Saint-Félicien, gebacken mit grünem Salat

Es braucht nicht viel, um den Ehemann glücklich zu machen. Dieser Gericht ist keine Kunst, schmeckt aber mit minimalem Aufwand wunderbar.

Mit einem Glas argentinischen Rotweins (Malbec) ist der Abend perfekt.

Die Zutaten (für 2 Personen)

Für den Käse

  • 2 Stücke Saint-Félicien à 180 g
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 4 Zweige Thymian

Für den Salat

  • 2 Esslöffel Heidelbeeressig
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Teelöffel Senf
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz nach Geschmack
  • 1/2 Mini Romana
  • 8 Blätter Radicchio

Dazu: 6 Scheiben Walnussbrot

Die Zubereitung

Saint-Félicien wird schon in einer praktischen Schale für den Backofen verkauft.

  • Backofen bei 180 °C vorheizen.
  • Auf jedem Stück Käse, einen Zweig Rosmarin und zwei Zweige Thymian leicht eindrücken.
  • Zwanzig Minuten lang bei 180 °C Umluft backen lassen.
  • Anschließend mit oberer Grillfunktion so lange backen, bis sich eine schöne goldene Kruste gebildet hat.

Während der Käse bäckt, den Salat vorbereiten:

  • In einer großen Salatschüssel, Essig, Öl, Senf und Salz zu einer Vinaigrette rühren.
  • Die Knoblauchzehe in kleine Stifte schneiden und in der Vinaigrette marinieren lassen.
  • Die Salatblätter gründlich waschen, in Mundgerechte Stücke reißen und trocken schleudern.
  • Die Blätter in der Schüssel in der Vinaigrette gut wälzen.

Nährwertangaben

Ohne Wein gerechnet

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 930 1860
Eiweiß (g) 41,4 82,7
Kohlenhydrate (g) 43,4 86,7
davon Zucker (g) 4,3 8,6
Fett (g) 65,3 130,5
Ballaststoffe (g) 9,6 19,1
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Blechkuchen mit Mirabellen

Der erste Einsatz vom Backofen seit dem Umzug. Vorher war es eh zu warm um zu backen.

Die gemahlenen Mandeln habe ich zum Teig gegeben, weil sie verbraucht werden mussten. Ohne Mandeln kann man 300 g Mehl statt 250 g nehmen.

Die Mirabellen kommen aus dem Pasinger Viktualienmarkt.

Die Zutaten (für 12 Stücke)

  • 250 g Mehl
  • 50 g gemahlene Mandeln
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 150 g Zucker
  • 3 Eier
  • 200 g Butter
  • 125 mL Buttermilch
  • 1 Esslöffel Schnaps (vorzugsweise Mirabellenschnaps, aber ich wollte keine ganze neue Flasche für den einen Kuchen kaufen und habe Kirschwasser aus dem Clafoutis benutzt)
  • 1 kg Mirabellen
  • Puderzucker

Die Zubereitung

  • Die Mirabellen putzen, trocknen, halbieren und entkernen.
  • Den Backofen bei 180 °C Umluft vorheizen.
  • In einer großen Schüssel, die sanft geschmolzene Butter mit dem Zucker schäumig schlagen.
  • Die Eier mit der Butter-Zucker-Mischung rühren.
  • Mehl, gemahlene Mandeln und Backpulver in der Schüssel zu einem Teig rühren.
  • Zuerst Buttermilch hinein rühren, dann Schnaps.
  • Der Teig ist am Ende nicht sehr fest. Nicht so flüssig wie für Crêpes, aber er fällt schnell vom Schneebesen zurück in die Schüssel.
  • Ein Backblech mit Backpapier belegen.
  • Den Teig auf dem Backpapier glatt streichen.
  • Die Mirabellenhälften auf dem Teig verteilen.
  • Den Kuchen 40 Minuten bei 180 °C im Backofen backen lassen.
  • Kuchen raus nehmen, abkühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen.

