Das zerstörte Auto

Wir waren mit dem Ehemann in einem Flugzeug nach Nizza. Der Flugzeug war gelandet, hatte eine Runde gedreht, aber nicht gehalten, und schon bereitete es sich für seinen nächsten Flug nach China vor, ohne dass Passagiere ausgestiegen wären.

Ich habe mich lauthals beschwert, dass wir hier aussteigen müssen. Meine Sitznachbarin, die wie meine Schwester aussah, meinte, ich sollte schnell zur Pilotenkabine gehen und Bescheid sagen. Man müsste nur an die Tür einen bestimmten Code klopfen, »Toc — Toc Toc«, und dann würde man herein gelassen. Als sie dies sagte, ging die Tür zur Pilotenkabine tatsächlich auf. Allerdings nicht vorne, sondern links, wo eine Wendeltreppe zu sehen war[1]. Ich ergriff die Gelegenheit und ging sofort rauf zu den Piloten. Von oben aus konnte ich sehen, dass wir schon das Gelände vom Flughafen[2] verlassen hatten und auf der Straße rollten. Der Himmel war bedeckt. Als ich den Piloten erklärte, dass wir nur bis Nizza fliegen wollten, sagte einer, dass er dann unser Gepäck in fünfzig Minuten raus lassen würde. Ich wurde aus dem Flugzeug heraus gelassen, während der Ehemann noch drin saß. Ich schrieb ihm eine Nachricht, dass er in fünfzig Minuten aussteigen sollte. Er hatte sowieso sein Fahrrad am Flughafen angeschlossen und würde damit weiter fahren.

Ich war in einer großen Einkaufshalle und suchte den Weg zum Flughafen. So viel Zeit hatte ich nicht, um mein Gepäck abzuholen. Hoffentlich würde ich den Ehemann wieder finden. Hoch an einer Wand eines langen Flures sah ich einen Wegweiser zum Flughafen. Ich lief und erreichte eine unübersichtliche Halle, wo von hinter mir Leute aus einer riesigen Rolltreppe herunter kamen. »Wie komme ich zum Gepäck?«, habe ich verzweifelt gerufen. Eine Frau rechts von mir sagte, vorne links durch die große Tür. Die einzige Tür vorne links führte zu einem Außenbereich mit dichter grüner Vegetation, mit einem kaum erkennbaren Weg entlang eines Zaunes[3].

Auf einem heruntergekommenen Parkplatz fand ich den Ehemann in unserem Auto. Er saß am Fahrersessel und wirkte schockiert. Mir schossen viele Fragen durch den Kopf, wie »Was machst du hier?«, »Wie konntest du schon das Flugzeug verlassen, wenn die fünfzig Minuten noch nicht durch sind?«, »Was ist mit deinem Fahrrad?«, »Wie ist unser Auto hierher gekommen?«, bis ich sein Fenster sah. Es wurde eingeschlagen. Am Boden unter meinen Schuhen lagen tausende Glassplitter.
»Was ist passiert?«, fragte ich schließlich den Ehemann.
»Drei Männer und eine Frau…«, fing er an, ohne weiter zu reden.
»Haben sie das Auto aufgebrochen?«, fragte ich.
»Nein, sie hatten darum gebeten, herein zu dürfen.«
»Wir müssen eine Anzeige erstatten, wie sahen sie aus?«
»Ganz normal, wie du und ich. Du hast auch nicht gesehen, was die Frau gemacht hat.« Er zeigte mit dem Daumen zur hinteren Sitzbank. Auf dem Leder war Flüßigkeit zu sehen, überall verteilt, ein Pappbecher lag drauf und ein Kaugummi klebte an der hinteren Scheibe rechts.
»Wir müssen eine Anzeige erstatten«, wiederholte ich.
»Och, es lohnt sich doch nicht«, sagte der Ehemann.
»Verdammt noch mal, es geht hier um Respekt!«, schrie ich ihn aufgewühlt an[4].

Wir sind auf dem Tarmac zur Gepäckabgabe gelaufen. Draußen. Dort waren die Laufbänder fürs Gepäck zu sehen, mit elektronischer Beschilderung, aber es war nicht zu erkennen, aus welchem Flugzeug wir ausgestiegen waren. Es befand sich auch gerade kein Gepäck auf den Laufbändern, und wir waren die einzigen Passagiere da.

Es ist kurz nach drei Uhr morgens als ich aufwache. Mein Kopf pocht immer noch rechts am Schädel. Ich habe mich gestern auf der Bergwanderung richtig überanstrengt. (Der Beitrag kommt demnächst.)

[1] Wie in einem Berliner Doppeldeckerbus.

[2] Der Flughafen sah ganz anders als der Flughafen in Nizza aus.

