Gelesene Schätze #3

Heute ein längerer Auszug aus La peste, vom Literatur Nobel-Preis-Träger Albert Camus. Auf Französisch. Hier der Link zu Google Translate. Ich finde den Text zur aktuellen COVID-19 Situation sehr passend.

Il y a eu dans le monde autant de pestes que de guerres. Et pourtant pestes et guerres trouvent les gens toujours aussi dépourvus. […] Quand une guerre éclate, les gens disent : « Ça ne durera pas, c’est trop bête. » Et sans doute une guerre est certainement trop bête, mais cela ne l’empêche pas de durer. La bêtise insiste toujours, on s’en apercevrait si l’on ne pensait pas toujours à soi. Nos concitoyens à cet égard étaient comme tout le monde, ils pensaient à eux-mêmes, autrement dit ils étaient humanistes : ils ne croyaient pas aux fléaux. Le fléau n’est pas à la mesure de l’homme, on se dit donc que le fléau est irréel, c’est un mauvais rêve qui va passer, mais il ne passe pas toujours et, de mauvais rêve en mauvais rêve, ce sont les hommes qui passent, et les humanistes en premier lieu, parce qu’ils n’ont pas pris leurs précautions. Nos concitoyens n’étaient pas plus coupables que d’autres,  ils oubliaient d’être modestes, voilà tout, et ils pensaient que tout était encore possible pour eux, ce qui supposait que les fléaux étaient impossibles. Ils continuaient de faire des affaires, ils préparaient des voyages et ils avaient des opinions. Comment auraient-ils pensé à la peste qui supprime l’avenir, les déplacements et les discussions ? Ils se croyaient libres et personne ne sera jamais libre tant qu’il y aura des fléaux.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Wochenplan KW17

Montag

Spaghetti Carbonara, nach Jaime Oliver. Das beste Rezept für Spaghetti Carbonara, das ich je ausprobiert habe.

Dienstag

Kichererbsensalat mit Thunfisch.

Mittwoch

Quiche mit Tomaten und Ziegenkäse, davon gab’s noch genug für uns beide für die Mittagspause am Donnerstag.

Donnerstag

Tian de courgettes, das letzte Mal war sehr lange her.

Freitag

Ratatouille mit Rotbarschfilet, aus dem Fischstand vom Markt. Und weil es auch lecker aussehende geräucherte Makrelenfilets beim Fischhändler gab, haben wir sie heute mit dem Rest Ratatouille verzehrt.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Quiche mit Tomaten und Ziegenkäse

Die Zutaten (für 8 Portionen)

  • Für den Teig
    • 160 g Mehl (heute: Dinkelmehl)
    • Ein Ei
    • 100 g Butter
    • Zwei Prisen Salz
  • Für den Belag
    • 3 Tomaten
    • 200 g Ziegenrolle
    • 1/2 Zwiebel
    • 25 g Pinienkerne
    • Italienische Kräutermischung[1]
    • Pfeffer aus der Mühle
    • 3 Eier
    • 10 cL Sahne zum Kochen
    • 50 g Parmesan

[1] Ich hätte so gerne stattdessen frisches Basilikum verwendet. Leider habe ich heute beim Einkaufen keins gefunden.

Die Zubereitung

  • Backofen bei 180°C Umluft vorheizen.
  • Die Zutaten für den Teig zusammen zu einer Kugel verarbeiten.
  • Den Teig in eine runde Backform mit den Händen verteilen. Dabei einen Rand bilden.
  • Den Teig mit einer Gabel stechen.
  • Den Ziegenkäse in kleine Stücke schneiden und auf dem Teig verteilen.
  • Italienische Kräuter und Pfeffer drüber streuen.
  • Die Tomaten klein schneiden, die Flüssigkeit möglichst entfernen und zwischen den Käsestücken verteilen.
  • Die ganz klein geschnittene Zwiebel drauf verteilen.
  • Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten, abkühlen lassen und in der Quiche verteilen.
  • Die Eier mit der Sahne zusammen schlagen. Sollte die Mischung noch zu dickflüssig sein, kann man ein bisschen Milch dazu geben. Dann auf der Quiche gießen. Die Backform danach vorsichtig hin und her schwenken, damit die Eier-Sahne-Masse sich gut verteilt.
  • Mit gehobeltem Parmesan bedecken.
  • Bei 180°C fünfzig Minuten lang backen lassen.
  • Die Quiche lässt sich sehr gut aus der Backform nach dem Abkühlen heraus nehmen, obwohl die Form nicht eingefettet wurde. Der Teig beinhaltet ja schon ganz schön viel Butter.

