Selbstbildnis mit Gehirn

Die Hörsturzgeschichte, Fortsetzung. Bei meinem letzten Besuch in der HNO-Praxis letzte Woche meinte der Arzt, einen Hörunterschied feststellen zu müssen. Links reagiere ich ein Tick langsamer als rechts. Obwohl ich überzeugt bin, jetzt wieder ganz normal zu hören, und Zweifel an die Aussage vom Test bekommen habe, weil es im angeblich gedämpften Testraum teilweise so laut war, weil jemand eine Etage höher dabei war, herum zu rennen und Möbel zu verrücken, dass ich die leisen Töne kaum hören konnte. Die Arzthelferin so: „Sie müssen sich ja auf die Geräusche im Kopfhörer konzentrieren“. Ich gedanklich so: „Beim nächsten Mal besuche ich besser die Praxis in meinem Dorf[1]„. Ich bin ja nur in Germering gelandet, weil am Hörsturztag die Praxis bei mir geschlossen war.

Also war ich heute zur MRT-Untersuchung, weil man nie weiß, vielleicht drückt ein Tumor oder sonst was gegen mein linkes Ohr. Befund: Alles gut.

Zum Bild: Es sind vier ausgewählte Bilder aus der MRT-CD mit GIMP[2] kombiniert worden.

[1] Gut, offiziell eine Stadt. Es fühlt sich nur nicht so an.

[2] Unbezahlte Werbung, da Namensnennung und Verlinkung.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Wochenplan KW17

Montag

Spaghetti Carbonara, nach Jaime Oliver. Das beste Rezept für Spaghetti Carbonara, das ich je ausprobiert habe.

Dienstag

Kichererbsensalat mit Thunfisch.

Mittwoch

Quiche mit Tomaten und Ziegenkäse, davon gab’s noch genug für uns beide für die Mittagspause am Donnerstag.

Donnerstag

Tian de courgettes, das letzte Mal war sehr lange her.

Freitag

Ratatouille mit Rotbarschfilet, aus dem Fischstand vom Markt. Und weil es auch lecker aussehende geräucherte Makrelenfilets beim Fischhändler gab, haben wir sie heute mit dem Rest Ratatouille verzehrt.


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Heute nicht gejoggt

Es war windig und dadurch kälter geworden. Stattdessen bin ich eine halbe Stunde lang die Treppe hoch und runter gelaufen. Die Wohnung ist ja auf zwei Etagen verteilt. Seit dem Anfang der Ausgangssperre und Heimarbeitszeit (Mobile Office, genauer gesagt), bin ich doppelt so froh, damals so eine tolle Wohnung gefunden zu haben. Drin lässt sich wirklich gut leben.

Gestern hätte ich noch gesagt, Sport kommt heute gar nicht in Frage. Nicht nur des Wetters wegen. Nach der Wanderung am Samstag habe ich einen heftigen Muskelkater bekommen, der dem letzten epischen Muskelkater von vor dreieinhalb Jahren in nichts nachsteht. Schon am Samstagabend war ich nicht mehr in der Lage, mich normal in der Wohnung zu bewegen. Ich konnte nur noch die Füße am Boden gleiten lassen. Im Bett auf dem Rücken zu liegen war zu schmerzhaft, weil ich dabei die Beine strecken musste. Am nächsten Morgen haben sich auch Bauch- und Rückenmuskulatur gemeldet. Gehen war immer noch schwierig und schmerzhaft. Ich glaube, es ist der Oberschenkelbindenspanner, der mir so große Schwierigkeiten gemacht hat. Gestern habe ich ganz dicke Beulen ganz oben an den Schenkeln vorne bekommen, selbst unter dem Rock waren sie zu sehen.

Ich war also sehr erleichtert, als ich heute früh gemerkt habe, dass es mir schon viel besser geht. Trotzdem war es mir zu riskant, draußen zu joggen. Was ist, wenn ich weit weg von zu Hause plötzlich nicht mehr laufen kann?

