Verschneiter Adventssonntag

Ich bleibe sowieso zu Hause und bastle meine Weihnachtsgeschenke fertig. Bin ich froh, wenn es vorbei ist! Ich komme kaum noch zu etwas anderem.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

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Was treiben sie denn hier?

Wespen haben einen von unseren Nadelbäumen auf dem Balkon erobert[1]. Von der Küche aus konnte ich weitaus mehr Wespen beobachten, es war mir unheimlich, so nah dran zu kommen, um sie mit dem Handy zu fotografieren. Ich frage mich, was hier so interessant sein soll, und warum sie die anderen Nadelbäume links und rechts herum nicht mal anrühren.

Wespen mitten im November…

[1] Die Bäume haben wir von den Vermietern geerbt.


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Das Wochenende in Bildern

Das Wochenende hat mit einem Besuch beim Pasinger Viktualienmarkt angefangen, wie inzwischen jedes Wochenende. Zuerst ein leckeres Frühstück bei Banandi’s Deli. Fantastisch leckere Brotscheiben mit Avocado-Frischkäse-Aufstrich, ein Traum, der Tag kann kaum besser anfangen. Gefrühstückt haben wir draußen. Frisch und regnerisch, aber die Terrasse ist überdacht.

Nach dem Einkauf sind wir zurück nach Hause gefahren. Mit der S-Bahn, und ich habe mich darüber geärgert, dass es schön wieder am Wochenende Fahrplanänderungen wegen Bauarbeiten gibt. Die Stammstrecke war teilweise gesperrt. Zu Hause merkt man in den Abfahrzeiten keinen Unterschied, aber in Pasing fahren die Züge fünf Minuten früher als sonst (und von einem anderen Gleis aus), weil sie direkt danach in Westkreuz aus irgendeinem schleierhaften Grund fünf Minuten stehen bleiben. Sprich: Wir haben die S8 am Gleis weg fahren gesehen und durften ganze fünfundzwanzig Minuten auf die nächste S8 warten, weil die mit fünf Minuten Verspätung angekommen ist. Dieses eine Mal wo wir ausnahmsweise S-Bahn statt Auto zum Markt gefahren sind, weil es für die Strecke „zeitlich nichts bringt“, Auto zu fahren! Wir vergeuden viel zu viel Zeit im ÖPNV.

Das Wetter war den ganzen Tag sehr naß und wir sind zu Hause geblieben. Ich habe gebacken.

Heute bin ich viel zu früh aufgewacht. Kurz nach sechs. Ich habe mich am Rechner beschäftigt, bis der Ehemann aufgestanden ist. Das Frühstück war klasse, da wir gestern noch kurz beim orientalischen Pasinger Frischemarkt waren, und ich Rosenkonfitüre gekauft habe. In Berlin hatte ich vergeblich danach gesucht und ich war gestern überglücklich, welche gefunden zu haben. Auf Fladenbrot mit Salzbutter, hmm…

Da es immer noch geregnet hat, bin ich zurück zum Rechner gegangen. Ich habe mich in letzter Zeit mit vielen Online-Kursen beschäftigt. Unter anderen habe ich mir jetzt dank openHPI Kenntnisse in der Programmiersprache Ruby angeeignet. Ruby ist… Komisch. Man kann ganz schnell und kompakt Code schreiben, wofür man in anderen Sprachen mehrere Zeilen benötigen würde, aber die Denkweise liegt mir nicht. Meine Lieblingssprache wird es nicht. Ich habe heute die letzten Abschlußprüfungen geschrieben.

Nachmittags ist mir die Decke auf den Kopf gefallen. Obwohl es immer noch kalt und regnerisch war, bin ich für einen Spaziergang raus gegangen, während der Ehemann seine Unterlagen für unseren Steuerberater zusammen suchen musste. In Richtung Sankt Gilgen, an Feldern vorbei… Die Bauarbeiten an der Kreuzung am Bahnhof Neugilching dauern seit mindestens vier Monaten, und ich sehe seitdem überhaupt keinen Fortschritt. Der Ehemann ist der Meinung, dass viele Baustellen in der Gegend nicht voran kommen, weil es an Geld fehlt.

