Telekom Hotspot im ICE — Die volle Verarschung

Ich bin wieder mal richtig geärgert. Dazu braucht es nur, mit der Bahn zu fahren. Letzte Woche war schon kein Spaß.

Ich hätte eigentlich zur Tagung fliegen können. Die Bahnstrecke kostet mir zeitlich einen ganzen Arbeitstag. Es war günstiger, was die Finanzabteilung von meinem Arbeitgeber vor allem interessiert, aber das Fliegen wäre schneller gewesen und hätte vielleicht eine Übernachtung überflüssig machen können. Ich habe gedacht, die lange Reisezeit könnte dadurch kompensiert werden, dass ich im Zug am Tisch mit dem Laptop arbeiten kann und das HotSpot-Angebot der Telekom benutzen könnte.

Während es letzte Woche, bei meiner allerersten Benutzung von einem Telekom-HotSpot, halbwegs ging, war die aufgebrachte Leistung bei der Rückfahrt heute absolut katastrophal. Beim Losfahren habe ich einen Tagespass für 5€ erworben. Wie letzte Woche. Es ging gerade eine Stunde lang, danach wurde die Internetverbindung ständig abgebrochen und war nicht mehr zu benutzen.

Ich habe die Kontrolleure darauf aufmerksam gemacht, dass der WLAN nicht mehr ging. Am Anfang haben sie versucht, ihre Router oder was auch immer neu zu starten. Danach meinte ein Kontrolleur, im Ruhebereich wäre der WLAN Signal nicht verstärkt, was zu Probleme führen würde. WLAN sollte man in anderen Wagen benutzen. Prompt war mein gegenüber sitzender Nachbar (der auch trotz offenen Sandalen stinkende Füße mitgebracht hatte) dabei, mit einem süffisanten Lächeln, dem Kontrolleur nach zu plappern und mir zu sagen, „Sie hätten bei der Reservierung besser aufpassen sollen“. Pure Schadensfreude (oder 100% Boche, wie mir immer in solchen Momenten durch den Kopf geht). Der Ehemann hat sich für mich von zu Hause aus schlau gemacht, das mit dem Ruhebereich stimmt gar nicht. Auf der Webseite der Bahn steht, dass WLAN überall zur Verfügung steht. Außerdem saß ich letzte Woche schon dort und hatte fast kein Problem — also, verglichen mit heute hatte ich doch kaum Gründe, mich zu beschweren.

Am Anfang war der Zug so voll, dass ich an meinem reservierten Platz im Ruhebereich bleiben musste. Danach habe ich einen freien Tischplatz außerhalb vom Ruhebereich gefunden. WLAN ging. Wenigstens konnte ich arbeiten, dachte ich. Ich habe einige Emails bearbeitet. Dafür musste ich die Sitzplatzreservierung aufgeben. Aber eine Stunde später ging das Internet wieder nicht mehr. Endgültig. Die darauf angesprochene Kontrolleurin war schon genervt und hat jede Schuld oder Verantwortung von der Bahn erstmal grundsätzlich zurück gewiesen. Die Telekom ist schuld. Die Telekom kann nicht wissen, dass wir eine andere Strecke als ursprünglich geplant fahren und kann dadurch ihre Leistung nicht bringen. Das war letzte Woche doch kein Problem, obwohl wir auch eine abweichende Strecke gefahren sind. Die Startseite vom ICE-Portal selbst sagt dabei die ganze Zeit: „Leider ist das ICE Portal im Augenblick nicht erreichbar. Wir bitten Sie um etwas Geduld.“ Wenn das schon mal nicht geht, geht gar nichts. Nach über sieben Stunden Fahrt ist meine Geduld definitiv aufgebrochen.

Ich werde mich bei beiden Gesellschaften schriftlich beschweren. Ich glaube nicht, dass ich eine Antwort bekommen werde. Sollte ich mich doch irren, teile ich die dadurch entstandene Erheiterung hier mit.

Dazu kommt noch, dass wir schon wieder fast aber nicht ganz eine Stunde Verspätung haben. Wie letzte Woche. Verständnis dafür kann ich nicht mehr aufbringen. Man muss wenigstens zugeben, die Deutsche Bahn kann eines richtig gut: Die Verspätungen konsistent so knapp unterhalb einer Stunde halten, dass man keinen Anspruch auf Entschädigung hat.


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Eine Frechheit von t-online

Mein privates Email-Konto ist gelöscht worden. Ohne Vorwarnung, einfach so. Ich hatte es am Anfang der Woche noch benutzt, um mir von zu Hause aus Daten zu meiner dienstlichen Adresse zu schicken, um meine Präsentation in Stockholm zu vorbereiten. Seit meiner Rückkehr sagt mir Thunderbird, „Login auf dem Server secureimap.t-online.de fehlgeschlagen“. Die Email-App auf meinem Handy hatte auch Schwierigkeiten und wollte plötzlich ein Passwort haben, statt sich automatisch zu verbinden, wie ich am Mittwoch am Flughafen feststellen musste. Mein Passwort kenne ich nicht auswendig. Bei t-online ist es mir sowieso immer ein Kopfzerbrechen gewesen, welche Login-Passwort-Kombination ich brauche, um an meine Emails zu kommen, abhängig davon, von welcher Oberfläche aus ich es versuche. Ich habe zuerst an ein vorübergehendes Problem gedacht. Da ich jetzt aber seit zwei Tagen meine Emails nicht mehr abrufen konnte, habe ich mir von der dienstlichen Adresse aus eine Test-Email geschickt. Direkt danach kam eine Nachricht vom Mail Delivery System: „Undelivered Mail Returned to Sender“. Der Grund: host mx01.t-online.de[194.25.134.72] said: 550-5.1.1 user unknown 550 5.1.1 Unknown recipient. Eine Frechheit.