Das letzte Mal bin ich am Freitag in der Mittagspause gejoggt. Es war eigentlich zu warm, in der prallen Sonne, ein richtiger Sommertag. Trotzdem fand ich den recht dicken Mann unpassend, der im Garten eines Mehrfamilienhaus bei Sankt Gilgen mit nur einem schwarzen String bekleidet ganz nah am Bürgersteig stand, um Pflanzen zu gießen. Auf dem Rückweg bin ich von einem anderen Mann aus seiner Haustür angesprochen worden, der ebenfalls dabei war, seine Pflanzen im Garten zu gießen. Immerhin war er anständig angezogen. Ich habe aus Höflichkeit geantwortet, was ein Fehler war, da er meinte, weiter mit mir plaudern zu müssen. Ich meine, ich mache mir die Mühe, joggen zu gehen, es ist nicht um einfach da rum zu stehen. Er fragt, wo ich her komme, und als ich „aus Frankreich“ antworte, meint er, mich mit seinen Französischkenntnissen beeindrucken zu wollen, indem er mir „Je t’aime“ einfach so ruft. Geht’s noch? Den Typ kenne ich nicht, und ja, nichts gegen Bekanntschaften in der Nachbarschaft, aber auf solche Bekanntschaften verzichte ich lieber. Ob ich bei ihm Kaffee trinken kommen möchte, fragt er dann. Der spinnt total, wenn er glaubt, eine Frau würde freiwillig alleine zu einem fremden Mann in die Wohnung gehen. Und wie war’s nochmal mit Corona und Abstand halten? Ausgangssperre und Frühling, eine furchtbare Kombination.

Ich werde mir jedenfalls beim nächsten Mal eine andere Strecke zum Laufen aussuchen.


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Zeckenalarm

Wir sind heute nach dem Einkauf am Starnberger Markt wandern gegangen. Anlass war, dass wir beim letzten Teil unserer Isar-Wanderung vor zwei Jahren einen guten Stück der Strecke zwischen Fall und Lenggries aufgrund des regen LKW-Verkehrs mit dem Taxi machen mussten. Es war dem Ehemann ein Dorn im Auge.

Wir haben eine Rundtur gemacht. Gestartet sind wir an der ersten Brücke über dem Jachen, wenn man aus dem Norden entlang der Straße 2072 kommt. An der Isar entlang, durch arg enge Wege und entlang Felder, die mit unheimlichen verrosteten Stacheldrähten begrenzt sind. Danach Trampelweg bis zur Hofkapelle, den steilen weg hoch und irgendwann, als ich nicht mehr konnte, sind wir einem anderen Weg zurück zum Auto gefolgt, zuerst weiter steil hoch, dann steil runter, der parallel zum Almgraben läuft, bis wir zur anderen Seite der Hofkapelle ankommen. Unterwegs sind wir an vielen riesigen Ameisenhaufen vorbei gelaufen. Es gab so viele Ameisen an diesen Orten, dass man sie deutlich laufen hören konnte. Das hatte ich noch nie erlebt.

Die Wanderung war sehr anstrengend. Sechszehn Kilometer und über vierhundert Meter Höhenunterschied. Seit der Ausgangssperre treibe ich mittags wieder Sport, da ich zu Hause arbeite und täglich zwei Stunde ÖPNV ausfallen. Trotzdem war ich nicht fit genug für diese Strecke.

