Osterwochende

Besser spät als nie. Fotos sortieren dauert ewig, und ich finde erst jetzt, wo ich mir ein paar Tage zu Hause gönne, ein bisschen Zeit, um meine Erinnerungen festzuhalten.

Das Osterwochenende hat am Donnerstagabend angefangen, als ich mich nach Feierabend in den Zug nach Berlin gesetzt habe. Der Ehemann, der schon einige Tage vorher zu seinem Vater mit dem neuen Auto gefahren war, hat mich am Südkreuz abgeholt und wir sind direkt zum Anhalter Bahnhof gefahren. Unser Ziel: Das Solar[1]! Eine gemütliche Cocktailbar, von außen ziemlich unauffällig, da sie auf der letzten Etage eines etwa verstecktes Gebäudes liegt. Schon die Auffahrt mit dem Aufzug ist ein Erlebnis, da der Glasaufzug an der Außenseite des Gebäudes angebracht ist, und man nach und nach eine tolle Aussicht über die Stadt entdeckt. Die Cocktailbar selbst liegt über das gleichnamige Restaurant[2], und hat auf drei Seiten riesige Glasfenster, wo man beim Sonnenuntergang auch Heiratsanträge machen kann. Also, ja, wir mussten unbedingt nochmal hin.

Am nächsten Morgen haben wir uns Zeit für einen kurzen Spaziergang im botanischen Garten genommen. Durch die Bauarbeiten am Königin-Luise-Platz mussten wir den Eingang vom Museum benutzen. Wir sind nicht wie üblich durch die Tür rechts von der Kasse ins Garten gelangen, sondern mussten einem etwa komplizierteren Weg zum Moosgarten folgen. Dadurch habe ich neue Ecken entdeckt, die ich noch nicht kannte. Zum Beispiel die Grabstätten von Wissenschaftlern, die eine bedeutende Rolle in der Geschichte vom botanischen Garten gespielt haben. Einen schöneren Ort kann man sich schwer aussuchen. Der italienische Garten wurde mit Tulpen bepflanzt, wobei sich in der schön periodischen Anordnung wenige Punktdefekte befinden — was ich eher lustig finde, ich bin froh, dass die rote Tulpe nicht entfernt wurde. Vor allem müssen wir heraus finden, wie die üppige gelb-rote Tulpe in Inneren des Arrangements heißt. Die will ich nächstes Jahr auf dem Balkon wachsen sehen. So nah kam man leider nicht ran, um sie gut zu fotografieren. Nicht mit meiner Kamera. Oder ich müsste einarmigen Liegestütz üben.

Nach einem letzten Blick bei den japanischen Kirschbäumen[3] sind wir mit dem Auto nach Usedom gefahren. Ja, wir auch, aber zur Küste. Mit Pause in Prenzlau, wo ich noch nie war. Die Marienkirche hätten wir gerne besucht, aber sie war am Karfreitag geschlossen. Gullydeckel fotografieren mache ich auch gelegentlich. Dieser trägt die Inschrift[4] Made in GDR, was mich ein wenig irritiert hat, da ich kein Englisch für einen Gegenstand erwartet hätte, der in der ehemaligen German Democratic Republic erstellt wurde. So kann man sich täuschen.

Am frühen Abend sind wir zu unserem Ziel angekommen, wo der Rest der Familie vom Ehemann schon eingetroffen war. Die aus Frankfurt. Und da es klar war, dass wir an dem Wochenende viel zu viel essen würden, hatten wir Laufsachen in den Koffer gepackt. So konnten wir jeden Morgen Dreiviertelstunde am Strand laufen, was in der Frühe fantastisch war. Am Strand spazieren haben wir ausgiebig gemacht. Die Temperatur war so unerwartet angenehm, dass man sogar barfuß und im Wasser laufen konnte.