[3] Eine ähnliche Situation wie während der Fortsetzung unserer Isar-Wanderung letzter Woche (den Freitag will ich noch niederschreiben, es dauert beim Fotos bearbeiten und Beitrag schreiben fast so lange wie die Wanderung selbst).

[4] Das ist so typisch für den Ehemann. Zuletzt letztes Jahr, während ich auf Dienstreise war, ist er von einem Reisebus zum Bürgersteig geschleudert worden, als er mit dem Fahrrad nach Hause fuhr und vom Bus überholt wurde. Er hat den Busfahrer aufholen können, ihn zur Rede gestellt, aber der Busfahrer hat ihn geschimpft und ihm den mittleren Finger gestreckt, als der Ehemann ihn fotografiert hat, weil er sich weigerte, sich auszuweisen. Als es nach den ersten Verhandlungen hieß, es gäbe mangels Zeugen als Last gegen den Fahrer nur die Beleidigung, und der Fahrer hätte sich „entschuldigt“, hat der Ehemann die Anzeige zurück gezogen. Seine Begründung: Der Busfahrer wäre jetzt bestimmt bestraft genug, überhaupt einen Prozess durchgemacht zu haben, würde sicherlich nicht viel verdienen und hätte bestimmt sein Job verloren, oder wenigstens Ärger im Job bekommen. Alles Vermutungen. Diese Meinung vom Ehemann vertrete ich überhaupt nicht, und ich hätte den Busfahrer blechen lassen, weil es verdammt noch mal um Respekt geht. Und um verantwortungsvolles Fahrverhalten, ohne das Leben von schwächeren Verkehrsteilnehmern zu gefährden. Wenn die Leute im erwachsenen Alter noch erzogen werden müssen, dann klappt es nur, wenn es dem Geldbeutel weh tut, weil Arschloch Arschloch bleibt.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Tortelloni-Auflauf mit Paprika und Mozzarella

Der Ehemann ist gestern mit der Nachricht angekommen, er würde jetzt fast 80 kg wiegen. So viel hatte er noch nie auf die Waage gebracht. Ich hatte ihm schon gesagt, dass er zugenommen hat. Er nascht viel zu viele Süßigkeiten zwischendurch. Erst die Zahl hat ihn jetzt erschreckt. Zeit für Diät! Daher gab’s heute Abend den gerade komponierten Tortelloni-Auflauf mit Paprika und Mozzarella, da wir heute früh wieder schwimmen waren und sonst recht wenig tagsüber gegessen haben.

Die Zutaten (für zwei Portionen als Hauptmahlzeit)

  • 1 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Packung 250 g Tortelloni mit einer Füllung aus Spinat und Pinienkernen
  • 100 g Mozzarella
  • 1 große gelbe Paprika
  • 2 Eier
  • 30 mL Milch
  • 30 g Tomatenmark
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 75 g Bergkäse

Die Zubereitung

  • Den Backofen bei 175 °C vorheizen.
  • Eine kleine Auflaufform mit dem Olivenöl einfetten.
  • Die Tortelloni (die für mich wie Cappelletti aussehen, den Unterschied verstehe ich nicht) auf dem Boden der Auflaufform getrennt verteilen. In meiner Auflaufform hat gerade eine Monolage an Tortelloni gepasst.
  • Die Mozzarella klein schneiden und auf den Tortelloni verteilen.
  • Die Paprika klein schneiden und in der Auflaufform verteilen.
  • Die Eier mit dem Tomatenmark und der Milch verquirlen. In die Auflaufform homogen verteilt gießen.
  • Pfeffer obendrauf mahlen.
  • Den Bergkäse reiben und auf dem Auflauf verteilen.
  • Für eine halbe Stunde bei 175 °C Umluft backen.

Nährwertangaben

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 751,5 1503
Eiweiß (g) 41,4 82,8
Kohlenhydrate (g) 60,5 121
davon Zucker (g) 8,1 16,2
Fett (g) 37,3 74,6
Ballaststoffe (g) 3,2 6,3


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Die Isar-Wanderung – Tag 4

Nach über zwei Jahren setzen wir unsere Wanderung fort. Der Ehemann hat unsere Route geplant. Wir setzen uns in den leeren 1. Klasse Abteil der BOB[1] nach Lenggries und fahren bis Bad Tölz, wo wir zuletzt kurz nach Ostern waren. Wir fangen erstmal mit einem Frühstück auf der Terrasse einer Konditorei an, unter den breit aufgestellten Sonnenschirmen, während es regnet.

