Wochenplan, Bilanz

Montag

Den Kichererbsensalat mit Thunfisch bereite ich am frühen Morgen zu, während mein Kaffee kalt wird. Ich habe dazu eine ganz klein geschnittene grüne Paprika gegeben. Für die Mittagspause nehme ich ein Naturjoghurt und einen Apfel mit.

Beim Essen denke ich, ich hätte mehr Zitronensaft tun sollen, und teile dies dem Ehemann mit, der zu Hause noch nicht gegessen hat. Er soll entweder mit Zitronensaft oder Sumach nachwürzen, empfehle ich ihm. Schriftlich. Er schafft es trotzdem, mich zu missverstehen und tut stattdessen die Za’atar Mischung aus Israel rein, die er mir im Mai mitgebracht hat. Es hat ihm aber auch so geschmeckt, sagt er.

Dienstag

Auf dem Plan stand Hähnchen mit Reis, Möhren, Champignons und Erbsen. Die Hälfte davon schon für Montagabend.

Als ich zu den Möhren greifen will, berühre ich eine Aubergine für die Ratatouille von Freitag und stelle fest, sie ist weich. Bei genauerer Betrachtung sind Schimmelspuren auf der Schale zu sehen. Ich schneide sie auf, um den Zustand drin zu prüfen, und sie ist im Inneren braun. Weg damit. Der Ehemann vermutet, dass sie auf dem Markt Frostschäden bekommen hat. Keine Ahnung. Sie fühlte sich am Samstag nicht so an. Die Möhren sind nach zwei Tagen schon gummiartig.

Planänderung also. Die zweite Aubergine sieht gut aus. Es gibt Zucchini. Am Ende wurde es eine mediterrane Hähnchen-Gemüse-Pfanne mit Reis, ohne die Paprika. War lecker. Wie am Montag habe ich mir ein Joghurt und einen Apfel mitgenommen.

Mittwoch

Der Ehemann hat uns am Dienstagabend eine fantastische Tortilla mit Kartoffeln und Champignons gemacht. Ich habe mir dazu einen kleinen Tomatensalat mit Zwiebeln und Schnittlauch fürs Büro gemacht. Joghurt und Apfel dazu.

Donnerstag

Am Mittwochabend mache ich die gefüllten Paprikas. Als ich nach den Kartoffeln suche, stelle ich fest: Es gibt keine mehr. Der Ehemann hat scheinbar alles für die Tortilla benutzt. Dabei hatte ich ihn am Wochenende gefragt, wieviele Kartoffeln er braucht, um genug auch für die Paprikas zu haben.

Planänderung. Statt Kartoffeln nehme ich Süßkartoffeln. Die hatte ich an dem Tag gekauft, als ich zur Arbeit nicht ankommen konnte. Falls es so viel schneien sollte, dass wir nicht mehr raus gehen können. Passt auch. Mit Thymian und Sumach gewürzt. Da ich vorher Hercule Poirot auf One gucken wollte, ist es erst um 00:15 fertig geworden. Dazu Rinderschinken zwischen zwei eingesenften Scheiben Brot und ein Apfel. Den Joghurt habe ich schon zum Frühstück mit Maronnencreme und einer Banane verspeist.

Freitag

Ich wollte ursprünglich Ratatouille mit Lachs machen. Aber Lachs im Büro… Gekochte Eier tun’s auch. Als ich aber am Donnerstagabend nach Hause komme, ist mir wirklich nicht danach zu kochen. Und den Lachs hätte ich noch einkaufen gehen müssen. Es gibt noch zwei gefüllte Paprikahälfte, nachdem der Ehemann mittags seine Portion gegessen hat, ich nehme sie am Freitag zur Arbeit mit. Dazu, ein Joghurt und ein Apfel. Die Ratatouille gibt’s am Abend, ich habe ja früh genug Feierabend gemacht.

Fazit

Jeden Tag für die nächste Mittagspause zu kochen ist aufwendig. Ich finde es schwer, sobald ich die Wohnung nach der Arbeit betrete sofort mit dem Kochen anzufangen. Ich will es aber erstmal weiter probieren. Was wäre, wenn wir Kinder hätten? Dann müsste ich mich viel mehr mit Haushalt beschäftigen, und wäre noch müder. Ab morgen besuchen wir wieder das Fitnessstudio, vielleicht bin ich danach dynamischer.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

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