Pizza mit Aubergine, Mozzarella, Feta und Paprikasauce

Ich hatte schon lange Lust drauf, Pizza zu machen. Mit Paprika- statt Tomatensauce. Und wenn schon außergewöhnlich, dann noch Za’atar in den Teig rein. An der Farbe nach dem Backen merkt man es kaum, aber der Aroma! Dazu als Belag? Broccoli kam mir ständig in den Kopf. Den Ehemann konnte ich leider nicht überzeugen. Dafür haben wir Aubergine und Käse benutzt. Die Broccoli-Variante werde ich aber definitiv mal machen!

Die Zutaten (für 6 gute Stücke)

  • Für den Teig
    • 350 g Mehl
    • 1 Teelöffel Salz
    • 2 Teelöffel Za’atar
    • 1 Päckchen Hefe
    • 3 Esslöffel Olivenöl
    • 25 cL lauwarmes Wasser
  • Für die Sauce
    • 2 großen rote Paprikas
    • 1 Knoblauchzehe
    • 1 Espressolöffel Chilipulver
    • Oregano
    • Thymian
  • Für den Belag
    • 1 große Aubergine
    • 250 g Mozzarella
    • Feta nach Belieben, wir hatten ungefähr 150 g
    • 1 halbe Zwiebel

Die Zubereitung

  • Für den Teig
    • Alle Zutaten zusammen mischen und mit den Händen knetten, knetten, knetten bis der Teig nicht mehr klebt und schön elastisch wird. Es erfordert viel Geduld und man braucht an dem Tag kein Sport mehr treiben, sag ich nur. Mindestens eine halbe Stunde habe ich dafür in der Küche gestanden, so genau habe ich nicht auf die Uhr geschaut. Wem es zu lange dauert kann weniger Wasser benutzen.
    • Den Teig zu einer Kugel formen und in eine große Schüssel tun. Mit einem feuchten Tuch bedecken und anderthalb Stunde im Backofen bei etwa 30 °C aufgehen lassen.
  • Den Backofen bei 250 °C vorheizen, oder so hoch, wie der Backofen kann.
  • Für die Sauce
    • Die Paprikas in grobe Stücke schneiden und mit dem Pürierstab zur Sauce verarbeiten.
    • Die Sauce in einem Topf erhitzen, Kräuter, Chili und fein geschnittenen Knoblauch rein mischen und so lange reduzieren lassen, dass man am Ende fast die Konsistenz von Tomatenmark erreicht.
    • Abkühlen lassen.
  • Für den Belag
    • Die Aubergine schneiden und in einer Pfanne mit Olivenöl anbraten. Beiseite legen.
    • Die halbe Zwiebel in Ringe schneiden.
    • Mozzarella in Scheiben und Feta in Würfeln schneiden.
  • Pizza anrichten
    • Backpapier auf ein Backblech legen.
    • Den Teig mit etwas Mehl wieder kurz kneten, um Luftblasen aus dem Teig zu vertreiben, und auf dem Backpapier mit den Händen flach drücken.
    • Paprikasauce auf dem Teig verteilen.
    • Die Auberginenscheiben drauf plazieren.
    • Mit dem Käse bedecken.
    • Zwiebelringe zum Schluß anbringen.
  • Etwa zehn Minuten bei 250 °C backen. Weniger, wenn die Temperatur vom Backofen höher ist.

Als Begleitung habe ich uns einen kleinen Salat mit Tomaten zubereitet.

Nährwertangaben (ohne den Salat)

pro Stück fürs Rezept
Energie (kcal) 457,5 2745
Eiweiß (g) 19,9 119,5
Kohlenhydrate (g) 49 293,7
davon Zucker (g) 5,6 33,6
Fett (g) 17,7 106
Ballaststoffe (g) 4,6 27,3


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

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Die Lufthansa-Enttäuschung

Auf dem Rückflug am Donnerstag Nachmittag habe ich das Lufthansa Magazin durchgeblättert. Im Editorial war die Rede von Umweltschutz und Erneuerung der Flotte mit Flugzeugen, die weniger Kraftstoff verbrauchen. Davon habe ich nichts merken können.

