Zukunft in Geldwäscherei?

Das wollten mir heute gleich zwei „Arbeitgeber“ anbieten. Ein Traumjob. Stellt euch vor, knapp 4000€ monatlich für 5 Arbeitsstunden pro Woche verdienen, ohne besondere Kenntnisse zu haben… Gibt es wirklich so naive Leute, um drauf rein zu fallen? Ich kann es mir nicht vorstellen, aber lieber zu viel gewarnt. Vorsicht. Geldwäsche ist strafbar.

Merkwürdig fand ich, dass die Emails zu meiner „anonymen“ Adresse geschickt wurden, die ich nie bewusst breit öffentlich in Verbindung mit meiner Identität gebracht habe. Trotzdem bin ich mit Vornamen und Nachnamen adressiert worden. Also, ich habe die Adresse schon benutzt, um auf Ebay und Amazon mit Paypal Transaktionen abzuschließen, das war’s. Mein Paypal-Konto habe ich inzwischen gelöscht, mir war es immer ein bisschen unheimlich. Bei Amazon bin ich noch viel länger nicht mehr Kundin. Mein Konto habe ich ebenfalls löschen lassen. Ich vermute, dass die Daten bei einem Ebay-Händler geklaut wurden.

Die erste Email kam von der „Heinrich GmbH“. Die Email-Adresse, die, wie bei der zweiten Email, eh nicht mit den Absenderadresse übereinstimmt, habe ich ausgeixt.

Sehr geehrte/r <Vorname> <Nachname>,

unsere Gesellschaft ist ein erfolgreiches, europaweit agierendes Unternehmen und wir suchen im Augenblick motivierte und ehrliche Mitarbeiter zur Vervollständigung unseres Teams in der EU.
Der Lohn beträgt im Schnitt 3800 Euro monatlich bei ca 5 Stunden Arbeit pro Woche.
Der Mitarbeiter hat keine eigenen Ausgaben und muss keine technische Kenntnisse haben. Auch Rentner sind für diese Arbeitstätigkeit geeignet
Ihr Tätigkeitsfeld ist die Prozessoptimierung.
Die Arbeit ist europaweit angeordnet und derzeit noch frei.
Sie kriegen die Überweisung im Voraus, dierekt auf Ihr Konto überwiesen, und müssen für unsere Kunden Bitcoins erwerben, wofür Sie eine Provision von 20 Prozent pro Kauf erhalten.
Sie sollten Zielstrebigkeit zu Ihren Stärken zählen und grundlegende Computer Kenntnisse besitzen. Sicherer Umgang mit Internet sowie telefonische Erreichbarkeit sollten für Sie auch kein Problem sein.
Kontaktaufnahme:

Falls Sie interessiert sind, wollen wir Sie kennenlernen, dazu senden Sie uns Ihre Bewerbung an: Xxxxx.Xxxxxxxx@gmx.com

Ihre persönlichen Unterlagen behandeln wir natürlich vertraulich.
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Heinrich GmbH

Die zweite Email, angeblich von einer Firma namens „Lange Vermittlungsagentur“, hat mich noch mehr irritiert, weil sie viele persönliche Informationen enthalten hat. Die allerdings nicht mehr aktuell sind. Die Telefonnummer ist aus meiner Zeit vor Berlin, die schriftliche Adresse ist die meiner vorletzten Wohnung. Dort hatte ich zuletzt etwas auf Ebay bestellt.

Zu Händen von:

<Vorname> <Nachname>
<Alte schriftliche Adresse>

Tel. <Meine uralte und nicht mehr aktuelle Telefonnummer>

Email: <Meine anonyme Email-Adresse>

Wollen Sie 3900 Euro im Monat erhalten?
Unsere Gesellschaft wirbt im Augenblick zuverlässige Mitarbeiter um das Kollektiv in der EU zu vervollständigen

Der Mitarbeiter ist ca. 6 Arbeitsstunden in der Woche beschäftigt und hat keine eigenen Ausgaben.
Auch Berufstätige sind für diese Tätigkeit bestens geeignet, da keine spezielle Kenntnis erwartet wird.

