Wochenplan

Ich habe beschlossen, dass ich ab jetzt mein Essen für die Mittagspause selber mache und zur Arbeit mitbringe. Ein verspäteter Neujahrsvorsatz. Mal schauen, wie lange es anhält.

Auslöser war mein letzter Besuch bei einem Café in unserer Nähe. Mensa-artig, man kommt mit einem Tablett und Besteck zur Theke an und kriegt das Essen sofort auf Tellern serviert. Wir sind in letzter Zeit häufiger dahin gegangen, weil es schnell geht. Tim hat immer weniger Zeit für die Mittagspause zur Verfügung. So toll ist es leider nicht. Ich sage ja immer: „Wir gehen zum not-so-fresh-maker“, und ja, ich weiß, Resteverwertung kann toll sein, zu Hause, aber wenn, dann sollte man Reste richtig verwerten können, und als Café-Betreiber vielleicht auch dafür sorgen, dass der Gast es nicht merkt. Vor allem, wenn der Name vom Café etwas ganz anderes suggeriert (oder handelt es sich um bayerischen Humor?). Und nein, Quantität ist kein Ersatz für Qualität.

Ich war schon vor Weihnachten richtig angeekelt gewesen, nachdem eines Tages das Café für eine private Weihnachtsfeier geschlossen wurde. Tage danach sind Deko-Reste auf den Tischen liegen geblieben, was an sich nicht so schlimm wäre, wenn es sich nicht um frisches Obst handeln würde… Nach zwei Tagen sah das Obst schon nicht mehr so frisch aus, nach einer Woche hatten die Mandarinen richtig angefangen zu schimmeln und klebten fest an den Tischdecken. Ich bin nicht mehr dahin gegangen, bis Tim am Anfang des Jahres fragte, ob wir dort essen gehen könnten.

Gestern war ich aus Zeitgründen alleine hin gegangen und hatte mir „asiatische Nudeln mit Teriyaki-Gemüsestreifen“ bestellt. Ein Schuss ins Blaue, denn es das einzige Gericht war, das nicht sichtbar hinter der Theke war. Es lag in einem Kessel. Ich hätte es besser wissen sollen, aber es klang gesünder als der Schnitzel mit Pommes, dessen Fett ich förmlich beim gucken spüren konnte. Ich habe eine riesige Portion auf einem tiefen Teller geschaufelt bekommen, an der sich drei Personen satt essen könnten. Die Masse wirkte gar nicht appetitlich, und schmeckte einfach eklig. Überkochte Nudeln, pampig, kaum Geschmack. Ich hab’s liegen lassen und beschlossen, das war’s, ich gehe nicht mehr hin.

Ab nächster Woche gibt’s also meinen eigenen Speiseplan. Von der Portionierung und der Zubereitung her dürfte es viel gesünder und sogar günstiger sein, als was ich sonst mittags kriege. Wenn wir eh abends für uns kochen, können wir mehr für die folgende Mittagszeit machen. Ich stelle also vor:

Das schwarze Brett in der Küche ist neu und hängt über dem Herd. Ich muss auf Zehnspitzen gehen, und drauf zu schreiben. Daher ist die Schrift nicht so regelmäßig. Egal. Der Ehemann hat sich über den Plan gefreut.

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Migräne, mal wieder

Gestern habe ich die erste Migräne des Jahres bekommen. Gerade zwölf Tage habe ich durchgehalten.

Es hat nicht geholfen, dass ich wenig schlafen konnte. Um elf war ich am Samstagabend im Bett. Der Ehemann hatte noch oben am Rechner zu tun und ich bin um zwei Uhr morgens kurz aufgewacht, als er sich endlich ins Bett gepackt hat. Um sechs hat mich sein Schnarchen aus dem Schlaf gerissen.

Die Nacht davor hatte ich schon nicht sonderlich viel geschlafen. Ich war noch zu sehr von der langen Rückfahrt aus der Arbeit gestresst, um früh einschlafen zu können. Bin ich froh, dass der Ehemann mich in Westkreuz abholen konnte, als die S-Bahn völlig versagte! Sonst hätte ich mir irgendwo ein Zimmer suchen müssen. Kein toller Start ins Wochenende.

