Sonntagsmenü

Der Ehemann ist übers Wochenende unterwegs. Bekannte aus seiner Familie feiern, und er wollte unbedingt hin. Schon wieder nach Berlin. Mir wurde es zu viel. Ich hab’s für seine beste Kumpels mitgemacht, wir waren im Mai zweimal dort, dann zuletzt zum Geburtstag vom Schwiegervater vor vier Wochen, aber diesmal wollte ich nicht mit. Was sich gut trifft, da mich mal wieder die Unannehmlichkeiten des Weibseins mit voller Wucht treffen. Da bleibe ich lieber zu Hause.

Dafür gibt’s ein leckeres Abendessen, wenn er heute Abend zurück kommt:

  • Tomatenessenz, mit gelber Tomate. Die pürierten Roma-Tomaten vom Markt tropfen schon seit gestern Abend im Mulltuch vor sich hin. Ich frage mich, was ich aus dem Rest der Tomaten machen kann. Weg schmeißen wäre doch Verschwendung. Vielleicht als Bodenbelag für eine Pizza? Zur Tomatenessenz gibt es eine in Würfeln geschnittene große gelbe Tomate, deren Name ich mir nicht merken konnte. Die Verkäuferin am Stand hat mir gestern einige Exemplare von alten Tomatensorten vorgestellt, die sie selber anbauen.
  • Mehlierte Butterfly-Sardinen. Der Ehemann liebt Sardinen. Die haben wir beim Fisch-Händler letzte Woche bestellt.
  • Dazu im Backofen gegrillte gelbe Paprika.
  • Auf der Tafel unerwähnt, ein fantastisch leckeres Finnenbrot von der neuen Bäckerei bei der Arbeit.
  • Zitronencreme.

Wobei, auf den Sancerre verzichten wir vielleicht besser, nachdem der Ehemann mir heute Nacht um 02:15 diese letzte kryptische Nachricht geschickt hat: „mo4g4,,,,,“. Was auch immer er damit ausdrucken wollte. Der Junge ist ohne mich so unvernünftig… Hoffentlich kommt er heil nach Hause. Wenigstens fährt er nicht selber.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

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Kein Wochenplan, KW22

Weil die Woche durch den Feiertag am Donnerstag und den Brückentag am Freitag kurz wurde.

Am Montag gibt es den Kichererbsensalat, den ich ursprünglich für den letzten Freitag geplant hatte. Die grüne Paprika sieht nicht mehr ganz frisch aus, schmeckt aber noch gut.

Für Dienstag sind schon die Vorräte an Gemüse aufgebraucht, da wir am Wochenende in Berlin waren und nicht auf dem Markt gehen konnten. Ich hole mir ein Hummus-Sandwich und einen Joghurt mit Waldfrüchten aus der Cafeteria der Uni. Ich mache früh genug Feierabend, um zum Pasinger Viktualienmarkt zu gehen und kaufe Zutaten für die Süßkartoffelsuppe. Hervorragend hat sie geschmeckt.

Für die Mittagspause am Mittwoch gibt’s Ente-Maultaschen und Romana-Salat mit Tomaten. Da ich am Dienstag auf dem Markt war.


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Wochenplan, KW21

Wieder mit schwarzem Brett.

Montag

Ratatouille-Auflauf mit Mozzarella. Das war die Idee, zumindest. Aber die große Auflaufform war noch mit dem Reiskuchen mit Heidelbeeren belegt (warum habe ich nicht die große Springform benutzt?), und meine andere Auflaufform war nicht groß genug, um alle Zutaten der Ratatouille drin zu stapeln. Daher habe ich nur eine Aubergine, eine gelbe Zucchini und eine rote Spitzpaprika rein getan. Und statt Mozzarella gab’s Burratina, weil der Käseladen am Markt keine Mozzarella mehr hatte. Obendrauf Thymian. Das Ergebnis war fantastisch.

Dienstag

Linsensalat mit Feta, und den Avocado-Resten von den Sushi, die der Ehemann uns am Sonntag gemacht hat. Mit Frühlingszwiebeln statt Zwiebeln. Schwarze Oliven sind dazu gekommen.

