Sonntagsträume

Nachdem ich heute früh kurz vor sechs aufgewacht bin, anderthalb Stunde ohne Erfolg versucht habe wieder einzuschlafen, um dann um halb acht Semmel bei der Bäckerei zu holen, als sie gerade geöffnet hat, mir diverse Videos angeschaut habe, bis der Ehemann aufgestanden ist, und mit ihm gefrühstückt habe, habe ich mich auf der Couch hingelegt. Und diesmal konnte ich endlich schlafen. Es gab Träume. Ich habe mich lange nicht mehr an Träume erinnert, aber wenn ich morgens länger schlafe, merke ich sie mir. Heute waren sie wirr. Ich habe nur noch Brocken in Erinnerung. Vor allem diesen hier.

Ich sitze in der U-Bahn. Ich glaube, ich bin in Berlin. Auf der Schiene links neben uns spielen vier Kinder. Zwei Mädchen und zwei Jungen. Es ist gefährlich. Gerade als ich schaue, kommt eine Bahn in die entgegengesetzte Richtung an. Die zwei Jungs springen zum Gleis hoch. Die zwei Mädchen leider nicht. Sie haben nichts bemerkt. Der Zug fährt mit voller Geschwindigkeit gegen sie und kommt erst weiter zum Stehen. Die Schiene neben mir ist wieder frei. Der Ehemann setzt sich neben mir, er hat nichts mitgekommen. Kurz bevor wir fahren, schaue ich zu den Schienen hinter mir. Ich sehe einen kleinen blutigen abgetrennten Kopf liegen. Wir fahren los. Ich will dem Ehemann das Geschehene erzählen, aber ich denke, es würde ihn traumatisieren. Ich sage doch besser nichts. Später diskutiere ich mit anderen Leuten. Die Geschichte will mir nicht aus dem Kopf und ich versuche, ihnen den Unfall zu schildern. Beim Erzählen bleiben mir die Wörter in der Kehle stecken und ich fange an zu schluchzen.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

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