Gestern habe ich mich jedenfalls den ganzen Tag nicht so toll gefühlt. Gegen vier habe ich den Wind wahrgenommen. Es hatte schon die ganze Zeit leicht geregnet, wobei auch Flocken zu sehen waren. Ich habe leichte Kopfschmerze bekommen, die nach einer heißen Schokolade verschwunden sind.

Bis halb sieben, wo sie mit voller Wucht zurück gekommen sind. Geräusch- und Lichtempfimdlichkeit. Übelkeit. Die linke Schläfe schmerzte und pochte. Wie immer. Aspirin eingenommen, keine Wirkung. Der Ehemann hatte ganz lieb für uns gekocht, und ich habe mich beim Essen nur elend gefühlt. Konnte meinen Teller nicht aufessen. Um nicht mal neun habe ich mich im Dunkel auf die Couch hingelegt, als der Ehemann noch am Essen war. Er hat mich zugedeckt.

Um halb zwei werde ich vom Gewitter wach. Es weht ganz stark, und ich kann teilweise nicht sagen, ob ich Donner oder Wind höre. Der Regen prasselt gegen die Außenjalousien. Um zwei hört der Gewitter auf, es regnet weiter.

Ich stehe auf und putze mir die Zähne, was ich vor dem Einschlafen auf der Couch nicht geschafft habe. Die Migräne ist vorübergehend weg. Ich ziehe eine Jalousie im Wohnzimmer aus Neugier hoch und sehe: Der ganze Schnee, der gestern noch da auf dem Dach lag, ist weg. Auf dem Bürgersteig jedoch noch nicht. Es ist unglaublich, welche Menge an Schnee jetzt geschmolzen ist.

Wenigstens hat die Bahn keine Ausrede mehr, um nicht zu fahren. Ich frage mich, in welchem Zustand der Bahnsteig sich befindet. Voll mit hart getretenem Schnee, auf dem es jetzt ganz viel geregnet hat? Es wird kein Spaß.

Ich hoffe, ich kann noch ein bisschen schlafen. Ich habe gerade höchstens fünf Stunden geschlafen.

Rinderhackfleisch-Pfanne mit Lauch und Reis

Gestern Abend komponiert. Es sah richtig viel aus, daher für vier Portionen, aber wir haben zu zweit alles verputzt. Im Nachhinein, wenn man sich die Kalorienanzahl anschaut, ist es wirklich nicht schlimm.

Ich mag dieses Rezept, weil der Ingwer dem Fleisch eine unglaubliche Zärtlichkeit verleiht. Es war ein Tipp einer chinesischer Kollegin, die bei uns auf Arbeit zu Besuch war. Das sollte ich häufiger so machen.

Die Zutaten (für 4 Portionen)

  • 300 g Rinderhackfleisch
  • 1 Lauch
  • 150 g Reis
  • 1 kleines Stück Ingwer
  • 1/2 Glas Gemüsefond
  • 2 Esslöffel Erdnussöl
  • 1 Esslöffel Sojasauce
  • 1/2 Teelöffel Salz

Die Zubereitung

  • Den Reis in einem Topf mit dem doppelten Volumen an Wasser und dem Salz ohne Deckel kochen lassen, bis kein Wasser mehr übrig bleibt.
  • Den Lauch in halben Ringen schneiden.
  • Den Ingwer schälen und in ganz kleine Stücke schneiden.
  • In einer hohen Pfanne, das Öl erhitzen und drin den Lauch, das Fleisch und den Ingwer mit dem Gemüsefond und der Sojasauce anbraten. Das Fleisch dabei zerteilen.
  • Den Reis zur Pfanne geben, umrühren und servieren.