Nährwertangaben

pro Stück fürs Rezept
Energie (kcal) 356,8 4282
Eiweiß (g) 5,8 69,3
Kohlenhydrate (g) 40,2 482,4
davon Zucker (g) 25,1 301,1
Fett (g) 17,8 213
Ballaststoffe (g) 2,1 24,6

Ich finde die Kalorienanzahl pro Stück heftig. Eventuell könnte man nur 100 g Butter nehmen und dafür so Pi mal Daum insgesamt 200 mL Buttermilch benutzen, um den Verlust an Flüssigkeit zu kompensieren. Der Teig schmeckt auch recht süß, obwohl ich die Zuckermenge aus dem ursprünglichen Rezept halbiert habe. Meiner Meinung nach reichen 100 g locker.

Im Nahhinein… Andererseits sind die Stücke ganz schön groß. Halbiert man sie, ist es schon nicht mehr so schlimm. Das Rezept ist dann eher für 24 Stücke.

Spargel-Orangensalat

Diesen Salat habe ich mir ausgedacht, um den Rest Spargel vom Risotto mit Spargelduo aufzubrauchen. Daher sind die Mengenangaben nicht so genau. Die Idee, Spargel mit Orange zu kombinieren, ist mir einfach so auf dem Markt in den Kopf gekommen, aber ich habe sie mir bestimmt irgendwo aufgeschnappt. Ich komme ja nicht aus einer Gegend, wo weißer Spargel so vergöttlicht wird wie in Deutschland. Eigentlich kannte ich aus meiner Provence nur die wilde, dünne, grüne Sorte aus dem Garten, die man hier als Kraut bezeichnen würde und aus der wir Omelette gemacht hatten. Ich habe gestaunt, das erste Mal, dass ich den dicken weißen Spargel gesehen habe. Ich kann mich nur nicht mehr erinnern, ob und wo ich diese Idee von Spargel mit Orange gelesen haben könnte. Egal. Lecker war’s.

Die Zutaten (für 2 Personen als kleine Vorspeise)

  • 1 mittelgroße Orange
  • 1 Bund minus 8 Stangen grüner Spargel
  • 1 Bund minus 4 Stangen weißer Spargel
  • 1 Schalotte
  • 1 gute Handvoll ganze Haselnüße
  • 1 Esslöffel Sonnenblumenkernöl
  • 2 Esslöffel von einem fruchtigen Essig (ich: selbstgemachter Heidelbeeressig vom letzten Sommer)
  • 2 Stangen glatter Petersilie
  • Salz

Die Zubereitung

  • In einer kleinen Salatschüssel, die Vinaigrette vorbereiten: Essig, Öl, Salz und die fein geschnittene Schalotte zusammen rühren.
  • Den Spargel waschen, schälen (weiß: über die ganze Länge, grün: den unteren Drittel), das harte Ende abschneiden und in mundgerechten Stücke schneiden. Beim grünen Spargel den Kopf länger schneiden und vollständig lassen.
  • In einem kleinen Topf, ein halbes Liter Salzwasser zum kochen bringen und die Spargelstücke ohne die grünen Köpfe drin zehn Minuten bei schwacher Hitze kochen. Abtropfen und abkühlen lassen.
  • Die Haselnüße mit einem scharfen Messer halbieren und in einer Pfanne ohne Fett so anrösten, dass die dünne braune Schale sich danach von selbst löst. Abkühlen lassen.
  • In der Pfanne, die Köpfe vom grünen Spargel mit Sonnenblumenkernöl scharf anbraten.
  • Die Orange schälen, die Filetstückchen halbieren und zur Vinaigrette geben.
  • Alle andere abgekühlte Zutaten zum Salat geben und mit den grob geschnittenen Petersilienblättern gut rühren.