Nährwertangaben

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 332 2656
Eiweiß (g) 14,2 113,2
Kohlenhydrate (g) 17,4 139,3
davon Zucker (g) 2 16,5
Fett (g) 23 183,8
Ballaststoffe (g) 1,7 13,4


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Heute nicht gejoggt

Es war windig und dadurch kälter geworden. Stattdessen bin ich eine halbe Stunde lang die Treppe hoch und runter gelaufen. Die Wohnung ist ja auf zwei Etagen verteilt. Seit dem Anfang der Ausgangssperre und Heimarbeitszeit (Mobile Office, genauer gesagt), bin ich doppelt so froh, damals so eine tolle Wohnung gefunden zu haben. Drin lässt sich wirklich gut leben.

Gestern hätte ich noch gesagt, Sport kommt heute gar nicht in Frage. Nicht nur des Wetters wegen. Nach der Wanderung am Samstag habe ich einen heftigen Muskelkater bekommen, der dem letzten epischen Muskelkater von vor dreieinhalb Jahren in nichts nachsteht. Schon am Samstagabend war ich nicht mehr in der Lage, mich normal in der Wohnung zu bewegen. Ich konnte nur noch die Füße am Boden gleiten lassen. Im Bett auf dem Rücken zu liegen war zu schmerzhaft, weil ich dabei die Beine strecken musste. Am nächsten Morgen haben sich auch Bauch- und Rückenmuskulatur gemeldet. Gehen war immer noch schwierig und schmerzhaft. Ich glaube, es ist der Oberschenkelbindenspanner, der mir so große Schwierigkeiten gemacht hat. Gestern habe ich ganz dicke Beulen ganz oben an den Schenkeln vorne bekommen, selbst unter dem Rock waren sie zu sehen.

Ich war also sehr erleichtert, als ich heute früh gemerkt habe, dass es mir schon viel besser geht. Trotzdem war es mir zu riskant, draußen zu joggen. Was ist, wenn ich weit weg von zu Hause plötzlich nicht mehr laufen kann?

Das letzte Mal bin ich am Freitag in der Mittagspause gejoggt. Es war eigentlich zu warm, in der prallen Sonne, ein richtiger Sommertag. Trotzdem fand ich den recht dicken Mann unpassend, der im Garten eines Mehrfamilienhaus bei Sankt Gilgen mit nur einem schwarzen String bekleidet ganz nah am Bürgersteig stand, um Pflanzen zu gießen. Auf dem Rückweg bin ich von einem anderen Mann aus seiner Haustür angesprochen worden, der ebenfalls dabei war, seine Pflanzen im Garten zu gießen. Immerhin war er anständig angezogen. Ich habe aus Höflichkeit geantwortet, was ein Fehler war, da er meinte, weiter mit mir plaudern zu müssen. Ich meine, ich mache mir die Mühe, joggen zu gehen, es ist nicht um einfach da rum zu stehen. Er fragt, wo ich her komme, und als ich „aus Frankreich“ antworte, meint er, mich mit seinen Französischkenntnissen beeindrucken zu wollen, indem er mir „Je t’aime“ einfach so ruft. Geht’s noch? Den Typ kenne ich nicht, und ja, nichts gegen Bekanntschaften in der Nachbarschaft, aber auf solche Bekanntschaften verzichte ich lieber. Ob ich bei ihm Kaffee trinken kommen möchte, fragt er dann. Der spinnt total, wenn er glaubt, eine Frau würde freiwillig alleine zu einem fremden Mann in die Wohnung gehen. Und wie war’s nochmal mit Corona und Abstand halten? Ausgangssperre und Frühling, eine furchtbare Kombination.

Ich werde mir jedenfalls beim nächsten Mal eine andere Strecke zum Laufen aussuchen.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Zeckenalarm

Wir sind heute nach dem Einkauf am Starnberger Markt wandern gegangen. Anlass war, dass wir beim letzten Teil unserer Isar-Wanderung vor zwei Jahren einen guten Stück der Strecke zwischen Fall und Lenggries aufgrund des regen LKW-Verkehrs mit dem Taxi machen mussten. Es war dem Ehemann ein Dorn im Auge.

Wir haben eine Rundtur gemacht. Gestartet sind wir an der ersten Brücke über dem Jachen, wenn man aus dem Norden entlang der Straße 2072 kommt. An der Isar entlang, durch arg enge Wege und entlang Felder, die mit unheimlichen verrosteten Stacheldrähten begrenzt sind. Danach Trampelweg bis zur Hofkapelle, den steilen weg hoch und irgendwann, als ich nicht mehr konnte, sind wir einem anderen Weg zurück zum Auto gefolgt, zuerst weiter steil hoch, dann steil runter, der parallel zum Almgraben läuft, bis wir zur anderen Seite der Hofkapelle ankommen. Unterwegs sind wir an vielen riesigen Ameisenhaufen vorbei gelaufen. Es gab so viele Ameisen an diesen Orten, dass man sie deutlich laufen hören konnte. Das hatte ich noch nie erlebt.