Kurz vor elf verlassen wir unseren Tisch. Ich stehe auf, während der Ehemann noch sitzend seine Sachen zusammen sucht. Eine Oma kommt zu uns und fragt, ob wir jetzt gehen. Alle anderen Tische sind belegt. Ich sage ja, und sie verschwindet hinter mir. Ich sehe sie nicht mehr, aber meinen schweren Rucksack kriegt sie fast eingerammt, als ich ihn aufsetze, so dicht sie doch hinter mir steht, wie ich überrascht feststelle. Obwohl es viel Platz zwischen den Tischen unter den Schirmen gibt. Drei Monaten nach Erklärung des Katastrophenfalles in Bayern hat sie wohl immer noch nichts von COVID-19 und Abstand halten gehört.

Wir laufen herunter zur Brücke. Da der Weg zur rechten Seite der Isar flussabwärts wegen Bauarbeiten gesperrt ist, laufen wir die Straße hoch und biegen links in die Fröhlichgasse ab. Auf dem Weg am Ende der Gasse unter den Bäumen hört es auf zu regnen. Wir laufen an Wiesen und Bauernhöfen vorbei, wo die Pest anno 1634 wütete, lehrt uns ein Schild.

Nach drei Kilometern erreichen wir den Isarkraftwerk von Bad Tölz, der 1961 erbaut wurde. Wir gehen über die Brücke und genießen einen wunderschönen Blick über den Stausee. Auf der anderen Seite der Isar wurde eine Fischtreppe eingerichtet.

Wir suchen den Weg flussabwärts links von der Isar, den der Ehemann sich ausgesucht hat. Der Weg wird immer schmäler, es liegen viele umgestürzte Bäume und nach einigen Metern geht es gar nicht mehr weiter. Uns bleibt nur noch übrig, umzudrehen, direkt am Ufer der Isar zu laufen und den Kiesberg im Hintergrund auf dem zweiten Bild unten zu erklimmen. Die Steine rutschen unter meinen Füßen, ich sehe schon mein letztes Stündchen schlagen und ich schimpfe den Ehemann. Oben angekommen, sehen wir, dass hier schwere Vehikel gefahren sind. Der Abstieg auf der anderen Seite geht also viel leichter. Ich freue mich, einen breiteren Weg zu finden, als wir von der Isar links abbiegen, aber meine Freude ist kurzer Dauer. Wieder umgestürzte Bäume. Am Rande vom Weg machen wir eine paläontologische Entdeckung. Als der Weg wieder völlig unbegehbar wird, laufen wir ein Stück an der Straße entlang, ab der Haltestelle Fiecht, Abzweig. Es fahren nicht viele Autos, dafür sind sie ziemlich schnell unterwegs. Nach der wilden Mülldeponie am Parkplatz betreten wir rechts von der Straße wieder den Wald und finden einen schönen Platz oberhalb von der Isar für die Mittagspause. Ich habe uns eine Art Mpatzina mitgebracht, die ich mit Knollensellerie statt Zucchini gemacht habe, da es noch eine halbe Knolle im Kühlschrank gab.

Nach der Pause geht es weiter flussabwärts. Wir entdecken eine Badestelle, wo wir uns die Füße abkühlen. Zum Schwimmen ist mir das Wasser viel zu kalt. Ein Stückchen weiter legen wir uns auf der Picknick-Decke auf dem Kies. Man merkt es, die Pausen werden immer häufiger. Ich bin müde. Hier werde ich von irgendeinem Insekten gestochen, nehme ich an, ich sehe es nicht. Auf einmal schmerzt es sehr in der rechten Ellbeuge, und ich spüre Hitzewellen durch den Arm bis zum Ellbogen. Es ist schon rot, als ich Fenistil[1] drauf schmiere. Nach einer guten halben Stunde lässt der Schmerz nach.

Weiter nach Geretsried, wo die Dusche in der Pension auf uns wartet. Die Wege werden immer schwieriger. In den letzten Wochen hat es so viel geregnet, dass viele Wege überflutet sind. Wir müssen mehrmals umdrehen. An einigen Stellen gibt es zum Glück kleine Holzbrücken. Unser Weg geht plötzlich steil hoch. Eine Treppe mit Handlauf wurde gebaut, was bei dem Schlamm sehr hilfreich ist. Zwischendurch liegen noch mehr umgestürzte Bäume. Als wir endlich oben ankommen, werden wir mit einem atemraubenden Blick ins Isartal belohnt, und machen kurz Halt auf einer der Bänken. Wir sind am Malerwinkel bei Königsdorf, so benannt, weil viele Künstler hier das Motiv für Gemälde benutzt haben.

Den Rest des Weges bis Geretsried habe ich so gut wie nicht mehr fotografiert. Ich hatte nur noch eins im Kopf: Ankommen. Die Füße haben vor allem geschmerzt. Wir sind fast 21 Kilometer gelaufen.

Über die Flora habe ich mich wieder sehr gefreut.