Genauigkeit, Eigenverantwortung und Zielstrebigkeit sollten zu Ihren Fähigkeiten zählen, Umgang mit Email und anfängliche PC Kenntnisse müsste auch keine Schwierigkeiten erstellen. Ständige telefonische Erreichbarkeit ist Pflicht.

Ihre Aufgabe ist die Prozessoptimierung.

Sie bekommen das Geld im Voraus, direkt auf Ihr Konto überwiesen, und müssen für unsere Kunden Bitcoins erwerben, wofür Sie eine Provision von 20 Prozent pro Transaktion erhalten.

Der Auftrag ist Eu-weit angeordnet und derzeit noch frei.

Kontaktaufnahme:

Falls Sie sich angesprochen fühlen, möchten wir Sie kennenlernen, hierfür senden Sie uns Ihre Bewerbung an: xxxxxxxxxxxxx@gmx.com

Ihre persönlichen Daten behandeln wir natürlich vertraulich.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Lange Vermittlungsagentur

Eine gefälschte O2 Email?

Oder vielleicht nicht?

Lieber O2 Kunde,

uns fehlen wichtige Informationen. Bitte lesen Sie dazu die beigefügte pdf-Datei.

Hinweise zum PDF-Format:
Zum Lesen, Drucken und/oder Speichern von PDF-Dateien benötigen Sie das Programm Acrobat Reader von Adobe. Sollte der Acrobat Reader noch nicht auf Ihrem Computer installiert sein, können Sie ihn hier kostenlos herunterladen: http://www.adobe.de/products/acrobat/readstep2.html

Noch ein Tipp: Wenn Sie die Datei sofort auf Ihrem Rechner abspeichern möchten, verwenden Sie einfach die rechte Maustaste, wählen „Ziel speichern unter“ und anschließend ein Verzeichnis auf Ihrem Rechner, in dem die Datei abgespeichert werden soll.

Freundliche Grüße

Ihr O2 Team

Die Email ist von dsl-kundenservice@cc.o2online.de geschickt worden. Im Empfang steht „o2 DSL Auftrag: Postretoure (Kundennummer  DEXXXXXXXX)“ und die angegebene Kundennummer ist wirklich meine. Die Ansprache „Lieber O2 Kunde“ löst bei mir aber gleich den Spam-Virus-Phishing-Alarm aus. Und dann habe ich gemerkt, dass alle meine Rechungen auch auf dieser Weise geschickt werden. Ich habe mich daran gewöhnt und nur bei dieser unüblichen und unerwarteten Email gemerkt, dass es bei O2 völlig unprofessionell gemacht wird. Diese neue Email und die Rechungsemails haben den gleichen Ursprung: Received: from esifpa01 (unknown [10.242.13.62]) by mailgate03.hansenet.com, so steht’s im Quelltext der Email.

Wahrscheinlich geht’s um meinen DSL Vertrag. Ich habe ihn nicht gekündigt. Tomasz, mein Nachmieter (der auch mein Nachfolger bei der Arbeit ist und mir gegenüber im Büro sitzt) benutzt ihn und überweist mir die Rechnung jeden Monat. Der Vertrag läuft eh nur noch bis Juni. Seit einigen Wochen will O2 mich dazu bringen, meinen vermeintlich alten Router tauschen zu lassen. Was ist, wenn ich es mache, und sie es als Anlass sehen, meinen Vertrag zu verlängern? So läuft’s gut, meint Tomasz, es kann sicherlich bis Juni reichen. Dann schließt er seinen eigenen Vertrag ab.

Sicher ist sicher. Ich werde die PDF Datei im Anhang erst unter Ubuntu öffnen.

