K.O.

So lässt sich der Anfang des Jahres gut beschreiben. Ich bin seit einem Monat nicht mal dazu gekommen, hier in meinem Tagebuch irgendwas zu schreiben. Wenn ich mal Zeit gehabt hätte, hat mir die Motivation einfach gefehlt. Gekocht? Nur selten, und nichts, was ich hier fest halten möchte, wenn es was neues war.

Zum einen bin ich müde. Mein Entschluß, mit den Überstunden aufzuhören, stimmt mit der Realität nicht überein. Clockify[1] verrät es mir:

Kalenderwoche 2 3 4 5 6
Arbeitszeit 30:12:20 45:35:37 38:52:13 46:31:50 29:13:21
Überstunden -1:47:40 5:35:37 6:52:13 6:31:50 5:13:21

Dabei war in der 2. Kalenderwoche der Montag frei (Dreikönigfest), den Nachmittag des ersten Arbeitstages hatte ich beim Arzt verbracht, in der 4. Woche hatte ich mir den Freitag frei genommen, und diese Woche bin ich heute und morgen krank geschrieben.

K.O. fasst aber aus einem anderen Grund die letzten Wochen sehr gut zusammen: Zuerst das Knie, dann das Ohr. Bäm.

Das Knie habe ich mir gleich am ersten Arbeitstag des Jahres verletzt. Ich bin an einem nicht so kalten Morgen aus dem Bus ausgestiegen, nachdem es unterwegs angefangen hatte leicht zu regnen, habe die Straße überquert und bin von der glatten Eisfläche auf dem Bürgersteig auf der anderen Seite der Straße sehr überrascht worden. Die Luft war nicht kalt, aber der Boden noch gefroren, und durch das Regen hatte er sich im Nu zu einer Eisbahn umgewandelt. Es hat nur den Bruchteil einer Sekunde gedauert: Der rechte Fuß ist in seinem starren Lederstiefel nach links gerutscht, ich habe das Gleichgewicht verloren und bin mit dem Gesäß auf dem rechten Unterschenkel gelandet, wodurch das Kniegelenk gezerrt wurde. Ich konnte nicht mal wieder aufstehen, weil es so glatt war, dass ich keinen Halt unter den Füßen mehr finden konnte. Eine Frau hat mir wieder hoch geholfen und ist weiter gezogen. Panik. Ich habe gute zwanzig Minuten für den Rest der Strecke zur Arbeit gebraucht, dreimal so lange wie sonst.

Am Anfang lässt sich das Knie nichts anmerken, aber nach drei Stunden am Schreibtisch tut er plötzlich weh, als wir mit Kollegen essen gehen. Ich verbringe den Nachmittag beim Durchgangsarzt in meinem Dorf, kriege eine fürchterlich nach Erdöl stinkende Salbe auf dem Knie geschmiert, eine Bandage herum, soll diese erst in drei Tagen abmachen und Hitze vermeiden. Ich halte den Geruch der Salbe nach zwei Tagen nicht mehr aus, packe das Knie wieder frei und bade ausgiebig. Zwei Wochen lang halten die Schmerzen an, vor allem, wenn ich Treppen runter gehe. Bis ich an einem eiskalten Samstag nach dem Einkauf im Dorfzentrum zu Fuß nach Hause gehe, weil ich die S-Bahn verpasst habe. Ich trage einen kurzen Rock mit dicken Strumphosen, die gegen die Kälte nicht mehr helfen, als der starke Schneeregen anfängt. Ich komme nach zwanzig Minuten klatschnaß und gefroren zu Hause an und ziehe mich erstmal um. Seitdem sind die Schmerzen aber völlig verschwunden.

Dann das Ohr. Ich habe den heutigen Tag in Arztpraxen verbracht, weil ich seit Dienstagabend plötzlich eine ganz andere auditive Wahrnehmung erlebe. Rechts ist alles gut. Links kommen die Geräusche auch normal an, aber obendrauf höre ich leise die Geräusche deformiert und metallisch klingend, vor allem bei hohen Frequenzen. Und wenn es hoch und laut ist, wie beim Mädchen, das heute Morgen im Bus auf einmal laut kreischen musste, ist es schmerzhaft. Wenn ich rede, höre ich meine Stimme doppelt. Ich war eigentlich zuerst zur Arbeit gefahren, weil ich dachte, es würde sicherlich nach einigen Tagen wieder abklingen. Der Chef hat meine Geschichte gehört[2] und mich sofort ohne Ausrede zum Arzt geschickt. Meine Hausärztin hat mich zu einer HNO-Praxis überwiesen, wo ein harter Pfropfen festgestellt wurde. Nach dessen Beseitigung wurde ein Hörtest durchgeführt, und die Diagnose: Hörsturz bei hohen Frequenzen. Ich kann mich glücklich schätzen, dass ich zu der Hörstörung keinen begleitenden Tinnitus oder Schwindel habe.

