Kein Wochenplan, KW22

Weil die Woche durch den Feiertag am Donnerstag und den Brückentag am Freitag kurz wurde.

Am Montag gibt es den Kichererbsensalat, den ich ursprünglich für den letzten Freitag geplant hatte. Die grüne Paprika sieht nicht mehr ganz frisch aus, schmeckt aber noch gut.

Für Dienstag sind schon die Vorräte an Gemüse aufgebraucht, da wir am Wochenende in Berlin waren und nicht auf dem Markt gehen konnten. Ich hole mir ein Hummus-Sandwich und einen Joghurt mit Waldfrüchten aus der Cafeteria der Uni. Ich mache früh genug Feierabend, um zum Pasinger Viktualienmarkt zu gehen und kaufe Zutaten für die Süßkartoffelsuppe. Hervorragend hat sie geschmeckt.

Für die Mittagspause am Mittwoch gibt’s Ente-Maultaschen und Romana-Salat mit Tomaten. Da ich am Dienstag auf dem Markt war.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

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Wochenplan, KW21

Wieder mit schwarzem Brett.

Montag

Ratatouille-Auflauf mit Mozzarella. Das war die Idee, zumindest. Aber die große Auflaufform war noch mit dem Reiskuchen mit Heidelbeeren belegt (warum habe ich nicht die große Springform benutzt?), und meine andere Auflaufform war nicht groß genug, um alle Zutaten der Ratatouille drin zu stapeln. Daher habe ich nur eine Aubergine, eine gelbe Zucchini und eine rote Spitzpaprika rein getan. Und statt Mozzarella gab’s Burratina, weil der Käseladen am Markt keine Mozzarella mehr hatte. Obendrauf Thymian. Das Ergebnis war fantastisch.

Dienstag

Linsensalat mit Feta, und den Avocado-Resten von den Sushi, die der Ehemann uns am Sonntag gemacht hat. Mit Frühlingszwiebeln statt Zwiebeln. Schwarze Oliven sind dazu gekommen.

Mittwoch

Ente asiatisch. Weil es beim letzten Mal so gemundet hat. Es war wieder so lecker, dass kein Foto enstehen konnte.

Donnerstag

Omelette mit grünem Spargel und Tomaten. Leider ein Tick zu lang auf der Kochplatte geblieben.

Freitag

Wegen der Migräne am letzten Wochenende war ich die erste Hälfte der Woche so müde, dass ich mir den Frei-Tag frei genommen habe. Und da wir mit dem Ehemann tagsüber in die Stadt gefahren sind, bevor wir den Flieger nach Berlin genommen haben, wird der Salat erst bei unserer Rückkehr heute Abend zubereitet.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Möglich aber verboten: Doppelwahl für Doppelstaatler

So betitelte BR24 diesen Artikel am Anfang des Monates. Gerne wird der Fall vom Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo zitiert, wenn es darum geht, über die Möglichkeit von EU-Bürgern mit doppelter Staatsangehörigkeit zu berichten, zweimal an der Europawahl teil zu nehmen.

Das ist aber nur die halbe Geschichte. Denn es reicht schon, als EU-Bürger mit einer einzigen Staatsangehörigkeit in einem anderen EU-Land zu leben, um die Möglichkeit zu bekommen, zweimal wählen zu gehen. Oder sind nur die Franzosen so verpeilt? Fakt ist, ich habe sowohl von der Gilchinger Gemeinde als auch vom Konsulat Frankreichs in München eine Wahlbenachrichtigung bekommen.

Ich erinnere mich dunkel, dass ich angeben musste, wo ich für die Europawahl wählen möchte. Entweder am Anwohnermeldeamt, nach meinem Umzug, oder bei meiner Anmeldung am Konsulat, ich weiß nicht mehr. Ich weiß auch nicht mehr, was ich damals geantwortet hatte. Das letzte Mal hatte ich in Köpenick gewählt. Ich habe gehofft, dass ich von der richtigen Stelle rechtzeitig informiert werde, wenn es dazu kommt. Kann man schon erwarten, oder? Nein. Angeblich tauschen EU-Staaten ihre Wählerverzeichnisse untereinander aus, behauptet BR24 im vorher verlinkten Artikel. Das stimmt schon mal zwischen den eng verbündeten Deutschland und Frankreich nicht, so viel kann ich sagen. Sonst kann ich nicht erklären, warum ich von beiden Seiten Wahlbenachrichtigungen bekommen habe.