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Erleichtert

Da ich von der Deutschen Telekom seit letzter Woche nichts gehört habe, bin ich heute Morgen zum Shop gegangen. Als ich dran war, war nur die Frau Becher verfügbar. Ich habe mir kurz überlegt, ob ich nicht tun sollte, als ob ich mir nur Handys anschauen würde und die Leute hinter mir vor lassen, damit ich einen anderen Berater bekomme, aber ich wollte nicht zu lange im Shop bleiben. Ich habe ihr den Brief mit dem Umschalttermin für den anderen Anbieter in zwei Jahren gezeigt, und habe gesagt, ich würde es nicht verstehen, da mein Vertrag nur bis Juni läuft. Ich habe mich gefragt, was sie mir diesmal als Vorwürfe am Kopf werfen würde, aber es kam nichts. Sie hat lediglich auf ihrem Rechner nachgeprüft und gesagt, der Fall wäre schon seit letzter Woche in Bearbeitung, und es wäre ein Fehler gewesen, natürlich ginge die Umschaltung ab dem 15.06.2014. Ich bräuchte nur noch auf die schriftliche Bestätigung zu warten, die in Kürze ankommen sollte, um O2 Bescheid zu sagen. Der gelangweilte Berater von O2 meinte, es wäre kein Problem, der Vertrag würde dann direkt anfangen. Nicht in zwei Jahren. Es würde also genau so laufen wie ursprünglich geplant. Blöde Telekom, so viel Stress umsonst.

Als ich nach meinem Besuch bei der Telekom im O2-Shop wartete, habe ich einen anderen Fall mitbekommen, der sich schlimm anhörte. Ein Paar stand vor mir und diskutierte mit dem Berater, der heute ausnahmsweise gut drauf war. Vielleicht fand er einfach die Geschichte lustig. Das Paar auf jeden Fall nicht. Jemand hätte vor einigen Tagen ihrer Tochter ein Smartphone geschenkt, mit dem Hinweis, dass sie damit Internet benutzen könnte. Seitdem würde es die Tochter die ganze Zeit benutzen. Es fiel den Eltern aber noch ein, dass der Handy-Vertrag der Tochter keine Internet-Benutzung enthielt – genau wie mein alter Genion-Vertrag. Sie standen also völlig entsetzt da und erklärten dem Berater das Problem. Laut ihrer eigenen Schätzung würde die Rechnung bestimmt um die 150€ sein, was schon eine beeindruckende Summe ist. Der Berater, dem es anscheinend Spaß machte, dem Paar Angst einzujagen, meinte, wenn die Tochter tatsächlich die ganze Zeit Internet benutzt hätte, könnte die Rechnung (Taschenrechner geholt)  bis zu 650€ für die fünf Tage steigen. Aus welchem Grund auch immer, konnte er den genauen Betrag der aktuellen Rechnung nicht prüfen. Die Frau war von der Summe völlig schockiert. Damit hatte es der Berater leicht, denen einen neuen Vertrag mit Internet-Benutzung zum Unterschreiben zu geben. Mit der unpassenden Bemerkung, dass das Paar eh bestimmt mehr Geld als er armer Berater verdienen würde und sich die einmalige hohe Rechnung leisten könnte. Ich meine, er kriegt, was er verdient. Mir würde es stinken, einen Mitarbeiter mit einer solchen arroganter Art zu bezahlen. Danach meinte er, wenn der Betrag tatsächlich so hoch wäre, sollten sie zu ihm zurück kommen, er könnte bestimmt die Rechnung senken lassen.


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O2 – Fortsetzung

Oder Geschichte einer Verarschung. Es soll als Warnung für andere potentiellen Kunden dienen. Gerade aus dem Sport nach einer harten Arbeitswoche, habe ich einen Brief von O2 in meinem Briefkasten entdeckt. Ich glaube, ich kriege die Krise.

Zusammenfassung: Vor drei Wochen hatte ich mich darüber informiert, ob es ginge, dass O2 meinen bis Mitte Juni 2014 bestehenden Vertrag mit der Deutschen Telekom übernimmt. Da die Konditionen in Ordnung waren, haben wir auch einen Vertrag abgeschlossen. Am 08.11.2013 kam eine SMS von O2 an, in der stand:

wir freuen uns, Ihnen mitzuteilen, dass Sie ab dem 17.09.2013 Ihr Produkt nutzen können.

Schon komisch, da das Datum vorbei war und dem Datum des Telekom-Umzuges entsprach. Am 12.11.2013 erhielt ich einen Brief der Deutschen Telekom vom 08.11.2013, in dem meinen Entschluss, den Anschluss zu kündigen, bedauert wird, wobei gleichzeitig die Information steht, dass der Anschluss erst am 17.09.2015 zum neuen Anbieter umgestellt wird. Was für mich nicht nachvollziehbar ist, da mein Vertrag bis zum 15.06.2014 läuft, ich habe es eben noch im Kundencenter geprüft. Am 10.11. hatte ich auch ohne Vorwarnung gar keine Verbindung mehr zu Hause; dafür eine Aufforderung von O2, die Nummer 0800-5251378 anzurufen, um zu der Störung einen Technikertermin zu vereinbaren. Am 13.11.2013 kam eine neue SMS von O2 an, mit dem selben Inhalt wie am Montag, abgesehen von einem Detail:

wir freuen uns, Ihnen mitzuteilen, dass Sie ab dem 17.09.2015 Ihr Produkt nutzen können.