Der Hinflug war schon mal nicht gut. Ich hatte bei Lufthansa gebucht, geflogen sind wir jedoch mit Air Dolomiti. Ich hatte noch nie erlebt, dass man in einem Flugzeug über dreißig Grad Innentemperatur hat, aber so hat es sich angefühlt. Ich musste mein Pulli ausziehen und die Lüftung aufdrehen, was ich sonst nie tue, weil ich vom Luftzug Schmerze in den Nacken kriege. Ich hatte bei der Buchung gedacht, ich fliege ohne Gepäck, für die zwei Tage brauche ich keins und ich spare mir die Zeit. Am Ende wurde meine Bluse für den ersten Tag durchs Fliegen verschwitzt. Andere Passagiere haben sich beschwert. Kurz vor Landung ist die Temperatur angenehm geworden. Zu spät für die Bluse.

Der Rückflug war zwar besser, aber wir sind immer noch nicht mit Lufthansa geflogen. Die Verbindung wurde von Air Baltics durchgeführt. Das ist recht enttäuschend. Ich war absichtlich zur Webseite von Lufthansa gegangen, um meine Buchungen zu machen, weil Lufthansa noch als seriös gilt und ich den Komfort an Bord schätze. Ich hatte mir Flüge ausgesucht, die mir zeitlich am besten passten. Dass ich am Ende gar nicht in Lufthansa-Maschinen fliegen würde, hatte ich gar nicht gemerkt.


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Gähn

Wir mussten heute ganz früh aufstehen. So kurz vor fünf. Um elf waren wir schon im Bett, aber ich war nicht müde genug zum Einschlafen. So gegen zwölf muss es geklappt haben. Und danach bin ich sowieso jede Stunde aufgewacht. Das letzte Mal um viertel nach vier.

Ich habe darauf gewartet, dass der Radiowecker den Ehemann weckt, und bin sofort duschen gegangen. Kaffee und Banane geschluckt. Am Abend gepackte Taschen geholt. Und runter zur Tiefgarage.

Zum Glück hat mich der Ehemann zum Flughafen gebracht. Denn sonst hätte ich noch früher aufstehen müssen. Die S8 fährt zwar gleich um die Ecke, aber sie braucht über eine Stunde bis zum Flughafen. Mit dem Auto spare ich eine halbe Stunde, um die Uhrzeit. Gut, der Ehemann muss dann zurück nach Hause fahren, und mit dem Stau mit Blaulicht, den wir in die andere Richtung gesehen haben, wird es kein Spaß.


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Zanderfilets auf Spargeln und Kartoffeln

Ich habe uns heute Abend dieses Rezept nachgemacht, weil es auf dem Markt schon seit letzter Woche frischen Spargel gibt und das Rezept in meiner ersten Ergebnis-Seite auf Startpage erchienen ist. Es war lecker, hat aber nicht zu hundert Prozent meinen Geschmack getroffen. Deshalb halte ich mir hier fest, wie ich in beim nächsten Mal vorzugehen gedenke.

Pinienkerne haben wir heute statt Mandeln benutzt, einfach, weil wir zu Hause noch viel mehr Pinienkerne als Mandeln haben. Und Pinienkerne sind… Hmmm… 😋 Ich habe mich vom Anfang an beim Lesen des Rezeptes gegen Piment entschieden. Und den Knoblauch fand ich beim Essen fehl am Platz. Obwohl ich aus Südfrankreich komme und daran gewöhnt bin, Knoblauch zu essen. Es passt einfach nicht zum Rest des Gerichtes. Die Granatapfelkerne sind mir in den Kopf gekommen, als ich beim Aufräumen der Küche nochmal mit dem Finger ein bisschen von der Butter-Zitrone-Honig-Sauce aus der Pfanne gekostet habe. Das kann ich mir wirklich sehr gut vorstellen. Jedenfalls besser, als die roten Pfefferbeeren, die das originale Rezept vorgesehen hatte. Und da der Ehemann kein Fan von Kapern ist, zu meinem großen Bedauern, haben sie es nicht ins verarbeite Rezept geschafft.