Vor zwei Monaten habe ich eine Email vom Konsulat bekommen, um mich zu informieren, ich könne mich noch bis zum Ende des Monates entscheiden, wo ich wählen möchte: Entweder am Konsulat in München, oder, zu meinem Erstaunen, im Dorf meiner Mutter in der Provence, wo ich noch für lokale Wahlen registriert bin, obwohl ich seit zwanzig Jahren in Deutschland lebe. Ohne Aktion meinerseits würde ich in München eingetragen bleiben. Super, dachte ich, ich habe nichts zu tun. Aber: Der Ehemann hatte uns für eine Feier in Berlin (schon wieder!), ausgerechnet an diesem Wochenende, Bahnkarten besorgt, ohne zu merken, dass es das Wochenende von der Europawahl war. Rückfahrt Sonntagabend um 19:00. Zu spät. Was nun? Briefwahl wird in Frankreich nicht angeboten. Ich könnte eine Person meines Vertrauens, ebenfalls französischer Staatsangehörigkeit und im Konsulat in München wahlberechtigt, beauftragen, für mich wählen zu gehen. Der Hacken: Ich kenne hier nur zwei anderen Franzosen, mit denen ich gerade einmal auf dem Weihnachtsmarkt diskutiert habe. Ich kann sie unmöglich fragen.

Ich war schon am Überlegen, ob ich einen früheren Zug am Sonntag buchen sollte, als ich die Wahlbenachrichtung von Gilching im Briefkasten gefunden habe. Mit der Möglichkeit, per Briefwahl zu wählen. Problem gelöst. Vor drei Wochen habe ich meine Unterlagen am Einwohnermeldeamt geholt, ein paar Tage später habe ich meine Stimme zum Rathaus gebracht. Unkompliziert und bequem. Viele roten Briefumschläge lagen schon im Kasten.

Am 09. Mai habe ich dann eine Email vom französischen auswärtigen Amt bekommen. Eine persönliche Einladung, um für die Europawahl zum Konsulat zu kommen, mit Ort- und Zeitangabe. Häh? Seitdem sprudeln auch die Kampagne-Emails von allen französischen Kandidaten in meine Mailbox ein, selbst von Parteien, die nicht sich nicht zur Wahl stellen. Und diese Woche hat mich diese Wahlbenachrichtigung vom Konsulat erreicht. Obwohl ich offensichtlich in Gilching für die Wahl registriert bin, weil ich sonst definitiv keine Wahlbenachrichtigung bekommen hätte. Im Zweifelsfall traue ich eher dem deutschen Verwaltungsapparat, über die begrenzten Fähigkeiten der Franzosen habe ich hier schon mal gelästert.

Also, wer auch es immer ins Europäischen Parlament schafft: Es wäre schon super, wenn solche Umstände beim nächsten Mal vermieden werden könnten.


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Ente asiatisch

Davon kann der Ehemann nicht genug kriegen. Ich habe mir das Gericht am Anfang des Monates ausgedacht und da wir noch von den Sojasprossen und Bambussprossen jeweils ein halbes Glas übrig hatten, wurde es diese Woche nochmal gekocht. Hier das Rezept.

Die Zutaten (für vier Portionen)

  • 2 kleine Entenbrustfilets (450 g)
  • 300 g Reis
  • 2 Karotten
  • 2 grünen Paprikas
  • 1 halbe große Zwiebel
  • 1/2 Glas Sojasprossen
  • 1/2 Glas Bambussprossen
  • Sojasauce
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 kleines Stück Ingwer (so lang wie ein halber Daum)

Die Zubereitung

  • Den Reis in Salzwasser gar kochen.
  • Währenddessen, die Zwiebel schälen und grob schneiden.
  • Die Paprikas waschen und in halbe Streifen schneiden.
  • Die Möhren schälen und in halbe Ringe schneiden.
  • Die Knoblauchzehe und den Ingwer schälen und in kleine Stücke schneiden.
  • Das Gemüse mit dem Knoblauch und Ingwer in einer großen Pfanne knackig braten.
  • Und noch währenddessen bereitet der Ehemann das Entenfleisch zu: Die Entenbrustfilets auf beiden Seiten leicht einsalzen, in einer heißen Pfanne zwei-drei Minuten pro Seite anbraten, dann in Alufolie einwickeln und im bei 160°C vorgewärmten Backofen fünfzehn bis zwanzig Minuten backen. Heraus nehmen, kurz abkühlen lassen und mit einem scharfen Messer in Scheiben schneiden.
  • Reis, Gemüse und Entenfleisch auf Tellern anrichten.