Zu Hause angekommen, habe ich mich in die Badewanne gestürtzt. Und an meinem Bauch, unten rechts vom Bauchnabel, habe ich einen kleinen schwarzen Fleck entdeckt. Merkwürdig. Ein Schönheitsfleck an diesem Ort war mir nicht bekannt. Mit dem Finger konnte ich kaum spüren, dass da etwas war. Ein Stück Dreck, der irgendwie da gelandet ist, obwohl diese Hautpartie die ganze Zeit in der Hose war? Ich kratze dran, es geht trotz der Wärme vom Badeswasser nicht weg. Ein kleiner Bluterguss? Ich versuche es zu platzen, und plötzlich geht das schwarze Stück senkrecht zur Haut. Ich ziehe dran, es bleibt fest an der Haut verankert, bis es endlich mit einem leichten Stichschmerz nachgibt. Was ist das? Ich lege es auf dem weißen Rand der Badewanne und merke erst jetzt durch genauere Betrachtung, dass es etwa ein Millimeter groß ist, rund und mit zwei kleinen Ärmchen vorne. Und nach einer Weile bewegt es sich sogar und lässt mehr Beinchen erkennen! Urg. Ich schaue mir die rote Stelle am Bauch, dort ist scheinbar nichts von der Zecke übrig geblieben. Der Ehemann kommt mit der Lupe an und erklärt die Zecke für vollständig, bevor er sie platzen lässt und entsorgt. Verdammt. Wir checken uns gegenseitig am ganzen Körper, es war scheinbar die einzige Zecke.

Damit hatte ich heute nicht gerechnet, obwohl ich letztes Jahr schon mal einen Zeckenstich hatte. Als meine Mutter uns Ende Juni besucht hatte, waren wir zum Weßlinger See spazieren gegangen. Am Abend hatte der Ehemann eine deutlich größere Zecke als heute hinter meinem rechten Arm nahe an der Achselhöhe gefunden. Ich bin zur Ärztin gegangen und sie hat mir dringend empfohlen, mich gegen FSME impfen zu lassen. Das kannte ich aus Frankreich gar nicht und in Deutschland hatte ich vor München in keinem Risikogebiet gewohnt. Impfung, also, in der Hoffnung, dass es mit dem Zeckenstich nicht zu spät ist. Die Impfung beinhaltet drei Spritzen, und die letzte sollte ich Anfang Mai bekommen. In der Zeit habe ich jetzt schon meinen zweiten Zeckenstich bekommen. Verdammt.


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K.O.

So lässt sich der Anfang des Jahres gut beschreiben. Ich bin seit einem Monat nicht mal dazu gekommen, hier in meinem Tagebuch irgendwas zu schreiben. Wenn ich mal Zeit gehabt hätte, hat mir die Motivation einfach gefehlt. Gekocht? Nur selten, und nichts, was ich hier fest halten möchte, wenn es was neues war.

Zum einen bin ich müde. Mein Entschluss, mit den Überstunden aufzuhören, stimmt mit der Realität nicht überein. Clockify[1] verrät es mir:

Kalenderwoche 2 3 4 5 6
Arbeitszeit 30:12:20 45:35:37 38:52:13 46:31:50 29:13:21
Überstunden -1:47:40 5:35:37 6:52:13 6:31:50 5:13:21

Dabei war in der 2. Kalenderwoche der Montag frei (Dreikönigfest), den Nachmittag des ersten Arbeitstages hatte ich beim Arzt verbracht, in der 4. Woche hatte ich mir den Freitag frei genommen, und diese Woche bin ich heute und morgen krank geschrieben.

K.O. fasst aber aus einem anderen Grund die letzten Wochen sehr gut zusammen: Zuerst das Knie, dann das Ohr. Bäm.