Am Ostersonntag wurde eine Bootsfahrt zur benachbarten Swinemünde organisiert, da einige Familienmitglieder in ihrem Alter sich nicht gut lange bewegen können. Die Bootsfahrt wurde eine Enttäuschung. Bei strahlendem Sonnenschein und über fünfzehn Grad Temperatur fuhr ein kleines Boot mit winzigem Deck und einem abgeschlossenen Innenraum, wo man nicht mal die Fenster kippen konnte. Auf den Bildern sah es viel besser als in der Realität aus. Ich habe es geschafft, bei einer Anlegepause in Ahlbeck einen Außentisch für die ganze Verwandtschaft zu ergattern. Es war auf dem Deck genau so eng wie drin, aber wenigstens konnte man Luft schnappen. Ich kann nicht glauben, dass das Boot für so viele Menschen an Bord gebaut wurde. Jedenfalls kann ich jedem davon abraten, so eine Bootsfahrt zu machen, da man zu Fuß fast genau so schnell unterwegs wäre. Ich war froh, als wir ausgestiegen sind. Und sonst: Swinemünde kann man sich anschauen, muss man aber nicht unbedingt, ist mein persönlicher Eindruck. Es sei denn, man braucht „billige Zigaretten“. Wenigstens ist ein neuer Gullydeckel zu meiner Sammlung gekommen. Abseits vom Stadtzentrum sind schon ein paar nette Ecken zu entdecken, wie der Park mit der Klavier-Blumenbett -Skulptur. Ich bin sogar ganz oben in den Turm der Lutherkirche mitgestiegen (die Pobacken wurden zweimal angestrengt, erstmal vom Treppen steigen, und dann von der schieren Höhenangst, an die ich irgendwann mal arbeiten müsste).

Da das Boot auf der Hinfahrt so überfüllt war, haben wir mit dem Ehemann beschlossen, die knapp acht Kilometer zurück zu laufen, während der Rest der Familie sich den Stress von der Hinfahrt nochmal antun wollte. Unser Weg hat uns durch einen Park mit interessanten sportlichen Möglichkeiten und ein Stück Wald geführt. Kurz vor der Grenze sind wir zum Strand gebogen. Den Rest der Strecke haben wir barfuß auf dem Strand und im Wasser zurückgelegt, und das hat sich so toll angefühlt!

Am Montag sind wir nach Berlin zurück gefahren, und am Dienstag weiter nach München. Über die Rückfahrt ist nicht viel zu erzählen, außer, dass wir relativ viel Glück mit Staus auf Usedom hatten, denn wir haben gar keine erlebt. Auf der Autobahn nach München schon, aber ich habe quasi die ganze Zeit weiter fleißig gehäkelt, so gemütlich ist unser Auto.

[1] Unbezahlte Werbung, da Verlinkung.

[2] Wo wir einmal zu meinem Geburtstag wunderbar gegessen haben.

[3] Ich habe übrigens heute Nacht wieder von Kirschblüten geträumt, die mir so schön vor dem Balkon wuchsen. „Das Glück ist nah“, behauptet der Traumdeuter. Ich hätte mir eher psychologische als esoterische Bedeutungen in meinen Suchergebnissen gewünscht, aber die meisten reden nur von Kirschbäumen mit Früchten, nicht mit Blüten.

[4] Oder heißt es Aufschrift?


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Rhabarber-Blechkuchen

Uch, schon fehlen vier Stücke!

Die Zutaten (für etwa 18 Stücke, ja, wenn man drei Rhabarber-Reihen pro Stück hat, dann hat man eben zum Schluss zwei längere Stücke mit nur zwei Reihen, so genau ist es nicht, aber egal)

  • Für den Teig
    • 300 g Mehl
    • 1 Päckchen Backpulver
    • 1 Becher Naturjoghurt
    • 100 mL Milch
    • 100 g Butter, geschmolzen
    • 75 g Braunzucker
  • Für den Belag
    • 250 g Magerquark
    • 3 Becher Naturjoghurt (weil ich nicht genug Quark gekauft hatte)
    • 3 Eier
    • 200 g Braunzucker
    • 7 Stangen Rhabarber

Die Zubereitung

  • Backofen bei 180 °C Umluft vorheizen.
  • Alle Zutaten für den Teig zusammen rühren und auf ein mit Backpapier belegtes Blech glatt verteilen.
  • Quark, Joghurte, Eier und Zucker ebenfalls zusammen rühren und auf dem Teig verteilen.
  • Die Rhabarberstangen schälen (habe ich gemacht, obwohl sie frisch vom Markt sind, eigentlich eher abgepellt, das ging sehr einfach) und in Stücke schneiden.
  • Die Rhabarberstücke in den Belag drücken.
  • Bei 180 °C für Dreiviertelstunde backen lassen.