Nährwertangaben

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 572,3 2289
Eiweiß (g) 28,7 114,8
Kohlenhydrate (g) 62,5 250
davon Zucker (g) 6,9 27,5
Fett (g) 21,4 85,6
Ballaststoffe (g) 5,2 20,9


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Brokkoli-Creme-Süppchen

Die Zutaten (für drei Personen als Vorspeise)

  • 1 Brokkoli
  • 2 Stangen Sellerie
  • 100 mL Schlagrahm
  • 300 mL Gemüsebrühe
  • Salz
  • Korianderblätter

Die Zubereitung

  • Den Brokkoli waschen und die Röschen abschneiden.
  • Die Selleriestangen grob schneiden.
  • In einem Topf, die Brokkoliröschen und die Selleriestücke mit der Gemüsebrühe kochen, bis sie gar sind.
  • Abkühlen lassen (gerade genug, um beim eventuellen Spritzen Brandblasen auf der Haut zu verhindern) und mit einem Pürierstab pürieren.
  • Die Suppe durch ein Sieb passieren.
  • Schlagrahm unterrühren und die Suppe wieder erwärmen.
  • Nach Geschmack salzen.
  • Mit Korianderblättern servieren.

Nährwertangaben

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 142,7 428
Eiweiß (g) 5,2 15,6
Kohlenhydrate (g) 4,6 13,9
davon Zucker (g) 4,2 12,6
Fett (g) 11,3 34
Ballaststoffe (g) 3,5 10,5


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Wochenplan, KW20

Ohne schwarzes Brett, dafür mit einem Foto vom Gilchinger Bannwald, wo wir heute spazieren gegangen sind, in der Hoffnung, meiner Migräne ein Ende zu setzen. Die ist leider am Nachmittag zurück gekommen.

Montag

Ratatouille-Risotto. Der Ehemann hatte davon gehört und wollte es uns mal kochen. Am Sonntagabend ist genug davon für die Mittagspause am Montag geblieben.

Dienstag

Kein vorgekochtes Mittagessen, dafür zum Hochzeitstag ein toller, entspannter Tag in den Thermen am Kochelsee. Selbst beim regnerischen Wetter war es fantastisch. Minuspunkt: Die Gastronomie, leider. Bestellt hatte ich Zander mit Kartoffeln und Spinat. So versalzen habe ich noch nie ein Gericht serviert bekommen.

Mittwoch

Tortilla, mit einem kleinen Tomatensalat. Weil der Ehemann so gut Tortillas machen kann. Er hat genug für Dienstagabend und die Mittagspause am Mittwoch gemacht.

Donnerstag

Nach dem Sport am Mittwochabend war ich zu platt, um noch zu kochen. Ich weiß nicht, ob etwas los ist, aber super fit bin ich momentan echt nicht. Nach dem Sport am Mittwochabend konnte ich mich nur noch zur Couch schleppen, obwohl ich mein übliches Training durchgezogen hatte. Es war anstrengend. Ich habe also nicht den Nudeln-Brokkoli-Schinken-Auflauf gekocht, den ich geplant hatte. Deswegen gab’s in der Mittagspause eine belegte Semmel von der Bäckerei, mit einem Obstsalat.

Freitag

Ich hatte für Freitag nichts geplant und bin mit Tim zur Bäckerei essen gegangen. Die machen freitags immer tolle Lachskörnerbaguetten. Es war endlich mal wieder schön sonnig und wir konnten auf der Terrasse sitzen.


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Radieschenblättersuppe

Die Zutaten (für drei Personen als Vorspeise)

  • Blätter von einem Bund Radieschen
  • 1 Zwiebel
  • 2 kleine, mehlig kochende Kartoffeln
  • 1/2 Liter Gemüsebrühe
  • 1/2 Liter Wasser
  • 20 g Butter
  • Salz
  • Pfeffer
  • Crème fraîche

Die Zubereitung

  • Die Blätter von den Radieschen trennen und abwaschen.
  • Die Zwiebel schälen und grob schneiden.
  • Die Kartoffeln schälen und klein schneiden.
  • In einem Topf, Butter erhitzen.
  • Die Zwiebelstücke und Radieschenblätter in die Butter andünsten.
  • Mit Brühe ablöschen.
  • Kartoffelstücke hinzufügen und mit dem Wasser bedecken.
  • Bei kleiner Hitze zwanzig Minuten köcheln lassen.
  • Die Suppe pürieren.
  • Nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen.
  • Mit einem Klecks Crème fraîche servieren.

