abends zu Hause.


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Wochenende in Berlin

Das Wochenende hat am Freitag nach einem frühen Feierabend angefangen, als ich mich auf den Weg zum Hauptbahnhof gemacht habe. Ich hätte die Arbeit später verlassen können, aber die U-Bahn hat mich schon mal im Stich gelassen und ich wollte das Risiko nicht eingehen, den Zug zu verpassen. Das Wetter war traumhaft und ich dachte, es wäre schön, unterwegs ein Eis zu essen. Besser doch erst zum Bahnhof ankommen, dort finde ich bestimmt ein gemütliches Eiscafé. Nicht. Ich glaube, alle Bahnhof-Vorplätze, die ich bis jetzt besucht habe, sind besser gestaltet als in München. Ich habe mir ein Eis bei den zwei asiatischen Frauen in der Bahnhof-Halle neben einem der Eingängen geholt, die meine Bestellung kaum verstanden haben, und habe es auf dem Bürgersteig neben den Taxis, aber immerhin in der Sonne, gegessen. Ich kenne mich in München in Sachen Eisdielen nicht aus, aber der Laden hinter dem Bahnhof Pasing, Buongiorno, bietet weitaus viel leckereren Eissorten an.

Der Ehemann hat mich am Bahnhof abgeholt und wir sind zum Savignyplatz Tapas essen gegangen. Das Restaurant, wo wir bei unserer ersten Nacht waren. Um die Uhrzeit wurden schon erste Tische auf der Terrasse wieder frei. Die Luft war wärmer als in München und wir haben einen schönen Abend dort verbracht, wobei es auffällig häufig Krankenwagen und Polizeiwagen zu hören gab. Ich vermute dass es mit dem Wetter zu tun hat. Ich hatte schon mal den Eindruck, dass die Leute in Berlin mit steigenden Temperaturen aggressiver werden, statt sich über das schöne Wetter zu freuen. Die anschließende Fahrt mit dem Taxi nach Hause hat meinen Eindruck nicht geändert. Zum Glück haben wir einen super coolen Fahrer erwischt, der nicht wie Sau fuhr und vom Dialekt her eindeutig Berliner war. So viele Leute haben uns unterwegs von rechts und links überholt, dass er auch meinte, das Wetter macht die Leute verrückt. Und auf der ganzen Strecke sind wir Polizeiwagen mit Blaulicht begegnet. Ich war froh, den Ehemann überredet zu haben, nicht mit ÖPNV nach Hause zu fahren.

Gestern konnten wir früh aufwachen, und ich bin zum Fitnessstudio gegangen, um beim Wassergymnastikkurs mitzumachen. Die Kursleiterin hat so ein tolles Intervall-Programm entwickelt, man fühlt sich nach einer Dreiviertelstunde ausgepowert, wenn man alles gibt. Trotzdem gab es viele ältere Leute im Wasser (geschätzt Ü70), die mit Freude in ihrem Tempo mitgemacht haben. Es ist super, wenn es Kurse gibt, wo jeder davon profitiert, egal in welchem Fitness-Zustand. Die anderen Wasser-Kurse, die ich bei Fitness First gemacht habe, ob in Berlin oder München, sind nicht so herausfordernd und ich habe danach nicht den Eindruck, wirklich etwas geleistet zu haben. Nach dem Sport sind wir zum Markt gegangen, um wieder mal leckere Crêpes zu essen. Groß war unsere Enttäuschung, als wir festgestellt haben, dass die Französin ihren Stand nicht mehr betreibt. Stattdessen sind wir zu einem französischen Lokal bei uns gegangen. Es ist eher ein Lebensmittel-Laden, wo der Besitzer vorne noch ein Paar Tische hingestellt hat und Kleinigkeiten zum Essen anbietet. Ich hatte eine grobe Pastete mit Cornichons. Echte Cornichons, nicht die, die mit Zucker eingelegt werden, nein, richtig sauer in Essig eingelegte Cornichons! Das tat so gut! Weil…

Ach ja. Ich wollte es nicht. Schließlich habe ich die Pille drei Monate lang genommen und es geschafft, mit gezielter Verschiebung der Einnahme meine Periode so anzupassen, dass der Eisprung in der Woche fällt. Vielleicht habe ich nicht mehr aufgepasst, die Samenzellen können ganz schön lange überleben… Jedenfalls habe ich den Eisprung nach drei Monaten Abwesenheit genau so pünktlich wie erwartet deutlich gespürt und dem Ehemann zu verstehen gegeben, dass wir aufpassen sollten. Haben wir. Es war am Osterwochenende, und trotz hormoneller Planung waren wir also fürs lange Wochenende zusammen. Ich vermute, dass es noch Samenzellen vom vorherigen Wochenende gab. Sonst kann ich nicht erklären, wieso meine Periode bis jetzt ausgeblieben ist, ich trotz fleißigem Kaloriendefizit und Sport plötzlich leicht zunehme, die leichte Übelkeit, die mich seit einigen Tagen begleitet und dieses charakteristisches Ziehen im Unterleib spüre. Et merde. Ich bin immer noch in der Probephase. Das Gute ist, dass man es bis Juli nicht merken wird, und bis jetzt ist mein Chef mit mir sehr zufrieden. Andererseits hat die Erfahrung gezeigt, dass es eh sehr wahrscheinlich nicht halten wird. Mal schauen. Jetzt soll gefälligst der Ehemann endlich zu mir ziehen, auch wenn er erstmal Arbeitslos ist. Ein Anspruch auf Arbeitslosengeld hätte er trotz Kündigung, weil ich für die Arbeit umziehen musste. Ich bin es satt, in schwierigen Situationen alleine klar kommen zu müssen. Wie bei der letzten Fehlgeburt, oder bei dem Tod meiner Katze.

So. Heute haben wir Freunde zum Brunch eingeladen und ich hatte viel Spaß daran, für sie in der Küche zu werken. Ich vermisse meine Küche. Es gab Hummus, Avocado-Aufstrich, Bohnen-Salat, Taboulé, Obstsalat… Ich dachte, es wäre zu viel, aber die haben ordentlich rein gehauen. Nach diesem schönen Nachmittag auf dem Balkon sitze ich jetzt wieder im Zug und bin in einer Stunde zu Hause.


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