Eine Frechheit von t-online

Mein privates Email-Konto ist gelöscht worden. Ohne Vorwarnung, einfach so. Ich hatte es am Anfang der Woche noch benutzt, um mir von zu Hause aus Daten zu meiner dienstlichen Adresse zu schicken, um meine Präsentation in Stockholm zu vorbereiten. Seit meiner Rückkehr sagt mir Thunderbird, „Login auf dem Server secureimap.t-online.de fehlgeschlagen“. Die Email-App auf meinem Handy hatte auch Schwierigkeiten und wollte plötzlich ein Passwort haben, statt sich automatisch zu verbinden, wie ich am Mittwoch am Flughafen feststellen musste. Mein Passwort kenne ich nicht auswendig. Bei t-online ist es mir sowieso immer ein Kopfzerbrechen gewesen, welche Login-Passwort-Kombination ich brauche, um an meine Emails zu kommen, abhängig davon, von welcher Oberfläche aus ich es versuche. Ich habe zuerst an ein vorübergehendes Problem gedacht. Da ich jetzt aber seit zwei Tagen meine Emails nicht mehr abrufen konnte, habe ich mir von der dienstlichen Adresse aus eine Test-Email geschickt. Direkt danach kam eine Nachricht vom Mail Delivery System: „Undelivered Mail Returned to Sender“. Der Grund: host mx01.t-online.de[194.25.134.72] said: 550-5.1.1 user unknown 550 5.1.1 Unknown recipient. Eine Frechheit.

Wieder eine dubiose Email

Und wieder ein Spam als Telefonrechnung verkleidet (heute ist ja Karnevalbeginn). Der vermutete Zweck: Empfänger dazu bringen, sich einen Trojaner herunter zu laden.

Diesmal stammt die Email aus info@debitas.de, wobei ich nicht glaube, dass DEBITAS dahinter steckt. Das erfährt man aber nur, wenn man sich den Inhalt der Email anschaut, weil Thunderbird mir den Absender als „Vodafone-OnlineRechnung“ anzeigt. Der Betreff: „Ihre Festnetz-Rechnung für November 2014“.

Bei Vodafone war ich nie Kundin, und einen Festnetzvertrag habe ich zur Zeit nicht mehr. Deswegen hatte ich diese Email gestern schon sofort gelöscht, bevor sie heute erneut ankam. Na gut, ohne Anhang kann ich mir den Inhalt anschauen. Auf Linux riskiere ich eh so gut wie nichts. Ich erfahre also, in einem perfekten Deutsch, dass meine Rechnung (232,83€) unter einem Link namens Mobilfunk-Rechnung_für_November_2014_(RG35232-81893).zip einzusehen ist, was jedem sofort suspekt vorkommen sollte (warum man keine zip Datei aus einer Email öffnen sollte, kann man sich zum Beispiel hier anlesen). Außerdem genügt es, mit der Maus über den Link zu verweilen, um in der Statuszeile vom Email-Programm zu sehen, wo man danach landen würde: Irgendeine sehr lange Adresse auf hvanbuul.nl mit vielen Ziffern dahinter, die sicherlich nichts mit Vodafone zu tun hat.

Also, man kann es nie genug wiederholen, Finger weg von solchen Emails!

Mein Router zickt

Seit einiger Zeit geschehen seltsame Ereignisse mit meinem Router. Die Sache vom letzten Monat mit dem voreingestellten Schlüssel sehe ich noch ein. Es gab sogar einen Hinweis auf der Webseite von O2, die ich wie immer zu spät besucht habe, weil ich das Problem schon selber gelöst hatte.

Letzte Woche ist es mir passiert, dass ich plötzlich keine Internetverbindung mehr hatte. Am Router leuchteten doch die LEDs ganz normal. Ich habe zur Sicherheit einen Filter für MAC-Adressen eingerichtet, und das Passwort für die Konfiguration von Router geändert. Über Firefox. Irgendwie habe ich den Verdacht, dass es mit diesem Browser nicht so gut funktioniert, weil ich keine Bestätigung über die Änderung vom Passwort bekommen habe. Statt dessen kamen jedes Mal erneut die blanken Felder für die Passwortänderung.

Gestern hatte ich bei einer Google-Suche eine merkwürdige Nachricht, die ich sonst nie gesehen hatte.

Our systems have detected unusual traffic from your computer network. This page checks to see if it’s really you sending the requests, and not a robot.