Nährwertangaben

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 161 484
Eiweiß (g) 3,4 10,2
Kohlenhydrate (g) 12,4 37,3
davon Zucker (g) 3,5 10,5
Fett (g) 11,6 34,8
Ballaststoffe (g) 2,1 6,2


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Wochenplan, KW19

Montag

Kichererbsensalat mit Thunfisch (und schönem Rechtschreibfehler, der dem Ehemann nicht aufgefallen ist).

Dienstag

Augenbohnencurry, weil es beim letzten Mal so lecker war. Mit dem Unterschied, dass ich keine Augenbohnen hatte, sondern Borlotti Bohnen. Und wie ich mir aufgeschrieben habe, nur zwei statt drei Esslöffeln Öl benutzt habe. Das Ergebnis war irgendwie nicht so lecker, wie ich es in Erinnerung hatte. Vielleicht hätte ich doch mehr Öl benutzen sollen.

Mittwoch

Gefüllte Paprika mit Feta und Kartoffeln. Dabei habe ich gemerkt, auf die richtigen Mengenverhältnisse kommt es wirklich an. Ich hatte damals für die Füllung so viel Feta wie Kartoffeln benutzt, was sich einfach zufällig ergeben hatte. Am Dienstagabend hatte ich mehr Kartoffeln als Feta zur Verfügung, und obwohl es auch geschmeckt hat, hat es nicht ganz meine Erwartungen erfüllt.

Donnerstag

Süßkartoffeln mit Limettenquark. Voll der Knaller, wie ein Kollege bei der Mittagspause überrascht festgestellt hat, der ein Stück ausprobieren wollte. Jetzt muss ich das Rezept vom Limettenquark allen anderen Anwesenden weiter geben.

Freitag

Coucous-Salat mit Feta. Mit den leckeren Costoluto-Tomaten vom Markt.


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Plötzlicher Umzug

Es war ein sonniger Samstagmorgen. Wir standen im Wohnzimmer unserer aktueller Wohnung. Ich hatte mich schon mal beim Ehemann beschwert, einen so langen Arbeitsweg zu haben, aber ich hatte nicht damit gerechnet, was er mir jetzt sagte zu hören: Er hätte uns eine neue Wohnung mitten in München gefunden, und wir würden heute noch umziehen. Ich konnte es nicht glauben.

Wir sind zur neuen Wohnung gefahren. Das Umzugsunternehmen hatte schon unsere Sachen hierher gebracht, ohne dass ich davon irgendwas mitbekommen hatte. Die Wohnung war kleiner und ich habe mich kurz gefragt, wie denn alle unsere Möbel rein passen konnten. Wohnzimmer und Küche waren ein einziger, heller Raum. Der Boden war mit Parkett belegt. Ich habe mich am Boden vor der Couch hingesessen, direkt neben einem großen Fenster, aus dem man Grünes sehen konnte. Der Boden hat sich unter mir gefährlich gebogen und mir ist erst dann aufgefallen, wie marode das Parkett war. Es war löchrig, und drunter konnte man ältere, verfaulte Holzbalken sehen. Wo ich saß fehlte sogar ein solcher Balken.

Ich bin aufgestanden und zum Ehemann gegangen, der im Flur stand. Ich habe ihn gefragt, wie hoch die Miete hier denn wäre. Er sagte, hundert oder zweihundert Euros mehr als die Wohnung in Gilching, die wir gerade verlassen hatten. Wie, noch teurer, obwohl kleiner und in einem so schlechten Zustand? Ich habe ihn darum gebeten, zurück zur alten Wohnung zu gehen. Hätte man nicht einen bestimmten Zeitraum, um einen unterschriebenen Vertrag mit sofortiger Wirkung zu kündigen? Es wäre noch nicht zu spät, und sicherlich hätte unsere Vermieterin noch keine Nachmieter gefunden, so abrupt wie wir ausgezogen waren. Stimmt, antwortete er, allerdings hätte der Umzug jetzt schon so viel gekostet, wir sollten besser hier bleiben.