Was soll der Quatsch? Heißt das, dass ich jetzt einen Vertrag abgeschlossen habe, um erst in zwei Jahren eine Leistung zu bekommen, wenn mein Arbeitsvertrag auslaufen wird und ich sehr wahrscheinlich wieder umziehen muss? So ist es für mich nicht akzeptabel. Laut dem uninteressiert wirkenden Berater im O2-Shop soll es tatsächlich der Fall sein, der letzte Brief wäre rechtswirksam. Obwohl er im gleichen Gespräch meinte, wenn mein Telekom-Vertrag bis Mitte Juni läuft, müsste ich erst ab dem Zeitpunkt bei O2 Kundin werden (da ich einen möglichen Widerruf erwähnte, hatte er sich danach ein bisschen mehr Mühe gegeben, freundlicher zu wirken). Über den Widerrufsrecht bin ich im O2-Shop beim Abschließen des Vertrages gar nicht informiert worden. In dem Vertrag steht auch nichts darüber, so häufig ich drin blättere, es gibt nur Informationen über Laufzeit und Kündigung. Für beide Freischaltungstermine habe ich einen schriftlichen Brief von O2 bekommen, auch ohne Hinweis auf ein mögliches Widerrufen. Ich habe gegoogelt und an verschiedenen Stellen, so wie hier, die Information gefunden, dass man innerhalb von zwei Wochen einen Vertrag widerrufen darf. Es war letzte Woche noch nicht vorbei mit der Frist, ganz davon zu schweigen, dass ich über Widerrufsrecht nicht informiert wurde. Ich habe noch vom 15.11.2013 einen Beleg der Post für die Zusendung meines Widerrufs bekommen, genau 14 Tage nach Abschließen des Vertrages. Der Rückschein war vom 18.11.2013 datiert, aber was zählt ist das Sendedatum. Die täglichen SMS zur Aufforderung von einer Terminfindung mit einem Techniker haben auf jeden Fall aufgehört. Aber es kann sein, wie ich gerade sehe, dass ich doch nicht den Vertrag widerrufen kann, weil ich von mir aus zum O2-Shop gegangen bin, selbst wenn ich ursprünglich einen anderen Grund für den Besuch hatte. Im heutigen Brief:

wir haben Ihren Wunsch zur Kündigung erhalten und bedauern Ihre Entscheidung sehr.

Aufgrund der bestehenden Mindestlaufzeit Ihres Vertrages werden wir die Kündigung nach dem 17.09.2015 zum nächstmöglichen Termin ausführen.

So wie es aussieht, habe ich einen Vertrag mit O2 für zwei Jahren ab dem 17.09.2015 an der Backe. Ob es immer noch so stimmt, wenn sich herausstellt, dass die Deutsche Telekom Unrecht bei der Umschaltung des Anschlusses hat? Wenn mein Vertrag bis Mitte Juni läuft, sehe ich nicht, warum die Umschaltung so lange dauern müsste. Die Beraterin beim Telekom-Shop war auch dieser Meinung und wollte es prüfen lassen. Ich werde mich morgen erneut darüber erkundigen.

Als Fazit der Geschichte: Nie, nie, nie, unter keinen Umständen einen zweiten Anbieter zur Übernahme eines bestehenden Vertrages beauftragen. Am besten: Selber den Vertrag kündigen, dann den neuen Anbieter einschalten. Wenn überhaupt.


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Stress

Morgen früh fängt unser Praktikum an. Ich habe häufig in meinem letzten Job Lehrveranstaltungen betreut. Warum bin ich auf einmal so nervös? Es ist nicht, als ob ich alleine da stehen würde, selbst wenn ich die Verantwortliche für unseren Teil vom Kurs bin. Winfried hat mir versprochen, mir Unterstützung zu geben und bei den Datenauswertungen mit den Studenten dabei zu sein. Ich habe letzte Woche noch geprüft, was ich den Studenten an den Geräten erklären muss und habe gesehen, dass ich die dafür vorgesehenen zwei Stunden gut füllen kann. Ich fühle mich doch irgendwie gar nicht gut vorbereitet. Eine Powerpoint-Präsentation für eine Vorlesung am Mittwoch muss noch fertig werden. Das schaffe ich heute. Den Stoff habe ich schon früher vorgetragen, nur die benutzte Software ändert sich, und die kenne ich jetzt gut. Ich habe für den praktischen Teil selber mit alten Datensätzen gespielt und die Skripte mehrmals durchgelesen. Die habe ich korrigiert und allen Studenten per Email geschickt, zusammen mit praktischen Hinweisen zum Kurs. Bis auf einen Teilnehmer, der auf dem Zettel am Freitag seine Email-Adresse falsch geschrieben hat. Es sind nur neun Teilnehmer. Ich habe sie schon letzte Woche bei den Vorlesungen kennen gelernt. Und ich mag kleine Gruppen, es viel angenehmer, um zu arbeiten. Trotzdem bin ich gestresst.

Ich brauche Ausgleich. Ich bin seit einer Woche nicht mehr zum Fitness-Studio gegangen. Zu viel zu tun. Ich musste ein paar mal früher als sonst aufstehen und wollte am Abend vorher nicht spät nach der Arbeit Sport machen, weil ich sonst häufig gegen 21:00 nach Hause komme. Als ich letzte Woche früh aufgestanden bin, um mit S- und U-Bahn zur Uni zu fahren, wollte ich meine ganzen Sport-Sachen nicht mitnehmen, es wäre mir zu umständlich gewesen. Und es gab noch den Stress mit meiner Internet-Verbindung. Von Martin ganz zu schweigen. Ich war bei der Deutschen Telekom und habe gefragt, warum ich zu Hause keine Leistung mehr hatte. Antwort: „Eine größere Störung in dem ganzen Gebiet“. Es hätte damit nichts zu tun, dass ich den Anbieter wechseln wollte. Dabei hatte ich von O2 seit Mittwoch mehrmals SMS bekommen, um für die aktuelle Störung einen Termin zu vereinbaren. Obwohl ich laut noch laufendem Vertrag bei der Telekom erst ab Juni zu O2 wechseln sollte, und O2 mir den Umschalttermin in zwei Jahren angekündigt hatte. Beim O2-Shop war ein junger Mann, der den Eindruck gab, sich für mein Problem gar nicht zu interessieren und gar nicht versuchen wollte, den ganzen Informationschaos durchzuforschen. Ich habe als Folge dessen vorsichtshalber den Vertrag bei O2 noch fristgemäß widerrufen. Ich will jetzt definitiv keinen Vertrag für in zwei Jahren abschließen, gerade wenn mein Arbeitsvertrag ausgelaufen ist und ich wahrscheinlich wieder umziehen muss. Mein Kündigungstermin bei der Telekom wird auf jeden Fall geprüft. Die Frau im Shop, die diesmal nicht die Frau Becher war und sich viel netter verhalten hatte, meinte, es wäre nicht normal. Seit gestern habe ich wieder Internet. Telefonieren kann ich auch. Ich habe nur gemerkt, dass ich nicht angerufen werden kann. Vom Handy aus bekomme ich die Nachricht, „Der gewünschte Gesprächspartner ist zur Zeit nicht erreichbar“. Dabei stehe ich neben meinem Festnetz-Telefon und er sieht ganz brav wie immer aus. Und gestern hat mich ein Telekom-Techniker anrufen können. Sehr merkwürdig.

