Wochenplan, KW13

Ohne schwarze Tafel.

Montag

Couscous, am Sonntagabend gekocht. So fantastisch lecker, ich verstehe nicht, warum ich das nicht häufiger mache.

Dienstag

Geplant war wieder Couscous. Ich hatte genug gekocht. Am Montagabend hatten wir nochmal was davon. Leider bin ich vom Sport so müde geworden, dass ich sehr früh ins Bett gegangen bin. „Der Ehemann wird schon den Topf in den Kühlschrank stellen“, habe ich gedacht. Hat er nicht. Und ich kann immer noch nicht glauben,wie schnell Schimmel in einem Topf entstehen kann, aber Fakt ist, am Dienstagmorgen konnten wir den Inhalt vom Topf weg schmeißen. Ich habe notgedrungen eine Banane, einen Joghurt mit 0,1% Fett, ein Stück Kuchen und ein Stück schwarzer Schokolade für die Mittagspause gepackt.

Mittwoch

Aubergine-Tomaten-Auflauf. Immer noch lecker. Mit einem fettarmen Joghurt.

Donnerstag

Linsen-Tomaten-Feta-Salat mit viel frischer Petersilie. Eine Kollegin hat am Mittagstisch ganz neidisch auf meine Schale geschaut. Dazu ein fettarmer Joghurt.

Freitag

Geplant war Pute mit Spinat-Joghurt und Grünkern. Das haben wir doch erst am Abend gekocht, weil der Ehemann tagsüber in Garmisch zum Skifahren war, und wir den Kichererbsen-Tomaten-Feta-Salat von Donnerstagabend nicht aufgegessen haben. Ich habe den Rest ins Büro mit einem Joghurt genommen.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

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Schlaflos durch die Nacht

Nee, ich bin keine Fan von Helene Fischer. Schuld an der Titelfindung ist die Schlaflosigkeit. Mal wieder.

Blöd ist, ich war heute, oder gestern, je nachdem, wie man es sieht, jedenfalls am Dienstag, richtig müde.

Beim Sport am Montagabend habe ich mich ausgetobt, um zehn Uhr abends war ich dann im Bett.

Am Dienstag hat mich der Wecker um halb sieben geweckt. Ich habe mich beim Aufstehen recht fit gefühlt. Das hat bis etwa 15:00 angehalten.

Ute hat mal wieder genervt. Weil ich meine Kopfhörer zu Hause vergessen hatte, dachte sie, ich wäre für jeden Scheiß ansprechbar. Tim ist gerade in Elternzeit und wir sind nur noch zu zweit im Büro. Mein Pech. Ihr Problem ist, obwohl sie eine der ältesten Mitarbeiter in der Firma ist, ist sie nicht in der Lage, selbstständig Entscheidungen zu treffen, und sie muss uns ständig nach unserer Meinung fragen. Selbst für die unwichtigsten Lappalien. Das ist ätzend, wenn man beim Programmieren beschäftigt ist.

Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass ich für die Mittagspause notgedrungen auf Obst und Kuchen greifen musste. Ich habe gegen 15:00 wieder Hunger bekommen, und kurz danach sind Kopfschmerze gekommen. Ein jüngerer Kollege hat mich noch besucht, um nach Hilfe bei einer Programmieraufgabe zu fragen. Da er mich unterstützen soll, musste ich durch. Meine eigene Aufgabe für den Tag habe ich erst um halb sechs fertig gekriegt. Vor der Heimreise habe ich Paracetamol geschluckt.

Auf dem Weg nach Hause habe ich mir bei der Bäckerei vor dem Bahnhof in Pasing eine Kleinigkeit zum essen geholt. Es hat nicht geholfen. Einmal zu Hause, bin ich auf der Couch liegen geblieben. Der Ehemann ist aus seinem Vorstellungsgespräch mit der nächsten S-Bahn zwanzig Minuten nach mir angekommen. Er hat mir nochmal Paracetamol gegeben und für uns Abendstulle vorbereitet.

Mir ging’s danach geringfügig besser. Wir haben zusammen für die Mittagspause von Mittwoch gekocht, nachdem ich große Schwierigkeiten hatte, mich von der Couch zu lösen. Danach bin ich wieder auf der Couch vor dem Fernseher gefallen, und von halb neun bis halb zwölf habe ich gedöst und geschlafen.