Was einen Hörsturz auslösen kann ist unklar. Häufig wird Stress als mögliche Ursache benannt. Stress habe ich, auf Arbeit. Aber ich kann mir andere Ursachen ausdenken. Zum Beispiel, dass ich am letzten Wochenende am Rechner vom Ehemann gespielt habe, der in Berlin war, und ich seine Kopfhörer benutzt habe, die enger als meine eingestellt sind und mir auf Dauer Schmerze verursacht haben. Seitdem spüre ich eine Störung im Ohr, und die Tondeformation hat sich erst drei Tage später bemerkbar gemacht. Oder die Tatsache, dass mir der Ehemann für Weihnachten eine Gitarre geschenkt hat, und ich seit vier Wochen fleißig lerne. Alleine, ohne Lehrer, denn ich mit Arbeits- und Pendlerpensum keine Zeit für einen regelmäßigen Unterricht hätte. Meine Haltung war am Anfang falsch und ich habe schnell Schmerze in der linken Schulter gespürt, die bis zum Hals und fast zum linken Ohr gestiegen sind. Jetzt geht’s besser. Oder ist es kein Zufall, dass ich Migränen vorwiegend links habe, und jetzt das linke Ohr einen Schaden hat? Behandlungsmöglichkeiten sind auch unklar. In vielen Fällen klingt ein Hörsturz von alleine wieder ab. Bei mir ist es seit Dienstag eher schlechter geworden, und der Arzt hat mir empfohlen, Cortison einzunehmen. Als Infusion. Keine Kassenleistung, die 80€ Medikation + 60€ Behandlung in der Praxis zahle ich aus eigener Tasche. Ich habe heute Nachmittag am Tropf gehangen, dann nochmal morgen und übermorgen. Ob es etwas bringt ist umstritten, es soll die natürliche Heilung unterstützen, sofern eine natürliche Heilung statt findet. Ich hoffe es sehr, weil es jetzt grauenhaft geworden ist, auf der Gitarre zu üben. Ich kann nicht mehr mit dem Ohr die Saiten relativ zu einander stimmen und muss das Stimmgerät benutzen, Akkorde klingen auf einmal ganz falsch. Es wäre echt blöd, in so kurzer Zeit das Lernen einstellen zu müssen. Kleiner Trost, Motörhead hören wird dadurch nicht wesentlich beeinträchtigt sein.

K.O. will ich aber nicht sein. Der Ehemann braucht mich, momentan umso mehr, seitdem sein Vater Anfang Januar einen leichten Schlaganfall erlitten hat. Als er ins Krankenhaus gebracht wurde, konnte er sich nicht mehr richtig ausdrücken. Der Ehemann hat seitdem fast jedes Wochenende in Berlin verbracht und ihn im Krankenhaus besucht. Jetzt fühle ich mich auch noch schuldig, dass wir wegen meiner neuen Stelle von Berlin nach München umgezogen sind. Es wäre nicht so stressig, würden wir noch in Berlin wohnen. Der Schwiegervater ist letzte Woche vom Krankenhaus entlassen worden. Entscheidend war dabei, dass sie den Ehemann gefragt haben, ob Pflege und weitere Behandlung für den Schwiegervater organisiert wurden. „Nein“, hat der Ehemann geantwortet, „aber zur Not werden wir es machen (müssen).“ Und Schwupps wurde der Schwiegervater an dem Tag auch entlassen. Völlig unzulässig, wie der Arzt gestern dem Ehemann mitteilte, der wieder in Berlin ist und dank Vorsorgevollmacht bei Terminen anwesend sein darf und Entscheidungen treffen kann. Der Schwiegervater ist nicht mehr in der Lage alleine zu leben und muss in ein Pflegeheim. Eine leichte Demenz wurde ihm schon vor einigen Monaten diagnostiziert, und seitdem er am Ende vom extrem heißen Sommer kollabiert hatte, hat der Ehemann einen Pflegedienst für seinen Vater organisiert, der ihn in die Wohnung besuchen soll. Das hatte der Schwiegervater akzeptiert, als er im Krankenhaus war, um dann fürchterlich mit der armen Frau zu schimpfen und sie weg zu schicken, als er dachte, ihm ginge er besser und er bräuchte keine Hilfe. Am Wochenende selbes Spielchen. Dem Ehemann hat er alles zugestimmt, als er im Krankenhaus war, um dann am Montag zu Hause wieder dem Pflegedienst abzusagen. Daher ist der Ehemann wieder nach Berlin gefahren, und arbeitet von dort aus, wenn er Zeit dafür findet. Insofern ist es gut, dass der Arzt auch dem Schwiegervater sagt, es geht jetzt alleine nicht mehr weiter so. Die nächsten Wochen werden noch stressig.