Mittwoch

Ente asiatisch. Weil es beim letzten Mal so gemundet hat. Es war wieder so lecker, dass kein Foto enstehen konnte.

Donnerstag

Omelette mit grünem Spargel und Tomaten. Leider ein Tick zu lang auf der Kochplatte geblieben.

Freitag

Wegen der Migräne am letzten Wochenende war ich die erste Hälfte der Woche so müde, dass ich mir den Frei-Tag frei genommen habe. Und da wir mit dem Ehemann tagsüber in die Stadt gefahren sind, bevor wir den Flieger nach Berlin genommen haben, wird der Salat erst bei unserer Rückkehr heute Abend zubereitet.


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Wochenplan, KW20

Ohne schwarzes Brett, dafür mit einem Foto vom Gilchinger Bannwald, wo wir heute spazieren gegangen sind, in der Hoffnung, meiner Migräne ein Ende zu setzen. Die ist leider am Nachmittag zurück gekommen.

Montag

Ratatouille-Risotto. Der Ehemann hatte davon gehört und wollte es uns mal kochen. Am Sonntagabend ist genug davon für die Mittagspause am Montag geblieben.

Dienstag

Kein vorgekochtes Mittagessen, dafür zum Hochzeitstag ein toller, entspannter Tag in den Thermen am Kochelsee[1]. Selbst beim regnerischen Wetter war es fantastisch. Minuspunkt: Die Gastronomie, leider. Bestellt hatte ich Zander mit Kartoffeln und Spinat. So versalzen habe ich noch nie ein Gericht serviert bekommen.

Mittwoch

Tortilla, mit einem kleinen Tomatensalat. Weil der Ehemann so gut Tortillas machen kann. Er hat genug für Dienstagabend und die Mittagspause am Mittwoch gemacht.

Donnerstag

Nach dem Sport am Mittwochabend war ich zu platt, um noch zu kochen. Ich weiß nicht, ob etwas los ist, aber super fit bin ich momentan echt nicht. Nach dem Sport am Mittwochabend konnte ich mich nur noch zur Couch schleppen, obwohl ich mein übliches Training durchgezogen hatte. Es war anstrengend. Ich habe also nicht den Nudeln-Brokkoli-Schinken-Auflauf gekocht, den ich geplant hatte. Deswegen gab’s in der Mittagspause eine belegte Semmel von der Bäckerei, mit einem Obstsalat.

Freitag

Ich hatte für Freitag nichts geplant und bin mit Tim zur Bäckerei essen gegangen. Die machen freitags immer tolle Lachskörnerbaguetten. Es war endlich mal wieder schön sonnig und wir konnten auf der Terrasse sitzen.

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Wochenplan, KW19

Montag

Kichererbsensalat mit Thunfisch (und schönem Rechtschreibfehler, der dem Ehemann nicht aufgefallen ist).

Dienstag

Augenbohnencurry, weil es beim letzten Mal so lecker war. Mit dem Unterschied, dass ich keine Augenbohnen hatte, sondern Borlotti Bohnen. Und wie ich mir aufgeschrieben habe, nur zwei statt drei Esslöffeln Öl benutzt habe. Das Ergebnis war irgendwie nicht so lecker, wie ich es in Erinnerung hatte. Vielleicht hätte ich doch mehr Öl benutzen sollen.

Mittwoch

Gefüllte Paprika mit Feta und Kartoffeln. Dabei habe ich gemerkt, auf die richtigen Mengenverhältnisse kommt es wirklich an. Ich hatte damals für die Füllung so viel Feta wie Kartoffeln benutzt, was sich einfach zufällig ergeben hatte. Am Dienstagabend hatte ich mehr Kartoffeln als Feta zur Verfügung, und obwohl es auch geschmeckt hat, hat es nicht ganz meine Erwartungen erfüllt.

Donnerstag

Süßkartoffeln mit Limettenquark. Voll der Knaller, wie ein Kollege bei der Mittagspause überrascht festgestellt hat, der ein Stück ausprobieren wollte. Jetzt muss ich das Rezept vom Limettenquark allen anderen Anwesenden weiter geben.

Freitag

Coucous-Salat mit Feta. Mit den leckeren Costoluto-Tomaten vom Markt.