Nährwertangaben

Mit halbfetter Milch und den 0,1% Fett Joghurten von Andechser gerechnet, da ich diese verwendet habe.

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 201,5 3627
Eiweiß (g) 6,4 115,5
Kohlenhydrate (g) 30 540,5
davon Zucker (g) 17,8 320,1
Fett (g) 5,8 104,3
Ballaststoffe (g) 1,1 20,6


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Pizza mit Aubergine, Mozzarella, Feta und Paprikasauce

Ich hatte schon lange Lust drauf, Pizza zu machen. Mit Paprika- statt Tomatensauce. Und wenn schon außergewöhnlich, dann noch Za’atar in den Teig rein. An der Farbe nach dem Backen merkt man es kaum, aber der Aroma! Dazu als Belag? Broccoli kam mir ständig in den Kopf. Den Ehemann konnte ich leider nicht überzeugen. Dafür haben wir Aubergine und Käse benutzt. Die Broccoli-Variante werde ich aber definitiv mal machen!

Die Zutaten (für 6 gute Stücke)

  • Für den Teig
    • 350 g Mehl (bleiben wir bei Weizenmehl, ich habe schon mal Dinkelmehl für Pizza ausprobiert, es schmeckt gar nicht)
    • 1 Teelöffel Salz
    • 2 Teelöffel Za’atar
    • 1 Päckchen Hefe
    • 3 Esslöffel Olivenöl
    • 25 cL lauwarmes Wasser
  • Für die Sauce
    • 2 großen rote Paprikas
    • 1 Knoblauchzehe
    • 1 Espressolöffel Chilipulver
    • Oregano
    • Thymian
  • Für den Belag
    • 1 große Aubergine
    • 250 g Mozzarella
    • Feta nach Belieben, wir hatten ungefähr 150 g
    • 1 halbe Zwiebel

Die Zubereitung

  • Für den Teig
    • Alle Zutaten zusammen mischen und mit den Händen knetten, knetten, knetten bis der Teig nicht mehr klebt und schön elastisch wird. Es erfordert viel Geduld und man braucht an dem Tag kein Sport mehr treiben, sag ich nur. Mindestens eine halbe Stunde habe ich dafür in der Küche gestanden, so genau habe ich nicht auf die Uhr geschaut. Wem es zu lange dauert kann weniger Wasser benutzen.
    • Den Teig zu einer Kugel formen und in eine große Schüssel tun. Mit einem feuchten Tuch bedecken und anderthalb Stunde im Backofen bei etwa 30 °C aufgehen lassen.
  • Den Backofen bei 250 °C vorheizen, oder so hoch, wie der Backofen kann.
  • Für die Sauce
    • Die Paprikas in grobe Stücke schneiden und mit dem Pürierstab zur Sauce verarbeiten.
    • Die Sauce in einem Topf erhitzen, Kräuter, Chili und fein geschnittenen Knoblauch rein mischen und so lange reduzieren lassen, dass man am Ende fast die Konsistenz von Tomatenmark erreicht.
    • Abkühlen lassen.
  • Für den Belag
    • Die Aubergine schneiden und in einer Pfanne mit Olivenöl anbraten. Beiseite legen.
    • Die halbe Zwiebel in Ringe schneiden.
    • Mozzarella in Scheiben und Feta in Würfeln schneiden.
  • Pizza anrichten
    • Backpapier auf ein Backblech legen.
    • Den Teig mit etwas Mehl wieder kurz kneten, um Luftblasen aus dem Teig zu vertreiben, und auf dem Backpapier mit den Händen flach drücken.
    • Paprikasauce auf dem Teig verteilen.
    • Die Auberginenscheiben drauf plazieren.
    • Mit dem Käse bedecken.
    • Zwiebelringe zum Schluß anbringen.
  • Etwa zehn Minuten bei 250 °C backen. Weniger, wenn die Temperatur vom Backofen höher ist.