„Lass uns mal raus gehen“, schlug der Ehemann vor. Ich wusste noch nicht mal, wo wir waren. Wir sind zu einer Straßenbahn-Haltestelle gelaufen. Unterwegs ist mir aufgefallen, wie hier alles dicht gebaut war. Kein Baum war zu sehen, das Viertel war nur grau und voller Gebäude. Wie sollte ich mich hier jemals wohl fühlen?


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Kein Wochenplan, KW18

Seit halb elf sitze ich im Zug zurück nach München. Zeit, meinen nicht so wöchentlichen kulinarischen Rückblick zu verfassen.

Ich denke jetzt dran, weil ich gerade gegessen habe. Ein sehr mäßiges Hähnchen-Sweet-Chili Sandwich. Den habe ich mir selber geholt, weil, obwohl ich in 1. Klasse sitze, bisher niemand bei uns für Bestellungen erschienen war, und ich hatte einen riesigen Hunger. Warum habe ich mir eigentlich kein leckeres Sandwich an der S-Bahn-Station gekauft? Ich hatte Zeit, in Friedenau, und die Auswahl ist dort im Shop am Gleis doch viel ansprechender als im Zug. 12:10 trinke ich aus der ebenfalls im Bistrowagen erworbenen Apfelschorle-Flasche, als eine DB-Mitarbeiterin vom Bistro zu unserem Abteil kommt. Zu spät. Mein Nachbar bestellt sich ein Cappuccino. Um 12:45 hat er sich gerade zum schlafen bequem gemacht, als die Frau ihm sein Cappuccino bringt. Geduld muss man haben, heute. Scheinbar ist der Zug sehr ausgelastet. Und das, bei den horrenden Preisen. Ich meine, die Strecke ist noch teurer geworden, seitdem ich nicht mehr pendeln muss.

Der letzte Wochenplan war schon vor einem Monat. Klar, die Woche danach war ich drei Tage lang auf Dienstreise, ein Wochenplan hätte sich nicht gelohnt, dann war Ostern, Tim war eh aus Elternzeit zurück und ich wollte mittags mit ihm essen gehen, und da wir am Osterwochenende unterwegs waren, haben wir auf dem Markt nicht einkaufen können. Diese Woche hatte ich mir Montag und Dienstag frei genommen, und der Ehemann ist schon am Donnerstag nach Berlin gefahren, wo wir am Wochenende auf eine Feier eingeladen wurden. Also wieder kein Wochenplan. Immerhin haben wir gekocht. Ohne Plan, wir hatten nach Lust und Laune am Markt eingekauft.

Für Samstagabend habe ich uns Spargelrisotto mit grünem Spargel gemacht.

Unser Sonntagsmenü war großartig. Da ich einen großen Bund Radieschen zum Naschen gekauft hatte und die Blätter so toll aussahen, ist mir in den Kopf gekommen, eine Radieschenblättersuppe als Vorspeise zu machen. Der Ehemann ist unser Fleischexpert und hat eine Entenbrust zubereitet. Bei 300 Gramm reicht ein Stück für zwei Personen. Dazu gab’s grüne Bohnen. Und ein Stück Rhabarber-Blechkuchen als Nachtisch.

Am Dienstag habe ich mich erstmalig ans Rezept von Senfeiern mit Kartoffelpüree gewagt. Ein Stück Berlin auf dem Teller. Der Ehemann war begeistert, aber das Rezept war viel zu viel (ja, ich hatte für zwei Personen umgerechnet). Ich meine, die geben ein ganzes Kilogramm Kartoffeln für vier Personen an! 250 g pro Person! Ich hätte auch mein Gehirn einschalten können.

Für Mittwochabend gab es die zweite Entenbrust, asiatisch, spontan zusammen gereimt. Der Ehemann hat das Fleisch zubereitet, ich habe das Gemüse (rote Paprika, Möhren, Soja- und Bambussprossen) in der Pfanne angebraten. Mit Reis dazu. Eine Portion konnte ich mir für die Mittagspause am Donnerstag sichern, was schwer war, da es so gemundet hat. Ein Rezept muss noch her.

Am Donnerstagabend habe ich mir eine Omelette mit grünem Spargel und Tomaten zubereitet. Die Idee war natürlich, die Hälfte davon für die Mittagspause am Freitag mitzunehmen, aber dadurch, dass ich am Morgen schon an meine Wahlbenachrichtigung denken musste, um Briefwahlunterlagen am Rathaus abholen zu gehen, ist die Omelette im Kühlschrank vergessen worden. Am Freitagabend hat sie auch geschmeckt.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.