[1] Unbezahlte Werbung, da Namensnennung und Verlinkung.

[2] Ich habe gestern von zu Hause aus gearbeitet, da ich am Vormittag die Kontrolluntersuchung für das Knie hatte.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Eine Woche ohne Weisheitszähne

Letzte Woche war mein großer Termin beim Oralchirurg. Seit dem bin ich krank geschrieben. Heute werden die Fäden gezogen, und morgen darf ich wieder ins Büro. Hoffentlich kommen die Drainagen am unteren Kiefer auch endgültig weg. Es pocht schmerzhaft und ich habe immer Angst, sie mir versehentlich beim Essen oder Zähneputzen weg zu reißen.

Der Zahnarzt hatte mir ausdrücklich Ruhe verordnet. Soll ich zugestehen, dass ich mich beim aktuellen Stress auf Arbeit auf den Eingriff und der folgenden ruhigen Woche gefreut hatte? Dachte ich vorher, ich könnte in der Zeit ruhig von zu Hause aus ein bisschen arbeiten, weil es so viel zu tun gibt, merke ich jetzt, es wäre gar nicht gut gewesen. Fergus macht uns in letzter Zeit wieder das Leben zur Hölle, und bloss beim Gedanken an ihn spüre ich, wie sich mein Kiefer verkrampft. Das tut weh, wenn man Wunden im Zahnfleisch hat.

Stattdessen habe ich mich entspannt. Filme geguckt. Gelesen. Gehäkelt. Suppen gekocht, oder, am Anfang, mich bekochen lassen. Der Ehemann war so lieb und hat sich die ersten zwei Tage für mich frei genommen. Es gab:

  • Donnerstag: Süßkartoffelsuppe
  • Freitag: Tomatensuppe mit Orangen, aus meinem kreolischen Kochbuch, leider hat es an den Wunden gebrannt, vermutlich wegen der Fruchtsäuren
  • Samstag: Möhren-Ingwer-Suppe
  • Sonntag: Forellesüppchen mit Petersilienwurzel, das war die Idee vom Ehemann, der es aber schade fand, das Gemüse für den Fond laut Rezept weg zu tun und beschlossen hat, alles zu pürieren, was zu einem dicken Brei geführt hat
  • Montag: Pilzsuppe
  • Dienstag: Cremige Randensuppe mit Knollensellerie und Orangen
  • Mittwoch: Kürbis-Süßkartoffelsuppe

Heute habe ich keine Lust mehr auf Suppe. Ich mache mir Skyr mit Sauerkirschen.

Auslöser für die Aktion war mein Milchzahn 65, bei dem mir ein Stück beim Essen im letzten Urlaub gebrochen ist. Zum Glück schmerzlos. Direkt nach unserer Rückkehr bin ich zur Zahnärztin gerannt. Es war doch nur eine Füllung, die gefallen war, aber der Milchzahn 55 auf der anderen Seite wäre jetzt in einem nicht mehr haltbaren Zustand. Der Arme hat schon über zehn Jahre her seine Wurzel behandelt bekommen und ist häufig geflickt worden, jetzt würde er wackeln und müsste raus, meinte die Zahnärztin. Danach kommt ein Implantat. Und wenn ich schon dabei bin, sollten auch die restlichen drei Weisheitszähne entfernt werden. Es gäbe nicht genug Platz im Kiefer. Das ist genetisch bedingt. Meine Mami hat das selbe Problem. Warum hatte ich damals nicht alle Weisheitszähne auf einmal entfernen lassen, statt nur den schlechten Zahn?

Mit dem Oralchirurg hatte ich jedenfalls Glück. Im Vergleich merke ich erst jetzt, wie schlecht ich damals in Aachen für den kranken Weisheitszahn behandelt wurde. Die Praxis, ich habe halb vergessen, ob in oder bei der Theaterstraße, hatte sich gar nicht um die Folgen des Eingriffs gekümmert und ich wusste beim raus gehen nicht mal, wann und wo ich mir die Fäden ziehen lassen sollte. Das ist diesmal von der Praxis selbstverständlich organisiert worden. Am Abend nach dem Eingriff hat mich der Zahnarzt persönlich angerufen, um sich zu erkundigen, wie es mir geht. Seine persönliche Telefonnummer habe ich für Notfälle außerhalb der Praxiszeiten bekommen. Ich habe sie nicht gebraucht.