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Heute am Starnberger See

Die Liegewiese wurde in Kreisen unterteilt, um einen Mindestabstand zwischen den Gruppen von Leuten zu gewährleisten. So geht Baden in Pandemie-Zeiten. Unsere Reihe wurde gerade fertig gemalt, als ich eine Stelle für uns beide halb im Schatten und halb in der Sonne gewählt habe. Um die frühe Uhrzeit hatten wir quasi freie Wahl.

Das Wasser fand ich genial, nach anfänglicher Zögerung. Es war nicht einfach, herein zu gehen, aber danach wollte ich nicht mehr raus. Obwohl das Wasser heute kälter als vor zehn Tagen gewesen sein sollte, laut dem Bayerischen Landesamt für Umwelt. Um halb zwölf sind wir gegangen, als die ersten Schüler angekommen sind. Man kann an der Straße nicht beliebig lange das Auto stehen lassen.


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Von Gauting nach Pasing

Wir haben jetzt Urlaub. Ursprünglich wollten wir nach Finnland, aber mit der Pandemie haben wir umgeplant. Es war zum Glück noch nichts gebucht, als wir im März gesagt haben, Urlaub machen wir doch besser dahoam. Wer hätte mit Sicherheit sagen können, dass wir im Juni wieder verreisen dürfen? Für den Ehemann, der von klein auf immer überall mit der Familie unterwegs war, ist die Situation ungewöhnlich.

Für mich ist es eigentlich normal. In meiner Kindheit sind wir so gut wie nie in den Urlaub gefahren. Wir waren nicht reich, meine Eltern betrachteten die ganze Reiserei als reine Geldverschwendung, und ich erinnere mich nur zu ungerne an eine Fahrt in den hohen Norden (nach Tours, zu einem Freund meines Vaters) eines Sommers, unser einziger Familienurlaub, als wir zu fünft im Auto auf einem Parkplatz schlafen mussten, die Eltern vorne, die drei Kinder hinten, weil die Hotels zu teuer waren. Und warum sollten wir weg fahren, wenn so viele zu uns in den Urlaub kommen? In der Provence ist Urlaub zu Hause schön, und es hatte mir nie etwas ausgemacht, nicht weg zu fahren.

Den Auftakt vom Urlaub haben wir gestern gemacht, als wir unsere Wanderung im Würmtal fortgesetzt haben. Wir waren vor drei Wochen von Gauting nach Starnberg gelaufen, wo die Würm aus dem See fließt – bis 1962 hieß ja der Starnberger See „Würmsee“.

Gestern sind wir mit der S-Bahn nach Gauting gefahren, und sind von dort der Würm nordwärts gefolgt. Zuerst einen Blick auf das Elektrizitätswerk geworfen, diesmal erfreulicherweise ohne Pizzakarton und Bierflaschen, wo man deutlich sieht, dass das Wasser mit dem starken Regen in den letzten Wochen stark angestiegen ist. Wir nehmen den Pfarrweg und kommen zum Wasserrad, das man zur Zeit nur vom Ufer aus sehen kann, weil die Brücke wegen Bauarbeiten geschlossen ist. Dort blüht immer noch der Wasserhahnenfuß, wenn nicht mehr so prächtig wie vor drei Wochen. Den Enten scheint es hier gut zu gefallen. Ein Stückchen weiter entdecken wir einen Hafen für kleine Boote, mit denen Kinder spielen.

Wir gehen zur anderen Seite der Würm durch den Park vom Schloss Fußberg. Die Wege werden sehr schlammig und ich bin froh, meine dicke Wanderschuhe zu tragen. Wir laufen an netten Badestellen und Wiesen vorbei, bis wir am Grubmühl ankommen. Dort müssen wir ein Stück an der Straße entlang laufen, können aber bei den Gänsen links wieder die Straße verlassen. Die Gänse scheinen den Wasserhahnenfuß genau so wie die Enten zu mögen. Der Himmel ist bedeckt, aber der angekündigte Regen bleibt aus. Wenn die Sonne durch die Wolken erscheint, wird es unerträglich schwül. Wir erreichen Krailling und halten für die Mittagspause im Biergarten vom Gasthof Alter Wirt[1].