Nährwertangaben

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 233 466
Eiweiß (g) 6,5 12,9
Kohlenhydrate (g) 16,2 32,3
davon Zucker (g) 13,5 27
Fett (g) 14,2 28,3
Ballaststoffe (g) 6,7 13,3

Risotto mit Spargelduo

Die Zutaten (für 4 hungrige Personen)

  • 300 g Reis (runde Körner)
  • 1 Esslöffel Butter
  • 2 Schalotten
  • 1 Glas Weißwein, trocken
  • Gemüsebrühe
  • Grüner Spargel, 8 Stangen
  • Weißer Spargel, 4 Stangen
  • Glatte Petersilie, fein gehackt
  • Parmesan, gerieben

Die Zubereitung

  • Den Spargel waschen, schälen (weiß: über die ganze Länge, grün: den unteren Drittel), das harte Ende abschneiden und in mundgerechten Stücke schneiden.
  • In einem kleinen Topf, ein halbes Liter Salzwasser zum kochen bringen und die Spargelstücke drin zehn Minuten bei schwacher Hitze kochen.
  • In einer hohen Pfanne, die Butter schmelzen lassen und die klein geschnittenen Schalotten drin glasig dünsten.
  • Reis in die Pfanne hinzufügen und gut umrühren.
  • Weißwein zum Reis gießen und umrühren, bis die Flüssigkeit aufgekocht ist.
  • Nach und nach die Gemüsebrühe zum Reis geben und dabei ständig umrühren. Es soll immer ganz wenig Flüssigkeit vorhanden sein, um die Stärke aus dem Reis herauszuholen. Das führt dazu, dass am Ende der Risotto sämig wird.
  • Wenn der Reis gar ist, Spargelstücke, Parmesan und Petersilie runter mischen.
  • Auf Tellern anrichten und mit Parmesan und Petersilie bestreuen.

Nährwertangaben

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 402,5 1610
Eiweiß (g) 11,5 45,9
Kohlenhydrate (g) 58,1 232,3
davon Zucker (g) 1,8 7
Fett (g) 10,7 42,7
Ballaststoffe (g) 2,9 11,6

Osterkranz mit Schokolade

Meine Oma hatte uns für Ostern immer eine Art Kranzgebäck aus sandigem Teig gemacht, leicht salzig. Halb im Teig versunken gab es echte hart gekochte Eier mit Schale. Wie das Gebäck hieß, weiß ich nicht. Meine Eltern auch nicht. Es sah ein bisschen wie dieser geflochtene Osterkranz aus, außer, dass es kein Hefeteig war. Vielleicht war es eine Art Neapolitanisches Osterbrot, was gut möglich wäre, da sie mit meinem Opa Italienisch geredet hatte. Ich kann mich aber nicht erinnern, dass es nach Parmesan schmeckte, oder dass Wurst enthalten war. Ich hoffe, ich finde es irgendwann heraus, und dann backe ich es nach.

Für diesen Osterkranz habe ich gegoogelt. Mein Rezept ist leicht abgewandt, da keine frische Hefe zu Hause vorhanden war. Schokoladenpaste hatte ich auch zu wenig, deshalb kommt Kirschkonfitüre drin. Die Schoko-Eier und Mandelblätter habe ich mir ausgedacht. Das Ergebnis hat uns angenehm überrascht. Der Kuchen ist schön fluffig und hält sich bis drei Tage (länger wirkt er nicht mehr so frisch). Die Portionen, die aus der Deko suggeriert werden, sind viel zu groß. Mit dem Rezept kann man locker zwanzig Portionen machen.

 

Die Zutaten

  • 500 g Weizenmehl
  • 75 g Zucker
  • 1 Päckchen Hefe
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • 320 mL Milch
  • 1 Ei
  • 75 g Butter (ich habe Salzbutter benutzt), in kleinen Stücken bei Raumtemperatur
  • Dunkle Schokoladenpaste mit Chili
  • Kirschkonfitüre
  • 1 Eigelb
  • Mandelblätter
  • Kleine Schoko-Eier