Das Knie habe ich mir gleich am ersten Arbeitstag des Jahres verletzt. Ich bin an einem nicht so kalten Morgen aus dem Bus ausgestiegen, nachdem es unterwegs angefangen hatte leicht zu regnen, habe die Straße überquert und bin von der glatten Eisfläche auf dem Bürgersteig auf der anderen Seite der Straße sehr überrascht worden. Die Luft war nicht kalt, aber der Boden noch gefroren, und durch das Regen hatte er sich im Nu zu einer Eisbahn umgewandelt. Es hat nur den Bruchteil einer Sekunde gedauert: Der rechte Fuß ist in seinem starren Lederstiefel nach links gerutscht, ich habe das Gleichgewicht verloren und bin mit dem Gesäß auf dem rechten Unterschenkel gelandet, wodurch das Kniegelenk gezerrt wurde. Ich konnte nicht mal wieder aufstehen, weil es so glatt war, dass ich keinen Halt unter den Füßen mehr finden konnte. Eine Frau hat mir wieder hoch geholfen und ist weiter gezogen. Panik. Ich habe gute zwanzig Minuten für den Rest der Strecke zur Arbeit gebraucht, dreimal so lange wie sonst.

Am Anfang lässt sich das Knie nichts anmerken, aber nach drei Stunden am Schreibtisch tut er plötzlich weh, als wir mit Kollegen essen gehen. Ich verbringe den Nachmittag beim Durchgangsarzt in meinem Dorf, kriege eine fürchterlich nach Erdöl stinkende Salbe auf dem Knie geschmiert, eine Bandage herum, soll diese erst in drei Tagen abmachen und Hitze vermeiden. Ich halte den Geruch der Salbe nach zwei Tagen nicht mehr aus, packe das Knie wieder frei und bade ausgiebig. Zwei Wochen lang halten die Schmerzen an, vor allem, wenn ich Treppen runter gehe. Bis ich an einem eiskalten Samstag nach dem Einkauf im Dorfzentrum zu Fuß nach Hause gehe, weil ich die S-Bahn verpasst habe. Ich trage einen kurzen Rock mit dicken Strumphosen, die gegen die Kälte nicht mehr helfen, als der starke Schneeregen anfängt. Ich komme nach zwanzig Minuten klatschnaß und gefroren zu Hause an und ziehe mich erstmal um. Seitdem sind die Schmerzen aber völlig verschwunden.

Dann das Ohr. Ich habe den heutigen Tag in Arztpraxen verbracht, weil ich seit Dienstagabend plötzlich eine ganz andere auditive Wahrnehmung erlebe. Rechts ist alles gut. Links kommen die Geräusche auch normal an, aber obendrauf höre ich leise die Geräusche deformiert und metallisch klingend, vor allem bei hohen Frequenzen. Und wenn es hoch und laut ist, wie beim Mädchen, das heute Morgen im Bus auf einmal laut kreischen musste, ist es schmerzhaft. Wenn ich rede, höre ich meine Stimme doppelt. Ich war eigentlich zuerst zur Arbeit gefahren, weil ich dachte, es würde sicherlich nach einigen Tagen wieder abklingen. Der Chef hat meine Geschichte gehört[2] und mich sofort ohne Ausrede zum Arzt geschickt. Meine Hausärztin hat mich zu einer HNO-Praxis überwiesen, wo ein harter Pfropfen festgestellt wurde. Nach dessen Beseitigung wurde ein Hörtest durchgeführt, und die Diagnose: Hörsturz bei hohen Frequenzen. Ich kann mich glücklich schätzen, dass ich zu der Hörstörung keinen begleitenden Tinnitus oder Schwindel habe.