Heute will ich zum Sport. Ich könnte auf dem Hin- oder Rückweg zum Fitness-Studio in meinem Büro auf dem Laptop PuTTY installieren. Mir ist gestern Abend beim Einschlafen eingefallen, dass ich morgen nach der ersten Vorlesung meines Chefs eine kurze Einführung in Linux und vi geben soll, und dafür nur meinen Windows 7 Laptop zur Verfügung habe. Ich will keine Vorlesung halten, sondern nur am Beamer zeigen, wie man arbeitet. Es soll schnell gehen. Die Studenten kriegen Zettel mit den wichtigsten Befehlen, die ich noch ausdrucken muss, stimmt. Das heißt, ich muss schauen, wie ich in dem Raum eine Internet-Verbindung bekommen kann, um mit remote desktop an meinem eigenen Rechner im Büro Sachen vorzuführen. Ich muss daran denken, wie mein Chef es mir empfohlen hatte, den Pförtnern meine Handy-Nummer zu geben, falls Studenten verspätet ankommen, um sie selber abzuholen. Ich sollte auch eine Beschilderung vorbereiten (kein großer Aufwand, nur A4-Blätter für den Haupteingang und vor der Treppe). Aber das kann ich mir vielleicht sparen, oder einen anderen Kollegen damit beauftragen. Oh, und ich sollte diese Woche zwischendurch Zeit finden, um aus gegebenem Anlass einen Kuchen zu backen. Es wird anscheinend erwartet. Das heißt, dass ich an dem Tag kein Fahrrad fahren kann, sonst sieht der Kuchen danach nicht so appetitlich aus. Ich werde wahrscheinlich etwas einfaches wie eine Schokoladetorte vorbereiten.


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Ein beschissener Tag

Heute bin ich sehr früh aufgestanden, weil ich mir eine Vorlesung an der Uni anhören wollte. Wir haben nächste Woche ein Praktikum, und ich habe gedacht, es wäre nicht schlecht zu erfahren, was die Studenten vorher von den Kollegen erzählt bekommen. Außerdem richtet sich die Veranstaltung an Biologen, und ich hatte gehofft, dadurch nützliche Informationen für mich zu bekommen. Ich hätte es mir sparen können. Der Stoff ist genau das, was ich an meiner früheren Uni für die Materialwissenschaftler unterrichtet hatte, mit dem Unterschied, dass es jetzt für die Biologen weniger Formeln gab. Ich hatte sogar teilweise die gleichen Abbildungen in meinen Präsentationen benutzt. Mein Besserwissergen, den ich normalerweise im Zaun halte, hat mich nicht in Ruhe gelassen, und ich musste während der Pause dem vorlesenden Professor einen grundsätzlichen Fehler in seiner Präsentation erklären. Wobei ich denke, dass die Studenten es gar nicht gemerkt haben. Den Punkt hat er trotzdem am Ende wieder angesprochen und korrigiert. Ich bin beeindruckt, selbst wenn ich mit Takt vorgegangen bin, dass er nicht gereizt reagiert hat.

Martin war heute Morgen auch dabei. Er hört sich die Vorlesungen seit letzter Woche an. Für mich waren die ersten Stunden viel zu trivial. Ich dachte, es würde erst ab heute interessant sein. Auf dem Weg zurück zur Arbeit in der U-Bahn habe ich Martin wieder das Phasenproblem erklärt, weil es ihm heute nicht klar wurde. Irgendwie seltsam, den Stoff hat er schon im Sommersemester beim letzten Praktikum gehört. Er ist nicht mit mir bis zur Arbeit gefahren, weil er einen neuen Termin für eine Wohnungsbesichtigung bekommen hat. Nachdem er letzte Woche gesagt hatte, dass er jetzt aufgeben würde und sich mit seiner gemieteten Wohnung zufrieden geben würde. Ich musste ihn schimpfen und sagen, dass er nicht weiß, was er will. Es ist mir echt schwer zu ertragen, und es hat nicht nur mit der Art zu tun, wie er mit mir umgeht, mal den Verliebten spielen, mal völlig uninteressiert wirken. Ich mache nicht mehr mit.