Um halb zwölf hat mich der Ehemann geküsst, bevor er aufgestanden ist, um ins Bett zu gehen. Ich bin aufgewacht, habe Zähne geputzt und bin auch ins Bett gegangen. Einschlafen konnte ich bis jetzt nicht.

Nach einer Stunde habe ich mir eine heiße Milch mit Honig gemacht, weil es mich während der Krankheit schön schläfrig gemacht hatte, aber heute klappt’s nicht.

Um zwei bis ich zurück zur Couch gegangen. Die Augen sind noch nicht müde. Morgen wird es hart auf Arbeit. Ich meine, heute.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Wochenplan, KW12

Montag

Lamm-Chili-Curry. Doch nicht so scharf, wie man annehmen würde. Bei der Reis-Beilage hatte ich nicht genug Reis, um für die vier Portionen am Sonntagabend und Montagmittag zu sorgen. Ich habe dem restlichen Reis Dinkel gegeben. Das Ergebnis war so lecker, dass ich gedacht habe, ich sollte häufiger beide Getreidesorten mischen.

Dienstag

Tofu-Pfanne mit Mangold. Ähnlich wie die Pfanne mit Sprossen, Champignons und Tofu, außer dass ich bunten Mangold, Blumenkohl und geräucherten Tofu benutzt habe. Das Ergebnis hat mich nicht so begeistert. Der Geschmack vom geräucherten Tofu war viel zu intensiv, ich hätte besser die normale Sorte benutzen sollen.

Mittwoch

Paprika-Tomaten-Curry. Wieder ein Rezept aus meinem indischen Kochbuch, das mir aber nicht so gut gefallen hat, dass ich es hier festhalten möchte. Es war in Ordnung, mehr nicht.

Donnerstag

Kichererbsen-Salat mit grüner Paprika und Thunfisch. Eine Woche ohne Kichererbsen geht wohl nicht.

Freitag

Augenbohnen, mit einem hart gekochten Ei. Fantastisch lecker, das wird es häufiger geben. Ich habe, wie immer wenn ich aus meinem indischen Kochbuch koche, die Menge an Öl deutlich reduziert, trotzdem war es mir noch ein bisschen zu fett. Beim nächsten Mal benutze ich nur zwei Esslöffel Öl. Dazu habe ich mir einen Naturjoghurt und eine Banane mitgenommen. Ich war den ganzen Donnerstag ungewöhnlich müde, weil ich in der Nacht davor wegen Krämpfe wach wurde. Bananen helfen gut dagegen, bei mir.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Augenbohnen

Ein Rezept aus meinem indischen Kochbuch, für meinen Geschmack angepasst.

Das Rezept sah nicht weniger als 300 mL Öl vor. Urgh, sag ich nur. Wenn ich die andere Rezepte im Buch nicht gelesen hätte, hätte ich an einen Druckfehler geglaubt. Ich habe drei Esslöffel Öl benutzt, was bei der Größe meiner Esslöffel insgesamt 30 mL entspricht. Ein Zehntel von dem Rezept. Es war mir noch zu fett im Geschmack, beim nächsten Mal gibt es nur zwei Esslöffel, wie ich mir jetzt aufschreibe.

Augenbohnen wurden gesucht und nicht gefunden. Dafür haben wir Tigerbohnen gekauft, die ziemlich ähnlich zu dem Bild im Buch aussehen. Jetzt sehe ich, es ist genau dasselbe.

Ich habe noch eine grüne Paprika rein getan, die einsam im Kühlschrank lag.

Die Zutaten (für zwei Personen als kleines Hauptgericht)

  • 1 Esslöffel Sesamöl
  • 1 Esslöffel Erdnussöl
  • 1 Dose Tigerbohnen (265 g Abtropfgewicht)
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 1 grüne Paprika
  • 1 kleines Stück Ingwer
  • 1 große Knoblauchzehe
  • 1 Teelöffel Chilipulver
  • 2 Teelöffel Kümmel
  • 1 Teelöffel Salz
  • 150 mL Wasser
  • 1 rote Chilischotte
  • Saft einer kleinen halben Zitrone
  • Frische Korianderblätter

Die Zubereitung

  • Die Bohnen gut spülen und beiseite legen.
  • Die Zwiebeln in Ringe schneiden.
  • Die Paprika waschen, in langen Streifen schneiden und in der Länge dritteln.
  • Ingwer und Knoblauch schälen und in ganz kleine Stücke schneiden.
  • In einem Topf, das Öl erhitzen. Die Zwiebeln und Paprika drin glasig dünsten.
  • Ingwer, Knoblauch, Chilipulver, Kreuskümmel und Salz dazu geben und weitere drei Minuten anbraten.
  • Die Chilischote in feinen Streifen schneiden und mit den Zwiebeln mischen.
  • Wasser und Bohnen zu den Zwiebeln geben und zehn Minuten ohne Deckel köcheln lassen. Gelegentlich rühren.
  • Mit Zitronensaft und Korianderblättern servieren.