Die Wanderung war sehr anstrengend. Sechszehn Kilometer und über vierhundert Meter Höhenunterschied. Seit der Ausgangssperre treibe ich mittags wieder Sport, da ich zu Hause arbeite und täglich zwei Stunde ÖPNV ausfallen. Trotzdem war ich nicht fit genug für diese Strecke.

Zu Hause angekommen, habe ich mich in die Badewanne gestürtzt. Und an meinem Bauch, unten rechts vom Bauchnabel, habe ich einen kleinen schwarzen Fleck entdeckt. Merkwürdig. Ein Schönheitsfleck an diesem Ort war mir nicht bekannt. Mit dem Finger konnte ich kaum spüren, dass da etwas war. Ein Stück Dreck, der irgendwie da gelandet ist, obwohl diese Hautpartie die ganze Zeit in der Hose war? Ich kratze dran, es geht trotz der Wärme vom Badeswasser nicht weg. Ein kleiner Bluterguss? Ich versuche es zu platzen, und plötzlich geht das schwarze Stück senkrecht zur Haut. Ich ziehe dran, es bleibt fest an der Haut verankert, bis es endlich mit einem leichten Stichschmerz nachgibt. Was ist das? Ich lege es auf dem weißen Rand der Badewanne und merke erst jetzt durch genauere Betrachtung, dass es etwa ein Millimeter groß ist, rund und mit zwei kleinen Ärmchen vorne. Und nach einer Weile bewegt es sich sogar und lässt mehr Beinchen erkennen! Urg. Ich schaue mir die rote Stelle am Bauch, dort ist scheinbar nichts von der Zecke übrig geblieben. Der Ehemann kommt mit der Lupe an und erklärt die Zecke für vollständig, bevor er sie platzen lässt und entsorgt. Verdammt. Wir checken uns gegenseitig am ganzen Körper, es war scheinbar die einzige Zecke.

Damit hatte ich heute nicht gerechnet, obwohl ich letztes Jahr schon mal einen Zeckenstich hatte. Als meine Mutter uns Ende Juni besucht hatte, waren wir zum Weßlinger See spazieren gegangen. Am Abend hatte der Ehemann eine deutlich größere Zecke als heute hinter meinem rechten Arm nahe an der Achselhöhe gefunden. Ich bin zur Ärztin gegangen und sie hat mir dringend empfohlen, mich gegen FSME impfen zu lassen. Das kannte ich aus Frankreich gar nicht und in Deutschland hatte ich vor München in keinem Risikogebiet gewohnt. Impfung, also, in der Hoffnung, dass es mit dem Zeckenstich nicht zu spät ist. Die Impfung beinhaltet drei Spritzen, und die letzte sollte ich Anfang Mai bekommen. In der Zeit habe ich jetzt schon meinen zweiten Zeckenstich bekommen. Verdammt.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Ostermenü

Zum Glück haben die Märkte noch auf. In Pasing war es vor zwei Wochen trotz der frühen Stunde, um die wir üblicherweise zum Markt fahren, zum Brechen voll. Wahrscheinlich denken alle, jetzt ist es besser, zum Einkaufen früher aufzustehen. Auf dem Markt in Starnberg geht es deutlich angenehmer. Daher steht unserem Ostermenü nichts im Wege.

Freitag

Gestern gab es eine Dorade, gefüllt mit Limetten- und Zwiebelscheiben, und zwei marinierten Riesengarnelen auf dem Grill (vom Ehemann zubereitet). Aus dem tollen Fischladen in Starnberg. Dazu Kartoffeln mit Zwiebeln aus dem Backofen, und Rahmspinat.

Samstag

Hummus und Tomaten-Rucola-Salat mit hart gekochten Eiern. Ich backe uns dazu ein weißes Brot, weil die Bäckerei im Kiez bis auf Weiteres zu hat. Und die Bäckerei am Bahnhof besuche ich seit der Frechheit mit der verstaubten steinharten Apfeltasche nicht mehr.

Sonntag

„So“ und nicht „Do“… Vielleicht eine Kreuzung aus „Dimanche“ und „Sonntag“. Gegrillte Lamm und Gemüse.

Montag

Quiche mit Spinat und Ziegenkäse. Das Lieblingsgericht vom Neffen, nur so nebenbei erwähnt, da wir natürlich zu Hause bleiben und die Familie in Frankreich nicht besuchen. Angeblich sollen Kinder Spinat nicht mögen. Das trifft in unserer Familie definitiv nicht zu, wie ich mich aus meiner Kindheit erinnere.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.