Wir laufen weiter und kommen zur Kreuzung mit der Planegger Bahnhofstraße, die ich häufig mit der 266 zur Arbeit herunter gefahren bin. Nach der Kreuzung steht ein Denkmal für die im ersten Weltkrieg gefallenen Menschen. Nach dem zurzeit immer noch geschlossenen Wellenbad und der Tanderschlucht, wo Kinder die Enten füttern, laufen wir über eine weitere Brücke. Das Wasser fließt hier auch sehr schnell, es finden sich jedoch schöne Plätze zum Baden. Wir entdecken mit Begeisterung eine Wasseramsel auf einem Ast im Wasser am anderen Ufer, aber meine Kamera kann leider nicht so gut zoomen. In Gräfelfing nehme ich endlich die Gelegenheit wahr, die Skulptur an der Pfarrkirche St. Stephan zu fotografieren, die mir sonst immer von der 267 aus auf dem Weg zur Arbeit aufgefallen war. Unser Weg führt uns an die Liegewiese vorbei, wo wir uns die Füße in der Würm abkühlen. Herrlich. Das Wasserrad am Ende der Liegewiese ist ein Nachbau des alten Wasserrades, das kurz vor dem zwanzigsten Jahrhundert in einem nicht mehr existierenden Seitenarm der Würm erbaut wurde und bis in die 60er Jahre zur Wasserversorgung eines Gutes diente.

Nach der Brücke über die Autobahn erreichen wir eine riesige Parkanlage. Es sind nicht so viele Leute unterwegs, vermutlich weil das Wetter wechselhaft aussieht. Oder wegen der Pandemie. Nach dem Pasinger Stadtpark laufen wir weiter bis zum Bahnhof Pasing an die Würm entlang und setzen uns nach fast sechszehn Kilometern erschöpft an der Terrasse der Pasinger Fabrik[1], um uns mit leckeren Kleinigkeiten zu erholen, bevor wir mit der Bahn zurück nach Hause fahren.

Heute habe ich richtig Muskelkater in den Oberschenkeln und am Bauch bekommen. Ich hatte auch Migräne und musste am Nachmittag zweieinhalb Stunden schlafen, was bei mir sehr selten vorkommt. Ich hätte gestern mehr Wasser trinken sollen, meine Flasche war noch zu zwei Drittel voll, als wir zurück gekommen sind.

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Sellerie mit Taleggiocreme, Birne und Granatapfel

Die Küche von Roland Trettl kenne ich nur indirekt. Das erste Rezept, das ich nachgekocht habe, war vor einem Monat die Blumenkohlcarbonara, allerdings mit Brokkoli statt Blumenkohl, weil dem Ehemann auf dem Markt der letzte Blumenkohl vor der Nase weg gekauft wurde. Das Ergebnis war lecker, aber mir viel zu fett. Der Ehemann war hin und weg.

Ursprünglich hatte ich zwei Portionen aus dem ganzen Rezept gemacht. Wir haben doch die Hälfte für morgen in Dosen verpackt.

Heute habe ich mich an das geänderte Rezept der Sellerie mit Taleggio gewagt, das ich nochmal angepasst habe. Knollensellerie im Backofen geschmort hatte ich noch nie gegessen, der Bioladen bietet einen sehr leckeren Taleggio in der Käsetheke an, und ich habe noch die gute Flasche Grappa Fine von Le Crode[1], die mir der Ehemann zum Geburtstag geschenkt hatte. Also los. Was noch fehlte war die Knollensellerie, die im Bioladen nicht zu finden war, weil die Jahreszeit vorbei ist. Wir haben sie am nicht Bio Gemüseladen gefunden. Vom Speck war ich nicht überzeugt, und ich habe mich entschieden, stattdessen Granatapfelkerne einzusetzen, die, wie ich mir gedacht hatte, geschmacklich hervorragend zu diesem Gericht passen und auch den „Crunch-Effekt“ dem Gericht verleihen. Die „Brot-Nusswürfel-Rabauken“ habe ich daher bewusst ganz weg gelassen. Und anstelle vom Schnittlauch habe ich die glatte Petersilie von letzter Woche aus dem Markt verwendet, die sich erstaunlich lange gut im Glas Wasser hält. Dazu habe ich uns einfach Spaghetti mit ein bisschen Olivenöl serviert. Der Ehemann, der eigentlich Sellerie eher meidet, war begeistert. Danke für den Tipp!

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Die Zutaten (für vier Portionen)

  • Eine Knollensellerie von 700 g, gewaschen und geschält (meine Knolle war 1250 g schwer, ich habe sie ungefähr halbiert)
  • 140 g Taleggio
  • 1/2 Birne
  • Kerne von einem halben Granatapfel
  • Glatte Petersilie
  • Grappa
  • Balsamico Essig
  • Pfeffer
  • 100 g Sauerrahm

Die Zubereitung

  • Den Backofen bei 200 °C vorheizen.
  • Die Knollensellerie in Alufolie einwickeln und anderthalb Stunde im Ofen schmoren.
  • In der Zeit, die halbe Birne klein würfeln, die Kerne vom halben Granatapfel heraus pullen, und alles in Grappa (wenig) mit Balsamico (mehr) marinieren lassen. Ab und zu mit einem Löffel umrühren.
  • In einem kleinen Topf, den gewürfelten Käse mit dem Sauerrahm bei schwacher Hitze erwärmen. Wenn die Soße flüssig wird, was auf einmal geschieht, kräftig mit Pfeffer würzen, rühren und beiseite stellen. Vor dem Servieren kurz erwärmen und umrühren.
  • Die Petersilie gründlich waschen und klein schneiden.
  • Am Ende der Backzeit, die Knollensellerie aus dem Backofen raus nehmen, vorsichtig (heiß!) enthüllen und in Scheiben schneiden.
  • Auf Tellern anrichten: Unten die Scheiben Sellerie, mit der Sauce überziehen, die abgetropften Früchten obendrauf verteilen und mit Petersilie zum Schluss. Optisch schon ein Hingucker.