Den Spaziergang habe ich kurz gehalten, da ich feststellen musste, dass meine Regenjacke dringend neu imprägniert werden muss, und meine Hose schnell durchnässt und eisig wurde. Eigentlich hatte ich mir im Sommer einen Regenponcho für das Freiluftkino besorgt, warum bin ich nicht auf die Idee gekommen, ihn anzuziehen?

Abends habe ich wieder gekocht. Die Pastinaken-Suppe (ohne Speck), mit ein bisschen vom Schinken-Karotten-Cake von gestern. Beim Pürieren von der Suppe ist mir eine kochende Blase in dem Topf hochgekommen und hat so an der Oberfläche explodiert, dass ein Tropf auf meinem Daum gelandet ist. Das hat sau weh getan, und tut es immer noch. Jetzt habe ich eine dicke Blase.


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In Marseille — Le Panier

Mit Marseille bin ich immer noch nicht befreundet. Die Stadt ist dreckig und stinkt. Überall dicke Hundehaufen und Uringestank. Alte, heruntergekommene Gebäude. Autofahrer, die ohne Rücksicht auf Fußgänger am Hafen rasen, selbst wenn sie eigentlich rot haben. Wen interessiert’s? Die Fußgänger gehen nicht auf Grün los, sondern schauen erstmal um sich um und warten, bis alle Autos durch sind, bevor sie sich auf der Straße trauen. Etwas Anderes wäre Selbstmord.

Dazu kommt die allgegenwärtige sexuelle Belästigung. In Marseille kann man als Frau einfach nirgendwo Ruhe haben. Das habe ich in meiner Jugend mit Freundinnen festgestellt und am Wochenende aus der Ferne leider wieder beobachtet. Frau sitzt auf einer Bank und liest, Jugendlicher setzt sich dicht neben ihr und belästigt sie derart, dass die Frau aufsteht und den Platz verlässt. Obwohl ein anderer, unbeteiligter Mann auf der anderen Seite der Bank saß. Nichts hat er unternommen. Unterlassene Hilfeleistung ist in Frankreich weit verbreitet.

Aber zurück zur Stadt selbst. Der Ehemann wollte vor unserer Abreise eine Nacht in Marseille verbringen. Ich war nicht begeistert. Wir haben ein Apéro am Hafen getrunken. Ich wollte danach zurück zum Hotel. Es wurde schon dunkel.

Anstatt am Hafen lang zu gehen, nehmen wir die Rue de la République. Ein Schild zeigt den Weg zum Panier. Ich habe keine Ahnung, worum es geht, und beschließe, dem Schild zu folgen. Erstmal Treppen hoch. Wir entdecken ein entzückendes Viertel. Immer noch dreckig und stinkend, aber mit interessanten Graffiti und vielen, besser als am Hafen aussehenden gastronomischen Lokalen. Wir essen eine Kleinigkeit am „Panier Marseillais“. Fisch-Tapas.

Am Sonntag gehen wir wieder hin, zu einem anderen Lokal. Essen kann man in dem Viertel toll. Leider, und man glaubt es nicht, wenn man es nicht selber erlebt, sind die engen Straßen nicht für den motorisierten Verkehr gesperrt. Oder die Anwohner pfeifen drauf. Mofas fahren dicht an uns vorbei, als wir am Tisch mitten auf der Straße sitzen und essen. Ich meine, die Terrasse vom Lokal beanspruchte schon die Hälfte der Gasse. Gegenüber standen zwei Frauen aus einem Laden und diskutierten. Und da lang fahren Leute mit Mofas durch. Völlig rücksichtslos.

Am Sonntagabend war unser Rückflug nach München geplant. Über Frankfurt. Tja. Wegen Unwetter wurde der Flug gestrichen. Unmut bei den Passagieren und Chaos am Flughafen, als wir nur hin und her geschickt wurden. Wir sind dadurch eine extra Nacht in Marseille geblieben. Diesmal haben wir in einem besseren Hotel geschlafen. Ich war vom Golden Tulip enttäuscht. Die Lage war lange nicht so toll wie auf den Bewertungen gepriesen. Nicht mal Margaritas konnte der Barman richtig machen. Der Radisson Blu hat mir viel besser gefallen. Wir konnten sogar im Außenpool am späten Abend schwimmen. Leider mussten wir am Montag um vier aufstehen, um unseren Flug von 06:20 nach München zu kriegen. Wenigstens sind wir direkt geflogen und konnten halbwegs pünktlich auf Arbeit erscheinen. Ich fühle mich immer noch müde davon.