Die Zubereitung

  • In einer großen Schüssel, Hefe, Backpulver, Zucker, Milch und Salz zusammen rühren.
  • Ein ganzes Ei, das Mehl und die Butter hinzufügen und zu einem glatten Teig verarbeiten.
  • Den Teig bedeckt eine Stunde ruhen lassen.
  • Backofen bei 180 °C vorheizen.
  • Arbeitsfläche bemehlen und den Teig drauf mit einem Nudelholz flach und rechteckig ausrollen. Die Länge soll etwa doppelt so groß wie die Breite sein.
  • Die Schokoladenpaste und die Kirschkonfitüre alternierend mit einem Pinsel auf dem Teig verteilen. Die einzelnen Striche sollen entlang der ganzen Länge laufen. Bei der Konfitüre sollte man sparsam sein, da sie sich danach beim zusammenrollen weg drücken lässt.
  • Den Teig nun vorsichtig senkrecht zur Breite zusammen rollen (siehe Video-Anleitung im ursprünglichen Rezept).
  • Beide Ende der Rolle weg schneiden, da sich drin weniger Füllung befindet.
  • Ein Backblech mit Backpapier bedecken und die Rolle drauf zu einem Kranz biegen.
  • Mit einem scharfen Messer, tiefe Einschnitte radial im Kranz machen.
  • Den Kranz mit dem Eigelb pinseln.
  • Mit Schoko-Eiern und Mandelblättern dekorieren und 20 Minuten backen lassen (bei den 30 Minuten aus der Anleitung wäre mein Kranz gebrannt, was vielleicht daran liegt, dass ich vergessen hatte, den Ofen vom Schnell-Aufheizen-Modus zum Umluft-Modus umzustellen).

Nährwertangaben

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 175 3500
Eiweiß (g) 4,1 81,6
Kohlenhydrate (g) 25,6 512,6
davon Zucker (g) 5,4 108,5
Fett (g) 6 119,6
Ballaststoffe (g) 0,7 14,4

Hähnchen mit karamellisierter Zwiebel und Kardamom-Reis

Aus dem sehr empfehlenswerten Buch Jerusalem von Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi, mit Variationen. Denn ganze Kardamom-Schoten hatte ich nicht. Die Zutatenliste hatten wir überflogen, und Kardamom-Samen hatten wir schon. Ich zermahle gerne ab und zu ein paar Samen, um sie bei der Kaffeezubereitung dem frisch gemahlenen Kaffee hinzuzufügen. Statt Kardamom-Schoten mit dem Reis zu kochen, kann man die gemahlenen Samen im Joghurt rühren, habe ich mir gedacht. Berberitzen hatte ich auch nicht, es war das erste Mal, dass ich von denen überhaupt hörte. Die konnte der Ehemann gestern nicht finden. Stattdessen hat er uns eine Granatapfel mitgebracht.

Die Zutaten (für 2 Personen)

  • 1/3 der Kerne einer Granatapfel
  • 5 Esslöffel Olivenöl
  • 1 etwas größere Zwiebel
  • 2 Hähnchenkeulen
  • 10 Kardamom-Samen
  • 2 Nelken
  • 1 Zimtstange, in die Länge gebrochen
  • 150 g Reis (bei uns, eine Mischung aus Basmati und Wildreis)
  • 1/2 Liter kochendes Wasser
  • 5 g glatter Petersilie
  • 5 g Koriander
  • 1 Becher Joghurt (Bulgara)
  • Salz
  • Schwarzer Pfeffer

Die Zubereitung

  • Die Zwiebel halbieren und in feine Ringe schneiden.
  • In einer hohen Pfanne, zwei Esslöffel Olivenöl erhitzen.
  • Die Zwiebel drin zugedeckt eine Viertelstunde karamellisieren lassen, mit gelegentlichem Umrühren.
  • Die Hänchenkeulen mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer einreiben. Beiseite auf einem Teller stellen.
  • Zwiebel beiseite in einer kleinen Schüssel stellen.
  • In der noch warmen Pfanne, zwei weitere Esslöffel Olivenöl mit der Zimtstange und den Nelken kurz erhitzen.
  • Die Hähnchenkeulen fünf Minuten auf beiden Seiten im Öl scharf anbraten und wieder auf dem Teller beiseite stellen.
  • Den Reis in die Pfanne mit einem Teelöffel Salz, viel Pfeffer, den Granatapfelkernen und karamellisierten Zwiebelringen rühren.
  • Die Hähnchenkeulen auf dem Reis setzen und das kochende Wasser drüber gießen.
  • Bei sehr schwacher Hitze eine halbe Stunde zugedeckt köcheln lassen, dann ein sauberes Tuch zwischen Pfanne und Deckel stecken und weitere zehn Minuten köcheln lassen.
  • Petersilie und Koriander fein schneiden und kurz vor dem Servieren in die Pfanne mit einer Gabel rühren.
  • Kardamom-Samen zermahlen.
  • Joghurt in einer Schüssel mit einem Esslöffel Olivenöl und dem Kardamom rühren.
  • Gericht auf dem Teller mit dem Joghurt anrichten.