Dazu habe ich mir ein gekochtes Ei gemacht, was geschmacklich wunderbar gepasst hat.

Nährwertangaben (ohne Ei)

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 301 602
Eiweiß (g) 13,3 26,5
Kohlenhydrate (g) 30,1 60,1
davon Zucker (g) 7,8 15,5
Fett (g) 12,3 24,5
Ballaststoffe (g) 9,6 19,2


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Japanische Kirschblüten

Ich saß an der Terrasse eines Restaurants mit dem Ehemann und einer Japanerin mit grauen Haaren.

Mein Blick schweifte die lange Straße entlang und blieb am Ende auf zwei schönen, ungewöhnlichen Berge hängen. Sie waren völlig pink, außer am Rand, wo man das Grau vom Gestein erkennen konnte.

Die „Kirschblüten“ aus meinem Traum, schnell in ArtRage dargestellt.

Ich entschuldigte mich bei meinen Begleitern, verließ den Tisch und ging zu den Bergen. Als ich dort war, konnte ich sehen, dass die merkwürdige Farbe von den Kirschblüten stammte. Aber irgendwie sahen sie ganz anders als in meinem Gedächtnis aus. Es waren keine Kirschbäume, sondern kurze Pflanzen mit nur einem Stiel, aus dem viele pinke Blätter wuchsen.

Ich ging zurück zum Tisch und sagte dem Ehemann, er sollte mit mir die Kirschblüten sehen kommen, sie wären so schön und er hätte sie bestimmt noch nie gesehen.

Wir verließen unsere japanische Begleiterin und gingen durch die Stadt. An einem Platz stand ein großer Kirschbaum mit vielen Menschen in weißen Gewändern. Auf einmal setzten sich all diese Leute hin. Eine Zeremonie sollte statt finden. Ich versuchte, Fotos zu machen, aber ständig liefen mir Leute vor der Kamera. Eine Gruppe Polizisten, Touristen… Die Kirschblüten wurden immer weniger zu sehen.

07:00 weckt mich der Ehemann, als er zum Badezimmer geht.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Lamm-Chili-Curry

Die Zutaten (für 4 Portionen)

  • 500 g Lammfleisch, am besten Lammfilet
  • 3 mittelgroße Zwiebeln
  • 1 kleines Stück Ingwer
  • 1 große Knoblauchzehe
  • 2 Teelöffel Sesam
  • 2 Teelöffel Kreuzkümmel
  • 2 Teelöffel Kokosraspel
  • 1 Teelöffel Schwarzkümmel
  • 1 Teelöffel Senfkörner
  • 1 Teelöffel Chilipulver
  • 1 Teelöffel Salz
  • Frische Korianderblätter nach Belieben
  • 4 grüne Chilischotten
  • 2 Esslöffel Erdnussöl
  • 1 Esslöffel Sesamöl
  • 400 mL Wasser
  • Saft einer halben Zitrone

Die Zubereitung

  • Kreuzkümmel, Schwarzkümmel, Kokosraspel, Senfkörner und Sesam in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Anschließend, in einem Mörser zerkleinern.
  • Ingwer und Knoblauch in ganz feine Stückchen schneiden.
  • Das Fleisch in Würfeln schneiden.
  • Die gemahlenen Gewürze mit dem Knoblauch, dem Ingwer, Salz und die Fleischwürfeln gut vermengen und beiseite stellen.
  • In einem breiten Topf, das Öl erhitzen und die in Ringe geschnittene Zwiebeln drin mit den in der Länge halbierten Chilischoten gold braten.
  • Das gewürzte Lammfleisch zu den Zwiebeln geben und etwa sechs Minuten bei reduzierter Hitze anbraten.
  • Wasser zugießen und eine halbe Stunde ohne Deckel köcheln lassen. Ab und zu umrühren. Falls am Ende noch zu viel Flüssigkeit vorhanden ist, das Fleisch heraus holen und reduzieren, dann das Fleisch wieder in die Sauce tun.
  • Mit Zitronensaft und Koriander rühren, fertig.