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Migräne

Seit Freitag leide ich an Migräne. Mir war es zu heiß, obwohl wir eine Klimaanlage im Büro haben. Viel Wasser getrunken. Ich musste mir auf Toilette den Kopf unter Wasser stellen, was im Nachhinein vielleicht keine so gute Idee war.

Am Freitag mussten andauernd Leute bei uns ins Büro platzen, um Sachen zu diskutieren. Vor allem Fergus, der noch am Tag davor in einem Meeting von der Leitung einen Hinweis bekommen hatte, dass er mit seinem Verhalten die Kollegen von der Arbeit abhalten würde und damit aufhören sollte. Eine Email tät’s doch auch. Es nützt bei ihm nicht. Vielleicht dachte er, jemand anders wäre gemeint.

Ich war jedenfalls müde. Als ich Feierabend gemacht habe, waren es noch leichte diffuse Kopfschmerze. Im Bus habe ich mich schlecht gefühlt, und als ich wegen Verspätung zur S-Bahn sprinten musste, hat es im Kopf gepocht.

Zu Hause angekommen, habe ich mich auf die Couch geschmissen. Paracetamol geschluckt, Wasser getrunken. Keine Wirkung, jedenfalls nicht die, die ich mir erhofft hatte. Mein Magen hat angefangen zu schmerzen, und ich musste mich kurz danach übergeben. Um uns drehte sich das Gewitter. Donner. Aber es ist woanders ausgebrochen.

Um neun war ich im Bett. Um eins bin ich aufgewacht, als der Ehemann vom Arbeitszimmer runter gekommen ist. Bis vier konnte ich nicht mehr schlafen. Um halb acht bin ich zuletzt aufgewacht und aufgestanden.

Den ganzen Tag habe ich mich komisch gefühlt. Migränekater. Ich bin zu Hause geblieben. Am Abend bin ich gegen halb zehn vor dem Fernseher eingeschlafen. Um zwölf wollte der Ehemann ins Bett, ich bin ihm gefolgt. Wir haben wieder die Fenster gekippt, um frische Luft rein zu lassen.

Ich war dabei einzuschlafen, als es draußen plötzlich einen lauten Knall gegeben hat, wie ein Luftballon der platzt. Eine Frau hat hysterisch gelacht, Männer haben laut geredet. Das war’s dann auch, mit dem Einschlafen. Die Kopfschmerze sind wieder da. Ich bin müde und will schlafen, es klappt aber nicht.


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Kein Wochenplan, KW22

Weil die Woche durch den Feiertag am Donnerstag und den Brückentag am Freitag kurz wurde.

Am Montag gibt es den Kichererbsensalat, den ich ursprünglich für den letzten Freitag geplant hatte. Die grüne Paprika sieht nicht mehr ganz frisch aus, schmeckt aber noch gut.

Für Dienstag sind schon die Vorräte an Gemüse aufgebraucht, da wir am Wochenende in Berlin waren und nicht auf dem Markt gehen konnten. Ich hole mir ein Hummus-Sandwich und einen Joghurt mit Waldfrüchten aus der Cafeteria der Uni. Ich mache früh genug Feierabend, um zum Pasinger Viktualienmarkt zu gehen und kaufe Zutaten für die Süßkartoffelsuppe. Hervorragend hat sie geschmeckt.

Für die Mittagspause am Mittwoch gibt’s Ente-Maultaschen und Romana-Salat mit Tomaten. Da ich am Dienstag auf dem Markt war.


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Wochenplan, KW21

Wieder mit schwarzem Brett.

Montag

Ratatouille-Auflauf mit Mozzarella. Das war die Idee, zumindest. Aber die große Auflaufform war noch mit dem Reiskuchen mit Heidelbeeren belegt (warum habe ich nicht die große Springform benutzt?), und meine andere Auflaufform war nicht groß genug, um alle Zutaten der Ratatouille drin zu stapeln. Daher habe ich nur eine Aubergine, eine gelbe Zucchini und eine rote Spitzpaprika rein getan. Und statt Mozzarella gab’s Burratina, weil der Käseladen am Markt keine Mozzarella mehr hatte. Obendrauf Thymian. Das Ergebnis war fantastisch.

Dienstag

Linsensalat mit Feta, und den Avocado-Resten von den Sushi, die der Ehemann uns am Sonntag gemacht hat. Mit Frühlingszwiebeln statt Zwiebeln. Schwarze Oliven sind dazu gekommen.

Mittwoch

Ente asiatisch. Weil es beim letzten Mal so gemundet hat. Es war wieder so lecker, dass kein Foto enstehen konnte.

Donnerstag

Omelette mit grünem Spargel und Tomaten. Leider ein Tick zu lang auf der Kochplatte geblieben.

