Die BahnCard, Fortsetzung

Nach dem Ärgernis von Samstag kam prompt in der Nacht zu Sonntag, um 02:45, die Rechnung zu meiner „neuen“ Karte per Email an. Der Ehemann meinte, wir sollten bei der Hotline anrufen. Das haben wir gestern Abend gemacht.

Ich hatte inzwischen durch Google heraus gefunden, dass man die BahnCard wohl auch elektronisch auf dem Handy speichern kann. Da der Ehemann mir am Montag ein neues Handy geschenkt hat, für welches Betriebssystem noch Apps entwickelt werden, habe ich es probiert und: Es geht! Warum konnte mir die blöde Kuh am Schalter nicht sagen, dass diese Möglichkeit besteht, statt mir kostenpflichtig eine neue Karte zu bestellen? Auf Nachfrage, ob ich denn keine andere Wahl hätte, hatte sie „Nein“ geantwortet. Glatte Lüge.

Das Gespräch mit der Hotline verlief viel entspannter als am Samstag. Dass die erste BahnCard nie ankam, obwohl der Ehemann seine zeitgleich bestellte Karte bekommen hat, hat uns die freundlich klingende Frau geglaubt, aber „bestellt ist bestellt“, obwohl ich gar nichts unterschrieben habe, sie könne daran nichts mehr ändern. Sie würde aber wegen der schlechten Beratung am Schalter aus Kulanz mir einen Gutschein in Höhe von der neuen BahnCard zukommen lassen, weil es doch nicht nötig war, eine neue Karte zu bestellen. Den Gutschein habe ich tatsächlich keine Stunde später bekommen.

Was lernt man als Kunde daraus? Sich sofort an die Hotline wenden. Mit ihrem recht unfreundlichen Verhalten machen sich gerade die Schaltermitarbeiter in Pasing überflüssig.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

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Die BahnCard

Ich weiß, ich hätte sie kündigen sollen. Als die Aufforderung zur Zahlung für die neue BahnCard kam, war es schon zu spät. Der Ehemann hatte sie uns letztes Jahr besorgt, und da ich von Januar bis Juli regelmäßig zwischen München und Berlin pendeln musste, war es mir recht. Aber jetzt besteht kein Bedarf mehr. Gut, ein paar Reisen haben wir in näherer Zukunft vor, aber es wird nicht mehr so viel sein.

Der Ehemann hat seine neue BahnCard im Oktober bekommen. Sie wurde zu unserer Adresse nach Berlin geschickt, weil wir die neue Adresse der Deutschen Bahn nicht mitgeteilt haben. Die Berliner Adresse ist sowieso immer noch gültig, die Post wird hierher weitergeleitet. Und ich? Ich warte immer noch darauf. Da wir am nächsten Wochenende eine Reise geplant haben, habe ich heute Morgen beim DB Reisezentrum in Pasing nachgefragt. Was für eine blöde Idee, im Nachhinein! Vor allem, weil der Ehemann, der als Deutscher doch besser als ich kommunizieren kann, noch im Supermarkt war, und ich alleine da stand.

Die Frau ganz links am Schalter hat nach meiner Frage angerufen und die Auskunft bekommen, meine BahnCard wäre zur Berliner Adresse geschickt worden und nicht zurück gekommen. Daher müsste ich die BahnCard bekommen haben, und „wenn ich sie nicht habe, muss ich sie verloren haben“. Wegen der Reise in einer Woche blieb mir keine andere Möglichkeit, als zur Bestellung einer Ersatzkarte zuzustimmen, für die ich noch 15€ zahlen müsste. Das ist voll die Verarschung. Wie kann ich beweisen, dass ich etwas nicht bekommen habe? Und wie kann die Deutsche Bahn beweisen, dass ich die Karte tatsächlich bekommen habe? Nicht, gab die Frau zu. Aber zu meiner Frage, warum ich dann 15€ für eine Ersatzkarte bezahlen soll, obwohl ich die mir zugestellte Karte nie bekommen habe, wollte sie nicht antworten. Sie hat mir nicht mehr ins Gesicht geschaut, mein Blick ständig ausgewichen und eine Nummer auf Papier gekritzelt, mit der ich mir am Automat eine temporäre Karte für die bevorstehende Fahrt ziehen könnte. Die „neue“ Karte soll demnächst per Post folgen.