Der Nachmittag war frustrierend. Ich habe jetzt die Entwicklung meines Programms gestoppt, da die ersten wichtigsten Änderungen durchgeführt wurden, und das Programm veröffentlicht werden sollte. Ich muss noch die Installation auf verschiedenen Betriebssystemen prüfen. Was für ein Mist. Das Programm greift auf anderen Programmen zu, die die Nutzer schon installiert haben sollten. Mein Vorgänger hat die absoluten Pfade bei unserer Installation benutzt. Das geht natürlich nicht, wenn Nutzer sich das Programm herunterladen und es mit ihren eigenen Installationen benutzen wollen. Natürlich könnte ich in den Anweisungen zur Installation die Nutzer dazu auffordern, selber im Code den richtigen Pfad zu setzen. Das wäre die einfachste Lösung, aber für viele doch ein viel zu komplizierter Schritt. Ich habe stattdessen entschieden, in den Aliasen nach dem richtigen Pfad selber zu suchen. Also: os.system("alias >& " + workdir + "/alias.txt"), dann, abhängig davon, ob bashrc oder tcsh, mir den richtigen Pfad aussuchen und anschließend alias.txt löschen. Das ging nicht. Ich habe das Löschen der Datei auskommentiert: Sie wird erstellt, aber die Datei ist leer. Wenn ich im gleichen Verzeichnis im Terminal alias >& alias.txt eingebe, enthält alias.txt tatsächlich den Output von alias. Ich habe auch den String "alias >& " + workdir + "/alias.txt" in einer Variable gespeichert und die Variable im os.system() benutzt, es hat nichts geändert. Die Variable habe ich im Terminal drucken lassen, beim Copy/Paste im Terminal funktioniert es, aber nicht, wenn der Befehl im Programm gestartet wird.

Irritiert, habe ich gegen halb sechs Feierabend gemacht. Mein Plan war, mich zu Hause auf Internet mit einem Bier zu entspannen. Meine Vorlesungen für nächste Woche wollte ich auch von zu Hause aus vorbereiten, da ich PowerPoint benutzen wollte und durch remote desktop mit PuTTY einfach Snapshopts machen könnte. Als ich zu Hause ankam, hatte ich aber auf einmal weder Internet noch Telefon. Stimmt, da war was. Als ich bei O2 die Übernahme meines Vertrages bei der Deutschen Telekom beantragt hatte, habe ich mehrmals betont, dass mein Vertrag bis zum 15. Juni 2014 noch läuft. Das hatte ich schon seit meinem Umzug selber häufig genug geprüft. Am Montag kam eine Email, in der stand, dass O2 die Umschaltung am 17.09.2013 durchführen wollte, und ich an dem Tag mit Unterbrechungen rechnen müsste. Was völlig Quatsch ist, da das Datum längst vorbei ist. Es ist eigentlich das Datum, an dem die Umschaltung wegen Umzug bei der Deutschen Telekom stattgefunden hat. Die Deutsche Telekom selber hat mir gestern einen Brief geschickt, in dem mein Entschluss, nicht mehr Kundin zu bleiben, bedauert wird. Und drin steht, dass die Umstellung zum neuen Anbieter am 17.09.2015 erfolgen wird. Gestern kam eine ähnliche SMS von O2 mit dem gleichen Datum an. Was soll der Mist? Es ist doch rechtswidrig, den Vertrag bei einem Umzug zu verlängern. Und heute Abend habe ich gar keine Verbindung mehr. Eine SMS von O2 kam an, indem ich aufgefordert wurde, für meine aktuelle Störung eine 0800… Nummer anzurufen. Ich werde morgen zum O2 Shop gehen müssen.

Mein Handy hat seit gestern ein Problem: Ich kann kaum andere Leute hören. Meine frühere Vermieterin in Aachen hat mich gestern angerufen, und wir konnten nicht reden. Ich musste sie aus meinem dienstlichen Telefon zurück rufen. Sie hat mir erklärt, dass die Renovierungsarbeiten meine ganze Kaution aufgefressen haben (die Arbeiten sind schon seit zwei Monaten abgeschlossen). Wie kann man über 1200€ für das Wechseln eines Teppichbodens und das Streichen von Wänden ausgeben? Belege hätte sie nicht, weil die Leute, die sie dafür beauftragt hatte, nicht deklariert gearbeitet haben. Die Frau ist übrigens Rechtsanwältin. Ich komme mir sehr verarscht vor. Das hatte ich noch nötig. Ich habe heute Abend testweise Mei mit dem Handy angerufen. Wir konnten nur sprechen, weil ich die Lautsprecher benutzt habe. Sie war übrigens auch der Meinung, dass Martin sich unverschämt mit mir verhält. Es hat mir gut getan, endlich ein Ohr zu haben, um meinen ganzen Frust raus zu lassen.


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Und tschüß!

Mein Besuch bei O2 gestern hat sich gelohnt. Wir haben meinen Handy-Tarif gewechselt. Ich hatte noch einen alten Genion-Vertrag, jetzt bezahle ich weniger und darf sogar Internet benutzen. Ich hätte es früher machen sollen.

Ursprünglich wollte ich zum Shop, um meine Kontaktdaten zu aktualisieren, weil es online nicht ging. Ich habe dem Berater das Problem mit dem nicht funktionierenden Knopf auf meiner Kontaktseite erklärt. Er sagte mir, es läge an meinem alten Vertrag. Ich fand seine Begründung nicht sehr plausibel. Aber da er mir gezeigt hat, dass sich die Tarife seit 2006 sich viel verbessert haben, habe ich den Wechsel gerne gemacht. Es ging schnell, ich konnte schon ab heute den neuen Tarif benutzen. Ich habe sogar eine Bestätigung per SMS bekommen. Um 02:33 heute Nacht. Die Zweite kam um 09:09. Morgen wollte mich der Berater wieder anrufen, um mich zu fragen, ob ich wirklich meine Telefonnummer wechseln möchte. Da es um die 30€ kostet, wollte ich noch nachdenken. Ich werde mich auf jeden Fall über die bescheuerte Uhrzeit der SMS beschweren. Mit der Telefonnummer warte ich erst mal ab. Ich habe mir meine Kontaktseite auf der O2-Homepage heute Morgen angeschaut und versucht, meine Adresse zu ändern. Es ging immer noch nicht. Am Tarif lag es also nicht, wie ich erwartet hatte. Gut, wir hatten es gestern schon gemacht. Ich wollte nur die Erklärung vom Berater überprüfen, und er hat mir wirklich Quatsch erzählt.