Dazu serviere ich Reis, dem ich bei der Hälfte der Kochzeit gelbe Linsen gebe. Für vier Portionen: 250 g Reis und 50 g Linsen.

Nährwertangaben (mit Reis-Linsen-Beilage)

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 414 1656
Eiweiß (g) 32,8 131,1
Kohlenhydrate (g) 29,8 119
davon Zucker (g) 4,2 16,8
Fett (g) 17,1 68,4
Ballaststoffe (g) 4,4 17,7

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Wochenplan, KW11

So schnell ist eine Woche rum!

Montag

Hähnchenbrustfilets* mit Möhren und Dinkel. Kein Rezept dazu. Ich hatte noch Dinkel übrig von der Bohnensuppe, und habe Lust bekommen, ein Gericht mit Hähnchen und Möhren daraus zu machen. Einfach und schnell am Sonntagabend gemacht. Es hat für zwei Mahlzeiten für zwei Personen gereicht.

Dienstag

Überbackene Chicorée mit Schinken. Ich habe vier Portionen am Montagabend zubereitet. Die Chicorée aus dem Markt müssen größer als beim letzten Mal gewesen sein, weil ich gerade zwei Chicorée in einer Auflaufform packen konnte. Die vier Portionen musste ich in zwei Ladungen backen, um für Montagabend und Dienstag in der Mittagspause genug zu haben. Oder ich brauche eine größere Auflaufform.

Mittwoch

Tian de courgettes. Ohne Ziegenkäse. Ich hatte es lange nicht mehr gemacht. Wieder ein recht kalorienarmes Gericht, das lange satt macht. Das Rezept wurde für sechs Personen geschrieben, aber zu zweit haben wir es auch am Dienstagabend und Mittwoch mittags verputzt.

Donnerstag

Hummus und Tomatensalat, frisch am Donnerstag vor der Arbeit zubereitet. Dazu zwei Scheiben Brot. Vom Hummus ist genug geblieben, um noch am Donnerstagabend zu zweit zu essen.

Freitag

Dal mit Chana-Linsen und Spinat, stand auf dem Plan. Eines hatte ich dabei vergessen: Man sollte vorher die Chana-„Linsen“ (halbierte Kichererbsen) einige Stunden in Wasser einweichen. Wir haben daher das Gericht erst am Samstag gekocht. Für die Mittagspause am Freitag gab es dann wieder einen schnell gemachten Tomatensalat mit Petersilie, einen geschnibbelten Kolhrabi und eine Orange. Der Kolhrabi wurde mir zu viel, ich habe nur die Hälfte geschafft.

* Mein Firefox hat eine Rechtschreibprüfung. „Hähnchenbrustfilets“ wird nicht erkannt. Wenn ich mit Rechtklick schaue, was mir Firefox stattdessen vorschlagen möchte, steht „Teilchenbeschleuniger“. Warum?


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Wochenplan, KW10

Wieder eine Woche, wo der Ehemann teilweise unterwegs war.

Montag

Ich stehe früh auf und fange an, den Grapefruit-Avocado-Salat für die Mittagspause zuzubereiten. Ich fühle mich leider noch nicht ganz fit und mir ist beim Waschen vom Rucola schwindelig. Ich arbeite besser von zu Hause aus. Der Chef ist einverstanden. Den Salat essen wir mittags im Wohnzimmer, da der Ehemann noch da ist.

Dienstag

Rindergehacktes mit Lauch und Reis. Es hatte beim letzten Mal so gut geschmeckt. Diesmal war ich nicht so zufrieden. Ich wollte ein bisschen mehr Reis, um für Montagabend und meine Mittagspause am Dienstag etwas zu haben, und das Fleisch kam mir zu wenig vor. Dazu hat beigetragen, dass ich in der Fleischerei am Viktualienmarkt in Pasing zwar 300 g bestellt habe, aber am Ende waren es nur 285 g, als ich vor dem Kochen das Fleisch gewogen habe. Wie es eigentlich auf dem Kassenzettel stand. Blöd.