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Kein Wochenplan, KW18

Seit halb elf sitze ich im Zug zurück nach München. Zeit, meinen nicht so wöchentlichen kulinarischen Rückblick zu verfassen.

Ich denke jetzt dran, weil ich gerade gegessen habe. Ein sehr mäßiges Hähnchen-Sweet-Chili Sandwich. Den habe ich mir selber geholt, weil, obwohl ich in 1. Klasse sitze, bisher niemand bei uns für Bestellungen erschienen war, und ich hatte einen riesigen Hunger. Warum habe ich mir eigentlich kein leckeres Sandwich an der S-Bahn-Station gekauft? Ich hatte Zeit, in Friedenau, und die Auswahl ist dort im Shop am Gleis doch viel ansprechender als im Zug. 12:10 trinke ich aus der ebenfalls im Bistrowagen erworbenen Apfelschorle-Flasche, als eine DB-Mitarbeiterin vom Bistro zu unserem Abteil kommt. Zu spät. Mein Nachbar bestellt sich ein Cappuccino. Um 12:45 hat er sich gerade zum schlafen bequem gemacht, als die Frau ihm sein Cappuccino bringt. Geduld muss man haben, heute. Scheinbar ist der Zug sehr ausgelastet. Und das, bei den horrenden Preisen. Ich meine, die Strecke ist noch teurer geworden, seitdem ich nicht mehr pendeln muss.

Der letzte Wochenplan war schon vor einem Monat. Klar, die Woche danach war ich drei Tage lang auf Dienstreise, ein Wochenplan hätte sich nicht gelohnt, dann war Ostern, Tim war eh aus Elternzeit zurück und ich wollte mittags mit ihm essen gehen, und da wir am Osterwochenende unterwegs waren, haben wir auf dem Markt nicht einkaufen können. Diese Woche hatte ich mir Montag und Dienstag frei genommen, und der Ehemann ist schon am Donnerstag nach Berlin gefahren, wo wir am Wochenende auf eine Feier eingeladen wurden. Also wieder kein Wochenplan. Immerhin haben wir gekocht. Ohne Plan, wir hatten nach Lust und Laune am Markt eingekauft.

Für Samstagabend habe ich uns Spargelrisotto mit grünem Spargel gemacht.

Unser Sonntagsmenü war großartig. Da ich einen großen Bund Radieschen zum Naschen gekauft hatte und die Blätter so toll aussahen, ist mir in den Kopf gekommen, eine Radieschenblättersuppe als Vorspeise zu machen. Der Ehemann ist unser Fleischexpert und hat eine Entenbrust zubereitet. Bei 300 Gramm reicht ein Stück für zwei Personen. Dazu gab’s grüne Bohnen. Und ein Stück Rhabarber-Blechkuchen als Nachtisch.

Am Dienstag habe ich mich erstmalig ans Rezept von Senfeiern mit Kartoffelpüree gewagt. Ein Stück Berlin auf dem Teller. Der Ehemann war begeistert, aber das Rezept war viel zu viel (ja, ich hatte für zwei Personen umgerechnet). Ich meine, die geben ein ganzes Kilogramm Kartoffeln für vier Personen an! 250 g pro Person! Ich hätte auch mein Gehirn einschalten können.

Für Mittwochabend gab es die zweite Entenbrust, asiatisch, spontan zusammen gereimt. Der Ehemann hat das Fleisch zubereitet, ich habe das Gemüse (rote Paprika, Möhren, Soja- und Bambussprossen) in der Pfanne angebraten. Mit Reis dazu. Eine Portion konnte ich mir für die Mittagspause am Donnerstag sichern, was schwer war, da es so gemundet hat. Ein Rezept muss noch her.

Am Donnerstagabend habe ich mir eine Omelette mit grünem Spargel und Tomaten zubereitet. Die Idee war natürlich, die Hälfte davon für die Mittagspause am Freitag mitzunehmen, aber dadurch, dass ich am Morgen schon an meine Wahlbenachrichtigung denken musste, um Briefwahlunterlagen am Rathaus abholen zu gehen, ist die Omelette im Kühlschrank vergessen worden. Am Freitagabend hat sie auch geschmeckt.