Gleichzeitig war ich gestern immer noch sauer über die Deutsche Telekom. Den zweiten Termin mit dem Techniker für den Umzug haben sie mir tatsächlich gebucht. Ich habe mich also über die Tarife für Festnetz bei O2 informiert, und ihnen anschließend die Erlaubnis erteilt, meinen Vertrag bei der Deutschen Telekom zu kündigen. Hahaha. Wenn ich richtig sauer bin, bin ich nicht mehr zurück zu bekommen.

Ich denke übrigens, genau so wird’s mit Martin auch werden. Wenn er es nicht für nötig hält, Zeit mit mir zu verbringen, hat er die Ehre meiner Aufmerksamkeit nicht verdient. Vor allem, da er gestern vormittags wieder Dienst hatte, und somit bei mir in der Nähe war. Das letzte Mal hatte ich ihm angeboten, danach gemeinsam Kaffee zu trinken. Diesmal nicht. Er kann selber auf die Idee kommen, sich zu melden. Mir hat’s gereicht. Ich wollte heute mit dem Fahrrad zum Tempelhof fahren, und eventuell neue Männer kennen lernen. Nicht Deutsche. Ich weiß jetzt, dass ich sonst nur mit Waschlappen zu tun habe. Das Wetter macht leider nicht wirklich mit. Ich werde zum Fitness-Studio gehen. Es gibt dort aber kaum Beute.


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Donnerstag 17.10.2013

Schon wieder ein mieser Tag.

Heute war mein Zimmerkollege nicht da. Alleine fand ich es langweilig. Ich bin zum Büro von meinen anderen Kollegen auf der ersten Etage herunter gegangen und habe dort gearbeitet. Ich habe den Rechner der Diplom-Studentin benutzt, die nicht mehr bei mir im Büro sitzt, und momentan im Urlaub ist. Eigentlich hätte ich heute mit Winfried Datensätze bearbeiten sollen. Wir haben in Kürze ein Praktikum, und ich sollte den Studenten Datenauswertung erklären. Er hat sich aber nicht bei mir gemeldet.

Ich habe an meinem Programm weiter gearbeitet, wobei ich sehr abgelenkt war, da Martin mir schräg gegenüber saß. Ich habe ihn viel häufiger als den Bildschirm geschaut. Er hat mich aber kaum beachtet. Er hat sich seit letzter Woche sehr geändert. Ich sehe, dass er sich bemüht, freundlich zu bleiben, aber irgendwie ist unser Verhältnis ganz anders geworden. Auch wenn er doch nur mit seinem Vater am Montag verabredet war. Vielleicht hat es mit meiner Reaktion zu unserem geplatzten Termin zu tun. Vielleicht hat er doch gemerkt, dass er mich dadurch verletzt hat, aber die falschen Schlüsse gezogen. Vielleicht denkt er, ich will ihn nur ausnutzen. Verdammt, so ist es nicht.

Ich hatte gestern Abend in meinem Viertel einen Plakat für eine Musikveranstaltung gesehen und ihm auf dem Weg zur Mensa davon erzählt. Seine Reaktion: „Warum fragst du nicht Ronald, mit dir hin zu gehen?“ Ich hatte ihn dabei nicht mal gefragt, ob er Lust darauf hätte, mich zu begleiten. Ich habe mich gewundert, wie er auf diese Idee gekommen ist. Mit Ronald habe ich nun wirklich gar nichts zu tun. Nichts gegen ihn, aber wir sind nur Kollegen. Er ist verheiratet, hat seine Familie, und wir haben uns nie privat getroffen oder treffen wollen. Nicht wie mit Martin. Es hat mir den Appetit verdorben. Ich habe vor meinem Tablett am Tisch völlig lustlos gesessen und mich gezwungen, etwas zu essen.

Er sah ziemlich sauer aus, als er gegen 17:30 Feierabend gemacht hat. In dem Moment dachte ich, ich wäre endlich geheilt, weil ich von seinem Verhalten auch sauer geworden war und mir sagte, es wäre gut, dass wir nicht zusammen sind, da er so schnell schlechte Laune bekommen kann. Aber es schmerzt doch. Ich bin kurz danach weg gegangen und habe mich beim Fahrradfahren richtig schlecht gefühlt. Wir haben uns für Samstag bei mir verabredet. Ich habe den Eindruck, dass es ihm unangenehm geworden ist, und dass er das nur macht, weil er mir versprochen hatte, mir zu Hause zu helfen. Er hat keine Lust mehr, sich mit mir zu treffen.

Ich bin unter dem Gewitter nach Hause gefahren. Es war recht dunkel. Ich fand’s gut, weil keiner merken konnte, dass ich schon wieder am weinen war. Selbst wenn, es konnte einfach der strömende Regen gewesen sein. Andererseits ist er mir egal, ich kenne eh sonst niemanden hier. Ich bin noch zum Supermarkt gegangen. Ich habe gedacht, ich sollte für zu Hause Lebensmittel kaufen. Aber ich habe nur vor den Regalen gestanden und nichts wahrgenommen, weil ich einfach zu sehr damit beschäftigt war, nicht auf der Stelle zusammen zu brechen. Ich bin am Ende mit Schinken, Käse und Wein aus dem Laden raus gegangen. Gegessen habe ich heute Abend nicht. Keine Lust.