Als Begleitung habe ich uns einen kleinen Salat mit Tomaten zubereitet.

Nährwertangaben (ohne den Salat)

pro Stück fürs Rezept
Energie (kcal) 457,5 2745
Eiweiß (g) 19,9 119,5
Kohlenhydrate (g) 49 293,7
davon Zucker (g) 5,6 33,6
Fett (g) 17,7 106
Ballaststoffe (g) 4,6 27,3


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Die Lufthansa-Enttäuschung

Auf dem Rückflug am Donnerstag Nachmittag habe ich das Lufthansa Magazin durchgeblättert. Im Editorial war die Rede von Umweltschutz und Erneuerung der Flotte mit Flugzeugen, die weniger Kraftstoff verbrauchen. Davon habe ich nichts merken können.

Der Hinflug war schon mal nicht gut. Ich hatte bei Lufthansa gebucht, geflogen sind wir jedoch mit Air Dolomiti. Ich hatte noch nie erlebt, dass man in einem Flugzeug über dreißig Grad Innentemperatur hat, aber so hat es sich angefühlt. Ich musste mein Pulli ausziehen und die Lüftung aufdrehen, was ich sonst nie tue, weil ich vom Luftzug Schmerze in den Nacken kriege. Ich hatte bei der Buchung gedacht, ich fliege ohne Gepäck, für die zwei Tage brauche ich keins und ich spare mir die Zeit. Am Ende wurde meine Bluse für den ersten Tag durchs Fliegen verschwitzt. Andere Passagiere haben sich beschwert. Kurz vor Landung ist die Temperatur angenehm geworden. Zu spät für die Bluse.

Der Rückflug war zwar besser, aber wir sind immer noch nicht mit Lufthansa geflogen. Die Verbindung wurde von Air Baltics durchgeführt. Das ist recht enttäuschend. Ich war absichtlich zur Webseite von Lufthansa gegangen, um meine Buchungen zu machen, weil Lufthansa noch als seriös gilt und ich den Komfort an Bord schätze. Ich hatte mir Flüge ausgesucht, die mir zeitlich am besten passten. Dass ich am Ende gar nicht in Lufthansa-Maschinen fliegen würde, hatte ich gar nicht gemerkt.


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Gähn

Wir mussten heute ganz früh aufstehen. So kurz vor fünf. Um elf waren wir schon im Bett, aber ich war nicht müde genug zum Einschlafen. So gegen zwölf muss es geklappt haben. Und danach bin ich sowieso jede Stunde aufgewacht. Das letzte Mal um viertel nach vier.

Ich habe darauf gewartet, dass der Radiowecker den Ehemann weckt, und bin sofort duschen gegangen. Kaffee und Banane geschluckt. Am Abend gepackte Taschen geholt. Und runter zur Tiefgarage.

Zum Glück hat mich der Ehemann zum Flughafen gebracht. Denn sonst hätte ich noch früher aufstehen müssen. Die S8 fährt zwar gleich um die Ecke, aber sie braucht über eine Stunde bis zum Flughafen. Mit dem Auto spare ich eine gute halbe Stunde, um die Uhrzeit. Gut, der Ehemann muss dann zurück nach Hause fahren, und mit dem Stau mit Blaulicht, den wir in die andere Richtung gesehen haben, wird es kein Spaß.


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Zanderfilets auf Spargeln und Kartoffeln

Ich habe uns heute Abend dieses Rezept nachgemacht, weil es auf dem Markt schon seit letzter Woche frischen Spargel gibt und das Rezept in meiner ersten Ergebnis-Seite auf Startpage erchienen ist. Es war lecker, hat aber nicht zu hundert Prozent meinen Geschmack getroffen. Deshalb halte ich mir hier fest, wie ich in beim nächsten Mal vorzugehen gedenke.