Freitag

Wegen der Migräne am letzten Wochenende war ich die erste Hälfte der Woche so müde, dass ich mir den Frei-Tag frei genommen habe. Und da wir mit dem Ehemann tagsüber in die Stadt gefahren sind, bevor wir den Flieger nach Berlin genommen haben, wird der Salat erst bei unserer Rückkehr heute Abend zubereitet.


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Wochenplan, KW20

Ohne schwarzes Brett, dafür mit einem Foto vom Gilchinger Bannwald, wo wir heute spazieren gegangen sind, in der Hoffnung, meiner Migräne ein Ende zu setzen. Die ist leider am Nachmittag zurück gekommen.

Montag

Ratatouille-Risotto. Der Ehemann hatte davon gehört und wollte es uns mal kochen. Am Sonntagabend ist genug davon für die Mittagspause am Montag geblieben.

Dienstag

Kein vorgekochtes Mittagessen, dafür zum Hochzeitstag ein toller, entspannter Tag in den Thermen am Kochelsee[1]. Selbst beim regnerischen Wetter war es fantastisch. Minuspunkt: Die Gastronomie, leider. Bestellt hatte ich Zander mit Kartoffeln und Spinat. So versalzen habe ich noch nie ein Gericht serviert bekommen.

Mittwoch

Tortilla, mit einem kleinen Tomatensalat. Weil der Ehemann so gut Tortillas machen kann. Er hat genug für Dienstagabend und die Mittagspause am Mittwoch gemacht.

Donnerstag

Nach dem Sport am Mittwochabend war ich zu platt, um noch zu kochen. Ich weiß nicht, ob etwas los ist, aber super fit bin ich momentan echt nicht. Nach dem Sport am Mittwochabend konnte ich mich nur noch zur Couch schleppen, obwohl ich mein übliches Training durchgezogen hatte. Es war anstrengend. Ich habe also nicht den Nudeln-Brokkoli-Schinken-Auflauf gekocht, den ich geplant hatte. Deswegen gab’s in der Mittagspause eine belegte Semmel von der Bäckerei, mit einem Obstsalat.

Freitag

Ich hatte für Freitag nichts geplant und bin mit Tim zur Bäckerei essen gegangen. Die machen freitags immer tolle Lachskörnerbaguetten. Es war endlich mal wieder schön sonnig und wir konnten auf der Terrasse sitzen.

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Wochenplan, KW19

Montag

Kichererbsensalat mit Thunfisch (und schönem Rechtschreibfehler, der dem Ehemann nicht aufgefallen ist).

Dienstag

Augenbohnencurry, weil es beim letzten Mal so lecker war. Mit dem Unterschied, dass ich keine Augenbohnen hatte, sondern Borlotti Bohnen. Und wie ich mir aufgeschrieben habe, nur zwei statt drei Esslöffeln Öl benutzt habe. Das Ergebnis war irgendwie nicht so lecker, wie ich es in Erinnerung hatte. Vielleicht hätte ich doch mehr Öl benutzen sollen.

Mittwoch

Gefüllte Paprika mit Feta und Kartoffeln. Dabei habe ich gemerkt, auf die richtigen Mengenverhältnisse kommt es wirklich an. Ich hatte damals für die Füllung so viel Feta wie Kartoffeln benutzt, was sich einfach zufällig ergeben hatte. Am Dienstagabend hatte ich mehr Kartoffeln als Feta zur Verfügung, und obwohl es auch geschmeckt hat, hat es nicht ganz meine Erwartungen erfüllt.

Donnerstag

Süßkartoffeln mit Limettenquark. Voll der Knaller, wie ein Kollege bei der Mittagspause überrascht festgestellt hat, der ein Stück ausprobieren wollte. Jetzt muss ich das Rezept vom Limettenquark allen anderen Anwesenden weiter geben.

Freitag

Coucous-Salat mit Feta. Mit den leckeren Costoluto-Tomaten vom Markt.


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Wochenplan, KW14

Montag

Orientalisch gefüllte Auberginen. Durch dieses Rezept inspiriert, außer, dass ich 150 Gramm Lammgehacktes statt getrockneten Aprikosen benutzt habe. Ich tue mir schwer, Früchte in Hauptgerichten zu benutzen (sagt eine Liebhaberin von Tomaten). Sagen wir, zu süße Früchte. Wie Terry Pratchett es in einer seiner berühmten Fußnoten formulierte: Even so, there is no excuse for putting pineapple on pizza. Oder auf ein Schnitzel. Im Nachhinein bin ich doch recht neugierig geworden. Beim nächsten Mal tue ich die Aprikosen statt Lamm rein.

AusgehoelteAuberginen
Die ausgehölten Auberginen, direkt aus dem Backofen.