Nährwertangaben

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 972 1944
Eiweiß (g) 46,8 93,6
Kohlenhydrate (g) 67 134
davon Zucker (g) 9,8 19,6
Fett (g) 44,4 88,8
Ballaststoffe (g) 3,1 6,2

Es ist ganz schön viel. Man könnte sicherlich 86 kcal und 96 g Fett pro Person sparen, indem man nur ein Esslöffel Olivenöl beim Reis und gar kein Öl im Joghurt benutzt (meine Esslöffeln liefern ziemlich genau 10 g Öl, statt die 15 g die fddb sonst pro Esslöffel rechnet). Geschmacklich würde es nicht schaden, denke ich.

Pastinaken-Möhren-Bällchen mit Mangold

Pastinake-Möhren-BällchenManchmal gibt es Tage, wo ich mir direkt nach dem Aufstehen Rezepte ausdenke, die ich unbedingt sofort ausprobieren will. Das passiert nicht häufig, aber das passiert. Wie gestern. Auslöser war eine Diskussion letzte Woche mit einer veganen Kollegin, bei der über Mangold geschwärmt wurde. Ich liebe Mangold. Komisch, dass es in meiner Rezeptsammlung noch nicht erwähnt wurde. Mangold habe ich auch schon statt Champignons in einer Variante dieser veganen Pfanne eingesetzt. Und Pastinake! Wie ich auf Pastinaken stehe! Allein der Geruch, der auf den Händen bleibt, wenn man schon längst mit dem Schnibbeln fertig ist… Ob man Pastinake und Mangold in einem Gericht kombinieren kann? Klar. Daher die frittierten Pastinaken-Möhren-Bällchen, mit Mangold als Beilage.

Der Ehemann schlief noch ganz fest, als ich mich kurz vor neun auf dem Weg zum Wochenmarkt in Zehlendorf gemacht habe. Der Markt öffnet erst ab 09:00. So spät! In meinem Heimatdorf sind die Stände schon um 07:00 aufgebaut. Ich musste mich also zu Hause in Geduld üben, bis ich raus gehen konnte. Es war auf dem Markt um die Uhrzeit angenehm, nicht so viele Leute waren unterwegs. Vielleicht lag es auch daran, dass es seit dem frühen Morgen ununterbrochen geregnet hat. Um die Mittagszeit ist es sonst auf dem Markt für mich die Hölle. Kann man verstehen. Dort gibt es viele leckere Stände, Crêpes von einer echten Französin, saussisson sec, auch von einem Franzosen (glaube ich, der spricht jedenfalls akzentfrei), der noch so herrlich mit seiner Gitarre Stimmung bringt und mit seinen Nachbarn lauthals singt, wenn gerade keine Kunden da sind. Und die zwei Mädels, die so viele leckere orientalische Köstlichkeiten anbieten… Aber was erzähle ich so lange, einfach ein Blick in die Webseite werfen!

Und jetzt, zu den Pastinake-Möhren-Bällchen mit Mangold. Ich bin es naiv angegangen und habe gar nicht überlegt, dass die Bällchen, die man gerade geformt hat und ins heiße Öl schmeißt, noch klebrig sind und am Boden vom Topf haften. Viel Spaß beim raus fischen, sag ich nur. Ich habe bei der nächsten Ladung die Bällchen kleiner gemacht und zuerst in einem Esslöffel im heißen Öl gehalten und kurz frittiert, bevor ich sie los gelassen habe. Im Nachhinein hätte ich natürlich die Bällchen in Paniermehl wälzen sollen, das hätte die Zubereitung viel einfacher gemacht.

