Ein Hauch von Frühling mitten im Winter

Gestern hatten wir einen fantastischen Tag in Berlin. Wer würde bei dem herrlich sonnigen Wetter zu Hause bleiben wollen? Wir haben, wieder einmal, den botanischen Garten besucht. Es wird nie langweilig. Trotz der Kälte blüht es fröhlich rum. Über die Winterlinge hatte ich mich vor drei Wochen gefreut. Die Schneeglöckchen sind dazu gekommen. Die Rhododendren prahlen schon, die Krokusse sind bald soweit. Und wieder ein bisschen BUNT statt GRAU.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

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Der botanische Garten in Cambridge

Bevor die Tagung anfängt, habe ich mir ein bisschen Zeit genommen und den botanischen Garten besucht. Die wichtigsten Touristenattraktionen hatte ich schon bei meinem ersten Aufenthalt in der Gegend besucht, und auch wenn es schön war, wollte ich etwas anderes sehen. Also ab zum botanischen Garten, der auch noch nicht weit vom Hauptbahnhof liegt.

Den ersten Eingang zum botanischen Garten konnte ich nicht benutzen, weil ich zeitgleich mit einer Militärparade die Bahnhofstraße runter gegangen bin, und der Eingang direkt hinter einem Denkmal für die gefallenen Soldaten im ersten Weltkrieg liegt. Heute gab es vor dem Denkmal eine Zeremonie, mit Schweigeminuten und Gedichten und Hymnen, das Publikum hat sogar mitgesungen. Aber deswegen war der Eingang zum botanischen Garten gesperrt. Ich habe den Eingang von der Bateman Street benutzt.

Der Garten selbst ist sehr schön und ordentlich angelegt. Von weitem nicht so groß wie in Berlin, jedoch gab es viele Pflanzenarten und Bäume die ich noch nicht kannte. Die Skabiosen, die ich auch bei uns auf der Terrasse gepflanzt haben, scheinen sich hier recht wohl zu fühlen. Einige Bäume sind für Kinder mit Augen am Stamm gekennzeichnet, und sie werden dazu aufgefordert, Samen oder Äste zu sammeln, um sich einen Zauberstab zu basteln. Wie die Buche, die aus zwei Buchen „gebastelt“ wurde.

Die wunderschöne Katze, die mehrmals an mir vorbei gerauscht ist, hat sich anscheinend ihr Zuhause im botanischen Garten gemacht. Während meines ganzen Besuches hörte ich von überall kleine Kinder, die plötzlich so aufgeregt „Kitty! Kitty!“ gerufen haben. Wenn sie wüssten, wie die Katze ein graues Eichhörnchen einen Baum hoch gejagt hat…

In Cambridge ist es gerade nicht sehr warm, seit gestern bin ich nur am Frieren, und nach einer Weile musste ich zu den Gewächshäusern gehen. Bei den Kakteen hat mir der „Hasenohrenkaktus“ besonders gefallen. Ganz viele atemberaubenden Blumen waren zu sehen, zu viele, um alle zu zeigen. Vor allem die, die wie ein bunter Vogelkopf aussieht und deren Namen ich mir nie merken kann. Sie darf in keinem botanischen Garten fehlen. Das Gebäude selbst wirkt recht gemütlich, aus Holz und mit genug Sitzplätzen, um in Ruhe und in der Wärme zu entspannen.

Zum Schluß gab es noch eine Tasse Kaffee mit Pastry im Café des Gartens, und schnell zurück zum Hotel. Mittlerweile ist es sehr windig und bedeckt geworden. Mir ist es so kalt hier!


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Christmas Gardens mit Schnee

Da es endlich mal geschneit hat, sind wir gestern Abend zurück zum botanischen Garten gegangen. Es hat sich gelohnt. Mit richtigem Schuhwerk habe ich diesmal die Kälte kaum gespürt, obwohl ich am Morgen etwa 1300 Kilometer südlich aufgewacht war. Nur die Finger wurden steif, die Handschuhe könnten dicker sein. Glühwein und Feuerstellen haben da gut geholfen.

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Christmas Gardens in Berlin

Diesen Beitrag wollte ich länger verfasst haben. Erst jetzt, wo wir auf Familienbesuch sind, finde ich ein bisschen Zeit dazu.

Schon seit Mitte November läuft diese Veranstaltung im botanischen Garten. Da wir in der Nähe wohnen, fand ich es interessant, aber der Preis kam mir unverschämt hoch vor. Der Eintritt kostet 17€, und am Wochenende sogar 19€. Dass wir im Besitz einer Dauerkarte für den botanischen Garten sind, hilft gar nicht. Die Veranstaltung wird von einer externen Firma organisiert, die sogar ihren eigenen Mitarbeitern für die Kasse einstellt. Immerhin wird 1€ vom Eintrittspreis dem botanischen Garten spendiert.

Ich hatte also gedacht, dass wir nicht hin gehen würden, bis ich eines Abends auf dem Rückweg vom Einkaufszentrum in Steglitz mit dem Bus am botanischen Garten vorbei gefahren bin. Es war ein Doppeldecker, und ich saß natürlich oben (keine Ahnung, warum die Leute sich immer im Bus unten quetschen, wenn es oben so viel bequemer und leer ist). Der Blick in den Garten hat meine Meinung geändert. Die Beleuchtung sah traumhaft aus, und es würde sich doch lohnen, einen Abend zu zweit dort zu verbringen.