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Wochenplan, KW14

Montag

Orientalisch gefüllte Auberginen. Durch dieses Rezept inspiriert, außer, dass ich 150 Gramm Lammgehacktes statt getrockneten Aprikosen benutzt habe. Ich tue mir schwer, Früchte in Hauptgerichten zu benutzen (sagt eine Liebhaberin von Tomaten). Sagen wir, zu süße Früchte. Wie Terry Pratchett es in einer seiner berühmten Fußnoten formulierte: Even so, there is no excuse for putting pineapple on pizza. Oder auf ein Schnitzel. Im Nachhinein bin ich doch recht neugierig geworden. Beim nächsten Mal tue ich die Aprikosen statt Lamm rein.

AusgehoelteAuberginen
Die ausgehölten Auberginen, direkt aus dem Backofen.

Ich bereite die gefüllten Auberginen für den Sonntagabend zu. Vier Auberginen, wie das Rezept sagte. Es gab aber nur recht große Auberginen, bei unserem Stand auf dem Markt. Insgesamt 1,3 Kilogramme. Wir haben jeder nur deswegen eine ganze Aubergine geschafft, weil wir seit dem Frühstück am Sonntag unterwegs waren und kaum was gegessen hatten. Ich nehme eine halbe Aubergine für die Mittagspause am Montag mit. Mit dem Rest der Frühlingszwiebelsuppe, die ich am Samstag gekocht hatte, und einem fettarmen Joghurt. Am Montagabend haben wir noch zwei Auberginenhälfte, und dazu macht uns der Ehemann Karotten-Hummus, mit Hilfe meiner Anweisungen auf WhatsApp, da ich spät Feierabend machen muss.

Dienstag

Möhrensalat mit einem hart gekochten Ei und Kichererbsen. Die Karotten hatte mir der Ehemann schon am Montagabend gerieben, als ich noch in der S-Bahn auf dem Weg nach Hause saß. Den Rest mache ich am frühen Morgen fertig. Ich brauche fast Dreiviertelstunde, um den Rucola zu waschen. Ich hatte am Samstag 100 Gramm am Markt gekauft, ein Bio-Rucola, den die Standbetreiber selber anbauen, mit breiten Blättern. Sehr lecker, und er hat sich bis Dienstagfrüh im Kühlschrank sehr gut gehalten. Dazu ein fettarmer Joghurt. Ich bin erstaunt, bis eine Stunde nachdem wir aus dem Sport zurück kommen keinen Hunger zu spüren. Wir essen erst um neun Uhr abends Stulle.

Mittwoch

Feldsalat mit Mozzarella, Birne und Granatapfel, am frühen Morgen zubereitet. Wie war das nochmal mit den zu süßen Früchten in Hauptgerichten? Ach ja, aber das ist ein Salat, den ich schon ausprobiert und für gut gefunden hatte. Ich esse den Salat draußen, in der Sonne, mit einem halben libanesischen Fladenbrot. Die ganz flache Sorte. Dazu eine Banane.

Am Mittwochabend gibt es einen kleinen Tomatensalat. Der Ehemann war am Vormittag zum grünen Markt in Germering gefahren, und mit schönen mittelgroßen Fleischtomaten zurück gekommen. Eine italienische Sorte, sagt er, die nah am Stiel leicht grün ist. Fantastisch lecker. Und etwas wie 5€ für sechs Stücke.

Donnerstag

Reissalat mit Thunfisch, Paprika und Tomaten. Ich bereite am Mittwoch genug für den Abend und die Mittagspause am Donnerstag. Dazu nehme ich eine Banane mit, denn am Abend geht’s wieder zum Sport.

Freitag

Die Gnocchi mit Knoblauch und Spinat machen wir doch nicht. Der Ehemann hat ein neues Vorstellungsgespräch auf der anderen Seite vom Flughafen um die Mittagszeit bekommen, er wird nicht dazu kommen, mittags zu essen, sagt er. Und am Abend wollen wir mal wieder auswärts essen gehen, zum Harlachinger Jagdschlössl[1,2]. Ich bereite mir am frühen Morgen einen Salat mit den leckeren Tomaten aus dem Germeringer Markt, einer halben Zwiebel, Kichererbsen und zwei hartgekochten Eiern. Die Gnocchi werde ich für Montag zubereiten. Ich bin eh nächste Woche ab Dienstag auf Dienstreise, der Ehemann muss dann selber schauen, wie er sich in den drei Tagen ohne mich ernährt.