Die Zutaten (für 4 Portionen)

  • 1 Mangold
  • Kokosfett (30 g)
  • 1 Esslöffel Sesamöl
  • 2 große Pastinaken
  • 2 mittelgroße Möhren
  • etwa 15 Blätter glatter Petersilie
  • 1/3 Müsli-Schale Hirse
  • 4 Esslöffel Mehl
  • Wasser
  • Salz
  • Etwa 1 Liter Sonnenblumenöl zum Frittieren oder weniger, je nachdem, wie breit der Topf zum Frittieren ist. Natürlich würde sich eine Fritteuse am besten eignen. Ich habe keine.

Die Zubereitung

  • Pastinaken und Möhren schälen und in Stücke schneiden.
  • In einem Topf, die Pastinaken und Möhren mit Wasser bedecken und so lange kochen, bis sie weich genug zum Stampfen sind.
  • In der Zwischenzeit, die Mangoldblätter waschen und in mundgerechte Stücke schneiden. Beiseite stellen.
  • Hirse in der Schale reichlich salzen und mit Wasser bedecken. Mit einem kleinen Teller als Deckel obendrauf drei Minuten bei maximaler Leitung in der Mikrowelle heizen, dann warten und nicht anfassen, es wird super heiß, und wenn es abgekühlt ist, nochmal eine Minute heizen. Stehen lassen, bis es eingesetzt wird.
  • Die Pastinaken und Möhren mit seinem Schaumlöffel aus dem Topf heraus holen, gut abtropfen und in eine große Schüssel zusammen stampfen. Ein bisschen Kochwasser beiseite stellen, den Rest weg kippen.
  • Die Petersilienblätter mit einem scharfen Messen fein schneiden und mit Salz mit dem Püree mischen.
  • Hirse hinzufügen und gut rühren. Ich habe das Mehl nach und nach noch dazu gegeben, weil mir die Masse noch zu feucht vorkam, um zusammen haltende Bällchen daraus zu machen.
  • Frittieröl in einem kleinen Topf erhitzen (bei mir: Stufe 8 von 12 auf der Kochplatte war gut).
  • Die Bällchen in der Hand formieren, eventuell in Paniermehl wälzen (wird aber nicht in den Nährwertangaben berücksichtigt, da ich kein Paniermehl verwendet habe) und nach und nach im heißen Öl frittieren. Ich habe Ladungen von sechs kleinen Bällchen auf einmal gemacht. Die fertig frittierte Bällchen mit dem Schaumlöffel heraus holen und in einer Schüssel mit Küchenpapier abtropfen lassen. Das dauert lange! Eine gute Stunde kann man alleine beim Frittieren vor dem Herd stehen.
  • Wenn die Hälfte der Masse für die Bällchen aufgebraucht ist, kann man parallel den Mangold kochen.
    • In einer großen, hohen Pfanne, Kokosfett und Sesamöl leicht erhitzen.
    • Die Mangoldstücke drin tun, mit ein bisschen Kochwasser vom Wurzelgemüse rühren, leicht salzen und bei schwacher Hitze bedeckt kochen lassen.
  • Die Bällchen mit dem Mangold als Beilage auf dem Teller servieren.

Nährwertangaben

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 366,5 1466
Eiweiß (g) 7,9 31,7
Kohlenhydrate (g) 35,9 143,6
davon Zucker (g) 4,2 16,9
Fett (g) 19 76,1
Ballaststoffe (g) 8,2 32,6

 

Pilzsuppe

Da freut man sich, dass es draußen kälter wird!