Ich bereite die gefüllten Auberginen für den Sonntagabend zu. Vier Auberginen, wie das Rezept sagte. Es gab aber nur recht große Auberginen, bei unserem Stand auf dem Markt. Insgesamt 1,3 Kilogramme. Wir haben jeder nur deswegen eine ganze Aubergine geschafft, weil wir seit dem Frühstück am Sonntag unterwegs waren und kaum was gegessen hatten. Ich nehme eine halbe Aubergine für die Mittagspause am Montag mit. Mit dem Rest der Frühlingszwiebelsuppe, die ich am Samstag gekocht hatte, und einem fettarmen Joghurt. Am Montagabend haben wir noch zwei Auberginenhälfte, und dazu macht uns der Ehemann Karotten-Hummus, mit Hilfe meiner Anweisungen auf WhatsApp, da ich spät Feierabend machen muss.

Dienstag

Möhrensalat mit einem hart gekochten Ei und Kichererbsen. Die Karotten hatte mir der Ehemann schon am Montagabend gerieben, als ich noch in der S-Bahn auf dem Weg nach Hause saß. Den Rest mache ich am frühen Morgen fertig. Ich brauche fast Dreiviertelstunde, um den Rucola zu waschen. Ich hatte am Samstag 100 Gramm am Markt gekauft, ein Bio-Rucola, den die Standbetreiber selber anbauen, mit breiten Blättern. Sehr lecker, und er hat sich bis Dienstagfrüh im Kühlschrank sehr gut gehalten. Dazu ein fettarmer Joghurt. Ich bin erstaunt, bis eine Stunde nachdem wir aus dem Sport zurück kommen keinen Hunger zu spüren. Wir essen erst um neun Uhr abends Stulle.

Mittwoch

Feldsalat mit Mozzarella, Birne und Granatapfel, am frühen Morgen zubereitet. Wie war das nochmal mit den zu süßen Früchten in Hauptgerichten? Ach ja, aber das ist ein Salat, den ich schon ausprobiert und für gut gefunden hatte. Ich esse den Salat draußen, in der Sonne, mit einem halben libanesischen Fladenbrot. Die ganz flache Sorte. Dazu eine Banane.

Am Mittwochabend gibt es einen kleinen Tomatensalat. Der Ehemann war am Vormittag zum grünen Markt in Germering gefahren, und mit schönen mittelgroßen Fleischtomaten zurück gekommen. Eine italienische Sorte, sagt er, die nah am Stiel leicht grün ist. Fantastisch lecker. Und etwas wie 5€ für sechs Stücke.

Donnerstag

Reissalat mit Thunfisch, Paprika und Tomaten. Ich bereite am Mittwoch genug für den Abend und die Mittagspause am Donnerstag. Dazu nehme ich eine Banane mit, denn am Abend geht’s wieder zum Sport.

Freitag

Die Gnocchi mit Knoblauch und Spinat machen wir doch nicht. Der Ehemann hat ein neues Vorstellungsgespräch auf der anderen Seite vom Flughafen um die Mittagszeit bekommen, er wird nicht dazu kommen, mittags zu essen, sagt er. Und am Abend wollen wir mal wieder auswärts essen gehen, zum Harlachinger Jagdschlössl[1,2]. Ich bereite mir am frühen Morgen einen Salat mit den leckeren Tomaten aus dem Germeringer Markt, einer halben Zwiebel, Kichererbsen und zwei hartgekochten Eiern. Die Gnocchi werde ich für Montag zubereiten. Ich bin eh nächste Woche ab Dienstag auf Dienstreise, der Ehemann muss dann selber schauen, wie er sich in den drei Tagen ohne mich ernährt.

[1] Unbezahlte Werbung, da Verlinkung.

[2] „Weißt du noch, da, wo es die Bierfässer mit Hahn am Tisch gibt,“ sagte der Ehemann. Wir haben letztes Jahr während unserer Pendelzeit zweimal dort gegessen. Kann ich wärmstens empfehlen.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Heute beim Sport

Seit einigen Wochen gehe endlich wieder regelmäßig zum Sport.

Das war lange nicht mehr so. Ungefähr seit dem Urlaub in September. Zwei Wochen weg, das hat mich völlig aus dem Rhythmus geworfen. Es gab im Herbst viele interessante online Kurse, die ich absolvieren wollte, und die viel Zeit gekostet haben. Dann waren es schon nicht mehr so viele Wochen bis Weihnachten, ich musste meine selbst gebastelte Geschenke fertig kriegen. Und dann war es so weit weg, bis zum Fitnessstudio, vierzig Minuten hin, vierzig Minuten zurück, wenn der ÖPNV gut läuft, da geht viel Zeit verloren.