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Vom Schloss Nymphenburg bis Pasing

Die Suche nach einem Geburtstagsgeschenk hat uns zur Flügels Spiel- & Holzwerkstatt geführt. Wir haben ein entzückendes Laden entdeckt, mit vielen Waren von Fagus. Wir wurden fündig. Es ist zwar teuer, aber man käuft schöne Spielzeuge für einen guten Zweck, und sie halten noch richtig lang. Der Wagen vom letzten Jahr hat in den Händen vom Neffe gut überlebt.

Der Laden liegt in der Nähe vom Schloss Nymphenburg. Das Wetter ist schön, also machen wir nach dem Einkauf einen Ausflug. Vor dem Schloss leben viele Schwäne, Blässhühner, Enten und Gänsen, die von den großen Wasserflächen profitieren, in denen sich das Schloss wunderschön reflektiert. Ein Schwan steht geduldig neben einer Teenie, während diese sich von ihrer Mutter mit ihm fotografieren lässt.

Auf der anderen Seite vom Schloss kommt man zum Park. Dort kann man die hundert Büsten von König Ludwig II. bewundern, der in dem Schloss die Welt erblickte, oder, wie die meisten Besucher es tun, Selfies mit den Büsten im Hintergrund machen. Heute geht’s ja nur noch um Selbstdarstellung.

Den ganzen Park besuchen wir nicht. Am Parterre mit den vielen Statuen entlang, wo man am Ende sich Gondolenfahrten buchen kann, dann biegen wir ab. Am Pagodenburger See gibt es einige Bänke im Schatten. Wir sitzen nicht sondern gehen weiter, über die Brücke. Auf dem Weg zur großen Kaskade sehe ich ein Reh, unter den Bäumen gut versteckt liegend. Es guckt in unsere Richtung. Ich mache kein Foto, um es nicht zu stören.

Die Wiesen sind voll mit Herbstzeitlosen bedeckt. Pilze sieht man auch gelegentlich. Der Herbst naht.

Wir gehen die ganze Strecke bis zu den Pasinger Arcaden zurück, wo das Auto geparkt ist. Wir waren ja vorher auf dem Pasinger Viktualienmarkt. Ich bewundere die bemalte Unterführung unter der S-Bahn Linie auf dem Weg zur Bärmannstraße.

Wir beenden den Spaziergang mit einem kühlen Getränk an der Pasinger Fabrik.


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Spaziergang am Biotop Stoawies’n

Gestern Nachmittag hatte ich Zeit. Ich hatte einen Termin mit Vodafone-Technikern zu Hause, weil ein Problem mit meiner Internet-Verbindung festgestellt wurde. Selber habe ich nichts bemerkt, aber scheinbar hatte ich nicht die Geschwindigkeit, die dem Tarif entspricht. Doch nicht so sorgenfrei, der Umzug. Ich musste den halben Tag dafür frei nehmen.

Der Termin war ab 16:00 und um 13:00 habe ich die Arbeit verlassen. Das Wetter war angenehm. Ich habe beschlossen, ein bisschen zu laufen. Bis zum Bahnhof Gräfelfing ist die Strecke schön, an Feldern vorbei. Letzte Woche wimmelte es dort nur von Mäusen, die gut getarnt aber nicht leise an den langen Blättern der Pflanzen geknabbert hatten. Gestern war das Feld geerntet und es war ganz still.

Nach den Feldern kommt man zum Biotop Stoawies’n:


Die ehemalige Erdbeerwiese mit steinreichem, nährstoffarmem Boden, wie der Name suggeriert, wurde vor einigen Jahren in ein Biotop für bedrohten Pflanzenarten umgewandelt. Dafür wurde der Boden noch nährstoffärmer gemacht, und Mähgut aus der Garchinger Heide und dem Schloss Nymphenburg wurde angesiedelt. Die neuen Bewohner bewundere ich seit längerer Zeit, seitdem ich ab und zu da lang spaziere. Gestern konnte ich einige Nahaufnahmen vom Weg aus mit dem Handy machen:

Eine besondere Überraschung ist an mir vorbei geflogen und hat lange genug an den nelkenartigen Blumen geschnuppert:


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