Die Zutaten (für 4 Portionen)

  • 20 g Butter
  • 1/2 Zwiebel
  • 100 g Kräuterseitlinge
  • 100 g Austernpilze
  • 2 kleine Kartoffeln
  • 125 mL Sahne zum Kochen (15% Fett)
  • 2 Teelöffel Grobsalz
  • 1/2 Teelöffel Muskatnuß (gerieben)
  • Krauser Petersilie

Die Zubereitung

  • Die Zwiebel, die Pilze und die Kartoffeln grob schneiden.
  • In einem Topf, die Butter zum Schmelzen bringen.
  • Zwiebel, Pilze und Kartoffeln in den Topf werfen und fünf Minuten unter gelegentlichem Rühren scharf anbraten.
  • Mit Wasser bedecken und eine halbe Stunde bei schwacher Hitze zugedeckt köcheln lassen.
  • Mit einem Stabmixer, die Suppe fein pürieren.
  • Mit Salz und Muskatnuß würzen, Sahne dazu gießen und weitere fünf Minuten köcheln lassen.
  • Servieren und mit Petersilie dekorieren.

Nährwertangaben

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 141 564
Eiweiß (g) 3,6 14,4
Kohlenhydrate (g) 10,8 43
davon Zucker (g) 1,7 6,8
Fett (g) 9 35,8
Ballaststoffe (g) 2,6 10,4

Süßkartoffeln im Backofen mit Quark-Limette-Sauce

Die Zutaten (für 2 Personen)

  • 2 nicht zu großen Süßkartoffeln
  • Olivenöl
  • Grobkörniges Salz
  • 4 Esslöffel Magerquark
  • Saft einer Limette
  • 1 Teelöffel Honig
  • 1/2 rote Zwiebel
  • 1/2 Bund Schnittlauch
  • 1/2 Espressolöffel Chilipulver

Die Zubereitung

  • Süßkartoffeln backen:
    • Backofen bei 180 °C vorheizen.
    • Die Süßkartoffeln gründlich waschen und abtrocknen.
    • Jede Süßkartoffel mit einem Messer der Länge nach tief einschneiden (aber nicht komplett halbieren!).
    • Zwei große Stücke Alu-Folie ausbreiten.
    • Die Süßkartoffeln in Olivenöl einreiben und mit Salz und Pfeffer rundherum würzen.
    • Süßkartoffeln getrennt in Alu-Folie einwickeln und eine gute Stunde im Backofen backen lassen. Die Süßkartoffeln müssen nach der Backzeit weich und leicht zu schneiden sein.
  • Quark-Limette-Sauce vorbereiten:
    • In einer mittelgroßen Schüssel, den Quark mit dem Limettensaft und dem Honig rühren.
    • Zwiebel und Schnittlauch ganz fein schneiden und hinzufügen.
    • Mit Salz und Chilipulver nach Geschmack würzen.
    • Bis zum Ende der Backzeit der Süßkartoffeln ziehen lassen und nochmal kurz rühren.
  • Süßkartoffeln nach der Backzeit aus den Alu-Folien raus nehmen, auf Teller anrichten und mit Quark-Limette-Sauce gießen.

Mit angeröstetem Sesam würde es bestimmt auch gut schmecken.

Nährwertangaben

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 270 540
Eiweiß (g) 15,1 30,2
Kohlenhydrate (g) 42,5 85
davon Zucker (g) 15,2 30,4
Fett (g) 5 10
Ballaststoffe (g) 6,1 12,2

Basilikum-Pesto

Die Zutaten (für zwei Personen)

  • Ganz viele Basilikum-Blätter (um die 150 muss ich aus unserem Basilikum gepflückt haben)
  • 1 frische Knoblauchzehe
  • 30 g Parmesan
  • 1 gut gefüllter Esslöffel Ricotta
  • 1 Handvoll Pinienkerne
  • 2 Prisen Salz (grob)
  • 2 Esslöffel Olivenöl

Die Zubereitung

  • Die Basilikum-Blätter waschen und sorgfältig mit einem Tuch abtrocknen. Das hat bei mir am längsten gedauert.
  • In einer Pfanne ohne Fett, die Pinienkerne braun rösten und beiseite stellen.
  • Den Parmesan reiben.
  • In einem hohen Becher, alle Zutaten zusammen mit dem Stabmixer pürieren.

Nährwertangaben

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 265 530
Eiweiß (g) 9,3 18,5
Kohlenhydrate (g) 4,2 8,4
davon Zucker (g) 1,8 3,5
Fett (g) 23,2 46,4
Ballaststoffe (g) 0,6 1,1