Nährwertangaben (ohne Spaghetti)

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 213,3 853
Eiweiß (g) 10,8 43
Kohlenhydrate (g) 11,2 44,7
davon Zucker (g) 9,4 37,4
Fett (g) 12,4 49,7
Ballaststoffe (g) 8,7 34,6


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Blechkuchen mit Kirschen

Vor einigen Tagen sprudelte mein Reader-Feed nur so von Kirschen, wie hier oder hier (ob die Kirschen tatsächlich Jahr für Jahr größer werden, das kann ich nicht beurteilen[1]). Daher mussten wir gestern auf dem Markt in Starnberg unbedingt Kirschen kaufen. Die ersten Deutschen Kirschen, aus dem Bodensee, wie uns der ältere Verkäufer erzählte, der dreimal die Woche dahin fährt.

Gestern sind also die Kirschen in den Einkaufskorb gelandet, und nach unserem ersten (recht kühlen) Bad des Jahres im See sind wir zu Hause mit der Frage konfrontiert worden: Was machen wir damit? Einfach so essen? Einige Kirschen waren doch noch nicht ganz reif, und der Ehemann hat sich einen Kuchen gewünscht. Daraus wurde ein Blechkuchen, wie der Blechkuchen mit Mirabellen. Ich mag es nicht wirklich, ähnliche Rezepte zu veröffentlichen, die sich nur durch Kleinigkeiten unterscheiden. Aber so einen leckeren Kuchen habe ich ewig nicht mehr gebacken, und bei einem regnerischen Tag wie heute nach dem heftigen Gewitter der letzten Nacht ist es mit einer Tasse Tee genau das Richtige. Es hätte mehr Kirschen sein können.

[1] Ein unappetitlisches Jugendtrauma hat mich Jahrzehnte lang daran gehindert, Kirschen zu essen. Empfindliche Leser überspringen besser diese Fußnote und gehen direkt zum Rezept. Ich war mit einer Freundin zu einem verwilderten Garten am Rande unseres Dorfes gegangen, um die dort so lecker aussehenden Kirschen zu naschen. Der Garten war von einer alten Steinmauer umrandet, wie man sie in der Provence findet, und nur durch ein altes Tor aus schwarzem Schmiedeeisen zugänglich, das aber mit einem völlig verrosteten Hängeschloss um eine genau so verrostete dicke Kette abgeriegelt war. Die Besitzer waren längst nicht mehr da gewesen, vermutlich schon lange tot, und das Unkraut im Garten wuchs so hoch, dass kein Zweifel daran bestand: Wir begingen keinen Diebstahl. Wir saßen auf der Mauer, wo man mühelos an die dunkelroten Früchten kam, und aßen, als ich eine Kirsch öffnete und drin etwas Weißes sich bewegen sah. Maden. Nächste Kirsche, Maden. Und die Nächste, und die Nächste… Angeekelt bin ich von der Mauer herunter geklettert, während die Freundin oben weiter aß, weil es ihr nichts ausmachte. Erst seit ich den Ehemann kenne, esse ich wieder Kirschen. Was habe ich all die Jahre verpasst… Gekaufte Kirschen enthalten keine Maden, wie ich bis jetzt festgestellt habe. Das kann ich von Bananen nicht behaupten, aber jetzt betrachte ich sie ganz genau, bevor ich sie esse, um sicher zu sein, dass sich drin nichts bewegt.

Die Zutaten (für 16 Stücke, 35 cm × 42 cm Backblech)

  • 750 Kirschen
  • 125 g gemahlene Haselnüße (wieder Resteverwertung)
  • 175 g Weizenmehl
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 130 g Butter
  • 150 g Zucker
  • 1 Esslöffel Traubenkernöl[2]
  • 3 Eier
  • 125 mL Buttermilch
  • 1 Esslöffel Kirschwasser (immer noch die Flasche vom Clafoutis)
  • 1 Esslöffel Zucker
  • 1/3 Stange Zimt (weil ich kein Zimtpulver mehr hatte)

[2] Ich hätte 150 Gramm Butter verwenden sollen. Nachdem ich die im Kühlschrank geöffnete Packung vollständig verbraucht habe, waren es nur 130 Gramm Butter, und ich habe mir gedacht, ein Esslöffel geschmacksneutralem Öl wird’s für den restlichen Fettanteil tun, auch wenn meine Esslöffel nur 10 Gramm Öl beinhalten.