[1] Unbezahlte Werbung, da Verlinkung.

[2] „Weißt du noch, da, wo es die Bierfässer mit Hahn am Tisch gibt,“ sagte der Ehemann. Wir haben letztes Jahr während unserer Pendelzeit zweimal dort gegessen. Kann ich wärmstens empfehlen.


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Heute beim Sport

Seit einigen Wochen gehe endlich wieder regelmäßig zum Sport.

Das war lange nicht mehr so. Ungefähr seit dem Urlaub in September. Zwei Wochen weg, das hat mich völlig aus dem Rhythmus geworfen. Es gab im Herbst viele interessante online Kurse, die ich absolvieren wollte, und die viel Zeit gekostet haben. Dann waren es schon nicht mehr so viele Wochen bis Weihnachten, ich musste meine selbst gebastelte Geschenke fertig kriegen. Und dann war es so weit weg, bis zum Fitnessstudio, vierzig Minuten hin, vierzig Minuten zurück, wenn der ÖPNV gut läuft, da geht viel Zeit verloren.

Was geschah ist klar: Irgendwann haben die Kleider angefangen, ungemütlich zu sitzen. Das war mir schon im Urlaub bei meiner Schwester aufgefallen. Seitdem der Ehemann aus Berlin zu mir im Juli umgezogen ist, koche und esse ich mehr als im ersten halben Jahr. Man glaubt nicht, wie schnell die Pfunde zurück kommen, wenn man nicht aufpasst. Vor allem, wenn der Ehemann ständig dabei ist, mir Leckeres anzubieten, obwohl er weiß, dass er das lassen soll. Ohne ihn gab es in der Wohnung nie etwas wie Keckse, Schokolade oder Eis. Es gibt jetzt Hosen, die ich seit einigen Monaten nicht mehr trage.

Dabei hatte ich wirklich was erreicht, letztes Jahr. Dreimal die Woche beim Sport, jedesmal mit einem Proteinshake als Abendessen, gelegentlich mit einer Kollegin mittags gejoggt, das Gewicht war vielleicht nicht beeindruckend runter gekommen, aber die Figur war dafür super geworden.

Was soll’s. Was ich letztes Jahr geschafft hatte, kann ich dieses Jahr auch. Diesmal gibt es keine große Lebensumstellung wie ein Umzug mehr, wir sind zu Hause gut eingerichtet, nichts steht mehr im Weg. Wir haben schon seit dem Sommer die Routine, am frühen Samstagvormittag zum Markt in Pasing einkaufen zu gehen, von dort ist es nicht weit, bis zum Fitnessstudio. Seit Januar gehen wir samstags wieder hin. Dann sind wir zusätzlich einmal unter der Woche abends hin gegangen. Jetzt zweimal. Also insgesamt dreimal die Woche. Bei diesem Rhythmus macht es wieder Spaß und der ständige leichte Muskelkater fühlt sich gut an. Ich habe den Punkt erreicht, wo ich mich nicht mehr überwinden muss, sondern morgens selbstverständlich die Sporttasche packe, um nach Feierabend zum Sport zu gehen. Es ist umso leichter geworden, jetzt, wo es die neue Buslinie 259 gibt, die direkt von Martinsried nach Pasing fährt.

Trotzdem denke ich, ein Fitnessstudiowechsel wäre nicht schlecht. Der Ehemann wollte unbedingt hin gehen, wo es auch ein Schwimmbad gibt. Deswegen hatten wir uns in Berlin beim Fitness First in Zehlendorf angemeldet. Das war ein tolles Studio. Und deswegen fahren wir jetzt zum Laimer Studio, obwohl das Schwimmbad deutlich kleiner ist. Ich denke, der Ehemann könnte sich ein normales Schwimmbad aussuchen, und wir könnten näher zur Wohnung Gerätetraining treiben. Was mich bei unserem Fitnessstudio nervt:

