Poulpine

Vor einem Monat habe ich meine erste Puppe-Schnuffeltuch fertig gehäkelt. Anlass war die Geburt der Tochter von Tim, meinem Zimmerkollegen.

Irgendwie eine Schnapsidee, da ich so wenig Erfahrung mit Häkeln habe, aber Schnapsideen sind eine meiner Stärken. Wer kommt sonst auf die Idee, ohne Erfahrung das eigene Hochzeitskleid selbst zu nähen? Ähm, ich, ja. Es war damals noch gerade rechtzeitig fertig geworden und stimmt, einen Beitrag über das Kleid wollte ich verfasst haben.

Die Anleitung für die Puppe habe ich von funnyhooksandhappycrochets. Als blutige Anfängerin waren mir aber viele Begriffe unbekannt. Zum Glück gibt’s YouTube, und ich habe durch dieses Video endlich verstanden, was es bedeutet, Stäbchen in ein Magic Ring zu arbeiten.

Zufrieden bin ich mit dem Ergebnis nicht richtig. Der Kopf ist zu groß, obwohl ich auf die genaue Anzahl von Maschen geachtet habe, das Gesicht ist nicht richtig gestickt, die Haare sind nicht lange genug und wirken oben zu platt gedrückt, weil ich sicher gehen wollte dass sie nicht heraus gezogen werden konnten und viele Knoten gemacht habe. Und weil die Haare so kurz sind, gibt es längere Stränge am Kleid zum dran ziehen. Irgendwie hat es für mich mehr wie eine Krake als eine Puppe gewirkt. Poulpe, auf Französisch. Daher der Name, Poulpine.

Trotz allem ist die Puppe gut angekommen, bei den Eltern.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

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