Pinienkerne haben wir heute statt Mandeln benutzt, einfach, weil wir zu Hause noch viel mehr Pinienkerne als Mandeln haben. Und Pinienkerne sind… Hmmm… 😋 Ich habe mich vom Anfang an beim Lesen des Rezeptes gegen Piment entschieden. Und den Knoblauch fand ich beim Essen fehl am Platz. Obwohl ich aus Südfrankreich komme und daran gewöhnt bin, Knoblauch zu essen. Es passt einfach nicht zum Rest des Gerichtes. Die Granatapfelkerne sind mir in den Kopf gekommen, als ich beim Aufräumen der Küche nochmal mit dem Finger ein bisschen von der Butter-Zitrone-Honig-Sauce aus der Pfanne gekostet habe. Das kann ich mir wirklich sehr gut vorstellen. Jedenfalls besser, als die roten Pfefferbeeren, die das originale Rezept vorgesehen hatte. Und da der Ehemann kein Fan von Kapern ist, zu meinem großen Bedauern, haben sie es nicht ins verarbeite Rezept geschafft.

Die Zutaten (für zwei Personen)

  • 2 schöne Stücke Zanderfilet
  • 500 g weißer Spargel
  • 6 Kartoffeln
  • Minze, Petersilie und Salbei, von jeder Sort Kraut die gleiche Menge, um zu einer kleinen Müslischale gehackter Hräuter zu kommen
  • 40 g Pinienkerne
  • 1 große Zitrone
  • Olivenöl
  • 50 g Salzbutter, und ein bisschen mehr um den Fisch in der Pfanne zu braten
  • 1 Teelöffel Honig
  • Grobsalz (sel de Camargue, den wir aus dem letzten Urlaub bei meiner Schwester gekauft haben)
  • Granatapfelkerne
  • Weißwein

Die Zubereitung

  • Den Backofen auf 200 °C Umluft vorheizen.
  • Den Spargel schälen und das harte Ende abschneiden.
  • Die Kartoffeln schälen und halbieren.
  • Eine Auflaufform mit Olivenöl mit Hilfe eines Pinsels einfetten. Den Spargel und die Kartoffelhälften drin verteilen und 25 Minuten bei 200 °C backen.
  • Während der Backzeit, die gewaschenen Kräuter klein hacken. Mit dem Zwiebelschneider von Tupperware[1], die der Ehemann zu unserer Küchenausstattung beigetragen hat, geht es super schnell.
  • Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Abkühlen lassen, dann zerhacken (was auch mit dem Zwiebelschneider vom Ehemann sehr gut geht). Anschließend mit den Kräutern mischen.
  • In der Zeit sind die 25 Minuten Backzeit von den Spargeln und Kartoffeln vorbei. Die Auflauf aus dem Backofen holen.
  • In der Pfanne, ein bisschen Butter schmelzen lassen und den Fisch drin anbraten.
  • In der kühl gewordenen Auflaufform, ein bisschen Weißwein zum Anfeuchten gießen. Den Fisch auf das Gemüse legen und weitere zehn Minuten bei 200 °C backen.
  • In dieser Zeit, die 50 g Butter in der Bratpfanne vom Fisch zerschmelzen. Den Honig drin rühren[2]. Den Saft der Zitrone auspressen und mit der Butter mischen. Reduzieren lassen, gelengentlich umrühren, und durch ein Sieb in eine Saucière gießen.
  • Auf Tellern anrichten: Den Fisch mit dem Gemüse servieren, mit der Zitronen-Butter-Sauce übergießen, und die Kräuter-Pinienkerne-Mischung und Granatapfelkerne drauf verteilen.

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[2] Ich habe Lavendelhonig von der Heimat benutzt. Sehr flüssig. Der Teelöffel war ein gut gefüllter Löffel, den ich schnell zur Pfanne gebracht habe, bevor der Inhalt herunter geflossen ist.

Nährwertangaben

Ähm, ja, das tut weh, verglichen mit meinen normalen Rezepten. Kein Wunder, bei der Buttermenge.