Die Zutaten (für zwei Personen)

  • 2 schöne Stücke Zanderfilet
  • 500 g weißer Spargel
  • 6 Kartoffeln
  • Minze, Petersilie und Salbei, von jeder Sort Kraut die gleiche Menge, um zu einer kleinen Müslischale gehackter Hräuter zu kommen
  • 40 g Pinienkerne
  • 1 große Zitrone
  • Olivenöl
  • 50 g Salzbutter, und ein bisschen mehr um den Fisch in der Pfanne zu braten
  • 1 Teelöffel Honig
  • Grobsalz (sel de Camargue, den wir aus dem letzten Urlaub bei meiner Schwester gekauft haben)
  • Granatapfelkerne
  • Weißwein

Die Zubereitung

  • Den Backofen auf 200 °C Umluft vorheizen.
  • Den Spargel schälen und das harte Ende abschneiden.
  • Die Kartoffeln schälen und halbieren.
  • Eine Auflaufform mit Olivenöl mit Hilfe eines Pinsels einfetten. Den Spargel und die Kartoffelhälften drin verteilen und 25 Minuten bei 200 °C backen.
  • Während der Backzeit, die gewaschenen Kräuter klein hacken. Mit dem Zwiebelschneider von Tupperware[1], die der Ehemann zu unserer Küchenausstattung beigetragen hat, geht es super schnell.
  • Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Abkühlen lassen, dann zerhacken (was auch mit dem Zwiebelschneider vom Ehemann sehr gut geht). Anschließend mit den Kräutern mischen.
  • In der Zeit sind die 25 Minuten Backzeit von den Spargeln und Kartoffeln vorbei. Die Auflauf aus dem Backofen holen.
  • In der Pfanne, ein bisschen Butter schmelzen lassen und den Fisch drin anbraten.
  • In der kühl gewordenen Auflaufform, ein bisschen Weißwein zum Anfeuchten gießen. Den Fisch auf das Gemüse legen und weitere zehn Minuten bei 200 °C backen.
  • In dieser Zeit, die 50 g Butter in der Bratpfanne vom Fisch zerschmelzen. Den Honig drin rühren[2]. Den Saft der Zitrone auspressen und mit der Butter mischen. Reduzieren lassen, gelengentlich umrühren, und durch ein Sieb in eine Saucière gießen.
  • Auf Tellern anrichten: Den Fisch mit dem Gemüse servieren, mit der Zitronen-Butter-Sauce übergießen, und die Kräuter-Pinienkerne-Mischung und Granatapfelkerne drauf verteilen.

[1] Dies ist keine Werbung, ich kriege keinen Cent für die Erwähnung!

[2] Ich habe Lavendelhonig von der Heimat benutzt. Sehr flüssig. Der Teelöffel war ein gut gefüllter Löffel, den ich schnell zur Pfanne gebracht habe, bevor der Inhalt herunter geflossen ist.

Nährwertangaben

Ähm, ja, das tut weh, verglichen mit meinen normalen Rezepten. Kein Wunder, bei der Buttermenge.

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 781 1562
Eiweiß (g) 50 99,9
Kohlenhydrate (g) 49,3 98,5
davon Zucker (g) 15,2 30,3
Fett (g) 39,5 78,9
Ballaststoffe (g) 11,8 23,5


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Wochenendrückblick

Das Wochenende hat, wie jedes Wochenende, mit einem Besuch des Pasinger Viktualienmarkts begonnen. Frühstück bei Banandi’s Deli. Den ganzen Winter waren wir quasi die einzigen Gäste, die draußen gegessen haben, seit einigen Wochen ist auf einmal die Terrasse überfüllt. Gestern ging es wieder, dem schlechteren Wetter sei Dank. Wir sind diesmal mit der S-Bahn statt mit dem Auto gefahren, weil wir nicht vor hatten, wie sonst nach dem Einkaufen zum Sport zu fahren. Der Ehemann hat sich vor einer Woche beim Skifahren den Ellbogen gestaucht und wollte noch kein Sport machen, und da ich wegen Dienstreise die ganze kommende Woche nicht dazu kommen werde, haben wir das Training auf heute verschoben. Auf dem Weg zurück zum Bahnhof ist mir dieser Baum mit den Blüten aufgefallen. Ich habe Lust auf Blumen bekommen, und zurück in unserem Kiez, habe ich bei der Blumenhändlerin dieses hübsche Arrangement mit der tollen Tulpe gekauft.