Nährwertabgaben

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 230 920
Eiweiß (g) 17,5 70,1
Kohlenhydrate (g) 3 12
davon Zucker (g) 2,6 10,5
Fett (g) 16,1 64,4
Ballaststoffe (g) 1,9 7,7


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Salatschiffchen

Sehr inspiriert hat mich das Rezept auf BallesWorld. Wir haben lediglich eine Variation davon gemacht. Genau das Richtige, um sich nach den Feierlichkeiten wieder gesund zu ernähren.

Die Zutaten (für zwei Teller)

  • Feldsalat
  • 1 Chicorée
  • Anderthalb Möhren
  • Kichererbsen aus der Dose
  • 4 Eier
  • Saft einer halben Zitrone
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer

Die Zubereitung

  • Eier fest kochen, abkühlen lassen und schälen.
  • Feldsalat putzen und die Wurzeln abschneiden.
  • Chicorée putzen und einzelne Blätter trennen.
  • Möhren schälen und klein raspeln.
  • Kichererbsen gut spülen und abtropfen.
  • Dressing vorbereiten: Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer nach Geschmack zusammen rühren.
  • Die Zutaten auf den Teller wie auf dem Bild anrichten und Dressing obendrauf verteilen.

Nährwertangaben

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 340 680
Eiweiß (g) 17,6 35,1
Kohlenhydrate (g) 15,5 31
davon Zucker (g) 10 20
Fett (g) 20,6 41,2
Ballaststoffe (g) 7,5 15


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Wieder im Lande

Wir haben die Zeit nach Weihnachten bei meiner Familie verbracht. Am Sonntag geflogen, und gestern hieß es wieder, ab nach Hause.

Natürlich konnten wir in der kurzen Zeit nicht alle besuchen. Wir haben bei meiner Mutter übernachtet, haben einen ruhigen Silvesterabend verbracht, und sind danach zu meiner Schwester gefahren. Der Neffe konnte sich noch an uns erinnern. Lustig war, als wir die Ziegen und Hühner vom Nachbar besucht haben. Die Hühner haben mit ihren Krallen den Boden gekratzt, um nach Würmern zu suchen. Der Neffe hat es nachgemacht. Zuerst hat er mit den Füßen das Gras geschrubbt, dann hat er sich mit dem Gesicht ins Gras fallen lassen, um mit seiner Nase etwas zum Essen zu finden. Voll süß. Am Donnerstag waren wir wieder bei meiner Mutter, und gestern war der Bruder mit seiner Freundin kurz da, bevor wir abgefahren sind. Ein Scoop: Die Beiden wollen jetzt Eltern werden. Es klappt jedoch nicht. Da Fastschwägerin vierzig geworden ist, wird es sicherlich schwierig. Ich hoffe, ihr bleiben meine Erfahrungen erspart. Meine letzte Fehlgeburt liegt nun zwei Jahre her, als ich gerade vierzig war. Seitdem bin ich, glaube ich, nicht mehr schwanger geworden.

Gestern hat blöd angefangen. Kurz bevor wir zum Dorfmarkt aufgebrochen sind, hat mein unterer Rücken laut geknackt. Das macht er ab und zu, seitdem ich Ischiasprobleme hatte, unten links im Becken-Bereich. Meistens fühlt es sich gut an, wenn es knackt, als ob eine Blockade sich dadurch lösen würde. Gestern war das Knacken anders, und ich habe seitdem Schmerze bekommen. Ich kann wieder nicht mehr lange stehen bleiben. Mein Becken knackt leicht, wenn ich das linke Bein heben muss, und ich fühle mich blockiert. Es strahlt auch ein bisschen ins Po und der linke Fuß kribbelt. Der Ehemann musste gestern meinen Koffer und meine Laptop-Tasche tragen, zusätzlich zu seinen Sachen.

