Verpeilt

Gestern bin ich in der S-Bahn kontrolliert worden. Kurz bevor ich aussteigen musste.

Mein Jahresabo liegt in meinem Portemonnaie. Seitdem ich es letztes Jahr gekauft habe. Ich musste es nur raus graben.

Das Portemonnaie liegt in meinem Rucksack. Ganz tief im mittleren Fach, wo man schlecht ran kommt. Ich will es Langfingern nicht leicht machen. Obendrauf lag gestern meine Tüte mit der leeren Mittagessensdose, und obendrauf noch meine neuen Kopfhörer, die mir der Ehemann zu Weihnachten geschenkt hatte. Sowie ein noch nicht geöffneter Briefumschlag mit meiner Gehaltsabrechnung von Januar, weil wir sie nicht per Post geschickt sondern im Büro ausgehändigt bekommen.

Ich greife also zum Portemonnaie. Dafür muss ich erstmal den Rest raus nehmen. Neben mir sitzt niemand mehr, ich habe Platz. Ich zeige dem jungen Mann mein Abo, nachdem ich es mühsam aus seinem Fach geholt habe. Der Mann nimmt sich Zeit, es sich genau anzuschauen, aber nach meinem Ausweis fragt er nicht, obwohl mein Abo persönlich ist und nicht geliehen werden darf. Ich packe dann das Abo zurück ins Portemonnaie, was nicht auf Anhieb klappen will. Ich hole es zu selten aus seinem Fach. In Berlin war es einfacher, man hatte eine Karte die elektronisch gelesen werden konnte, statt so ein kleines Pappstück wie hier, und man konnte es sogar auslesen lassen, ohne die Karte vom Portemonnaie raus zu nehmen.

Wir erreichen Argelsried. Ich packe noch die Tüte mit der Dose ein, und muss schon gleich aussteigen.

Heute Morgen komme ich zur Arbeit an. Ich will wie gewohnt die Kopfhörer benutzen und stelle fest, ich habe sie nicht dabei. Ich muss sie zu Hause liegen lassen haben, und teile dies dem Ehemann mit, der darauf nicht antwortet.

Ich arbeite munter vor mich hin, da die Kollegen nicht im Büro sind, bis das Telefon vom Büro mich aus meiner Programmiererei reißt. Es ist für mich, den Anrufer kenne ich nicht. Er fragt, ob ich seit gestern nichts vermissen würde. Mir fällt erstmal nichts ein, weil ich noch glaube, die Kopfhörer zu Hause vergessen zu haben. Er sagt, er hätte gestern Abend in der S-Bahn einen Briefumschlag mit meinem Namen auf einem blauen Beutel gefunden, der Kopfhörer enthält.

Ich fasse es nicht. Wie verpeilt muss ich sein, dass ich nach einer einfachen Fahrscheinkontrolle die Hälfte meiner Sachen auf dem Sitzplatz neben mir übersehe und liegen lasse? Es macht mich ganz schön fertig, weil die Kopfhörer ein Geschenk vom Ehemann sind, und ich schaffe es, sie nach einem Monat zu verlieren. Im Büro wollte ich sie nicht auf dem Schreibtisch lassen, weil wir keine verschließbare Möbeln haben, und ich nicht sicher bin, dass ich allen Kollegen vertrauen kann. Ich kenne noch nicht mal die Namen von der Hälfte. Also habe ich bis jetzt die Kopfhörer jeden Tag hin und her geschleppt.

Ein Glück, dass ich gestern meine Gehaltsabrechnung mitgepackt habe, sonst hätte der gute Mann am Telefon gar nicht gewusst, wem die Sachen gehören. Er hätte sie zum Fundbüro gebracht, sagte er, und ich hätte sicherlich nie daran gedacht, dort nachzufragen. Ein Glück auch, dass der Mann so nett ist und sich die Mühe gegeben hat, mich ausfindig zu machen.

Wir verabreden uns heute Abend nach der Arbeit bei ihm. Der Ehemann fährt mich mit dem Auto hin. Wir bringen als Dankeschön eine Flasche Wein aus unserem Lager mit.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Werbeanzeigen

Wochenplan, Bilanz

Montag

Den Kichererbsensalat mit Thunfisch bereite ich am frühen Morgen zu, während mein Kaffee kalt wird. Ich habe dazu eine ganz klein geschnittene grüne Paprika gegeben. Für die Mittagspause nehme ich ein Naturjoghurt und einen Apfel mit.