Die Tulpe ist nicht lange auf dem Couchtisch geblieben, denn wir haben gedacht, ihr geht’s doch bestimmt besser auf der Terrasse. Mit den anderen Blumen. Vielleicht zieht sie auch Bienen an. Als ich gestern auf dem Balkon stand, habe ich doch keine Insekte zur Tulpe fliegen gesehen. Sie sind alle mächtig von den Tannenbäumchen angezogen, die uns die Vermietern in den Blumenkasten gelassen haben. Das eine Bäumchen in der Mitte tropft total auf dem Schutzblech, und vor allem die Wespen haben ihr Spaß. Ich weniger, Wespen machen mich immer nervös, so gerne sie dicht an uns vorbei fliegen. Entspannte Nachmittage in der Sonne auf dem Balkon kann ich vergessen, vor allem, seitdem der Ehemann alle seine Pflanzen aus Berlin hierher gebracht hat. Und ich rede lieber gar nicht von gemütlichen Mahlzeiten in der frischen Luft. Wespen kommen sofort an, und ich gehe dann rein und vergesse lieber, dass wir einen Balkon haben.

Was am Nachmittag noch geschah, kann ich wegen Jugendschutz nicht erzählen. Für den Abendessen hat uns danach der Ehemann Spinat-Gnudi gekocht. Das war ein Rezept, das er auf Bayern2 gehört hatte, aber ich denke, es hat eigentlich nichts mit dem originalen Rezept zu tun. Das müssen wir jetzt nachholen.

Heute gibt es kein Foto. Wir sind am späten Vormittag zum Sport gefahren, und ich habe an Präsentationen gearbeitet, die ich bei meiner Dienstreise halten muss.


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Wochenplan, KW14

Montag

Orientalisch gefüllte Auberginen. Durch dieses Rezept inspiriert, außer, dass ich 150 Gramm Lammgehacktes statt getrockneten Aprikosen benutzt habe. Ich tue mir schwer, Früchte in Hauptgerichten zu benutzen (sagt eine Liebhaberin von Tomaten). Sagen wir, zu süße Früchte. Wie Terry Pratchett es in einer seiner berühmten Fußnoten formulierte: Even so, there is no excuse for putting pineapple on pizza. Oder auf ein Schnitzel. Im Nachhinein bin ich doch recht neugierig geworden. Beim nächsten Mal tue ich die Aprikosen statt Lamm rein.

AusgehoelteAuberginen
Die ausgehölten Auberginen, direkt aus dem Backofen.

Ich bereite die gefüllten Auberginen für den Sonntagabend zu. Vier Auberginen, wie das Rezept sagte. Es gab aber nur recht große Auberginen, bei unserem Stand auf dem Markt. Insgesamt 1,3 Kilogramme. Wir haben jeder nur deswegen eine ganze Aubergine geschafft, weil wir seit dem Frühstück am Sonntag unterwegs waren und kaum was gegessen hatten. Ich nehme eine halbe Aubergine für die Mittagspause am Montag mit. Mit dem Rest der Frühlingszwiebelsuppe, die ich am Samstag gekocht hatte, und einem fettarmen Joghurt. Am Montagabend haben wir noch zwei Auberginenhälfte, und dazu macht uns der Ehemann Karotten-Hummus, mit Hilfe meiner Anweisungen auf WhatsApp, da ich spät Feierabend machen muss.

Dienstag

Möhrensalat mit einem hart gekochten Ei und Kichererbsen. Die Karotten hatte mir der Ehemann schon am Montagabend gerieben, als ich noch in der S-Bahn auf dem Weg nach Hause saß. Den Rest mache ich am frühen Morgen fertig. Ich brauche fast Dreiviertelstunde, um den Rucola zu waschen. Ich hatte am Samstag 100 Gramm am Markt gekauft, ein Bio-Rucola, den die Standbetreiber selber anbauen, mit breiten Blättern. Sehr lecker, und er hat sich bis Dienstagfrüh im Kühlschrank sehr gut gehalten. Dazu ein fettarmer Joghurt. Ich bin erstaunt, bis eine Stunde nachdem wir aus dem Sport zurück kommen keinen Hunger zu spüren. Wir essen erst um neun Uhr abends Stulle.