Was einen Hörsturz auslösen kann ist unklar. Häufig wird Stress als mögliche Ursache benannt. Stress habe ich, auf Arbeit. Aber ich kann mir andere Ursachen ausdenken. Zum Beispiel, dass ich am letzten Wochenende am Rechner vom Ehemann gespielt habe, der in Berlin war, und ich seine Kopfhörer benutzt habe, die enger als meine eingestellt sind und mir auf Dauer Schmerze verursacht haben. Seitdem spüre ich eine Störung im Ohr, und die Tondeformation hat sich erst drei Tage später bemerkbar gemacht. Oder die Tatsache, dass mir der Ehemann für Weihnachten eine Gitarre geschenkt hat, und ich seit vier Wochen fleißig lerne. Alleine, ohne Lehrer, denn ich mit Arbeits- und Pendlerpensum keine Zeit für einen regelmäßigen Unterricht hätte. Meine Haltung war am Anfang falsch und ich habe schnell Schmerze in der linken Schulter gespürt, die bis zum Hals und fast zum linken Ohr gestiegen sind. Jetzt geht’s besser. Oder ist es kein Zufall, dass ich Migränen vorwiegend links habe, und jetzt das linke Ohr einen Schaden hat? Behandlungsmöglichkeiten sind auch unklar. In vielen Fällen klingt ein Hörsturz von alleine wieder ab. Bei mir ist es seit Dienstag eher schlechter geworden, und der Arzt hat mir empfohlen, Cortison einzunehmen. Als Infusion. Keine Kassenleistung, die 80€ Medikation + 60€ Behandlung in der Praxis zahle ich aus eigener Tasche. Ich habe heute Nachmittag am Tropf gehangen, dann nochmal morgen und übermorgen. Ob es etwas bringt ist umstritten, es soll die natürliche Heilung unterstützen, sofern eine natürliche Heilung statt findet. Ich hoffe es sehr, weil es jetzt grauenhaft geworden ist, auf der Gitarre zu üben. Ich kann nicht mehr mit dem Ohr die Saiten relativ zu einander stimmen und muss das Stimmgerät benutzen, Akkorde klingen auf einmal ganz falsch. Es wäre echt blöd, in so kurzer Zeit das Lernen einstellen zu müssen. Kleiner Trost, Motörhead hören wird dadurch nicht wesentlich beeinträchtigt sein.

K.O. will ich aber nicht sein. Der Ehemann braucht mich, momentan umso mehr, seitdem sein Vater Anfang Januar einen leichten Schlaganfall erlitten hat. Als er ins Krankenhaus gebracht wurde, konnte er sich nicht mehr richtig ausdrücken. Der Ehemann hat seitdem fast jedes Wochenende in Berlin verbracht und ihn im Krankenhaus besucht. Jetzt fühle ich mich auch noch schuldig, dass wir wegen meiner neuen Stelle von Berlin nach München umgezogen sind. Es wäre nicht so stressig, würden wir noch in Berlin wohnen. Der Schwiegervater ist letzte Woche vom Krankenhaus entlassen worden. Entscheidend war dabei, dass sie den Ehemann gefragt haben, ob Pflege und weitere Behandlung für den Schwiegervater organisiert wurden. „Nein“, hat der Ehemann geantwortet, „aber zur Not werden wir es machen (müssen).“ Und Schwupps wurde der Schwiegervater an dem Tag auch entlassen. Völlig unzulässig, wie der Arzt gestern dem Ehemann mitteilte, der wieder in Berlin ist und dank Vorsorgevollmacht bei Terminen anwesend sein darf und Entscheidungen treffen kann. Der Schwiegervater ist nicht mehr in der Lage alleine zu leben und muss in ein Pflegeheim. Eine leichte Demenz wurde ihm schon vor einigen Monaten diagnostiziert, und seitdem er am Ende vom extrem heißen Sommer kollabiert hatte, hat der Ehemann einen Pflegedienst für seinen Vater organisiert, der ihn in die Wohnung besuchen soll. Das hatte der Schwiegervater akzeptiert, als er im Krankenhaus war, um dann fürchterlich mit der armen Frau zu schimpfen und sie weg zu schicken, als er dachte, ihm ginge er besser und er bräuchte keine Hilfe. Am Wochenende selbes Spielchen. Dem Ehemann hat er alles zugestimmt, als er im Krankenhaus war, um dann am Montag zu Hause wieder dem Pflegedienst abzusagen. Daher ist der Ehemann wieder nach Berlin gefahren, und arbeitet von dort aus, wenn er Zeit dafür findet. Insofern ist es gut, dass der Arzt auch dem Schwiegervater sagt, es geht jetzt alleine nicht mehr weiter so. Die nächsten Wochen werden noch stressig.