Ich hatte nur mein Handy als zusätzliches Gerät. Ausgeschaltet. PC wieder hochgefahren: Google weigerte sich immer noch, Suchanfragen durchzuführen. Festplatte mit Virenscanner geprüft: Nichts gefunden. Was am Ende geholfen hat, war, den Cache vom Browser zu löschen. Trotzdem seltsam. Ich habe die Nacht bei Martin verbracht und zur Sicherheit den Router ausgeschaltet, bevor ich zu ihm gefahren bin.

Heute Morgen war ich wieder in meiner Wohnung. Rechner hochgefahren, einige Sachen erledigt, und plötzlich wieder kein Internet. Obwohl die LEDs ganz normal blinkten, was laut Handbuch bedeutet, dass Datentransfer statt fand. Ich habe die Übersicht der Netzwerke geöffnet und ganz überrascht festgestellt, dass es neben meinem „O2-WLAN99“ einen neuen „O2-WLAN99 2“ gab, mit dem gleichen SSID. Den habe ich definitiv nicht selber eingerichtet. Ich habe mir einen sehr langen Netzwerkkabel besorgt und versucht, eine direkte Verbindung vom Router zum Rechner herzustellen, was fehlgeschlagen ist. Mit dem Kabel durfte ich nicht mit dem Router sprechen. Das kann doch nicht sein…Was ich am Ende gemacht habe: Mit dem Reset-Knopf die Routereinstellungen zurück gesetzt, über WLAN einen sehr komplizierten neuen Schlüssel eingestellt, dann den Kabel zum PC eingesteckt, und Wunder, ich konnte diesmal über LAN eine Internetverbindung aufbauen. WLAN habe ich erstmals komplett ausgeschaltet.

Neulich in meiner Mailbox

Heute kam in meine t-online Mailbox eine Rechnung der deutschen Telekom. Dachte ich zuerst. Sie sah genau so aus, aber eigentlich hatte ich meine Einstellungen so gewählt, dass meine Rechnungen zu einer anderen Email-Adresse geschickt werden. Außerdem bin ich seit letzter Woche nicht mehr Kundin bei der deutschen Telekom. Und im Betreff stand „Ihre Telekom Mobilfunk RechnungOnline Monat Juni 2014 (Nr.: 9134823797050)“, was definitiv nicht stimmen konnte, da ich nie bei der deutschen Telekom einen Handy-Tarif hatte, nur Festnetz. Der Spam/Phishing-Verdacht war also groß, als ich mir die Email genauer angeschaut habe. Der Betrag der Rechnung betrug 162,99€. Enorm. Wäre ich Handy-Kundin der deutschen Telekom gewesen, wäre ich gleich zur Decke gesprungen. Wenn die Email tatsächlich von der deutschen Telekom gestammt hätte. Die Absender-Adresse war celine.hess@ebos.lu, nicht rechnungonline@telekom.de. Außerdem war der Betreff falsch, dennn drin hätte „Buchungskonto“ stehen sollen. Und statt der üblichen PDF-Datei, war eine zip-Datei im Anhang vorhanden. Bestimmt mit einem Virus versehen. Ich habe es nicht versucht, sie zu öffnen. Die Nachricht wurde gleich gelöscht.

O2 Freischalttermin

Lange habe ich darauf gewartet. Gestern war es soweit.

Den Termin hatte ich mir lange notiert. Vor einem Monat habe ich eine Email mit einer Erinnerung bekommen. Am Sonntagabend haben wir die neue Box angeschlossen. Die Verbindung zum Router konnte problemlos mit der mitgelieferten CD erstellt werden. Danach hieß es, abwarten, bis die Freischaltung erfolgt. Gestern Abend haben wir dann festgestellt, dass es immer noch keine Internetverbindung gab. Mir war schon klar, dass ich irgendwo meine Zugangsdaten eingeben musste. Laut der begleitenden Kurzanweisung konnte ich das von meinem Browser aus unter der Adresse o2.box machen. Firefox gestartet, Adresse eingetippt, und da erscheinte das Konfigurationsprogramm der Box. So weit, so gut. Im Menüpunkt „Internet“ stand:

Um eine Internetverbindung aufzubauen, benötigen Sie Ihre o2-Zugangsdaten. Diese wurden Ihnen mit der Auftragsbestätigung mitgeteilt.