Beim Essen denke ich, ich hätte mehr Zitronensaft tun sollen, und teile dies dem Ehemann mit, der zu Hause noch nicht gegessen hat. Er soll entweder mit Zitronensaft oder Sumach nachwürzen, empfehle ich ihm. Schriftlich. Er schafft es trotzdem, mich zu missverstehen und tut stattdessen die Za’atar Mischung aus Israel rein, die er mir im Mai mitgebracht hat. Es hat ihm aber auch so geschmeckt, sagt er.

Dienstag

Auf dem Plan stand Hähnchen mit Reis, Möhren, Champignons und Erbsen. Die Hälfte davon schon für Montagabend.

Als ich zu den Möhren greifen will, berühre ich eine Aubergine für die Ratatouille von Freitag und stelle fest, sie ist weich. Bei genauerer Betrachtung sind Schimmelspuren auf der Schale zu sehen. Ich schneide sie auf, um den Zustand drin zu prüfen, und sie ist im Inneren braun. Weg damit. Der Ehemann vermutet, dass sie auf dem Markt Frostschäden bekommen hat. Keine Ahnung. Sie fühlte sich am Samstag nicht so an. Die Möhren sind nach zwei Tagen schon gummiartig.

Planänderung also. Die zweite Aubergine sieht gut aus. Es gibt Zucchini. Am Ende wurde es eine mediterrane Hähnchen-Gemüse-Pfanne mit Reis, ohne die Paprika. War lecker. Wie am Montag habe ich mir ein Joghurt und einen Apfel mitgenommen.

Mittwoch

Der Ehemann hat uns am Dienstagabend eine fantastische Tortilla mit Kartoffeln und Champignons gemacht. Ich habe mir dazu einen kleinen Tomatensalat mit Zwiebeln und Schnittlauch fürs Büro gemacht. Joghurt und Apfel dazu.

Donnerstag

Am Mittwochabend mache ich die gefüllten Paprikas. Als ich nach den Kartoffeln suche, stelle ich fest: Es gibt keine mehr. Der Ehemann hat scheinbar alles für die Tortilla benutzt. Dabei hatte ich ihn am Wochenende gefragt, wieviele Kartoffeln er braucht, um genug auch für die Paprikas zu haben.

Planänderung. Statt Kartoffeln nehme ich Süßkartoffeln. Die hatte ich an dem Tag gekauft, als ich zur Arbeit nicht ankommen konnte. Falls es so viel schneien sollte, dass wir nicht mehr raus gehen können. Passt auch. Mit Thymian und Sumach gewürzt. Da ich vorher Hercule Poirot auf One gucken wollte, ist es erst um 00:15 fertig geworden. Dazu Rinderschinken zwischen zwei eingesenften Scheiben Brot und ein Apfel. Den Joghurt habe ich schon zum Frühstück mit Maronnencreme und einer Banane verspeist.

Freitag

Ich wollte ursprünglich Ratatouille mit Lachs machen. Aber Lachs im Büro… Gekochte Eier tun’s auch. Als ich aber am Donnerstagabend nach Hause komme, ist mir wirklich nicht danach zu kochen. Und den Lachs hätte ich noch einkaufen gehen müssen. Es gibt noch zwei gefüllte Paprikahälfte, nachdem der Ehemann mittags seine Portion gegessen hat, ich nehme sie am Freitag zur Arbeit mit. Dazu, ein Joghurt und ein Apfel. Die Ratatouille gibt’s am Abend, ich habe ja früh genug Feierabend gemacht.

Fazit

Jeden Tag für die nächste Mittagspause zu kochen ist aufwendig. Ich finde es schwer, sobald ich die Wohnung nach der Arbeit betrete sofort mit dem Kochen anzufangen. Ich will es aber erstmal weiter probieren. Was wäre, wenn wir Kinder hätten? Dann müsste ich mich viel mehr mit Haushalt beschäftigen, und wäre noch müder. Ab morgen besuchen wir wieder das Fitnessstudio, vielleicht bin ich danach dynamischer.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Unangenehme Überraschung

Ich komme nach einem harten Tag Arbeit nach Hause. Ich bin noch von der Verspätung vom Bus genervt.

Als ich in der Nähe des Hauses ankomme, nehme ich wahr, wie eine Person rein geht. Ich passe nicht sonderlich auf. Ich prüfe die Post und hole einen Brief für den Ehemann.