  • Erstens ist der Empfang recht unfreundlich. Wenigstens um die Uhrzeiten, wo ich letztes Jahr da war, war immer die gleiche Person hinter der Theke. Dass man beim Ankommen nicht besonders freundlich begrüßt wird, kenne ich schon aus Berlin, aber jedesmal, wenn ich nach dem Sport mein Proteinshake bestellen wollte, tat die Frau immer so, als ob ich sie bei einer unglaublich wichtigeren Tätigkeit stören würde — meistens, beim Quatschen mit einer Kollegin. Manchmal habe ich den Verdacht gehegt, sie war einfach unfreundlich bei allen schlanken Frauen, weil sie selber fett ist und sich deutlich netter mit dickeren Leuten verhält.
  • Vergessene Sachen tauchen nicht wieder auf. Gut, es ist mir nur einmal passiert, dass ich meine Badelatschen liegen lassen habe, aber wie die gleiche Frau an der Theke sofort verneint hatte, dass etwas abgegeben worden wäre, ohne meine Frage zu Ende zu hören und im Fundkorb hinter ihr zu schauen, sah sehr verdächtig aus. Ich denke, sie bedient sich selbst an den Fundsachen.
  • Was mich vor allem stört: Die Musik ist viel zu laut. Bei manchen Kursen, wie beim Zumba am Dienstagabend, wird in dem Kurssaal die Musik so laut gedreht, dass selbst bei geschlossener Tür der Schall zu dem Gerätebereich drängt. Bei mir erzeugt das eine Art Resonanz. Ich sitze auf einem Gerät und mache meine Wiederholungen, aber mein Herz schlägt nicht mehr normal, weil es durch die Bässe anders vibriert. Äußerst unangenehm. Wenn ich jetzt während des Kurses da bin, schaue ich, dass ich an möglichst weit entfernten Geräten trainiere. Ich habe einmal in einem anderen Kurs erlebt, wie eine Frau am Anfang darum gebeten hatte, die Musik nicht zu laut zu drehen, und die Kursleiterin quasi sofort eine Art Nervenzusammenbruch hatte, weil man ja „keine Musik mehr hören könnte“. Ich denke, die Kursleiter sind völlig bescheuert und haben kein Gespür für gesunde Lautstärke. Aber das scheint nicht nur bei Fitness First der Fall zu sein. Es ist bekannt, dass Musik in Fitnesstudios häufig die gesetzliche Grenze für Lärmbelästigung am Arbeitsplatz überschreitet und das Gehör gefährdet. Es interessiert niemanden. Es soll nicht mal eine zulässige Begründung dafür sein, seinen Vertrag vorzeitig zu kündigen. Ich hatte schon recherchiert, nachdem ich vor drei Wochen mit dem Ehemann an einem Montagabend dort war. Auf der Webseite gab es keine Ankündigung, aber die Betreiber vom Fitnessstudio hatten einen DJ-Abend veranstaltet. Und nicht in einem abgetrennten Kurssaal, nein, mitten auf der freien Trainingsfläche, wo drum herum alle Geräte stehen. Da stand ein junger Mann in schwarzer Sportkleidung hinter einer dafür gebaute Musikanlage, und ließ Musik so laut wie in einer Disko laufen. Kein Entkommen. Der Ehemann war im Schwimmbad und war auch dort davon gestört. Ich habe mein Training beendet. Den ganzen Abend zu Hause hat sich mein Kopf wie unter Druck angefühlt, ich war so von der lauten Musik gestresst geworden, dass ich lange nicht einschlafen konnte, und den ganzen Dienstag auf Arbeit hatte ich dumpfe Kopfschmerze. Weil ich meinte, nach einem Tag Arbeit Sport machen zu wollen. Die spinnen total. Auf Anfrage meinte eine Trainerin, solche Veranstaltungen würden nicht auf der Webseite bekannt gemacht, sondern nur auf Facebook. Ich bin jetzt ständig dazu gezwungen, zuerst dort zu schauen, ob ein DJ-Abend geplant ist, bevor ich meine Sportsachen packe. Ich kann mich nicht mehr spontan zum Training entscheiden. Das ist schon eine große Beeinträchtigung. In Zehlendorf hatte ich solche Umstände nie erlebt.