[1] Unbezahlte Werbung, da Namensnennung und Verlinkung.

[2] Ich habe gestern von zu Hause aus gearbeitet, da ich am Vormittag die Kontrolluntersuchung für das Knie hatte.


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Eine Woche ohne Weisheitszähne

Letzte Woche war mein großer Termin beim Oralchirurg. Seit dem bin ich krank geschrieben. Heute werden die Fäden gezogen, und morgen darf ich wieder ins Büro. Hoffentlich kommen die Drainagen am unteren Kiefer auch endgültig weg. Es pocht schmerzhaft und ich habe immer Angst, sie mir versehentlich beim Essen oder Zähneputzen weg zu reißen.

Der Zahnarzt hatte mir ausdrücklich Ruhe verordnet. Soll ich zugestehen, dass ich mich beim aktuellen Stress auf Arbeit auf den Eingriff und der folgenden ruhigen Woche gefreut hatte? Dachte ich vorher, ich könnte in der Zeit ruhig von zu Hause aus ein bisschen arbeiten, weil es so viel zu tun gibt, merke ich jetzt, es wäre gar nicht gut gewesen. Fergus macht uns in letzter Zeit wieder das Leben zur Hölle, und bloss beim Gedanken an ihn spüre ich, wie sich mein Kiefer verkrampft. Das tut weh, wenn man Wunden im Zahnfleisch hat.

Stattdessen habe ich mich entspannt. Filme geguckt. Gelesen. Gehäkelt. Suppen gekocht, oder, am Anfang, mich bekochen lassen. Der Ehemann war so lieb und hat sich die ersten zwei Tage für mich frei genommen. Es gab:

  • Donnerstag: Süßkartoffelsuppe
  • Freitag: Tomatensuppe mit Orangen, aus meinem kreolischen Kochbuch, leider hat es an den Wunden gebrannt, vermutlich wegen der Fruchtsäuren
  • Samstag: Möhren-Ingwer-Suppe
  • Sonntag: Forellesüppchen mit Petersilienwurzel, das war die Idee vom Ehemann, der es aber schade fand, das Gemüse für den Fond laut Rezept weg zu tun und beschlossen hat, alles zu pürieren, was zu einem dicken Brei geführt hat
  • Montag: Pilzsuppe
  • Dienstag: Cremige Randensuppe mit Knollensellerie und Orangen
  • Mittwoch: Kürbis-Süßkartoffelsuppe

Heute habe ich keine Lust mehr auf Suppe. Ich mache mir Skyr mit Sauerkirschen.

Auslöser für die Aktion war mein Milchzahn 65, bei dem mir ein Stück beim Essen im letzten Urlaub gebrochen ist. Zum Glück schmerzlos. Direkt nach unserer Rückkehr bin ich zur Zahnärztin gerannt. Es war doch nur eine Füllung, die gefallen war, aber der Milchzahn 55 auf der anderen Seite wäre jetzt in einem nicht mehr haltbaren Zustand. Der Arme hat schon über zehn Jahre her seine Wurzel behandelt bekommen und ist häufig geflickt worden, jetzt würde er wackeln und müsste raus, meinte die Zahnärztin. Danach kommt ein Implantat. Und wenn ich schon dabei bin, sollten auch die restlichen drei Weisheitszähne entfernt werden. Es gäbe nicht genug Platz im Kiefer. Das ist genetisch bedingt. Meine Mami hat das selbe Problem. Warum hatte ich damals nicht alle Weisheitszähne auf einmal entfernen lassen, statt nur den schlechten Zahn?