Ich laufe die Treppe hoch und bin überrascht, eine unbekannte Frau vor unserer Wohnungstür stehen zu sehen. Sie steht einfach da, dreht mir den Rücken zu und guckt sich die Tür an. Fett, blond, mit einer dicken schwarzen Daunenjacke und einer Merkur-Hängetasche. Nicht die Versicherung, sondern die Zeitung.

Sie dreht sich um, als ich die letzten Stufen hoch gehe. „Was geht hier los?“, frage ich sie, glaube ich. Sie fängt an, sich vorzustellen, wobei ich ihren Namen schon vergesse, zeigt mir ihren Badge, der an ihrem Hals hängt, ohne ihn wirklich zu zeigen, erzählt, sie sei von der Merkur, und ich unterbreche sie, in dem ich recht unfreundlich sage „Nee, nee, nee, kein Interesse, lassen Sie mich durch“, denn sie mir den gesamten Gang sperrt. „Wir verschenken zwei Wochen Urlaub in Blablabla,“ versucht sie mir zu erzählen, gibt aber auf mit der Bemerkung, ich sei scheinbar nicht interessiert, und fängt an, die Treppe runter zu gehen. Das Letzte, was ich brauche, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, ist irgendeine fremde Person vor der eigenen Wohungstür, die mir irgendeinen Scheiß aufschwatzen will.

Der Ehemann kommt aus dem Arbeitszimmer die Treppe runter, als er mich die Tür zu knallen hört. Dass jemand vor der Tür stand, weiß er nicht, sie hat also nicht bei uns geklingelt. Wer hat sie denn überhaupt herein gelassen? Sie muss direkt von der Haustür bis zu unserer Wohnung gelaufen sein, und ich habe sonst keine Nachbarn oder offene Wohnungstüre auf dem Weg zu uns ganz oben gesehen. Scheinbar haben wir Nachbarn, die ohne jegliche Prüfung jeden ins Haus lassen, der klingelt. Keine schöne Vorstellung.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Wochenplan

Ich habe beschlossen, dass ich ab jetzt mein Essen für die Mittagspause selber mache und zur Arbeit mitbringe. Ein verspäteter Neujahrsvorsatz. Mal schauen, wie lange es anhält.

Auslöser war mein letzter Besuch bei einem Café in unserer Nähe. Mensa-artig, man kommt mit einem Tablett und Besteck zur Theke an und kriegt das Essen sofort auf Tellern serviert. Wir sind in letzter Zeit häufiger dahin gegangen, weil es schnell geht. Tim hat immer weniger Zeit für die Mittagspause zur Verfügung. So toll ist es leider nicht. Ich sage ja immer: „Wir gehen zum not-so-fresh-maker“, und ja, ich weiß, Resteverwertung kann toll sein, zu Hause, aber wenn, dann sollte man Reste richtig verwerten können, und als Café-Betreiber vielleicht auch dafür sorgen, dass der Gast es nicht merkt. Vor allem, wenn der Name vom Café etwas ganz anderes suggeriert (oder handelt es sich um bayerischen Humor?). Und nein, Quantität ist kein Ersatz für Qualität.

Ich war schon vor Weihnachten richtig angeekelt gewesen, nachdem eines Tages das Café für eine private Weihnachtsfeier geschlossen wurde. Tage danach sind Deko-Reste auf den Tischen liegen geblieben, was an sich nicht so schlimm wäre, wenn es sich nicht um frisches Obst handeln würde… Nach zwei Tagen sah das Obst schon nicht mehr so frisch aus, nach einer Woche hatten die Mandarinen richtig angefangen zu schimmeln und klebten fest an den Tischdecken. Ich bin nicht mehr dahin gegangen, bis Tim am Anfang des Jahres fragte, ob wir dort essen gehen könnten.

Gestern war ich aus Zeitgründen alleine hin gegangen und hatte mir „asiatische Nudeln mit Teriyaki-Gemüsestreifen“ bestellt. Ein Schuss ins Blaue, denn es das einzige Gericht war, das nicht sichtbar hinter der Theke war. Es lag in einem Kessel. Ich hätte es besser wissen sollen, aber es klang gesünder als der Schnitzel mit Pommes, dessen Fett ich förmlich beim gucken spüren konnte. Ich habe eine riesige Portion auf einem tiefen Teller geschaufelt bekommen, an der sich drei Personen satt essen könnten. Die Masse wirkte gar nicht appetitlich, und schmeckte einfach eklig. Überkochte Nudeln, pampig, kaum Geschmack. Ich hab’s liegen lassen und beschlossen, das war’s, ich gehe nicht mehr hin.