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 781 1562
Eiweiß (g) 50 99,9
Kohlenhydrate (g) 49,3 98,5
davon Zucker (g) 15,2 30,3
Fett (g) 39,5 78,9
Ballaststoffe (g) 11,8 23,5


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Wochenendrückblick

Das Wochenende hat, wie jedes Wochenende, mit einem Besuch des Pasinger Viktualienmarkts begonnen. Frühstück bei Banandi’s Deli. Den ganzen Winter waren wir quasi die einzigen Gäste, die draußen gegessen haben, seit einigen Wochen ist auf einmal die Terrasse überfüllt. Gestern ging es wieder, dem schlechteren Wetter sei Dank. Wir sind diesmal mit der S-Bahn statt mit dem Auto gefahren, weil wir nicht vor hatten, wie sonst nach dem Einkaufen zum Sport zu fahren. Der Ehemann hat sich vor einer Woche beim Skifahren den Ellbogen gestaucht und wollte noch kein Sport machen, und da ich wegen Dienstreise die ganze kommende Woche nicht dazu kommen werde, haben wir das Training auf morgen verschoben. Auf dem Weg zurück zum Bahnhof ist mir dieser Baum mit den Blüten aufgefallen. Ich habe Lust auf Blumen bekommen, und zurück in unserem Kiez, habe ich bei der Blumenhändlerin dieses hübsche Arrangement mit der tollen Tulpe gekauft.

Die Tulpe ist nicht lange auf dem Couchtisch geblieben, denn wir haben gedacht, ihr geht’s doch bestimmt besser auf der Terrasse. Mit den anderen Blumen. Vielleicht zieht sie auch Bienen an. Als ich gestern auf dem Balkon stand, habe ich doch keine Insekte zur Tulpe fliegen gesehen. Sie sind alle mächtig von den Tannenbäumchen angezogen, die uns die Vermietern in den Blumenkasten gelassen haben. Das eine Bäumchen in der Mitte tropft total auf dem Schutzblech, und vor allem die Wespen haben ihr Spaß. Ich weniger, Wespen machen mich immer nervös, so gerne sie dicht an uns vorbei fliegen. Entspannte Nachmittage in der Sonne auf dem Balkon kann ich vergessen, vor allem, seitdem der Ehemann alle seine Pflanzen aus Berlin hierher gebracht hat. Und ich rede lieber gar nicht von gemütlichen Mahlzeiten in der frischen Luft. Wespen kommen sofort an, und ich gehe dann rein und vergesse lieber, dass wir einen Balkon haben.

Was am Nachmittag noch geschah, kann ich wegen Jugendschutz nicht erzählen. Für den Abendessen hat uns danach der Ehemann Spinat-Gnudi gekocht. Das war ein Rezept, das er auf Bayern2[1] gehört hatte, aber ich denke, es hat eigentlich nichts mit dem originalen Rezept zu tun. Das müssen wir jetzt nachholen.

Heute gibt es kein Foto. Wir sind am späten Vormittag zum Sport gefahren, und ich habe an Präsentationen gearbeitet, die ich bei meiner Dienstreise halten muss.

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Wochenplan, KW14

Montag

Orientalisch gefüllte Auberginen. Durch dieses Rezept inspiriert, außer, dass ich 150 Gramm Lammgehacktes statt getrockneten Aprikosen benutzt habe. Ich tue mir schwer, Früchte in Hauptgerichten zu benutzen (sagt eine Liebhaberin von Tomaten). Sagen wir, zu süße Früchte. Wie Terry Pratchett es in einer seiner berühmten Fußnoten formulierte: Even so, there is no excuse for putting pineapple on pizza. Oder auf ein Schnitzel. Im Nachhinein bin ich doch recht neugierig geworden. Beim nächsten Mal tue ich die Aprikosen statt Lamm rein.

AusgehoelteAuberginen
Die ausgehölten Auberginen, direkt aus dem Backofen.

