Die Tulpen kommen schon

Dabei waren sie in den letzten Tagen ständig unter einer dicken Schicht Schnee, die erst gestern geschmolzen ist. Den Korb haben wir schon seit fast zwei Jahren, aber letztes Jahr waren die Tulpen nicht richtig geblüht. Hoffentlich klappt es dieses Jahr besser.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Konsequent

Der Ehemann, nachdem ich ihn gebeten habe, mir abends keine Süßigkeit anzubieten, damit mein Gewicht nicht in die Höhe schießt: „Klar, ich unterstütze dich“. Auch der Ehemann: Geht zur Bäckerei Brot holen, kommt mit zwei Stück Kuchen zurück.

Die Chefin, als wir zuletzt übers Arbeiten von zu Hause aus diskutierten: „Es ist wichtig, sich mittags mindestens eine Stunde Pause einzulegen um spazieren zu gehen“. Auch die Chefin: Klatscht uns in der Mittagspause ein Pflichtmeeting über Zoom[1].

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Schniesel

Gestern hat es leicht geschneit. Zu wenig, um zu sagen, „es schneit“, dachte ich. Die Flocken waren so klein, es kam mir übertrieben vor. Regen war es aber nicht, man merkte schon, es war etwas Gefrorenes.

Im Aachener Raum, wo ich Deutsch gelernt habe, gab es häufig eine Niederschlagart, die ich aus meiner Heimat-Provence nicht kannte: Niesel. Wenn man nicht weiß, ob es sich um leichten Regen oder dicken Nebel handelt. „Es nieselt“, sagten meine Kollegen.

Also habe ich gestern dem Ehemann gesagt, „es schnieselt“. Ein Mischmasch zwischen „Schnee“ und „nieseln“. Ich fand es lustig und kam mir so schlau vor, Wörter einfach so zu erfinden. Hach! Das Wort gibt’s doch schon. Wenigstens Wiktionary kennt es.

Der Ehemann meinte dann, es würde für ihn nicht „schnieseln“. „Schnieseln“ klinge süß. Er würde eher „grieseln“ sagen. Die kleinen Flocken hätten keine schöne Form. Nach dem näheren Betrachten von der Außenfensterbank vom Wohnzimmer musste ich ihm Unrecht geben, wie die Fotos unten versuchen zu beweisen. Doof, dass die Fensterbank weiß ist. Ich hätte zum Balkon gehen können, da dort die Umrandung der Blumenkasten dunkelgrau ist. Aber ich hätte dafür raus gehen müssen, und es war kalt.

Das Foto links ist das Originalbild durch das Fenster. Rechts habe ich durch Bildbearbeitung versucht, die Konturen von den Flocken sichtbarer zu machen. Von den sechszähligen Sternen gibt es nicht viel zu sehen, aber sie sind definitiv ganz süß! Wie kleine Rädchen sehen sie aus.


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Kartoffel-Paprika-Suppe mit Bratwurst

Die neue Lieblingssuppe vom Ehemann. Und von mir!

Die Zutaten (für 2 Portionen als Hauptspeise)

  • 1/2 rote Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Stücke Ingwer (so lang wie ein halber Daumen)
  • 1 Esslöffel Distelöl
  • 3 Kartoffeln
  • 2 rote Spitzpaprika
  • 400 mL Gemüsefond
  • 2 geräucherte, grobe Bratwürste
  • Salz
  • Pfeffer

Die Zubereitung

  • Das Öl in einem Topf erhitzen.
  • Die halbe Zwiebel klein schneiden und im Öl glasig dünsten.
  • Die Knoblauchzehe und den Ingwer schälen, klein schneiden und zu den Zwiebeln geben.
  • Die Kartoffeln schälen und klein schneiden. Ab in den Topf.
  • Die Paprika waschen, schneiden und entkernen. Auch ab in den Topf.
  • Das Gemüse fünf Minuten anbraten und ab und zu umrühren. Ich lasse die Kartoffeln gerne ein bisschen am Boden vom Topf leicht festkleben, bevor ich umrühre.
  • Mit dem Gemüsefond ablöschen. Falls nicht alle Gemüsestücke mit Flüssigkeit bedeckt sind, mit Wasser nachfüllen.
  • Zwanzig Minuten mit Deckel drauf köcheln lassen.
  • In der Zeit, die Bratwürste in Ringe schneiden und in einer Pfanne ohne Fett beidseitig anbraten. Im Nachhinein denke ich, ich hätte vorher die Pfanne mit Knoblauch reiben sollen.
  • Die Suppe mit einem Pürierstab prozessieren.
  • Die Wurstringe am Rand der Pfanne einzeln vom eigenen Fett abtropfen lassen und in die Suppe geben.
  • Mit Pfeffer würzen, eventuell salzen, falls der Gemüsefond nicht salzig genug war, und servieren.

Nährwertangaben

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 376 752
Eiweiß (g) 17,8 35,6
Kohlenhydrate (g) 25 50
davon Zucker (g) 4,8 9,6
Fett (g) 23,4 46,8
Ballaststoffe (g) 5,4 10,7


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Frühstückskrümel

Heute früh geistesabwesend in meinem Teller mit den Fingern gefegt, als ich mit dem Ehemann darüber diskutierte, was wir für das Wochenende einkaufen sollten.