Ab nächster Woche gibt’s also meinen eigenen Speiseplan. Von der Portionierung und der Zubereitung her dürfte es viel gesünder und sogar günstiger sein, als was ich sonst mittags kriege. Wenn wir eh abends für uns kochen, können wir mehr für die folgende Mittagszeit machen. Ich stelle also vor:

Das schwarze Brett in der Küche ist neu und hängt über dem Herd. Ich muss auf Zehnspitzen gehen, und drauf zu schreiben. Daher ist die Schrift nicht so regelmäßig. Egal. Der Ehemann hat sich über den Plan gefreut.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Migräne, mal wieder

Gestern habe ich die erste Migräne des Jahres bekommen. Gerade zwölf Tage habe ich durchgehalten.

Es hat nicht geholfen, dass ich wenig schlafen konnte. Um elf war ich am Samstagabend im Bett. Der Ehemann hatte noch oben am Rechner zu tun und ich bin um zwei Uhr morgens kurz aufgewacht, als er sich endlich ins Bett gepackt hat. Um sechs hat mich sein Schnarchen aus dem Schlaf gerissen.

Die Nacht davor hatte ich schon nicht sonderlich viel geschlafen. Ich war noch zu sehr von der langen Rückfahrt aus der Arbeit gestresst, um früh einschlafen zu können. Bin ich froh, dass der Ehemann mich in Westkreuz abholen konnte, als die S-Bahn völlig versagte! Sonst hätte ich mir irgendwo ein Zimmer suchen müssen. Kein toller Start ins Wochenende.

Gestern habe ich mich jedenfalls den ganzen Tag nicht so toll gefühlt. Gegen vier habe ich den Wind wahrgenommen. Es hatte schon die ganze Zeit leicht geregnet, wobei auch Flocken zu sehen waren. Ich habe leichte Kopfschmerze bekommen, die nach einer heißen Schokolade verschwunden sind.

Bis halb sieben, wo sie mit voller Wucht zurück gekommen sind. Geräusch- und Lichtempfimdlichkeit. Übelkeit. Die linke Schläfe schmerzte und pochte. Wie immer. Aspirin eingenommen, keine Wirkung. Der Ehemann hatte ganz lieb für uns gekocht, und ich habe mich beim Essen nur elend gefühlt. Konnte meinen Teller nicht aufessen. Um nicht mal neun habe ich mich im Dunkel auf die Couch hingelegt, als der Ehemann noch am Essen war. Er hat mich zugedeckt.

Um halb zwei werde ich vom Gewitter wach. Es weht ganz stark, und ich kann teilweise nicht sagen, ob ich Donner oder Wind höre. Der Regen prasselt gegen die Außenjalousien. Um zwei hört der Gewitter auf, es regnet weiter.

Ich stehe auf und putze mir die Zähne, was ich vor dem Einschlafen auf der Couch nicht geschafft habe. Die Migräne ist vorübergehend weg. Ich ziehe eine Jalousie im Wohnzimmer aus Neugier hoch und sehe: Der ganze Schnee, der gestern noch da auf dem Dach lag, ist weg. Auf dem Bürgersteig jedoch noch nicht. Es ist unglaublich, welche Menge an Schnee jetzt geschmolzen ist.

Wenigstens hat die Bahn keine Ausrede mehr, um nicht zu fahren. Ich frage mich, in welchem Zustand der Bahnsteig sich befindet. Voll mit hart getretenem Schnee, auf dem es jetzt ganz viel geregnet hat? Es wird kein Spaß.

Ich hoffe, ich kann noch ein bisschen schlafen. Ich habe gerade höchstens fünf Stunden geschlafen.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Rinderhackfleisch-Pfanne mit Lauch und Reis

Gestern Abend komponiert. Es sah richtig viel aus, daher für vier Portionen, aber wir haben zu zweit alles verputzt. Im Nachhinein, wenn man sich die Kalorienanzahl anschaut, ist es wirklich nicht schlimm.

Ich mag dieses Rezept, weil der Ingwer dem Fleisch eine unglaubliche Zärtlichkeit verleiht. Es war ein Tipp einer chinesischer Kollegin, die bei uns auf Arbeit zu Besuch war. Das sollte ich häufiger so machen.