Ich hatte es heute wirklich nicht nötig, aber als ich zu Hause ankam, wartete eine andere schlechte Nachricht auf mich. Ich hatte ja schon lange einen neuen Router von der Deutschen Telekom bekommen, weil sie nicht in der Lage waren, die Ursache von Fehlern an meiner Verbindung zu finden. Es lag nicht am Router, aber ich habe dadurch zwei Geräte zu Hause gehabt, für die ich gleichzeitig bezahlen musste. Ich habe den alten Router endlich abmelden lassen. Sie wollten es nicht im Laden zurück bekommen, es musste per Post gehen. Ich habe von der Deutschen Telekom einen Brief bekommen, mit einem Aufkleber, mit dem ich den Router zurück schicken konnte. Das habe ich auch sofort gemacht. Das war vor einem Monat. Heute kam ein Brief an.

Sehr geehrte Frau ***,
wir hatten Sie um die Rücksendung der gekündigten Endgeräte gebeten. Leider sind diese bisher noch nicht bei uns eingetroffen.

Tja, jetzt bin ich also noch für Versäumnisse der Deutschen Post verantwortlich? Wie bequem. Ich könnte zum Telekom-Shop zurück gehen und nachfragen. Wenn ich mich an die Frau Becher erinnere, habe ich schon keine Lust mehr. Sie werden es irgendwie schaffen, mir die Schuld zu geben, das sehe ich kommen. Ich muss mich daran erinnern, dass mein Vertrag bis zum 15.06.2014 läuft. Den Kündigungstermin habe ich mir im Kalender eingetragen. Ich werde ihn nicht verpassen. Der Brief ging weiter:

Sehr geehrte Frau ***, wir erweitern und verbessern unsere Produktpalette ständig. Vielleicht ist in Zukunft wieder etwas für Sie dabei – das würde uns sehr freuen.

Was ich gerade dabei denke, schreibe ich lieber nicht. Sonst könnten sie noch gegen mich wegen Beleidigung klagen.


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Die Deutsche Telekom hat versagt

Und dadurch: Wieder ein Eintrag mit Verzug publiziert.

Ich habe vor etwa zweieinhalb Wochen meinen Umzug mit altem Tarif beauftragt. Ich habe zuerst eine automatische Email bekommen, und danach gar keine Information mehr. Vor zwei Wochen hatte ich online meinen Auftragsstatus geprüft und war ein bisschen verwirrt. Die Termine für die „Kündigung meines alten Vertrages“ waren alle für heute angekündigt (Wieso? Ich ziehe nur um, einen neuen Vertrag habe ich nicht abgeschlossen). Genauer gesagt: Die Schaltung war vereinbart für: „10.09.2013 15:59“. Heute also. Ich habe heute Abend versucht, meine alte Nummer vom Handy aus anzurufen, und habe die Meldung bekommen, dass diese Nummer nicht vergeben ist. So weit so gut.

Kniffliger war es für die Termine für die Bereitstellung an meiner neuen Adresse. Vereinbarter Termin für die Schaltung: „10.09.2013 18:29“. Vereinbart mit wem? Ich bin dabei nicht gefragt worden. Bei der Montage von meinem Router hieß es: „Der Bereitstellungstermin wurde wie gewünscht verändert“. Wieder: Ich war’s nicht. Vielleicht hat es sich der Monteur gewünscht? „Der Termin für die Montage in Ihren Räumen ist vereinbart für: 03.09.2013 15:59“. Das war letzte Woche Dienstag. Ich habe also beim Telekom-Shop gefragt, wann nun der Termin wäre, und die Frau dort sagte mir auch heute. Letzten Montag habe ich online im Kundencenter nochmal geschaut: Der Termin für den 03.09. stand noch da. Ich habe beschlossen, trotzdem früher nach Hause zu fahren. Wie schon berichtet: Keiner kam. Um etwa halb sechs bin ich in die Stadt gegangen; als ich nach Hause zurück kam, hatte ich laut Handy-Display um 19:12 einen Anruf verpasst. 0306331100: Eine Nummer der Telekom. Bestimmt, gerade als der alte Mann mich an der Terrasse beim Abendessen belästigt hatte.

Am Wochenende habe ich ein Briefpäckchen von meiner früheren Vermieterin erhalten, die meine Post noch sammelt und mir schickt, mit einem Brief der Telekom. Ich hatte doch meine neue Adresse angegeben. Nicht nur für den Auftrag, auch für die Rechnungsadresse. Im Brief Stand, dass meine neue Berliner Nummer wie gewünscht nicht ins Kommunikationsverzeichnis eingetragen wird. Das ist gut so, nicht jeder soll mich ins Telefonbuch suchen können. Sie haben sich also meine alte Präferenz gemerkt, das ist schon mal was. Als „meine Referenzen“ ist in dem Brief „Ihr Auftrag zum 10.09.2013“ angegeben.

Also heute… Ich habe heute Morgen beim Telekom-Shop angerufen. Mir wurde versichert, dass die Bereitstellung heute stattfindet, und dass ich nicht dabei sein müsste. Gut, ich musste keinen halben Urlaubstag dafür verbraten. Andererseits war ein zentraler Server bei der Arbeit tot, ich konnte heute gar nichts am Rechner machen. Die andere weniger schöne Nachricht war, dass trotz Ankündigung in meinem Auftragsstatus im Kundencenter niemand für die Montage des Routers kommen wird, ich muss es alleine machen. Und bezahle trotzdem den gleichen Preis für den Umzug, wie bei der ersten Bereitstellung, als ich den Vertrag abgeschlossen hatte und ein Techniker bei mir gekommen war. Nach der Arbeit habe ich meinen Router und das Telefon angeschlossen. Alles korrekt gemacht, laut Bedienungsanleitung. Da meine alte Nummer schon nicht mehr vergeben ist, habe ich meine neue Nummer mit dem Handy probiert. Mehrmals, den ganzen Abend. Es scheint im Handy ganz normal zu klingeln, aber offensichtlich nicht am Festnetztelefon. Immerhin ist niemand dran gegangen. Am Festnetztelefon kriege ich keinen Ton, selbst wenn ich das Telefon direkt an der Steckdose allein anschließe statt am Router. DSL-Signal habe ich auch nicht. Alles, was am Router leuchtet, ist „Power“ und „WLAN“. Und jetzt ist es schon fast 22:00.

