Balkon-Update

Von den Buchen hat es nur eine geschafft. Die im Forsythien-Topf ist eingegangen. Die andere haben wir umgepflanzt. Heute Morgen habe ich eine neue Überraschung entdeckt: Zwischen den Blumen, die der Ehemann liebevoll gepflanzt hatte, ist eine Eiche aufgetaucht!

Eine neue Blume hat den Weg zum Forsythien-Topf gefunden. Keine Ahnung, wie sie heißt, aber sie gefällt mir!

Unseren Rosen hat das blöde Wetter mit den vielen Gewittern in letzter Zeit gar nicht gut getan. Ich freute mich schon auf die viele neuen Knospen, um dann letzte Woche das Massaker zu entdecken:

Alle Knospen sahen so aus. Dem Rat der Verkäuferin in der Gärtnerei unten folgend, haben wir sie alle geschnitten. Ein Jammer.

Bei meinen selbst gepflanzten Blumen bin ich mit dem Ergebnis nicht so zufrieden. Von allen Schokoladenblumen ist nur eine groß genug gewachsen, und sie hat eine einzige Blume gemacht. Sie riecht tatsächlich nach Schokolade! Einige Skabiosen machen sich fertig, sie nehmen sich aber richtig viel Zeit, um endlich ihre Pracht zu zeigen.

Mehr Glück haben wir mit unseren Garten-Experimenten. Die Tomaten wachsen wie jedes Jahr. Der neue Oregano aus dem Staudenmarkt blüht richtig und zieht alle Bienen und Hummeln an. Und die Erdbeeren duften himmlich, haben ein unglaublich leckeres Aroma, sind leider so klein, dass die Ausbeute jedes Mal recht mager ist. Sie breiten sich gerne aus und ein Zweig hat das Weite aus dem Gitter nach unten zu den Nachbarn gesucht. Vielleicht kriegen sie auch mal Erdbeeren auf ihrem Balkon.

Neu dazu sind dieses Jahr die Bohnen gekommen, die wie wild um das Gerüst klettern. Sie haben ganz viele schöne rote Blüten gemacht, und die ersten Bohnen zeigen sich schon. Als Neben-Effekt werden wir viel Schatten auf der Terrasse bekommen. Wenn es mal wieder Sonnig wird. Nicht, dass ich mich über zu viel Sonne jemals beschweren würde. Der Ehemann aber schon.

Der letzte Thai-Basilikum, der von den Spatzen nicht zerfetzt wurde, ist nicht besonders hoch gewachsen. Es wird noch dauern, bevor er in der Küche verwendet wird. Die Minze dagegen hat sich sehr schön entwickelt. Mojitos und Aprikosen-Minze-Milkshake haben wir schon genießen können.

Bucheninvasion im Blumenkasten

In dem Blumenkasten links ist es ganz eindeutig eine Buche, die Buchecker liegt noch daneben. Letzte Woche hatten wir uns schon gefragt, was da wächst. Im runden Topf mit den Forsythien war mir der zweite Setzling bis heute Morgen gar nicht aufgefallen. Er sieht aber dem anderen sehr ähnlich, daher gehe ich davon aus, dass es sich ebenfalls um eine Buche handelt. Beide sind vermutlich von den Spatzen hierher gebracht worden. Sie haben meine Thai-Basilikum-Keimlinge völlig rücksichtlos zerfetzt, nur ein hat das Massaker überlebt, bevor wir als Gegenmaßnahme ein Gitter um die Töpfe spannen mussten. Dafür schenken sie uns Buchen und Thymian… Wenn die beiden Neulinge größer sind, werden wir sie vermutlich irgendwo umpflanzen. Im Blumenkasten auf unserer Terrasse können sie nicht groß werden.

Frühlingsvorbereitungen

Wir haben den regnerischen Sonntagnachmittag auf der Terrasse verbracht. Der Ehemann hat neue Blumenkästen geholt, um endlich die alten, undichten Kästen von den vorherigen Eigentümern der Wohnung zu ersetzen. In der Zeit habe ich einen anderen Erbstück beseitigt, eine Kletterpflanze, die schon bei unserem Umzug ganz vertrocknet war. Wir hatten uns bis jetzt nicht um diese Ecke der Terrasse gekümmert. Nun sollen Bohnen dort eingepflanzt werden. Sie klettern auch ganz schön.

Meinerseits hatte ich schon letzte Woche erste Vorbereitungen getroffen. Im Samenladen um die Ecke habe ich mir ein kleines Gewächshaus und Quelltabletten für die Züchtung von Pflanzen besorgt. Vorgesehen sind Thai-Basilikum, Skabiosen und Schokoladenblumen. Letztere sollen nach Schokolade riechen und Schmetterlinge und Bienen anziehen. Ich bin gespannt. Die ersten Keimlinge strecken schon den Hals:

Platz für einen Basilikum ist schon neben dem umgepflanzten Oregano vom letzten Sommer vorgesehen. Ich hoffe, der Oregano wird dieses Jahr wieder kommen. Ich weiß nicht, ob ich den richtig geschnitten habe. Der zweite Basilikum soll in einen Topf kommen.

Eine Überraschung haben wir erlebt, als wir die wilde Blumenmischung für Bienen umgepflanzt haben. Ein Neuling hatte sich im Kasten unbemerkt eingeschlichen. Beim Anfassen vom Kasten ist mir der Geruch von Thymian stark in die Nase gekrochen. Thymian? Wir hatten mal einen Topf auf der Terrasse, aber die Pflanze war uns eingegangen. Dieser muss von den Bienen oder Spatzen hierher transportiert worden sein. Dass er uns bis jetzt noch nicht aufgefallen war!