Der Ehemann kam kurz danach ins Reisezentrum zu mir, und als ich ihm das Geschehene erzählte, meinte er, nachfragen zu müssen. Bei dem Mann ganz rechts am Schalter, da die Frau von vorher mit einer anderen Kundin beschäftigt war. Das Erklären von unserem Anliegen war schwierig, weil der Mann am Schalter uns ständig unterbrochen hat. Die Nachfrage vom Ehemann, warum ich für eine neue Karte zahlen müsste, wenn wir die Erste nie bekommen haben, hat den Mann am Schalter scheinbar extrem gereizt. Er hat angefangen, sich dem Ehemann gegenüber spöttisch zu verhalten, ihn fast anzubrüllen, und dabei sprach er so schnell, dass selbst der Ehemann ihn kaum verstehen konnte, außer, dass wir uns an die DB Hotline wenden könnten. Dass wir nicht rausgeschmissen worden sind, liegt wahrscheinlich nur daran, dass ich den Ehemann darum gebeten habe, nicht mehr nachzufragen. Mit dem Typ ist nicht zu reden. Ich habe so eine schlechte Behandlung an einem DB Schalter noch nie erlebt und bin ehrlich gesagt immer noch recht darüber schokiert, wie sich die Diskussion entwickelt hat. Die Deutsche Bahn hält offensichtlich Kundenorientierung für überflüssig in der Ausbildung von ihren Schaltermitarbeitern.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Montag wird hart

Ich habe nachmittags in Berlin einen Termin, um Wohnungen in der Nähe meines zukünftigen Arbeitsortes zu besichtigen. Und wenn ich schon in Berlin bin, kann ich auch meinen neuen Arbeitsvertrag unterschreiben. Das mache ich am Vormittag. Die Personalabteilung liegt aber ganz woanders, so dass ich danach mit anderthalb Stunden S-Bahn bis zur Wohnungsbesichtigung rechnen muss.

Da die Preise für einen Flug hin und zurück seit meinem letzten Besuch dort sich vervierfacht haben und viele Flugzeuge eh schon voll gebucht sind, musste ich doch mit der Bahn buchen. Ein Hotel wollte ich mir sparen, da ich diesmal nicht davon ausgehen kann, dass die Kosten erstattet werden. Ich habe auch zum ersten Mal eine Bahncard beantragt, da es schon für diese Fahrt zu günstigeren Preisen führt und ich dann keine Tickets für die S-Bahn kaufen muss. Die Bahncard werde ich aber gleich kündigen, weil ich automatische Verlängerungen von Verträgen nicht mag und sowieso keinen Grund haben werde, nach dem Umzug so viel auf eigenen Kosten mit der Bahn zu reisen.

Ich habe also vorgestern eine Fahrkarte für einen Zug gekauft, der direkt bis Berlin über Nacht fährt. Anscheinend gibt es in Deutschland keine Nachtzüge mit Liege, ich werde wohl Diclofenac mitbringen müssen, wenn ich auf einem Sitzplatz schlafen muss. Eine Reservierung konnten wir aus irgendeinem Grund am Schalter nicht durchführen. Als ich gestern zum Bahnhof für die Reservierung zurück ging, erfuhr ich, dass der Zug wegen Hochwasser nicht mehr fährt. Das heißt, ich darf jetzt mitten in der Nacht in einer unbekannten Stadt umsteigen und am Gleis 40 Minuten auf meinen Anschlusszug warten. Diese Vorstellung gefällt mir als allein reisende Frau überhaupt nicht – selbst in Aachen gehe ich nie alleine abends unterwegs. Ich sehe jetzt dass es wieder eine neue Verbindung gibt, mit einer früheren Umsteigezeit, die gestern am Rechner der Frau am Schalter nicht erschienen war. Ich werde schauen, ob ich nicht meine ICE-Reservierung ändern kann. Die Rückfahrt wird am gleichen Tag erfolgen, und ich werde gegen 01:00 Dienstag wieder zu Hause sein, wenn es keine Verspätung für einen Anschlusszug gibt. Es wird wirklich ein anstrengender Tag sein.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.