Mittwoch und Donnerstag

Da der Ehemann unterwegs ist, um das frisch gekauftes neues Auto bei Kiel abzuholen, koche ich nur für mich. Spaghetti mit Aubergine und Ricotta. Ich mache mir vier Portionen, von Dienstagabend bis Donnerstag für die Mittagspause. Zugegeben, am Donnerstag hat es mir nicht mehr so gut geschmeckt. Es ist besser, wenn ich jeden Tag etwas Anderes esse.

Freitag

20190308_NachtischAm Donnerstagabend kommt der Ehemann zurück, und mir ist doch nicht danach zu kochen. Wir essen am Abend Stulle. Ich gönne mir ein Mittagsmenü im lokalen Restaurant aus dem Guide Michelin. Denn seitdem ich nicht mehr mit Tim mittags essen gehe, gebe ich unter der Woche kaum noch Geld aus. Das bisschen mehr Geld, das ich für den wöchentlichen Einkauf jetzt ausgebe, liegt deutlich unter dem, was ich vorher pro Woche für den täglichen mäßigen Mittagstisch bezahlt hatte. Die Kichererbsen mit Chorizo essen wir am Freitagabend.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Heute ist Weltfrauentag

In Berlin ist sogar erstmalig dafür Feiertag. Ich bin nicht sicher, dass ich das so gut finde. Am internationalen Frauentag können Frauen die Arbeit nieder legen. Sie streiken und treffen sich, um zu diskutieren oder demonstrieren. Aus dem Frauentag einen Feiertag zu machen, entkräftet die Aussage von einer Streitaktion massiv. Andererseits können dadurch mehr Leute an Demos teilnehmen.

Ich habe noch nie an irgendwelchen Aktionen zum Weltfrauentag teilgenommen. Wenn, dann würde ich solidarisch für andere Frauen hingehen, die nicht so viel Glück wie ich haben. Aber dieses Jahr habe ich es verpennt. In München ist kein Feiertag. Ab 16:00 war am Marienplatz etwas organisiert. Ich habe blöderweise einem Telefongespräch am späten Nachmittag mit meinem amerikanischen Kunden zugesagt, bevor ich geschnallt habe, dass heute Frauentag ist. Das Gespräch wurde doch nicht so lang, der Ehemann hat mich mit dem neuen Auto von der Arbeit abgeholt, und wir haben einen ausnahmsweise frühen Feierabend zu Hause genossen.

Ich selber kann nicht meckern, seitdem ich das Elternhaus hinter mir gelassen habe. Ich habe endlich einen guten Job. Keine Ahnung, wie gut ich im Vergleich mit den anderen Kollegen verdiene. Aber ich bin schon sehr zufrieden. Der Ehemann ist arbeitslos, und selbst wenn er gar keine Leistung mehr beziehen würde, könnte ich uns noch einen recht guten Lebensstandard leisten. Trotz freiwilliger Krankenversicherung und großer Wohnung im Münchner Raum. Der Ehemann ist ein Schatz und übernimmt quasi alle Hausarbeiten. Wäsche aufhängen, Spülmaschine ausräumen, Dusche trocken, Staubsaugen, Boden wischen… Ich koche jeden Tag, wahr, weil ich es einfach so gerne tue. Und ab und zu wische ich Staub aus den Regalen. Ich habe Glück, denn ich bin keine Hausfrau.

Andere nicht. Die Dokus auf Arte am Dienstag haben mich recht wütend gemacht. Es ist nichts Neues, man weiß es lange, aber es wirkt ganz anders, wenn man Aussagen von Frauen hört, die in der katholischen Kirche von ihren männlichen Vorgesetztern Jahre lang hirngewaschen vergewaltigt und zu Abtreibungen gezwungen werden. So läuft es seit Jahrhunderten, und danach sind es immer die Frauen, die als schuldig angesehen und rausgeworfen werden. Die zweite Doku über die Misshandlung von entführten Frauen durch Mitglieder des sogenannten IS war noch schlimmer. Es ist zum Kotzen.

Ich weiß nicht, ob so ein Tag wirklich eine Wirkung hat. Die Gewalt gegen Frauen hat schon viel zu lange gedauert. Wenn ich sehe, was heutzutage noch alles passiert, habe ich das Gefühl, dass die Menschheit sich seit Jahrtausenden nicht weiter entwickelt hat. Technisch, ja, aber ganz tief bleibt immer noch der Wurm drin.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.