Jetzt sind wir leider bis zum Ende des Jahres bei Fitness First gebunden. Ich hatte die Idee, wir könnten mal ein anderes Studio probieren. Wir waren letzte Woche Samstag bei dem Fitness First am Englischen Garten. Der war aber recht klein, viel weniger Geräte standen zur Verfügung, und sie waren alle auf einer Art offener Etage oberhalb von der freien Trainingsfläche. Da oben war es so warm, dass ich mich fiebrig gefühlt habe und nach dem Training den ganzen Tag Kopfschmerze hatte. Da gehe ich nicht wieder hin.


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Wochenplan, KW13

Ohne schwarze Tafel.

Montag

Couscous, am Sonntagabend gekocht. So fantastisch lecker, ich verstehe nicht, warum ich das nicht häufiger mache.

Dienstag

Geplant war wieder Couscous. Ich hatte genug gekocht. Am Montagabend hatten wir nochmal was davon. Leider bin ich vom Sport so müde geworden, dass ich sehr früh ins Bett gegangen bin. „Der Ehemann wird schon den Topf in den Kühlschrank stellen“, habe ich gedacht. Hat er nicht. Und ich kann immer noch nicht glauben,wie schnell Schimmel in einem Topf entstehen kann, aber Fakt ist, am Dienstagmorgen konnten wir den Inhalt vom Topf weg schmeißen. Ich habe notgedrungen eine Banane, einen Joghurt mit 0,1% Fett, ein Stück Kuchen und ein Stück schwarzer Schokolade für die Mittagspause gepackt.

Mittwoch

Aubergine-Tomaten-Auflauf. Immer noch lecker. Mit einem fettarmen Joghurt.

Donnerstag

Linsen-Tomaten-Feta-Salat mit viel frischer Petersilie. Eine Kollegin hat am Mittagstisch ganz neidisch auf meine Schale geschaut. Dazu ein fettarmer Joghurt.

Freitag

Geplant war Pute mit Spinat-Joghurt und Grünkern. Das haben wir doch erst am Abend gekocht, weil der Ehemann tagsüber in Garmisch zum Skifahren war, und wir den Kichererbsen-Tomaten-Feta-Salat von Donnerstagabend nicht aufgegessen haben. Ich habe den Rest ins Büro mit einem Joghurt genommen.


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Wochenplan, KW12

Montag

Lamm-Chili-Curry. Doch nicht so scharf, wie man annehmen würde. Bei der Reis-Beilage hatte ich nicht genug Reis, um für die vier Portionen am Sonntagabend und Montagmittag zu sorgen. Ich habe dem restlichen Reis Dinkel gegeben. Das Ergebnis war so lecker, dass ich gedacht habe, ich sollte häufiger beide Getreidesorten mischen.

Dienstag

Tofu-Pfanne mit Mangold. Ähnlich wie die Pfanne mit Sprossen, Champignons und Tofu, außer dass ich bunten Mangold, Blumenkohl und geräucherten Tofu benutzt habe. Das Ergebnis hat mich nicht so begeistert. Der Geschmack vom geräucherten Tofu war viel zu intensiv, ich hätte besser die normale Sorte benutzen sollen.

Mittwoch

Paprika-Tomaten-Curry. Wieder ein Rezept aus meinem indischen Kochbuch, das mir aber nicht so gut gefallen hat, dass ich es hier festhalten möchte. Es war in Ordnung, mehr nicht.

Donnerstag

Kichererbsen-Salat mit grüner Paprika und Thunfisch. Eine Woche ohne Kichererbsen geht wohl nicht.

Freitag

Augenbohnen, mit einem hart gekochten Ei. Fantastisch lecker, das wird es häufiger geben. Ich habe, wie immer wenn ich aus meinem indischen Kochbuch koche, die Menge an Öl deutlich reduziert, trotzdem war es mir noch ein bisschen zu fett. Beim nächsten Mal benutze ich nur zwei Esslöffel Öl. Dazu habe ich mir einen Naturjoghurt und eine Banane mitgenommen. Ich war den ganzen Donnerstag ungewöhnlich müde, weil ich in der Nacht davor wegen Krämpfe wach wurde. Bananen helfen gut dagegen, bei mir.


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