Ich fürchte, das Bild sagt mehr über mich, als mir lieb ist. Ein ernsthafter Ordnungsdrang ist es noch nicht, aber Anzeichen sind da. Warum bin ich zum Beispiel immer geneigt, Teppiche im Bad exakt parallel zu den Fliesen zu richten und zu zentrieren?

So lange es nicht so schlimm wie im Sketch von Loriot ist, brauche ich mir noch keine Sorge zu machen.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Ausgangssperre! Das Spiel!

Die perfekte Inszenierung

Zugegeben, man sollte nicht alles wortwörtlich ins Deutsche übersetzen. Der Originaltitel vom Spiel heißt „Lockdown! The Game![1] und ich war super glücklich, als unser neuer DHL Postbote[2] es mir heute Nachmittag überreicht hat. Monate des Wartens haben endlich ein Ende. Daher musste ein Foto her. Insider werden verstehen. Andere können das Video gucken (auf Englisch). Stimmt, noch was, James Veitch[3] ist so ein dunkles Pferd.

[1] Unbezahlte Werbung, da Namensnennung und/oder Verlinkung.

[2] Ich bin froh, dass die Zicke, die vor ihm bei mir Pakete geliefert hatte, scheinbar nicht mehr bei DHL arbeitet. Eine richtige Nervensäge war sie. Die hat einmal Minutenlang bei mir geklingelt, als ich mit Kollegen in einem Zoom[1]-Meeting war, nur um mir ein Paket zu reichen, das nicht mal für mich war. Noch nerviger, wie sie mir das Ding in die Hände gesteckt hatte, mit einer derart verzweifelten Stimme, als ob ihr Leben davon abhinge, echt nicht auszuhalten. Das Paket war dabei so dünn, dass sie es ohne Problem in den Briefkasten vom Nachbar hätte stecken können, wenn sie sich die Briefkästen vor dem Klingeln angeschaut hätte – sie sind so groß, rechts von der Haustür, ich weiß nicht, wie man sie übersehen kann. Vielleicht haben sich Leute über sie beschwert. Ich hätte es auch gemacht, hätte ich nichts Wichtigeres zu tun gehabt.

[3] Ich hätte diesen Beitrag veröffentlichen können, ohne vorher James Veitch zu ecosien[4]. Das ist eine Gewohnheit von mir, wenn ich eine bekannte Person, ein Buch oder sonst was hier erwähne, kurz vorher nochmal darüber zu lesen. James Veitch folge ich ab und zu seit über einem Jahr, nachdem ich seinen TED[1]-Vortrag über Scam-Emails auf YouTube[1] gesehen hatte. Das Video ist aus dem TED-Kanal verschwunden, sehe ich gerade, vermutlich wegen der folgenden Zeilen, und ist nur noch zu finden, weil es auf anderen Kanälen hoch geladen wurde. Was ich also bis heute nicht wusste, weil ich die ganze Diskussion auf Kickstarter[1] nicht gelesen hatte, aber jetzt nicht unerwähnt lassen kann, ist, dass seit September Gerüchte über ihn kursieren, er hätte vor zehn Jahren oder so mehrere jüngere Frauen sexuell belästigt und vergewaltigt. Sollte es stimmen, wäre ich zutiefst enttäuscht. Alles, was man momentan zum Thema findet, sind Variationen vom gleichen Artikel über Beschuldigungen von ehemaligen Kommilitoninnen, die in einer Facebook[1]-Gruppe ihre Geschichten unter sich geteilt haben. Die Facebook-Gruppe, die in den Artikeln genannt wird, ist heute nicht zu finden. Seit September gibt es keine neue Information in den Suchergebnissen zu finden. Das wundert mich ein bisschen, da es im Weinstein-Fall keine Woche gedauert hatte, bis mit der Untersuchung der Vorwürfe offiziell begonnen wurde. Im Veitch-Fall hat die Hauptanschuldigerin inzwischen den Tweet gelöscht, in dem sie die Vorwürfe formuliert hatte, was bleibt ist aber der Schaden, da er dadurch Aufträge verloren hat. Trotz Unschuldsvermutung kann man aufgrund von unbewiesenen Anschuldigungen ganz schnell seine Arbeit verlieren. Erinnerungen an Outreau werden wach. Bitte nicht missverstehen, ich will das Leid der Opfer nicht mindern, sollte es wirklich statt gefunden haben. Auch wenn ich es in einem Fall fraglich finde, von einer Vergewaltigung zu sprechen, wenn man sich für ein Sex-Date verabredet. Die Wahrheit werden wir erst in einigen Jahren erfahren. Dieser Beitrag hat jedenfalls eine ganz andere Wendung als ursprünglich gedacht genommen. Ich wollte doch nur kurz das Spiel zeigen.

[4] Ich google schon lange nicht mehr. Nach einer kurzen Liaison mit Startpage[1], bin ich jetzt zu Ecosia[1] gewechselt (im Browser, nicht als App).


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.