Mit dem Auto unterwegs

Der Ehemann hatte mich mit dem neuen Auto[1] zu einem großen, fast leeren Parkplatz gebracht, und war dann zu Fuß verschwunden.

Ich blieb im Auto auf dem Parkplatz. Ich war aber noch verschnupft und die Taschentücher wurden viel. Ich habe sie gesammelt und bin aus dem Auto ausgestiegen, um sie weg zu werfen.

Einen Mülleimer konnte ich erst am Eingang vom Parkplatz finden. Direkt davor stand ein junger Mann. Er hatte eine komische Haltung, mit dem Kopf nach unten und geschlossenen Augen, als ob er schlafen würde. Er reagierte nicht, als ich näher kam. Ich musste ihn schubsen, um an den Mülleimer ran zu kommen. Er ist gefallen, hat mich dann erst gemerkt und ist weg gelaufen.

Auf dem Weg zurück zum Auto[2] ist mir dann aufgefallen, wie viele Mülleimer es doch gab. Fast hinter jedem Auto. Wie konnte ich sie übersehen haben?

Der Ehemann war immer noch nicht zurück und ich habe beschlossen, selber mit dem Auto nach Hause zu fahren.

Erstmal raus aus dem Parkplatz. Erstmal zum Fahrersitz wechseln, vom Beifahrersitz aus lässt sich das Auto nicht so gut steuern. Ich halte also das Auto an. Wo ist denn die Handbremse? Ein anderer Fahrer hupt mich an. Er ist sauer, weil er dachte, er könnte schnell in meiner Lücke parken, und es dauert doch länger. Soll er hupen.

Der Parkplatz ist inzwischen richtig voll geworden. Beim Aussteigen aus dem Beifahrersitz stört mich die offene Tür des benachbarten Autos, die sich im Öffnungswinkel von meiner weiter geöffneten Tür befindet. Diese physikalische Unmöglichkeit beachte ich nicht. Ich passe bloß auf, beim Aussteigen das andere Auto nicht zu beschädigen.

Endlich hinter dem Lenkrad. Wohin jetzt? Ich weiß nicht mal wo ich bin. Ich schaue auf dem Navi. Wenn ich Lochham finde, kann ich weiter nach Hause fahren. Lochham glaube ich auf der Karte zu finden, aber der Name ist komisch geschrieben.

Ich fahre los und komme ziemlich schnell nach einem Kreisverkehr zu einer Autobahneinfahrt. Ich muss beschleunigen und will vorher links hinter mir schauen, ob jemand kommt. Es klappt aber nicht. Ich kann den Kopf nicht drehen und das Auto fährt zu schnell. Ich komme ohne Krach auf die Autobahn.

Die Fahrt ist stressig. Ich muss aufpassen, dass ich schnell genug bin. Meiner Meinung nach bin ich schon ganz flott unterwegs, aber der Tacho zeigt nur 50km/h. Ich muss schneller fahren. In dem Moment fängt es aber an, vor mir zu stauen. Ich muss bremsen. Das Auto kann ich nicht so gut kontrollieren und beinahe wäre ich in das Auto vor mir rein gefahren, wäre es nicht im letzten Moment vorwärts gekommen.

Ich komme zu Hause an. Ich parke einfach so mitten im Garten von der Villa meiner Eltern[3,4]. Dort stehen sonst viele Autos rum. Ich ziehe mich schnell um und gehe rein. Der Ehemann sitzt mit meinen Verwandten am Tisch.

Wir gehen in den Garten raus, um das Auto nach der langen Fahrt zu prüfen. Kein Kratzer, aber das Nummernschild vorne ist entzwei. Man kann beide Seiten wieder zusammen fügen, das Schild hängt ja nur mit einem Magnet, aber beim Fahren würden beide Seiten wieder auseinander gedrückt werden. Es muss schon beim Kauf kaputt gewesen sein. Man könnte auch das Schild komplett abmachen, darunter ist auch eine Nummer, aber eine andere, in einem komischen Format.

Kurz nach fünf wache ich auf. Alleine im Bett, denn der Ehemann schläft momentan im Gästezimmer oben, bis es mir besser geht. Scheinbar ist das Fieber endlich vorbei. Ach, das dachte ich gestern schon.

[1] Neu gekauft, aber der Ehemann muss es noch abholen und ich habe es selber noch gar nicht gesehen.

[2] Übrigens von der falschen Farbe.

[3] Ist schon längst verkauft, nachdem sie sich getrennt haben, vor dreizehn Jahren.

[4] In der Provence. Ganz weit weg von Lochham. Ich bin froh, nicht die ganze Fahrt geträumt zu haben.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Ein Gedanke zu “Mit dem Auto unterwegs

  1. Ohje, hast du auch so schlecht geträumt wie ich? Ich träumte, dass ich hier in der Einkaufspassage war, die aber so aussah wie meine frühere Schule. Ich war dort mit meinem (Ex)Freund unterwegs, als plötzlich Alarm war wegen eines Amoklaufes. Mein Freund hatte plötzlich Bundeswehruniform an und ich musste mich in einer Kammer verstecken… zum Glück bin ich dann aufgewacht 😀

    Gefällt 1 Person

Teile deine Meinung mit, aber nur, wenn du mit der Überprüfung und Speicherung deiner hier eingegebenen Daten und IP-Adresse zum Zweck der Spamvermeidung durch das Programm Akismet in den USA einverstanden bist! Solltest du damit nicht einverstanden sein, bitte ich dich, auf das Schreiben eines Kommentares zu verzichten.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.