Die Zubereitung

  • Die Kirschen putzen, trocknen, halbieren und entkernen.
  • Den Backofen bei 180 °C Umluft vorheizen.
  • In einer großen Schüssel, die sanft geschmolzene Butter mit dem Zucker schaumig schlagen.
  • Die Eier mit der Butter-Zucker-Mischung rühren. Wenn die Eier kalt sind, flockt die Mischung ein bisschen aus, das ist normal: Die Butter wird wieder in kleine Stückchen fest.
  • Mehl, gemahlene Haselnüße und Backpulver in der Schüssel zu einem Teig rühren.
  • Zuerst Buttermilch hinein rühren, dann Schnaps.
  • Der Teig ist am Ende nicht sehr fest. Nicht so flüssig wie für Crêpes, aber er fällt schnell vom Schneebesen zurück in die Schüssel.
  • Ein Backblech mit Backpapier belegen.
  • Den Teig auf dem Backpapier glatt streichen.
  • Die Kirschenhälften auf dem Teig verteilen. Ich habe sie mit der inneren Seite nach oben plaziert.
  • In einem großen Mörser, das Stück Zimtstange mit dem Esslöffel Zucker feinst zermahlen.
  • Die Zimt-Zucker-Mischung auf dem Kuchen verteilen (und nicht wie ich erst kurz vor Ende der Backzeit, weil der Zucker so nicht schön karamellisiert wie erhofft).
  • Den Kuchen 40 Minuten bei 180 °C im Backofen backen lassen.
  • Kuchen raus nehmen und abkühlen lassen.

Nährwertangaben

pro Stück fürs Rezept
Energie (kcal) 249,5 3992
Eiweiß (g) 4,2 67,3
Kohlenhydrate (g) 25,5 407,9
davon Zucker (g) 16,7 267
Fett (g) 13,8 220,7
Ballaststoffe (g) 1,8 28,1


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Doch kein Muttertag

So lange ich mich erinnern kann, ist Muttertag in Frankreich am letzten Sonntag im Mai. Das sitzt bei mir so tief, dass ich gestern mit voller Überzeugung Blumen für meine Mami bestellt habe. Heute kurz vor zwölf ruft sie mich an. Sie freut sich total über den Strauß, aber Muttertag wäre doch erst nächste Woche. Wie, nächste Woche? Tja, tatsächlich. Muttertag fällt in Frankreich am letzten Sonntag im Mai, außer, wenn es Pfingsten ist, dann wird es um eine Woche verschoben. Haben wir gelacht.

Am Doch-Kein-Muttertag sind wir mit dem Ehemann im Würmtal gewandert, von Gauting bis Starnberg. Nach der Brücke in Gauting, die 1946 Sankt Nepomuk gewidmet wurde[1], biegen wir rechts um das Elektrizitätswerk ab. Wir entdecken einen sehr schönen Platz zum Verweilen, würden ihn nicht rücksichtslose Vollidioten so vermüllt hinterlassen. Man fühlt sich fast wieder wie in Köpenick.

Wir folgen erstmal der Straße, wo trotz der frühen Stunde schon viele Radfahrer unterwegs sind[2]. Mitten in einem Feld steht ein Häuschen, in dem sich Kühe ausruhen. Wir biegen irgendwann rechts ab und kommen zu einem Wassergebiet, in dem scheinbar Biber wohnen. Wir bleiben eine Weile am Ufer, aber Biber sehen wir keine. Dafür sind Enten, Amseln und Drosseln unterwegs.

Wir müssen zurück zum Fußgänger-Radweg, da wir durch das Feld vom Reiterverein nicht weiter können. Unterwegs fallen mir komische Verwachsungen auf den Blättern von bestimmten Bäumen auf. Eine Krankheit? Der Wasserhahnenfuß in der Würm blüht gerade prächtig. Am Mühltal machen wir Pause in einem sympathischen kleinen Biergarten, der gerade öffnet, als wir ankommen. Es trifft sich gut.

Wir müssen ab hier die Straße überqueren. Auf der anderen Seite liegt eine Eber-Statue. Wir laufen in Richtung der Drei Bethen Quelle, deren Wasser, uns ein Schild warnt, nicht trinkbar und aufgrund von Bakterien auch nicht zum Waschen von Wunden geeignet ist. Nach einer Weile müssen wir auf dem Radweg neben der Straße laufen. In einem Feld links von der Straße schlafen Schafe unter einem gekippten Wohnmobil. Wir machen Halt bei der Kapelle St. Peter (1513 erbaut) auf der anderen Seite der Straße. Die Kapelle steht über eine Quelle, deren Wasser Heilkräfte zugesagt wurden. Das daraus entstandene Wildbad Petersbrunn bekam viele Patienten zur Behandlung, bis am Ende des 19. Jahrhunderts Zweifel über die Wirkung des Wassers aufkamen. Heute ist nur noch die Kapelle erhalten. Neben der Kapelle steht ein Mahnmal[3] vom Künstler Walter Habdank, das an den Todesmarsch von April 1945 erinnert.