Was geschah ist klar: Irgendwann haben die Kleider angefangen, ungemütlich zu sitzen. Das war mir schon im Urlaub bei meiner Schwester aufgefallen. Seitdem der Ehemann aus Berlin zu mir im Juli umgezogen ist, koche und esse ich mehr als im ersten halben Jahr. Man glaubt nicht, wie schnell die Pfunde zurück kommen, wenn man nicht aufpasst. Vor allem, wenn der Ehemann ständig dabei ist, mir Leckeres anzubieten, obwohl er weiß, dass er das lassen soll. Ohne ihn gab es in der Wohnung nie etwas wie Keckse, Schokolade oder Eis. Es gibt jetzt Hosen, die ich seit einigen Monaten nicht mehr trage.

Dabei hatte ich wirklich was erreicht, letztes Jahr. Dreimal die Woche beim Sport, jedesmal mit einem Proteinshake als Abendessen, gelegentlich mit einer Kollegin mittags gejoggt, das Gewicht war vielleicht nicht beeindruckend runter gekommen, aber die Figur war dafür super geworden.

Was soll’s. Was ich letztes Jahr geschafft hatte, kann ich dieses Jahr auch. Diesmal gibt es keine große Lebensumstellung wie ein Umzug mehr, wir sind zu Hause gut eingerichtet, nichts steht mehr im Weg. Wir haben schon seit dem Sommer die Routine, am frühen Samstagvormittag zum Markt in Pasing einkaufen zu gehen, von dort ist es nicht weit, bis zum Fitnessstudio. Seit Januar gehen wir samstags wieder hin. Dann sind wir zusätzlich einmal unter der Woche abends hin gegangen. Jetzt zweimal. Also insgesamt dreimal die Woche. Bei diesem Rhythmus macht es wieder Spaß und der ständige leichte Muskelkater fühlt sich gut an. Ich habe den Punkt erreicht, wo ich mich nicht mehr überwinden muss, sondern morgens selbstverständlich die Sporttasche packe, um nach Feierabend zum Sport zu gehen. Es ist umso leichter geworden, jetzt, wo es die neue Buslinie 259 gibt, die direkt von Martinsried nach Pasing fährt.

Trotzdem denke ich, ein Fitnessstudiowechsel wäre nicht schlecht. Der Ehemann wollte unbedingt hin gehen, wo es auch ein Schwimmbad gibt. Deswegen hatten wir uns in Berlin beim Fitness First in Zehlendorf angemeldet. Das war ein tolles Studio. Und deswegen fahren wir jetzt zum Laimer Studio, obwohl das Schwimmbad deutlich kleiner ist. Ich denke, der Ehemann könnte sich ein normales Schwimmbad aussuchen, und wir könnten näher zur Wohnung Gerätetraining treiben. Was mich bei unserem Fitnessstudio nervt:

  • Erstens ist der Empfang recht unfreundlich. Wenigstens um die Uhrzeiten, wo ich letztes Jahr da war, war immer die gleiche Person hinter der Theke. Dass man beim Ankommen nicht besonders freundlich begrüßt wird, kenne ich schon aus Berlin, aber jedesmal, wenn ich nach dem Sport mein Proteinshake bestellen wollte, tat die Frau immer so, als ob ich sie bei einer unglaublich wichtigeren Tätigkeit stören würde — meistens, beim Quatschen mit einer Kollegin. Manchmal habe ich den Verdacht gehegt, sie war einfach unfreundlich bei allen schlanken Frauen, weil sie selber fett ist und sich deutlich netter mit dickeren Leuten verhält.
  • Vergessene Sachen tauchen nicht wieder auf. Gut, es ist mir nur einmal passiert, dass ich meine Badelatschen liegen lassen habe, aber wie die gleiche Frau an der Theke sofort verneint hatte, dass etwas abgegeben worden wäre, ohne meine Frage zu Ende zu hören und im Fundkorb hinter ihr zu schauen, sah sehr verdächtig aus. Ich denke, sie bedient sich selbst an den Fundsachen.
  • Was mich vor allem stört: Die Musik ist viel zu laut. Bei manchen Kursen, wie beim Zumba am Dienstagabend, wird in dem Kurssaal die Musik so laut gedreht, dass selbst bei geschlossener Tür der Schall zu dem Gerätebereich drängt. Bei mir erzeugt das eine Art Resonanz. Ich sitze auf einem Gerät und mache meine Wiederholungen, aber mein Herz schlägt nicht mehr normal, weil es durch die Bässe anders vibriert. Äußerst unangenehm. Wenn ich jetzt während des Kurses da bin, schaue ich, dass ich an möglichst weit entfernten Geräten trainiere. Ich habe einmal in einem anderen Kurs erlebt, wie eine Frau am Anfang darum gebeten hatte, die Musik nicht zu laut zu drehen, und die Kursleiterin quasi sofort eine Art Nervenzusammenbruch hatte, weil man ja „keine Musik mehr hören könnte“. Ich denke, die Kursleiter sind völlig bescheuert und haben kein Gespür für gesunde Lautstärke. Aber das scheint nicht nur bei Fitness First der Fall zu sein. Es ist bekannt, dass Musik in Fitnesstudios häufig die gesetzliche Grenze für Lärmbelästigung am Arbeitsplatz überschreitet und das Gehör gefährdet. Es interessiert niemanden. Es soll nicht mal eine zulässige Begründung dafür sein, seinen Vertrag vorzeitig zu kündigen. Ich hatte schon recherchiert, nachdem ich vor drei Wochen mit dem Ehemann an einem Montagabend dort war. Auf der Webseite gab es keine Ankündigung, aber die Betreiber vom Fitnessstudio hatten einen DJ-Abend veranstaltet. Und nicht in einem abgetrennten Kurssaal, nein, mitten auf der freien Trainingsfläche, wo drum herum alle Geräte stehen. Da stand ein junger Mann in schwarzer Sportkleidung hinter einer dafür gebaute Musikanlage, und ließ Musik so laut wie in einer Disko laufen. Kein Entkommen. Der Ehemann war im Schwimmbad und war auch dort davon gestört. Ich habe mein Training beendet. Den ganzen Abend zu Hause hat sich mein Kopf wie unter Druck angefühlt, ich war so von der lauten Musik gestresst geworden, dass ich lange nicht einschlafen konnte, und den ganzen Dienstag auf Arbeit hatte ich dumpfe Kopfschmerze. Weil ich meinte, nach einem Tag Arbeit Sport machen zu wollen. Die spinnen total. Auf Anfrage meinte eine Trainerin, solche Veranstaltungen würden nicht auf der Webseite bekannt gemacht, sondern nur auf Facebook. Ich bin jetzt ständig dazu gezwungen, zuerst dort zu schauen, ob ein DJ-Abend geplant ist, bevor ich meine Sportsachen packe. Ich kann mich nicht mehr spontan zum Training entscheiden. Das ist schon eine große Beeinträchtigung. In Zehlendorf hatte ich solche Umstände nie erlebt.

Jetzt sind wir leider bis zum Ende des Jahres bei Fitness First gebunden. Ich hatte die Idee, wir könnten mal ein anderes Studio probieren. Wir waren letzte Woche Samstag bei dem Fitness First am Englischen Garten. Der war aber recht klein, viel weniger Geräte standen zur Verfügung, und sie waren alle auf einer Art offener Etage oberhalb von der freien Trainingsfläche. Da oben war es so warm, dass ich mich fiebrig gefühlt habe und nach dem Training den ganzen Tag Kopfschmerze hatte. Da gehe ich nicht wieder hin.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Wochenplan, KW13

Ohne schwarze Tafel.

Montag

Couscous, am Sonntagabend gekocht. So fantastisch lecker, ich verstehe nicht, warum ich das nicht häufiger mache.

Dienstag

Geplant war wieder Couscous. Ich hatte genug gekocht. Am Montagabend hatten wir nochmal was davon. Leider bin ich vom Sport so müde geworden, dass ich sehr früh ins Bett gegangen bin. „Der Ehemann wird schon den Topf in den Kühlschrank stellen“, habe ich gedacht. Hat er nicht. Und ich kann immer noch nicht glauben,wie schnell Schimmel in einem Topf entstehen kann, aber Fakt ist, am Dienstagmorgen konnten wir den Inhalt vom Topf weg schmeißen. Ich habe notgedrungen eine Banane, einen Joghurt mit 0,1% Fett, ein Stück Kuchen und ein Stück schwarzer Schokolade für die Mittagspause gepackt.

Mittwoch

Aubergine-Tomaten-Auflauf. Immer noch lecker. Mit einem fettarmen Joghurt.

Donnerstag

Linsen-Tomaten-Feta-Salat mit viel frischer Petersilie. Eine Kollegin hat am Mittagstisch ganz neidisch auf meine Schale geschaut. Dazu ein fettarmer Joghurt.

Freitag

Geplant war Pute mit Spinat-Joghurt und Grünkern. Das haben wir doch erst am Abend gekocht, weil der Ehemann tagsüber in Garmisch zum Skifahren war, und wir den Kichererbsen-Tomaten-Feta-Salat von Donnerstagabend nicht aufgegessen haben. Ich habe den Rest ins Büro mit einem Joghurt genommen.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.