Mittwoch

Feldsalat mit Mozzarella, Birne und Granatapfel, am frühen Morgen zubereitet. Wie war das nochmal mit den zu süßen Früchten in Hauptgerichten? Ach ja, aber das ist ein Salat, den ich schon ausprobiert und für gut gefunden hatte. Ich esse den Salat draußen, in der Sonne, mit einem halben libanesischen Fladenbrot. Die ganz flache Sorte. Dazu eine Banane.

Am Mittwochabend gibt es einen kleinen Tomatensalat. Der Ehemann war am Vormittag zum grünen Markt in Germering gefahren, und mit schönen mittelgroßen Fleischtomaten zurück gekommen. Eine italienische Sorte, sagt er, die nah am Stiel leicht grün ist. Fantastisch lecker. Und etwas wie 5€ für sechs Stücke.

Donnerstag

Reissalat mit Thunfisch, Paprika und Tomaten. Ich bereite am Mittwoch genug für den Abend und die Mittagspause am Donnerstag. Dazu nehme ich eine Banane mit, denn am Abend geht’s wieder zum Sport.

Freitag

Die Gnocchi mit Knoblauch und Spinat machen wir doch nicht. Der Ehemann hat ein neues Vorstellungsgespräch auf der anderen Seite vom Flughafen um die Mittagszeit bekommen, er wird nicht dazu kommen, mittags zu essen, sagt er. Und am Abend wollen wir mal wieder auswärts essen gehen, zum Harlachinger Jagdschlössl[1]. Ich bereite mir am frühen Morgen einen Salat mit den leckeren Tomaten aus dem Germeringer Markt, einer halben Zwiebel, Kichererbsen und zwei hartgekochten Eiern. Die Gnocchi werde ich für Montag zubereiten. Ich bin eh nächste Woche ab Dienstag auf Dienstreise, der Ehemann muss dann selber schauen, wie er sich in den drei Tagen ohne mich ernährt.

[1] „Weißt du noch, da, wo es die Bierfässer mit Hahn am Tisch gibt,“ sagte der Ehemann. Wir haben letztes Jahr während unserer Pendelzeit zweimal dort gegessen. Kann ich wärmstens empfehlen.


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Fehlende Privatsphäre

Ich war in einer mir unbekannten Wohnung. Ich musste mich anziehen. Ich stand gerade in Unterwäschen mitten im Raum, als ich aus dem großen Fenster ohne Gardine einen jungen Mann auf der anderen Seite vom Innenhof in einem mir gegenüber stehenden Gebäude merkte. Er war mit Kittel und Schutzbrille bekleidet und hielt einen Kulturkolben in der Hand. Aber statt auf seine Arbeit zu achten, glotzte er mich nur an. Ich habe ihm den mittleren Finger gezeigt und mich unter dem Fenster geduckt, um mich weiter anzuziehen.

Szenenwechsel. Der Ehemann und ich waren im Frühstücksraum eines Hotels. Es waren viele Leute da und der Raum wirkte unordentlich. In einer Ecke vom Frühstücksraum war unser Schlafzimmer. Keine Wand. Das Bett war noch nicht bezogen, die Decke lag noch halb auf dem Bett und halb am Boden. Die Dusche war ebenfalls vom Frühstücksraum ohne Tür frei zugänglich.

Ich denke, die Botschaft der Träume ist diesmal ganz klar. Mir fehlt’s an Privatsphäre. Auf Arbeit.

Ich war gestern richtig sauer, als ein bestimmter Kollege zum xten Mal ins Büro geplatzt ist. Das tut er regelmäßig. Nennen wir ihn Fergus, denn er ist Schotte. Morgens dreht er seine Runde, um mit anderen Kollegen zu reden. Ich habe ihn schon mal gefragt, ob er denn nichts zu tun hätte. Gestern musste er sich zweimal mit Ute über ein Projekt unterhalten. Dagegen kann ich schwer etwas sagen. Mein Pech, dass ausgerechnet Ute und er die zwei lautesten Kollegen in der ganzen Firma sind. Am anderen Ende vom Flur hört man die Beiden immer noch sehr gut, wenn sie sich unterhalten. Und mittendrin Tim (gerade in Elternzeit) und ich, die versuchen zu programmieren.