Den Rest der Wanderung machen wir durch den Golfplatz, weil es uns zu blöd ist, auf dem gut befahrenen Radweg neben der Straße zu bleiben. Wir laufen bis zum Bahnhof Starnberg am See, und nehmen die S6 zurück nach Gauting, wo wir das Auto am Morgen geparkt haben. Wir sind knapp über dreizehn Kilometer gelaufen.

[1] Text auf der Tafel unter der Statue:

Oh! Sankt Johannes Nepomuk,
stehst hier im Wind auf Gautings Bruck
Gott hat sie uns erhalten!
Drum liebe Leut merks euch allzeit,
d’Bruck ist Sankt Nepomuk geweiht.
Lasst ab von Hass und Missetat,
Gott lohnt’s euch dann
oft früh – oft spät. 1946

[2] An einem Baum hängt ein Zettel mit einem langen Text, der Spaziergehende und besonders Radfahrer um Rücksicht zu einander bittet, da dieser Weg seit Ausbruch der Corona-Pandemie an Beliebheit gewonnen hat und dadurch einige schwere Unfälle statt gefunden haben, die den Einsatz von Rettungskräften erfordert haben. Das dürften die wenigsten gelesen haben, da man selbst auf engen Wegen von rasenden Radfahrern ganz nah überholt wird.

[3] Der Text auf dem Mahnmal ist schwer auszumachen, die fehlende Interpunktion ist jetzt von mir:

Auf dieser Straße wurden in den letzten Tagen des 2. Weltkrieges mehr als siebentausend Gefangene aus dem Konzentrationslager Dachau in ein ungewisses dunkles Schicksal getrieben. Für viele führte dieser Leidensweg in den Tod. Sie waren Opfer der menschenverachtenden nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Sie rufen uns auf zu Versöhnung und Nächstenliebe. Gott wird den Tod verschlingen auf ewig. Der Herr wird abwischen die Tränen von jedeman Gesicht. Jesaja 258.


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Der Bus, der nie kam

Ich ging eine Landstraße entlang mit schweren Einkaufstüten in den Händen. Es war ein bedeckter Nachmittag, ich war alleine unterwegs. Ich ging, bis ich zu einer Bushaltestelle bei einer viel befahrenen Straße ankam. Die Straße sah eher wie eine Autobahn aus. Ein junger dunkelhäutiger Mann stand schon da. Ich fing an, mit ihm auf den Bus zu warten.

Auf einmal waren viele Leute an der Haltestelle, und die elektronische Anzeigetafel zeigte den Bus in -1 Minute an. Er war aber noch nicht gekommen, also sollte er jetzt jeder Zeit auftauchen.

Nach einer längeren Wartezeit beschlossen die Leute um mich herum, zu Fuß zur S-Bahn-Station zu laufen. Der dunkelhäutige Mann fragte mich, ob ich mitkommen wollte. Ich zeigte ihm meine schwere Einkaufstüten und sagte, ich warte besser auf den Bus. Er beschloss, mit mir hier zu warten.

Kurz danach kam tatsächlich der Bus. Er raste davon auf der Spur ganz links, am weitesten von der Haltestelle. Ich winkte frenetisch, der Fahrer winkte zurück, ohne jedoch anzuhalten. Und weg war er.

Der Ehemann, der plötzlich auch da war, meinte, na dann, warten wir auf den nächsten Bus. Der sollte in eine Stunde kommen. Wir warteten also, und machten es uns gemütlich im Häuschen der Haltestelle.

Inzwischen wurde es dunkel, als der Ehemann plötzlich ankündigt, der Bus würde gleich kommen. Ich packe schnell meine Sachen zusammen, während der Ehemann in einem Schneckentempo seine Schuhe anzieht. Seine ganzen Sachen muss er noch in seinem Rucksack packen. Es macht mich wahnsinnig, wie langsam er sich bewegt. Ich gehe nach draußen und halte nach dem Bus Ausschau. Kein Bus in Sicht. Doch, aber die falsche Nummer. Es ist nicht die 852. Doch, sie soll gleich kommen, sagt der Ehemann.

Ich wache auf. Halb zwei. Der Ehemann schnarcht gerade sehr laut. Deswegen bin ich also aufgewacht.


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