Da ich eine lokale Kopie meiner Emails auf dem Rechner habe, konnte ich diese aus der PDF-Datei kopieren, Benutzername und Passwort. Beim Speichern sah es komisch aus. Eine Internetverbindung konnte immer noch nicht erstellt werden. Martin meinte, wir sollten noch warten. In der Email zur Freischaltung stand, dass die Einrichtung bis maximal 90 Minuten nach Ende des Termines (18:00) erfolgen würde, und es war schon 21:00. Ich habe beschlossen, heute zum O2-Shop zu gehen.

Dort waren wir in der Mittagspause. Martin hätte nicht mitkommen müssen, aber er hatte sich spontan angeboten. Um mir, bei unseren Fahrrädern angekommen, mitzuteilen, dass es vielleicht keine gute Idee wäre und ich doch die Hotline anrufen sollte. Das ist etwas, was mich nervt, wenn er sich ständig kurzfristig umentscheidet. Ich habe ihm gesagt, er könnte gerne bei der Arbeit bleiben und mit den Kollegen essen gehen, ich würde alleine zum Shop fahren. Er ist mitgekommen. Der Händler hat mir dort die Nummer der Hotline in die Hände gedrückt (08005251378). Es war klar. Ich habe es nur lieber, wenn ich mit Personen vor mir rede, bevor ich irgendeine Hotlline anrufe.

Heute Abend war ich alleine, da Martin mit einem Freund verabredet war. Ich habe die Hotline angerufen. Das Stimmenband meinte, ich sollte die 1 drücken, falls ich einen Ausfall melden möchte, sonst die 2 für andere Fälle, die ich nicht verstanden habe. Ich habe die 1 gedrückt. Ich wurde aufgefordert, meine Telefonnummer einzutippen. Moment mal, in der PDF-Datei nachschauen… 030, wie ging’s weiter? Nach drei Sekunden ohne neues Eintippen, als ich noch beim Nachlesen der Telefonnummer war, sagte die Stimme, die angegebene Nummer wäre nicht gültig. Ich habe aufgelegt und wieder angefangen. Als es mir gelingte, meine Telefonnummer anzugeben, kam ein Tonband mit Musik, mit der Ankündigung, die vorrausichtliche Wartezeit würde 10 Minuten betragen. Ich glaube, dass sagen sie immer, egal um welche Uhrzeit angerufen wird. Ich habe das Handy am Rechner angeschlossen, um die Batterie zu laden, habe den Lautsprecher aktiviert und mich gleich für die verdoppelte Zeit eingestellt. Ich hatte recht: Es hat 20 Minuten gedauert, bis ein Mann sich meldete. Von der ununterbrochenen Musik habe ich Kopfschmerze bekommen. Schrill, mit zwischendurch Schießgeräuschen wie in den Computerspielen von den ’80, furchtbar.

Anscheinend hatte der Mann von der Hotline, geschätzt über 50 Jahre alt, große Schwierigkeiten, mich zu hören. Ich musste die ganze Zeit am Telefon schreien. Ich habe ihm den Zustand der Box beschrieben. Er meinte, ich sollte Internet Explorer öffnen. Er meinte ausdrücklich, auf gar keinen Fall Firefox oder Chrome benutzen, es würde sonst nicht funktionieren. Das kam mir komisch vor, aber gut. Ich habe Internet Explorer im Startmenü gesucht und gestartet. Der Mann sagte, der Browser würde nun versuchen, eine Verbindung aufzubauen, und wenn eine Fehlermeldung kommen würde, sollte ich mich melden. Es hat lange gedauert. Als die Fehlermeldung da war, meinte er, ich sollte den Eingabefeld für die Adresse leeren und statt dessen 192.127.1.1 eingeben. Aha… Ich habe mir Bemerkungen gespart. Er konnte mich sowieso schlecht hören. Das Konfigurationsprogramm von der Box erschien, genau wie am Tag davor mit Firefox, als ich meine Zugangsdaten angeben wollte. Mit einem Unterschied: Der Mann sagte, ich sollte kein Passwort angeben. Und plötzlich hatte ich eine Internetverbindung. Was für ein Blödsinn.