Wegen verschiedenen Terminen und der Wetterlage sind wir an einem Freitagabend hin gegangen. Schon Wochenende-Zuschlag. Ich hatte versucht, uns Karten online für eine bestimmte Uhrzeit zu kaufen, aber die Webseite ist beim Bestellen abgestürzt. Wir sind einfach so angekommen. Es ging doch gut. Die sehr lange Schlange, die man am Eingang vom botanischen Garten immer gesehen hatte, findet nur bei der Eröffnung um fünf statt. Eine Stunde später braucht man schon nicht mehr so lange zu stehen.

Wir haben zwei Stunden dort verbracht. Es war mir zu kalt, ich hatte blöderweise meine warmen Stiefel nicht an. Am besten wäre es natürlich gewesen, wenn es geschneit hätte. Dann würde ich sogar nochmal hin gehen. Aber das werden wir wahrscheinlich nicht erleben. Zum Schluß haben wir Glühwein neben den Gewächshäuser getrunken und die Kinder beim Schlittschuhlaufen geschaut.

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Mir fällt die Decke auf den Kopf

Also bin ich raus gegangen. Das Wetter sah heute Morgen schön aus, hat sich aber schnell geändert.

Ich habe zuerst unsere Pflanzen auf dem Balkon gewässert und habe die Nachbarin unter uns auf ihrem Balkon gesehen. Da sie uns gefragt hatte, Pflanzen während ihres Urlaubs zu pflegen, bin ich zu ihr gegangen, um den Schlüssel zu holen. Sie hat mir ihre Pflanzen gezeigt und erklärt, welche Pflanzen wie viel Wasser brauchen.

P1110819Dabei konnte ich sehen, dass das Wort „Messie“, das die Frau bei der Hausverwaltung benutzt hatte, um unsere Nachbarn zu beschreiben, gar nicht passend ist. Ich wünsche, unsere Wohnung würde so schön aufgeräumt wie die unten aussehen. Wir haben Möbel, die aus zwei Wohnungen zusammengefügt wurden und nicht unbedingt zueinander passen, der Ehemann neigt dazu, seine Zeitschriften überall rum liegen zu lassen, mein Schreibtisch ist chaotisch… Das einzige ist das Auto unserer Nachbarn, das sich seit unserem Umzug nie vom Parplatz bewegt hat. Drin ist jede Menge Müll. Das sieht man jetzt nicht, weil die Frontscheibe so dreckig ist, und die Blätter vieles verstecken. Ursprünglich war das Auto überall rot.

Ich habe mich danach entschlossen, im botanischen Garten spazieren zu gehen. Ich kann mit dem linken Fuß wieder normal gehen. Das war eine gute Entscheidung. Entspannend. Kaum Besucher waren da. Mitten in der Woche ist es vielleicht normal, und das Wetter war doch nicht so schön. Zweimal hat es Schauer gegeben.

Die Hummeln waren fleißig am Werk. Die hat man schon am lustigen Geräusch erkannt. Bienen waren auch unterwegs. Merkwürdige Früchte hingen in den Bäumen. Und Pilze sind schon auf der Wiese geschossen.

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Der Arzt hatte mir am Montag vorgeschlagen, den Arm aus der Schlinge zu nehmen und beim Gehen hängen zu lassen. Das habe ich gemacht. Die Schlinge benutze ich seit Montag nicht mehr. Ich habe sie trotzdem in die Tasche gepackt. Ich kann den Arm immer noch nicht strecken, heben geht schwer. Ich kann ihn kaum benutzen, wirklich. Immerhin kann ich mich jetzt alleine an- und ausziehen, seitdem der Gips weg ist. Wenn ich mit der rechten Hand den linken Arm zu meinem Kopf hoch hebe, bin ich in der Lage, mir einen Pferdeschwanz oder einen Knoten zu machen. Das ist gut, weil der Ehemann wieder unterwegs ist. Diesmal in Belgien. Ich sehe sonst keine Verbesserung am Arm seit Montag. Es fühlt sich an, als ob der Knochen sich von seiner normalen Lage verschoben hätte, was die Bewegungen einschränkt. Ich denke, ein Eingriff wird nötig sein. Hoffentlich wird sich der Arzt bis morgen die Tomographie-Bilder angeschaut haben.

Ich bin eine Stunde am botanischen Garten geblieben, und dann zum Boulevard Berlin mit dem Bus gefahren. Shopping. Mir war doch nicht so richtig danach. Zu viele Menschen. Ich habe nur ein Buch bei Hugendubel gekauft. Mieses Karma. Das hörte sich von der Beschreibung her lustig an. So lange der Laden nicht zurück zur anderen Straßenseite umzieht, werden keine englischsprachige Bücher angeboten. Ich war enttäuscht.

Mein Ellbogen hat am Ende weh getan, und ich habe die Schlinge wieder benutzen müssen. Zu Hause habe ich gemerkt, dass mein linker Fuß an der Außenseite doch ein bisschen schmerzt. Den Ischias spüre ich auch.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.