Wir sind viel früher als nötig abgefahren, weil ich eigentlich schon seit Wochen ahnte, dass wir nicht so leicht zurück zum Flughafen kommen würden. Ich war überrascht, dass wir ohne Problem zu meiner Mutter und meiner Schwester fahren konnten. Aber gestern war Samstag, das erste Wochenende im Jahr, und im Fernseher hieß es, dass die gelben Westen wieder zu Aktionen gerufen hatten. Die Einfahrt zur Autobahn in Le Muy war eingeschränkt und es staute am Kreisverkehr davor. Ich glaube, wir sind kurz zu Beginn der Autobahnsperrung angekommen. Ein Stückchen weiter warnte uns ein LED-Schirm über einen Stau sechs Kilometer weiter, und wir haben die nächste Ausfahrt in Puget-sur-Argens benutzt, um weiter auf kleinen Straßen zu fahren. Das war die beste Entscheidung überhaupt, denn in Fréjus war die Mautstelle komplett gesperrt. LKWs hatten sich vor jeder Schranke gestellt, wie wir von einer Brücke direkt oberhalb sehen konnten. Wer weiß, wann wir in Nizza angekommen wären, wären wir auf der Autobahn geblieben…

Um halb fünf waren wir bei der Autovermietung am Flughafen, und wir hatten noch viel Zeit, bis zu unserem Flug nach München um 19:35. Ich konnte zum Glück sitzen, während der Ehemann in der Schlange für die Gepäckabgabe gestanden hat. Mein Rücken tat richtig weh. Wir haben dann die Zeit am Restaurant auf der Etage nach der Sicherheitskontrolle verbracht. Das Restaurant hatte blöderweise nichts zum Essen, weil es Samstag war. So gut besucht ist der Flughafen wohl nicht. Wenigstens gab es Pastis. Kurz vor Boarding sind wir zu den anderen Reisenden in die Wartehalle gegangen. Das Restaurant hatte eh um 19:00 Feierabend (es ist schlimmer als in Bayern). Um 19:05 kam dann eine Durchsage: Unser Flug sollte über eine Stunde Verspätung haben. Keine weitere Information, und gar keine Mitarbeiter, um nachfragen zu können. Sowohl die App als auch die Webseite von Lufthansa zeigten noch den Flug als pünktlich an. Würden wir denn noch an dem Tag nach Hause fliegen können, oder sollten wir über eine zusätzliche Übernachtung nachdenken? Würden wir rechzeitig Bescheid bekommen? Mein Vielflieger von Ehemann hat die Hotline angerufen und ihm wurde erzählt, dass aufgrund von schwerem Schneefall in München alle Flüge verspätet oder gar annulliert wurden. Die Maschine nach Nizza wäre gerade erst abgeflogen, wir würden aber zurück fliegen können. Es hätte nur so viele Flugausfälle und Verspätungen gegeben, dass sie gar nicht mehr in der Lage gewesen wären, die Informationen auf der Webseite zu aktualisieren. Die LIMS-Programmiererin (also, ich) hat dafür kein Verständnis.

Um 21:00 fing das Boarding an, anderthalb Stunden später landeten wir in München. Es hat über eine halbe Stunde gedauert, bis wir unsere Koffer bekommen haben. Ich habe wieder zum Glück die ganze Zeit sitzen können, und es war gut, weil mein Rücken sich in der Zeit so gut erholen konnte, dass wir bis zur S-Bahn ein wenig laufen konnten. Nicht super schnell, aber schneller als beim Gehen. Die S8 nach Herrsching von 23:14 haben wir gerade noch erwischt, die Nächste wäre erst vierzig Minuten später abgefahren. Um zwanzig vor eins waren wir endlich zu Hause.

Heute habe ich mich geschont. Ich hatte mich für die Nacht mit Voltaren eingecremt und es ging, beim Aufstehen. Ich spüre aber, dass es schlimmer werden könnte, wenn die Blockierung sich nicht löst. Mit einem Schal habe ich den Becken den ganzen Tag warm gehalten, und ich habe vor dem Abendessen schön warm gebadet. Trotzdem klemmt’s weiter. Ich fürchte, dass es morgen auf Arbeit schwierig werden könnte. Vielleicht sollte ich wieder Diclofenac einkaufen gehen.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.