Einige Blumen hat der Ehemann ebenfalls ganz lieb mitgebracht und gleich eingepflanzt, weil ich mich am Samstag nicht so gut gefühlt hatte:

Über die Kuhschellen mit Schachbrettmuster habe ich mich besonders gefreut. Sie werden in ihrem Topf bleiben.

Rosenbesucher

Die Wanze sehe ich zum ersten Mal. Die Spinne ist länger da. Sie war mir am Dienstag aufgefallen, als ich den Marienkäfer auf ein Blatt setzen wollte. Das Blatt war schon besetzt. Ich habe die Spinne erst im letzten Moment gemerkt, und es ist kein Wunder, bei ihrer Farbe. Ich habe den Marienkäfer zu einem anderen Blatt gebracht, um Zwietracht zu vermeiden. Ich habe ihn nicht mehr gesehen. Die Spinne schon. Sie scheint ihr Zuhause auf diesem Blatt eingerichtet zu haben. Ich mag Spinnen nicht, aber so lange sie da bleibt, ist es in Ordnung. Sie ist auch winzig.

Dienstag

Ich komme momentan mit den Tagen durcheinander. Wir sind nur seit zwei Wochen zurück aus dem Urlaub geflogen. Es kommt mir viel länger vor. Sicherlich, weil ich krank geschrieben bin und meistens zu Hause bleibe.

Heute habe ich kurz eingekauft. Kleinigkeiten, die in meine Stofftüte passen und die ich nur mit der rechten Hand tragen kann. Einem Topf Oregano konnte ich nicht widerstehen und habe mit nach Hause genommen. Auf dem Weg bin ich einem Marienkäfer begegnet. Ich habe ihn überlistet und mit dem Oregano transportiert. Er ist die ganze Zeit drauf geblieben. Zu Hause angekommen, habe ich dem Marienkäfer unsere Rosen auf der Terrasse vorgestellt und ihn auf einem Blatt gelassen. Ich weiß nicht, ob er dort geblieben ist. Den Oregano habe ich in einen Kübel umgepflanzt. Hoffentlich gefällt es ihm dort. Danach habe ich mich um die Pflanzen der Nachbarin unter uns gekümmert.

Nachmittags habe ich mich in den Hinten getreten und bin zum ersten Mal seit über einem Jahr zurück zum Fitness-Studio gegangen. Trotz starker Periode. Ich brauchte Bewegung. Ich kann natürlich vieles nicht machen, da mein Arm noch nicht heil ist. Er lässt sich immer noch nicht richtig bewegen und ich bekomme Schmerze, wenn ich nur versuche, einen Topf Honig zu öffnen. Aber ich dachte, auf dem Ergometer kann ich bestimmt was machen. Es ging sehr gut. Ich bin zweimal eine halbe Stunde geradelt. Dabei habe ich laut dem Gerät nur 350 kcal verbrannt. Ich habe unglaublich viel geschwitzt und mir ständig die Tropfen aus dem Gesicht gewischt. Zwischen beiden Radeinheiten habe ich Gerätetraining für die Beine gemacht. Ab- und Adduktoren. Die Beinpresse konnte ich nicht benutzen, weil der Hebel für die Sperre links vom Stuhl liegt. Ich habe es meinem Arm nicht zugemutet.

Den Weg nach Hause habe ich zu Fuß gemacht. Zwanzig Minuten. Er führte an der Praxis von meinem Hausarzt vorbei, und sie hatte gerade auf, also habe ich gefragt, ob der Bericht von der CT-Untersuchung inzwischen angekommen war. Ja, er war da! Ich habe eine Kopie bekommen und der Arzt hat ihn schnell zwischen zwei Terminen gelesen. Es ist also wirklich nicht nur ein Riss sondern eine Fraktur. Sonst ist alles an seinem Platz. Ich frage mich, ob die Fraktur vom Anfang an da war, und vom Arzt in Spanien nicht richtig identifiziert wurde, oder ob der Vorfall mit der Tür vom Umzug am Flughafen Barcelona den Riss in eine Fraktur umgewandelt hat. Es hatte extrem weh getan, als die Tür gegen den Gips zu geknallt hatte.

Ich soll morgen den ersten Termin bei der Krankengymnastik wahrnehmen, aber vorsichtig sein. Da es mir grundsätzlich nicht gefiel, eine Behandlung anzufangen, ohne dass der Arzt sich die Ergebnisse der Untersuchung anschaut, hatte ich sowieso einen Termin bei der Orthopädie-Praxis für morgen Nachmittag ausgemacht. Obwohl ich nicht mehr hin wollte. Der Ehemann hat den Termin für mich ausgehandelt. So bekomme ich eine zweite Meinung.

Erste Ernte des Jahres

Ein hatten wir schon vor dem Urlaub probiert. Die anderen sind größer und schärfer geworden, dank eines Freundes, der während unserer Abwesenheit die Pflanzen mit Wasser versorgt hat. Der erster Versuch war also erfolgreich, jetzt kommt die Massenproduktion. Ich habe zwei Kasten auf der Terrasse vorbereitet.

20160605-Radieschen

In einem anderen Kasten wachsen die Tomatenpflanzen. Einige blüten schon. Und die Zucchini bereitet ganz brav ihre Blüten vor.