Morgen früh werde beim Telekom-Shop wieder anrufen müssen, um mich zu erkundigen, was da schief gelaufen ist. Ich bin gespannt, welche Ausrede ich erzählt bekommen werde. Falsche Wohnung angeschlossen? Oder hätte ich trotz Aussage der Frau am Telefon heute Morgen zu Hause sein sollen? In diesem Falle könnten Sie sogar noch versuchen, mehr Geld von mir zu verlangen…


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IKEA-Lieferung, und andere Ärgernisse

Endlich sind meine bestellten Möbel aus IKEA heute angekommen. Ich hatte einen Termin zwischen 07:00 und 14:00 bekommen und war ganz froh, als ich schon kurz nach 07:00 angerufen wurde, mit der Nachricht, dass die Lieferanten in Kürze bei mir wären. Ein bisschen länger haben sie gebraucht, weil der Zugang zu meinem Haus in der Siedlung nicht so leicht zu finden ist. Ich habe meinen Parkplatz frei gemacht (ich habe einen zur Wohnung zwangsvermietet bekommen, auch wenn ich kein Auto habe), und den Durchgang geöffnet, wo alle Fahrräder stehen, weil man dadurch zum Innenhof gehen muss, um die Haustür zu erreichen.

Ich habe am Anfang nicht viel gedacht, als gegen 07:30 ein schlecht angezogener älterer Mann mit dickem Mantel und gelben Säcken aus dem Durchgang zum Parkplatz gekommen ist. Er wollte offensichtlich zu den Müll-Containern und ist dabei gerade ganz dicht vor dem noch parkenden LKW der Möbellieferanten gegangen. Ein Glück, dass der Fahrer ihn im letzten Moment noch gesehen hat und notgebremst hat. Als er mit seinen Mülltüten zurück kam habe ich gedacht, dass etwas nicht in Ordnung wäre. Als er anfing, im Fahrradkorb einer Nachbarin rumzufummeln, habe ich ihn laut gefragt, was er da zu suchen hatte. Er hat nicht geantwortet, hat sich nicht umgedreht, hat lediglich eine Plastiktüte in den Korb zurück fallen lassen und ist zum Innenhof der Siedlung schnell verschwunden. Daraufhin haben wir Wache gehalten, um alle Möbelstücke möglichst schnell zu meiner Wohnung zu bringen und den Durchgang wieder zu schließen. Eigentlich dürfte niemand dadurch, der hier nicht wohnt. Der Penner scheint sich aber schon recht gut hier auszukennen.

Die Montage der Möbel hat fast drei Stunden gedauert. Ich hätte den zwei Meter hohen Kleiderschrank alleine sicher nie bauen können (na ja, die hinteren „Papp-Wände“ sind schon ganz schön gewellt, weil sie nur an einigen Stellen geschraubt sind, so guter Qualität ist es echt nicht, und der Schrank ist nicht parallel zur Wand, er neigt nach vorne Richtung Bett). Aber wie es so ist… Ich hatte mir bei IKEA extra einen Berater ausgesucht, um meine Möbel zusammen zu stellen, und er war einfach zu inkompetent, um einige wichtige Teile zu erwähnen. Das heißt, dass nur die Hälfte der Möbel montiert werden konnte, weil Teile fehlten. Der Rechnertisch und das Bett müssen noch warten. Ein der beiden Handwerker hat mit IKEA telefoniert, wir haben die restlichen Teile bestellt, und die Nachlieferung und Restmontage werden immerhin kostenlos nächste Woche gemacht. Es war schon so teuer genug. Ich habe mich schon aufgeregt, dass die Montage alleine 250€ kostet und ich für die Lieferung fast 150€ zahlen musste, wie die Frau mir am Schalter erklärt hatte (auf dem Kassenzettel steht nur „Anzahlung“). Meine Arbeitskollegen glaubten alle, dass Lieferungen bei IKEA kostenlos seien, sie haben gestaunt. Und ich frage mich jetzt wirklich, warum so viel Geld für die Lieferung an IKEA bezahlt werden muss, weil die Handwerker aus einer anderen Firma im Auftrag von IKEA arbeiten und nur für die Montage bezahlt werden, wie der Mann heute Morgen mir sagte. Die Lieferung haben sie auch gemacht, aber dafür haben sie kein Geld bekommen. Wenn es nicht nach Betrug riecht… Eins ist sicher, bei IKEA bestelle ich nichts mehr. Ich werde mich jetzt bei ebay umschauen.

Vor allem wollte ich heute den Rechnertisch fertig haben, weil ich endlich meinen Rechner auspacken wollte und ihn benutzen wollte, ich habe sonst hier außer Bücher echt nichts zu tun. Heute Nachmittag hatte ich noch um 15:59 (!) einen Termin mit der deutschen Telekom, um meinen Router anzuschließen, da ich den Umzug mit dem alten Tarif beantragt hatte. Ich bin für diesen Termin nach drei Stunden Arbeit unter Regen mit dem Fahrrad zurück nach Hause gefahren. Ich war total nass und musste zuerst warm duschen und mich umziehen, um mich nicht zu erkälten. Und Überraschung: Es ist keiner gekommen. Es war aber auch merkwürdig, weil ich eine lange Liste von Terminen bekommen habe, und laut dieser Liste wäre heute die Sache mit dem Router gewesen, aber die Freischaltung hätte erst nächste Woche stattgefunden. Ein gutes Geschäft für die deutsche Telekom immerhin, die Kunden können drei Wochen lang beim Umzug kein Internet und kein Telefon benutzen, aber bezahlen trotzdem ganz brav, als ob sie die Leistung bekommen hätten. Der Telekom-Umzug selbst kostet dazu noch um die 70€.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.