Mit dem Oralchirurg hatte ich jedenfalls Glück. Im Vergleich merke ich erst jetzt, wie schlecht ich damals in Aachen für den kranken Weisheitszahn behandelt wurde. Die Praxis, ich habe halb vergessen, ob in oder bei der Theaterstraße, hatte sich gar nicht um die Folgen des Eingriffs gekümmert und ich wusste beim raus gehen nicht mal, wann und wo ich mir die Fäden ziehen lassen sollte. Das ist diesmal von der Praxis selbstverständlich organisiert worden. Am Abend nach dem Eingriff hat mich der Zahnarzt persönlich angerufen, um sich zu erkundigen, wie es mir geht. Seine persönliche Telefonnummer habe ich für Notfälle außerhalb der Praxiszeiten bekommen. Ich habe sie nicht gebraucht.

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Migräne

Seit Freitag leide ich an Migräne. Mir war es zu heiß, obwohl wir eine Klimaanlage im Büro haben. Viel Wasser getrunken. Ich musste mir auf Toilette den Kopf unter Wasser stellen, was im Nachhinein vielleicht keine so gute Idee war.

Am Freitag mussten andauernd Leute bei uns ins Büro platzen, um Sachen zu diskutieren. Vor allem Fergus, der noch am Tag davor in einem Meeting von der Leitung einen Hinweis bekommen hatte, dass er mit seinem Verhalten die Kollegen von der Arbeit abhalten würde und damit aufhören sollte. Eine Email tät’s doch auch. Es nützt bei ihm nicht. Vielleicht dachte er, jemand anders wäre gemeint.

Ich war jedenfalls müde. Als ich Feierabend gemacht habe, waren es noch leichte diffuse Kopfschmerze. Im Bus habe ich mich schlecht gefühlt, und als ich wegen Verspätung zur S-Bahn sprinten musste, hat es im Kopf gepocht.

Zu Hause angekommen, habe ich mich auf die Couch geschmissen. Paracetamol geschluckt, Wasser getrunken. Keine Wirkung, jedenfalls nicht die, die ich mir erhofft hatte. Mein Magen hat angefangen zu schmerzen, und ich musste mich kurz danach übergeben. Um uns drehte sich das Gewitter. Donner. Aber es ist woanders ausgebrochen.

Um neun war ich im Bett. Um eins bin ich aufgewacht, als der Ehemann vom Arbeitszimmer runter gekommen ist. Bis vier konnte ich nicht mehr schlafen. Um halb acht bin ich zuletzt aufgewacht und aufgestanden.

Den ganzen Tag habe ich mich komisch gefühlt. Migränekater. Ich bin zu Hause geblieben. Am Abend bin ich gegen halb zehn vor dem Fernseher eingeschlafen. Um zwölf wollte der Ehemann ins Bett, ich bin ihm gefolgt. Wir haben wieder die Fenster gekippt, um frische Luft rein zu lassen.

Ich war dabei einzuschlafen, als es draußen plötzlich einen lauten Knall gegeben hat, wie ein Luftballon der platzt. Eine Frau hat hysterisch gelacht, Männer haben laut geredet. Das war’s dann auch, mit dem Einschlafen. Die Kopfschmerze sind wieder da. Ich bin müde und will schlafen, es klappt aber nicht.


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Kein Wochenplan, KW22

Weil die Woche durch den Feiertag am Donnerstag und den Brückentag am Freitag kurz wurde.

Am Montag gibt es den Kichererbsensalat, den ich ursprünglich für den letzten Freitag geplant hatte. Die grüne Paprika sieht nicht mehr ganz frisch aus, schmeckt aber noch gut.

Für Dienstag sind schon die Vorräte an Gemüse aufgebraucht, da wir am Wochenende in Berlin waren und nicht auf dem Markt gehen konnten. Ich hole mir ein Hummus-Sandwich und einen Joghurt mit Waldfrüchten aus der Cafeteria der Uni. Ich mache früh genug Feierabend, um zum Pasinger Viktualienmarkt zu gehen und kaufe Zutaten für die Süßkartoffelsuppe. Hervorragend hat sie geschmeckt.