Erleichtert, wollte ich gleich nach dem Gespräch Martin anrufen. Mit meinem Festnetz-Telefon. Der funktioniert aber noch nicht. Stimmt. Ich meine, seitdem ich O2 beauftragt hatte, meinen Anschluss von der deutschen Telekom zu übernehmen, hat mein Telefon aufgehört, richtig zu funktionieren. Es gab ja schon das Problem mit der verschwundenen Internetverbindung, als die deutsche Telekom in Kenntniss gesetzt wurde, dass ich mir einen anderen Anbieter ausgesucht hatte. Um das Festnetz-Telefon habe ich mich nie gekümmert. Ich konnte von zu Hause aus anrufen, Martin konnte mich von seinem Festnetz aus anrufen, aber von meinem Handy aus heißt es immer, „Der gewünschte Gesprächspartner ist zur Zeit nicht erreichbar“. Jetzt kann ich nicht mal von zu Hause aus anrufen. Die Hotline erneut zu kontaktieren war mir zu aufwendig. Ich habe das Handy benutzt. Auch bei O2. Zwei mal habe ich Martin angerufen. Jedes Mal haben wir einige Wörter ausgetauscht, vielleicht 10 Sekunden lang, bis ich plötzlich nichts mehr hörte, gefolgt von einem Störungsdreiton und einer Anzeige wegen Verbindungsfehler am Display. Boah das nervt. Ich weiß nicht, wie häufig es in letzter Zeit passiert ist. So häufig hänge ich nicht am Telefon. Früher kannte ich das Problem gar nicht. Erst seitdem ich den neuen Vertrag fürs Handy gemacht habe, häufen sich diese Verbindungsprobleme. Egal, wen ich anrufe: Mei, die auch bei O2 ist, meine Mutter in Frankreich, oder Martin… Aber am Handy kann es nicht liegen, sonst hätte ich nicht gerade über 25 Minuten mit der Hotline telefonieren können (vier Fünftel davon wartend).

Internetworking mit TCP/IP

Nachdem ich den letzten online Kurs vom openHPI über Parallelprogrammierung erfolgreich abgeschlossen habe (das Zertifikat lässt noch auf sich warten), dachte ich, ich könnte mit dem nächsten Kurs weiter machen. Es geht diesmal um Internetprotokolle. Nicht, dass ich es für die Arbeit brauche, aber als allgemeine Bildung kann es nicht schaden. Die erste Woche hat gerade angefangen.

Der Kurs ist wieder auf Englisch gestaltet. Der Dozent hat offensichtlich große Probleme damit. Es ist für mich mühsam, ihn zuzuhören, da er häufig zwischendurch seufzt und so viele typisch deutsche Fehler in der Aussprache macht. Nach einiger Zeit kann man sich daran gewöhnen. Diesmal ist das Niveau des Kurses höher geschraubt. Ich fühle mich viel mehr beansprucht. Die Darstellung des Protokollstapels war so abstrakt, dass ich sie mir zwei Mal anhören musste. Die Vorlesungen dauern insgesamt länger als beim letzten Kurs, ich muss noch mehr Zeit einplanen. Momentan schwierig, da ich bei der Arbeit viel zu tun habe. Mal schauen, wie lange ich mithalten kann.

Die Deutsche Telekom hat versagt

Und dadurch: Wieder ein Eintrag mit Verzug publiziert.

Ich habe vor etwa zweieinhalb Wochen meinen Umzug mit altem Tarif beauftragt. Ich habe zuerst eine automatische Email bekommen, und danach gar keine Information mehr. Vor zwei Wochen hatte ich online meinen Auftragsstatus geprüft und war ein bisschen verwirrt. Die Termine für die Kündigung meines alten Vertrages waren alle für heute angekündigt. Genauer gesagt: Die Schaltung war vereinbart für: „10.09.2013 15:59“. Heute also. Ich habe heute Abend versucht, meine alte Nummer vom Handy aus anzurufen, und habe die Meldung bekommen, dass diese Nummer nicht vergeben ist.

