Die neuen Nachbarn

Eine Ringeltaubenfamilie hat sich in der Zypresse vor dem Haus niedergelassen.

Ständig ist die Taube hin und her geflogen und hat Äste nach Hause gebracht. Bevor sie auf die Suche weg fliegt, schaut sie immer rechts und links, ob die Luft frei ist.

Alleine ist sie nicht. Obwohl es keinen Wind gab, hat der Baum ab und zu gezittert, während sie unterwegs war.

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Bachstelze

Heute in der Mittagspause auf dem Rückweg vom Markt gesichtet.

Die Bachstelze hält sich gerne in der Nähe von Gewässern, sagt der NABU. Dieses Männchen habe ich auf der Wiese zwischen Feld und Bahnhof entdeckt. Der nächste See liegt anderthalb Kilometer in Fluglinie entfernt.

Ich habe mich hinter einem Busch versteckt und den Vogel beim hin und her flitzen am Boden beobachtet. Es folgen unscharfe Aufnahmen aus meiner Kompaktkamera.

Die Wiese wirkt ganz schön ausgetrocknet. Man merkt, dass es an Regen fehlt.

Ich frage mich, wie es den Zugvögeln in der Ukraine zur Zeit geht. Merken sie überhaupt irgendwas, wenn sie nicht zu den Städten zurück fliegen, die jetzt in Schutt und Asche liegen?

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Nach dem Regen

Das Erste, was ich heute Morgen gesehen habe, war die äußerliche Fensterbank vom Wohnzimmer auf der Norst-Ost-Seite, als ich die Rollladen hoch gezogen habe. Dort kriegen wir in der Regel am wenigsten Wasser an den Scheiben, wenn es regnet. Die sonst weiße Fensterbank war heute ganz rot. Auf dem Balkon hat auch eine rote Schicht alles bedeckt. Der Saharastaub, der gestern für eine surreale Stimmung sorgte, liegt überall. Auf den Fliesen sieht man ganz schön die Trennlinie, ab der der Dach über der Küche den Boden nicht mehr schützt. An den Fensterscheiben ohne Rollladen hängt viel Sand. Vor allem an den schrägen Dachfenstern auf der Etage.

Ich warte mal ab, bevor ich alles putze. Die Wolken sehen heute noch nicht ganz frei vom Sand aus, auch wenn es längst nicht mehr so spektakulär wie gestern wirkt.

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Gestern am Starnberger See

Gestern waren wir zum ersten Mal seit langem wieder auf dem Starnberger Wochenmarkt. Einiges hat sich geändert. Unser Stamm-Gemüsestand ist verschwunden. Die Betreiber sind in Rente gegangen.

Natürlich gibt es keinen Marktbesuch in Starnberg ohne Frühstück auf den Bänken der Seepromenade. Wir haben uns Gebäck bei der französischen Bäckerei geholt. Es waren andere, unbekannte Leute hinter der Theke. Der Franzose war nicht da. Schade. Ich fand es immer nett, mit ihm in der Muttersprache zu plaudern.

Eindimensionaler Möwen-Quasikristall am Anlegesteg.

Die Möwen waren gestern sehr aufgeregt. Als ich ankam, während der Ehemann Cappuccini holte, war ein Streit im Gange. Möwengeschrei zum taub werden. Es ging darum, wer auf der Promenade vor den sitzenden Seebesuchern paradieren durfte. Nur die Möwe unten rechts, die alle anderen Möwen weg gejagt hat. Als der Ehemann zu mir kam, ist sie scheinbar uninteressiert aber doch zielstrebig in unsere Richtung gegangen. Vergeblich. Ich habe meine Brioche für mich behalten und im Cappuccino eingeweicht aufgegessen.

Nach der Stärkung habe ich mich direkt ans Wasser am Boden hingesessen, um Fotos zu machen. Ich musste dafür ganz viele Steinsplitter gegen Glätte weg fegen. Einen habe ich übersehen, wie ich schmerzhaft merken musste, als ich mich mit der Hand am Boden stützte. Ohne Handschuh. Unglaublich, wie scharf die Dinger sind. Ich muss jetzt einen breiten Pflaster auf der Handfläche tragen, sonst kann ich nichts anfassen. Natürlich, als Rechtshändige betrifft es die rechte Hand.

Kleine Fotoauswahl.

Es war ein schöner, frühlingshafter Vormittag, obwohl recht kalt.

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Jahresrückblick in Bildern

2021 war ein beschissenes Jahr. Ich kann nur hoffen, dass 2022 besser wird.

Januar war in Ordnung, wobei der Ehemann fast jedes Wochenende nach Berlin musste, um sich um den Nachlass von seinem Vater zu kümmern. Februar ist mein Bruder gestorben. Und zum Schluss habe ich mir Corona geholt, mein Vater versucht uns einen Teil vom Erbe meines Bruders zu klauen, und das Paket, dass ich zu meiner Mami vor Weihnachten geschickt hatte, ist bei UPS[1] spurlos verschwunden.

Zur Ablenkung bin ich durch mein Fotoarchiv gegangen und habe mir zwölf Lieblingsbilder des Jahres ausgesucht – ein pro Monat. Einige waren noch nicht veröffentlicht.

16.01. Süße Fußstapfen im Schnee, Starnberg, am Seeufer. 28.02. Mandelblüten, viel zu früh, bei meiner Mami. Eine Mittagspause. 13.03. Kirschblüten, auch viel zu früh, bei meinem Bruder.
14.04. Käsekuchen mit Himbeeren. 09.05. Badewiese am Starnberger See. 06.06. Beerensalat mit Basilikum.
24.07. Versehentliche Collage aus Bonbons. 21.08. Faulbaum-Bläulinge, bei einer Wanderung im Rofan fotografiert. 10.09. Erster Urlaubstag in Haigerloch. Vom Schloss aus fotografiert.
23.10. Sonne durch einen Baum am Schlossmuseum Murnau. 21.11. Luftballonfahrt mit dem Ehemann. 08.12. Wunderschöner Sonnenaufgang.

[1] Trotz Namensnennung ist dies keine unbezahlte Werbung für UPS, ich bin so was von sauer auf die. Der Ehemann meint, der Stress und der Schlafmangel, den ich dadurch bekommen habe, sind vielleicht der Grund, warum ich an Corona erkrankt habe und er nicht.

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Hütte – Projekt „Wöchentliche Fotochallenge“ #39 von Roland Royusch

Ich mache zum ersten Mal bei der Fotochallenge mit. Diese Woche geht es um den Begriff „Hütte“. Ich habe durch meine Sammlung gesucht und wurde fündig.

Das Foto ist vor dreieinhalb Jahren während eines Spaziergangs in Herrsching am Ammersee entstanden. Die Hütte steht im Wasser an der Seepromenade. Schutz vor der Kälte findet man drin vielleicht nicht, ich vermute, die hintere Wand fehlt und der Boden ist nicht durchgängig, um das Ein- und Aussteigen aus einem Boot zu ermöglichen. Auf Google Maps[1] sieht man die Hütte aus einer anderen Perspektive.

Es war ein kalter, nebeliger Wintermorgen. Ich war damals gerade für den neuen Job in die Gegend umgezogen und der Ehemann hatte mich zum Wochenende besucht. Daher der Ausflug, anstatt bei dem Wetter schön kuschelig warm zu Hause zu bleiben. Na ja. So kuschelig war das neue Zuhause damals nicht, die ganzen Möbel waren noch beim Ehemann in Berlin.

[1] Unbezahlte Werbung, da Namensnennung und Verlinkung.

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