Als Fergus gestern Abend erneut rein kam, um mir mitzuteilen, dass etwas in unserem Datenbanksystem nicht funktionierte, ist mir der Kragen geplatzt. Denn ich war gerade vertieft dabei, mich genau diesem Problem zu widmen. Beim Programmieren brauche ich meine Ruhe, was allein mit Ute im Büro schon schwer genug ist. Beim Programmieren ist es für mich, als ob ich im Kopf mehrere lose Stränge halten würde, um sie zusammen zu binden. Kommt jemand plötzlich rein und spricht mich laut an, weil Fergus nicht anders als laut reden kann, ohne Rücksicht auf meine Arbeit zu nehmen, fallen mir alle Stränge am Boden. Danach darf ich sie wieder sammeln, und häufig ist es auch die Ursache für Fehler, die ich danach beheben muss. Mega kontraproduktiv.

Eigentlich haben wir eine festgelegte Prozedur, für Bugs. Wir haben ein Projektmanagementsystem, mit dem alle in der Firma arbeiten, und drin ein Projekt für Bugs eingerichtet. Jeder, der ein Problem feststellt oder Änderungswünsche hat, soll es dort schriftlich mitteilen. Aber Fergus hält sich nie an Vorschriften. Unter der Begründung, es wäre für ihn einfacher, mir Sachen mündlich zu erklären, pfeift er drauf und reißt mich regelmäßig von meiner Programmiertätigkeit raus. Das nervt. Daher die Träume heute Nacht.


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Karotten-Hummus

Weil es so lecker war, dass ich es definitiv nochmal machen werde. Durch die saftige Karotte wird der Hummus viel lockerer und leichter, ohne den Geschmack von Kichererbsen zu verlieren.

Die Zutaten (für zwei Portionen*)

  • 1/2 Dose Kichererbsen
  • 1 große Karotte
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1 recht kleine Knoblauchzehe, geschält
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Teelöffel Salz

* Oder vier, je nachdem, was es sonst noch zu essen gibt.

Die Zubereitung

  • Die Karotte klein schneiden.
  • Alle Zutaten in ein Mixerbecher geben und pürieren.
  • Mit einigen Blättern Petersilie servieren.

Nährwertangaben

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 177 354
Eiweiß (g) 3,7 7,4
Kohlenhydrate (g) 11,4 22,8
davon Zucker (g) 4,6 9,2
Fett (g) 10,3 20,5
Ballaststoffe (g) 6,4 12,8


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Am botanischen Garten

Wir haben den schönen Eingang zum botanischen Garten benutzt. Nicht den Haupteingang in der Menzinger Straße, sondern erstmal durch den Park vom Schloß Nymphenburg. Dort gibt es Enten und Gänse, die ich in Berlin noch nie gesehen hatte. Es war schon warm und eine Pause am Biergarten musste sein. Mit alkoholfreiem Bier, denn kurz vor zwölf ist es mir viel zu früh, um „echtes“ Bier zu trinken. Eine Bayerin werde ich wohl nicht.

Auf dem Weg zum botanischen Garten stoßen wir auf eine künstliche Ruine, wie die Romantiker sie gerne im neunzigsten Jahrhundert in Gärten bauen lassen haben.

Wir spazieren gemütlich durch den botanischen Garten. Ich habe uns gleich Jahreskarten besorgt. Wie in Berlin kann man an der Kasse nur bar bezahlen, Kartenleser haben sie nicht. Im Garten sind nicht so viele Leute, außer am Café, wo wir um zwei Uhr nachmittags ankommen. Der Ehemann hat Durst. Er bestellt sich ein Aperol Spritz. Ich nehme lieber einen schwarzen Tee und ein Stück Panna Cotta Kuchen mit Heidelbeeren. Das Stück ist bestellt, bevor mein Gehirn überhaupt sagen kann, „Halt, du wolltest doch abnehmen!“. Der Ehemann isst mit. Zu meiner Überraschung kommt die Bedienung bei der überfüllten Terrasse sehr schnell. Wir müssen kaum warten.

Um halb drei machen wir uns auf den Weg nach Hause.