Die Zutaten (für 4 Portionen)

  • 300 g Rinderhackfleisch
  • 1 Lauch
  • 150 g Reis
  • 1 kleines Stück Ingwer
  • 1/2 Glas Gemüsefond
  • 2 Esslöffel Erdnussöl
  • 1 Esslöffel Sojasauce
  • 1/2 Teelöffel Salz

Die Zubereitung

  • Den Reis in einem Topf mit dem doppelten Volumen an Wasser und dem Salz ohne Deckel kochen lassen, bis kein Wasser mehr übrig bleibt.
  • Den Lauch in halben Ringen schneiden.
  • Den Ingwer schälen und in ganz kleine Stücke schneiden.
  • In einer hohen Pfanne, das Öl erhitzen und drin den Lauch, das Fleisch und den Ingwer mit dem Gemüsefond und der Sojasauce anbraten. Das Fleisch dabei zerteilen.
  • Den Reis zur Pfanne geben, umrühren und servieren.

Nährwertabgaben

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 230 920
Eiweiß (g) 17,5 70,1
Kohlenhydrate (g) 3 12
davon Zucker (g) 2,6 10,5
Fett (g) 16,1 64,4
Ballaststoffe (g) 1,9 7,7


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Salatschiffchen

Sehr inspiriert hat mich das Rezept auf BallesWorld. Wir haben lediglich eine Variation davon gemacht. Genau das Richtige, um sich nach den Feierlichkeiten wieder gesund zu ernähren.

Die Zutaten (für zwei Teller)

  • Feldsalat
  • 1 Chicorée
  • Anderthalb Möhren
  • Kichererbsen aus der Dose
  • 4 Eier
  • Saft einer halben Zitrone
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer

Die Zubereitung

  • Eier fest kochen, abkühlen lassen und schälen.
  • Feldsalat putzen und die Wurzeln abschneiden.
  • Chicorée putzen und einzelne Blätter trennen.
  • Möhren schälen und klein raspeln.
  • Kichererbsen gut spülen und abtropfen.
  • Dressing vorbereiten: Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer nach Geschmack zusammen rühren.
  • Die Zutaten auf den Teller wie auf dem Bild anrichten und Dressing obendrauf verteilen.

Nährwertangaben

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 340 680
Eiweiß (g) 17,6 35,1
Kohlenhydrate (g) 15,5 31
davon Zucker (g) 10 20
Fett (g) 20,6 41,2
Ballaststoffe (g) 7,5 15


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Wieder im Lande

Wir haben die Zeit nach Weihnachten bei meiner Familie verbracht. Am Sonntag geflogen, und gestern hieß es wieder, ab nach Hause.

Natürlich konnten wir in der kurzen Zeit nicht alle besuchen. Wir haben bei meiner Mutter übernachtet, haben einen ruhigen Silvesterabend verbracht, und sind danach zu meiner Schwester gefahren. Der Neffe konnte sich noch an uns erinnern. Lustig war, als wir die Ziegen und Hühner vom Nachbar besucht haben. Die Hühner haben mit ihren Krallen den Boden gekratzt, um nach Würmern zu suchen. Der Neffe hat es nachgemacht. Zuerst hat er mit den Füßen das Gras geschrubbt, dann hat er sich mit dem Gesicht ins Gras fallen lassen, um mit seiner Nase etwas zum Essen zu finden. Voll süß. Am Donnerstag waren wir wieder bei meiner Mutter, und gestern war der Bruder mit seiner Freundin kurz da, bevor wir abgefahren sind. Ein Scoop: Die Beiden wollen jetzt Eltern werden. Es klappt jedoch nicht. Da Fastschwägerin vierzig geworden ist, wird es sicherlich schwierig. Ich hoffe, ihr bleiben meine Erfahrungen erspart. Meine letzte Fehlgeburt liegt nun zwei Jahre her, als ich gerade vierzig war. Seitdem bin ich, glaube ich, nicht mehr schwanger geworden.

Gestern hat blöd angefangen. Kurz bevor wir zum Dorfmarkt aufgebrochen sind, hat mein unterer Rücken laut geknackt. Das macht er ab und zu, seitdem ich Ischiasprobleme hatte, unten links im Becken-Bereich. Meistens fühlt es sich gut an, wenn es knackt, als ob eine Blockade sich dadurch lösen würde. Gestern war das Knacken anders, und ich habe seitdem Schmerze bekommen. Ich kann wieder nicht mehr lange stehen bleiben. Mein Becken knackt leicht, wenn ich das linke Bein heben muss, und ich fühle mich blockiert. Es strahlt auch ein bisschen ins Po und der linke Fuß kribbelt. Der Ehemann musste gestern meinen Koffer und meine Laptop-Tasche tragen, zusätzlich zu seinen Sachen.