Kniffliger war es für die Termine für die Bereitstellung an meiner neuen Adresse. Vereinbarter Termin für die Schaltung: „10.09.2013 18:29“. Vereinbart mit wem? Ich bin dabei nicht gefragt worden. Bei der Montage von meinem Router hieß es: „Der Bereitstellungstermin wurde wie gewünscht verändert“. Wieder: Ich war’s nicht. Vielleicht hat es sich der Monteur gewünscht? „Der Termin für die Montage in Ihren Räumen ist vereinbart für: 03.09.2013 15:59“. Das war letzte Woche Dienstag. Ich habe also beim Telekom-Shop gefragt, wann nun der Termin wäre, und die Frau dort sagte mir auch heute. Letzten Montag habe ich online im Kundencenter nochmal geschaut: Der Termin für den 03.09. stand noch da. Ich habe beschlossen, trotzdem früher nach Hause zu fahren. Wie schon berichtet: Keiner kam. Um etwa halb sechs bin ich in die Stadt gegangen; als ich nach Hause zurück kam, hatte ich laut Handy-Display um 19:12 einen Anruf verpasst. 0306331100: Eine Nummer der Telekom. Bestimmt, gerade als der alte Mann mich an der Terrasse beim Abendessen belästigt hatte.

Am Wochenende habe ich ein Briefpäckchen von meiner früheren Vermieterin erhalten, die meine Post noch sammelt und mir schickt, mit einem Brief der Telekom. Ich hatte doch meine neue Adresse angegeben. Nicht nur für den Auftrag, auch für die Rechnungsadresse. Im Brief Stand, dass meine neue Berliner Nummer wie gewünscht nicht ins Kommunikationsverzeichnis eingetragen wird. Das ist gut so, nicht jeder soll mich ins Telefonbuch suchen können. Sie haben sich also meine alte Präferenz gemerkt, das ist schon mal was. Als „meine Referenzen“ ist in dem Brief „Ihr Auftrag zum 10.09.2013“ angegeben.

Also heute… Ich habe heute Morgen beim Telekom-Shop angerufen. Mir wurde versichert, dass die Bereitstellung heute stattfindet, und dass ich nicht dabei sein müsste. Gut, ich musste keinen halben Urlaubstag dafür verbraten. Andererseits war ein zentraler Server bei der Arbeit tot, ich konnte heute gar nichts am Rechner machen. Die andere weniger schöne Nachricht war, dass trotz Ankündigung in meinem Auftragstatus im Kundencenter niemand für die Montage des Routers kommen wird, ich muss es alleine machen. Und bezahle trotzdem den gleichen Preis für den Umzug, wie bei der ersten Bereitstellung, als ich den Vertrag abgeschlossen hatte und ein Techniker bei mir gekommen war. Nach der Arbeit habe ich meinen Router und das Telefon angeschlossen. Alles korrekt gemacht, laut Bedienungsanleitung. Da meine alte Nummer schon nicht mehr vergeben ist, habe ich meine neue Nummer mit dem Handy probiert. Mehrmals, den ganzen Abend. Es scheint ganz normal zu klingeln, aber offensichtlich nicht bei mir. Andererseits ist niemand dran gegangen. Am festen Telefon kriege ich keinen Ton, selbst wenn ich das Telefon direkt an der Steckdose allein anschließe statt am Router. DSL-Signal habe ich auch nicht. Alles, was am Router leuchtet, ist „Power“ und „WLAN“. Und jetzt ist es schon fast 22:00.

Morgen früh werde beim Telekom-Shop wieder anrufen müssen, um mich zu erkundigen, was da schief gelaufen ist. Ich bin gespannt, welche Ausrede ich erzählt bekommen werde. Falsche Wohnung angeschlossen? Oder hätte ich trotz Aussage der Frau am Telefon heute Morgen zu Hause sein sollen? In diesem Falle könnten Sie sogar noch versuchen, mehr Geld von mir zu verlangen…