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Heute beim Sport

Seit einigen Wochen gehe endlich wieder regelmäßig zum Sport.

Das war lange nicht mehr so. Ungefähr seit dem Urlaub in September. Zwei Wochen weg, das hat mich völlig aus dem Rhythmus geworfen. Es gab im Herbst viele interessante online Kurse, die ich absolvieren wollte, und die viel Zeit gekostet haben. Dann waren es schon nicht mehr so viele Wochen bis Weihnachten, ich musste meine selbst gebastelte Geschenke fertig kriegen. Und dann war es so weit weg, bis zum Fitnessstudio, vierzig Minuten hin, vierzig Minuten zurück, wenn der ÖPNV gut läuft, da geht viel Zeit verloren.

Was geschah ist klar: Irgendwann haben die Kleider angefangen, ungemütlich zu sitzen. Das war mir schon im Urlaub bei meiner Schwester aufgefallen. Seitdem der Ehemann aus Berlin zu mir im Juli umgezogen ist, koche und esse ich mehr als im ersten halben Jahr. Man glaubt nicht, wie schnell die Pfunde zurück kommen, wenn man nicht aufpasst. Vor allem, wenn der Ehemann ständig dabei ist, mir Leckeres anzubieten, obwohl er weiß, dass er das lassen soll. Ohne ihn gab es in der Wohnung nie etwas wie Keckse, Schokolade oder Eis. Es gibt jetzt Hosen, die ich seit einigen Monaten nicht mehr trage.

Dabei hatte ich wirklich was erreicht, letztes Jahr. Dreimal die Woche beim Sport, jedesmal mit einem Proteinshake als Abendessen, gelegentlich mit einer Kollegin mittags gejoggt, das Gewicht war vielleicht nicht beeindruckend runter gekommen, aber die Figur war dafür super geworden.

Was soll’s. Was ich letztes Jahr geschafft hatte, kann ich dieses Jahr auch. Diesmal gibt es keine große Lebensumstellung wie ein Umzug mehr, wir sind zu Hause gut eingerichtet, nichts steht mehr im Weg. Wir haben schon seit dem Sommer die Routine, am frühen Samstagvormittag zum Markt in Pasing einkaufen zu gehen, von dort ist es nicht weit, bis zum Fitnessstudio. Seit Januar gehen wir samstags wieder hin. Dann sind wir zusätzlich einmal unter der Woche abends hin gegangen. Jetzt zweimal. Also insgesamt dreimal die Woche. Bei diesem Rhythmus macht es wieder Spaß und der ständige leichte Muskelkater fühlt sich gut an. Ich habe den Punkt erreicht, wo ich mich nicht mehr überwinden muss, sondern morgens selbstverständlich die Sporttasche packe, um nach Feierabend zum Sport zu gehen. Es ist umso leichter geworden, jetzt, wo es die neue Buslinie 259 gibt, die direkt von Martinsried nach Pasing fährt.

Trotzdem denke ich, ein Fitnessstudiowechsel wäre nicht schlecht. Der Ehemann wollte unbedingt hin gehen, wo es auch ein Schwimmbad gibt. Deswegen hatten wir uns in Berlin beim Fitness First in Zehlendorf angemeldet. Das war ein tolles Studio. Und deswegen fahren wir jetzt zum Laimer Studio, obwohl das Schwimmbad deutlich kleiner ist. Ich denke, der Ehemann könnte sich ein normales Schwimmbad aussuchen, und wir könnten näher zur Wohnung Gerätetraining treiben. Was mich bei unserem Fitnessstudio nervt:

  • Erstens ist der Empfang recht unfreundlich. Wenigstens um die Uhrzeiten, wo ich letztes Jahr da war, war immer die gleiche Person hinter der Theke. Dass man beim Ankommen nicht besonders freundlich begrüßt wird, kenne ich schon aus Berlin, aber jedesmal, wenn ich nach dem Sport mein Proteinshake bestellen wollte, tat die Frau immer so, als ob ich sie bei einer unglaublich wichtigeren Tätigkeit stören würde — meistens, beim Quatschen mit einer Kollegin. Manchmal habe ich den Verdacht gehegt, sie war einfach unfreundlich bei allen schlanken Frauen, weil sie selber fett ist und sich deutlich netter mit dickeren Leuten verhält.
  • Vergessene Sachen tauchen nicht wieder auf. Gut, es ist mir nur einmal passiert, dass ich meine Badelatschen liegen lassen habe, aber wie die gleiche Frau an der Theke sofort verneint hatte, dass etwas abgegeben worden wäre, ohne meine Frage zu Ende zu hören und im Fundkorb hinter ihr zu schauen, sah sehr verdächtig aus. Ich denke, sie bedient sich selbst an den Fundsachen.
  • Was mich vor allem stört: Die Musik ist viel zu laut. Bei manchen Kursen, wie beim Zumba am Dienstagabend, wird in dem Kurssaal die Musik so laut gedreht, dass selbst bei geschlossener Tür der Schall zu dem Gerätebereich drängt. Bei mir erzeugt das eine Art Resonanz. Ich sitze auf einem Gerät und mache meine Wiederholungen, aber mein Herz schlägt nicht mehr normal, weil es durch die Bässe anders vibriert. Äußerst unangenehm. Wenn ich jetzt während des Kurses da bin, schaue ich, dass ich an möglichst weit entfernten Geräten trainiere. Ich habe einmal in einem anderen Kurs erlebt, wie eine Frau am Anfang darum gebeten hatte, die Musik nicht zu laut zu drehen, und die Kursleiterin quasi sofort eine Art Nervenzusammenbruch hatte, weil man ja „keine Musik mehr hören könnte“. Ich denke, die Kursleiter sind völlig bescheuert und haben kein Gespür für gesunde Lautstärke. Aber das scheint nicht nur bei Fitness First der Fall zu sein. Es ist bekannt, dass Musik in Fitnesstudios häufig die gesetzliche Grenze für Lärmbelästigung am Arbeitsplatz überschreitet und das Gehör gefährdet. Es interessiert niemanden. Es soll nicht mal eine zulässige Begründung dafür sein, seinen Vertrag vorzeitig zu kündigen. Ich hatte schon recherchiert, nachdem ich vor drei Wochen mit dem Ehemann an einem Montagabend dort war. Auf der Webseite gab es keine Ankündigung, aber die Betreiber vom Fitnessstudio hatten einen DJ-Abend veranstaltet. Und nicht in einem abgetrennten Kurssaal, nein, mitten auf der freien Trainingsfläche, wo drum herum alle Geräte stehen. Da stand ein junger Mann in schwarzer Sportkleidung hinter einer dafür gebaute Musikanlage, und ließ Musik so laut wie in einer Disko laufen. Kein Entkommen. Der Ehemann war im Schwimmbad und war auch dort davon gestört. Ich habe mein Training beendet. Den ganzen Abend zu Hause hat sich mein Kopf wie unter Druck angefühlt, ich war so von der lauten Musik gestresst geworden, dass ich lange nicht einschlafen konnte, und den ganzen Dienstag auf Arbeit hatte ich dumpfe Kopfschmerze. Weil ich meinte, nach einem Tag Arbeit Sport machen zu wollen. Die spinnen total. Auf Anfrage meinte eine Trainerin, solche Veranstaltungen würden nicht auf der Webseite bekannt gemacht, sondern nur auf Facebook. Ich bin jetzt ständig dazu gezwungen, zuerst dort zu schauen, ob ein DJ-Abend geplant ist, bevor ich meine Sportsachen packe. Ich kann mich nicht mehr spontan zum Training entscheiden. Das ist schon eine große Beeinträchtigung. In Zehlendorf hatte ich solche Umstände nie erlebt.

Jetzt sind wir leider bis zum Ende des Jahres bei Fitness First gebunden. Ich hatte die Idee, wir könnten mal ein anderes Studio probieren. Wir waren letzte Woche Samstag bei dem Fitness First am Englischen Garten. Der war aber recht klein, viel weniger Geräte standen zur Verfügung, und sie waren alle auf einer Art offener Etage oberhalb von der freien Trainingsfläche. Da oben war es so warm, dass ich mich fiebrig gefühlt habe und nach dem Training den ganzen Tag Kopfschmerze hatte. Da gehe ich nicht wieder hin.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.