Wir sind viel früher als nötig abgefahren, weil ich eigentlich schon seit Wochen ahnte, dass wir nicht so leicht zurück zum Flughafen kommen würden. Ich war überrascht, dass wir ohne Problem zu meiner Mutter und meiner Schwester fahren konnten. Aber gestern war Samstag, das erste Wochenende im Jahr, und im Fernseher hieß es, dass die gelben Westen wieder zu Aktionen gerufen hatten. Die Einfahrt zur Autobahn in Le Muy war eingeschränkt und es staute am Kreisverkehr davor. Ich glaube, wir sind kurz zu Beginn der Autobahnsperrung angekommen. Ein Stückchen weiter warnte uns ein LED-Schirm über einen Stau sechs Kilometer weiter, und wir haben die nächste Ausfahrt in Puget-sur-Argens benutzt, um weiter auf kleinen Straßen zu fahren. Das war die beste Entscheidung überhaupt, denn in Fréjus war die Mautstelle komplett gesperrt. LKWs hatten sich vor jeder Schranke gestellt, wie wir von einer Brücke direkt oberhalb sehen konnten. Wer weiß, wann wir in Nizza angekommen wären, wären wir auf der Autobahn geblieben…

Um halb fünf waren wir bei der Autovermietung am Flughafen, und wir hatten noch viel Zeit, bis zu unserem Flug nach München um 19:35. Ich konnte zum Glück sitzen, während der Ehemann in der Schlange für die Gepäckabgabe gestanden hat. Mein Rücken tat richtig weh. Wir haben dann die Zeit am Restaurant auf der Etage nach der Sicherheitskontrolle verbracht. Das Restaurant hatte blöderweise nichts zum Essen, weil es Samstag war. So gut besucht ist der Flughafen wohl nicht. Wenigstens gab es Pastis. Kurz vor Boarding sind wir zu den anderen Reisenden in die Wartehalle gegangen. Das Restaurant hatte eh um 19:00 Feierabend (es ist schlimmer als in Bayern). Um 19:05 kam dann eine Durchsage: Unser Flug sollte über eine Stunde Verspätung haben. Keine weitere Information, und gar keine Mitarbeiter, um nachfragen zu können. Sowohl die App als auch die Webseite von Lufthansa zeigten noch den Flug als pünktlich an. Würden wir denn noch an dem Tag nach Hause fliegen können, oder sollten wir über eine zusätzliche Übernachtung nachdenken? Würden wir rechzeitig Bescheid bekommen? Mein Vielflieger von Ehemann hat die Hotline angerufen und ihm wurde erzählt, dass aufgrund von schwerem Schneefall in München alle Flüge verspätet oder gar annulliert wurden. Die Maschine nach Nizza wäre gerade erst abgeflogen, wir würden aber zurück fliegen können. Es hätte nur so viele Flugausfälle und Verspätungen gegeben, dass sie gar nicht mehr in der Lage gewesen wären, die Informationen auf der Webseite zu aktualisieren. Die LIMS-Programmiererin (also, ich) hat dafür kein Verständnis.

Um 21:00 fing das Boarding an, anderthalb Stunden später landeten wir in München. Es hat über eine halbe Stunde gedauert, bis wir unsere Koffer bekommen haben. Ich habe wieder zum Glück die ganze Zeit sitzen können, und es war gut, weil mein Rücken sich in der Zeit so gut erholen konnte, dass wir bis zur S-Bahn ein wenig laufen konnten. Nicht super schnell, aber schneller als beim Gehen. Die S8 nach Herrsching von 23:14 haben wir gerade noch erwischt, die Nächste wäre erst vierzig Minuten später abgefahren. Um zwanzig vor eins waren wir endlich zu Hause.

Heute habe ich mich geschont. Ich hatte mich für die Nacht mit Voltaren eingecremt und es ging, beim Aufstehen. Ich spüre aber, dass es schlimmer werden könnte, wenn die Blockierung sich nicht löst. Mit einem Schal habe ich den Becken den ganzen Tag warm gehalten, und ich habe vor dem Abendessen schön warm gebadet. Trotzdem klemmt’s weiter. Ich fürchte, dass es morgen auf Arbeit schwierig werden könnte. Vielleicht sollte ich wieder Diclofenac einkaufen gehen.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.