Für die Mittagspause am Mittwoch gibt’s Ente-Maultaschen und Romana-Salat mit Tomaten. Da ich am Dienstag auf dem Markt war.


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Wochenplan, KW21

Wieder mit schwarzem Brett.

Montag

Ratatouille-Auflauf mit Mozzarella. Das war die Idee, zumindest. Aber die große Auflaufform war noch mit dem Reiskuchen mit Heidelbeeren belegt (warum habe ich nicht die große Springform benutzt?), und meine andere Auflaufform war nicht groß genug, um alle Zutaten der Ratatouille drin zu stapeln. Daher habe ich nur eine Aubergine, eine gelbe Zucchini und eine rote Spitzpaprika rein getan. Und statt Mozzarella gab’s Burratina, weil der Käseladen am Markt keine Mozzarella mehr hatte. Obendrauf Thymian. Das Ergebnis war fantastisch.

Dienstag

Linsensalat mit Feta, und den Avocado-Resten von den Sushi, die der Ehemann uns am Sonntag gemacht hat. Mit Frühlingszwiebeln statt Zwiebeln. Schwarze Oliven sind dazu gekommen.

Mittwoch

Ente asiatisch. Weil es beim letzten Mal so gemundet hat. Es war wieder so lecker, dass kein Foto enstehen konnte.

Donnerstag

Omelette mit grünem Spargel und Tomaten. Leider ein Tick zu lang auf der Kochplatte geblieben.

Freitag

Wegen der Migräne am letzten Wochenende war ich die erste Hälfte der Woche so müde, dass ich mir den Frei-Tag frei genommen habe. Und da wir mit dem Ehemann tagsüber in die Stadt gefahren sind, bevor wir den Flieger nach Berlin genommen haben, wird der Salat erst bei unserer Rückkehr heute Abend zubereitet.


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Wochenplan, KW20

Ohne schwarzes Brett, dafür mit einem Foto vom Gilchinger Bannwald, wo wir heute spazieren gegangen sind, in der Hoffnung, meiner Migräne ein Ende zu setzen. Die ist leider am Nachmittag zurück gekommen.

Montag

Ratatouille-Risotto. Der Ehemann hatte davon gehört und wollte es uns mal kochen. Am Sonntagabend ist genug davon für die Mittagspause am Montag geblieben.

Dienstag

Kein vorgekochtes Mittagessen, dafür zum Hochzeitstag ein toller, entspannter Tag in den Thermen am Kochelsee[1]. Selbst beim regnerischen Wetter war es fantastisch. Minuspunkt: Die Gastronomie, leider. Bestellt hatte ich Zander mit Kartoffeln und Spinat. So versalzen habe ich noch nie ein Gericht serviert bekommen.

Mittwoch

Tortilla, mit einem kleinen Tomatensalat. Weil der Ehemann so gut Tortillas machen kann. Er hat genug für Dienstagabend und die Mittagspause am Mittwoch gemacht.

Donnerstag

Nach dem Sport am Mittwochabend war ich zu platt, um noch zu kochen. Ich weiß nicht, ob etwas los ist, aber super fit bin ich momentan echt nicht. Nach dem Sport am Mittwochabend konnte ich mich nur noch zur Couch schleppen, obwohl ich mein übliches Training durchgezogen hatte. Es war anstrengend. Ich habe also nicht den Nudeln-Brokkoli-Schinken-Auflauf gekocht, den ich geplant hatte. Deswegen gab’s in der Mittagspause eine belegte Semmel von der Bäckerei, mit einem Obstsalat.

Freitag

Ich hatte für Freitag nichts geplant und bin mit Tim zur Bäckerei essen gegangen. Die machen freitags immer tolle Lachskörnerbaguetten. Es war endlich mal wieder schön sonnig und wir konnten auf der Terrasse sitzen.

[1] Unbezahlte Werbung, da Verlinkung.


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