Ich bereite die gefüllten Auberginen für den Sonntagabend zu. Vier Auberginen, wie das Rezept sagte. Es gab aber nur recht große Auberginen, bei unserem Stand auf dem Markt. Insgesamt 1,3 Kilogramme. Wir haben jeder nur deswegen eine ganze Aubergine geschafft, weil wir seit dem Frühstück am Sonntag unterwegs waren und kaum was gegessen hatten. Ich nehme eine halbe Aubergine für die Mittagspause am Montag mit. Mit dem Rest der Frühlingszwiebelsuppe, die ich am Samstag gekocht hatte, und einem fettarmen Joghurt. Am Montagabend haben wir noch zwei Auberginenhälfte, und dazu macht uns der Ehemann Karotten-Hummus, mit Hilfe meiner Anweisungen auf WhatsApp, da ich spät Feierabend machen muss.

Dienstag

Möhrensalat mit einem hart gekochten Ei und Kichererbsen. Die Karotten hatte mir der Ehemann schon am Montagabend gerieben, als ich noch in der S-Bahn auf dem Weg nach Hause saß. Den Rest mache ich am frühen Morgen fertig. Ich brauche fast Dreiviertelstunde, um den Rucola zu waschen. Ich hatte am Samstag 100 Gramm am Markt gekauft, ein Bio-Rucola, den die Standbetreiber selber anbauen, mit breiten Blättern. Sehr lecker, und er hat sich bis Dienstagfrüh im Kühlschrank sehr gut gehalten. Dazu ein fettarmer Joghurt. Ich bin erstaunt, bis eine Stunde nachdem wir aus dem Sport zurück kommen keinen Hunger zu spüren. Wir essen erst um neun Uhr abends Stulle.

Mittwoch

Feldsalat mit Mozzarella, Birne und Granatapfel, am frühen Morgen zubereitet. Wie war das nochmal mit den zu süßen Früchten in Hauptgerichten? Ach ja, aber das ist ein Salat, den ich schon ausprobiert und für gut gefunden hatte. Ich esse den Salat draußen, in der Sonne, mit einem halben libanesischen Fladenbrot. Die ganz flache Sorte. Dazu eine Banane.

Am Mittwochabend gibt es einen kleinen Tomatensalat. Der Ehemann war am Vormittag zum grünen Markt in Germering gefahren, und mit schönen mittelgroßen Fleischtomaten zurück gekommen. Eine italienische Sorte, sagt er, die nah am Stiel leicht grün ist. Fantastisch lecker. Und etwas wie 5€ für sechs Stücke.

Donnerstag

Reissalat mit Thunfisch, Paprika und Tomaten. Ich bereite am Mittwoch genug für den Abend und die Mittagspause am Donnerstag. Dazu nehme ich eine Banane mit, denn am Abend geht’s wieder zum Sport.

Freitag

Die Gnocchi mit Knoblauch und Spinat machen wir doch nicht. Der Ehemann hat ein neues Vorstellungsgespräch auf der anderen Seite vom Flughafen um die Mittagszeit bekommen, er wird nicht dazu kommen, mittags zu essen, sagt er. Und am Abend wollen wir mal wieder auswärts essen gehen, zum Harlachinger Jagdschlössl[1,2]. Ich bereite mir am frühen Morgen einen Salat mit den leckeren Tomaten aus dem Germeringer Markt, einer halben Zwiebel, Kichererbsen und zwei hartgekochten Eiern. Die Gnocchi werde ich für Montag zubereiten. Ich bin eh nächste Woche ab Dienstag auf Dienstreise, der Ehemann muss dann selber schauen, wie er sich in den drei Tagen ohne mich ernährt.

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[2] „Weißt du noch, da, wo es die Bierfässer mit Hahn am Tisch gibt,“ sagte der Ehemann. Wir haben letztes Jahr während unserer Pendelzeit zweimal dort gegessen. Kann ich wärmstens empfehlen.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Fehlende Privatsphäre

Ich war in einer mir unbekannten Wohnung. Ich musste mich anziehen. Ich stand gerade in Unterwäschen mitten im Raum, als ich aus dem großen Fenster ohne Gardine einen jungen Mann auf der anderen Seite vom Innenhof in einem mir gegenüber stehenden Gebäude merkte. Er war mit Kittel und Schutzbrille bekleidet und hielt einen Kulturkolben in der Hand. Aber statt auf seine Arbeit zu achten, glotzte er mich nur an. Ich habe ihm den mittleren Finger gezeigt und mich unter dem Fenster geduckt, um mich weiter anzuziehen.

Szenenwechsel. Der Ehemann und ich waren im Frühstücksraum eines Hotels. Es waren viele Leute da und der Raum wirkte unordentlich. In einer Ecke vom Frühstücksraum war unser Schlafzimmer. Keine Wand. Das Bett war noch nicht bezogen, die Decke lag noch halb auf dem Bett und halb am Boden. Die Dusche war ebenfalls vom Frühstücksraum ohne Tür frei zugänglich.

Ich denke, die Botschaft der Träume ist diesmal ganz klar. Mir fehlt’s an Privatsphäre. Auf Arbeit.

Ich war gestern richtig sauer, als ein bestimmter Kollege zum xten Mal ins Büro geplatzt ist. Das tut er regelmäßig. Nennen wir ihn Fergus, denn er ist Schotte. Morgens dreht er seine Runde, um mit anderen Kollegen zu reden. Ich habe ihn schon mal gefragt, ob er denn nichts zu tun hätte. Gestern musste er sich zweimal mit Ute über ein Projekt unterhalten. Dagegen kann ich schwer etwas sagen. Mein Pech, dass ausgerechnet Ute und er die zwei lautesten Kollegen in der ganzen Firma sind. Am anderen Ende vom Flur hört man die Beiden immer noch sehr gut, wenn sie sich unterhalten. Und mittendrin Tim (gerade in Elternzeit) und ich, die versuchen zu programmieren.

Als Fergus gestern Abend erneut rein kam, um mir mitzuteilen, dass etwas in unserem Datenbanksystem nicht funktionierte, ist mir der Kragen geplatzt. Denn ich war gerade vertieft dabei, mich genau diesem Problem zu widmen. Beim Programmieren brauche ich meine Ruhe, was allein mit Ute im Büro schon schwer genug ist. Beim Programmieren ist es für mich, als ob ich im Kopf mehrere lose Stränge halten würde, um sie zusammen zu binden. Kommt jemand plötzlich rein und spricht mich laut an, weil Fergus nicht anders als laut reden kann, ohne Rücksicht auf meine Arbeit zu nehmen, fallen mir alle Stränge am Boden. Danach darf ich sie wieder sammeln, und häufig ist es auch die Ursache für Fehler, die ich danach beheben muss. Mega kontraproduktiv.

Eigentlich haben wir eine festgelegte Prozedur, für Bugs. Wir haben ein Projektmanagementsystem, mit dem alle in der Firma arbeiten, und drin ein Projekt für Bugs eingerichtet. Jeder, der ein Problem feststellt oder Änderungswünsche hat, soll es dort schriftlich mitteilen. Aber Fergus hält sich nie an Vorschriften. Unter der Begründung, es wäre für ihn einfacher, mir Sachen mündlich zu erklären, pfeift er drauf und reißt mich regelmäßig von meiner Programmiertätigkeit raus. Das nervt. Daher die Träume heute Nacht.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Karotten-Hummus

Weil es so lecker war, dass ich es definitiv nochmal machen werde. Durch die saftige Karotte wird der Hummus viel lockerer und leichter, ohne den Geschmack von Kichererbsen zu verlieren.

Die Zutaten (für zwei Portionen*)

  • 1/2 Dose Kichererbsen
  • 1 große Karotte
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1 recht kleine Knoblauchzehe, geschält
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Teelöffel Salz

* Oder vier, je nachdem, was es sonst noch zu essen gibt.

Die Zubereitung

  • Die Karotte klein schneiden.
  • Alle Zutaten in ein Mixerbecher geben und pürieren.
  • Mit einigen Blättern Petersilie servieren.

Nährwertangaben

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 177 354
Eiweiß (g) 3,7 7,4
Kohlenhydrate (g) 11,4 22,8
davon Zucker (g) 4,6 9,2
Fett (g) 10,3 20,5
Ballaststoffe (g) 6,4 12,8


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.